Wesen und Kind

Die berühmtesten Fotos der Welt

Kennen Sie die “Cottingley Fairies”? Bestimmt sind Ihnen als Naturwesenfreund/in diese Fotografien, die Wikipedia mit Recht als “einen der größten Hoaxes des 20. Jahrhunderts” bezeichnet, bereits einmal untergekommen. Im heurigen Jahr 2017 feiern die Fotos mit dem zweifelhaften Ruf ihr 100-jähriges Jubiläum. Die Bilder sind noch nicht gemeinfrei, aber auf der Seite “Museum of Hoaxes” sehr schön dokumentiert und dort kann man sie sich ansehen.

Die Geschichte an sich will ich an dieser Stelle nicht neuerlich aufrollen. Jede/r kann sie z.B. auf Wikipedia nachlesen, auch wenn mir die Datenlage insgesamt nicht besonders zuverlässig erscheint; so liest man auf verschiedenen Internetseiten unterschiedliche Altersangaben der beiden Mädchen etc. Für mich enthält die Geschichte über die zwei Kinder, die mit ihren Trickfotografien die ganze Weltgemeinde der Spiritisten, der Theosophen und der Naturwesenfreunde an der Nase herumführten und zum Narren machten, durchaus noch einige Fragezeichen, und es wäre schön, wenn sich ihrer  jemand auf seriöse Art und Weise annehmen würde. Das 100-Jahr-Jubiläum heuer würde sich dafür ja anbieten.

Ich möchte das aber nicht tun, sondern lieber ein paar grundsätzliche Gedanken an die überaus berühmten Bilder anknüpfen und in den Raum stellen:

1) Wenn das, was im Internet darüber zu lesen ist, der Wahrheit entspricht, so haben sowohl Elsie Wright als auch Frances Griffiths bis zu ihrem Tod darauf beharrt, im Jahr 1917 als Kinder am Cottingley-Brook (einem kleinen Bach) wiederholt Elfen wahrgenommen zu haben. Leider hat das Tamtam um die gefälschten Fotos offenbar alle Gemüter so verwirrt, dass niemand daran gedacht hat, den beiden Mädchen bzw. später Frauen ein paar sinnvolle Fragen dazu zu stellen. Immer hat man sie nur nach den unglücklichen Fotos befragt, als ob nicht Elfensichtungen an sich schon sensationell genug wären… Schade! Es wären vielleicht sehr interessante und aufschlussreiche Schilderungen daraus entstanden.

FrancesGriffithsandElsieWright

 Frances Grifiths und Elsie Wright 1917. - Schnappschuss von Arthur Wright mit seiner “Midg”-Kamera, mit der auch die beiden ersten Aufnahmen der “Cottingley Fairies” entstanden. Quelle: Wikimedia Commons

Naturwesen fotografieren – geht das überhaupt?

2) Auf unserem Weblog ist von Lesern wiederholt die Frage gestellt worden, ob es prinzipiell möglich sei, Naturwesen zu fotografieren. Mit Sicherheit kann ich dazu nur sagen, dass es meines Wissens bis jetzt jedenfalls noch nie gelungen ist, zumindest ist mir kein derartiges Bild bekannt. Ob in Zukunft vielleicht einmal eine technische  Erfindung gemacht werden wird, die das Abbilden von Naturwesen und damit deren Wahrnehmung für jedermann/-frau mit deren körperlichen Augen ermöglichen wird, kann ich zum heutigen Zeitpunkt natürlich nicht völlig ausschließen, aber ein bisschen skeptisch bin ich diesbezüglich schon – und zwar aus folgendem Grund: Wenn man verschiedene Beschreibungen miteinander vergleicht, die Hellsichtige von Naturwesen gemacht haben, so merkt man bald, dass diese Beschreibungen jede für sich genommen zwar oft durchaus stimmig erscheinen, aber mit den Beschreibungen anderer Hellsichtiger nicht unbedingt und in allen Details übereinstimmen. Die Wahrnehmungen der “inneren Welten” durch Hellsehende/n X deckt sich nicht immer in allen Details mit den Wahrnehmungen der selben (?) Welten durch Hellsehende/n Y! Wie ist das möglich? Muss man etwa allen Hellseherberichten mit Misstrauen begegnen? Möglich, aber gibt auch eine andere Erklärung: Es könnte sein, dass bei der Wahrnehmung “feinerer” Welten und Wesen einfach zwangsläufig sehr viel Subjektives mit in die Waagschale fällt. Mit diesem “Subjektiven” ist die “Innenwelt” des oder der Schauenden gemeint, die ja bei jedem Menschen buchstäblich eine Welt für sich bedeutet, also Gedanken, Einstellungen etc. Ich halte es für möglich, dass das Feinstoffliche für jeden Menschen je nach seiner individuellen Eigenart unterschiedlich – und damit meine ich auch in unterschiedlicher Form – erscheint. Genau das ist aber bei einer Fotografie, so wie wir sie kennen, aus der Natur der Sache heraus ausgeschlossen, und darum frage ich mich, ob es so etwas wie “Naturwesenfotos” überhaupt jemals geben kann und wird. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel “Wesen und Form” vom März 2014! Auch Margot Ruis hat sich übrigens zum Thema “Naturwesenfotos” sehr dezidiert geäußert, und sie können ihre Stellungnahme zu dem Thema ebenfalls auf diesem Blog unter “Leser(-innen)-Briefe” (unterhalb der Fotos) nachlesen.

Übrigens habe ich Margot Ruis auch nach ihrer Einschätzung gefragt, ob Naturwesen dazu zu bewegen sein könnten, sich durch die Verwendung von “Ektoplasma” (eine feine Substanz, die dem Körper eines Mediums von sich kundgebenden Geistern entnommen wird) zu “materialisieren”, wie das von Geistern auf spiritistischen Séancen dokumentiert ist. Ihre Meinung war damals sehr klar: “So etwas tun Naturwesen nicht!”

Wesen und Kind: Ein volkstümlicher Mythos?

Mantegna Engerl klein

Nicht Foto, sondern Fresko: Andrea Mantegna (1431 – 1506), Detail aus der Camera degli Sposi, Castello di San Giorgio, Palazzo Ducale, Mantua. Bitte beachten Sie die Flügel: Meiner Meinung nach kennzeichnen sie diese Putten ganz klar als Naturwesen…

3) Warum haben Kinder (besonders Mädchen) überhaupt so eine Affinität zu Elfen? Beinahe alle Mädchen im zarten Alter lieben Elfen, stellen sie entweder von sich aus bildhaft dar oder sind jedenfalls ganz leicht für das Thema zu begeistern. Die Beobachtung, dass Kinder einen besonderen “Draht” zu Naturwesen haben, ist geradezu volkstümlich: Die Fähigkeit, “hinüberschauen” zu können ins Reich der feinstofflichen Naturwesen (sofern man ihre Realität für möglich hält) wird am ehesten Kindern zugetraut und zugebilligt. Anders verhält es sich übrigens mit Geistern, also den Seelen Verstorbener bzw. mit Dämonen: Dass diese zu Kindern leichteren Zugang haben könnten, wird allgemein eher nicht angenommen. Obwohl praktisch alle Kinder sich im Dunkeln fürchten! (Wobei eher nicht anzunehmen ist, dass diese Furcht den Elfen gilt…)

Und noch eines ist interessant: Wenn wir uns künstlerische Abbildungen ansehen, die Naturwesen darstellen sollen, so tragen diese fast immer kindliche Züge … selbst dann, wenn sie, wie im Falle etwa eines Zwerges, mit langem weißem Bart ausgestattet wurden: Also auch auf ein an sich uraltes Wesen wenden wir unwillkürlich eine Art “Kindchenschema” an!

Wesen und Kind: dass zwischen beiden Arten eine geheimnisvolle Verbindung existiert, “wissen” wir offenbar intuitiv. Doch worin besteht diese Verbindung?

