Sieben Jahre Elfenwirken!

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Überschrift muss ich gleich richtig stellen: Elfen wirken in der Stofflichkeit natürlich nicht erst seit sieben Jahren, sondern von allem Anfang an. Nicht abstrakte, von blindem „Zufall“ bestimmte Energien, wie die Wissenschaft glaubt, nein: Wesen haben die Welt geformt, wie Welterschaffungsmythen der Völker belegen. Und Naturwesen schaffen und formen zielgerichtet in der Stofflichkeit bis heute. Das ist die frohe Botschaft des 21. Jahrhunderts: Hinter den Naturgesetzen wirkt und waltet BEWUSSTSEIN! Es ist so viel, was wir Menschen diesen überirdischen, ausschließlich dem Schöpferwillen verpflichteten, feinstoffliche-Form-gewordenen Kräften verdanken!

Was ist dann aber mit „Sieben Jahre Elfenwirken“ gemeint? – Am 7. Oktober 2012 ging dieses Weblog erstmals „on air“. Es wurde von mir ins Leben gerufen, damals in Zusammenarbeit mit der Autorin und Naturwesen-Expertin Margot Ruis, um Menschen an die Existenz der überirdischen Wesen zu erinnern und gleichzeitig ihnen für ihre treue und unermüdliche Arbeit zu danken.

Man hätte es freilich auch anders ausdrücken können – weniger bildhaft, dafür sachlicher: Es gibt Menschen, die die Existenz überirdischer Kräfte und Wirkungen anerkennen und folglich an Gott, Götter oder Wesen glauben und andere, die nur wissenschaftlich erforschbare, irdisch-materielle Lebensformen und Energien gelten lassen. Die ersteren empfinden die Stimme und das Wirken ihres eigenen überirdischen Geistes in sich, wenn auch vielleicht nicht immer klar, und sind dazu bereit, dem Geistigen bzw. „Spirituellen“ in ihrem Leben Raum zu geben, auch wenn dies Menschenverstand übersteigt. Die anderen dagegen stehen auf dem Boden des Intellekts und lassen nur das ernstlich und als Realität gelten, was ihrem irdischen Begriffsvermögen zugänglich ist. Mit meinem „ElfenWirken“-Blog wollte ich also die „Empfindungsmenschen“ darin unterstützen, sich dem Überirdischen weiterhin zu öffnen und sich dabei nicht von den „Verstandesmenschen“ beirren zu lassen, die oft genug nicht nur mit Unverständnis, sondern auch mit Spott und Häme auf die Empfindungsmenschen herabsehen sowie auf deren Sehnsucht  nach spirituellen Wahrheiten und einem „höheren Sinn“ im Leben.

Ich wollte darin aber auch die Stimme erheben für mehr Sachlichkeit dem Überirdischen gegenüber. Die Tatsache, dass Geistiges über dem Begriffsvermögen des Verstandes steht und dieses somit zwangsläufig übersteigt, darf nicht als Freibrief angesehen werden für Phantasterei, wie das leider in der esoterischen Literatur Unsitte geworden ist. Wer heute nicht von sich behauptet, zumindest mit Einhörnern oder Drachen zu verkehren oder die Badewanne mit einem Leprachaun geteilt zu haben, wird ja kaum mehr für voll genommen.

Das war vor sieben Jahren. In der Zwischenzeit durfte ich selbst ein Buch schreiben, das mittlerweile im Buchhandel erhältlich ist. Es ist ein Sachbuch geworden, das vor allem diejenigen Fragen klären soll, deren Antworten ich in der einschlägigen esoterischen Literatur bisher vermisst habe. Die Arbeit an dieser selbstgesteckten Aufgabe hat jedenfalls meinen eigenen Horizont erweitert (hoffentlich auch den der Leserinnen und Leser), die Prioritäten geklärt und mich darin bestärkt, für die reale Existenz überirdischer Welten auch weiterhin öffentlich einzutreten. Wie auch immer diese Welten im Detail aussehen mögen: Religiöse Toleranz scheint mir für jeden Empfindungsmenschen oberstes Gebot zu sein. Es ist weder zielführend noch angebracht, über Formen von Spiritualität zu streiten. Es geht darum, die Spiritualität an sich hochzuhalten sowie die prinzipielle Überzeugung von der Existenz des Überirdischen. (Also meinetwegen: Auch Drachen und Einhörner … sofern diese ernst gemeint sind …)

Über der Arbeit am Buchprojekt habe ich allerdings das Weblog zuletzt etwas vernachlässigt. So ist in dieser Jubiläumsausgabe gleich einiges abzuarbeiten und nachzuholen.

Die erste Ausgabe von ElfenWirken erschien zu Erntedank 2012. Ein passender Anlass: Eine reiche und gesegnete Ernte stimmt zahlreiche Menschen dankbar gegenüber den Kräften in der Natur, speziell am Land, wenn man (wie jeder Landwirt) mit der Fruchtbarkeit von Flora und Fauna seinen Lebensunterhalt verdient. Auch wenn freilich nur wenige Leute sich unter diesen Kräften irgendetwas Konkretes vorzustellen versuchen. Oder sich dabei die Frage vorlegen, welche Kräfte es eigentlich sind, die das Wunder von Wachstum und Reife bewirken. –

Leserinnen und Leser dieser Seite wissen aber: Es sind bewusste und intelligenzbegabte Kräfte, die zur Kommunikation mit uns fähig sind … die bereits erwähnten so genannten Naturwesen. Die Wesen sind zur Kommunikation mit uns Menschen fähig: Dass wir von ihnen heute nur mehr so wenig wissen, liegt daran, dass wir Menschen die Fähigkeit zur Kommunikation mit ihnen im Laufe unserer Entwicklung leider verloren haben! Davon handelt unter anderem mein Buch, das den Titel trägt: „Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können“. In früheren Zeiten und Kulturen (Kelten,  Römer und Germanen habe ich eingehend untersucht, aber das Wissen von der Existenz überirdischer Wesen findet sich in Mythen und Märchen aller Völker) war es für die Menschen selbstverständlich, die „Überirdischen“ in ihr Alltagsleben mit einzubeziehen.

Von Gott, der Himmel und Erde, Menschen und natürlich auch die Wesen erschaffen hat, wussten die allermeisten Menschen zu dieser vorchristlichen Zeit noch nichts. Erst das Christentum verbreitete das Wissen von Gott über das gesamte Römische Weltreich und hätte den Naturvölkern in dessen Einflusssphäre eine Bereicherung bringen können, der sie sich sicherlich dankbar und freudig geöffnet hätten, sobald sie für den Empfang der Eingottlehre bereit gewesen wären. Denn natürlich kann der Glaube an Gott und das Wissen von den geformten Kräften, die rings um uns nach seinem Willen tätig sind, keinen Widerspruch in sich enthalten. Sowohl Jesus Christus als auch das Alte Testament der Bibel erwähnen und bestätigen die Existenz von Engeln und anderen überirdischen Wesenheiten, wie ich in meinem Buch unter anderem nachweise. Doch die Kirchen und deren Missionare agierten leider nicht als demütige Diener der Botschaft Christi, sondern als starre und überhebliche Dogmatiker, die sich im Besitz der allein seligmachenden Wahrheit dünkten. Sie bekämpften die althergebrachten Anschauungen, anstatt auf ihnen aufzubauen und sie weiterzuführen. Meiner Meinung nach ein folgenschwerer Fehler: Die religiöse Erkenntnis reift und wächst in den Menschen von Stufe zu Stufe. Nur über das Wissen von den persönlichen, überirdischen Wesen, die um uns herum in der Natur nach dem Willen des Schöpfers tätig sind, erkannte das Volk der Juden einst die Existenz Gottes. Und nur von Stufe zu Stufe in der Erkenntnis aufwärts schreitend kann der Gottbegriff sich auch in den heute lebenden Menschen entwickeln. Wir brauchen also heute wie einst das Wissen von den überirdischen Wesen, um in der spirituellen Erkenntnis weiter wachsen zu können! Ganz abgesehen davon, dass wir die auf uns zukommenden Herausforderungen einer neuen Epoche wie z.B. den Klimawandel nur in Kooperation mit der Natur und den darin wirkenden Kräften werden bewältigen können. So aber blieb Gott bis heute vorerst ein verschwommener, abstrakter Begriff, während das Wissen vom Sein der ehemals als Götter verehrten Kräfte und Elfen aufgrund deren beharrlicher Ächtung, Leugnung und Verteufelung seitens der Kirchen allmählich ins Reich von Mythen und Märchen versank.

Aber trotzdem findet man immer wieder Menschen (und es werden mehr und mehr), die heute ein Leben im Einklang mit der Natur anstreben und ein bewusstes Zusammenwirken mit den überirdischen Kräften, die darin tätig sind, suchen. Solchen war von Anfang an dieses Weblog gewidmet.

Eine besonders erfreuliche Zuschrift erreichte mich z.B. bereits vor mehr als einem Jahr, und ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich erst jetzt Gelegenheit finde, den wunderbaren Brief von N.H. mitsamt Foto hier zu veröffentlichen:

„Bei einem stadtnahen Saisongartenprojekt haben meine Freundin und ich eine kleine Parzelle auf einem großen Acker gemietet.
Auf 80 qm haben wir so viel Gemüse und Kräuter angebaut, dass wir seit 2 Monaten nicht nur uns versorgen, sondern auch Nachbarn, Arbeitskollegen, Familie und Freunde. Dazu konnten wir unserem Sohn seinen ersten Brei aus selbst angebauten Zucchini und Karotten zubereiten.

Dabei hatten wir, als wir Anfang April vor der nassen, verklumpten Erde standen, keine Ahnung, was wir zu machen hatten, geschweige denn, wie man Gemüse anbaut. Meine einzige Erfahrung beschränkte sich auf das Retten von Büropflanzen.

Schnell merkten wir aber, dass nur ein rudimentäres Wissen nötig ist und das Wichtigste, wie bei allem, Aufmerksamkeit und Zuneigung sind, zu dem, was man sich vorgenommen hat.
Bald sahen wir, dass alles ja von alleine wächst und wir nur helfend einzugreifen hatten.

Ein guter Tipp, welchen wir vom Vermieter der Ackerstücke bekamen, war – nicht zu gießen! Die Pflanzen sollten so im Frühjahr tiefe Wurzeln bilden und sich im Sommer, soweit man ab und an die Erde durch Harken und Hacken auflockert, selbst ausreichend mit Wasser versorgen können.

So habe ich gelernt, dass zum Gärtnern auch Vertrauen gehört (welches in diesem Hitzesommer auch stark gefordert war).
Das Vertrauen konnte ich schnell gewinnen, bzw. brachte ich es schon mit, da ich an der Existenz der Naturwesen, der kleinen und großen Elfen, Zwerge usw. nie gezweifelt habe und sie sogar hin und wieder erahnen kann.

Ich denke, die Schönheit der Pflanzen, das Lebendige und das Streben dem Lichte zu, ist das Wirken der Wesen. Ihr Ausdruck, ihre Arbeit hier auf Erden, die zu ihrer eigenen Entwicklung gehört.
Wir Menschen dürfen lenkend eingreifen, helfend und schützend den Wuchs der Pflanzen unterstützen und fördern.

Als mit der Zeit sich zeigte, dass (wider Erwarten) alle Pflanzen gut keimten und prächtig wuchsen, drängte es sich mir auf, den kleinen Wesen ein Dankeschön zukommen zu lassen (neben der Sorge, was wir mit all dem Gemüse machen sollten).

Wir haben daher auf einem Stück des Ackers die Wildkräuter nicht herausgezogen, sondern sich in bunter Vielfalt ausbreiten lassen. Den ganzen Sommer blühen dort in unterschiedlichsten Farben und Größen die Blüten der Wildkräuter und sind Anlauf/flugpunkt vieler Insekten. Ich habe dazu einen schönen Gartenzwerg gestellt und 2 Kristalle in die Erde gelegt und dieses Stück den Wesen zum Dank gewidmet (die Insekten haben dabei natürlich auch etwas davon).
Der Gartenzwerg ist für mich eine (optische) Erinnerung an das Wirken der kleinen Helfer (auch wenn ich mir ‚richtige‘ Zwerge etwas anders, ernster und strenger im Ausdruck, vorstelle).

Für die Wesen ist es sicherlich, auch unabhängig eines besonderen Danks, eine große Freude, wenn wir Menschen, mit ihnen wieder zusammenarbeiten.
Wenn es auch in den meisten Fällen von den Menschen aus unbewusst geschieht,  freuen sie sich bestimmt doch über unsere Freude und Unterstützung bei ihrem Werken und Wirken.“

 

Freude heißt die starke Feder
in der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
In der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
die des Sehers Rohr nicht kennt.

 

Ode an die Freude, Schiller

Hübener Foto1 klein

Wie N.H. in seinem Brief schreibt: Der Konkakt der allermeisten Menschen heute mit den Naturwesen erfolgt unwissend, unbewusst. Der/die durchschnittliche Mitteleuropäer/in weiß nichts von den überirdischen Kräften und würde einen solchen Gedanken vielleicht sogar mit aller Entschiedenheit von sich weisen, wenn er/sie darauf angesprochen würde. Doch ich glaube: Es wird sich dies bald ändern. Die Ablehnung und das bewusste Nichtswissenwollen über solchen „kindischen Aberglauben“ besteht nur an der Oberfläche. Die öffentliche Meinung ist bis heute voreingenommen, aufgrund eines jahrtausendelangen Missverständnisses gegenüber der christlichen Botschaft:  Die Bibel verneint nicht die Existenz von Naturwesen als  Gottes Geschöpfe, noch verbietet sie den Kontakt mit ihnen. Die bewussten Kräfte, die in der Natur tätig sind, sind Geschöpfe und Diener des Höchsten. Auch die Wissenschaft muss erst verstehen lernen, was spätestens seit Einstein und den Erkenntnissen der modernen Physik Stand von Forschung und Technik ist: Dass die Welt nicht aus Materie besteht, sondern aus „Sinn“ (Logos), oder, noch treffender: aus Bewusstsein. Bewusstsein ist das „Wesen“ aller Dinge.

 „Den Glauben früherer Kulturen an überirdische Wesen halten die meisten Menschen heute für eine Illusion. Ihrer Meinung nach existiert in Wirklichkeit nur das Materielle. Dem widersprechen allerdings Erkenntnisse aus der modernen Quantenphysik und legen den Schluss nahe, dass es sich tatsächlich genau umgekehrt verhält: Unsere Vorstellung von Materie ist Illusion! Materie, so wie wir sie alltäglich erleben und wahrnehmen, existiert in Wirklichkeit nicht. Somit lagen die alten Völker mit ihrem Glauben an Engel und überirdische Wesenheiten im Kern wohl näher an der Wahrheit, als wir mit unserer Klugheit im heute vorherrschenden Materialismus: Das „Wesen der Dinge“ steht eben im Begriff, ganz neu entdeckt zu werden …“

(Auszug aus der Einleitung zu dem Buch: Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können)

Emotional jedenfalls fühlen sich sehr viele Menschen bis heute dem alten Brauchtum, das an vorchristliche religiöse Gepflogenheiten erinnert, verbunden. Konkretes Beispiel, wie von N.H. angesprochen: Gartenzwerge.

Gartenzwerge

Ungeachtet aller wissenschaftlichen Hypothesen und Lehrmeinungen: Der Glaube unserer Vorfahren an überirdische Wesen ist bis heute Teil unserer kulturellen Identität – das zeigen ganz alltägliche Beobachtungen. Was mag beispielsweise Menschen dazu bewegen, Gartenzwerge im Fleckchen Grün rund um das traute Heim aufzustellen? Es handelt sich bei dieser Tradition keineswegs nur um eine künstlich gehypte Modeströmung aus der Zeit des Wirtschaftswunders, um etwa den Baumärkten zu mehr Umsatz zu verhelfen: Gartenzwerge sind seit dem 17. Jahrhundert belegt, gehen aber vermutlich auf noch wesentlich ältere Vorbilder zurück. Nach einer Schätzung stehen allein in deutschen Gärten heute 25 Millionen dieser Kunststoff- oder Keramik-Wichtel! Daraus kann man den Schluss ziehen, dass sehr viele Gartenbesitzer es intuitiv „richtig“ finden, einen Wichtel im Garten stehen zu haben – warum sonst würden sie es freiwillig tun, zumal der Gartenzwerg in der öffentlichen Meinung als kitschig gilt und lange Zeit als Ausdruck von Spießbürgertum angesehen wurde …

(Auszug aus dem 1. Kapitel des Buches: Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können)

Paradoxer Weise hat sich gerade in Italien, das doch (sollte man meinen) besonders stark unter dem Einfluss der Päpste stand, der kindlich einfache Zugang zu Wichteln und Wesen lebendig erhalten. Was sagen Sie zu dieser Szene, die ich völlig unerwartet in Aquilea neben einem Radweg am Straßenrand entdeckte:

Aquilea Zwerg

In dieser Eiche (am Bild zu sehen ist nur eine Wurzel) wohnt ein Wichtel, dem kleine Kinder ihre Schnuller schenken können, wenn sie ihrer nicht mehr bedürfen. Die Äste des Baumes, der mir an und für sich weder durch seine Größe noch sonstwie besonders aufgefallen wäre, waren behängt mit den Geschenken bzw. „Opfergaben“ der Kleinen, deren Eltern offensichtlich der Meinung waren, es sei nun genug mit der Nuckelei.

Ich bin mir sicher: Der Gartenzwerg bedeutet manchen ZeitgenossInnen auch heute noch unterbewusst mehr als nur eine lustige Figur, die man für Kinder aufstellt, um sie so besser manipulieren zu können. Denken wir daran: Im Römischen Weltreich verehrte man Jahrhunderte lang Laren und Penaten auf dem Hausaltar.

Lar romano de bronce (M.A.N. Inv.2943) 01 Etwas eleganter geformt als ein Gartenzwerg, aber im Kern vielleicht gar nicht so verschieden? Lar (Bronzefigur, 1. Jahrhundert). Quelle: Wikipedia

Das folgende Bild stammt von Elmar Hauck. Es hat mich vor einiger Zeit zu ein paar Zeilen inspiriert, die ich hier präsentiere:

1

Frage

Bist du Nippes oder Kitsch
du Bartgesicht mit Zipfel du
am Fensterbrett neben dem Blumentopf

Zwerg
Hausgeist
Wichtelmann

oder

stehst du im Tabernakelschrein
am Hausaltar
und breitest segnend die Hände aus

wie ehedem
vor 1000 Jahren
bei allen Völkern
immer?

Aber auch der berühmte russische Poet Puschkin (1799 – 1837), mit dem ich mich natürlich in keiner Weise vergleichen möchte, hat ein wunderbares Gedicht verfasst und es „dem Hausgeist“ gewidmet:

Hausgeist Puschkin

Und noch einmal Italien: Prozessionen gehörten zur römischen Religionspraxis, lange bevor die christliche Kirche solche Elemente in ihren Kult mit übernahm. Prozessionen wurden durchgeführt, um ein Areal zu reinigen und um einer Wesenheit die Verbundenheit auszudrücken. Heute führt der feierliche Umzug beim Lichterfest in Cannero am Lago Maggiore eine Statue der Madonna del Carmine mit sich, die nach offizieller Lesart wohl eine Erscheinungsform der Himmelskönigin verkörpert; aber wer kann sagen, wer diese Madonna, die sich vielleicht im Ort Carmine einmal einer gläubigen Seele gezeigt hat, wirklich gewesen ist? Nach meinem Empfinden jedenfalls gilt noch heute der eigentliche Dank der Gläubigen einer Wesenheit des Wassers, welches bei der feierlichen Anrufung in drei Sprachen auch im Mittelpunkt steht: Ist die Madonna del Carmine vielleicht in Wirklichkeit die Herrin und Hüterin des Lago Maggiore?

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Prozessionen gibt es freilich nicht nur Italien. Am Namenstag des Hl. Bartholomäus (24. August) wurde ich Zeuge einer ganz besonderen Prozession oder Pilgerreise im Grenzgebiet zwischen Österreich und Bayern, die seit 400 Jahren (seit 1635) alljährlich und bei jedem Wetter veranstaltet wird: Die Überquerung des Steineren Meeres von Maria Alm nach St. Bartholomä am Königssee.

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Der Aufstieg beginnt noch bei völliger Dunkelheit. Der höchste Punkt der Überschreitung liegt auf ca. 2200 m. Seehöhe.

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Unglaublich – oder? (Klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild!)

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Veranstaltet wird die Wallfahrt von der Blasmusik Maria Alm.

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Sicherlich war der Charakter dieser Veranstaltung nicht so feierlich wie das Lichterfest im italienischen Cannero, sondern eher rustikal und durchaus auch ein wenig sportlich geprägt; aber auch hier glaubte ich vor allem die Liebe zur Natur zu spüren und eine tiefe Verbundenheit zum Berg, die die etwa 2500 Menschen dazu animierten, sich eine Nacht mehr oder weniger um die Ohren zu schlagen und inklusive Rückfahrt so annähernd 20 Stunden diesem schweißtreibenden Erlebnis zu opfern…

Und noch einmal Wichtel – was halten Sie von diesem hier: Kalender2020_Seite 2

Aus dem Wichtelkalender von Angelika Barbara Ufer für das Jahr 2020

Seien Sie offen für die Wunder des Überirdischen in unserer alltäglichen Welt!

Herzlich

Der Elfenfreund / Alvin                                                           im Oktober 2019

 

 

 

 

 

 

Wesen und Kind

Die berühmtesten Fotos der Welt

Kennen Sie die „Cottingley Fairies“? Bestimmt sind Ihnen als Naturwesenfreund/in diese Fotografien, die Wikipedia mit Recht als „einen der größten Hoaxes des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, bereits einmal untergekommen. Im heurigen Jahr 2017 feiern die Fotos mit dem zweifelhaften Ruf ihr 100-jähriges Jubiläum. Die Bilder sind noch nicht gemeinfrei, aber auf der Seite „Museum of Hoaxes“ sehr schön dokumentiert und dort kann man sie sich ansehen.

Die Geschichte an sich will ich an dieser Stelle nicht neuerlich aufrollen. Jede/r kann sie z.B. auf Wikipedia nachlesen, auch wenn mir die Datenlage insgesamt nicht besonders zuverlässig erscheint; so liest man auf verschiedenen Internetseiten unterschiedliche Altersangaben der beiden Mädchen etc. Für mich enthält die Geschichte über die zwei Kinder, die mit ihren Trickfotografien die ganze Weltgemeinde der Spiritisten, der Theosophen und der Naturwesenfreunde an der Nase herumführten und zum Narren machten, durchaus noch einige Fragezeichen, und es wäre schön, wenn sich ihrer  jemand auf seriöse Art und Weise annehmen würde. Das 100-Jahr-Jubiläum heuer würde sich dafür ja anbieten.

