Erntedank 2022

Liebe Leserin, lieber Leser,

zu Erntedank 2012 habe ich dieses Weblog gegründet und ihm den Titel „Elfenwirken“ gegeben. Mein Glaube an die Existenz überirdischer, jenseitiger Intelligenzen besteht schon seit der Kindheit und wurde mir infolge der Beschäftigung mit dem Werk „Im Lichte der Wahrheit“ von Abd-ru-shin zur Gewissheit. Mit dem Weblog, an dem sich anfangs auch Margot Ruis und Gerhard Kogoj tatkräftig beteiligten, wollten wir gemeinsam das Wissen von der Existenz solcher Wesen weiter verbreiten.

Inzwischen sind 10 Jahre vergangen und es ist viel geschehen. Jedes Wollen ist wie ein Same, der unter günstigen Voraussetzungen keimt, wächst, blüht und Früchte bringt. So war es auch hier: Unter allen Früchten, die aus der Gründung des „Elfenwirken“-Weblogs gereift sind, freue ich mich und staune besonders über diese eine: Ich durfte ein Buch schreiben und 2019 publizieren, das den Titel trägt: Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können. Dieses Buch behandelt das Entstehen und die Gemeinsamkeiten zwischen den vielfältigen Naturreligionen auf der Erde sowie den spirituellen Auf- und dann leider wieder Abstieg des Menschen, der sich bis heute so tief in seinen unrühmlichen Materialismus verrannt hat.

Ein Buch zu schreiben war gar nicht meine Absicht. Es ergab sich ungeplant aus den Kontakten, die durch die Gründung des Weblogs geknüpft wurden und brachte wie von selbst in 7 Jahren – wie im Märchen! – ein greifbares, materielles Ergebnis. Dieses märchenhafte oder auch „magische“ Wirken führe ich zurück auf die Kraft und die Tätigkeit der Gedanken unter der Gewalt göttlicher Schöpfungsgesetze, denen ich 2021 schon einmal einen Beitrag gewidmet habe: Jeder Gedanke, jedes Wollen ist „magnetisch“ und somit in der Lage, gleichartige geistige oder jenseitige Kräfte anzuziehen. Auf diese Weise wird der Gedanke immer stärker, wächst an und verdichtet sich, bis zuletzt auf diese Weise auch ein materieller „Niederschlag“ des ursprünglich Gewollten entsteht. Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag „Gedankenzentralen und Schicksalselfen“ vom Dezember 2021.

Jede Pflanze hat ihre Vorlieben, Bedürfnisse, Stärken und Schwächen, und dass sich ein Gleichgewicht einstellt mit Schönheit und mit der Harmonie, die wir in der Natur so schätzen und lieben, erfordert Zeit und/oder gärtnerisches Geschick. So darf man sich auch aus den Gedanken und Werken der Menschen nicht automatisch einen förderlichen Aufbau erwarten, sondern es bedarf der umsichtigen Leitung und Führung, damit nicht wie in manchem Garten Dornenranken die Gemüse- oder Blumenbeete überwuchern.

Vor 10 Jahren habe ich noch die Meinung vertreten, dass die Natur und ihre unsichtbaren Kräfte das Leben von Menschen nach Möglichkeit schonen. So habe ich beobachtet, dass Naturkatastrophen wie Hangrutschungen, Überflutungen etc. sich häufig zu einem Zeitpunkt ereigneten, wenn nur wenige Menschen oder gar keine sich im Gefahrengebiet aufhielten. Lesen Sie dazu meinen Betrag „Naturwesen und Naturkatastrophen“ vom Februar 2013.

Heute denke und fürchte ich aber, dass eine solche Schonung in Zukunft leider nicht aufrecht zu erhalten sein wird. Zum Wirken in der Natur gehört nicht nur das Wachsen und Aufblühen, sondern auch das Verkümmern, Absterben und Verrotten alles dessen, was den natürlichen Anforderungen nicht mehr entspricht, ganz zu schweigen von gelegentlichen Katastrophen wie Stürmen, Überschwemmungen und Vermurungen, die alles Bestehende hinwegräumen und im betroffenen Gebiet einen Neuanfang bedingen und ermöglichen.

Und seien wir uns doch ganz ehrlich: Das, was heute den natürlichen Anforderungen in vielerlei Hinsicht am allerwenigsten entspricht, das sind doch wir Menschen selbst, ebenso wie unsere Werke! Wir haben uns in vergangenen Zeitläufen in eine Richtung entwickelt, die der Natur und allem Natürlichen feindlich gegenübersteht: Schon seit Jahrhunderten haben wir nur uns selbst im Blick, wir beuten „Bodenschätze“ aus, schänden und verschmutzen bedenkenlos, wessen immer wir nur habhaft werden können. Wir kennen und wir achten dabei weder Wesen, noch Geister noch Götter mehr, sind egoistisch, materialistisch, engstirnig, sogar teilweise bösartig und jedenfalls sehr dumm; so jedenfalls sehen uns die Wesen, was vielfach dokumentiert ist, nicht zuletzt auch in den Texten und Büchern von Margot Ruis.

Unter diesen Vorzeichen sehe ich auch die Krisen, die nun schon seit 2019 mehr oder weniger ununterbrochen auf uns hereinprasseln: Wir ernten, was wir selbst durch unser Handeln (oder in diesem Fall auch Nichthandeln) gesät haben. Hat uns nicht der Club of Rome schon vor einem halben Jahrhundert vorgerechnet, dass wir sparsam umzugehen haben mit den Ressourcen dieser Erde? Hätten wir rechtzeitig begonnen mit dem Energiesparen, so hätten sich längst neue Wege eröffnet, die uns jetzt schmerzlich fehlen. Und dass das Ringen um die letzten Bodenschätze und um Wasser auch bewaffnete Konflikte mit sich bringen kann, ist ebenfalls schon lange Zeit bekannt.

Aber wenn wir uns nun schon reuevoll in düsteren Selbstzerfleischungen ergehen: Es kann und wird vielleicht noch sehr viel schlimmer kommen. Wenn man den Voraussagen etlicher Seher Glauben schenkt, wird der Konflikt zwischen Russland und der Nato noch wesentlich eskalieren. Am Ende wird demnach der nukleare Alptraum nur durch ein Eingreifen der Natur selbst, nämlich durch eine entsetzliche Naturkatastrophe, verhindert werden. Also sogar in dem seit Jahrtausenden vorhergesagten und gefürchteten „Weltgericht“ durch die Mächte der Natur würde man noch eine Gnade erkennen, indem diese die Menschheit an ihrer endgültigen Selbstzerstörung hindern!

Man kann hoffen, dass solche Vorhersagen sich nicht in voller Schärfe erfüllen werden. Vernünftig ist es sicherlich aber auch, sich auf alle Möglichkeiten einzustellen und so gut wie möglich Vorkehrungen zu treffen. Die Mahnungen diverser Zivilschutzorganisationen, z.B. lebensnotwendige Güter zu bevorraten, werden glücklicher Weise in letzter Zeit etwas ernster genommen.

Darum sollten wir nicht wehleidig sein, falls uns heuer ein ungemütlicherer Winter bevorsteht als gewohnt. Wir sollten uns dessen bewusst zu werden versuchen, dass alles, was wir erleben, als Folge unserer eigenen Entschlüsse auf uns zurückkommt: Denn wie die Saat, so auch die Ernte! Für die Zukunft sollten wir nur nach dem Guten streben und auf keinen Fall andere schädigen, denn wir dürfen niemandem ein Leid zufügen. Wir sollten besonnen handeln und offen sein für geistige Führung, … und es wäre vielleicht angezeigt, das Beten wieder zu lernen …!

Und dann könnten wir in die Natur hinausgehen, die letzten reifen Früchte pflücken und genießen und dem Schöpfer danken für die weisen Gesetze, die er in seine Schöpfung legte … und die uns im Großen wie im Kleinen immer wieder erleben lassen, was wirklich wichtig ist!

Das wünscht uns allen im Oktober 2022

der Elfenfreund

Simon A. Epptaler

Don’t look up!

… ist der Titel einer prominent besetzten US-amerikanischen Komödie voll schwarzem Humor, die Ende 2021 auf Netflix weltweit veröffentlicht wurde: Ein Komet befindet sich auf Kollisionskurs mit der Erde und wird diese in wenigen Monaten vernichten, doch die Menschen wollen das nicht wahrhaben und vertun ihre letzte Chance auf Abwendung der Gefahr aus Ignoranz, kleinlicher Berechnung und Profitgier. Die Politiker und Meinungsbildner sind zu korrupt, die kleinen Leute viel zu sehr gefangen in Medienkonsum und alltäglichen Belanglosigkeiten, um auf die Zeichen und Notwendigkeiten der Zeit angemessen zu reagieren. Und so kommt es, wie es kommen muss: Als die Öffentlichkeit sich der Gefahr endlich bewusst wird, ist es schon zu spät, alle eilig und mit viel Getöse unternommenen Rettungsversuche scheitern und der Komet vernichtet alles Leben auf der Erde.