Beginnen wir unsere Überlegungen beim Kind und führen wir uns so entzückende Persönchen im Alter von – sagen wir – etwa sieben Jahren einmal vor Augen: Sie sind fast immer in Bewegung und allem, was sie tun, widmen sie sich mit großer Hingabe. Wir können alle Emotionen, jede Seelenregung vom Gesicht ablesen. Sie sind noch klein, darum brauchen und suchen sie den Schutz der Erwachsenen, und die Natur hat sie mit Fähigkeiten ausgestattet, die Erwachsene normalerweise dazu veranlassen, diesem Schutzbedürfnis auch nach Kräften nachzukommen. Obwohl sie ganz der Gegenwart leben – vielleicht sogar intensiver, als ein/e Erwachsene/r es fertigbringt – , ist die kindliche Wahrnehmung eine andere als die von Erwachsenen; es ist, als lebten Kinder in einer “anderen” Welt. “Erde an …” ist man oft versucht, die Träumenden in die “Realität” zurückzurufen, wenn der Fokus des Kindes deutlich erkennbar auf anderen Inhalten liegt als etwa von Lehrer/in oder Erzieher/in gerade gewünscht.  Man könnte es der mangelnden Gehirnreife zuschreiben, wenn das Kind anders im Leben steht als Erwachsene, doch ist es mehr als nur das, wie ich später noch zeigen werde. Jedenfalls sollte man darin nicht nur den Mangel sehen, der Kinder vieles nicht begreifen lässt, was für Erwachsene offensichtlich ist, sondern auch die Chancen darin erkennen, die dadurch den Heranreifenden ganz natürlich gegeben sind: Von vielem, das sie noch nicht verstehen, sind Kinder unbeschwert, und sind sie dadurch für alles offen. Das Kindsein schützt vor mancher Last, oder besser gesagt: Es lässt eine Last oft nicht als solche erkennen. Dadurch können Kinder Ungeheueres ertragen, es ist bekannt, dass Kinder in praktisch jede Situation hineinzuwachsen vermögen! Kinder lernen schnell durch Nachahmung. Vieles, was sie dabei tun, bleibt ihnen unbewusst, es wird nicht reflektiert, manchmal auch verdrängt oder ausgeblendet. Doch das bedeutet nicht, dass es keine Wirkung hätte, im Gegenteil: was ein Kind erlebt, dringt sehr tief, wird Teil des Lebens, das vor ihm liegt, geht buchstäblich ein “in Fleisch und Blut”. Nichts prägt einen Menschen so stark wie seine oder ihre Kindheit und Jugend.

Was ist “Kinderfolklore”?

Faszinierend finde ich folgendes: Es existiert bei Kindern so etwas wie eine eigenständige kulturelle Tradition, also eine Art Kinderkultur, die offenbar auch ohne Zutun von Erwachsenen vermutlich seit Jahrhunderten oder sogar noch länger von Kindergeneration zu Kindergeneration weiterüberliefert wird. So hat mir etwa unlängst meine Tochter einen Witz erzählt, den ich als Erwachsener niemals weitererzählen würde; und doch kann ich mich erinnern, dass wir als Kinder vor 40 Jahren uns denselben Witz bereits genau so erzählt haben. Wie ist das möglich?

Die Wissenschaft nennt das “Kinderfolklore” und rechnet auch Kinderschreckfiguren, Kinderglauben, Wiegenlieder, Fingerreime, Abzählspiele und ähnliches dazu. (Quelle: Wikipedia, Stichwort: Kinderfolklore)

Denken wir etwa an das auf Schulhöfen etc. so beliebte “Tempelhüpfen” (Hickelkasten, Paradiesspiel, Himmel und Hölle etc.): Man findet dieses Spiel nahezu überall auf der ganzen Welt in einer Vielzahl von Variationen und Spielarten. Auf dem Boden des antiken Forums (!) in Rom fand man eines der ältesten erhaltenen Hickel-Diagramme, eingeritzt wohl mit einem Stein. Bestimmt ist das Spiel aber noch viel älter – doch von Kindern in die Erde eingeritzte Linien erhalten sich eben nicht auf Dauer. Doch die lebendige Tradition pflanzt sich bis heute von Kind zu Kind fort – ist das nicht faszinierend?

Möglich, dass das Gummihüpfen (Gummi-Twist) erst mit der Erfindung und der leichten Verfügbarkeit von Einzugsgummi so beliebt geworden und somit eine neue weltweite Tradition begründet worden ist – aber wer sagt, dass dieses Spiel nicht schon vor Jahrhunderten ebenso auch mit Schnur statt mit Gummi gespielt worden ist?

Klatschspiele, Abzählreime, Fadenspiele (z.B. das Abnehmspiel), Versteckspiel, Fangen, Plumpsack, Schere-Stein-Papier, Springschnurspringen, Stille Post usw. usw. sind alles Spiele, die überwiegend von Kindern direkt an Kinder weiterüberliefert wurden und werden und die vermutlich in zahlreichen Variationen abgewandelt auf bereits uralte Vorbilder zurückgehen.

Kinder sind k(l)eine Menschen?

Wenn aber Kinder über eine eigenständige kulturelle Tradition verfügen, die (und das finde ich am faszinierendsten) einigermaßen unabhängig abläuft von den kulturellen Traditionen der Erwachsenen, dann wäre es eigentlich naheliegend, das Kind als solches bzw. auch den Begriff der Kindheit als eigenständige Art zu betrachten und zu untersuchen. Das Kind also kulturell nicht einfach der Gattung Homo sapiens zuzurechnen, sondern als eigene Gattung zu führen – ein absurder Gedanke? Freilich, biologisch bzw. genetisch gesehen ist das Kind des Homo sapiens ebenfalls ein Homo sapiens, aber wie verhält es sich kulturgeschichtlich  bzw. geistesgeschichtlich?

Um es ganz pointiert zu sagen: Das Kind entwickelt sich zwar auf ganz natürliche Weise weiter zum Menschen, aber meiner Meinung nach sind Kind und Mensch (kulturell, nicht biologisch) trotzdem zweierlei!

Die Natur bringt nicht Menschen, sondern Kinder hervor. Das Kind ist Teil der Natur, der Mensch dagegen ist ihr entwachsen.

Oder anders: Durch seine natürliche Herkunft gehört das Kind den Naturreichen zu; der Mensch hat dieselben aber verlassen kraft der Freiheit seines Wollens. Denn der Mensch verfügt über einen Willen, der ihn befähigt hat, aus dem Rahmen des Naturgegebenen und auch des Natürlichen herauszutreten.

“Natur und Mensch” ist ein weites Thema, über das sich Menschen zu allen Zeiten und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln Gedanken gemacht haben. Was daher im Rahmen dieses Weblogs, das sich mit der Thematik der Naturwesen beschäftigt, mit den oben angeführten Aussagen angedeutet sein soll, ist folgendes:

Das Kind steht – und das deckt sich mit meinen Beobachtungen, mit denen ich als Volksschullehrer und Familienvater tagtäglich konfrontiert bin – dem Naturhaften innerlich näher als der (erwachsene) Mensch. Das Kind erlebt die Natur als etwas Lebendiges, als belebt. Für ein Kind ist es nichts Besonderes, wenn Autos (etwa in Trickfilmen) miteinander sprechen! Fast alle Kinder lieben Tiere und können eine ganz innige und nahe Beziehung zu ihnen spüren. Da liegt doch die Vermutung sehr nahe, dass Kinder auch das Wesenhaft-Belebte hinter den Manifestationen der stofflichen Natur leichter nachempfinden und verstehen können als erwachsene Menschen. Um nicht missverstanden zu werden: Damit sind nicht unbedingt Naturwesen-Sichtungen gemeint. Ich spreche hier von einem innerlichen Nahestehen, einem erleichterten Nachempfinden, einem ganz natürlichen, unverkopften “In-Beziehung-Sein” mit den Kräften, die die Stofflichkeit beleben … und denen nicht zuletzt dieses Weblog gewidmet ist.

So weit meine Beobachtungen.