Ich möchte das aber nicht tun, sondern lieber ein paar grundsätzliche Gedanken an die überaus berühmten Bilder anknüpfen und in den Raum stellen:

1) Wenn das, was im Internet darüber zu lesen ist, der Wahrheit entspricht, so haben sowohl Elsie Wright als auch Frances Griffiths bis zu ihrem Tod darauf beharrt, im Jahr 1917 als Kinder am Cottingley-Brook (einem kleinen Bach) wiederholt Elfen wahrgenommen zu haben. Leider hat das Tamtam um die gefälschten Fotos offenbar alle Gemüter so verwirrt, dass niemand daran gedacht hat, den beiden Mädchen bzw. später Frauen ein paar sinnvolle Fragen dazu zu stellen. Immer hat man sie nur nach den unglücklichen Fotos befragt, als ob nicht Elfensichtungen an sich schon sensationell genug wären… Schade! Es wären vielleicht sehr interessante und aufschlussreiche Schilderungen daraus entstanden.

FrancesGriffithsandElsieWright

 Frances Grifiths und Elsie Wright 1917. – Schnappschuss von Arthur Wright mit seiner „Midg“-Kamera, mit der auch die beiden ersten Aufnahmen der „Cottingley Fairies“ entstanden. Quelle: Wikimedia Commons

Naturwesen fotografieren – geht das überhaupt?

2) Auf unserem Weblog ist von Lesern wiederholt die Frage gestellt worden, ob es prinzipiell möglich sei, Naturwesen zu fotografieren. Mit Sicherheit kann ich dazu nur sagen, dass es meines Wissens bis jetzt jedenfalls noch nie gelungen ist, zumindest ist mir kein derartiges Bild bekannt. Ob in Zukunft vielleicht einmal eine technische  Erfindung gemacht werden wird, die das Abbilden von Naturwesen und damit deren Wahrnehmung für jedermann/-frau mit deren körperlichen Augen ermöglichen wird, kann ich zum heutigen Zeitpunkt natürlich nicht völlig ausschließen, aber ein bisschen skeptisch bin ich diesbezüglich schon – und zwar aus folgendem Grund: Wenn man verschiedene Beschreibungen miteinander vergleicht, die Hellsichtige von Naturwesen gemacht haben, so merkt man bald, dass diese Beschreibungen jede für sich genommen zwar oft durchaus stimmig erscheinen, aber mit den Beschreibungen anderer Hellsichtiger nicht unbedingt und in allen Details übereinstimmen. Die Wahrnehmungen der „inneren Welten“ durch Hellsehende/n X deckt sich nicht immer in allen Details mit den Wahrnehmungen der selben (?) Welten durch Hellsehende/n Y! Wie ist das möglich? Muss man etwa allen Hellseherberichten mit Misstrauen begegnen? Möglich, aber gibt auch eine andere Erklärung: Es könnte sein, dass bei der Wahrnehmung „feinerer“ Welten und Wesen einfach zwangsläufig sehr viel Subjektives mit in die Waagschale fällt. Mit diesem „Subjektiven“ ist die „Innenwelt“ des oder der Schauenden gemeint, die ja bei jedem Menschen buchstäblich eine Welt für sich bedeutet, also Gedanken, Einstellungen etc. Ich halte es für möglich, dass das Feinstoffliche für jeden Menschen je nach seiner individuellen Eigenart unterschiedlich – und damit meine ich auch in unterschiedlicher Form – erscheint. Genau das ist aber bei einer Fotografie, so wie wir sie kennen, aus der Natur der Sache heraus ausgeschlossen, und darum frage ich mich, ob es so etwas wie „Naturwesenfotos“ überhaupt jemals geben kann und wird. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel „Wesen und Form“ vom März 2014! Auch Margot Ruis hat sich übrigens zum Thema „Naturwesenfotos“ sehr dezidiert geäußert, und sie können ihre Stellungnahme zu dem Thema ebenfalls auf diesem Blog unter „Leser(-innen)-Briefe“ (unterhalb der Fotos) nachlesen.

Übrigens habe ich Margot Ruis auch nach ihrer Einschätzung gefragt, ob Naturwesen dazu zu bewegen sein könnten, sich durch die Verwendung von „Ektoplasma“ (eine feine Substanz, die dem Körper eines Mediums von sich kundgebenden Geistern entnommen wird) zu „materialisieren“, wie das von Geistern auf spiritistischen Séancen dokumentiert ist. Ihre Meinung war damals sehr klar: „So etwas tun Naturwesen nicht!“

Wesen und Kind: Ein volkstümlicher Mythos?

Mantegna Engerl klein

Nicht Foto, sondern Fresko: Andrea Mantegna (1431 – 1506), Detail aus der Camera degli Sposi, Castello di San Giorgio, Palazzo Ducale, Mantua. Bitte beachten Sie die Flügel: Meiner Meinung nach kennzeichnen sie diese Putten ganz klar als Naturwesen…

3) Warum haben Kinder (besonders Mädchen) überhaupt so eine Affinität zu Elfen? Beinahe alle Mädchen im zarten Alter lieben Elfen, stellen sie entweder von sich aus bildhaft dar oder sind jedenfalls ganz leicht für das Thema zu begeistern. Die Beobachtung, dass Kinder einen besonderen „Draht“ zu Naturwesen haben, ist geradezu volkstümlich: Die Fähigkeit, „hinüberschauen“ zu können ins Reich der feinstofflichen Naturwesen (sofern man ihre Realität für möglich hält) wird am ehesten Kindern zugetraut und zugebilligt. Anders verhält es sich übrigens mit Geistern, also den Seelen Verstorbener bzw. mit Dämonen: Dass diese zu Kindern leichteren Zugang haben könnten, wird allgemein eher nicht angenommen. Obwohl praktisch alle Kinder sich im Dunkeln fürchten! (Wobei eher nicht anzunehmen ist, dass diese Furcht den Elfen gilt…)

Und noch eines ist interessant: Wenn wir uns künstlerische Abbildungen ansehen, die Naturwesen darstellen sollen, so tragen diese fast immer kindliche Züge … selbst dann, wenn sie, wie im Falle etwa eines Zwerges, mit langem weißem Bart ausgestattet wurden: Also auch auf ein an sich uraltes Wesen wenden wir unwillkürlich eine Art „Kindchenschema“ an!

Wesen und Kind: dass zwischen beiden Arten eine geheimnisvolle Verbindung existiert, „wissen“ wir offenbar intuitiv. Doch worin besteht diese Verbindung?

Beginnen wir unsere Überlegungen beim Kind und führen wir uns so entzückende Persönchen im Alter von – sagen wir – etwa sieben Jahren einmal vor Augen: Sie sind fast immer in Bewegung und allem, was sie tun, widmen sie sich mit großer Hingabe. Wir können alle Emotionen, jede Seelenregung vom Gesicht ablesen. Sie sind noch klein, darum brauchen und suchen sie den Schutz der Erwachsenen, und die Natur hat sie mit Fähigkeiten ausgestattet, die Erwachsene normalerweise dazu veranlassen, diesem Schutzbedürfnis auch nach Kräften nachzukommen. Obwohl sie ganz der Gegenwart leben – vielleicht sogar intensiver, als ein/e Erwachsene/r es fertigbringt – , ist die kindliche Wahrnehmung eine andere als die von Erwachsenen; es ist, als lebten Kinder in einer „anderen“ Welt. „Erde an …“ ist man oft versucht, die Träumenden in die „Realität“ zurückzurufen, wenn der Fokus des Kindes deutlich erkennbar auf anderen Inhalten liegt als etwa von Lehrer/in oder Erzieher/in gerade gewünscht.  Man könnte es der mangelnden Gehirnreife zuschreiben, wenn das Kind anders im Leben steht als Erwachsene, doch ist es mehr als nur das, wie ich später noch zeigen werde. Jedenfalls sollte man darin nicht nur den Mangel sehen, der Kinder vieles nicht begreifen lässt, was für Erwachsene offensichtlich ist, sondern auch die Chancen darin erkennen, die dadurch den Heranreifenden ganz natürlich gegeben sind: Von vielem, das sie noch nicht verstehen, sind Kinder unbeschwert, und sind sie dadurch für alles offen. Das Kindsein schützt vor mancher Last, oder besser gesagt: Es lässt eine Last oft nicht als solche erkennen. Dadurch können Kinder Ungeheueres ertragen, es ist bekannt, dass Kinder in praktisch jede Situation hineinzuwachsen vermögen! Kinder lernen schnell durch Nachahmung. Vieles, was sie dabei tun, bleibt ihnen unbewusst, es wird nicht reflektiert, manchmal auch verdrängt oder ausgeblendet. Doch das bedeutet nicht, dass es keine Wirkung hätte, im Gegenteil: was ein Kind erlebt, dringt sehr tief, wird Teil des Lebens, das vor ihm liegt, geht buchstäblich ein „in Fleisch und Blut“. Nichts prägt einen Menschen so stark wie seine oder ihre Kindheit und Jugend.

Was ist „Kinderfolklore“?

Faszinierend finde ich folgendes: Es existiert bei Kindern so etwas wie eine eigenständige kulturelle Tradition, also eine Art Kinderkultur, die offenbar auch ohne Zutun von Erwachsenen vermutlich seit Jahrhunderten oder sogar noch länger von Kindergeneration zu Kindergeneration weiterüberliefert wird. So hat mir etwa unlängst meine Tochter einen Witz erzählt, den ich als Erwachsener niemals weitererzählen würde; und doch kann ich mich erinnern, dass wir als Kinder vor 40 Jahren uns denselben Witz bereits genau so erzählt haben. Wie ist das möglich?

Die Wissenschaft nennt das „Kinderfolklore“ und rechnet auch Kinderschreckfiguren, Kinderglauben, Wiegenlieder, Fingerreime, Abzählspiele und ähnliches dazu. (Quelle: Wikipedia, Stichwort: Kinderfolklore)

Denken wir etwa an das auf Schulhöfen etc. so beliebte „Tempelhüpfen“ (Hickelkasten, Paradiesspiel, Himmel und Hölle etc.): Man findet dieses Spiel nahezu überall auf der ganzen Welt in einer Vielzahl von Variationen und Spielarten. Auf dem Boden des antiken Forums (!) in Rom fand man eines der ältesten erhaltenen Hickel-Diagramme, eingeritzt wohl mit einem Stein. Bestimmt ist das Spiel aber noch viel älter – doch von Kindern in die Erde eingeritzte Linien erhalten sich eben nicht auf Dauer. Doch die lebendige Tradition pflanzt sich bis heute von Kind zu Kind fort – ist das nicht faszinierend?

Möglich, dass das Gummihüpfen (Gummi-Twist) erst mit der Erfindung und der leichten Verfügbarkeit von Einzugsgummi so beliebt geworden und somit eine neue weltweite Tradition begründet worden ist – aber wer sagt, dass dieses Spiel nicht schon vor Jahrhunderten ebenso auch mit Schnur statt mit Gummi gespielt worden ist?

Klatschspiele, Abzählreime, Fadenspiele (z.B. das Abnehmspiel), Versteckspiel, Fangen, Plumpsack, Schere-Stein-Papier, Springschnurspringen, Stille Post usw. usw. sind alles Spiele, die überwiegend von Kindern direkt an Kinder weiterüberliefert wurden und werden und die vermutlich in zahlreichen Variationen abgewandelt auf bereits uralte Vorbilder zurückgehen.

Kinder sind k(l)eine Menschen?

Wenn aber Kinder über eine eigenständige kulturelle Tradition verfügen, die (und das finde ich am faszinierendsten) einigermaßen unabhängig abläuft von den kulturellen Traditionen der Erwachsenen, dann wäre es eigentlich naheliegend, das Kind als solches bzw. auch den Begriff der Kindheit als eigenständige Art zu betrachten und zu untersuchen. Das Kind also kulturell nicht einfach der Gattung Homo sapiens zuzurechnen, sondern als eigene Gattung zu führen – ein absurder Gedanke? Freilich, biologisch bzw. genetisch gesehen ist das Kind des Homo sapiens ebenfalls ein Homo sapiens, aber wie verhält es sich kulturgeschichtlich  bzw. geistesgeschichtlich?

Um es ganz pointiert zu sagen: Das Kind entwickelt sich zwar auf ganz natürliche Weise weiter zum Menschen, aber meiner Meinung nach sind Kind und Mensch (kulturell, nicht biologisch) trotzdem zweierlei!

Die Natur bringt nicht Menschen, sondern Kinder hervor. Das Kind ist Teil der Natur, der Mensch dagegen ist ihr entwachsen.

Oder anders: Durch seine natürliche Herkunft gehört das Kind den Naturreichen zu; der Mensch hat dieselben aber verlassen kraft der Freiheit seines Wollens. Denn der Mensch verfügt über einen Willen, der ihn befähigt hat, aus dem Rahmen des Naturgegebenen und auch des Natürlichen herauszutreten.

„Natur und Mensch“ ist ein weites Thema, über das sich Menschen zu allen Zeiten und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln Gedanken gemacht haben. Was daher im Rahmen dieses Weblogs, das sich mit der Thematik der Naturwesen beschäftigt, mit den oben angeführten Aussagen angedeutet sein soll, ist folgendes:

Das Kind steht – und das deckt sich mit meinen Beobachtungen, mit denen ich als Volksschullehrer und Familienvater tagtäglich konfrontiert bin – dem Naturhaften innerlich näher als der (erwachsene) Mensch. Das Kind erlebt die Natur als etwas Lebendiges, als belebt. Für ein Kind ist es nichts Besonderes, wenn Autos (etwa in Trickfilmen) miteinander sprechen! Fast alle Kinder lieben Tiere und können eine ganz innige und nahe Beziehung zu ihnen spüren. Da liegt doch die Vermutung sehr nahe, dass Kinder auch das Wesenhaft-Belebte hinter den Manifestationen der stofflichen Natur leichter nachempfinden und verstehen können als erwachsene Menschen. Um nicht missverstanden zu werden: Damit sind nicht unbedingt Naturwesen-Sichtungen gemeint. Ich spreche hier von einem innerlichen Nahestehen, einem erleichterten Nachempfinden, einem ganz natürlichen, unverkopften „In-Beziehung-Sein“ mit den Kräften, die die Stofflichkeit beleben … und denen nicht zuletzt dieses Weblog gewidmet ist.

So weit meine Beobachtungen.

Wer eine philosophische oder weltanschauliche Begründung sucht, WARUM Kinder dem Wesenhaften näher stehen als Erwachsene, der sei auf Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) verwiesen, der in seinem weltanschaulichen Werk „Im Lichte der Wahrheit“ den Sachverhalt genau beschrieben und begründet hat. Für diejenigen, die sich dafür interessieren, sei der Versuch unternommen, in aller Kürze wesentliche Aussagen daraus zu dem Thema zusammenzufassen:

Der Begriff „wesenhaft“ bei Abd-ru-shin

Um seinen Leserinnen und Lesern zu verdeutlichen, dass auf der Welt und auch noch weit darüber hinausgehend alles in Formen sei, auch dort, wo wir mit unseren Augen normalerweise keine Formen wahrzunehmen vermögen wie z.B. die Gedanken, das „Geistige“ oder die wirkenden Kräfte in der Natur (Naturgesetze), prägte Abd-ru-shin den Begriff „wesenhaft“. Die Naturkräfte, die die Stofflichkeit bewegen, sind demnach Wesen, die – in unterschiedlicher Abstufung – auch über Persönlichkeit und Intelligenz verfügen. Naturwesen sind also Geschöpfe, die – für uns unsichtbar – in der materiellen Welt schaffen und hier streng gesetzmäßig die Formen der belebten wie auch der anorganischen Natur hervorbringen.

Da Wesen aber nicht nur in der materiellen Welt vorkommen, sondern ein allumfassendes Gestaltungsprinzip darstellen, unterschied Abd-ru-shin in weiterer Folge die Begriffe „göttlich-wesenhaft“, „geistig-wesenhaft“ und „nur-wesenhaft“ und stellte klar, dass Tierseelen und Naturwesen, deren Wirkungsgebiet die materielle Welt ist, aus dem „Nur-Wesenhaften“ stammen, die Seele des Menschen dagegen aus dem „Geistig-Wesenhaften“, welche höherer Herkunft und feinerer Beschaffenheit ist als das „Nur-Wesenhafte“. Darum benötigt die geistig-wesenhafte Seele des Menschen, um sich in einem materiellen Erdenkörper inkarnieren zu können, eine „nur-wesenhafte“ Umhüllung, da Geistig-Wesenhaftes ohne ein solches Bindeglied nicht unmittelbar auf Materielles einwirken könnte.

Der irdische Heranreifungsprozess eines auf Erden inkarnierten Menschen verläuft nun so, dass der geistig-wesenhafte Kern in der Menschenseele erst mit der Pubertät allmählich die Führung übernimmt, nachdem der Aufbau des Körpers durch die nur-wesenhaften Anteile der Seele bereits weitgehend abgeschlossen ist. Während der Kindheit kann also der Geist nicht unmittelbar durch den Körper auf die Umgebung wirken, sondern das Kind agiert lediglich aus seinen nur-wesenhaften Anteilen heraus.

Daraus wird klar, dass zwischen Kindern vor der Pubertät und Naturwesen tatsächlich eine  gewisse Gleichart gegeben ist. Für mich erklären sich durch Abd-ru-shins Darstellungen meine Beobachtungen, die ich weiter oben unter 3) angeführt habe. Dass sich aus diesem Sachverhalt heraus natürlich umfangreiche Implikationen nicht zuletzt auf Pädagogik und Erziehung ergeben würden, ist offensichtlich. In seinem Vortrag „Das Kind“ hat Abd-ru-shin solche angedeutet und Sie können einige Absätze aus diesem Vortrag unter Gralsbotschaft – April 2017 nachlesen.

Es grüßt Sie herzlich

Der Elfenfreund                                                                               im April 2017

 

Anderswelt oder vom Licht IN den Dingen

Allerheiligen und Allerseelen – zwei christliche Feste

Zu Allerheiligen  (1. November) ist es Tradition, die Gräber der Verstorbenen mit Kerzen und Lichtern zu schmücken.

Friedhof klein

Das Fest wurde als Gedenktag für alle „Heiligen, Apostel und Märtyrer“ im 4. Jahrhundert zuerst in der Ostkirche eingeführt und ursprünglich am ersten Sonntag nach Pfingsten, also im Frühsommer, gefeiert. Erst später wurde in der Westkirche der Termin auf den 1. November verlegt.

In der allgemeinen Wahrnehmung vermischt sich das Fest mit dem um etwa 500 Jahre jüngeren Fest Allerseelen (2. November), an dem der armen Seelen im Fegefeuer gedacht wird. Die römisch-katholische Kirche stellt in Aussicht, dass solchen durch Gebet und Fürbitte in bestimmter Weise geholfen werden könne (Allerseelenablass):

Hellmouth

Aus dem Stundenbuch der Katherina von Kleve: Ein Engel rettet fünf arme Seelen aus dem Fegefeuer. Utrecht, um 1440. Quelle: Wikimedia Commons

Halloween – die alten Kelten lassen grüßen

Nach altem Volksglauben, für den wohl der Begriff „Erlösung“ doch nicht konkret genug erschien, stiegen die Seelen der Verstorbenen hingegen am Allerseelentag aus dem Fegefeuer auf und ruhten für kurze Zeit aus. Für sie legte man Allerseelenbrote oder -zöpfe auf die Gräber, und auf den britischen Inseln entstand der Brauch, dass arme Kinder  Allerseelenkuchen erbetteln konnten. Irische Auswanderer brachten vermutlich diese Tradition nach Amerika, und von dort aus verbreitete sie sich seit den 1990er Jahren als „Trick or treat“-Heischebrauch („Süßes oder Saures“) auch im kontinentalen Europa.

kürbis 2

Der Jack O’Lantern, die Kürbislaterne, die zum Symbol für Halloween wurde, war ursprünglich eine ausgehöhlte Rübe. Er bezieht sich auf die irische Legende von Jack Oldfield, dessen verdammte Seele auf ewig mit einer solchen Rübenlaterne zwischen Himmel und Hölle umherwandeln muss. Das Licht soll vor dem Teufel und vor bösen Geistern schützen.

Das heute vor allem bei Kindern so beliebte Halloween-Brauchtum leitet sich zwar dem Namen nach vom katholischen Hochfest Allerheiligen ab (von All Hallows‘ Eve – der Abend vor Allerheiligen), doch finden sich inhaltlich wenig bis gar keine Bezüge zur Heiligen-Thematik. Viel eher eher ist die Nacht vom 31. Oktober zum 1. November traditionell eine Unruhnacht, deren ausgelassene Riten mit Streichen, Belästigungen und Ruhestörungen schon seit der frühen Neuzeit umstritten sind. Bereits im Hochmittelalter gab es Bestrebungen, einige Aspekte dieses besonders für die Landbevölkerung sehr wichtigen Festes von angenommenen oder tatsächlichen heidnischen Traditionen herzuleiten. Halloween

Samhain, das keltische Neujahrsfest

Aus mittelalterlichen Aufzeichnungen weiß man, dass in Irland in vorchristlicher Zeit das keltische Samhain-Fest genau am 1. November sowie bereits am Vorabend beginnend begangen wurde. Samhain ist eines der vier großen irisch-keltischen Feste und wurde als Beginn des keltischen Jahres gesehen. Wie auch bei Imbolc (1. Februar), Beltane (1. Mai – Walpurgisnacht) und Lughnasadh (1. August) wurde ganz besonders zu Samhain (die Bezeichnung wird übersetzt mit „Vereinigung“) angenommen, dass die Menschen einen Zugang zu den Wesen der „Anderen Welt“ haben, besonders zu den Bewohnern der „Elfenhügel“, die an diesen Tagen offenstehen. Weniger gut belegt ist die keltische Kultur in Kontinentaleuropa, wo die Kelten seit dem 6. vorchristlichen Jahrhundert (Hallstattkultur) sich über weite Gebiete verbreiteten. Doch auch in Kontinentaleuropa ist der Termin für Samhain bis ins 1. vorchristlichen Jahrhundert zurückverfolgbar. In ihrem Buch „Keltische Mythen – eine Einführung“ (Reclam, Stuttgart, 1994, 2016) schreibt Miranda Jane Green:

„Samhain war das Fest, mit dem der Tod des Sommers rituell betrauert wurde. Es markierte den Übergang zwischen zwei Perioden, das heißt, es fand in einer als gefährlich empfundenen Zwischenperiode statt, in der die normalen Gesetze von Zeit und Raum vorübergehend außer Kraft gesetzt waren. Die Grenzbarrieren waren aufgehoben: Geister der Anderswelt konnten auf der Erde wandeln, und menschliche Wesen konnten ihrem Reich einen Besuch abstatten.“

Ob es wirklich legitim ist, das Brauchtum zu Halloween/Allerheiligen/Allerseelen auf keltische Ursprünge zurückzuführen, ist umstritten. Die Thematik jedenfalls würde passen: Damals wie heute geht es um die Anwesenheit von Geistern in der physischen Welt, um die Vereinigung von Diesseits und Jenseits, oder modern ausgedrückt: um das Bewusstsein, dass die Trennung zwischen den für uns Menschen wahrnehmbaren und nicht wahrnehmbaren Bereichen des Seins nur durch unsere Sinnesorgane entsteht und folglich nur scheinbar, also in Wirklichkeit eigentlich gar nicht existiert. Die Kelten nannten diese Erfahrung „Anderswelt“.