Dass eine Satire manches überzeichnet und vereinfacht, ist klar; und doch erkennt man im Film den Zustand unserer Welt wieder angesichts der Bedrohung durch Klimawandel, Naturzerstörung, Pandemie und Krieg: Steigen nicht CO2-Ausstoß und Ressourcenverbrauch allen Mahnungen zum Trotz immer noch Jahr für Jahr weiter an? Und ist nicht auch die Gefahr einer weltweiten militärischen Konfrontation im Ringen der großen Player um die Vormachtstellung und um Rohstoffe in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen? Mit anderen Worten: Fahren wir nicht auch im realen Leben trotz aller Reden von „Green Deal“ und „Klimawende“ alle gemeinsam mit Vollgas auf einen Abgrund zu? Wie es aussieht, brauchen wir Erdbewohner gar keinen Kometen auf Kollisionskurs, um unser aller Lebensgrundlage zu zerstören, wir schaffen das auch ganz allein …!

Wie sind wir in diese Situation gekommen? Unerwartet treffen uns Klimakrise und Ressourcenverknappung jedenfalls nicht. Der Club of Rome warnt seit 1972 vor den „Grenzen des Wachstums“. Also schon seit 50 Jahren! Wider besseres Wissen, das natürlich praktischer Weise von vielen Seiten angezweifelt wurde, haben wir es uns 50 Jahre lang auf Kosten der Gesundheit von Mutter Erde … gut gehen lassen wollen!

Und wenn wir nun die Rechnung dafür präsentiert bekommen, so sollten wir nicht in Form von Verschwörungstheorien die Schuldigen woanders suchen als bei uns selbst. Wir sitzen alle im selben Boot, im „Raumschiff“ Mutter Erde. Wären wir nicht beteiligt an dem großen Versagen der Menschheit der Schöpfung gegenüber, so wären wir jetzt auch nicht mehr hier auf dieser Erde. – Warum ich das denke und schreibe?

Der Mensch ist doch in erster Linie ein geistiges Wesen mit einem irdisch-grobstofflichen Körper als äußerster Umhüllung. Wir alle müssten längst nicht mehr auf diesem Planeten wiedergeboren worden sein, wenn wir nicht gerade hier etwas in Ordnung zu bringen oder noch zu lernen hätten. Darum sollten wir dankbar sein auch für jedes noch so schmerzliche Erleben, das uns trifft, weil es uns die Möglichkeit gibt, etwas Versäumtes nachzuholen, es wieder gut zu machen!

Der Planet Erde wird, so denke und so hoffe ich, als Lebensraum wohl erhalten bleiben. Wir Menschen aber werden vieles lernen müssen, was wir bisher nicht wahrhaben wollten. Und wir werden durch unser Tun beweisen müssen, dass wir willens und auch fähig dazu sind, die richtigen Schlüsse aus den Erlebnissen zu ziehen, die wir durch unser Tun und Lassen in der Vergangenheit selbst hervorgerufen haben. Wir werden aufblicken lernen müssen zu geistigen Mächten und zu höheren Gesetzmäßigkeiten, denen unsere irdische Behaglichkeit ziemlich gleichgültig ist, sondern die auf unsere geistige Reife abzielen und die diese fördern wollen, damit wir unserer Bestimmung als Mensch, als „Krone der Schöpfung“, gerecht werden können. In diesem Sinne kann die „Wendezeit“, von der inzwischen sogar schon die Politiker reden, für uns alle zur Chance werden oder mit einem anderen Wort: zum Hoffnungsstern.

Simon A. Epptaler

veröffentlicht auf der neuen Webseite „AufBlicke!“ im August 2022

Gedankenzentralen und Schicksalselfen

In unserem Nachbarort schrieben wohlmeinende besorgte Bürger folgende Sätze auf die Straße: „Es ist keine Impfung! Es ist eine Gentherapie! Langzeitfolgen nicht erforscht. Alle Tiere starben im Labor! Pathologen sprechen von Genozid! Gekaufte Medien lügen.“ Es geschah im November 2021, während der 4. Coronawelle, genauer gesagt: in der Nacht, bevor an dieser Stelle der Impfbus Station machen sollte, damit Impfwilligen niederschwellig die Coronaimpfung verabreicht würde. Und es geschah bestimmt in guter Absicht, um die Mitmenschen vor einer drohenden ernsten Gefahr zu warnen.

Der Hintergrund: Impfgegner befürchten durch die Coronaimpfung nicht nur Impfreaktionen wie Müdigkeit und kurzzeitiges Fieber als Nebenwirkung, sondern … den Tod. Sie glauben, dass die Coronaimpfung von gewissen Eliten planmäßig instrumentalisiert würde, um den Menschen – hier gibt es verschiedene befürchtete Szenarien – unbemerkt einen Chip zu implantieren, sie dadurch mental zu steuern oder sie eben sogar zu töten. Es soll von den Eliten solcherart eine Bevölkerungsreduktion um bis zu 90 Prozent vorgesehen sein. Derartige Horrorgeschichten haben sich über Internetkanäle in den letzten Monaten weit verbreitet. Da gar nicht wenig Menschen solche sinisteren Pläne tatsächlich glauben oder jedenfalls für möglich halten, kann man sich deren Empfindungen ja ausmalen, namentlich angesichts der Tatsache, dass die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger als „Schlafschafe“ sich der angeblichen Bedrohung gar nicht bewusst sind und augenscheinlich auch nichts davon wissen wollen.

Wenn das, was Wissenschaft und Politik als Lösung des Problems feiern, die Impfung, als potentiell lebensgefährliche Bedrohung gefürchtet wird, liegt es nahe, sich gegen Nachrichten aus offiziellen Kanälen zu verschließen und Informationen lieber aus alternativen Quellen zu beziehen. Man will ja frei bleiben von Beeinflussung. Die herrschenden Eliten haben Wissenschaft und Politik mit Geld gefügig gemacht, um die Bevölkerung möglichst geschlossen zur Impfung zu treiben. Und hat man einmal die m-RNA im Blut, hat man den Kampf verloren. Ärzte und Gesundheitspersonal sind auch nicht mehr vertrauenswürdig, weil Teil des ungeheuren Komplotts zum Schaden der Bevölkerung, so kommen nun alternative Heilmethoden verstärkt zum Einsatz.

Gerade unter denjenigen Menschen, die offen sind für Religiosität, für Esoterik, geistiges Wissen und jenseitige Welten, ist die Impfverweigerung leider ziemlich verbreitet. Und auch das dumpfe Gefühl einer Bedrohung scheint mir hier besonders stark zu sein. Übrigens denke ich, dass dieses Gefühl nicht unberechtigt ist, welches auf der rationalen Ebene in der Gesellschaft so noch gar nicht angekommen ist. Eine schwere Krise liegt tatsächlich vor uns und innerlich aufgeschlossene Menschen spüren das unterbewusst, weil unser Lebensstil, unsere Wirtschaftsform und unsere sozialen Verhaltensweisen an natürliche Grenzen stoßen und schon längst hätten verändert und angepasst werden müssen. Eine Bevölkerungsreduktion in den kommenden Jahren mit allem damit verbundenen Leid und Unheil ist tatsächlich nicht unwahrscheinlich und das wissen sicherlich auch die herrschenden Eliten. Aber ich denke nicht, dass diese Bevölkerungsreduktion durch die Coronaimpfung herbeigeführt werden wird.

Auf der anderen Seite stehen Impfbefürworter, die aufgrund rationaler Überlegungen kurzfristig eine möglichst hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung anstreben, damit das Virus sich nicht mehr so schnell ausbreiten kann und die sogenannte „Herdenimmunität“ entsteht. Herdenimmunität würde bedeuten, dass durch die Immunisierung des überwiegenden Teils der Bevölkerung auch diejenigen Personen mitgeschützt wären, die aufgrund medizinischer Gründe selbst nicht geimpft werden können, wie kleine Kinder, Allergiker, Psychotiker etc. Aber auch die meisten Impfbefürworter betreiben Realitätsverweigerung, wenn sie denken, es könnte alles wieder so werden wie vor der Pandemie, wenn nur erst alle Menschen geimpft wären. Das ist ein Wunsch, der sich wohl nicht erfüllen wird! Die Lage ist ernst und die Natur wird dafür sorgen, dass alle Menschen das erkennen müssen. Corona ist zwar die drängendste, aber bei weitem nicht die einzige Krise, der wir uns stellen müssen. Freilich wäre es trotzdem hilfreich, wenn möglichst viele mit den Empfehlungen der medizinischen Experten kooperieren würden.

Auf diese Weise haben sich in den vergangenen Monaten gewissermaßen zwei Lager gebildet, die mit mehr oder weniger Nachdruck entweder für oder gegen die Impfung mobil machen.