Wer eine philosophische oder weltanschauliche Begründung sucht, WARUM Kinder dem Wesenhaften näher stehen als Erwachsene, der sei auf Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) verwiesen, der in seinem weltanschaulichen Werk “Im Lichte der Wahrheit” den Sachverhalt genau beschrieben und begründet hat. Für diejenigen, die sich dafür interessieren, sei der Versuch unternommen, in aller Kürze wesentliche Aussagen daraus zu dem Thema zusammenzufassen:

Der Begriff “wesenhaft” bei Abd-ru-shin

Um seinen Leserinnen und Lesern zu verdeutlichen, dass auf der Welt und auch noch weit darüber hinausgehend alles in Formen sei, auch dort, wo wir mit unseren Augen normalerweise keine Formen wahrzunehmen vermögen wie z.B. die Gedanken, das “Geistige” oder die wirkenden Kräfte in der Natur (Naturgesetze), prägte Abd-ru-shin den Begriff “wesenhaft”. Die Naturkräfte, die die Stofflichkeit bewegen, sind demnach Wesen, die – in unterschiedlicher Abstufung – auch über Persönlichkeit und Intelligenz verfügen. Naturwesen sind also Geschöpfe, die – für uns unsichtbar – in der materiellen Welt schaffen und hier streng gesetzmäßig die Formen der belebten wie auch der anorganischen Natur hervorbringen.

Da Wesen aber nicht nur in der materiellen Welt vorkommen, sondern ein allumfassendes Gestaltungsprinzip darstellen, unterschied Abd-ru-shin in weiterer Folge die Begriffe “göttlich-wesenhaft”, “geistig-wesenhaft” und “nur-wesenhaft” und stellte klar, dass Tierseelen und Naturwesen, deren Wirkungsgebiet die materielle Welt ist, aus dem “Nur-Wesenhaften” stammen, die Seele des Menschen dagegen aus dem “Geistig-Wesenhaften”, welche höherer Herkunft und feinerer Beschaffenheit ist als das “Nur-Wesenhafte”. Darum benötigt die geistig-wesenhafte Seele des Menschen, um sich in einem materiellen Erdenkörper inkarnieren zu können, eine “nur-wesenhafte” Umhüllung, da Geistig-Wesenhaftes ohne ein solches Bindeglied nicht unmittelbar auf Materielles einwirken könnte.

Der irdische Heranreifungsprozess eines auf Erden inkarnierten Menschen verläuft nun so, dass der geistig-wesenhafte Kern in der Menschenseele erst mit der Pubertät allmählich die Führung übernimmt, nachdem der Aufbau des Körpers durch die nur-wesenhaften Anteile der Seele bereits weitgehend abgeschlossen ist. Während der Kindheit kann also der Geist nicht unmittelbar durch den Körper auf die Umgebung wirken, sondern das Kind agiert lediglich aus seinen nur-wesenhaften Anteilen heraus.

Daraus wird klar, dass zwischen Kindern vor der Pubertät und Naturwesen tatsächlich eine  gewisse Gleichart gegeben ist. Für mich erklären sich durch Abd-ru-shins Darstellungen meine Beobachtungen, die ich weiter oben unter 3) angeführt habe. Dass sich aus diesem Sachverhalt heraus natürlich umfangreiche Implikationen nicht zuletzt auf Pädagogik und Erziehung ergeben würden, ist offensichtlich. In seinem Vortrag “Das Kind” hat Abd-ru-shin solche angedeutet und Sie können einige Absätze aus diesem Vortrag unter Gralsbotschaft – April 2017 nachlesen.

Es grüßt Sie herzlich

Der Elfenfreund                                                                               im April 2017

 

Trübe Aussichten

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Dora van Gelder  war bereits weit über 80, als ihr legendäres Buch ”The Real World of Fairies” (1. Auflage erschienen 1977) neu aufgelegt wurde. In diesem Buch (der Titel der deutschen Übersetzung lautet “Im Reich der Naturgeister”) schildert das hellseherische Ausnahmetalent bekanntlich Erlebnisse mit Naturwesen seit ihrer Jugend. Im Nachwort zur neuen Auflage jedoch (sie erschien Anfang der 1990er) geht sie auch auf die gegenwärtigen Bedingungen ein. Sie schreibt:

“Als die Entscheidung fiel, dieses alte Manuskript durchzulesen und zu veröffentlichen, meinten Freunde, dass sich wohl auch im Elfenreich gewaltige Veränderungen vollzogen haben müssten, so wie dies in unserer physischen Welt geschah. Dies schien gewiss ein interessanter Gedanke, doch erst in dem Moment, als sie vorschlugen, ich solle doch wieder einige derselben Orte aufsuchen, um festzustellen, welche Wirkung die Umweltverschmutzung des Menschen auf das Elfenreich ausgeübt haben mag. Ich war geneigt, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Es war mir natürlich nicht möglich, die ganze Strecke bis nach Australien, Java oder Indien zurückzulegen, um Vergleiche durchzuführen, doch ich überprüfte die Bucht an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Ich begnügte mich allein damit.

Die Jahre der Ölverschmutzung, der Abfall, den man in den Ozean warf, die Kohlenmonoxydabgase der Autos und des Menschen ständige Landbebauung, die einen Übergriff auf Bereiche der Elfen mit sich brachte, mussten Auswirkungen gezeigt haben. Wir würden sehen!”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 140f.)

Wie gesagt, war Dora van Gelder zu diesem Zeitpunkt bereits alt und abgeklärt und als Theosophin war sie vom Vertrauen durchdrungen, dass die Entwicklung der Menschheit durch die Jahrtausende letztlich einen guten Ausgang nehmen würde. Trotzdem ist in ihren Worten eine gewisse Bestürzung nicht zu überhören, wenn sie – nach erfolgter Begutachtung der besagten Bucht – etwas weiter unten feststellt:

“Da die Engel sich auf einer höheren Stufe befinden (als die Elfen, d.E.), erleben sie die Verschmutzung nicht so unmittelbar, zeigen sich aber tief durch die Folgen berührt. Den Engeln machen die Auswirkungen der Umweltverschmutzung mehr zu schaffen als den Elfen. Sie wissen, dass die Menschheit auf lange Sicht Mittel und Wege finden wird, um die Umweltbedingungen zu verbessern, doch es gilt, eine gefährliche Zeit zu durchschreiten, eine Zeit großer Belastungen, die sich in den inneren Welten durch einen gewaltigen Druck offenbart.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 143f.)

Dora Van Gelder unterscheidet in dieser Textstelle zwischen Elfen (engl. fairies), also kleineren (30 – 60 cm) Elementarwesen, die von ihrer dichteren Beschaffenheit her der groben Stofflichkeit am nächsten stehen, und Engeln (angels), größeren Wesenheiten von vergleichsweise feinerer Beschaffenheit und höherer Entwicklung sowie Intelligenz. Beide Begriffe bezeichnen aber (bei Dora van Gelder) Wesen, die den Naturreichen zugehörig sind. (NB: Die spärlich bekleideten Wasserwesen in der aktuellen Kopfzeile unseres Weblogs sind einem Gemälde von Adolf Liebscher (1857 – 1919) entnommen und entsprechen nicht den Beschreibungen Dora van Gelders.)

Und das sind, kurz gesagt, die gravierendsten Veränderungen, die Dora van Gelder um 1990 feststellte, als sie nach etwa 15 Jahren Unterbrechung eine Bucht an der Ostküste der USA wieder aufsuchte, um zu überprüfen, ob und wie das feinstoffliche Leben an diesem Ort sich seither geändert habe:

  • Es gibt deutlich weniger Elfen als früher und sie stehen dem Menschen reservierter gegenüber. Es besteht die Neigung zur Furcht und zum Rückzug.
  • Das gesamte Energienetz des Meeres ist brüchig geworden. Die Energien fließen nicht mehr harmonisch. Da dieser Schaden auf physischen Ursachen beruht, vermögen ihn die Elfen nur teilweise zu reparieren.
  • Die “Symbiose zwischen Meer und Luft”, die früher vorhanden war, existiert nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr vollständig.
  • Die Umweltverschmutzung bildet “eine Art Band dichter Energie”, welches die Wechselbeziehung zwischen Erde, Wasser und Luft beeinträchtigt.
  • Wenn verschmutztes Wasser im Boden versickert, “unterbricht es auf heimtückische Weise den natürlichen Kreislauf und die gewachsene Harmonie”.
  • Auch das Energienetz der an sich saubereren, höheren Schichten der Luft ist “mit einem Schleier umhüllt”.
  • Durch die Zunahme der Gebäude, Fabriken, Schulen, Häuser und Wohnungen verloren Elfen ihren Lebensraum.
  • Auch synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel wirken sich auf ihre Arbeit nachteilig aus.