Bevor ich den keltischen Begriff von Anderswelt näher behandle, muss ich zum besseren Verständnis zuvor ein wenig ausholen:

Diesseits und Jenseits – was ist das eigentlich?

Warum sprechen wir heute überhaupt von Diesseits und von Jenseits? – Was diesseitig ist und was jenseitig, hängt vor allem vom eigenen Standpunkt ab: Wir nennen alles das jenseitig, was wir – auch unter Zuhilfenahme jeglicher technischer Hilfsmittel – mit unseren irdischen Sinnen nicht erkennen können.

Gut, könnte man sagen, was man nicht erkennen kann, hat auch keinen Einfluss, ist folglich irrelevant. Wozu das Getue um Geister, Dämonen, Wesen und Elementarkräfte? An der Antwort auf diese Frage scheiden sich die Geister. Wahrscheinlich kann man den Sachverhalt am einfachsten mit Weltanschauung bzw. mit Religiosität im weitesten Sinne umschreiben. Manche Menschen glauben an überirdische Kräfte und Mächte, andere nicht. Der wissenschaftlichen Klärung entzieht sich die Kontroverse, weil die Methoden der Wissenschaft nicht geeignet sind, Geistiges zu untersuchen.

Meine persönliche Überzeugung ist, dass der Mensch nicht auf seine irdischen Sinne begrenzt werden kann. Mit anderen Worten: Aus meiner Sicht ist der Mensch selbst ein geistiges Wesen, eine Seele in irdischer Verkörperung. Der Körper, zu dem die irdischen Sinne ja gehören, ist nicht unser ganzes Wesen, sondern lediglich eine Hülle, in welche unser eigentliches lebendiges Wesen als Seele inkarniert wurde.

Zu Beginn ist diese Hülle in vielen Fällen noch locker und durchlässig. Kleine Kinder haben meist noch ein sehr ungezwungenes Verhältnis zu unseren irdischen Begriffen von Raum und Zeit! Doch die Hirnentwicklung schreitet voran und spätestens mit der Pubertät ist jeder heranreifende Mensch in der Regel doch mehr oder weniger „angekommen“ in den vier Dimensionen der Raumzeit. Unsere Sinnesorgane sind uns extra dazu mitgegeben, um uns Reize aus der irdisch-materiellen Umwelt zu Bewusstsein zu bringen! Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir lernen können, uns in dieser irdisch-materiellen Umgebung gefahrlos zu bewegen, darin zu überleben und Glück und Freude darin zu finden.

Wenn wir aber schlafen, ruht der Teil des Gehirns, mit dessen Hilfe sich unser Tagbewusstsein zusammensetzt. Was erleben wir während des Schlafes? An den allergrößten Teil davon können wir uns gar nicht erinnern, weil unser Tagbewusstsein in diesen Teilen des Gehirnes, deren Aktivität uns das Traumerleben im Tiefschlaf vermittelt, nicht beheimatet ist. Mit Träumen ist es sonderbar: Während ich träume, erlebe ich oft den Traum als kristallklar und logisch. Manchmal nehme ich mir mir vor, mir die Lehre daraus unbedingt merken zu wollen, weil sie für mich wichtig ist, und ich wache dazu sogar auf. Aber kaum bin ich erwacht, verschwimmt mir der Traum, ich kann die Logik darin nicht mehr erkennen, die Handlung erscheint mir beinahe lächerlich und schon nach wenigen Minuten habe ich große Teile davon vergessen.

Wahrscheinlich erinnern wir uns aber ohnehin nur an die Träume, die wir erleben, wenn wir nicht so tief schlafen oder wenn wir bereits wieder im Aufwachen begriffen sind, vermutlich deshalb, weil wir nur zu diesen Gehirnregionen, die dann bereits wieder ihre gewohnte Tätigkeit aufnehmen, überhaupt tagbewussten Zugang haben. Über unser seelisch-geistiges Erleben, also über das, was zutiefst in unserem lebendigen Wesenskern geschieht, haben wir wenig Bewusstsein. Ich stelle es mir so vor, dass wir nur diejenigen Ausläufer davon überhaupt registrieren, deren neuronale Auswirkungen bis in höhergelegene Hirnregionen reichen und damit bis zum Tagbewusstsein aufsteigen.

Mein Zugang zum Leib-Seele-Problem wäre also der, dass meiner Meinung nach der Geist oder die Seele im Körper und dabei natürlich vor allem im Gehirn des Körpers wirkt, sich von dieser Tätigkeit aber nur ein kleiner Teil im Tagbewusstsein – und das oft verworren und unklar – widerspiegelt.

Und … wenn wir sterben, verlassen wir unsere körperliche Hülle wieder. Zahllose Menschen, die sogenannte Nahtoderlebnisse hatten, als sie einmal beinahe gestorben wären und nur dank unserer fortgeschrittenen Medizin reanimiert werden konnten, berichten von sogenannten Ausleibigkeitserfahrungen. Sie blickten demnach von außen, und zwar meist von einer etwas erhöhten Position, auf ihren Körper herab, sahen die Ärzte, die sich um ihn bemühten. Manche Personen nahmen im Zuge solcher Ausleibigkeitserfahrungen auch Verstorbene wahr, die offenbar gekommen waren, um sie abzuholen oder um ihnen beizustehen. Ein helles, lichtes Wesen vermittelte die Empfindung von großer Geborgenheit, von Angenommensein und Liebe. Viele Schilderungen berichten ferner von einem Tunnel, der die sterbende Person in andere Bereiche des Seins brachte, und schließlich von einer Grenze oder Schranke, die sie nicht überqueren durfte, da sie beschloss, ins irdische Leben zurückzukehren. Nach dieser Entscheidung wurde sie ihrer Wahrnehmung nach von ihrem kranken irdischen Körper wieder „eingesaugt“, woraufhin sie nicht zuletzt auch alle Schmerzen ihrer irdischen Realität wieder fühlte. (Weitergehende Einzelheiten finden Sie in meinem Artikel: „Ein Tunnel, der ins Jenseits führt“ auf thanatos.tv, in dem auch der Begriff „Astralkörper“ besprochen wird.)

Der irdische Leib – Geschenk oder Gefängnis?

Seit ich mich mit Nahtoderfahrungen beschäftige, frage ich mich manchmal, was ich wohl um mich her wahrnehmen könnte, wenn es mir möglich wäre, die Beschränkungen des irdischen Gehirns abzustreifen und unmittelbar mit den Augen der Seele zu schauen, so, wie es den erwähnten Personen im Zuge ihrer Erlebnisse an der Schwelle des Todes geschah.

– Nicht dass ich unbedingt Wert darauf legen würde, dem Tod nahe zu kommen – bewahre nein! Eine körperliche Krisis, die geeignet wäre, den magnetischen Zusammenhalt zwischen Körper und Seele derart zu stören, dass die Seele und somit mein Bewusstsein aus dem Körper austritt, wünsche ich mir beileibe nicht! Nicht nur wegen der damit einhergehenden Schmerzen und sonstigen Unannehmlichkeiten: Da mir eine Existenz in Fleisch und Blut geschenkt ist, gehe ich davon aus, dass ich diese auch nötig habe, sie wahrscheinlich für meine seelische Entwicklung und Reifung brauche. Allein schon deshalb würde ich mich hüten, ein geschenktes Erdenleben gering zu schätzen oder es gar mutwillig zu schädigen.

Darum habe ich auch zu Hellseherei, Schamanismus oder Channeling etc. ein eher zwiespältiges Verhältnis. Natürlich interessiert es mich, was in dieser Richtung begabte Personen auszusagen haben, sofern ich sie für seriös halte; deshalb beschäftige ich mich auch mit Naturwesen und lese die entsprechende Literatur. Aber gerade weil ich mich  eingehend und auch ernsthaft mit derartigen Dingen befasst habe, weiß ich auch, wie subjektiv mediale Erfahrungen sind. Ich würde davon abraten, mediale Schauungen, Prophezeiungen etc. allzu wörtlich zu nehmen! Vor allem sollte man akzeptieren, dass heutzutage nur wenige Personen wirklich begabt und berufen sind, als Medium eine Art Brücke zum Jenseits zu bilden. Jede künstliche Nachhilfe zur sogenannten Erweiterung des Bewusstseins, sei es durch Hypnose, durch Meditation etc. oder gar durch Einnahme bestimmter Substanzen sehe ich sehr kritisch. Weiterführende Gedanken zu diesem Thema finden Sie in meinem Aufsatz „Über das Hellsehen“ auf diesem Weblog.

Nein, es besteht meiner Meinung nach absolut keine Notwendigkeit, um jeden Preis selbst hinüberschauen zu müssen in jenseitige Bereiche.

Wenn aber andererseits manche Menschen gar nichts wissen wollen von Phänomenen, die nicht ins gängige Weltbild passen und nur Spott und Häme dafür bereithalten, finde ich das auch nicht richtig. Das wäre ja so, als würde man mit Scheuklappen durchs Leben gehen! Sich neben allen irdischen Notwendigkeiten auch für geistige Gesetzmäßigkeiten, für die Frage nach dem „Woher“ und dem „Wohin“ zu interessieren, gehört meiner Ansicht nach zu einem sinnerfüllten Leben auf diesem wundervollen Planeten unbedingt mit dazu.

In diesem Sinne – und nur in diesem Sinne! – bitte ich Sie, mich anlässlich des Festes Allerheiligen/Allerseelen/Samhain/Halloween auf ein kleines Gedankenexperiment zu begleiten.

Und damit zurück zum keltischen Begriff „Anderswelt“:

Ein (virtueller) Besuch in der Anderswelt

Stellen wir uns vor, wir könnten unseren Erdenkörper abstreifen wie ein Stück Stoff, sagen wir: wie einen Mantel – was würden wir wahrnehmen?

Lassen Sie mich das präzisieren: Mein Körper liegt im Bett oder sitzt auf einem Stuhl, es ist, als wenn er schliefe. Der Astralkörper oder auch Energiekörper, der das Bindeglied der Seele zum Körper darstellt, verbleibt im Körper. Die Seele lockert sich aus dem Astralkörper und tritt aus. (Das ist übrigens, vermute ich, der Unterschied zu einer Ausleibigkeit im Zuge einer klassischen Nahtoderfahrung, wenn der Körper keine Lebenszeichen mehr hat – dort ist aufgrund der körperlichen Krisis der magnetische Zusammenhalt zwischen dem Astralkörper  und dem Körper verlorengegangen. Die Seele tritt mitsamt dem Astralkörper aus dem Körper aus, was eine dichtere, den irdischen Verhältnissen näher stehende Wahrnehmung zur Folge hat.)

Ohne Körper und Astralkörper stehe ich bzw. steht meine Seele nun in der feinen Grobstofflichkeit. Was nehme ich wahr?

Vermutlich vorwiegend in „zivilisierten“ Gebieten, wo viele Menschen wohnen, gar nicht wenig Unschönes und Dunkles, weil die feinere Umgebung der Erde durch menschliche Einflüsse verdunkelt ist. Verdunkelnde menschliche Einflüsse, das sind: Gedankenformen, also die geformten Energien menschlichen Denkens … Gedankenmüll gewissermaßen, und Dämonen, das sind Erzeugnisse destruktiven menschlichen Wollens, also übelwollende Verkörperungen menschlichen Hasses, Neides, Zorns etc., die über den Menschen lagern. Und dann nicht zu vergessen auch noch erdgebundene Menschen selbst, also die Geister solcher Verstorbener, die sich noch nicht von der groben Stofflichkeit lösen konnten und daher die astrale Umgebung der Erde bevölkern.

Alles in allem eigentlich keine besonders erstrebenswerte Aussicht! Kein Wunder, dass auch unsere Kinder zu Halloween nicht Heilige und Helden, sondern traditionell Geister, Vampire, Monster und Dämonen verkörpern …

Alle diese dunklen Gebilde würden mir vermutlich feindlich gegenübertreten, sobald ich meinen schützenden Körper verlasse und mich dadurch ihren Einflüssen gegenüber öffne, weil sie ja böse sind und mir daher von Natur aus schaden wollen. Schon möglich, dass die geistige Kraft eines Menschen, vor allem bei bewusstem, gutem Wollen, derartigen Kreaturen überlegen ist, aber als völlig unerfahrener Neuling auf astralem Boden würde ich möglicherweise schwere Schäden davontragen … wenn nicht, wie bei den Nahtoderfahrungen der Sterbenden,  jemand kommt, um mir beizustehen. –

Aber angenommen, ich hätte die nötige Erfahrung, und der lichte Schein des bewussten guten Wollens würde hell und rein aus meiner Seele strahlen, sodass ich von Dunklem nicht behelligt würde … dann könnte ich in die Natur schweben und dort meine elementaren Freunde aufsuchen. Ich könnte die Naturwesen als geformte, bewusste Geschöpfe wahrnehmen und mit ihnen kommunizieren.

Aufgrund der feinen Beschaffenheit meiner Seele könnte ich zum Beispiel in einen Berg eintreten.

Durch das Grobstoffliche des Berges könnte meine Seele einfach hindurchgleiten, aber natürlich besteht der Berg nicht nur aus dem groben Gestein, das wir Menschen irdisch wahrnehmen können, sondern besitzt ebenso wie der menschliche Körper feinere, alstrale Anteile, sozusagen eine energetische Gestalt. Und auf dieser feineren, energetischen Ebene des Berges, die meiner nunmehrigen astralen Beschaffenheit gleichartig wäre, formen sich unter anderem die Elementarkräfte, das sind die Wesen, die den Berg beseelen, ihre Wohn- und Arbeitsstätten. Ich stelle mir eine Pforte vor, an die ich klopfe, ernste strenge Wächter, dann weite, lichte Hallen und Gänge, Kristalllichter und durchaus auch leuchtende Schätze oder jedenfalls deren energetische Urbilder, wie es ja in vielen Märchen davon die Rede ist.

Jede grobstoffliche Blume wäre wie der Eingang zu einer eigenen Welt, zur Welt der diese Blumenart beseelenden Elementarkräfte. – Aus ihrem Blumenkelch winkt mir die Elfe zu: „Komm doch herein zu mir!“ Ich trete oder schwebe näher, oder besser gesagt, ich richte meine Aufmerksamkeit dorthin, mein Wollen … und schon erfasst mich ein Sog, vielleicht ein starker Luftzug und ich tauche durch den Blumenkelch hinein … und finde mich wieder  in einer anderen Welt, in einer weiten Landschaft voll lichter Schönheit, Duft und Farbe, Wärme, Frohsinn, Vogelsang… Die Zeit ist dort schneller als auf der Erde, darum kann die Elfe ihre Aufmerksamkeit auf viele einzelne irdische Blumen zugleich richten… Von dorther kommen die Elfen, wenn sie die irdischen Blumen besuchen, um sie zu pflegen, und dorthin geht es weiter in immer höhere Reiche, wohin auch die kleinen Blumenelfen noch keinen Zutritt haben, wohin sie aber voll Andacht und Sehnsucht blicken bis in die lichten Regionen, wo die ewigen Urbilder dieser Blumenart klingend strahlen und wo deren Königin huldvoll herrscht…

Das, glaube ich, meinten so ungefähr die Kelten mit „Anderswelt“.–

Was ist Anderswelt?

Hier zum Vergleich eine wissenschaftliche Definition des Begriffes, wie ich sie im Internet gefunden habe; ich finde, dass beide Zugänge sehr gut miteinander kompatibel sind:

Die Anderswelt, auch Anderwelt, Andere Welt, Anderes Land ist in der keltischen Mythologie der auf einer anderen Ebene existente Wohnort verschiedener mystischer Wesen und mythischer Personen. Die Anderswelt ist unmittelbar neben der vertrauten Welt der Menschen in Hügeln, auf Inseln und am Grunde von Seen und des Meeres angesiedelt. Der Zugang, z. B. durch Höhleneingänge, ist den Normalsterblichen nur unter bestimmten Bedingungen – mit oder ohne Einverständnis der Anderswelt-Bewohner – möglich.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen der keltischen Anderswelt und den sie zeitlich und räumlich umgebenden mythologischen Jenseitsvorstellungen anderer Kulturen besteht darin, dass sie nicht nur von den „Göttern“ und deren „Helfern“ betreten und verlassen werden kann, sondern dass dies auch den Menschen möglich ist – sei es im Verlauf ihres diesseitigen Lebens oder danach.

In den germanischen (Walhall), griechisch-römischen (Elysion und Unterwelt), christlichen (Himmel und Hölle) und anderen zeit- oder ortsbezogenen Jenseitsvorstellungen sind die Toten für immer dort festgehalten. Seltene Besuche Lebender (Odysseus, Orpheus) werden allerdings erwähnt.

Der keltischen Vorstellung ist demgegenüber ein nach dem Tode jedem Menschen zugängliches oder gar auf ewig zugewiesenes Totenreich ebenso fremd wie der Gedanke einer Belohnung oder Strafe im Jenseits. Man glaubte eher an bestimmten Zyklen und Abfolgen unterworfene Übergänge in andere Daseinsformen innerhalb der diesseitigen Welt als Regel, wobei auch Bäume und andere Pflanzen eine wichtige Rolle spielten.

Die Erwähnung der Anderswelt in keltischen Mythen ist dabei wesentlich häufiger und gewichtiger als in den Mythologien angrenzender Kulturkreise. Hier wird ein reger Kontakt alles Irdischen mit dem Mythischen betont. Es gibt im Keltischen kaum die übliche Trennung zwischen Menschen, Heroen, Ahnen und Göttern und auch nicht zwischen dieser und der Anderen Welt.

Nach keltischer Vorstellung gibt es nicht nur Schwellenorte, wo ein Übergang oder eine Verbindung der Welten möglich ist. Darüber hinaus kommen sie sich in zyklischen Abständen an bestimmten Schwellenzeiten besonders nahe, was Chancen, aber auch Gefahren mit sich bringt. Die bedeutendsten im Jahresverlauf markierten die keltischen Hochfeste wie Samhain. Einerseits konnte man ungewollt in die Anderswelt geraten, andererseits Bewohner der Anderswelt (Feen, Elfen, Kobolde, Wiedergänger usw.) in der diesseitigen erscheinen und Schaden anrichten oder Segen bringen.

Die antike Vorstellung von der Anderswelt ist vermutlich über die keltischen Sagen und Erzählungen, tradiert durch das Mittelalter, in den Begriff der Anderen Welt der Europäischen Märchen eingeflossen. Bis in unsere Zeit ist die Idee des Jenseits-Landes ein Motiv besonders der Volkserzählungen geblieben (z. B. Frau Holle, der Glasberg in den „Sieben Raben“, u.v.m.).

(Quelle: Wikipedia, Stichwort: „Anderswelt“; weiterführende Gedanken zum Märchen „Frau Holle“ finden Sie über den entsprechenden Link.)

Ich würde mit Bestimmtheit annehmen, dass das Tagbewusstsein von Menschen früherer Jahrtausende, wenigstens hier und da, „tiefer“ reichte als es bei uns heute der Fall ist und dass dann der Unterschied zwischen Tagbewusstsein und Traumbewusstsein weniger stark ausgeprägt war, als es bei uns Heutigen der Fall ist. Träumen wurde im Altertum ja noch große Bedeutung zugemessen, während sie uns heutzutage nicht mehr viel geben; ich gehe davon aus, dass das seinen Grund hat. Möglich, dass frühere Menschen z.B. im Schlaf leichter als wir modernen Menschen die Fesseln des irdischen Körpers lockern, zeitweise abstreifen und sich nach Erwachen des im Traum Erlebten bewusst bleiben konnten. Zumindest ansatzweise ist diese Fähigkeit ja sogar bei einigen wenigen Menschen von heute noch vorhanden.

Margot Ruis, Erla Stefánsdóttir und Marko Pogacnik: drei zeitgenössische Besucher in der Anderswelt

Bleiben wir bei Naturwesen und lassen Sie mich als Beispiel drei Zitate bringen aus Büchern heutiger Naturwesenkenner. Ein sehr schönes Beispiel für Anderswelt – und im Gegensatz zu meinem obigen Gedankenexperiment nach eigener Aussage wirklich erlebt – beschreibt Margot Ruis in ihrem empfehlenswerten Buch „Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen“ (Anmerkung: Margot Ruis bezeichnet den Baumelfen mit der indischen Bezeichnung „Deva“):

„Wir machten eine kleine Wanderung im Wienerwald, wobei meine Freude an der Natur von schlimmen Kreuzschmerzen, die mich seit einigen Tagen quälten, beeinträchtigt wurde. Am Rande einer kleinen Lichtung fiel uns eine besonders schöne und starke Eiche auf, und wir blieben stehen, um sie zu begrüßen. Der Deva hatte das Aussehen eines etwa fünfundfünfzigjährigen, sehr großen Mannes mit schulterlangem, graubraunem Haar und trug ein unauffälliges, erdfarbenes Gewand. Seine Ausstrahlung war eine eindrucksvolle Mischung aus konzentrierter Kraft, Herzenswärme und freundlicher Offenheit, also zweifellos sehr anziehend.