Den Argumenten der Impfbefürworter läuft zuwider, dass das Virus sich ständig verändert, sich schon wiederholt nicht so verhalten hat wie vorhergesagt und dass die Schutzwirkung der Impfung leider nicht so hundertprozentig ist, wie wir das von früheren Schutzimpfungen aus der Zeit vor der Pandemie gewohnt waren. Und auch in puncto Nebenwirkungen und Impfreaktionen hat man an die Qualität eines Impfstoffes bisher offensichtlich strengere Anforderungen gestellt: Ich kann mich nicht erinnern, vor Corona jemals auf eine Impfung mit Fieber, mit Muskel- und Gelenkschmerzen reagiert zu haben. Trotzdem ziehe ich natürlich die kurzzeitige Impfreaktion der eigentlichen Krankheit selbst vor.

Die vielfältig verschlungenen, einander teilweise widersprechenden Verschwörungstheorien der Impfgegner sind ja größtenteils blanker Unsinn und werden sowohl von zweifelhaften Informationskanälen als auch von ebensolchen politischen Parteien leider dazu missbraucht, um in unverantwortlichster Weise mit den Ängsten und uneingestandenen Befürchtungen zahlreicher Menschen Geschäfte zu machen, sich hervorzutun und Bekanntheit zu erlangen. Auch Spaßvögel sehen hier offensichtlich ihr Betätigungsfeld und freuen sich diebisch, wenn in Umlauf gebrachte Gerüchte, so haarsträubend sie auch klingen mögen, aufgegriffen und in der allgemeinen Verunsicherung von manchen für bare Münze genommen werden.

Es ist sicher nicht meine Aufgabe, für die eine oder andere Seite Partei zu ergreifen. Diese Webseite bemüht sich seit Jahren, Vorgänge im Zusammenhang mit Naturwesen in unserer Umgebung zu verdeutlichen, die den Blicken und Sinnen normalerweise verborgen bleiben. Zum Beispiel die Gedanken: Wir Menschen denken zwar sehr viel und halten uns auf diese Tatsache auch viel zugute. Wir haben aber nur eine sehr verschwommene Vorstellung davon, was Gedanken eigentlich sind.

Dem spirituellen Lehrer Abd-ru-shin zufolge (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), den ich in allen geistigen Belangen als echte Autorität schätze, sind Gedanken Energien, die in den feineren Stofflichkeiten Formen bilden. Sie sind also nicht „nichts“, wie die meisten Menschen denken, nicht lediglich Nervenerregungen im Gehirn, sondern sie führen ein Eigenleben, bilden Formen, umgeben und begleiten den Menschen, der sie hervorgebracht hat, halten die Verbindung zu ihm, streben von ihm ab und kehren wieder zu ihm zurück. Gedanken sind „magnetisch“, so wird von Abd-ru-shin wiederholt betont: Gleichartige Gedanken ziehen einander an und schließen sich zusammen, also auch gleichartige Gedanken von verschiedenen Menschen, die einander vielleicht physisch noch nie begegnet sind. Auf diese Weise verstärken sie einander, indem sie sich durch Zusammenballung verdichten, und sie beeinflussen solcherart diejenigen Menschen, die mit ihnen in Verbindung stehen.

Die Gedanken bleiben also nicht so, wie wir sie zuerst hervorgebracht haben, sondern sie führen ein Eigenleben und entwickeln sich. Diese Entwicklung der Gedanken vergleicht Abd-ru-shin mit allem Werden und Reifen in der Natur, er spricht von „keimender“ Gedankensaat, von „wachsenden“ Fäden, von Blüte, Befruchtung, Reife und von Früchten, und zwar ausdrücklich nicht nur von guten, sondern auch von schlechten Früchten, die schließlich auf diejenigen Menschen zurückfallen, die dem Gedanken anhängen.

Als ganz extremes Beispiel könnte sich das irdisch vielleicht so zeigen, dass jemand zuerst ganz unschuldig den Entschluss fasst, sich in einer bestimmten Art und Weise einzustellen, dann dieser eingeschlagenen Richtung folgt, sich weiter interessiert und vertieft, durch Gespräche oder im Internet mit vielleicht einseitigen Behauptungen und Erzählungen in Berührung kommt, diesen Glauben schenkt, sich ereifert, dadurch in der Einstellung immer extremer wird, zuletzt auch die Auseinandersetzung mit Gegnern sucht, dabei vielleicht jemanden verletzt und so straffällig wird. Geleitet und angetrieben wurde diese unglückliche Entwicklung aber durch einen geistigen Prozess, durch das Eigenleben, das seine Gedanken führen, die gesetzmäßig Kontakt erhielten mit Zusammenballungen übler Gedankenenergien, die diesen Menschen beeinflussten, ihn seiner klaren Sicht beraubten und zuletzt völlig in die Irre führten.

Als ganz junger Erwachsener habe ich einmal – sozusagen in der Blüte meiner Jugend – den Entschluss gefasst, mich für eine gewisse Zeit vorwiegend vegetarisch zu ernähren. Ich war eben in eine Studentenwohnung gezogen, wollte selbständig werden und meinen eigenen Haushalt führen. Da ich nach Anleitung suchte, wie ich mein Vorhaben umsetzen sollte, kam ich aber in Kontakt mit makrobiotischen Kreisen, die in puncto Ernährung sehr extreme Ansichten vertraten, und ehe ich mich versah, hatte ich eine handfeste Essstörung, magerte ab fast bis auf die Knochen und konnte mein Studium nicht weiter führen. Obwohl ich also am Anfang durchaus vernünftig über mein geplantes Vorhaben dachte, verirrte ich mich in extremen Ideologien, die mich ansprachen und denen ich folgen wollte, bis ich erkennen musste, dass sie mich zu nichts Gutem führten. Das Gedankengebäude der makrobiotischen Lehren hatte mich geistig angezogen, weil ich begonnen hatte nach Wahrheit zu suchen und glaubte, dass ich dort fündig werden könnte. Es war die Art, wie ich dachte, was meine Faszination an den Lehren der Makrobiotik entfachte, was mich dazu brachte, diese in extremer Weise auszuprobieren und was mich so in die Essstörung trieb.

Dass Abd-ru-shin zufolge in diesen Gedankenwelten ähnlich wie in der uns bekannten Natur auch Wesen tätig sein sollen, welche die Gedankengewächse betreuen, wird manche/n Leser/in aber nun doch etwas befremden. Wir sind gewohnt anzunehmen, dass unsere Gedanken Privatangelegenheit sind, „zollfrei“, nicht belangt werden können und uns allein gehören. Dass unsere innersten, persönlichsten Regungen und Erwägungen beobachtet und von einfühlsamen Intelligenzen auch moralisch bewertet werden könnten, ist uns unangenehm. Und dennoch bekräftigt Abd-ru-shin wiederholt, dass jeder Gedanke, jede Empfindung eine Auswirkung hat und Fäden zieht im Teppich unseres Schicksals, an dessen Gewebe wir selbst jeden Augenblick unseres Lebens weiter wirken.

Denn wir sind den Gedanken, die auf uns einströmen und die in gewisser Weise unser Denken und Handeln beeinflussen, nicht wehrlos ausgeliefert. Wir haben es durch unseren Willen in der Hand, die Art der Gedanken, denen wir folgen, selbst zu bestimmen. Es dauert eine gewisse Zeit und es ist nicht immer leicht, aber es ist möglich. In meinem Fall wurden die Ernährungslehren der Hildegard von Bingen zur Brücke, die es mir ermöglichte, aus den strikten und von mir selbst so angstvoll absolut gesetzten Ernährungsvorschriften der Makrobioten herauszukommen. Ebenso kann jede/r militante Impfgegner/in oder auch -befürworter/in seine gedankliche Verengung erkennen und sich auch wieder daraus befreien. Im Endeffekt geht es darum, sich nicht zum Handlanger einer Ideologie zu machen, sondern als Mensch in Harmonie mit der Umwelt bleiben. Dazu braucht man sich nicht vom Mainstream willenlos leiten zu lassen oder gegen eigene Überzeugung zu handeln; aber es bedingt, mit der Umwelt im Gespräch zu bleiben und sich nicht vor ihr zurückzuziehen. Nach meiner Erfahrung sind sowohl der Rückzug in Isolation als auch der Extremismus Anzeichen dafür, dass die Harmonie im Leben verloren gegangen und man in eine Sackgasse geraten ist. Wohl dem, der dann auf die mahnenden Stimmen der Wesen hört, sich selbst hinterfragt und durch eine bewusste Willensentscheidung eine neue Einstellung findet.

Das wünscht allen Naturwesenfreund/inn/en

aus eigener intensiver Erfahrung

Simon A. Epptaler

im Dezember 2021

Elfen-Wunderwald

Liebe Leserin, lieber Leser!