Zusammengefasst stellt Dora van Gelder fest, dass die Elfen des Meeres ihre Aufgaben immer noch erfüllen, doch seien die Ergebnisse nicht so zufriedenstellend wie vormals. Die Elfen sind ziemlich bestürzt und wissen nicht, was sie tun sollen. Sie verstehen nicht, warum die Verschmutzung zugenommen hat und warum es nicht mehr so viele Fische gibt, doch sie spüren, dass der Mensch dafür verantwortlich ist, und so zeigen selbst Meereselfen sich dem Menschen nicht gut gesinnt.

Von den Elfen der Küste hatte Dora van Gelder immer gesagt, dass sie sich dem Festland, den Tieren, Pflanzen und sogar den Menschen sehr innig verbunden fühlen. Nun aber charakterisiert sie die Situation folgendermaßen:

“Sie erfüllen ihre Aufgaben, verspüren im großen und ganzen jedoch keine sehr enge Verbindung zum Menschen mehr, es sei denn, beide begegnen sich in Wäldern und Tälern, mit anderen Worten, wenn beide die Schönheit der Natur genießen. Es wäre nicht richtig, euch glauben zu machen, dass es ihnen an Lebensfreude mangelt; sie ist Teil ihres Lebens. Sie bemerken, dass gewisse Lebensformen zu existieren aufhören, doch sie erfreuen sich an den noch vorhandenen Bäumen und Pflanzen und verrichten ihre Arbeit mit der gleichen Begeisterung wie vorher.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 144f.)

Wie die Meereselfen, haben laut Dora van Gelder auch die Luftelfen sich zurückgezogen und scheinen nicht mehr gegen die Verschmutzung anzukämpfen. Um sich den Auswirkungen der Luftverschmutzung zu entziehen, suchen sie größere Himmelshöhen auf, doch sind sie nicht besonders glücklich. Das Energienetz der höheren Schichten ist mit einem Schleier umhüllt. Sie führen ihre Arbeit fort, aber es hat sich etwas geändert. Sie fühlen, dass sich die vom Menschen verursachten Schäden ihrer Kontrolle entziehen und dass sie sich dem nicht anzupassen vermögen, was sie entmutigt.

So weit diese Momentaufnahme, entstanden, wie gesagt, Anfang der 1990er Jahre in einer Bucht an der Ostküste der USA.

Wieder sind mehr als 20 Jahre vergangen.

Die Umweltgesetzgebung in einigen Ländern wurde unterdessen verschärft. Für viele Stoffe, die man früher bedenkenlos in die Natur freisetzte, gelten heute strenge Vorschriften – wenn auch leider nicht überall. (Bekanntlich mit ein Grund dafür, dass viele Industriezweige ihre Produktionsstandorte in Entwicklungs- und Schwellenländer verlegt haben: um die strengen Umweltauflagen, die unter dem Druck wachsenden ökologischen Bewusstseins in zahlreichen westlichen Staaten eingeführt wurden, zu umgehen.) Auch gibt es heute mehr biologische Landwirtschaft als noch vor 20 Jahren.

Wie mag sich die Situation wohl heute, im Jahr 2016, darstellen?

Dora van Gelder können wir nicht mehr fragen, sie verstarb 1999.

Folgt man jedoch den Darstellungen von Margot Ruis in ihrem Buch “Naturwesen und Erdheilung” (Gralsverlag, 2011), ist die Lage heute nicht weniger dramatisch und besorgniserregend als vor 20 Jahren. Ihrer Ansicht nach ist es vor allem die heutige Allgegenwart von elektromagnetischen Feldern, die Naturwesen – zusätzlich zur bestehenden und weltweit immer mehr zunehmenden stofflichen Umweltverschmutzung – immer mehr in Bedrängnis bringt. Außerdem betont Margot Ruis an verschiedener Stelle, wie empfindlich Naturwesen auf die Schwingungen des fehlgeleiteten menschlichen Gedankenwollens bzw. auf menschliche Gedanken reagieren. (Den Artikel “Willkommen im Netz” vom November 2012 haben wir in Zusammenarbeit mit Margot Ruis dieser Thematik gewidmet.)

Bleiben wir aber noch ein wenig bei der seit 1990 enorm zugenommenen Umweltverschmutzung durch elektromagnetische Felder (EMF). Diese Felder werden vom Menschen erzeugt, um u.a. Mobilfunk, Rundfunksender, Radargeräte, DECT-Telefone, WLAN, Mikrowellenherde oder Bluetooth-Geräte zu betreiben. Wie sich herausstellte, reagieren manche Menschen ausgesprochen empfindlich auf solche (mit den 5 Sinnen nicht wahrnehmbare) künstliche Felder, die aber (besonders seit der Verbreitung des Mobilfunks seit etwa 20 Jahren) plötzlich omnipräsent sind.

Von Betroffenen werden Symptome von Unwohlsein, Kopfschmerzen, schweren Schlafstörungen bis hin zu kognitiven Ausfallserscheinungen angegeben.

In der Literatur werden u. a. ebenfalls Bluthochdruck oder Blutdruckschwankungen, Schwindel, Tinnitus, Wortfindungsschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Sehstörungen, Hautkrankheiten und Schädigungen auf Zellebene beschrieben.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich regelmäßig schlecht schlafe, wenn meine Tochter im Zimmer unter meinem Schlafzimmer vergisst, das WLAN über Nacht abzudrehen – obwohl ich derart schwere Symptome wie oben angeführt zum Glück bisher nicht entwickelt habe. Doch als “lebender und leidender” WLAN-Detektor ist meine Trefferquote über Nacht bemerkenswert hoch.

2012 gab die österreichische Ärztekammer nach Sichtung aktueller Studien und Fachliteratur eine erste Leitlinie für österreichische Ärzte zur Diagnose und Therapie des „EMF-Syndroms“ heraus. Es wird darin „die Verwendung der Schlüsselnummer Z58.4 ‘Exposition gegenüber Strahlung’ gemäß der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10)“ empfohlen. Damit wurden elektromagnetische Felder als mögliche Krankheitsursache von der österreichischen Ärztekammer anerkannt. Eine Expositionsreduktion, Lebensstilberatung und ganzheitliche Therapieansätze sowie eine symptomatische Therapie werden dort als Therapieempfehlung ausgesprochen (Quelle: Wikipedia, Stichwort “Elektrosensibilität”).

Ein empfehlenswerter Dokumentarfilm (“Was wir nicht sehen” von Anna Wohlgenannt) zum Thema lief kürzlich in österreichischen Kinos.

Der Mechanismus, nach dem elektromagnetische Felder auf den Menschen eine derart einschneidende Wirkung ausüben können, ist nicht bekannt. Natürlich liegt es nahe, einen Einfluss der elektromagnetischen Felder auf die ebenfalls elektrische Reizleitung in den Nervenbahnen bzw. im Gehirn zu vermuten, doch ist eine solche Wechselwirkung bisher nicht nachgewiesen. Ich persönlich halte es für möglich, dass die künstlichen elektromagnetischen Felder den natürlichen Strahlenkranz um den Menschen (auch Od oder Aura genannt) schädigen. Demnach würden diese unsichtbaren elektromagnetischen Felder also zunächst den ebenfalls unsichtbaren Astralkörper des Menschen beeinträchtigen bzw. eventuell auch die noch eine Stufe dichtere, aber ebenso unsichtbare Verbindungsebene vom Astral- zum grobstofflichen Körper, die aus körperlichen Ausstrahlungen gebildet wird. Erst in weiterer Folge würde die Schädigung auf den grobstofflichen Körper übergehen und wäre mit technischen Hilfsmitteln somit naturgemäß nicht unmittelbar, sondern  erst nach einem gewissen Zeitraum nachweisbar.