Ich folgte seiner Einladung, näherzutreten, legte meine Hände an den Stamm und ließ durch sie Schwingungen der Freude, der Liebe und des Dankes fließen. Dann lehnte ich mich mit dem Rücken an den Stamm und spürte, daß der Baumelf hinter mir stand und mich umarmte, mit seiner Energie einhüllte. Ich ließ mich in den Stamm hineinsinken und fand mich in einem runden Raum wieder. Auf einem glatten, festen Erdboden standen ein roher Holztisch und zwei Bänke. In der Dimension des Elfs, in die ich Eingang gefunden hatte, war das offensichtlich seine Stube.

Als ich den Deva fragte, ob er mir mit meinen Kreuzschmerzen helfen könne, drehte er mich um, beugte meinen Oberkörper nach vorn und begann, von meinem Rücken etwas zu entfernen. (…)

Zum Abschied riet er mir, ich solle es nicht in Gedanken festhalten, daß die Wirbelsäule krank sei, sonst würde sich das Geflecht wieder bilden. Ich dankte dem Baumdeva sehr für seine Hilfe und kehrte in meinen am Stamm lehnenden grobstofflichen Körper zurück. Dem ging es mittlerweile bedeutend besser, und während ich mich vorher nur ziemlich steif und vorsichtig bewegen konnte, tänzelte ich nun durch den Wald, daß es eine Freude war! Das blieb nicht die einzige, aber die spektakulärste Heilung, die ich von einem Baumelf erfahren durfte.“

(Aus: Margot Ruis, Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen. Anna Pichler Verlag, Wien, 1994, S. 20ff. Das Buch ist in 6. Auflage im Grals-Verlag erhältlich.)

Auch das isländische Medium Erla Stefánsdóttir schildert Anderswelt-Erfahrungen ganz im Sinne der obigen Definition. Island ist ja bekannt dafür, dass hier der Glaube und der Bezug zu Naturwesen wie Elfen und Gnomen (Huldufólk = verborgenes Volk) erhalten geblieben ist. Dass Menschen und Elfen in unmittelbarer Nachbarschaft nebeneinander leben, ist ein in Island stark verwurzelter Volksglaube. Manche von Erla Stefánsdóttirs Anderswelt-Schilderungen klingen geradezu befremdlich zeitgemäß:

“Elfen arbeiten auf dem Land und auf dem Meer. Man sieht sie beim Fischfang oder bei Arbeiten in der Landwirtschaft, so wie das früher üblich war. Genau wie das Huldufólk (die Verborgenen) besitzen auch sie alle möglichen modernen Maschinen in ihren Ländereien. Ihre Fahrzeuge sehen aus, als blicke man in die Zukunft bei uns Menschen. Es gibt sogar Wagen auf Schienen über der Erde. Elfen wohnen in feinen Häusern, die moderner als die elegantesten Häuser der Menschen sind. Sie wohnen in Schlössern, Villen oder Häusern mit einem Grasdach, auch in Reihenhäusern, doch Mehrfamilienhäuser gibt es nur ganz wenige. Ihre Kirchen sind schön, man kann sie kaum von den Kirchen des Huldufólks unterscheiden, weil sie in derselben Dimension sind. Elfen haben Schulen und Kunstgalerien. Sie haben Musiksäle und lieben den Gesang. Bei ihnen gibt es Kinderheime und Altersheime, doch sie sind so schlau, solche Heime zusammenzulegen.”

(Erla Stefánsdóttir, Erlas Elfengeschichten. Verlag Neue Erde, Saarbrücken 2011, S. 19)

Das dritte Zitat ist illustriert und Marko Pogacniks bekanntem Buch „Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele“ (AT Verlag, Baden und München, 2009, S. 136f.) entnommen. Wir danken herzlich für die freundliche Genehmigung!

Pogacnik, Cernunnus002

Als Pan bezeichnet Marko Pogacnik ein hohes Erdwesen, welches das elementare Geschehen einer ganzen Landschaft leitet. Dora van Gelder hätte es vermutlich „Engel“ genannt.

Zu seinem Bild schreibt der Autor:

„(…) Der Fokus des Pans im Hirschpark bezieht sich meiner Einsicht nach auf eine weit zurückliegende Zeit, als an diesem Ort ein heiliger Hain der Kelten stand. Noch ganz vom Geist der letzten ihn noch verehrenden Epoche geprägt, zeigte sich mir der Pan des Hirschparks in der Gestalt des keltischen Cernunnos mit dem Hirschgeweih und den charakteristisch untergeschlagenen Beinen, wie er auf dem berühmten Kessel von Gundestrup zu sehen ist.“

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. AT Verlag, Baden und München, 2009, S. 136)

Wie „wahr“ ist die Wahrnehmung?

Ein Landschaftswesen in Gestalt des keltischen Cernunnos, noch dazu in klassisch-keltischer Pose. Die alten Kelten lassen grüßen! Damit klingt zum Schluss noch einmal deutlich ein Thema an, das meiner Meinung nach bei jeglicher Beschäftigung mit jenseitigen Inhalten nicht vergessen werden darf: die feinstoffliche Wahrnehmung ist  immer mehr oder weniger subjektiv gefärbt. Warum das so ist? Wir können darüber nur spekulieren. Auch in der (Quanten-)Physik hat man festgestellt, dass es nicht möglich ist, einen Sachverhalt experimentell zu beobachten, ohne dass der Beobachter an dem beobachteten Geschehen mit beteiligt ist. Vielleicht ist es hier ähnlich. Ich würde den Sachverhalt so formulieren: Das Medium kann nicht anders, als das Geschaute im Spiegel seiner eigenen Erfahrungen, seiner Kultur, seiner Persönlichkeit und Geistesreife wahrzunehmen. In meinem Artikel „Wesen und Form“ vom März 2014 habe ich versucht, diesem Thema nachzugehen.

Cernunnos:Kessel von Gundestrup

Cernunnos auf dem Kessel von Gundestrup (La-Tène-Zeit, 5. – 1. Jhdt. v. Chr.)

Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Malene

Damit soll aber nicht ausgedrückt sein, dass die feinstoffliche Wahrnehmung durch medial begabte Menschen nicht ernst zu nehmen oder unwichtig sei. Im Gegenteil! Wir brauchen die Ausblicke auf diejenigen Gebiete des Seins, die wir mit unseren irdischen Sinnesorganen nicht erkennen können, damit wir nicht vergessen, wie klein, wie unbedeutend unser Wissen über das Universum heute noch immer ist. Die Suche nach Wahrheit muss immer weiter gehen! Nicht nur irdisch-wissenschaftlich, sondern auch ethisch, moralisch und spirituell. Je mehr unsere innere Reife als Menschheit dabei voranschreitet, je bewusster uns die Gesetzmäßigkeiten werden, die im sichtbaren wie auch im unsichtbaren Teil des Weltalls herrschen, desto klarer und wahrer wird auch das Bild werden, das wir uns von den Teilen des Universums machen können, die unseren irdischen Sinnen nicht zugänglich sind.

Nebel klein

– Auch wenn zu Samhain der „Tod des Sommers“ zu beklagen ist, auch wenn spätestens ab Allerheiligen uns die Novembernebel wieder fest im Griff haben: Die Nebel lasten nur auf den Niederungen! Wollen wir nie vergessen, dass die Wirklichkeit größer und wunderbarer ist als der äußerliche Augenschein!

Blicken wir stets auf das Licht – auf das Licht IN allen Dingen, das Licht, aus dem alle grobstofflichen Dinge erst entstanden sind!

Der Elfenfreund                                                                               November 2016

 

 

Trübe Aussichten

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Dora van Gelder  war bereits weit über 80, als ihr legendäres Buch „The Real World of Fairies“ (1. Auflage erschienen 1977) neu aufgelegt wurde. In diesem Buch (der Titel der deutschen Übersetzung lautet „Im Reich der Naturgeister“) schildert das hellseherische Ausnahmetalent bekanntlich Erlebnisse mit Naturwesen seit ihrer Jugend. Im Nachwort zur neuen Auflage jedoch (sie erschien Anfang der 1990er) geht sie auch auf die gegenwärtigen Bedingungen ein. Sie schreibt:

„Als die Entscheidung fiel, dieses alte Manuskript durchzulesen und zu veröffentlichen, meinten Freunde, dass sich wohl auch im Elfenreich gewaltige Veränderungen vollzogen haben müssten, so wie dies in unserer physischen Welt geschah. Dies schien gewiss ein interessanter Gedanke, doch erst in dem Moment, als sie vorschlugen, ich solle doch wieder einige derselben Orte aufsuchen, um festzustellen, welche Wirkung die Umweltverschmutzung des Menschen auf das Elfenreich ausgeübt haben mag. Ich war geneigt, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Es war mir natürlich nicht möglich, die ganze Strecke bis nach Australien, Java oder Indien zurückzulegen, um Vergleiche durchzuführen, doch ich überprüfte die Bucht an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Ich begnügte mich allein damit.

Die Jahre der Ölverschmutzung, der Abfall, den man in den Ozean warf, die Kohlenmonoxydabgase der Autos und des Menschen ständige Landbebauung, die einen Übergriff auf Bereiche der Elfen mit sich brachte, mussten Auswirkungen gezeigt haben. Wir würden sehen!“

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 140f.)

Wie gesagt, war Dora van Gelder zu diesem Zeitpunkt bereits alt und abgeklärt und als Theosophin war sie vom Vertrauen durchdrungen, dass die Entwicklung der Menschheit durch die Jahrtausende letztlich einen guten Ausgang nehmen würde. Trotzdem ist in ihren Worten eine gewisse Bestürzung nicht zu überhören, wenn sie – nach erfolgter Begutachtung der besagten Bucht – etwas weiter unten feststellt:

„Da die Engel sich auf einer höheren Stufe befinden (als die Elfen, d.E.), erleben sie die Verschmutzung nicht so unmittelbar, zeigen sich aber tief durch die Folgen berührt. Den Engeln machen die Auswirkungen der Umweltverschmutzung mehr zu schaffen als den Elfen. Sie wissen, dass die Menschheit auf lange Sicht Mittel und Wege finden wird, um die Umweltbedingungen zu verbessern, doch es gilt, eine gefährliche Zeit zu durchschreiten, eine Zeit großer Belastungen, die sich in den inneren Welten durch einen gewaltigen Druck offenbart.“

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 143f.)

Dora Van Gelder unterscheidet in dieser Textstelle zwischen Elfen (engl. fairies), also kleineren (30 – 60 cm) Elementarwesen, die von ihrer dichteren Beschaffenheit her der groben Stofflichkeit am nächsten stehen, und Engeln (angels), größeren Wesenheiten von vergleichsweise feinerer Beschaffenheit und höherer Entwicklung sowie Intelligenz. Beide Begriffe bezeichnen aber (bei Dora van Gelder) Wesen, die den Naturreichen zugehörig sind. (NB: Die spärlich bekleideten Wasserwesen in der aktuellen Kopfzeile unseres Weblogs sind einem Gemälde von Adolf Liebscher (1857 – 1919) entnommen und entsprechen nicht den Beschreibungen Dora van Gelders.)

Und das sind, kurz gesagt, die gravierendsten Veränderungen, die Dora van Gelder um 1990 feststellte, als sie nach etwa 15 Jahren Unterbrechung eine Bucht an der Ostküste der USA wieder aufsuchte, um zu überprüfen, ob und wie das feinstoffliche Leben an diesem Ort sich seither geändert habe:

  • Es gibt deutlich weniger Elfen als früher und sie stehen dem Menschen reservierter gegenüber. Es besteht die Neigung zur Furcht und zum Rückzug.
  • Das gesamte Energienetz des Meeres ist brüchig geworden. Die Energien fließen nicht mehr harmonisch. Da dieser Schaden auf physischen Ursachen beruht, vermögen ihn die Elfen nur teilweise zu reparieren.
  • Die „Symbiose zwischen Meer und Luft“, die früher vorhanden war, existiert nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr vollständig.
  • Die Umweltverschmutzung bildet „eine Art Band dichter Energie“, welches die Wechselbeziehung zwischen Erde, Wasser und Luft beeinträchtigt.
  • Wenn verschmutztes Wasser im Boden versickert, „unterbricht es auf heimtückische Weise den natürlichen Kreislauf und die gewachsene Harmonie“.
  • Auch das Energienetz der an sich saubereren, höheren Schichten der Luft ist „mit einem Schleier umhüllt“.
  • Durch die Zunahme der Gebäude, Fabriken, Schulen, Häuser und Wohnungen verloren Elfen ihren Lebensraum.
  • Auch synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel wirken sich auf ihre Arbeit nachteilig aus.

Zusammengefasst stellt Dora van Gelder fest, dass die Elfen des Meeres ihre Aufgaben immer noch erfüllen, doch seien die Ergebnisse nicht so zufriedenstellend wie vormals. Die Elfen sind ziemlich bestürzt und wissen nicht, was sie tun sollen. Sie verstehen nicht, warum die Verschmutzung zugenommen hat und warum es nicht mehr so viele Fische gibt, doch sie spüren, dass der Mensch dafür verantwortlich ist, und so zeigen selbst Meereselfen sich dem Menschen nicht gut gesinnt.

Von den Elfen der Küste hatte Dora van Gelder immer gesagt, dass sie sich dem Festland, den Tieren, Pflanzen und sogar den Menschen sehr innig verbunden fühlen. Nun aber charakterisiert sie die Situation folgendermaßen:

„Sie erfüllen ihre Aufgaben, verspüren im großen und ganzen jedoch keine sehr enge Verbindung zum Menschen mehr, es sei denn, beide begegnen sich in Wäldern und Tälern, mit anderen Worten, wenn beide die Schönheit der Natur genießen. Es wäre nicht richtig, euch glauben zu machen, dass es ihnen an Lebensfreude mangelt; sie ist Teil ihres Lebens. Sie bemerken, dass gewisse Lebensformen zu existieren aufhören, doch sie erfreuen sich an den noch vorhandenen Bäumen und Pflanzen und verrichten ihre Arbeit mit der gleichen Begeisterung wie vorher.“

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 144f.)

Wie die Meereselfen, haben laut Dora van Gelder auch die Luftelfen sich zurückgezogen und scheinen nicht mehr gegen die Verschmutzung anzukämpfen. Um sich den Auswirkungen der Luftverschmutzung zu entziehen, suchen sie größere Himmelshöhen auf, doch sind sie nicht besonders glücklich. Das Energienetz der höheren Schichten ist mit einem Schleier umhüllt. Sie führen ihre Arbeit fort, aber es hat sich etwas geändert. Sie fühlen, dass sich die vom Menschen verursachten Schäden ihrer Kontrolle entziehen und dass sie sich dem nicht anzupassen vermögen, was sie entmutigt.

So weit diese Momentaufnahme, entstanden, wie gesagt, Anfang der 1990er Jahre in einer Bucht an der Ostküste der USA.

Wieder sind mehr als 20 Jahre vergangen.

Die Umweltgesetzgebung in einigen Ländern wurde unterdessen verschärft. Für viele Stoffe, die man früher bedenkenlos in die Natur freisetzte, gelten heute strenge Vorschriften – wenn auch leider nicht überall. (Bekanntlich mit ein Grund dafür, dass viele Industriezweige ihre Produktionsstandorte in Entwicklungs- und Schwellenländer verlegt haben: um die strengen Umweltauflagen, die unter dem Druck wachsenden ökologischen Bewusstseins in zahlreichen westlichen Staaten eingeführt wurden, zu umgehen.) Auch gibt es heute mehr biologische Landwirtschaft als noch vor 20 Jahren.

Wie mag sich die Situation wohl heute, im Jahr 2016, darstellen?

Dora van Gelder können wir nicht mehr fragen, sie verstarb 1999.

Folgt man jedoch den Darstellungen von Margot Ruis in ihrem Buch „Naturwesen und Erdheilung“ (Gralsverlag, 2011), ist die Lage heute nicht weniger dramatisch und besorgniserregend als vor 20 Jahren. Ihrer Ansicht nach ist es vor allem die heutige Allgegenwart von elektromagnetischen Feldern, die Naturwesen – zusätzlich zur bestehenden und weltweit immer mehr zunehmenden stofflichen Umweltverschmutzung – immer mehr in Bedrängnis bringt. Außerdem betont Margot Ruis an verschiedener Stelle, wie empfindlich Naturwesen auf die Schwingungen des fehlgeleiteten menschlichen Gedankenwollens bzw. auf menschliche Gedanken reagieren. (Den Artikel „Willkommen im Netz“ vom November 2012 haben wir in Zusammenarbeit mit Margot Ruis dieser Thematik gewidmet.)

Bleiben wir aber noch ein wenig bei der seit 1990 enorm zugenommenen Umweltverschmutzung durch elektromagnetische Felder (EMF). Diese Felder werden vom Menschen erzeugt, um u.a. Mobilfunk, Rundfunksender, Radargeräte, DECT-Telefone, WLAN, Mikrowellenherde oder Bluetooth-Geräte zu betreiben. Wie sich herausstellte, reagieren manche Menschen ausgesprochen empfindlich auf solche (mit den 5 Sinnen nicht wahrnehmbare) künstliche Felder, die aber (besonders seit der Verbreitung des Mobilfunks seit etwa 20 Jahren) plötzlich omnipräsent sind.

Von Betroffenen werden Symptome von Unwohlsein, Kopfschmerzen, schweren Schlafstörungen bis hin zu kognitiven Ausfallserscheinungen angegeben.

In der Literatur werden u. a. ebenfalls Bluthochdruck oder Blutdruckschwankungen, Schwindel, Tinnitus, Wortfindungsschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Sehstörungen, Hautkrankheiten und Schädigungen auf Zellebene beschrieben.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich regelmäßig schlecht schlafe, wenn meine Tochter im Zimmer unter meinem Schlafzimmer vergisst, das WLAN über Nacht abzudrehen – obwohl ich derart schwere Symptome wie oben angeführt zum Glück bisher nicht entwickelt habe. Doch als „lebender und leidender“ WLAN-Detektor ist meine Trefferquote über Nacht bemerkenswert hoch.

2012 gab die österreichische Ärztekammer nach Sichtung aktueller Studien und Fachliteratur eine erste Leitlinie für österreichische Ärzte zur Diagnose und Therapie des „EMF-Syndroms“ heraus. Es wird darin „die Verwendung der Schlüsselnummer Z58.4 ‚Exposition gegenüber Strahlung‘ gemäß der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10)“ empfohlen. Damit wurden elektromagnetische Felder als mögliche Krankheitsursache von der österreichischen Ärztekammer anerkannt. Eine Expositionsreduktion, Lebensstilberatung und ganzheitliche Therapieansätze sowie eine symptomatische Therapie werden dort als Therapieempfehlung ausgesprochen (Quelle: Wikipedia, Stichwort „Elektrosensibilität“).

Ein empfehlenswerter Dokumentarfilm („Was wir nicht sehen“ von Anna Wohlgenannt) zum Thema lief kürzlich in österreichischen Kinos.

Der Mechanismus, nach dem elektromagnetische Felder auf den Menschen eine derart einschneidende Wirkung ausüben können, ist nicht bekannt. Natürlich liegt es nahe, einen Einfluss der elektromagnetischen Felder auf die ebenfalls elektrische Reizleitung in den Nervenbahnen bzw. im Gehirn zu vermuten, doch ist eine solche Wechselwirkung bisher nicht nachgewiesen. Ich persönlich halte es für möglich, dass die künstlichen elektromagnetischen Felder den natürlichen Strahlenkranz um den Menschen (auch Od oder Aura genannt) schädigen. Demnach würden diese unsichtbaren elektromagnetischen Felder also zunächst den ebenfalls unsichtbaren Astralkörper des Menschen beeinträchtigen bzw. eventuell auch die noch eine Stufe dichtere, aber ebenso unsichtbare Verbindungsebene vom Astral- zum grobstofflichen Körper, die aus körperlichen Ausstrahlungen gebildet wird. Erst in weiterer Folge würde die Schädigung auf den grobstofflichen Körper übergehen und wäre mit technischen Hilfsmitteln somit naturgemäß nicht unmittelbar, sondern  erst nach einem gewissen Zeitraum nachweisbar.

Diese aus körperlichen Ausstrahlungen gebildete Übergangsebene vom Astral- auf den grobstofflichen Körper wird meines Wissens einzig von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) erwähnt und in seinem Vortrag „Das Blutgeheimnis“ (Im Lichte der Wahrheit, Band III) erklärt. Demnach bildet die Ausstrahlung des Blutes eines Menschen die Brücke, durch welche die „magnetische“ Verbindung des Körpers zum Geist in seinen verschiedenartigen Umhüllungen, als deren dichteste der Astralkörper anzusehen ist, hergestellt wird. Diese Strahlungsbrücke ist naturgemäß sehr fein und bei jedem Menschen ganz individuell verschieden, ganz entsprechend den geistigen Eigenarten des jeweiligen Menschen. Möglich, dass in diesem Umstand der Grund dafür zu suchen ist, dass die Menschen sehr unterschiedlich – und viele vielleicht tatsächlich gar nicht – auf elektromagnetische Felder reagieren. Ebenso möglich ist aber auch, dass die Mehrzahl der Menschen gegen derart künstliche Einwirkungen bislang einfach kein Sensorium entwickelt hat, da sie erst seit verschwindend kurzer Zeit – im Vergleich zur Evolution – bestehen. Das bedeutet, wir werden von elektromagnetischen Feldern geschädigt, aber spüren es meist nicht.

Dass in ähnlicher Weise auch andere grobstoffliche Lebewesen und unter Umständen auch Elfen durch vom Menschen erzeugte Strahlungen und Felder beeinträchtigt sein könnten, erscheint mir damit ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Es ist ja leider bislang unser Wissen über die feineren Ebenen und Ausstrahlungen der Stofflichkeit, in denen wir leben und mit denen wir täglich umgehen, verschwindend gering.

Zwar „wissen“ wir aus der berühmten Einsteinschen Formel E=mc2, dass alle Materie letztlich aus Strahlung besteht, gewissermaßen also aus erstarrter und formgewordener Energie. Dieses Wissen deckt sich jedoch nicht mit unserer Alltagswahrnehmung und bleibt somit für die allermeisten Menschen leider rein theoretisch. Der Verstand, den das materielle Gehirn erzeugt, ist im Alltag nicht in der Lage, Materie von einer übermateriellen Warte als „formgewordenes Gotteslicht“ wahrzunehmen. (Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Schönheit und Licht“ vom April 2015!)

Weiters wissen wir aus den Schilderungen hellseherisch begabter Menschen wie z.B Dora van Gelder oder auch Margot Ruis, dass wir uns auch die überirdischen Bereiche, in denen Elfen und Engel tätig sind, geformt vorzustellen haben.