Der Glaube an überirdische Wesen begleitet den Menschen schon seit jeher. Märchen und Sagen erzählen von menschenähnlichen Geschöpfen in der Natur, mit denen man ein gutes Auskommen suchen sollte, da dies Vorteile mit sich bringen kann. Das Feuerbrennen zur Sonnenwende ist so ein uralter Brauch, um Fruchtbarkeit und gutes Gedeihen im kommenden Jahr zu erwirken. In verschiedenen Tourismusgemeinden des Alpenlandes werden unter reger Anteilnahme der bergsportbegeisterten Bevölkerung noch heute regelmäßig Bergfeuer abgebrannt. Es ist jedes Mal ein großes Erlebnis, wenn auf ein verabredetes Signal hin zur bestimmten nächtlichen Stunde die Feuer ganz oben auf den Bergkämmen und in der sogenannten Schneegrube das aus Fackeln gesteckte Edelweiß entzündet werden.

Das Steinerne Meer von Saalfelden aus gesehen am Abend des 19. Juni 2021

Zwar denkt man dabei heute leider nicht mehr dezidiert an Bergmännlein, Riesen, Schrate und Salige Frauen, denen zu Ehren die nicht unbeträchtlichen Mühen des Auf- und Abstieges (letzterer bei völliger Dunkelheit) auf sich genommen werden. Aber eine gewisse weihevolle Stimmung, um nicht zu sagen Andacht, macht sich doch regelmäßig unter denen breit, die vom Tal aus das ungewöhnliche Spektakel genießen. Und Empfindungen sind ja Kräfte, heute leider stark unterschätzte Kräfte, die in den feineren Welten ihre Wirkung entfalten und auch auf unsere irdischen Verhältnisse einen Einfluss geltend machen.

Die Bergfeuer sind immer ein besonderes Erlebnis und vermitteln eine starke emotionale Aussage. Dieser Umstand war auch den Nationalsozialisten klar, die leider – jedenfalls in meiner Herkunftgemeinde – es nicht verabsäumten, die weihevollen Empfindungen der Zuschauer für ihre politischen Ziele zu instrumentalisieren: Unter alten Briefen meiner Großeltern fand ich ein Foto der Bergfeuer aus der Zeit um 1940 … mit dem Hakenkreuz anstelle des aus Fackeln heute in der Schneegrube ausgesteckten Edelweißes. Darum setze ich mich dafür ein, den überirdischen Wesen in der Natur ihren seit Jahrtausenden angestammten Platz im öffentlichen Bewusstsein zurückzugeben, damit es eben nicht so leicht geschehen kann, dass Empfindungen der Naturverbundenheit, der Bewunderung und der spirituellen Hingabe für ganz fremde Zwecke missbraucht werden können. –

Auch in Italien liebt man Feierlichkeiten: Lichterprozessionen, Umzüge, Feste. Ende Juli wurde ich Zeuge eines besonders schönen Festivals, das jedes Jahr auf einer Alm in den Abruzzen von einer kleinen begeisterten Theatertruppe veranstaltet wird: Das Festa Internazionale degli Gnomi, zu deutsch Internationales Zwergenfest. Darüber habe ich schon im Jahr 2015 bereits einmal berichtet.

Wegweiser

In diesem Jahr konnte das Fest nur in kleinerem Rahmen stattfinden, weil coronabedingt eine relativ geringe Besucheranzahl erlaubt war. Desungeachtet gelang es mit viel Liebe und Begeisterung der Theatergruppe wieder, die zauberhafte Atmosphäre herzustellen.

Portal zum Wunderwald

Durch ein „Feenportal“ gelangte man auf eine Lichtung im Wald, versteckt hinter Bäumen und in einer Senke gelegen, auf der mit Hilfe von Theater, Musik und charmanten Kostümen Gnomen, Elfen, Feen, aber auch Einhörner und andere Wesen zum Leben erwachen.

Einhorn und Pegasus
nächtlicher Elfenreigen

Das Festivalgelände schmiegt sich organisch in die Landschaft ein und man spürt: Hier ist nicht der Kommerz die treibende Kraft, sondern ein Gedanke der Naturverbundenheit und die Freude an der Beschäftigung mit den märchenhaften Wesen in den feineren Naturreichen.

Festivalgelände
die „Shoppingmeile“
Souvenirbude

Und obwohl sich das Festival vor allem an Kinder als Zielpublikum wendet, wird doch auch das Kind in jedem Erwachsenen geweckt, sodass alle voll auf ihre Rechnung kommen, die sich verzaubern lassen wollen. Auch wer des Italienischen nicht mächtig ist, so wie leider ich Elfenfreund, kann mit etwas Phantasie den Geschichten, die hier erzählt werden, ganz einfach folgen.

Straßentheater
Waldgeist und Spaßmacher
Versammlung im Wald

Am Morgen nach dem Fest hatte ich die Gelegenheit, den Leiter und Gründer der Theatergruppe „I Guardiani dell‘ Oca “ zu sprechen. Er erzählte über die Gründung des Festivals und dessen Sinn.

der Chef persönlich

Es war nämlich so, dass die Theatergruppe ursprünglich aus der Not eine Tugend machte und mangels eines geeigneten Theaters ihre Stücke im Freien aufführte, bald mit einem Schwerpunkt auf Umweltschutz. Nun ist im Wald ein Szenenwechsel nur möglich, indem man den Ort wechselt; so entstand der „Wunderweg“, auf dem Schauspieler und Publikum gemeinsam durch den Wald spazieren, bei Tag und – besonders eindrucksvoll – auch in der Nacht. Mit ganz einfachen Mitteln unterstützen die Künstler die Schönheit der natürlichen Formen und lassen diese für sich selbst sprechen. Kindern und Erwachsenen wollen die „Gänsehüter“ mit ihren stimmunsvollen Bildern den einzigartigen Wert der Natur bewusst machen.

Auftritt der Stelzenläufer
die blinde Seherin
Lichterwesen
viel Musik
Geschichtenerzähler
Kasperl

Die Belebtheit der Natur wird also ganz bildhaft greifbar, als „Folletto rosso“, als Faune und Dryaden, als Elfenkönigin. Das Gnomenfestival war dann nur ein weiterer Schritt, mit dem die Gruppe in noch größerem Maßstab den Wert der Naturverbundenheit und des Einklangs mit den Geschöpfen vermitteln will. Mit Hilfe von Humor, Musik und Geschichten geht das ganz einfach, ohne Vorträge und ohne Theorie.

König des Waldes
wunderbare Wesen
der rote und der grüne Waldgeist
Folletto Rosso: eindeutig eine Respektsperson
Elfenkönigin
Einhorn und Blumenkinder
Publikum spielt mit
Geschichtentransporter

Die Gruppe erscheint als eine sehr eingeschworene Gemeinschaft, schon recht verwachsen mit den von ihnen verkörperten Rollen. Ergänzend zum Gnomenfestival, das 2023 in den Abruzzen sein 20jähriges Jubiläum feiern wird, gibt es seit einigen Jahren auch das Sybillarium (https://www.sibyllarium.it/), das Fest der Feen, das für uns Nordländer etwas näher liegt, nämlich in Aquasanta Terme in den Marchen. Schauen Sie sich das an!

Ein gesegnetes Erntedankfest sowie ein erlebnisreiches Halloween wünscht Ihnen im Oktober 2021

Der Elfenfreund

Simpon A. Epptaler

Auferstehung

Wenn nach der Winterruhe die Knospen im Frühling aus dem scheinbar toten Holz hervorbrechen, wenn aus der kahlen Erde zwischen dürren Blättern das neue, frische Grün zum Vorschein kommt, dann zeigen uns alljährlich wieder die Kräfte der Natur, was der Begriff bedeutet: Auferstehung! Was scheinbar ohne Bewegung war, erwacht zu neuem Leben. Die Säfte steigen wieder. Wachstum setzt wieder ein. Ein neuer Zyklus beginnt.

Dass die Naturvölker, welche die gemäßigten Klimazonen bewohnten, nach der entbehrungsreichen Winterzeit immer schon dieses Frühlingserwachen herbeisehnten, begrüßten und verehrten, liegt nahe. So erinnert die Etymologie des Begriffes „Ostern“ an den Osten und damit an das wiederkehrende Licht sowie vermutlich an eine göttlich verehrte Wesenheit der Morgenröte, genannt Eos oder auch Aurora. Auch unsere Gewohnheit, das Osterfest mit Eiern und Hasen zu dekorieren, verdeutlicht die Herkunft des Festes als ursprüngliches Fest der Fruchtbarkeit, was im vorchristlich geprägten Brauchtum erhalten blieb.