Diese aus körperlichen Ausstrahlungen gebildete Übergangsebene vom Astral- auf den grobstofflichen Körper wird meines Wissens einzig von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) erwähnt und in seinem Vortrag “Das Blutgeheimnis” (Im Lichte der Wahrheit, Band III) erklärt. Demnach bildet die Ausstrahlung des Blutes eines Menschen die Brücke, durch welche die “magnetische” Verbindung des Körpers zum Geist in seinen verschiedenartigen Umhüllungen, als deren dichteste der Astralkörper anzusehen ist, hergestellt wird. Diese Strahlungsbrücke ist naturgemäß sehr fein und bei jedem Menschen ganz individuell verschieden, ganz entsprechend den geistigen Eigenarten des jeweiligen Menschen. Möglich, dass in diesem Umstand der Grund dafür zu suchen ist, dass die Menschen sehr unterschiedlich – und viele vielleicht tatsächlich gar nicht – auf elektromagnetische Felder reagieren. Ebenso möglich ist aber auch, dass die Mehrzahl der Menschen gegen derart künstliche Einwirkungen bislang einfach kein Sensorium entwickelt hat, da sie erst seit verschwindend kurzer Zeit – im Vergleich zur Evolution – bestehen. Das bedeutet, wir werden von elektromagnetischen Feldern geschädigt, aber spüren es meist nicht.

Dass in ähnlicher Weise auch andere grobstoffliche Lebewesen und unter Umständen auch Elfen durch vom Menschen erzeugte Strahlungen und Felder beeinträchtigt sein könnten, erscheint mir damit ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Es ist ja leider bislang unser Wissen über die feineren Ebenen und Ausstrahlungen der Stofflichkeit, in denen wir leben und mit denen wir täglich umgehen, verschwindend gering.

Zwar “wissen” wir aus der berühmten Einsteinschen Formel E=mc2, dass alle Materie letztlich aus Strahlung besteht, gewissermaßen also aus erstarrter und formgewordener Energie. Dieses Wissen deckt sich jedoch nicht mit unserer Alltagswahrnehmung und bleibt somit für die allermeisten Menschen leider rein theoretisch. Der Verstand, den das materielle Gehirn erzeugt, ist im Alltag nicht in der Lage, Materie von einer übermateriellen Warte als “formgewordenes Gotteslicht” wahrzunehmen. (Lesen Sie dazu auch unseren Artikel “Schönheit und Licht” vom April 2015!)

Weiters wissen wir aus den Schilderungen hellseherisch begabter Menschen wie z.B Dora van Gelder oder auch Margot Ruis, dass wir uns auch die überirdischen Bereiche, in denen Elfen und Engel tätig sind, geformt vorzustellen haben.

Religiöse Offenbarungsschriften sprechen drittens von einer göttlichen, schöpferischen ”Kraft”, aus der alles Bestehende – sei es nun in grob- oder feinstofflicher Gestalt – entstanden sein soll.

Wie können wir das alles in eine Zusammenschau bringen?

Abd-ru-shin erklärt in seinem Werk “Im Lichte der Wahrheit” den Sachverhalt kurz gesagt so, dass in einem weit über der uns bekannten irdischen Materie liegenden göttlichen Bereich göttliche, schöpferische Kraft ausgegossen wird, die sich – je nach ihrer Entfernung vom göttlichen Urquell – in Ebenen unterschiedlicher “Erkaltungsgrade” absetzt. So entstehen die verschiedenen Stofflichkeiten, angefangen von der feinsten Fein- bis herab zu der uns bekannten groben Grobstofflichkeit:

“Die verschiedenen Arten der Stofflichkeit liegen ganz unten am Grunde oder Ende der Schöpfung. Wieder wie in der ganzen Schöpfung oben mit der leichtesten Art beginnend, und abwärtsgehend mit der schwersten und dichtesten aufhörend. Diese sämtlichen Arten der Stofflichkeit dienen lediglich als Hilfsmittel zur Entwickelung alles Geistigen, das darein wie in einen fruchtbaren Ackerboden als Keim taucht. Genau so, wie ein Samenkorn die Erde zum Keimen und Wachsen benötigt.

Die Stofflichkeit selbst ist in den einzelnen Schichten für sich allein untätig, hilflos. Erst dann, wenn sie durch das über ihr ruhende Wesenhafte durchdrungen und gebunden wird, erhält sie Wärme und Lebendigkeit, dient zu Hüllen oder Körpern der verschiedensten Formen und Arten.

Wie ich schon sagte, lassen sich die verschiedenen Arten der Stofflichkeit nicht vermischen, wohl aber durch das Wesenhafte binden und auch mehrfach verbinden. In dieser Bindung und Verbindung entstehen nun Wärmen und Ausstrahlungen. Jede einzelne Stofflichkeitsart erzeugt dabei ihre bestimmte, eigene Ausstrahlung, welche sich mit den Ausstrahlungen der anderen mit ihr verbundenen Arten vermischt und zusammen einen Strahlungskranz ergibt, den man heute schon kennt und Od oder auch Ausstrahlung nennt.

So hat jeder Stein, jede Pflanze, jedes Tier seine Ausstrahlung, die man beobachten kann, und die je nach dem Zustande des Körpers, also der Hülle oder Form, ganz verschieden ist. Deshalb lassen sich auch Störungen in dem Strahlungskranze beobachten und daran Krankheitspunkte der Hülle erkennen.

Der Strahlungskranz gibt also jeder Form eine besondere Umgebung, die einen Schutz in der Abwehr, gleichzeitig aber auch eine Brücke zu der weiteren Umgebung bildet.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. II. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Grobstofflichkeit, Feinstofflichkeit, Strahlungen, Raum und Zeit. Den ungekürzten Vortrag können Sie nachlesen unter Gralsbotschaft – März 2016)

Wesenhafte Kräfte durchdringen und verbinden demnach die Ebenen der Stofflichkeiten, bringen darin verschiedenartige Formen hervor und machen sie dadurch erst dafür geeignet, dass Menschengeister sich verkörpern können. Zu solchen wesenhaften Kräften gehören Elfen und andere Naturwesen, die lange vor Ankunft des Menschen auf der Erde dieselbe dafür vorbereiteten, seine Entwicklung begleiteten und noch heute alles tun, was in ihren Kräften steht, um die Natur zu fördern und zu erhalten. Wesenhafte Kräfte wirken aber nicht nur in der äußeren Natur, sondern auch z.B. in den Körpern aller Menschen und Tiere und überhaupt in aller Materie bis herab zu den allerkleinsten Atomteilchen. Diese wesenhaften Kräfte erfüllen ihre Aufgaben streng gesetzmäßig, sie sind gewissermaßen formgewordener, ausführender Schöpfungswille. Die Naturgesetze, die in der von uns erforschten Materie wirken, sind nur ein kleiner Teil, die äußersten Auswirkungen dieses allumfassenden Schöpferwillens. (Mehr zum “Wesen” der Naturwesen können Sie nachlesen in unseren Artikeln “Wesen und Geist” vom Juli 2014 und “Wesen und Mensch” vom September 2014.)

Wenn nun der Mensch nach seinem Willen Stoffe künstlich erzeugt, die in der Natur nicht vorhanden sind, so stellt sich die Frage, wie diese in den natürlich vorgegebenen Ordnungsahmen passen.