Religiöse Offenbarungsschriften sprechen drittens von einer göttlichen, schöpferischen „Kraft“, aus der alles Bestehende – sei es nun in grob- oder feinstofflicher Gestalt – entstanden sein soll.

Wie können wir das alles in eine Zusammenschau bringen?

Abd-ru-shin erklärt in seinem Werk „Im Lichte der Wahrheit“ den Sachverhalt kurz gesagt so, dass in einem weit über der uns bekannten irdischen Materie liegenden göttlichen Bereich göttliche, schöpferische Kraft ausgegossen wird, die sich – je nach ihrer Entfernung vom göttlichen Urquell – in Ebenen unterschiedlicher „Erkaltungsgrade“ absetzt. So entstehen die verschiedenen Stofflichkeiten, angefangen von der feinsten Fein- bis herab zu der uns bekannten groben Grobstofflichkeit:

„Die verschiedenen Arten der Stofflichkeit liegen ganz unten am Grunde oder Ende der Schöpfung. Wieder wie in der ganzen Schöpfung oben mit der leichtesten Art beginnend, und abwärtsgehend mit der schwersten und dichtesten aufhörend. Diese sämtlichen Arten der Stofflichkeit dienen lediglich als Hilfsmittel zur Entwickelung alles Geistigen, das darein wie in einen fruchtbaren Ackerboden als Keim taucht. Genau so, wie ein Samenkorn die Erde zum Keimen und Wachsen benötigt.

Die Stofflichkeit selbst ist in den einzelnen Schichten für sich allein untätig, hilflos. Erst dann, wenn sie durch das über ihr ruhende Wesenhafte durchdrungen und gebunden wird, erhält sie Wärme und Lebendigkeit, dient zu Hüllen oder Körpern der verschiedensten Formen und Arten.

Wie ich schon sagte, lassen sich die verschiedenen Arten der Stofflichkeit nicht vermischen, wohl aber durch das Wesenhafte binden und auch mehrfach verbinden. In dieser Bindung und Verbindung entstehen nun Wärmen und Ausstrahlungen. Jede einzelne Stofflichkeitsart erzeugt dabei ihre bestimmte, eigene Ausstrahlung, welche sich mit den Ausstrahlungen der anderen mit ihr verbundenen Arten vermischt und zusammen einen Strahlungskranz ergibt, den man heute schon kennt und Od oder auch Ausstrahlung nennt.

So hat jeder Stein, jede Pflanze, jedes Tier seine Ausstrahlung, die man beobachten kann, und die je nach dem Zustande des Körpers, also der Hülle oder Form, ganz verschieden ist. Deshalb lassen sich auch Störungen in dem Strahlungskranze beobachten und daran Krankheitspunkte der Hülle erkennen.

Der Strahlungskranz gibt also jeder Form eine besondere Umgebung, die einen Schutz in der Abwehr, gleichzeitig aber auch eine Brücke zu der weiteren Umgebung bildet.“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. II. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Grobstofflichkeit, Feinstofflichkeit, Strahlungen, Raum und Zeit. Den ungekürzten Vortrag können Sie nachlesen unter Gralsbotschaft – März 2016)

Wesenhafte Kräfte durchdringen und verbinden demnach die Ebenen der Stofflichkeiten, bringen darin verschiedenartige Formen hervor und machen sie dadurch erst dafür geeignet, dass Menschengeister sich verkörpern können. Zu solchen wesenhaften Kräften gehören Elfen und andere Naturwesen, die lange vor Ankunft des Menschen auf der Erde dieselbe dafür vorbereiteten, seine Entwicklung begleiteten und noch heute alles tun, was in ihren Kräften steht, um die Natur zu fördern und zu erhalten. Wesenhafte Kräfte wirken aber nicht nur in der äußeren Natur, sondern auch z.B. in den Körpern aller Menschen und Tiere und überhaupt in aller Materie bis herab zu den allerkleinsten Atomteilchen. Diese wesenhaften Kräfte erfüllen ihre Aufgaben streng gesetzmäßig, sie sind gewissermaßen formgewordener, ausführender Schöpfungswille. Die Naturgesetze, die in der von uns erforschten Materie wirken, sind nur ein kleiner Teil, die äußersten Auswirkungen dieses allumfassenden Schöpferwillens. (Mehr zum „Wesen“ der Naturwesen können Sie nachlesen in unseren Artikeln „Wesen und Geist“ vom Juli 2014 und „Wesen und Mensch“ vom September 2014.)

Wenn nun der Mensch nach seinem Willen Stoffe künstlich erzeugt, die in der Natur nicht vorhanden sind, so stellt sich die Frage, wie diese in den natürlich vorgegebenen Ordnungsahmen passen.

Abd-ru-shin warnte bereits Anfang der 1930er Jahre:

„Allein wie die Natur in ihrem wesenhaften und schöpfungsgesetzmäßigen Wirken die Verbindungen der Stofflichkeiten schafft, nur darin lieget eine aufbauende Kraft und Ausstrahlung, während bei anderen, diesen Gesetzen nicht genau entsprechenden Verbindungen, durch Menschensinn erdacht, sich gegenseitig schädigende, vielleicht sogar zerstörende, zersetzende Ausstrahlungen bilden, von deren eigentlichen Endauswirkungen die Menschen keine Ahnung haben.“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. III. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Natur)

Vor 100 Jahren, als sich die chemische Industrie gerade erst zu entwickeln begann, dachte niemand an die Folgen einer Freisetzung solcher synthetischen Stoffe. Man freute sich kindlich an den technischen Errungenschaften und lobte die Eigenschaften der neuen „Kunststoffe“, die sich äußerlich zunächst kaum von traditionellen Werkstoffen wie Holz oder Horn unterschieden. Bald aber lernte man, die Eigenschaften synthetisch hergestellter Materialien immer besser zu beeinflussen.

Heute beträgt die Jahresproduktion von Kunststoffen weltweit fast 300 Mio. Tonnen (2013). Nur ein kleiner Teil davon wird recycelt oder verbrannt; das meiste gelangt in die Natur und verbleibt dort, da die Kunststoffe zwar zu immer kleineren Teilchen zerrieben werden bzw. unter UV-Licht zu sogenanntem Mikroplastik zerfallen, aber nicht biologisch abgebaut werden. Je nach Schätzung gelangen weltweit zwischen 700 und 3000 Tonnen Kunststoffe stündlich (!!) ins Meer.  (Quelle: Wikipedia, Stichwort „Kunststoff“)

Um sich das einmal in seiner ganzen Tragweite bewusst zu machen: Jedes noch so kleine Stückchen Plastik, das in den vergangenen 50 Jahren produziert wurde und über Flüsse ins Meer gelangte, befindet sich auch heute noch dort. 70 Prozent des Mülls sinken auf den Meeresgrund. Trotzdem haben sich in den Weltmeeren riesige Müllstrudel gebildet, in denen Millionen Tonnen Plastikteile an der Oberfläche schwimmen oder auch mehrere Meter tief absinken. Werden sie von Tieren geschluckt, die sie mit Nahrung verwechseln, so können diese sie nicht mehr ausscheiden und verhungern mit vollgestopftem Bauch. Kunststoffe enthalten Zusatzstoffe wie Weichmacher, Farbstoffe und Flammschutzmittel. Viele davon gelten als krebserregend, giftig oder als endokrin aktiv (das bedeutet, dass sie wie Hormone wirken). Man weiß, dass sie die Fortpflanzungsfähigkeit z.B. von Fischpopulationen schädigen. Auf Grund ihrer Beschaffenheit lagern sich an der Oberfläche von Kunststoffen zudem viele andere organische Stoffe an, darunter viele langlebige, kaum abbaubare Umweltgifte sowie schädliche Keime wie Vibrionen (Choleraerreger). Die nicht-natürlichen Stoffe können eine andere Besiedlung durch Mikroorganismen und in der Folge einen anderen Sauerstoffgehalt des verschmutzten Wassers verursachen.

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Position der größten Müllstrudel in den Weltmeeren (Quelle: Wikipedia, Stichwort „Plastikmüll in den Ozeanen“)

Wenn Kunststoffe in kleinste Teilchen zerrieben werden (Mikroplastik), vergiften diese aber nicht nur mittelbar das Wasser, in dem sie schwimmen, sondern gelangen unweigerlich auch in die Nahrungskette. 2013 bestand der Sandstrand mancher Meeresbuchten bereits zu 3% aus Mikroplastik. Wattwürmer in der Nordsee lagerten bei einem Experiment dem Mikroplastik anhaftende Umweltgifte in ihr Körpergewebe ein. Die durch Entzündungen im Verdauungsapparat verminderte Fressaktivität führte rechnerisch zu einer mehr als 25 % geringeren Umwälzung des betroffenen Wattsandes.

Mikroplastik findet sich mittlerweile praktisch überall und wurde nicht nur u.a. in Speisefischen und im Meersalz, sondern auch im Trinkwasser, in Sprudel, Bier und in Honig nachgewiesen. (Quelle: Wikipedia, Stichworte „Kunststoff“ und „Mikroplastik“)

Im Mittelmeer kommt auf zwei Teile Plankton bereits ein Teil Mikroplastik. In der Donau treiben mehr Plastikteile als Fischlarven. Hochgerechnet transportiert die Donau vermutlich täglich 4,2 Tonnen Plastikmüll (das wären im Jahr 1533 Tonnen!) ins Schwarze Meer. Bei 79 Prozent der in Proben gefundenen Plastikteilchen handelte es sich übrigens um industrielles Rohmaterial wie Pellets oder Flakes; nach Mikroplastik wurde in dieser Untersuchung nicht gesucht (Quelle: Donau als Abflussrohr – news.ORF.at). Man weiß aber, dass jede Fleece-Decke pro Waschgang etwa 2000 Mikrofasern freisetzt, die von Kläranlagen nicht zurückgehalten werden können.  Kosmetikartikel wie Peelings oder Zahnpasten enthalten Mikroplastik, das über die Abwässer entsorgt wird. Auch beim Abrieb von Autoreifen handelt es sich um Mikroplastik, dessen biologischer Abbau Jahrhunderte in Anspruch nehmen wird. (Über die Bedeutung der Kreisläufe in der Natur und insbesondere über den Stoffkreislauf haben wir in unserem Artikel „Herbstzeitlos“ vom Oktober 2015 philosophiert.)

Es ist höchste Zeit, die Freisetzung von Kunststoffen in die Natur endlich zu unterbinden, die Verwendung von Kunststoffen streng zu kontrollieren, wo immer möglich sie zu verbieten und die Rückführung zum Zweck des Recyclings oder der kontrollierten Verbrennung weltweit sicherzustellen! In vielen Fällen ist ja schon heute die Verwendung synthetischer Materialien gar nicht notwendig und kann problemlos durch natürliche Produkte, womöglich aus nachwachsenden Rohstoffen, ersetzt werden. (Wenn Sie an der ökologischen Thematik Interesse haben, dann sehen Sie sich auch den Artikel „Einen Blick in die Kristallkugel“ vom Jänner 2013 an!)

Ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten liegen vor uns, sobald ein tieferes Naturverständnis angestrebt wird und die Einsicht Platz greift, dass die Natur vollkommen ist und vom Menschen weder „verbessert“ werden muss noch kann! Nur im Einklang mit der Natur kann der Mensch das Gute und Vollkommene, das in der Natur bereits vorhanden ist, sich nutzbar und, wie es entsprechend dem Schöpfungsmythos in der Bibel bereits Adam und Eva angetragen wurde, sich „die Erde untertan“ machen.

In diesem Sinne war es auch von Abd-ru-shin gemeint, wenn er schrieb:

„Sobald der Mensch bei seinem Wirken als Grund die Natur wirklich Natur verbleiben lassen wird und sie in ihren Arten nicht eingreifend zu verändern sucht, sondern lediglich durch die Förderung gesunder, also unverbogener Entwickelung aufbauend schafft, dann wird er auch in allem eine Krönung seiner Werke finden und erhalten, die er bisher nie erhoffen konnte, weil alles von dem Natürlichen gewaltsam Abgebogene im Wachsen auch nur noch Verbogenes zu bringen fähig ist, das weder festen Halt noch dauernden Bestand sein eigen nennt.

Es wird dies auch für Wissenschaften einst als Grundlage von großem Werte sein. Allein wie die Natur in ihrem wesenhaften und schöpfungsgesetzmäßigen Wirken die Verbindungen der Stofflichkeiten schafft, nur darin lieget eine aufbauende Kraft und Ausstrahlung, während bei anderen, diesen Gesetzen nicht genau entsprechenden Verbindungen, durch Menschensinn erdacht, sich gegenseitig schädigende, vielleicht sogar zerstörende, zersetzende Ausstrahlungen bilden, von deren eigentlichen Endauswirkungen die Menschen keine Ahnung haben.

Die Natur in ihrer schöpfungsgesetzmäßigen Vollkommenheit ist das schönste Geschenk Gottes, das er seinen Kreaturen gab! Sie kann nur Nutzen bringen, solange sie nicht durch Veränderung verbogen und in falsche Bahnen gelenkt wird im Eigenwissenwollen dieser Erdenmenschen.“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. III. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Natur)

Es wird eine große und schöne Aufgabe sein zur Lösung der uns gegenwärtig so bedrängenden Probleme, die sich überall immer mehr zeigen, sich vorurteilsfrei in die Natur zu vertiefen und sie ganz neu zu ergründen.

Ich habe weiter oben erwähnt, wie belastend elektromagnetische Felder, besonders nachts im Schlaf, für mich sind. Grund genug, über das Wesen der Elektrizität ein wenig nachzusinnen:

Wie kann es zum Beispiel sein, dass man dem Elektron die negative Ladung zuordnet?

Versuchen wir einmal die Gesetzmäßigkeit zu erkennen und ziehen wir dazu einen Vergleich zu anderen Naturbereichen: Das Elektron kreist um den Atomkern, es fließt durch metallische Leitungen, es ist somit beweglich, aktiv und verrichtet schwere Arbeit – alles das entspricht meiner Meinung nach z.B. bei den Pflanzen eher dem Staubblatt, nicht dem Fruchtblatt. Die Staubblätter sind bei der Blüte in der Regel um den Stempel herum angeordnet und bilden den (aktiven) Pollen, also die (männlichen) Spermazellen der Blüte, die sich zum (weiblichen) Fruchtblatt, aus dem die Frucht reifen soll, hinbewegen müssen.

Das Elektron muss daher meiner Meinung nach ebenfalls positiv sein!

Ein Fehler, der sich in den Anfängen der Forschung zur Elektrizität eingeschlichen hat und bis heute beibehalten wird.

Tatsächlich entdeckte und unterschied Charles du Fay (1698 – 1739) im Jahr 1733 zwei gegensätzliche Elektrizitätsarten, nämlich die Glaselektrizität und die Harzelektrizität (benannt je nach dem Material, an dem zur Herstellung der gegensätzlichen Ladungen gerieben wurde), die sich gegenseitig neutralisierten. Benjamin Franklin (1706 – 1790) ordnete  dann der Glaselektrizität das „+“, also die positive Ladung zu und der Harzelektrizität das „-„, also die negative Ladung. Darum bekam um 1900, als das betreffende Elementarteilchen identifiziert werden konnte, es den Namen „Elektron“ (von altgriechisch „Bernstein“), also Harz.

In Meyers großem Konversationslexikon von 1905 kann man noch nachlesen:

„Welche von beiden als positiv zu betrachten sei, darüber geben uns die Erscheinungen selbst keinen Wink; man ist aber übereingekommen, die Glaselektrizität positiv, die Harzelektrizität negativ zu nennen.“

Daraus entwickelte sich die gesamte heute bekannte Elektrizitätslehre.

Was wäre geworden, wenn Benjamin Franklin das Positiv und das Negativ zufällig anders zugeordnet hätte? –

Auf jeden Fall wäre dadurch die ganze Elektrizitätslehre im Vergleich zu heute sehr gründlich auf den Kopf gestellt. – Um die Verwüstungen wieder gut zu machen, die der Mensch auf diesem Planeten angerichtet hat, wird es notwendig sein, vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, ebenfalls neu und anders zu betrachten!

Das Wort „Ostern“ leitet sich her vom altgermanischen Wort Austro = „Morgenröte“. In diesem Sinne wollen wir mit der Hoffnung schließen, dass nach Chaos, Schmerz und Leid doch die Morgenröte einer Auferstehung Licht ins Dunkel bringen möge…

Der Elfenfreund – Alvin                                                                     am Karfreitag 2016

 

 

 

Erdgramselfest

For English visitors

Vorfrühling!

Auf den Bergen herrscht noch der Winter, aber in den Tälern und im Flachland ist der Schnee weitgehend verschwunden. Noch sind die Temperaturen sehr gedämpft, und doch: Die ersten Frühlingsboten kündigen sich an! Die Amseln haben ihre herrlich getragenen Gesänge zur Morgen- und zur Abenddämmerung aufgenommen; untertags dagegen sieht und hört man sie öfters wie Kobolde geschäftig und geheimnisvoll durchs Gebüsch huschen und in den dürren Blättern rascheln. – Es muss wohl so ungefähr in dieser Jahreszeit gewesen sein, dass Ursula Burkhard mit Karlik, „ihrem“ Heilpflanzenwesen, alljährlich das Erdgramselfest miterleben durfte:

„Eines der ersten Feste im Jahr ist das Erdgramselfest. Da ist alles Schaffen, Bewegen, sich Regen und Werden in der Erde. Das Erdgramselfest ist für viele Menschen nicht direkt erlebbar, aber doch ahnen sie etwas davon. Die Gnomen werden tätig, sie hegen und pflegen das Entstehende. Feste feiern und Arbeiten gehören zusammen. Sie lieben ihre Tätigkeit und erleben Feste als Höhepunkte ihres Schaffens. Der erwachende Frühling bringt verschiedene Knospenfeste und Blütenfeste. Jede Pflanzenart hat ihre eigenen Betreuer. Die veranstalten etwas wie Familien- oder Gruppenfeste. Die Freude davon verbreitet sich aber über alle Elementarwesen, die zusammen für das Wohl der Erde wirken, weil sie in ihrer Aufgabe zu einer Einheit verbunden sind.  (…)

Auf das Erdgramselfest folgt als nächstes großes allgemeines Fest die Frühlingsfeier. Das ist in der Osterzeit. Es gibt dann viele Tänze. Besonders schön sind die Elfenreigen. Tanzend und musizierend bilden und pflegen die Elfen Blumenformen. Ihr Reigen ist ernstes Spiel, Erfüllung ihrer Aufgabe. Der Frühlingsmond wird gefeiert und die herrlichen Sonnenaufgänge. Die Naturmusik der Elementarwesen regt die Vögel zu Morgen- und Abendliedern an. „Das können Menschen auch hören“, jubelt Karlik.“

(Ursula BurkhardKarlik. Werkgemeinschaft Kunst u. Heilpädagogik Weissenseifen, 5. Auflage, 1991, S. 36ff.)

Einen längeren Ausschnitt aus diesem wunderbaren Büchlein finden Sie unter „Literaturempfehlung 1 – Dezember 2012“; dort erfahren Sie z.B. auch vom winterlichen Tanz der Mondfrau, die dadurch die Formen der neuen Pflanzen zugrunde legt.

Allem, was stofflich sichtbar wird, muss ja viel Tätigkeit im Unsichtbaren vorausgehen. Was wir mit unseren irdischen Sinnen wahrnehmen, ist gleichsam immer nur die sprichwörtliche „Spitze des Eisbergs“, die nur zum kleinsten Teil aus verborgenen Tiefen ragt. Wenn wir Menschen wüssten, was wir mit unseren Gedanken und Einstellungen bewirken, indem wir uns vom „Zeitgeist“ treiben lassen, würden wir vermutlich zutiefst erschrecken und alle Kräfte darauf konzentrieren, bewusster und vorsichtiger zu werden in unserem Wünschen, Denken, Reden und Tun. –

Auch in diesem „Elfenwirken“ – Weblog, welches bekanntlich den Natur- und Elementarwesen gewidmet ist, hat es heftig „gegramselt“ in den vergangenen Wochen und Monaten.

Aber auch anderswo war man nicht untätig: Der Film „Naturwesen – Begegnung mit vergessenen Freunden“ mit Margot Ruis und Gerhard Kogoj, welchen ich Elfenfreund 2012 initiiert habe und an dem ich streckenweise (vor allem auch als Naturfilmer!) mitarbeiten durfte, ist in den vergangenen Monaten bienenfleißig ins Englische übersetzt und eingespielt worden und ist nun brandneu als DVD erhältlich.

Wenn Sie möchten, sehen Sie sich über diesen Link den Trailer dazu an – dort finden Sie auch eine Bestellmöglichkeit, wenn Sie die DVD erwerben möchten. Wir gratulieren dem gesamten Team und insbesondere dem Filmemacher Christian Wagner zu dieser Leistung, deren Reinerlös ja wieder ausschließlich dem Verein DanaMudra und deren sozialen Hilfsprojekten in Indien zugutekommt!

Möge der Film im deutschen wie nun auch im internationalen Sprachraum vielen Menschen das Tor zur wunderbaren Welt der Natur- und Elementarwesen eröffnen und sie bestärken auf ihrem Weg weg vom materialistisch geprägten „Zeitgeist“ hin zu einem vertieften Leben im Einklang mit den Kräften der Natur und zur Erkenntnis ewiger, lichter Wahrheit, die in den Gesetzen der Natur tätig ist!

Um die Wirkung dieses Films, den ich zu einem guten Teil auch als mein geistiges Kind betrachte, nun auch im englischsprachigen Raum begleiten und unterstützen zu können, haben wir beschlossen, unsere Pläne für eine englische Übersetzung des „Elfenwirken“-Weblogs sofort in Angriff zu nehmen. Somit präsentieren wir unserer Leserschaft voll Stolz und Freude mit zwei neuen Seiten auf unserem Blog den Grundstein zu „FairyVeil“, der geplanten englischen Ausgabe bzw. Übersetzung des „Elfenwirkens“:

English

On Clairvoyance

(„Alvin“ ist übrigens ein alter angelsächsischer Name und bedeutet „Elfenfreund“)

Damit eröffnet sich nun ein weites Feld von Arbeit, zu der jede Form der Unterstützung und Mithilfe hochwillkommen ist! Gibt es Leserinnen und Leser, die der englischen Sprache einigermaßen mächtig sind und den einen oder anderen Beitrag ehrenamtlich übersetzen möchten? Wählen Sie frei unter den vorhandenen Texten und melden Sie sich unter elfenwirken@gmx.at!