Die Ursprünge des christlichen Osterfestes haben mit Fruchtbarkeit und mit erwachender Natur allerdings nicht viel zu tun. Es sind vielmehr zwei dramatische und im höchsten Maße tragische Ereignisse, die dieses Fest in Erinnerung ruft: eine ganze Serie entsetzlicher Naturkatastrophen einerseits und andererseits ein religiös-politischer Mord, angezettelt und ausgeführt von geistlichen und weltlichen Machthabern, um einen unbequemen Mahner zum Schweigen zu bringen. Aber der Reihe nach: Das jüdische Pesachfest erinnert an die Befreiung der Juden aus der ägyptischen Sklaverei zur Zeit des Mose. Demnach wollte der ägyptische Pharao die Hebräer nicht ziehen lassen und musste durch zehn fürchterliche Plagen von Gott bzw. von der Natur dazu gezwungen werden. – Kommt uns das heute nicht irgendwie bekannt vor? Auch wir sträuben uns seit bereits mindestens einem halben Jahrhundert (Die Grenzen des Wachstums, Club of Rome, 1972), unsere Lebensweise den natürlichen Gegebenheiten anzupassen und werden wohl oder übel von der Natur erst dazu gezwungen werden müssen. Die uns bevorstehenden Katastrophen scheinen heute bereits zum Greifen nahe: Corona ist nur ein erster Vorgeschmack darauf, was uns noch bevorsteht. Gewarnt wird vor einem „Strafgericht“ als der unvermeidlichen Folge falscher Einstellungen aber bereits seit Jahrtausenden, nicht zuletzt von Jesus Christus selbst, der sich u.a. damit der damaligen religiösen Obrigkeit höchst unbequem machte. Just am Vorabend eines Pesachfestes wurde er darum als Unruhestifter und angeblicher Gotteslästerer denunziert und im Eilverfahren hingerichtet, als die Gelegenheit dazu günstig erschien.

Der Begriff der „Auferstehung“ im Christentum

Den Leichnam Jesu legte man laut Bibelbericht aus Zeitgründen vorerst eher nur notdürftig versorgt in ein Felsengrab, das durch einen schweren Stein verschlossen war. Als Frauen nach der verordneten Sabbatruhe früh morgens kamen, um den Leichnam entsprechend den damaligen Gepflogenheiten nachträglich noch einzubalsamieren, fanden sie das Grab offen und die Kammer leer. Da Jesus in weiterer Folge zahlreichen seiner Anhänger erschien, nahm man an, er sei leiblich (also in seinem getöteten irdischen Körper) auferstanden und später zum Himmel aufgefahren. Dieser Umstand schien den Lehrern der christlichen Kirchen so bedeutsam, dass er zum Kern der christlichen Lehre erhoben wurde. Die Auferstehung Jesu gilt seither als wesentlichster Inhalt des Christentums, womöglich bedeutender noch als die Lehren, die Jesus selbst zu Lebzeiten verkündet hatte. Denn die Worte Christi, soweit sie überliefert sind, schrieb man zwar in goldene Bücher und verehrt sie, doch setzte man sie auch in die Tat um? Wenn ich mir die Politik so mancher christlicher Staaten heute wie durch die Jahrhunderte hindurch ansehe, glaube ich eigentlich nicht, dass man das wirklich behaupten kann.

Drei Frauen am Grab mit Engel. Albani-Psalter, 12. Jahrhundert. Quelle: Wikicommons

Für die Jünger Jesu, denen er sich nach seiner Kreuzigung im feinstofflichen Körper zeigte, war das begreiflicher Weise eine bahnbrechende Erfahrung, zumal die jüdische Religion damals und bis heute keine klare Position vertritt, ob und in welcher Form die Toten weiterleben. Wie ich auf Wikipedia lese, diskutieren jüdische Gelehrte immer noch darüber, was das hebräische Wort Scheol eigentlich bedeutet: Grab, Unterwelt oder gar Hölle? Das Erscheinen des irdisch gekreuzigten, aber geistig nach wie vor lebendigen Christus hat nachvollziehbar seinen Anhängern die Augen geöffnet: Es ist eben eine Sache, spirituelle Lehren zu hören – aber es in Wirklichkeit mit eigenen Sinnen zu erleben … Das spätere Dogma von der leiblichen Auferstehung und Himmelfahrt Christi wirft allerdings die Frage auf, warum Jesus, sollte es sich damit tatsächlich so verhalten wie behauptet, nicht auch auf umgekehrtem Weg gleich fertig vom Himmel herabsteigen konnte, warum er erst mühevoll als Baby geboren werden und – wie alle Menschen – erst allmählich aufwachsen und sich entwickeln musste.

Körper, Geist, Wesen … und der Materialismus

Spätestens durch die Schriften des deutschen spirituellen Lehrers Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) ist jedenfalls klar, dass über und in der irdischen Welt auch noch Geistiges existiert, welches mit irdischen Sinnesorganen nicht wahrgenommen werden kann. Wenn ein Mensch stirbt, verlässt die unsterbliche geistige Seele bzw. der Geist seine irdische Umhüllung und lebt in einer gleichartigen jenseitigen Region weiter, während der irdische Körper ohne das ihn belebende Geistige sich zersetzt: Das legen auch moderne Berichte von Erfahrungen in Todesnähe nahe, welche von Thanatologen gesammelt und publiziert werden. Es kommt erstaunlich häufig vor, dass ein Verstorbener von trauernden Hinterbliebenen geschaut wird oder sich ihnen auf andere Art und Weise tröstend bemerkbar macht, sofern diese für einen solchen Kontakt offen sind. Dem Dogma von der leiblichen Auferstehung Christi trat Abd-ru-shin übrigens mit aller Deutlichkeit entgegen.

Auch die von Naturvölkern geschauten und als „Götter“ verehrten Naturwesenheiten wie Elfen, Disen, Nornen, Saligen etc., denen bekanntlich dieses Weblog gewidmet ist, existierten und existieren auch heute noch tatsächlich als persönlich geformte Naturkräfte. Damals wie heute wirken solche Wesenheiten von feineren Ebenen aus formend auf die Stofflichkeit, aber nur wenige Menschen verfügen heute über das erforderliche Sensorium, das es erlauben würde, solche jenseitigen Kräfte in ihrer wesenhaften Gestalt zumindest ahnend wahrzunehmen. Unseren Vorfahren jedoch waren die überirdischen Wesen gut bekannt, wie man aus Überlieferungen schließen kann. Im Laufe der Zeit versank das Wissen von ihrer Existenz aber mehr und mehr und wurde im Siegeszug der materialistischen Wissenschaften zuletzt als Märchen und Phantasiegebilde abgetan. Ganz abgesehen davon, dass auch den christlichen Kirchen jedes Mittel recht war, den als Konkurrenz zur eigenen Lehre eifersüchtig beäugten „heidnischen“ Glauben zu unterdrücken und die vom Volk verehrten Wesenheiten als Teufel und Dämonen in Verruf zu bringen. Für die moderne Wissenschaft heute sind jedenfalls längst nicht mehr Gnomen und Elfen für das alljährliche Frühlingserwachen verantwortlich, sondern zur Reproduktion fähige Zellen, die selbsttätig durch zufällige Mutation und unter dem Druck der natürlichen Auslese die bekannten Lebensformen hervorbrachten. Vom Geistigen oder „Wesenhaften“ als der Quelle allen Lebens will die heutige Biologie materialistischer Prägung nichts mehr wissen. Das völlig offensichtliche Wunder der Schönheit in allem, was da in der Natur angeblich ganz zufällig heranwächst, wird dabei ausgeblendet.

Die Errungenschaften und Fähigkeiten der modernen Wissenschaften sind in vielerlei Hinsicht nützlich und gut. Beispielsweise ermöglichten sie uns erst kürzlich die Entwicklung von Impfstoffen gegen eine gefährliche Krankheit in weniger als einem Jahr. Vor dem Hintergrund solcher Erfolge drängt sich allerdings die Frage auf, warum all unser Wissen und Können trotzdem nicht ausgereicht hat, den Ausbruch der entsetzlichen Pandemie überhaupt zu verhindern? Warum wir nicht rechtzeitig Wege suchten, die weltweite Naturzerstörung, aus der bekanntlich die reichen Länder mindestens genauso Profit schlagen wie die armen, zu unterbinden? Denn Warnungen wie z.B. den bereits erwähnten Bericht des Club of Rome gab es ja bereits seit langem. Warum ist denn der Mensch bei aller Klugheit doch so unvernünftig? Auch hier lohnt der Blick ins Werk des erwähnten, bislang leider viel zu wenig bekannten spirituellen Lehrers.

Vom Suchen und Finden

Dass wir Menschen heute so eng an die Wahrnehmung der irdischen Sinne gebunden sind und feineren Instrumenten der Wahrnehmung wie z.B. Träumen oder Empfindungen nicht mehr vertrauen können, liegt laut Abd-ru-shin nämlich an unserer einseitigen, unnatürlichen Entwicklung im Laufe langer Zeitläufe. Infolge einer einseitigen Ausrichtung hin zum Materiellen verlor der Mensch bis auf kümmerliche Reste die Fähigkeit, Überirdisches wahrzunehmen und bewusst bereits im irdischen Körper das Leben auf feineren Ebenen mitzuerleben. Das ist die eigentliche tiefere Bedeutung der biblischen Erzählung vom Sündenfall: Der einseitige Genuss der „Frucht vom Baume der Erkenntnis“ ließ mit der Zeit den Verstand des Menschen überhandnehmen und die Teile des Gehirnes, die für das Aufnehmen und Begreifen überirdischen Geschehens vorgesehen waren, verkümmerten. Auf diese Weise wurde der Mensch allmählich zu jenem unnatürlichen Lebewesen, als das er sich bis heute präsentiert, einem in sich unharmonischen Wesen, das keinen echten spirituellen Halt mehr hat, das Kriege führt, die Natur großflächig zerstört und solcherart auf vielfältige Weise die Grundlagen seiner eigenen Existenz auf der Erde gefährdet. Wie schon die Bibel warnte: Das Kosten der Frucht vom Baum der Erkenntnis endet tödlich!