Abd-ru-shin warnte bereits Anfang der 1930er Jahre:

“Allein wie die Natur in ihrem wesenhaften und schöpfungsgesetzmäßigen Wirken die Verbindungen der Stofflichkeiten schafft, nur darin lieget eine aufbauende Kraft und Ausstrahlung, während bei anderen, diesen Gesetzen nicht genau entsprechenden Verbindungen, durch Menschensinn erdacht, sich gegenseitig schädigende, vielleicht sogar zerstörende, zersetzende Ausstrahlungen bilden, von deren eigentlichen Endauswirkungen die Menschen keine Ahnung haben.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. III. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Natur)

Vor 100 Jahren, als sich die chemische Industrie gerade erst zu entwickeln begann, dachte niemand an die Folgen einer Freisetzung solcher synthetischen Stoffe. Man freute sich kindlich an den technischen Errungenschaften und lobte die Eigenschaften der neuen ”Kunststoffe”, die sich äußerlich zunächst kaum von traditionellen Werkstoffen wie Holz oder Horn unterschieden. Bald aber lernte man, die Eigenschaften synthetisch hergestellter Materialien immer besser zu beeinflussen.

Heute beträgt die Jahresproduktion von Kunststoffen weltweit fast 300 Mio. Tonnen (2013). Nur ein kleiner Teil davon wird recycelt oder verbrannt; das meiste gelangt in die Natur und verbleibt dort, da die Kunststoffe zwar zu immer kleineren Teilchen zerrieben werden bzw. unter UV-Licht zu sogenanntem Mikroplastik zerfallen, aber nicht biologisch abgebaut werden. Je nach Schätzung gelangen weltweit zwischen 700 und 3000 Tonnen Kunststoffe stündlich (!!) ins Meer.  (Quelle: Wikipedia, Stichwort “Kunststoff”)

Um sich das einmal in seiner ganzen Tragweite bewusst zu machen: Jedes noch so kleine Stückchen Plastik, das in den vergangenen 50 Jahren produziert wurde und über Flüsse ins Meer gelangte, befindet sich auch heute noch dort. 70 Prozent des Mülls sinken auf den Meeresgrund. Trotzdem haben sich in den Weltmeeren riesige Müllstrudel gebildet, in denen Millionen Tonnen Plastikteile an der Oberfläche schwimmen oder auch mehrere Meter tief absinken. Werden sie von Tieren geschluckt, die sie mit Nahrung verwechseln, so können diese sie nicht mehr ausscheiden und verhungern mit vollgestopftem Bauch. Kunststoffe enthalten Zusatzstoffe wie Weichmacher, Farbstoffe und Flammschutzmittel. Viele davon gelten als krebserregend, giftig oder als endokrin aktiv (das bedeutet, dass sie wie Hormone wirken). Man weiß, dass sie die Fortpflanzungsfähigkeit z.B. von Fischpopulationen schädigen. Auf Grund ihrer Beschaffenheit lagern sich an der Oberfläche von Kunststoffen zudem viele andere organische Stoffe an, darunter viele langlebige, kaum abbaubare Umweltgifte sowie schädliche Keime wie Vibrionen (Choleraerreger). Die nicht-natürlichen Stoffe können eine andere Besiedlung durch Mikroorganismen und in der Folge einen anderen Sauerstoffgehalt des verschmutzten Wassers verursachen.

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Position der größten Müllstrudel in den Weltmeeren (Quelle: Wikipedia, Stichwort “Plastikmüll in den Ozeanen”)

Wenn Kunststoffe in kleinste Teilchen zerrieben werden (Mikroplastik), vergiften diese aber nicht nur mittelbar das Wasser, in dem sie schwimmen, sondern gelangen unweigerlich auch in die Nahrungskette. 2013 bestand der Sandstrand mancher Meeresbuchten bereits zu 3% aus Mikroplastik. Wattwürmer in der Nordsee lagerten bei einem Experiment dem Mikroplastik anhaftende Umweltgifte in ihr Körpergewebe ein. Die durch Entzündungen im Verdauungsapparat verminderte Fressaktivität führte rechnerisch zu einer mehr als 25 % geringeren Umwälzung des betroffenen Wattsandes.

Mikroplastik findet sich mittlerweile praktisch überall und wurde nicht nur u.a. in Speisefischen und im Meersalz, sondern auch im Trinkwasser, in Sprudel, Bier und in Honig nachgewiesen. (Quelle: Wikipedia, Stichworte “Kunststoff” und “Mikroplastik”)

Im Mittelmeer kommt auf zwei Teile Plankton bereits ein Teil Mikroplastik. In der Donau treiben mehr Plastikteile als Fischlarven. Hochgerechnet transportiert die Donau vermutlich täglich 4,2 Tonnen Plastikmüll (das wären im Jahr 1533 Tonnen!) ins Schwarze Meer. Bei 79 Prozent der in Proben gefundenen Plastikteilchen handelte es sich übrigens um industrielles Rohmaterial wie Pellets oder Flakes; nach Mikroplastik wurde in dieser Untersuchung nicht gesucht (Quelle: Donau als Abflussrohr – news.ORF.at). Man weiß aber, dass jede Fleece-Decke pro Waschgang etwa 2000 Mikrofasern freisetzt, die von Kläranlagen nicht zurückgehalten werden können.  Kosmetikartikel wie Peelings oder Zahnpasten enthalten Mikroplastik, das über die Abwässer entsorgt wird. Auch beim Abrieb von Autoreifen handelt es sich um Mikroplastik, dessen biologischer Abbau Jahrhunderte in Anspruch nehmen wird. (Über die Bedeutung der Kreisläufe in der Natur und insbesondere über den Stoffkreislauf haben wir in unserem Artikel “Herbstzeitlos” vom Oktober 2015 philosophiert.)

Es ist höchste Zeit, die Freisetzung von Kunststoffen in die Natur endlich zu unterbinden, die Verwendung von Kunststoffen streng zu kontrollieren, wo immer möglich sie zu verbieten und die Rückführung zum Zweck des Recyclings oder der kontrollierten Verbrennung weltweit sicherzustellen! In vielen Fällen ist ja schon heute die Verwendung synthetischer Materialien gar nicht notwendig und kann problemlos durch natürliche Produkte, womöglich aus nachwachsenden Rohstoffen, ersetzt werden. (Wenn Sie an der ökologischen Thematik Interesse haben, dann sehen Sie sich auch den Artikel “Einen Blick in die Kristallkugel” vom Jänner 2013 an!)

Ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten liegen vor uns, sobald ein tieferes Naturverständnis angestrebt wird und die Einsicht Platz greift, dass die Natur vollkommen ist und vom Menschen weder “verbessert” werden muss noch kann! Nur im Einklang mit der Natur kann der Mensch das Gute und Vollkommene, das in der Natur bereits vorhanden ist, sich nutzbar und, wie es entsprechend dem Schöpfungsmythos in der Bibel bereits Adam und Eva angetragen wurde, sich “die Erde untertan” machen.

In diesem Sinne war es auch von Abd-ru-shin gemeint, wenn er schrieb:

“Sobald der Mensch bei seinem Wirken als Grund die Natur wirklich Natur verbleiben lassen wird und sie in ihren Arten nicht eingreifend zu verändern sucht, sondern lediglich durch die Förderung gesunder, also unverbogener Entwickelung aufbauend schafft, dann wird er auch in allem eine Krönung seiner Werke finden und erhalten, die er bisher nie erhoffen konnte, weil alles von dem Natürlichen gewaltsam Abgebogene im Wachsen auch nur noch Verbogenes zu bringen fähig ist, das weder festen Halt noch dauernden Bestand sein eigen nennt.

Es wird dies auch für Wissenschaften einst als Grundlage von großem Werte sein. Allein wie die Natur in ihrem wesenhaften und schöpfungsgesetzmäßigen Wirken die Verbindungen der Stofflichkeiten schafft, nur darin lieget eine aufbauende Kraft und Ausstrahlung, während bei anderen, diesen Gesetzen nicht genau entsprechenden Verbindungen, durch Menschensinn erdacht, sich gegenseitig schädigende, vielleicht sogar zerstörende, zersetzende Ausstrahlungen bilden, von deren eigentlichen Endauswirkungen die Menschen keine Ahnung haben.