Eine weitere neue Seite (in deutscher Sprache) finden Sie ab sofort unter „Info“:

Über das „Hellsehen“

Es ist mir durchaus bewusst, dass manche Naturwesenfreunde/innen die Anwendung sogenannter okkulter bzw. esoterischer Praktiken zur Bewusstseinserweiterung weniger problematisch sehen werden als ich. Es bleibe diesen unbenommen, auch weiterhin das zu tun, was sie für richtig und gut finden. Ich möchte mit der neuen Infoseite über das Hellsehen jedwede Naturwesenfreunde weder verprellen noch missionieren.

Ich habe mich seit jeher lebhaft für das Übersinnliche interessiert, ich habe vieles gelesen, manches davon auch ausprobiert; ich durfte Margot Ruis und Gerhard Kogoj persönlich kennen lernen und mit ihnen arbeiten, und speziell seit der Gründung dieses Weblogs habe ich mich intensiv in Theorie und Praxis mit den Kräften und den Wesen der Natur beschäftigt.

Es ist meiner Meinung nach überhaupt nichts dagegen einzuwenden, im Gegenteil, ich würde das sogar jedem Interessierten sehr ans Herz legen: in die Natur hinauszugehen und sich von den darin wirkenden Wesen oder Kräften wirklich berühren zu lassen, von der Schönheit, der Schlichtheit und der Vollkommenheit, die darin walten; auch selbst die Natur bewusst mit allen Sinnen wahrzunehmen zu versuchen, etwa einen Baum zu umarmen, seine Rinde zu spüren, zu lauschen, welche Gefühle und Empfindungen dabei entstehen, ob das einem etwas sagen will usw. (Solche „Kontaktversuche“ müssen ja nicht unbedingt in der Öffentlichkeit praktizieren werden, die davon womöglich eigenartig berührt wäre – wen könnte das verwundern…)

Man kann immer, ohne erst „Hellsehen“ lernen zu müssen, eine tiefe Beziehung zu den Wesen aufbauen, die in der Natur tätig sind. Die Gartenarbeit etwa, die ja jetzt bald wieder beginnt, bietet genug Gelegenheit, sich um Rat und Hilfe in Gedanken und „unbekannter Weise“ an die Hüter zu wenden, und auch die Dankbarkeit für ihr treues und unverdrossenes Wirken verbindet. Ebenso habe ich den Eindruck, dass die Naturwesen auch gelegentliche Rituale – Ursula Burkhard spricht von „Festen“ -, in die sie in Gedanken ganz bewusst mit eingeschlossen sind, vorzugsweise mit Kindern oder auch ohne, durchaus schätzen. Ich bin mir sicher, die Wesen freuen sich über jeden Menschen, der der Natur gegenüber mit Respekt und Liebe gegenübertritt und ihre Formen nicht als lediglich „fühllose Materie“ geringschätzt und missbraucht.

Bei allem „Technischen“ und „Eingelernten“ aber in diesem Zusammenhang, ebenso wie einengenden Vorstellungen, und dann vor allem auch allen Praktiken gegenüber, die auf Bewusstseinsveränderung abzielen, rate ich jedem/r Naturwesenfreund/in unbedingt zu erhöhter Wachsamkeit und zu Vorsicht! –

Und was „gramselt“ sonst noch so im März?

Barbara Ufer veranstaltet wieder Filzpuppen-Seminare! Einzelheiten dazu finden Sie unter „Termine“ (für diesmal war die Zeit sehr knapp, aber es wird weitere Termine geben).

Und unter „Leser(-innen)-Briefe“ finden Sie Fotos aus Zuschriften, die uns erreichten – herzlichen Dank den Fotografen!

Also, es tut sich etwas – der Frühling kommt! „Gramseln“ auch wir geschäftig mit den Wesen, damit übers Jahr alles das sich formen und reifen kann, was wir ersehnen!

Der Elfenfreund – Alvin                                                                     im März 2015

 

Alles Gute kommt von oben!

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Über die begrenzte Haltbarkeit von Neujahrsvorsätzen wird zu dieser Jahreszeit von jeher immer viel gejammert und gewitzelt. Der Jahreswechsel ist für viele ein Anlass, das vergangene Jahr zu überdenken, Einkehr zu halten und einen bewussten Neuanfang ins Auge zu fassen. Damit verbunden ist oftmals das drückende Empfinden, dass nicht alles in der eigenen Lebensgestaltung sich in der richtigen Weise entwickelt, manches davon womöglich sogar einer ernsthaften moralischen Prüfung nicht standhalten würde.

Dieses drückende Empfinden ist die Stimme des Gewissens, die in solchen ernsten Stunden mahnend zu uns Menschen spricht, wenn wir einmal in uns gehen und unser bis dahin gelebtes Leben prüfend betrachten. Die Stimme des Gewissens, die sich als inneres Empfinden äußert, stammt vom unterdrückten Geist, der das „Lebendige“ im Menschen ist und als solches mit allem Lebendigen und folglich auch mit den Wesen der Natur in Verbindung steht.

Viel Unglück und viel Leid für alles Lebendige entstehen aus dem herrschenden Materialismus, dem sich heute viele Menschen vorbehaltlos beugen. Dieser hängt zusammen mit einer beispiellosen Überbewertung des Verstandes, der dem Menschen als zwar nützliches Werkzeug auf seinen Erdenweg mitgegeben worden ist, der aber niemals die Stimme des Gewissens übertönen dürfte, wie es im Alltag leider viel zu oft der Fall ist.

Beispielsweise würde so mancher Mensch gern an ein Leben nach dem Tod glauben; doch müssen die meisten ehrlicherweise zugeben, dass sie im Grunde ihres Herzens daran zweifeln. Besser gesagt, es ist der Verstand, der daran zweifelt, weil sich unser „Wissen“ und unser „Bewusstsein“ nur auf den irdischen Leib beschränken, der nach dem Abscheiden bekanntlich im Grab verfault. Über den Verbleib und die Befindlichkeit der Seele vor, während und nach dem Erdenleben existieren bislang nur Glaubenslehren, aber kein Wissen, ja, es besteht landläufig sogar die Auffassung, dass man prinzipiell gar nichts darüber wissen kann.

Mit Bezug auf den Verstand mag diese Auffassung ja richtig sein, da der Verstand ein Werkzeug zum irdisch-materiellen Erkennen und Begreifen ist und Geistiges nicht zu beurteilen vermag. Da aber das eigentliche Lebendige im Menschen der Geist ist, zu dem wir kaum noch einen bewussten Zugang haben, und nicht der Verstand, der als Produkt des Gehirnes naturgemäß vergänglich ist, braucht man sich nicht wundern, wenn der nur aus dem Verstand agierende, materialistisch geprägte Mensch von heute sich von mahnenden Empfindungen bedrückt fühlt, sobald er ernsthaft einmal in sich Einkehr hält.

Ebenso wird ja auch die Natur von zahllosen feinstofflichen Wesen belebt und bewegt, die sie bewohnen, formen und hüten, und wir Menschen wissen davon so gut wie nichts, obwohl diese Wesen die selbe Welt bewohnen wie auch wir, nur auf einer feineren Ebene. Die spärlichen Einblicke in diese Welt der feinstofflichen Naturwesen (denen dieses Weblog bekanntlich gewidmet ist) verdanken wir den wenigen hellsichtig begabten Menschen, die heute noch, wie zu früheren Zeiten Priester, Medizinmänner und Schamanen, zu Brücken bestimmt und befähigt sind, die aber in materialistisch geprägten Zeiten (wie heutzutage) freilich noch weniger ernst genommen werden als noch vor Jahrtausenden. Ganz abgesehen davon, dass auch hellsichtig begabte Menschen sich selbst noch auf dem Weg ihrer eigenen Entwicklung und Vervollkommnung befinden und das, was sie sehen, in erster Linie für sie selbst Gültigkeit besitzt, sodass allgemeingültige Aussagen daraus tatsächlich erst in zweiter Linie und nur bei aller Sorgfalt abgeleitet werden dürfen. (Wenn dieser Gedanke Sie interessiert, können Sie mehr darüber nachlesen in unseren Artikeln „Wesen und Form“ vom März 2014 sowie „Wesen und Wahrnehmung“ vom Mai 2014.) –

Ein großer Elf des Meeres, den  Margot Ruis Eliamar nennt und mit dem sie seit Jahren eine Bekanntschaft pflegt, hat schon vor langer Zeit über die menschliche Problematik der einseitigen Hinwendung zum Verstand und damit auch zum Materialismus zu ihr gesprochen. In den Elfenstimmen vom Februar 2013 durften wir seine Worte zitieren. Die ausbeuterische Missherrschaft des Menschen auf diesem Planeten, die immer krasser zum Ausdruck kommt, je mehr der Mensch mit seinen fehlgeleiteten Aktivitäten gegen natürliche Grenzen stößt, und die den von der Ausbeutung besonders betroffenen Wesen in der Natur verständlicher Weise als „gieriges Habenwollen“ besonders abstoßend erscheint, hat ihren Ursprung in der menschlichen Überbewertung des Verstandes, die dem Menschen vergängliche materielle Werte als erstrebenswerter erscheinen lässt als ewige geistige Werte – hier noch einmal die Stelle zum Nachlesen:

„Die Gier ist der Moloch der dichten Welten. Sie verschlingt alles, und sie verschlingt euch! Die dichten Welten verleiten zum Habenwollen. Dies ist die Ursache allen Übels und allen Jammers auf dieser Erde.

Die Gier ist die Ursünde, nichts anderes! Da wurde das erste Mal der starke Wille, das ,ich will’, auf etwas gerichtet, um es sich einzuverleiben… ,Ich will das haben’, das heißt zugleich, niemand anderer soll es haben – das erlegte Wild, einen seltenen Stein, ein schönes Fell… eine Frau, Gold, Land… Macht und Einfluß… Länder, Reiche…

Raub und Brand, Sklaverei und Folter, Verleumdung und Verrat − auch an unseren Reichen! − Mord und Totschlag, Krieg und Verwüstung… das alles hat der Mensch in die Welt gebracht, um seine Gier zu stillen. Sie ist nie zu stillen… Der Mensch kann sie nur überwinden, sich über sie erheben.

Der Mensch, der erkennt, wer er in Wahrheit ist, löst sich von der Dichte und damit nach und nach von der Gier. Das ist der Weg. Wir wissen nicht, wie viele Menschen ihn gehen wollen. Wir können nur hoffen, daß es viele sind. Die Erde und ihre Wesen brauchen sie!“ (…)

„Begreift doch, daß ihr Geist seid – Geist, Geist, Geist! Nicht dieser Körper, der alles haben will! Geist will sein, darin liegt seine Glückseligkeit und seine Bestimmung!“ (…)

„Überdenkt eure Werte! Ändert eure Werte! Ihr habt falsche Werte. Das Nichtigste ist euch am wichtigsten!

Weckt in euch die Sehnsucht nach dem, was ihr nicht sehen könnt! Ihr habt sie alle in euch! Laßt sie wachsen!

Die Sehnsucht nach dem Ungreifbaren, Unnennbaren, Unsichtbaren − sie ist in euch allen, warum lebt ihr sie nicht?

Es ist so viel Leere in euch, weil ihr nur dem Sichtbaren, Greifbaren lebt! Nie kann dies eure Seelen wirklich glücklich machen!

Wie hängt ihr doch an den äußerlichen Werten! Sie sind das Nichtigste, erkennt es doch!

Ihr seid nicht auf diese Erde gekommen, um möglichst viel Geld zu verdienen, viele Dinge zu kaufen und andere zu beeindrucken! Eure Ziele sind ganz andere, aber ihr habt sie vergessen. Erinnert euch!

Ihr könnt euch nicht von den unsichtbaren Welten trennen, ohne zu leiden. Ihr seid selbst unsichtbare Wesen, die zwar auch einen grobstofflichen Körper tragen − aber der ist nicht euer wahres Sein! Ihr seid nicht euer Körper!

Erkennt, wer ihr in Wahrheit seid, und lebt es! Dann werdet ihr aufhören, in gedankenloser Gier das Antlitz der Erde zu verwüsten. Nicht eher.“

(Eliamar, Großer Elf des Meeres, zitiert nach: Margot Ruis, Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen, S. 52 ff. – Das Buch ist in 6. Auflage im Gralsverlag erhältlich, sowie Margot Ruis, Naturwesen und Erdheilung, Gralsverlag 2011, S. 190.)

Dreierlei können wir dieser Stelle entnehmen: Erstens, dass die Natur erfüllt ist von kleineren und größeren Intelligenzen, die uns Menschen und unser Tun beobachten. Zweitens, dass diese Wesen, von deren Existenz wir kaum eine Ahnung haben und von denen wir so gut wie gar nichts wissen, uns Menschen sehr gut kennen, vielleicht sogar besser als wir uns selbst. Und drittens, dass sie unserer Art zu leben und zu denken zwar voller Empathie, aber doch mit großer Sorge und – gelinde gesagt – starken Vorbehalten gegenüberstehen.

Bemerkenswert ist ferner, dass dieser Große Elf des Meeres in diesem Textbeispiel völlig zurecht uns Menschen ethische Vorhaltungen macht, ja, in seiner Haltung dem christlichen Gedanken weit näher steht als die von ihm gerügte Menschheit.

Wie lehrte Jesus Christus in seiner berühmten Bergpredigt:

Vom Schätzesammeln und Sorgen

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.
Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.
(…) Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?
Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?
Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“

(Mt. 6, 19-33)

Es ist meiner Ansicht nach ein grundlegendes Missverständnis, wenn – wie es manchmal geschieht – diese richtungsweisenden Aussagen Jesu Christi in einer weltfremden Art und Weise interpretiert werden, in dem Sinn, dass materielle Güter und irdischer Wohlstand prinzipiell schlecht und abzulehnen seien – im Gegenteil:

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“

Es ging Jesus nicht um das Propagieren einer selbstgewählten Armut, sondern vielmehr um die Initiative zu einer Veränderung der schon seit Jahrtausenden durch die Menschheit falsch gesetzten Prioritäten. Und diese falschen Prioritäten waren, ebenso wie sie es auch heute noch sind: Zuerst das Irdische, dann erst das Geistige. Also zuerst die durch den Verstand definierten materiellen Notwendigkeiten und Wünsche befriedigen zu wollen und erst dann (vielleicht) auch an das Geistige zu denken, also an Ethik, Moral, Gerechtigkeit, Gleichgewicht, Harmonie und Frieden etc. sowie an die Befindlichkeit der Seele. Wie wir heute deutlich sehen, hat uns diese Einstellung auf allen Ebenen an den Rand des Abgrundes geführt.

Alles Gute kommt von oben!

Was Jesus in seiner Bergpredigt also den Menschen vor 2000 Jahren in damals verständlichen, einfachen Worten und Bildern zu vermitteln suchte: Wenn ein Mensch richtig handelt, indem er bei seinem Tun den „Willen Gottes“, also geistige Gesetzmäßigkeiten beachtet, so wird ihm alles, was er dazu benötigt – auch das Irdische! –  als Geschenk gesetzmäßig zuteil! Wenn er aber ohne Rücksicht auf das „Reich Gottes“ nur nach kurzsichtigen irdischen und egoistischen Erwägungen lebt, so wird er keine Harmonie und keinen Frieden erreichen, sondern immer wieder das Zusammenbrechen des von ihm falsch Aufgebauten erleben müssen.

Als vierten Gedanken können wir also zum Zitat von Eliamar oben festhalten, dass die Naturwesen in ihrer Art und Haltung keineswegs im Gegensatz zur christlichen Lehre stehen, wie die Kirchen verunglimpfend jahrhundertelang behauptet haben und (z.B. gegenüber den religiösen Praktiken der indigenen Bevölkerung Südamerikas) teilweise bis heute noch behaupten, sondern dass im Gegenteil Christentum und Naturwesen völlig miteinander in Einklang zu bringen sind. Mehr dazu lesen Sie bitte in unserem Artikel „Saat und Ernte“ vom Oktober 2014.

Kehren wir zurück zu unseren Neujahrsvorsätzen. Das Gute an ihnen ist, dass offensichtlich vielen Menschen in der Tiefe ihrer Seele klar ist, dass sie sich in vielem ändern müss(t)en.

Mit dem Sichändern hat es aber so seine Bewandtnis und auch seine Tücken. Sich wirklich tiefgreifend zu ändern gelingt meistens nicht, wenn der Vorsatz nur mit dem Verstand gefasst wird und durchgeführt werden soll. Denn die Änderung betrifft ja wahrscheinlich nicht nur die unserem Tagbewusstsein zugänglichen Persönlichkeitsschichten, sondern zumindest teilweise auch den Geist, also das „innere Wesen“ des Menschen. Dieser innere Wesenskern ist aber mit dem Verstand gar nicht zu erreichen. Das ergibt die bereits erwähnte und nur allzu gut bekannte „begrenzte Haltbarkeit“ von Neujahrsvorsätzen.

Andererseits hört man immer wieder (wenn auch selten) Berichte von Fällen, in denen Menschen von einem Tag auf den anderen und ohne erkennbare Begleitmaßnahmen etwa das Rauchen oder Trinken aufgegeben haben oder von ihrer Drogensucht geheilt wurden. Wie ist das möglich?

Ich denke, der entscheidende Punkt wird sein, dass der Wunsch nach Änderung nicht nur vom Verstand ausgeht und dementsprechend nur oberflächlich gefasst wurde, sondern dass es sich wirklich um ein tiefgreifendes Wollen handelt, das den geistigen Kern des Menschen mit erfasst. Dem Geist des Menschen ist mit seiner freien Entschlussmöglichkeit ein mächtiges Werkzeug mit auf den Weg gegeben, wie auf diesem Weblog an anderer Stelle bereits ausgeführt worden ist. Wenn ein Mensch wirklich aus tiefster Seele ehrlich etwas Gutes will, so kann er damit Kräfte mobilisieren, die ihn alle Hindernisse mit Leichtigkeit überwinden lassen. Mehr zum Thema „der freie Willen des Menschen“ können Sie nachlesen in den Artikeln „Wesen und Geist“ vom Juli 2014 sowie „Wesen und Mensch“ vom September 2014.

Zu guter Letzt darf schließlich im Rahmen dieses Weblogs nicht unerwähnt bleiben, dass es gerade auch Wesen sind, die den Menschen bei allem guten Streben kraftvoll unterstützen können und nur zu gern auch unterstützen wollen, sobald sie eine dazu bereite Gesinnung vorfinden. Wenn ein Mensch im Gebet innig um Kraft und Beistand bittet, wird seine vertrauensvolle Bitte bestimmt nicht ungehört verhallen! Dafür sorgen geistige Helfer, die immer um uns sind, um uns beizustehen, wenn wir sie brauchen, und Heerscharen von Wesenheiten, die für jeden guten Zweck und jede Entwicklungsmöglichkeit bereitgestellt sind, sobald wir geistig die Hand ernsthaft danach ausstrecken. Da es sich bei diesen Wesenheiten nicht um Naturwesen im engeren Sinne handelt, haben wir bislang auf diesem Weblog erst eine Art davon vorgestellt; lesen Sie das Zitat von Flower A. Newhouse in unserem Artikel „Wesen und Mensch“ vom September 2014 und schließen Sie exemplarisch Bekanntschaft mit den von ihr so genannten „Engeln der Anbetung“. Außer diesen hat Flower Newhouse aber auch noch zahlreiche andere Arten von Engeln in ihren unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen beschrieben und betrachtete es als ihre vorrangige Aufgabe, den Menschen diese näherzubringen.

Obwohl Margot Ruis im Gegensatz dazu in ihren Büchern beinahe ausschließlich von Begegnungen mit Naturwesen berichtet, also Wesen, die sich mit der Formung und Erhaltung der Natur beschäftigen und deren Wirkungsfeld die Gesteine, Pflanzen, Tiere, Feuer, Luft und Wasser darstellen, beschreibt auch sie darunter ein Wesen, dessen Aufgabenbereich vorrangig mit menschlicher Inspiration und menschlichem Schaffen zusammenzuhängen scheint:

„Ich habe eine bezaubernde, kleine Freundin in Indien, die zu dieser Kategorie gehört. Sie ist kein Naturwesen im eigentlichen Sinne, sie ist ein Wesen der Musik, eine Genie. (Fußnote: Ge-ni-e, weiblicher Genius) Kennengelernt habe ich sie vor Jahren in einem Ashram in Bombay. Ich meditierte abends auf dem flachen Dach neben einem kleinen Tempel, da hörte ich plötzlich unbeschreiblich schönen Gesang. Eine hohe Frauenstimme, zart und doch voller Leuchtkraft, jubilierte sich durch die kompliziertesten Verzierungen altindischer Gesangskunst, flötete dann sehnsuchtsvoll, um sich schließlich wieder mit blühender Melodik in den Klanghimmel aufzuschwingen. Hinreißend! Die Stimme kam aus der Richtung des großen Mangobaumes neben der Dachterrasse, und da stand auf einem aus dem Stamm ragenden Vorsprung ein weibliches Wesen, etwa ein Meter dreißig groß, in einem goldglänzenden, anliegenden Gewand alten Stiles – und sang. Ich lauschte selig, bis die herrliche Sängerin ihr Lied beendete, und begrüßte sie dann. Daß sie nicht die Deva des Mangobaumes war, schien mir klar, aber wer war sie? Jedenfalls etwas besonders Kostbares! Genauso bezaubernd wie ihr Gesang war auch der Umgang mit ihr. Ein wunderhübsches Gesichtchen, strahlende, fröhliche Augen, ein perlendes Lachen – welch ein Schatz!

Sie war, was nicht überraschte, für Musik zuständig, und hier hielt sie sich auf, weil viel gesungen wurde. Als kurz darauf im großen Tempel unten die Abendandacht begann, bei der immer von Anfang bis Ende gesungen wird, war sie ganz dorthin konzentriert und unterstützte offenbar die Singenden. Später kam Gerhard herauf. „Ich muß dich jemandem vorstellen“, sagte ich. „Ja, was ist denn das Süßes?“, war seine Reaktion, als er die Genie sah. Fasziniert hörte er ihren Gesang. Wir haben sie seither oft getroffen, immer am selben Platz. Bombay war jahrelang unser Ankunfts- und Abflugsort in Indien, und wir pflegten bei dieser Gelegenheit einige Tage in dem Ashram  zu verbringen.

Meine zauberhafte Freundin verriet mir ihren Namen, und den darf ich ruhig veröffentlichen: Shakúntala. Sie ist eben eine Künstlerin, und die haben meist nichts dagegen, wenn ihr Name bekannt wird!