Michelangelo: Der Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies (Deckenfresko in der Sixtinsichen Kapelle) Quelle: Wikicommons

Da ich ein gründlicher Mensch bin, der an sich nicht besonders empfänglich ist für obskure esoterische Hypothesen, habe ich die hier aufgestellten Behauptungen gründlich nachgeprüft und diese Recherchearbeiten zusammengetragen in meinem 2019 erschienenen Buch: Das Überirdische in der Natur. Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können. Das Buch zeichnet kurz gefasst und leicht verständlich auf dem Stand der Forschung die Entwicklung der Menschheit auf der Erde nach, wobei vor allem die spirituelle Entwicklung Beachtung findet, die sich im Entstehen der verschiedenen Religionen widerspiegelt. Nach meiner Überzeugung wollte Jesus Christus mit seinen Worten und Gleichnissen die Menschen zu einer Abkehr von ihrer falschen, unnatürlichen Einstellung bewegen. Hätten die Menschen nach seinen Lehren gehandelt, wäre unsere Situation auf diesem Planeten heute anders, als sie es so nun ist. Die Kraft der Liebe, die Jesus lehrte, hätte im Laufe zweier Jahrtausende uns Menschen von unserem immer stärker werdenden krankhaften Materialismus heilen können und uns somit die geistige Auferstehung gebracht. Wir wären für geistige Warnungen offen. Die Katastrophen, die nun vor uns liegen, hätten uns erspart bleiben können. Dieser Zugang zeigt aber nicht nur die Versäumnisse und Fehler der Vergangenheit auf, sondern ermöglicht auch eine neue Einstellung zu den drängenden Fragen und Problemen, denen wir uns gegenübersehen.

Darum ist der Begriff der Auferstehung für uns heute aktuell und auch notwendig wie eh und je. Er bedeutet unter anderem die Besinnung auf jene Werte und geistigen Fähigkeiten (in klarer Unterscheidung zu bloß intellektuellen Fertigkeiten), die uns Menschen eben als Menschen auszeichnen und z.B. von künstlicher Intelligenz unterscheiden. „Suchet, und ihr werden finden!“, rief Jesus seinen Hörern zu. Die alles entscheidende Frage dabei ist natürlich, wonach man eigentlich sucht. Wollen wir Menschen wirklich immer klüger, materialistischer und damit maschinenähnlicher werden? Das sind die Früchte, die uns aus unseren bisherigen Bestrebungen erwuchsen. Oder wollen wir geistige Freiheit erreichen, spirituelle Erkenntnis, Harmonie und Wahrheit? Was allerdings voraussetzen würde, dass man dieses Geistige überhaupt erst einmal als bestehend anerkennt …

Dazu möchte dieses Weblog anregen. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass es weder für die Menschen selbst auf Dauer erträglich sein kann, die eigene geistige Wesensart zu unterdrücken und das tief menschliche Bedürfnis nach spiritueller Sinnfindung zu ignorieren, noch dass die Natur eine derartige Verirrung noch lange tolerieren wird. Ich glaube also an die Auferstehung des Geistigen aus der Unterdrückung durch den heute herrschenden Materialismus! Und darum kämpfe ich auch für eine Wiederbelebung des alten Wissens vom Wirken wesenhafter Naturkräfte, die in der Natur tätig sind. Zugegeben, Naturwesen waren schon einmal mehr in Mode, als es derzeit der Fall ist, aber nach kurzfristigen Modeerscheinungen kann man sich bei so wichtigen Dingen ja ohnehin nicht richten.

Das Geheimnis des Zauberwortes

Diejenigen Leserinnen und Leser, die dieses Weblog bereits seit mehreren Jahren begleiten, werden sich vielleicht noch an die Ausgabe Juni 2013 erinnern und an das kleine Lied „Ja, da sind viele kleine Hände“ der damals noch ganz jungen Musikerin Felicitas Schenck, das wir darin veröffentlichen durften. Auch an diesem Lied und dem dazu gehörenden (geistigen) Gedankengebilde haben in der Zwischenzeit offenbar „viele kleine Hände“ gewerkt, denn es ist gewachsen und gereift und präsentiert sich nun als kleines, liebevoll illustriertes Musicalbuch mit Noten und Begleit-CD, welches Ende 2020 im Eigenverlag Seelenlieder erschienen ist. Das Büchlein trägt den Titel „Das Geheimnis des Zauberwortes“ und eignet sich zum Vorlesen, Anhören und Mitsingen für Groß und Klein.

Was ist das für ein Zauberwort, das die Welt zum Singen bringt? Das will Nathan wissen, als er am Neujahrsmorgen einem uralten Männlein begegnet. Anstatt einer Antwort gibt ihm das Männlein den Auftrag, nach dem geheimnisvollen Zauberwort zu suchen. Ein Jahr hat er dafür Zeit. Gemeinsam mit seiner Schwester Alma macht Nathan sich auf eine Reise durch die Jahreszeiten. Sie entdecken vielerlei Wunder der Natur und so manch ein Zauberwort. All diese leuchtenden Wörter sammelt Nathan in dem Schneckenhaus, das ihm ein Hasel-Elf im Frühjahr schenkte. Doch erst am nächsten Neujahrsmorgen entdecken die beiden Kinder das Geheimnis des einen großen, alles umfassenden Zauberwortes, das die Welt zum Singen bringt …

Wir gratulieren dem Autorenteam um Felicitas Knaupp (vormals Schenck) zur gelungenen Publikation und wünschen damit viel Erfolg! Möge die Beschäftigung mit dem Wirken der wesenhaften Kräfte in der Natur mithelfen zur Auferstehung aus dem herrschenden Materialismus!

Das wünscht sehr herzlich zu Ostern 2021

Der Elfenfreund

Simon A. Epptaler

Stern über Bethlehem

Liebe Leserin, lieber Leser,

Weihnachtsbrauchtum hat heuer einen schweren Stand. So fielen zum Jahreswechsel 2020/21 nicht nur größere Festlichkeiten dem Corona-Lockdown zum Opfer, sondern auch alle Perchtenumzüge und sogar die von der Kirche veranstalteten Haussegnungen durch die Sternsinger. An den meisten Orten fand nicht einmal das bis dato unvermeindliche Silvesterfeuerwerk statt! Es wurde also ein eher beschaulicher Jahreswechsel, den ich menschenscheuer Elfenfreund ehrlich gesagt aber als sogar besonders lichtvoll erlebte, was wohl auch mit dem strahlenden Wetter zusammenhängen dürfte und nicht zuletzt mit der besonderen Qualität der Luft, die dieser Tage ja so sauber sein soll wie schon lange nicht mehr. Der Natur tut es sichtlich gut, wenn der Mensch gezwungen ist, seine Aktivitäten zu reduzieren …

Also den Sternen wollen wir uns heute zuwenden, und darunter ganz besonders DEM Stern, der symbolhaft für die ganze Weihnachtszeit steht, dem „Weihnachtsstern“. Ein Stern soll ja laut Bibelbericht „Magier aus dem Osten“ (vermutlich zoroastrische Priester, vielleicht persische oder chaldäische Sterndeuter) zum neugeborenen Jesuskind geführt haben, dem sie Gaben darbrachten und huldigten.

Die Weisen aus dem Morgenland, rechts oben der Stern – Mosaik aus Sant‘ Apollinare Nuovo in Ravenna, um 565. Quelle: Wikicommons

Die Sterne wurden zu jener Zeit als Repräsentanten machtvoller Wesenheiten angesehen. Es ist natürlich kein Zufall, dass die Wandelsterne (Planeten) bis heute die Namen römischer Gottheiten tragen. Den Fixsternhimmel selbst betrachtete man als höhere Sphäre, auf deren Oberfläche mit ihren Sternbildern das Wirken der Götter für den Kundigen abzulesen wäre. Alle Bewegungen, jede Veränderung am Sternenhimmel wurde daher von Sterndeutern registriert, denn man ging davon aus, dass höhere Wesenheiten auf diese Weise ihren Willen sowie kommendes Geschehen den Menschen auf der Erde offenbarten.

Was mag das für ein Stern gewesen sein, den die Mager (laut Wikipedia ein medischer Priesterstamm) als so sicheres Zeichen der Geburt eines Königs der Juden erkannten, dass sie sich sogleich auf den weiten Weg machten, um denselben aufzusuchen? Sie reisten zunächst in die Hauptstadt Jerusalem und fragten dort bei König Herodes nach; dieser konsultierte seine Schriftgelehrten und schickte die Weitgereisten dann ins nahegelegene Bethlehem weiter, weil in den prophetischen Schriften des Alten Testaments die Geburt des Messias für diesen Ort angekündigt war. Der Evangelist Matthäus schreibt, auf dem Weg von Jerusalem nach Bethlehem sei der Stern erst vor den Magern hergezogen und dann über dem richtigen Haus stehen geblieben. Andererseits: Besonders auffallend ungewöhnlich kann sich der Stern auch wieder nicht verhalten haben, sonst wäre zu erwarten, dass auch außerhalb der Bibel davon berichtet worden wäre.