Die Natur in ihrer schöpfungsgesetzmäßigen Vollkommenheit ist das schönste Geschenk Gottes, das er seinen Kreaturen gab! Sie kann nur Nutzen bringen, solange sie nicht durch Veränderung verbogen und in falsche Bahnen gelenkt wird im Eigenwissenwollen dieser Erdenmenschen.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. III. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Natur)

Es wird eine große und schöne Aufgabe sein zur Lösung der uns gegenwärtig so bedrängenden Probleme, die sich überall immer mehr zeigen, sich vorurteilsfrei in die Natur zu vertiefen und sie ganz neu zu ergründen.

Ich habe weiter oben erwähnt, wie belastend elektromagnetische Felder, besonders nachts im Schlaf, für mich sind. Grund genug, über das Wesen der Elektrizität ein wenig nachzusinnen:

Wie kann es zum Beispiel sein, dass man dem Elektron die negative Ladung zuordnet?

Versuchen wir einmal die Gesetzmäßigkeit zu erkennen und ziehen wir dazu einen Vergleich zu anderen Naturbereichen: Das Elektron kreist um den Atomkern, es fließt durch metallische Leitungen, es ist somit beweglich, aktiv und verrichtet schwere Arbeit – alles das entspricht meiner Meinung nach z.B. bei den Pflanzen eher dem Staubblatt, nicht dem Fruchtblatt. Die Staubblätter sind bei der Blüte in der Regel um den Stempel herum angeordnet und bilden den (aktiven) Pollen, also die (männlichen) Spermazellen der Blüte, die sich zum (weiblichen) Fruchtblatt, aus dem die Frucht reifen soll, hinbewegen müssen.

Das Elektron muss daher meiner Meinung nach ebenfalls positiv sein!

Ein Fehler, der sich in den Anfängen der Forschung zur Elektrizität eingeschlichen hat und bis heute beibehalten wird.

Tatsächlich entdeckte und unterschied Charles du Fay (1698 – 1739) im Jahr 1733 zwei gegensätzliche Elektrizitätsarten, nämlich die Glaselektrizität und die Harzelektrizität (benannt je nach dem Material, an dem zur Herstellung der gegensätzlichen Ladungen gerieben wurde), die sich gegenseitig neutralisierten. Benjamin Franklin (1706 – 1790) ordnete  dann der Glaselektrizität das “+”, also die positive Ladung zu und der Harzelektrizität das “-”, also die negative Ladung. Darum bekam um 1900, als das betreffende Elementarteilchen identifiziert werden konnte, es den Namen “Elektron” (von altgriechisch “Bernstein”), also Harz.

In Meyers großem Konversationslexikon von 1905 kann man noch nachlesen:

“Welche von beiden als positiv zu betrachten sei, darüber geben uns die Erscheinungen selbst keinen Wink; man ist aber übereingekommen, die Glaselektrizität positiv, die Harzelektrizität negativ zu nennen.”

Daraus entwickelte sich die gesamte heute bekannte Elektrizitätslehre.

Was wäre geworden, wenn Benjamin Franklin das Positiv und das Negativ zufällig anders zugeordnet hätte? -

Auf jeden Fall wäre dadurch die ganze Elektrizitätslehre im Vergleich zu heute sehr gründlich auf den Kopf gestellt. – Um die Verwüstungen wieder gut zu machen, die der Mensch auf diesem Planeten angerichtet hat, wird es notwendig sein, vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, ebenfalls neu und anders zu betrachten!

Das Wort “Ostern” leitet sich her vom altgermanischen Wort Austro = ”Morgenröte”. In diesem Sinne wollen wir mit der Hoffnung schließen, dass nach Chaos, Schmerz und Leid doch die Morgenröte einer Auferstehung Licht ins Dunkel bringen möge…

Der Elfenfreund – Alvin                                                                     am Karfreitag 2016

 

 

 

Weihnachten

Kennen Sie das auch: Sonntag Vormitag in der Natur. Alles ist friedlich, die Wiesen (seien sie nun verschneit oder – wie dieser Tage – auch nicht) glänzen hell und frisch in der Morgensonne, und über allem liegt ein Zauber, eine Weihe, wie nicht ganz von dieser Welt.

Woher kommt an manchen Tagen dieser weihevolle Glanz, dieses Leuchten in die Natur?

Kommt es einfach daher, dass am Sonntag die Menschen nicht arbeiten müssen, die Ruhe pflegen und daher die zu anderen Zeiten unvermeidlichen Störgeräusche wie Motoren- und Arbeitslärm von Verkehr und Maschinen weniger vorhanden sind? Anders gesagt, kann ich an Sonntagen den Glanz, der immer in der Natur liegt, einfach nur tiefer aufnehmen, weil ablenkende menschliche Störeinflüsse fehlen?

Oder ist es so, dass ich jeweils meine eigene Gemütsverfassung in der Natur wiederfinde und daher am Sonntag, wenn ich in “feiertäglicher” Stimmung die Natur betrete, sich in ihr gleichsam das spiegelt, was ich selber mit meinen Gedanken und Gefühlen hineinlege?

Oder ist vielleicht an Sonntagen in der Natur tatsächlich etwas objektiv anders als unter der Woche … weil es auch in der Natur “Feiertage” gibt, oder anders gesagt, weil auch die Wesenheiten, die in der Natur formen und wirken, einen “Tag des Herrn” begehen? Ich Elfenfreund halte das für sehr gut möglich.

War vielleicht der 7-Tage-Rhythmus bereits Gepflogenheit unter den bewussten formenden Kräften in der Natur, also den Naturwesen, lange bevor Menschen auf der Erde lebten, und haben letztere die Einteilung der Tage in Wochen mit jeweils einem “Tag des Herrn” … aus der Natur entlehnt?

Viele religiöse Feste, die wir heute noch begehen, existierten jedenfalls bereits in vorchristlicher Zeit. Sie wurden im Zuge der Christianisierung christlich überlagert und teilweise umgedeutet, jedoch im Jahreskreis meist an ihrem ursprünglichen Zeitpunkt belassen; man denke etwa an den “Großen Frauentag” am 15. August, der vermutlich auf wesentlich ältere Vorläufer zurückgeht (vgl. das zoroastrische Anahita), oder an Allerheiligen,  das oft mit dem keltischen Samhain-Fest in Verbindung gebracht wird: Der Kerninhalt  bzw. die Thematik blieb jeweils dieselbe (Verehrung einer weiblichen “Gottheit” bzw. Totengedenken), auch wenn der ideologische Hintergrund ausgetauscht wurde. Es ist auch bekannt, dass vorchristliche Tempel und Kultstätten oft später durch christliche Kirchen überbaut wurden, sodass heutige Kirchen oft über ehemaligen heidnischen Kultplätzen errichtet sind.

Um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen: Es sollen hier nicht die archaischen, vorchristlichen Gepflogenheiten und Riten, die ja teilweise recht blutig gewesen sein dürften, romantisiert oder ihnen nachgetrauert werden. Es geht hier nur um ein Verständnis dafür, auf welche Weise und in welchem Ausmaß bestehende Bräuche und die Volksfrömmigkeit im Zuge der Missionierung christlich überformt und umgedeutet wurden. Es ist wirklich aufschlussreich, sich zu vergegenwärtigen, auf welchen Grundmauern die Gebäude der modernen Religionen eigentlich errichtet wurden und wie im kollektiven Unterbewusstsein der heutigen, modernen Menschen noch immer naturhafte Vorstellungen und Formen der alten, unterdrückten Naturreligionen ihr Wesen treiben.

Der Weihnachtsmann z.B. ist bekanntlich so ein Januskopf: Zur (christlichen) Hälfte lässt sich die Figur auf den populären Bischof Nikolaus von Myra zurückführen, der um das Jahr 300 gelebt hat und dessen Namenstag am 6. Dezember begangen wird (“Santa Claus”); von der anderen Seite betrachtet, trägt er unübersehbar die Züge uralter nordeuropäischer Tomtes und Weihnachtswichtel. Und was am “Christkind” (einem blonden kleinen Mädchen, das Geschenke bringt?!) eigentlich christlich sein soll, ist ja überhaupt höchst zweifelhaft…

Die als “Elfenbeauftragte” bekannte isländische Hellsichtige Erla Stefansdottir (1935 – 2015) schreibt in ihrem Buch “Lifssyn min”:

“Bis in meine Jugendjahre hinein glaubte ich an Weihnachtsmänner, das fanden meine Freunde sehr komisch. Doch die Weihnachtsmänner, an die ich glaubte, sind diejenigen, die ich auch heute noch sehe. Sie kommen etwa eine Woche vor Weihnachten. Es sind kleine, rot gekleidete Wesen, etwa 30 bis 40 cm groß. Dann waren und sind auch noch kleine fliegende Engel zu sehen. In ihrer Nähe herrscht Frieden und Freude, und wenn sie sich bewegen, erscheint eine glitzernde und funkelnde Spur hinter ihnen.”