Als ich kurz davorstand, meine zweite CD aufzunehmen, hatte ich die Idee, Shakúntala könnte mich dabei unterstützen. Ich fragte sie, ob Raum, also Entfernung für sie ein Problem wäre. „Musik ist Raum“, war die Antwort – der Raum, in dem sie sich bewegt. Ich könne sie auch von anderswo rufen und um Hilfe bitten. Das habe ich seither mehrmals getan und hatte immer den Eindruck einer guten Verbindung und ihrer Aufmerksamkeit. Da fließt schon etwas herüber …

Shakúntala ist das einzige Wesen dieser Art, dem wir je begegnet sind.“

(Margot Ruis, Naturwesen und Erdheilung, Gralsverlag 2011, S. 166f.)

Margot Ruis ist freilich besonders begnadet mit ihrem seltenen Talent, als moderner Mensch trotzdem auch heute noch hineinblicken zu können in die Welt der Natur- und Elementarwesen, und sozusagen zu wissen, wen sie um Hilfe fragen kann. Doch auch, wer diese Gabe nicht besitzt – die Hilfe und Unterstützung der Wesen ist jedem Menschen gewiss, der in gläubigem Vertrauen darum bittet! Es ist ja im Nachhinein nicht unbedingt entscheidend, zu wissen, wie die Hilfe von „drüben“ konkret bewerkstelligt wurde, wenn einem geholfen wurde, und nach meiner Erfahrung bringt es absolut nichts, darüber nachzugrübeln oder ab Lektüre eines einschlägigen Buches mit vorgefertigten Bildern und Meinungen durch das Leben zu gehen und Hilfe genau nur in der Form zu erwarten, wie es der/die eine Hellsichtige XY in diesem einen Buch beschrieben hat. Im Gegenteil: Das wäre eher kontraproduktiv und würde zweifellos mehr schaden, als es nützen könnte, denn das würde bedeuten, die Hilfen von oben mit dem Verstand aufnehmen zu wollen … und das ist, wie bereits ausgeführt, unmöglich.

Zweifellos wäre es schön, wenn alle Menschen mit den Wesen um uns in bewusstem Kontakt stehen würden, denn wir könnten unendlich viel von ihnen lernen. Vielleicht wird ein solches „goldenes Zeitalter“ noch kommen. Doch fürchte ich, zuvor müssen wir Menschen aus eigenem Erleben heraus die falsche Richtung unserer Lebensführung erkennen, und vor allem auch ändern – und dazu ist es leider unabdingbar, in aller Schärfe mit den üblen Früchten konfrontiert zu werden, die aus unseren eigenen Gedanken, Worten und Werken gewachsen und reif geworden sind. (Mehr über „Zukunftsprognosen“ können Sie nachlesen in unseren Artikeln „Einen Blick in die Kristallkugel…“ vom Jänner 2013 sowie „Die Welt im Wandel“ vom Jänner 2014!)

Um diesen enormen Herausforderungen standhalten zu können, sie zu bewältigen und nicht daran zu zerbrechen, wird jeder von uns viel Hilfe von oben benötigen!

In seinem Buch „Im Lichte der Wahrheit“ hat Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941)  unter vielem anderen genau beschrieben, wie und woher dem Menschen im Gebet Hilfe kommen kann und wie er selbst dazu beschaffen sein muss, um ihrer teilhaftig werden zu können. Jeder und jedem an geistigen Zusammenhängen Interessierten sei daher dieses Werk zur Unterstützung bei der eigenen Suche wärmstens ans Herz gelegt.

In seinem Vortrag „Lichtfäden über Euch“ spricht Abd-ru-shin davon, dass der Mensch immer umgeben ist von Hilfen. Es sind dies von ihm so bezeichnete „Lichtfäden“, die von helfenden Wesen ausgestrahlt werden und jederzeit bereit sind, dort ihren segensreichen Einfluss zu entfalten, wo sie in einer Seele geeigneten Boden dazu finden.

„Die Fäden sind so vielseitig, daß es nichts gibt, worin der Erdenmensch und auch die von der Erde schon entfernte Seele nicht Hilfe, Stärkung, Trost und Stütze finden und erhalten könnte in dem Augenblicke, wo sein Sehnen oder Bitten darnach eine ganz bestimmte Stärke in dem wahren Wollen hat. Nicht früher; denn geformte Worte reichen allein niemals dazu aus, um die Verbindung herzustellen. Auch kein flüchtiger Gedanke.

Heißes, echtes, wahres Sehnen oder Wünschen muß es sein, ohne gedankliche Berechnung, ohne Lohnerwartung, ohne irgend etwas Eingelerntes, das doch nie so recht von Herzen oder aus der Seele kommen kann; denn dazu bindet das geformte Erdenwort bereits zu stark. Das Erdenwort kann immer nur die Richtung für das Wollen einer Seele geben, eine Straße bilden für den Weg, den die Empfindung gehen will, es darf jedoch nie alles sein sollen.

Wenn der Mensch beides nicht vereinen kann, das Wort mit seinem Wollen, wenn er zu sehr an rechte Formung seiner Worte denken muß, so ist es besser, nur zu beten und zu danken oder bitten mit Empfindung ohne Worte! Dann ist es sicher ungetrübt! Das festgeformte Wort trübt viel zu leicht und engt jedes Empfinden ein.

Viel schöner ist es und auch stärker, wenn Ihr Eure Worte dabei fallenlassen könnt und Euch an deren Stelle nur ein Bild geistig erstehen laßt, in das Ihr das Empfinden groß und rein ergießen könnt! Ihr müßt versuchen, was Euch leichter ist und was Euch nicht beengt.

Es ist dann Eure Seele, welche spricht, sobald Ihr die irdischen Worte fallenlassen könnt. Die Seele, wie sie sprechen wird, wenn sie von dieser Erde und auch aus allen Ebenen der Grobstofflichkeit abgeschieden ist; denn dann bleibt das geformte Wort zurück.“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Lichtfäden über euch!)

Viele der alten Völker kannten solche Vermittler helfender Kräfte und verehrten sie als „Göttinnen“ und „Götter“. Mit dem Siegeszug der materialistischen geprägten Verstandes-„Aufklärung“ ging dieses Wissen aber leider verloren, woran auch der dogmatische und daher falsche Einsatz an sich guter und wertvoller religiöser Lehren nicht unwesentlich beteiligt war – doch handelt es sich hier um einen Prozess, der nicht erst mit der Christianisierung vor anderthalb Jahrtausenden begann (siehe dazu unseren Artikel „Märchen, Mythen, Göttersagen“ vom April 2013), sondern die Bindung an den Verstand und damit an bestimmte vorbereitete Riten und Worte setzte bereits wesentlich früher ein.

„Die Fäden sind die Ausstrahlungen vieler wesenhafter Mittler, welche Euch in ihrem Wirken noch nicht recht vertraut geworden sind, die aber schon von alten Völkern gut gekannt wurden. (…)

Sie wurden von den alten Völkern einst als Göttinnen und Götter bezeichnet, weil diese Menschen damals noch nicht weiter schauen konnten und die Mittlerinnen dieser Strahlungen schon als die eigentlichen Ausgangspunkte dachten und sie deshalb für die Höchsten hielten, die es gab (…)

Es sind also ganz verschiedenerlei Arten solcher Fäden. Sie haben ihren Ursprung in der Ausstrahlung der betreffenden Wesen, die die von dem jeweils höher befindlichen Mittler weitergegebene Kraft aufgenommen haben und wieder weitergeben, wobei eine Veränderung in dem Durchströmen sich vollzieht, wodurch die Strahlung der Art angepaßt wird, auf die sie abwärtsführend dann als nächste trifft.

Aus diesen Fäden können Erdenmenschen Stärkungen erhalten für jede Tugend und für jedes gute Wollen! Zu jeder Zeit; denn diese Fäden hängen immer über Euch, bereit und abwartend, daß Ihr Verlangen darnach habt.(…)

Durch sie kann jeder Erdenmensch alles erhalten, wenn er nur in Reinheit sich nach etwas davon sehnt. Die Keuschheit, welche allerdings ganz anders ist, als Menschen sich erdachten, die Treue, Fruchtbarkeit, Wahrhaftigkeit, die Anmut, die Bescheidenheit, den Fleiß (in dem Gesetze der Bewegung schwingend) und vieles mehr. Für jedes einzelne ist eine Mittlerin für alles Weibliche verkörpert, wie es auch Mittler gibt für alles Männliche, zum Beispiel für die Kraft, den Mut, die Unerschrockenheit, Gewandtheit, echtes, reines Herrentum und alles andere, welches zu nennen hier nicht nötig ist, weil ich Euch nur ein ungefähres Bild davon entwickeln will zu besserem Verstehen dessen, was ich heute gebe.

Von jedem dieser Mittler, die durch Spaltungen der Einzelteile nötig wurden, gehen diese Fäden aus, die ich Euch schildere. Und jeder dieser Mittler hat auch wiederum sehr viele Helfer, welche um ihn sind und in den Ausstrahlungen sich betätigen. Es ist ein frohes Wogen, das in allem diesem Wirken liegt!

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Lichtfäden über euch!)

Auf antiken Abbildungen kann man heute noch sehen, wie sich die alten Kulturvölker ihre Götter und Wesen bildhaft vorstellten. Sicherlich wird vieles davon keiner lebendigen Wahrnehmung entspringen, sondern künstlerischer Überlieferung und Konvention. Trotzdem finden wir es beeindruckend, sich die Fülle und Vielfalt an verschiedensten Wesen und personifizierten Naturkräften einmal zu vergegenwärtigen. Sie gehen weit über das hinaus, was landläufig unser Schulwissen unter griechischen und römischen Göttern versteht. Einen schönen Einblick dazu bietet die Webseite http://www.theoi.com.

Lassen Sie sich inspirieren!

Der Elfenfreund                                                                    im Jänner 2015

 

Saat und Ernte

Wann immer ein Samenkorn auf feuchte, fruchtbare Erde fällt, – und wie oft ereignet sich das weltweit jeden Tag! – geschieht ein Wunder, das die Wissenschaft bei aller Klugheit nicht erklären kann: Die Lebenskraft regt sich, das Korn beginnt zu keimen.

Saat und Ernte: Zwischen diesen beiden Begriffen liegt das weite Wirkungsfeld der Wesen, denen dieses Weblog bekanntlich gewidmet ist.

„Beim Energieaustausch zwischen Sonne und Pflanze sowie Erde und Pflanze spielt die Elfe eine entscheidende Rolle. Sie vermag beide Ströme zu beeinflussen, besonders den Energiestrom der Sonne. Sie ist in der Lage, sie zu verzögern und zu beschleunigen und kann dort Energien hinzufügen, wo sie es für notwendig erachtet. Sie versetzt sich zunächst mit der Pflanze in Gleichklang, indem sie ihren Herzrhythmus der Pflanze anpasst. Sie verharrt und beurteilt, was sie zu tun hat. Dann begibt sie sich ans Werk. Sie springt und hüpft um die Pflanze und berührt sie mit ihren Lichtstrahlen, welche aus ihren Händen in die Energieströme der Pflanze fließen. Auf diese Weise trägt sie zum Pflanzenwachstum bei. Obwohl sie vorgenannten Aspekt im Auge behält, liegt ihre Hauptpflicht darin, der Pflanze unter den bestehenden Bedingungen zum größtmöglichen Wohlbefinden zu verhelfen.

Nachdem sie die ihrer Meinung harte Arbeit beendet hat, entfernt sie sich von der Pflanze, schlägt vor lauter Lebensfreude einen oder zwei Saltos in die Luft und vertreibt sich auf angenehme Weise die Zeit. Danach nimmt sie erneut ihre Arbeit auf.

Man mag fragen, ob Pflanzen ohne diese Hilfe wachsen würden. Ganz sicher ja, doch der Eingriff der Elfen (und was das betrifft, die Pflege der Menschen) machen den Unterschied zwischen kümmerlicher und prächtiger Pflanze aus.

Pflanzen wachsen aus innerem Lebens- und Fortpflanzungsdrang, was dem Hauptanliegen der Natur entspricht. Die Unterstützung der Elfen ist so wichtig für die Pflanze wie das Pflügen für das Kornfeld. Warum sollten wir den Erklärungen der Elfen keinen Glauben schenken? Sie weiß, dass ihre Arbeit eine wichtige Aufgabe darstellt und nimmt sie auf ihre Weise ernst. Sie fühlt sich für die Entwicklung der Pflanze verantwortlich und verspürt fast so etwas wie mütterlichen Stolz über ihre Leistung. Außerdem ist sie verpflichtet, Ergebnisse vorzuweisen, welche von einer ihr höher stehenden Elfe beurteilt werden, die in Zeitabständen erscheint, um festzustellen, wie die Dinge sich entwickeln.

Es ist erstaunlich, wie vielseitig diese Arbeit ist. Ich sah sogar in Treibhäusern Elfen, welche sich um die ganz winzigen Pflanzen bemühten. Es handelte sich um eine viel kleinere Art, doch die von ihnen verrichtete Arbeit entspricht der gleichen Ordnung.

(…) Jede Elfe hält sich in der Nähe der Pflanze auf, deren Pflege ihnen obliegt und ist bemüht, jegliches „Unwohlsein“ sofort zu entdecken und Abhilfe zu schaffen, so wie ein Arzt, der nach seinen Patienten schaut. Diese Betreuung erfolgt nicht mit ernster Miene. Elfen umschweben die Blumen, wenn diese gut gedeihen und sie mehr als zufrieden mit ihnen sind. Sie tun ihre Gefühle kund und verweilen oft bei einer Blume, umhegen und pflegen sie, als ob sie ihr Baby wäre und schenken ihnen viel Zuneigung. Es ist bezaubernd, dies anzusehen.“

(Aus: Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. Aquamarin Verlag, 3. Auflage 1995, S. 43ff. und 80f. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.)

Saat und Ernte: Jetzt ist die Zeit im Jahr, wo in den Gotteshäusern und Tempeln unserer Breiten Erntedank gefeiert wird.

Feiern Sie mit!

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, dekorieren Sie ein Tischchen, ein Fensterbrett oder eine Kommode mit Blättern, Früchten und Gemüse, entzünden Sie eine Kerze, sprechen Sie vielleicht ein paar kurze Worte des Dankes oder singen Sie ein Lied – und lassen Sie, wenn möglich, Kinder mit dabei sein! Sie werden sehen, wie einfach und wie natürlich diese offen sind für derart Rituale, so dass es richtig ansteckt  … und sich zu freuen ist schließlich nicht nur die einfachste, sondern auch die schönste und zugleich beglückendste und tiefste Art, Danke zu sagen!

An dieser Stelle möchte ich mit der werten Leserschaft dieses Weblogs ein paar Worte des Dankes an diejenigen Wesen teilen, die zumindest zeitweise in meinem eigenen kleinen Garten nach dem Rechten sehen, und zu diesem Zweck eine Geschichte erzählen, die ich dort erlebt habe – einen reinen Tatsachenbericht:

Das Pfirsichbaum-„Wunder“

Pfirsich1 klein

Saat und Ernte: Zu Erntedank feiert auch unser kleines „ElfenWirken“-Weblog Geburtstag!

Der erste Artikel ging am 7. Oktober 2012 „on air“, also ans Netz, hinaus in den elektronischen Äther des Internet.

Unser Anliegen ist es, den Gedanken an feinstoffliche Wesenheiten in der Natur – und nicht nur dort! – möglichst sachlich, umfassend und wirklichkeitsnah zu thematisieren, zu entwickeln und zu verbreiten.

Wir wollen dem herrschenden Materialismus in unsrer Gesellschaft ein zeitgemäßes, zukunftsfähiges Weltbild entgegensetzen oder wenigstens dazu beitragen, dass ein solches gefunden werden und sich etablieren kann! Wir glauben, dass die Zeit reif dazu ist.

In Wirklichkeit ist ja das materialistische „wissenschaftliche“ Weltbild bei weitem nicht in der Lage, alle Phänomene stimmig zu erklären. Erst dieser Tage ging beispielsweise folgende Meldung durch die Medien: Laut den Berechnungen einiger Wissenschaftler besteht das Universum zu 80 % aus „dunkler Materie“.

Der Begriff der „dunklen Materie“ geht auf die 1930er Jahre zurück und bedeutet im Wissenschaftsjargon Materie, die man nicht sehen kann. Mit anderen Worten: Das Universum verhält sich nach den exaktesten und feinsten Beobachtungen, die heute möglich sind, gravitativ in einer Art und Weise, die nicht erklärbar ist, wenn man nur die sichtbare Materie zur Berechnung heranzieht.

Es geht mir mit diesem Hinweis natürlich weder darum, eine neue wissenschaftliche Theorie auf-, noch eine bestehende in Frage zu stellen, denn dazu müsste ich alle diese Berechnungen ja erst einmal verstehen, wozu ich Elfenfreund mich weder in der Lage noch berufen fühle.

Nehmen wir es darum einfach als ein Bild und lassen wir es noch einen Moment auf uns wirken:

80% aller (energetisch wie auch mathematisch) wirksamen Materie ist selbst für feinste Sensoren unsichtbar, sagen heute schon namhafte Wissenschaftler … das ist als Bild genommen genau das, worum es auch auf diesem Weblog geht: um Materie, die man (normalerweise) nicht sehen kann, und die darin wirkenden Kräfte, mit denen man zwar rechnen, aber die man (normalerweise) nicht persönlich von Angesicht zu Angesicht kennenlernen kann, eben die Natur- oder Elementarkräfte.

Derzeit verzeichnet unser kleiner Natur- und Elementarwesen-Blog immerhin bereits an die 7000 Zugriffe im Monat – das ist freilich nur ein Tropfen in Relation zum breiten „Mainstream“, der in andere Richtungen fließt, aber wollen wir doch an die Zukunft glauben … bis jetzt sind die Zahlen Monat für Monat kontinuierlich nach oben gegangen.

Immer mehr Menschen heute geben sich mit der üblichen Beschränkung auf das Materielle nicht mehr zufrieden und sind offen sind für eine Erweiterung des Weltbildes. Wir jedenfalls freuen uns sehr über das rege Interesse und haben daher zum 2. Geburtstag unseres „ElfenWirkens“ einen Newsletter eingerichtet. Wenn Sie möchten, melden Sie sich an … Sie werden dann über Neuigkeiten auf unserer Seite regelmäßig informiert. Und wenn Ihnen unser kleiner Weblog gefällt, dann empfehlen Sie ihn doch bitte weiter!

Saat und Ernte – In den vergangenen zwei Jahren haben wir aus verschiedenen Quellen eine Fülle von Informationen über Natur- und Elementarwesen auf diesem Weblog „ausgesät“. In den ersten Artikeln waren dabei unsere hauptsächlichen Informationsquellen Margot Ruis und ihr Mann Gerhard Kogoj, mit denen zunächst eine Kooperation bestand. Als diese nach 6 Monaten im Mai 2013 von den beiden aufgekündigt wurde, nützten wir die Gelegenheit für eine  Öffnung und eine breitere inhaltliche Ausrichtung, die wir schon von Anfang an angestrebt hatten.

Unser Anliegen ist es ja, den Naturwesen-Gedanken in unsere westlich orientierte Gesellschaft zu tragen, wo er bislang leider nur sehr schwach verankert ist. Nach unserer Überzeugung ist es zu diesem Zweck notwendig, eine breite Palette von Texten anzubieten dabei und nicht nur die östlich geprägte, sondern auch die westliche Denkweise und Weltsicht zu berücksichtigen.

So sind wir beispielsweise der Ansicht, dass der Naturwesen-Gedanke problemlos auch mit dem Christentum vereinbar ist, auch wenn er bislang damit wenig in Verbindung gebracht wird.

Ich Elfenfreund bin ja leider bei weitem nicht so belesen, als dass ich eine erschöpfende Darstellung der gesamten Naturwesen-Literatur in ihrer ganzen Breite und Tiefe geben und die weltanschaulichen Hintergründe der jeweiligen Autorinnen und Autoren einzuordnen wüsste. Denn, wie wir in unseren Artikeln „Wesen und Form“ vorm März 2014 sowie auch „Wesen und Wahrnehmung“ vom Mai 2014 zu zeigen versuchten, beeinflusst nach unserer Überzeugung in diesen feinen und feinsten Bereichen der menschlichen Wahrnehmung die Art der Sichtweise das Sehen, d.h. der hellsichtige Mensch ist in seiner Wahrnehmung der „jenseitigen“ Welt geprägt von seinem eigenen Weltbild und seinen Anschauungen, die er sich im Laufe der Zeit erworben hat.

„Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“, könnte man mit einem volkstümlichen Sprichwort bildhaft diese Besonderheit in der Wahrnehmung astraler Welten umschreiben, oder man könnte auch hier das Bild von Saat und Ernte bemühen: Je nachdem, auf welche Art und Weise ein Mensch geistig seine Umgebung individuell lebendig strukturiert und gestaltet, je nachdem, wie die „Innenwelt“ eines Menschen beschaffen ist, in der wie in einem Garten seine eigenen Gedanken und Einstellungen wachsen und gedeihen, so werden auch die Eindrücke beschaffen sein, die er aus der „Außenwelt“ durch seine individuellen Filter hindurch erfahren kann.

Wenn ich also die mir bekannte Literatur über Natur- und Elementarwesen revuepassieren lasse, so scheint es mir, dass ich dabei verschiedene Richtungen bzw. Zugänge zum Thema „Naturwesen“ unterscheiden kann. Bestimmt haben alle diese Zugänge ihre Berechtigung und sind für Menschen wertvoll, denen sie helfen, Sinn im Leben zu finden und ihrer Existenz eine Richtung zu geben. Es soll daher mit diesem versuchten Überblick kein Werturteil verbunden und auch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben sein.

Da wäre einmal die Sichtweise der Anthropologen, die Erfahrungen von Naturvölkern sammeln und sich mit Schamanismus befassen. Wolf-Dieter Storl wäre ein prominenter Vertreter dieser Richtung. Die Beschäftigung mit dem Naturwesenthema auf dieser Stufe hat den Charme unverbrauchter Authentizität, allerdings meist um den Preis einer fehlenden elaborierten Kosmologie, die auch die komplexen Phänomene des menschlichen Zusammenlebens in einer modernen Hochzivilisation erklären könnte.