Anbetung der Könige; der Stern scheint direkt auf dem Dach zu sitzen. So habe ich es mir als Kind auch vorgestellt … Fresko in der Scrovegni-Kapelle von Giotto di Bondone (um 1303). Quelle: Wikicommons

Bereits der Kirchenlehrer Origines (185 bis ca. 253) nahm an, dass es sich um einen Kometen gehandelt haben könnte. Kometen galten allerdings in der damaligen Zeit eher als Unglücksboten. Andere Forscher vermuten deshalb hinter dem Phänomen besondere Planetenkonjunktionen. So kam es etwa im Jahr 7 vor Christus zu einer sehr seltenen dreimaligen engen Annäherung von Jupiter und Saturn im Sternbild Fische. Natürlich hätten die Sterndeuter gewusst, dass es sich nicht um einen Stern, sondern um zwei Planeten handelte, die gemeinsam (fast) wie ein einziger aussahen, und es erhebt sich die Frage, warum dann im Bibelbericht von einem „Stern“ die Rede war, zumal der Unterschied zwischen Sternen und Planeten zur damaligen Zeit sehr wohl bekannt war und auch sprachlich unterschieden wurde. (Eine solche Konjunktion von Jupiter und Saturn war übrigens auch heuer, am 21. Dezember 2020 zu beobachten.) Und schließlich wird von manchen Forschern auch noch eine Supernova als Möglichkeit ins Spiel gebracht. Eine Supernova ist das kurzzeitige, helle Aufleuchten eines massereichen Sterns am Ende seiner Lebenszeit durch eine Explosion, bei der der ursprüngliche Stern selbst vernichtet wird. Die Leuchtkraft des Sterns nimmt dabei millionen- bis milliardenfach zu, er wird für kurze Zeit so hell wie eine ganze Galaxie.

Sowohl chinesische, als auch koreanische Astronomen beobachteten im März des Jahres 5 vor Christus einen „Kometen“ im Bereich zwischen Adler und Steinbock, der für 70 Tage sichtbar blieb. (Man nimmt an, dass es sich trotz eines Schreibfehlers bei der Datierung um dasselbe Ereignis gehandelt haben dürfte.) Das Jahr 5 vor Christus würde als Geburtsjahr Jesu recht gut passen, weil König Herodes im Jahre 4 vor Christus verstarb und die Volkszählung, die vermutlich 8 vor Christus befohlen wurde und die laut Bibelbericht der Grund für die Reise Maria und Josefs nach Bethlehem war, durchaus mehrere Jahre in Anspruch genommen haben dürfte. Das Eigentümliche an den fernöstlichen Beobachtungen ist, dass dieser „Komet“ gemäß den Aufzeichnungen untypischerweise seine Position am Himmel nicht veränderte, weshalb Forscher heute davon ausgehen, dass es sich wohl doch nicht um einen Kometen, sondern um eine Supernova gehandelt haben muss. Allerdings hinterlässt jede Sternenexplosion Spuren im Kosmos, und solche konnten bislang in dem fraglichen Bereich nicht nachgewiesen werden. Außerdem besitzt eine Nova keinen Schweif; warum also sprechen Chinesen und Koreaner übereinstimmend von einem Kometen? Diese Widersprüche werfen die Frage auf, ob der Stern von Bethlehem sich vielleicht doch eigenartiger verhalten hat, als es oberflächlich betrachtet den Anschein hat: War er ungewöhnlich strahlend oder hatte er eine asymmetrische Form? Wissenschaftlich anerkannt ist freilich bis heute das Erscheinen eines besonderen Sternes zur Zeit der Geburt Jesu ebenso wenig wie die Ankunft der „heiligen drei Könige“ aus dem Morgenland in Bethlehem.

Noch spekulativer wird die Sache, wenn man in die Zukunft blickt. Denn auch zum „Jüngsten Gericht“ wird von verschiedenen Quellen das Erscheinen eines besonderen Sternes vorhergesagt. Nach allem, was ich dazu gelesen habe, bedeutet der Begriff des „Jüngsten Gerichtes“ einen Eingriff Gottes durch die Kräfte der Natur in die unnatürliche, falsche Lebens- und Umweltgestaltung des Menschen. Im Gegensatz zu dem, wie die meisten Leute heute diesen Begriff auffassen, müsste ein solcher Eingriff Gottes allerdings streng im Rahmen der Naturgesetze erfolgen, da Gott als Schöpfer der Natur ein Vorgehen gegen seine eigenen Naturgesetze gar nicht zuzumuten wäre; auf diese Feststellung legt jedenfalls Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) besonderen Wert.

Vorhersagen diese „Endzeit“ betreffend durch besonders begabte Menschen existieren bereits seit Jahrtausenden, seien es die bekannten Prophezeiungen des Alten Testamentes oder auch Aussagen durch Jesus Christus selbst. Aber auch aus anderen Religionen sowie aus weit entfernten Teilen der Welt sind hellseherisch inspirierte Aussagen bekannt, die sich als Vorankündigung auf ein solches „Jüngstes Gericht“ beziehen lassen, und das auch aus jüngster Zeit.

Johann Amos Comenius, Das jüngste Gericht (1658). Quelle: Wikicommons

Die meisten Menschen halten das Jüngste Gericht für das Ende der Welt, also für den Weltuntergang, aber das ist nicht zutreffend. Sicherlich sind die Vorankündigungen für die dadurch ausgelösten Veränderungen und Umwälzungen auf der Erde hochdramatisch, aber sie bedeuten nicht, dass die Erde als solche zerstört oder unbewohnbar würde. Im Gegenteil: Das gewaltige und sicherlich schreckliche Geschehen wird als insgesamt heilsam für die Erde und für die darauf verbleibende Menschheit beschrieben. Unter anderem sollen die Menschen durch das damit zusammenhängende Erleben von ihrem Materialismus kuriert werden.

Ausgelöst werden könnte es nach verschiedenen prophetischen oder hellseherischen Quellen durch einen besonderen leuchtenden Himmelskörper. In seinem Buch „3 Tage im Spätherbst“ (Kopp, 2017) hat der auf Endzeitprophetie spezialisierte Autor Stephan Berndt einige solcher Stimmen zusammengetragen und vermittelt darin ein recht plastisches Bild von dem, was da seit Jahrtausenden zu dem Thema prophezeit wird. Eine als „Mamma Rosa“ bezeichnete ungebildete alte Frau aus Norditalien schaute demnach 1967 einen „hell leuchtenden Stern mit einer langen Spur“. Aus einer mongolischen Quelle werden die Worte zitiert: „In jenem Zeitalter der Katastrophe wird ein Stern aufsteigen, genannt der Stern der Götter. Er wird im Osten aufgehen und im Westen untergehen. Er wird so groß sein wie ein Hühnerei (am ausgestreckten Arm) und wird wundervoll hell scheinen. Man wird ihn auf der ganzen Welt sehen.“ Veronika Lueken aus New York City (1976): „Die Kugel der Erlösung schwebt näher auf eure Erde zu; sie ist kein gewöhnlicher Himmelsstern (…), sie ist eine Offenbarung des Vaters.“ Der als hellseherisches Ausnahmetalent bekannte Brunnenbauer und Rutengeher Alois Irlmaier aus Freilassing (1894 – 1959) bezeichnete ihn gar als „höheres Wesen“, das die Bahn der Erde streichen werde, und Bertha Dudde wird mit folgender Erläuterung aus dem Jahr 1955 zitiert: „Denn sie (die Wissenschaftler) werden einen Stern entdecken, der ständig mehr in Erdnähe kommt, und scheinbar seinen Lauf in ungesetzlichen Bahnen nimmt. Sie werden auf immer neue Absonderlichkeiten aufmerksam, so sie seinen Lauf verfolgen. Und sie werden ihn dann als Gefahr für die Erde erkennen, und doch wiederum nicht glauben wollen an eine Zerstörung dieser, weil solches noch nie zuvor erlebt wurde.“

Ein besonderer, strahlender Himmelskörper mit Schweif als „höhere Instanz“ – das deckt sich mit Aussagen des von mir besonders geschätzten spirituellen Lehrers Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) zu diesem Thema, wie beispielsweise in folgendem Ausschnitt aus seinem Vortrag „Der große Komet“:

(…) Seit dem Geschehen in Bethlehem ist Gleiches nicht dagewesen. Wie der Bethlehemstern löste sich auch dieser von dem ewigen Reiche des Urgeistigen zu einer Zeit, daß er auf dieser Erde genau zum Wirken kommt, wenn die Jahre geistiger Erleuchtung über alle Menschheit gehen sollen.