Das vermögen eher die Religionen der uralten Hochkulturen, vor allem in Asien, die teilweise heute noch, ebenso wie schon vor Jahrtausenden, Naturwesenheiten verehren. Man denke etwa an den Hinduismus und den Buddhismus in ihren vielfältigen Ausprägungen, um nur die bekanntesten zu nennen. Da diese Religionen weniger auf Offenbarung (wie z.B. Christentum, Judentum und Islam) als auf individuelle geistige Erfahrung und Erkenntnis ausgerichtet sind, ist es naheliegend, dass dort das Streben nach Erkenntnis der jenseitigen Welt und eben auch der darin wirkenden „Devas“ (leuchtenden Wesen) einen höheren Stellenwert besitzt und verbreiteter ist als  in Europa, wo die Interpretation und Auslegung von Offenbarungsschriften stärker im Vordergrund stand. An den Erfahrungsschatz östlicher Religionen knüpfen viele heutige Naturwesen-Proponenten an, so etwa auch Margot Ruis und Gerhard Kogoj, die ebenfalls durch schamanische Praktiken ihre ersten bewussten Erlebnisse mit der elementaren Welt machten.

Aber natürlich gab es auch in Europa „sehende“ und (bis zu einem gewissen Grad) wissende Menschen! Von den Religionen der Griechen und Römer ist manches, von den Kelten und Germanen weniges schriftlich überliefert. Im Gegensatz zu Asien ist hierzulande jedoch nichts davon lebendig geblieben, mit Ausnahme einiger mehr oder weniger stark verunstalteter Bruchstücke im Brauchtum und in der volkstümlichen Überlieferung (Märchen), weil durch die Christianisierung alles das überlagert, verboten und sogar mutwillig zerstört wurde. Über die bedauerlichen Fehler, die bei der Christianisierung und Missionierung gemacht wurden, haben wir ja ausführlich berichtet im Artikel „Märchen, Mythen, Göttersagen“ vom April 2013. Auch an die religiösen Vorstellungen von Kelten und Germanen versuchen manche schamanisch und anthropologisch orientierte ProponentInnen heute anzuknüpfen.

Wirklich bemerkenswert in dem Zusammenhang finde ich den Umstand, dass auch in der Zeit der schlimmsten Ächtung und Verfolgung durch die katholische Kirche in Europa immer wieder Personen hervortraten, die den Elementarwesen-Gedanken in aller Deutlichkeit vertraten und ihn sogar schriftlich niederlegten. Man denke etwa an den streitbaren Doktor und genialen Arzt, Alchemisten, Astrologen, Mystiker, Laientheologen und Philosophen Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493 – 1541).

Dass der unkonventionelle Gelehrte die Elementarwesen wirklich selbst wahrgenommen hat, steht für mich außer Frage. Seine wissenschaftliche Abhandlung über sie (Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus) ist aber heute wohl nur noch vor dem Hintergrund seiner Zeit und Gedankenwelt verständlich. Mir ist kein aktueller Naturwesen-Proponent bekannt, der dem von Paracelsus damals beschrittenen Weg heute folgen würde.

Einer, dem ich Elfenfreund es allerdings zutraue, dass er sich mit Paracelsus seriös befasst hat und dass seine Meinung zu diesem genialen Außenseiter fundiert ist, ist der slowenische Land-Art-Künstler und Geomant Marko Pogacnik. In seinem Buch „Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele“ schreibt er über Paracelsus:

„Das erste Buch der abendländischen Kultur, das die verschiedenen Arten von Elementarwesen in ein ganzheitliches System einordnet und von ihren Eigenarten erzählt, heißt „Von den Nymphen, Sylphen, Pygmäen und Salamandern und den übrigen Geistern“. Es wurde von Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, verfasst und erschien erst 1589, 48 Jahre nach dem Tod des berühmten Arztes, Naturforschers und Theosophs (…)

Paracelsus‘ Konzept betrachtet die Elementargeister als eine dem Reich der menschlichen Seele gleichwertige Entwicklungslinie. Er spricht von zwei Urgeschlechtern, von denen das eine, die Menschen, „von Adam stammen, die anderen, die Naturgeister, aber nicht“. Doch betont Paracelsus immer wieder, dass die Elementarwesen deswegen nicht als Dämonen oder als Teufelsgeschlecht anzusehen seien, da sie in der unvorstellbaren Vielfalt der göttlichen Schöpfung ihren Ursprung hätten.

Um die Gleichwertigkeit der Naturgeister mit den Menschen zu belegen und die Elementarwesen von den „Teufelsgeschöpfen“ zu unterscheiden, beschreibt der Autor die Elementarwesen in einer stark anthropomorphisierten Gestalt, die ich anhand meiner Beobachtungen nicht nachvollziehen kann, obwohl ich glaube, dass sie wirklich die Fähigkeit haben, solche Gestalt anzunehmen. (…) Paracelsus behauptet sogar, dass „sie Blut, Fleisch und Gebein haben, dass sie Kinder gebären, fruchtbar sind, dass sie reden, essen, trinken und wandern“, alles Dinge, die die als Dämonen bekannten Geistwesen nicht vermögen. Jedoch seien alle diese Eigenschaften der Naturgeister nicht in der Materie manifestiert wie beim Menschen, sondern auf einer feinstofflichen Ebene.

Ich sehe Paracelsus‘ Traktat als einen – angesichts der Inquisition tapferen – Versuch, die reiche Überlieferung des Mittelalters zum Thema Elementarwesen auf eine quasi wissenschaftliche Weise vor der verstandesmäßigen Verleugnung durch die Aufklärung zu bewahren. Zudem weiß ich die Systematik zu schätzen, die er mit seinem Werk begründete: Er untergliederte die Naturgeister in vier Bereiche und ordnete sie je einem der vier klassischen Elemente zu. Die Wesenheiten des Wassers nennt er die Nymphen, die der Luft die Sylphen, die Erdgeister Pygmäen (von griechisch pygmaios = eine Spanne hoch; Bezeichnung für ein Heinzelmännchen) und die Geister des Feuers Salamander. Auch in meinen Beobachtungen fand ich die Zugehörigkeit der einzelnen Elementarwesen zu einem der vier Elemente der Naturschöpfung bestätigt.“

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. AT Verlag, 2009, S. 54f. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Paracelsus, dem es demnach in seiner berühmten, aber dennoch wenig rezipierten, weil unverstandenen Schrift vordringlich darum ging, die Elementarwesen vor den Lehren der Kirche zu rehabilitieren und sie von den Dämonen zu unterscheiden und abzugrenzen, um ihre dogmatische Ächtung durch die Priesterschaft zu bekämpfen, gilt als Vertreter der im späten 15. Jahrhundert (als Gegenbewegung zur Theologie) begründeten abendländisch-christlichen Theosophie. Diese unterscheidet sich von der „trockenen“ Theologie dadurch, dass religiöse Erkenntnisse durch individuelle mystische Erfahrung angestrebt werden.

Nicht zu verwechseln mit der abendländsch-christlichen Theosophie ist allerdings die  völlig losgelöst davon auf dem Boden des neuzeitlichen Okkultismus und
Spiritismus entstandene Theosophische Gesellschaft, die den Begriff Theosophie neu definierte und  ihn prinzipiell nur noch für die aus alten östlichen Quellen schöpfenden Lehren der Theosophischen Gesellschaft verwendete. Gegründet wurde die Theosophische Gesellschaft 1875 in New York u.a. von der sehr umstrittenen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky.

„Bei der aus östlichen Quellen schöpfenden Theosophie Blavatskys handele es sich Helmut Zander zufolge um die erste nichtchristliche Religionsgründung nach der Antike in Europa. Gemäß dem Philosophen Ernst Bloch habe diese ‚theosophische Kolportage (…) mit den christlichen Mystikern alter Zeit nicht einen einzigen Punkt ernstlich gemein.‘ (…)

Blavatskys Theorien fußen auf ihrer abendländisch geprägten Rezeption der hinduistischen Tradition. Sie bezieht sich in ihren Auslassungen auf weise Lehrmeister und besonders auf das von ihr erfundene Buch des Dzyan. (…) Das letzte Ziel des Menschen müsse die „Selbstvergottung“ sein, das Verschmelzen mit dem „absoluten Bewußtsein“. Dazu duchlaufe die sich entwickelnde Menschheit sieben „Wurzelrassen“ Die Menschen der siebten Wurzelrasse würden zu Göttern werden, die über Planeten regieren. Unser Universum sei nur eines unter unendlich vielen, die zyklisch erschienen um nach Billionen von Jahren wieder zu verschwinden.“

(Quelle: Wikipedia, Stichwort „Theosophie“)

Obwohl es in der Theosohische Geselllschaft infolge zahlreicher Skandale und  Schwindeleien bis hin zu zumindest einem Fall nachgewiesenen schweren Betruges sowie Streitigkeiten um die Besetzung der zu vergebenden Ämter mehrmals zu Spaltungen und Neugründungen von Theosophischen Gesellschaften kam, die sich von den ursprünglichen Zielsetzungen mitunter weit entfernten, übte sie doch einen beträchtlichen Einfluss aus auf nachfolgende esoterische Bewegungen.

Zahlreiche namhafte Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler des ausgehenden 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts standen in Verbindung mit einer Theosophischen Gesellschaft oder waren Mitglieder, so dass der Theosophischen Bewegung ein bedeutender Anteil an der Entwicklung des Geisteslebens der damaligen Zeit gegeben werden kann. Namhafte Proponenten des Naturwesen-Gedankens, die wir auch auf diesem Weblog immer wieder zitieren und die im Umfeld einer Theosophischen Gesellschaft zu sehen sind oder deren Gedankengut nahestehen, wären etwa Dora van Gelder-Kunz oder auch Erla Stefansdottir.

Auch Rudolf Steiner stand anfangs der Theosophischen Gesellschaft nahe, bis er sich von ihr abwandte und die Anthroposophische Gesellschaft begründete. Auch von Rudolf Steiner und seiner Anthroposophie gingen und gehen im Zusammenhang mit der Naturwesenthematik wesentliche Impulse aus, die bis heute Wirksamkeit zeigen. Vor dem Hintergrund seiner Kosmologie ist etwa die Arbeit heutiger Persönlichkeiten wie Marko Pogacnik, Ursula Burkhard und anderer zu sehen.

Wie ich Elfenfreund an anderer Stelle auf diesem Weblog bereits ausgeführt habe, bin ich selbst als langjähriger Waldorflehrer einigermaßen orientiert über die Lehren Rudolf  Steiners (siehe dazu den Artikel „Elementarwesen und Erdseele“ vom Dezember 2013und kann mir auch ein ungefähres Bild machen von der durch die Theosophische Gesellschaft propagierten Kosmologie. Vielleicht wird es möglich sein, im Rahmen dieses Weblogs hier und da einmal ein Streiflicht auf den einen oder anderen Gedanken zu werfen; im Detail werden wohl aber nur diejenigen Randgebiete erörtert werden können, die mit dem Naturwesen-Gedanken im engeren Zusammenhang stehen.

Mir selbst hat sich das weite Feld der Elementar- und Naturwesen aber über keinen der hier in aller Kürze skizzierten Zugänge erschlossen, sondern durch ein Werk, das von allen existierenden Lehrgebäuden und Kosmologien ganz unabhängig zu sehen ist und eine für sich völlig eigenständige Richtung darstellt.

Abd-ru-shin zufolge (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), der über sich selbst einmal geschrieben hat, dass er mit seinen Schriften „in den Fußstapfen des Gottssohnes“ Jesus Christus gehe, also inhaltlich genau an dessen gleichnishafte Erklärungen von vor 2000 Jahren anschließe, nur in einer der heutigen Zeit angepassten Sprache, sind Wesen als die treibende Kraft hinter jeglicher Formbildung zu betrachten. 

Meiner Meinung nach ist schon diese Aussage kennzeichnend für die besondere Bedeutung der Schriften Abd-ru-shins für unser Thema: Er stellt ganz bewusst in den Mittelpunkt seiner Ausführungen nicht so sehr die detaillierte Schilderung der jenseitigen Bereiche, sondern er erklärt die Zusammenhänge und begründet diese mit einer Folgerichtigkeit und einer allumfassenden Weite der Sichtweise und des Wissen, die ich anderswo nirgends finden konnten. Dass die Schriften Abd-ru-shins bis heute so wenig rezipiert werden, halten wir geistesgeschichtlich angesichts der dadurch brach liegenden, ungenützten Entwicklungsimpulse für einen unhaltbaren Mangelzustand, dem unserer Ansicht nach schleunigst abgeholfen werden muss.

So manche/r Leser/in wird sich vielleicht an dieser Stelle daran stoßen, dass hier eine Verbindung vom Naturwesen-Gedanken zu Jesus Christus hergestellt werden soll. Tatsächlich ist ja in der Bibel kein einziger diesbezüglicher Ausspruch Jesu an seine Jünger überliefert.

Man muss sich allerdings die Situation vor 2000 Jahren vergegenwärtigen, als alle Kulturvölker der Erde Naturwesenheiten kannten und sie sogar als „Götter“ verehrten!

Alle, mit einer einzigen Ausnahme – des Volkes der Juden!

Damit möchte ich Elfenfreund nicht ausdrücken, dass die Juden keine Naturwesenheiten gekannt hätten. Es gibt mehrere Stellen in der Bibel, die im Gegenteil zeigen, dass auch das jüdische Volk sehr wohl die elementare Welt als von persönlichen Kräften beseelt erlebte – man denke etwa an Psalm 104,4 wo es heißt:

„…der du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern…“,

abgesehen von den vielen Engelserscheinungen, von denen in der Bibel an verschiedener Stelle explizit berichtet wird.

Doch im Unterschied zu allen anderen Völkern der Erde verehrten die Juden diese Wesen nicht als Götter, sondern sie wussten von einer höheren Macht, die Menschen und auch alle Wesen erschafften hatte: Der EINE, unsichtbare Gott, der nicht in Tempeln wohnte und nicht mit Standbildern dargestellt und verehrt werden konnte, von dem man sich überhaupt kein Bildnis machen durfte. Dieser Gott hatte sich Abraham und Moses geoffenbart, durch den Glauben an diesen Gott wussten bzw. glaubten sich die Juden allen anderen Völkern überlegen … und auf diesen Gott, den er im Gebet revolutionär mit „Abba“, also gewissermaßen „Papa“ oder „Vati“ ansprach, bezog sich Jesus von Nazareth in seinen Unterweisungen, die er den Jüngern angedeihen ließ: Um den Menschen, die bisher nur einen „gerechten, strengen“ Gott gekannt hatten, der die Einhaltung von „Geboten“ verlangte und bei Nichteinhaltung durch Moses strenge Strafen eingesetzt hatte, um diesen Menschen nun ein Wissen und ein Verständnis für die Liebe Gottes zu bringen, war Jesus auf Erden überhaupt geboren worden. Sein Hauptanliegen konnte darum nicht darin bestehen, den Jüngern theoretische Belehrungen über elementare Wesenheiten zu erteilen, über die auch andere Völker dieser Zeit hinreichend gut Bescheid wussten.

Dass er selbst selbstverständlich die Natur als persönlich-wesenhaft wahrgenommen und erlebt hat, daran besteht für mich überhaupt kein Zweifel. Wenn man die Bibel genau liest, erkennt man unschwer, dass Jesus seinen Jüngern auch im Zusammenhang mit der elementaren Welt Unterweisungen erteilt hat … wenn er auch nicht theoretisch darüber referiert haben mag:

Die Stillung des Sturms
Und es begab sich an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns über den See fahren. Und sie stießen vom Land ab.

Und als sie fuhren, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel über den See und die Wellen überfielen sie, und sie waren in großer Gefahr.

Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es entstand eine Stille.

Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er und sie sind ihm gehorsam.

(Lukasevangelium, Kapitel 8, Verse 22-25. Aus der Luther-Übersetzung, Ausgabe 1984)

Oder nehmen wir eine andere sehr bekannte Episode, ebenfalls aus dem Lukasevangelium:

Der Fischzug des Petrus
Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth

und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.

Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!

Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen.

Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken.

Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.

Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten,

ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.

Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

(Lk 5, 1 – 11)

Wasser oder Luft zu „bedrohen“, wie es der Evangelist Lukas überliefert (ganz ähnlich berichten über das Ereignis übrigens auch Matthäus und Markus, letzterem zufolge soll Jesus dabei auch die Worte ‚Schweig und verstumme!‘ gesprochen haben) ergibt nur Sinn, wenn man in Wind und Wellen ein intelligentes Wesen wahrnimmt, das „Drohungen“ oder Worte verstehen kann. Ebenso wird der Umstand, dass ein Zimmermannssohn über Fischbestände und deren Schwarmzüge im See Genezareth besser Bescheid gewusst haben soll als ein erwerbsmäßiger Fischer, wesentlich plausibler und bleibt gar nicht so ein besonderes Mirakel, wenn man sich vorstellt, dass freundliche Wasserwesen an dieser „Lektion“ Jesu an die Menschen mitgewirkt haben könnten.

Es ging Jesus also nicht in erster Linie darum, seinen Jüngern das Wirken der Elementarwesen in der Natur zu erklären. Er hatte eine viel höhere Aufgabe und wusste, dass ihm nicht viel Zeit bleiben würde, um diese zu erfüllen. In den drei Jahren, die Jesus lehrte, bevor seine Lehren den Menschen und namentlich den Priestern so unangenehm wurden, dass sie ihn verleumdeten und dann töten ließen, war für solche „Nebensächlichkeiten“ keine Zeit!

Wenn also Jesus mit einer Gebärde den Sturm bezwang oder durch ein Wort zu einem reichen Fang verhalf, so zeigte er damit seinen Jüngern, dass der Gott, von dem er lehrte, über den Wesenheiten der Natur stand, die ihm dienten.

Mit der leicht vorwurfsvolle Frage „Wo ist euer Glaube?“ wollte Jesus also meiner Meinung nach nichts anderes ausdrücken, als dass die Jünger Gott, den Jesus ihnen nahebringen wollte, noch nicht richtig kennen gelernt hatten, da wahrhaftige Gottesdiener, denen Gottes Liebe richtig bewusst geworden ist, von den Elementen nichts zu fürchten hätten.

Saat und Ernte!

Seit jeher wird dieser Begriff auch im metaphorischen Sinn gebraucht, als Bild für Ursache und Wirkung.

„Was der Mensch säet, das wird er ernten“,

schreibt etwa im wohl bekanntesten Literaturbeispiel der Apostel Paulus an die Galater, und da er diesem Satz die Worte „Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten“ vorangesetzt hat, ist klar, dass es ihm dabei nicht vorrangig darum geht, dem Nährstand Nachhilfe in Sachen Anbau von Feldfrüchten zu geben, sondern dass er sich an jedermann/frau richtet und den Begriff von „Schuld und Sühne“ damit meint.

In unseren Artikeln „Wesen und Geist“ vom Juli 2014 und „Wesen und Mensch“ vom September 2014 haben wir uns auf bereits sehr weit fortgeschrittenem Niveau darüber Gedanken gemacht, was der Begriff „Wesen“ eigentlich beinhaltet. Wir erwähnten die Wahlmöglichkeit des Menschen und den damit zusammenhängenden „Freien Willen“, den das Wesen nicht besitzt. Schuld und Sühne sind daher ein menschliches Spezifikum, was auch der Volksmund ganz richtig ausdrückt mit der (bereits aus römischer Zeit stammenden) Redensart „Irren ist menschlich“.

Den Vorgang der Aussaat kann man sich im Zusammenhang mit Schuld und Sühne so vorstellen, dass jeder Mensch mit jedem Gedanken, jedem Wort und jeder Handlung energetische Formen oder „Schwingungen“ in die astrale Welt aussät, die mit ihm immer verbunden bleiben. Diese Formen sind aber wie Samenkörner, die Lebenskraft enthalten. Von Wesen betreut und gepflegt, nicht anders als Samenkörner in einem Acker oder Garten, keimen sie, wachsen und entwickeln sie sich im Verborgenen, ihren Erzeugern meist gar nicht bewusst, obwohl Energieströme von diesen Formen ständig auf die Urheber zurückfließen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Urheber noch auf der Erde lebt oder schon auf einer Ebene im Jenseits, oder vielleicht schon wieder in einer erneuten Verkörperung auf Erden! Erst die Zeit der Reife bringt dann die Ernte mit sich, indem die Schwingungsformen sich verdichten und manifestieren, wo immer ihr Urheber sich auch zu dem Zeitpunkt aufhalten mag. Fällt diese Zeit der Ernte in ein Erdenleben, so ist klar, dass die Rückwirkung über Kanäle des Erdenkörpers erfolgt wie dessen Sinnesorgane und Nervenleitungen, und dass unter Umständen bereits auch die Umstände der Geburt sowie das familiäre Umfeld, in das sie erfolgt, im Zusammenhang mit den rückläufigen zur Ernte reifen Energieformen gesehen werden können.

„In den Fußstapfen des Gottessohnes“ gehend widmete Abd-ru-shin diesem biblischen Gleichnis seinen Vortrag „Verantwortung“. Unter „Zitat des Monats Oktober 2014“ können Sie ihn nachlesen. Dieser Vortrag gehört zu den ersten, die Abd-ru-shin für sein dreibändiges Hauptwerk „Im Lichte der Wahrheit“ verfasst hat und ist als Einführung in das Werk gut geeignet.

Lesen Sie dazu aber auch, wenn Sie möchten, unser „Zitat des Monats Oktober 2012“, das wir dem ersten auf diesem Weblog veröffentlichten Artikel beigegeben haben! Die Zitate stammen von weiter „hinten“ aus dem genannten Werk und beleuchten dasselbe Thema von einem etwas anderen Standpunkt aus.

Dem speziell und einschlägig interessierten Publikum auf diesem Weblog schließlich haben wir im Oktober 2013 bereits den Vortrag “Die kleinen Wesenhaften” anempfohlen, der aus dem 3. Band des Werkes stammt und folglich vom Autor für ein fortgeschrittenes Publikum verfasst wurde, das den aufeinander aufbauenden Vorträgen der Gralsbotschaft bis dahin gefolgt ist. Bitte bedenken Sie das beim Lesen, falls Ihnen der eine oder andere Gedankengang daraus schwer nachvollziehbar erscheint. Thematisch kreist auch dieser Vortrag wieder um das Thema „Saat und Ernte“ bzw. „Verantwortung“, und Sie finden ihn unter „Zitat des Monats Oktober 2013“.

Pflücken und genießen Sie – aber maßvoll! – die herrlichen Früchte, die in den üppigen Gärten der Schöpfung für Sie reif geworden sind!

Der Elfenfreund                                                                            im Oktober 2014