Der Stern hat seinen Weg in gerader Linie von dem ewigen Reiche bis zu diesem Weltenteile. Sein Kern ist mit hoher, geistiger Kraft gefüllt; er umhüllt sich mit der Stofflichkeit und wird dadurch auch den Erdenmenschen sichtbar werden. Sicher und unentwegt verfolgt der Komet seine Bahn und wird zu rechter Stunde auf dem Plane sein, wie schon Jahrtausende vorher bestimmt gewesen ist.

Die ersten, unmittelbaren Einwirkungen haben in den letzten Jahren bereits begonnen. (…)

Deshalb soll jeder Gläubige mit ruhigem Vertrauen in die Zukunft blicken, nicht erschrecken, was auch in den nächsten Jahren kommen mag. Wenn er vertrauensvoll zu Gott aufblicken kann, wird ihm kein Leid geschehen.

Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag:„Der große Komet“.

Es handelt sich also um keinen herkömmlichen Kometen, das wird im Text extra hervorgehoben: Ein Komet würde ja keine gerade, sondern eine elliptische Bahn um die Sonne verfolgen. Der hier gemeinte Stern ist darum kein bloßer Materieklumpen, wie sie als Asteroiden zahlreich im Sonnensystem umherschwirren, sondern er kommt von weither und ist mit „hoher geistiger Kraft gefüllt“. Er ist, wie Irlmaier sagte, ein „höheres Wesen“. Und als solches entfaltet er seine Wirkung lange, bevor er überhaupt in Erscheinung tritt. Legt man das Jahr zu Grunde, in dem der Vortrag publiziert wurde (1927), so wird deutlich, dass Abd-ru-shin zufolge sich die Erde bereits seit etwa 100 Jahren unter dem immer stärker werdenden Einfluss dieses Gestirnes befindet.

Man bedenke, welche Veränderungen und Umwälzungen in den vergangenen 100 Jahren auf der Erde bereits stattgefunden haben: Der Erste Weltkrieg beseitigte die Herrschaft der alten Monarchien, der Kommunismus stieg auf und stürzte, der Rassenwahn zeigte sein wahres Gesicht, die Bevormundung der Frau, die Unmenschlichkeit des Totalitarismus, der Rüstungswahnsinn, der Neoliberalismus, die sich nun anbahnende Klimakatastrophe, usw., usw. – alles das führt uns Menschen doch vor Augen, wie wir innerlich beschaffen sind und gibt uns zugleich die Möglichkeit, für die Zukunft andere und bessere Entscheidungen zu treffen, uns somit den Gesetzen der Natur anzupassen! Mit anderen Worten: Was immer in den nächsten Jahren auch kommen mag, die Prophezeiungen vermitteln uns die Hoffnung, dass die Grundlagen menschlichen Seins und Reifens auf der Erde nicht vernichtet werden, sei es durch Krieg, durch Umweltzerstörung oder sei es durch verschiedene Katastrophen, sondern dass wir einen Lern- und Reifungsprozess zu durchlaufen haben, an dessen Ende eine geläuterte Menschheit ihre spirituelle Entwicklung fortsetzen darf.

In diesem Sinne bin ich zuversichtlich, dass auch die gegenwärtige Pandemie mit dem für uns so unangenehmen Coronavirus letztlich mit dazu beiträgt, dass die Erde in Zukunft frei wird von dem bisher leider so niederhaltenden Einfluss ihrer menschlichen Bewohner, weil wir Menschen auf diese Weise gezwungen sein werden, unser Verhalten und unsere Einstellung der Natur und den Mitmenschen gegenüber zu verändern.

Diese Zuversicht und dass auch Ihnen stets ein guter Stern den Weg weisen möge, wünscht Ihnen zum neuen Jahr 2021 am Dreikönigstag

Der Elfenfreund

Simon A. Epptaler

Das vielleicht älteste illustrierte Menschheits- und Religions-Geschichtsbuch der Welt …

… stellen die insgesamt bis zu 300.000 Felsbilder dar, die im norditalienischen Valcamonica auf einer Strecke von 25 Kilometern entlang des Tals verteilt und auf Höhen zwischen 20 und 1400 m über dem Meeresspiegel teilweise noch versteckt liegen. Die Felsbildregion war im Jahre 1979 das erste von der UNESCO als Welterbe anerkannte Objekt in Italien. Anlässlich des 8. Geburtstages dieses Weblogs, das bekanntlich zu Erntedank 2012 erstmals „on air“ ging, möchte ich für dessen LeserInnen ein paar Seiten aus diesem „Geschichtsbuch“ der ganz besonderen Art aufblättern. Dabei stütze ich mich als Text- und Bildquellen auf Wikipedia sowie auf Wikicommons.

Das Valcamonica bei Breno

Die ältesten der Felsbilder sind 12.000 Jahre alt und reichen somit zurück bis zum Ende der letzten Eiszeit. Sie sind mit Jagdpraktiken und -ritualen verbunden und zeigen anfangs unter anderem noch den Elch, der zu Beginn des Nacheiszeitalters in der Region ausgestorben ist.

In der Jungsteinzeit wanderte darauf eine neue Bevölkerung ein und verdrängte die angestammten Jäger und Sammler. Trotzdem wurden die Felsritzungen fortgesetzt, wenn auch mit verändertem Stil. Die „Eintragungen“ enden erst in römischer Zeit, obwohl vereinzelt auch Felsen mit christlichen Motiven vorkommen. Im Mittelalter und in späterer Zeit dürfte es sich nur noch um profanen Zeitvertreib von Hirten gehandelt haben.

Bereits während des norditalienischen Neolithikums (6000 bis 3300 v. Chr.) jedenfalls wurden unter anderem schematisierte menschliche Figuren mit erhobenen Armen (sogenannte Adoranten) dargestellt. Diese Abbildung ist zwar nicht ganz so alt, dafür gut zu erkennen:

Wie der Punkt zwischen den Beinen anzeigt, handelt es sich bei den hier dargestellten Personen um Frauen. Die erhobenen Arme werden als Gebetshaltung interpretiert, wie wir das auch noch aus viel jüngeren antiken Darstellungen kennen:

Betender Knabe, Griechenland um 300 v. Chr.

Auf den Felsbildern des Valcamonica wurden die Betenden oft in Verbindung mit einem zweiten anthropomorphen Wesen dargestellt, also etwa einem Wesen mit Menschengestalt, aber einem Tierkopf. Diese Wesen sind von Historikern als Götterbilder interpretiert worden. Hier ein Beispiel aus keltischer Zeit:

Ein Mensch und das von ihm als Gott verehrte Wesen Cernunnos

Manche der abgebildeten anthropomorphen Wesen erregten aber unter Parawissenschaftlern Aufsehen, weil sie als Abbildungen von Astronauten aufgefasst wurden. (Zum Thema der Prä-Astronautik siehe übrigens auch den Beitrag „Das  ‚fowle‘ unterirdische Elfenreich des Eoin Colfer“ vom 25. Februar 2020)

Wie man sieht, scheinen die Köpfe mancher Figuren von einer Art Nimbus (also einem Heiligenschein) umgeben zu sein.

Die berühmte Camunische Rose, das offizielle Symbol der Region Lombardei, darunter ein Wesen mit Menschengestalt, Tierkopf (?) und „Heiligenschein“

Auf den Felsbildern kann man die technische Entwicklung der Menschheit nachvollziehen, denn natürlich wurden auch jeweilige neue Errungenschaften „verewigt“: Bogen, Pflug, Tierfalle und Webstuhl, später auch Karren und Wagen sowie erste Metallverarbeitung. Wir begegnen dem Pferd als neuem Haustier, Metallverarbeitung und Weberei werden dargestellt. Die Etrusker führten schließlich ein Alphabet ein. Kampfszenen Mann gegen Mann gibt es als Felsbilder verewigt übrigens erst ab der Bronzezeit (2500 bis 1200 v. Chr.). Sowohl ihr technischer Aufschwung, als auch die gleichzeitige moralisch-spirituelle Rückentwicklung der Menschheit ist somit den Felsbildern des Valcamonica über die Jahrtausende hinweg deutlich abzulesen.

Den Versuch einer zusammenhängenden Religionsgeschichte von allem Anfang an bis heute unter Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten findet der/die interessierte Leser/in in meinem Buch „Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können“.

Zum Abschluss noch ein praktischer Tipp: Probieren auch Sie, wenn Sie allein sind, einmal die Gebetshaltung mit erhobenen Armen – ich finde sie sehr natürlich. Mir scheint, die ausgebreitet erhobenen Arme führen leichter zu einer Anbetung hin als die bittend gefalteten Hände, die in den vergangenen Jahrhunderten in unserer Kultur üblich geworden sind …

An wen auch immer Sie Ihre Gebete richten mögen: Im Endeffekt kann uns in allem grassierenden Materialismus nur das Wissen aufrecht erhalten, dass wir geistig sind!

Das weiß und das wünscht Ihnen sehr herzlich

Der Elfenfreund / Alvin

Simon A. Epptaler                                                                      zum Erntedankfest 2020