Weihnachtsengel Erla

(Erla Stefansdottir, Lifssyn min. Lebenseinsichten der isländischen Elfenbeauftragten. Neue Erde Verlag, 2007. S. 20f. Die Abbildung dazu stammt von der Autorin selbst. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.)

Oder nehmen wir das in weiten Teilen Skandinaviens so beliebte Luciafest: Am 13. Dezember, auf den nach dem julianischen Kalender bis zur Kalenderreform noch der Tag der Wintersonnenwende fiel, schreiten weißgekleidete Mädchen mit Kerzen auf dem Kopf einher, gefolgt von weiteren Mädchen mit Kerzen in den Händen, Sternenknaben, Tomtes und Pfefferkuchenmännchen. -

Auch wenn Lucia von Syrakus (283 – 304) eine frühchristliche Märtyrerin in Fleisch und Blut gewesen ist, so ist doch offensichtlich, dass die Figur hier lediglich als Platzhalter dient für eine überirdische Wesenheit, die im Zusammenhang mit dem wiederkehrenden Licht zur Wintersonnenwende steht. Auch, dass die christlichen Missionare den Namenstag der Lucia (“die Leuchtende”, von lat. lux = Licht) ausgerechnet auf den kürzesten Tag im Jahr legten, war gewiss kein Zufall, sondern eine wohldurchdachte Maßnahme, um (nicht auszumerzende, weil allzutief verankerte?) heidnische Volksgläubigkeit christlich zu verbrämen, umzudeuten und dadurch zu vereinnahmen.

Das “Licht, das in der Erde leuchtet”, scheint eine zur Wintersonnenwende erlebbare Tatsache zu sein für alle, die begabt sind, in die astralen Ebenen der Erde schauen zu können. Ursula Burkhard (1930 – 2011) schreibt in ihrem Büchlein “Karlik”:

“Der Jahreslauf kann wie das Atmen der Erde empfunden werden. Novemberfest und Erdgramselfest (im frühen Frühjahr, d. E.) sind Polaritäten wie Ein- und Ausatmen. Wenn ganz ausgeatmet ist, bildet das Johannifest (Sommersonnenwende, d. E.) den Höhepunkt. Und der Höhepunkt des Einatmens ist nach dem Novemberfest die große Feier der inneren Sonne. Vorbereitet wird dieses Fest durch stilles Sich-Freuen, unterbrochen von freudigen Jubelrufen: “Bald scheint die Sonne in der Erde, ganz bald, es wird hell!” Und dann wird alles wie durchsichtig leuchtend. Wie fließendes Gold strömt Licht in die Erde. Alle Elementarwesen, die noch für das Wohl der Erde arbeiten wollen, lassen sich davon durchdringen und erleuchten. Sie haben es gern, wenn in dieser Zeit Menschen in ihren Weihnachtsliedern von der wahren Sonne singen, vom inneren Licht.”

(Ursula Burkhard, Karlik. Begegnungen mit einem Elementarwesen. Werksgemeinschaft Kunst und Heilpädagogik Weißenseifen, 1991, S. 39f.)

Es ist eine besondere Tragik, dass die christlichen  Missionare seinerzeit dem naturhaft geprägten Erleben der Kelten und Germanen so intolerant gegenüberstanden und es dadurch bis heute nicht gelungen ist, Naturreligion und Christentum in ein umfassendes, gemeinsames geistiges Weltbild zu integrieren. Denn – wie aus dem obigen Zitat hervorgeht – wäre das sehr wohl möglich: Die Natur jedenfalls ist nicht dogmatisch. Durch ihre restriktive Haltung blieb der kirchlichen Obrigkeit aber nichts anderes übrig, als einerseits die den alten Völkern bekannten, real existierenden Wesenheiten und Naturkräfte zu dämonisieren, was letztlich zu dem schrecklichen Hexenwahn in der frühen Neuzeit führte, andererseits aber blinden Glauben zu verlangen, was die eigenen religiösen Lehrinhalte betraf.

Diese starre Geisteshaltung, die bis heute bei vielen Menschen zu beobachten ist, kritisierte auch Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), wenn er etwa schrieb:

“Ein sogenannter guter Christ würde den Menschen ohne weiteres mit Gotteslästerer bezeichnen und einen großen Sünder in ihm sehen, der es wagen wollte, zu behaupten, die Verkündung der Geburt des Gottessohnes Jesus an die Hirten sei ein Märchen.

Doch der gleiche gute Christ weist die Verkündungen jetziger Zeit zurück mit eifernder Entrüstung, trotzdem diese auf gleiche Weise durch dazu Begnadete gegeben sind, und nennt die Überbringer ohne weiteres auch Gotteslästerer, in den günstigsten Fällen vielleicht nur Phantasten oder Angekränkelte, vielfach Irregeleitete.

Überlegt Euch aber selbst, wo ist da ein gesundes Denken, wo strenge Folgerung und wo Gerechtigkeit? Einseitig und krankhaft begrenzt sind diese Anschauungen strenger Gläubigen, wie sie sich gerne selbst bezeichnen. Doch in den meisten Fällen ist es Trägheit ihres Geistes und die daraus immer folgernde menschliche Dünkelhaftigkeit der geistig Schwachen, die Mühe haben, sich wenigstens zum Schein noch an einen einmal erlernten, niemals aber wirklich in sich erlebten Punkt früheren Geschehens krampfhaft anzuklammern, zu einem Fortschreiten ihres Geistes aber überhaupt nicht fähig sind und deshalb alle neuen Offenbarungen ablehnen.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Weihnachten. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart)

Dora van Gelder (1904 – 1999) hatte offensichtlich keine Probleme damit, Naturwesen und Christentum miteinander in Einklang zu bringen. In einem Aufsatz mit dem Titel “Das Weihnachtsfest der Engel” schrieb sie über ihre hellsichtigen Wahrnehmungen zur Weihnachtszeit unter anderem:

“Die große Vorbereitungsarbeit der Engel auf Weihnachten beginnt sogar schon vor der Adventszeit und erreicht allmählich ihre höchste Steigerung Ende Dezember. (…) Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass die gesamte Erdensphäre erfüllt ist von geistigen Besuchern, Engeln, Erzengeln und himmlischen Wesen, die auf einer höheren Entwicklungsstufe stehen als wir selbst und für die Leitung und Überwachung der mannigfaltigen Prozesse der Natur verantwortlich sind. Es sind deren Gedanken, Gefühle und Aktivitäten, die eine so wichtige Rolle spielen bei der Erzeugung der besonderen Atmosphäre guten Willens, die sich Weihnachten bemerkbar macht. Zu dieser Jahreszeit erbebt die ganze Erde unter den wundervollen Energien, welche Engel ausströmen und unter dem machtvollen Segen von Christus, der als Antwort ihrer Anbetung herabsteigt. Während der gesamten Adventszeit und sogar noch einige Wochen zuvor, werden in den inneren Welten auf unterschiedliche Weise Vorbereitungen für die Feier des großen Festes getroffen; mit jedem Tag werden die Einflüsse stärker und intensiver, bis schließlich (…) der Höhepunkt erreicht ist, und die Welt ihr Herz wie eine Blüte ihre Blätter der Sonne öffnet, in die sich ein machtvoller Strom der Liebe und Kraft ergießt, von Christus selbst ausgehend, als irdischer Inkarnation der zweiten Person der Heiligen Dreifaltigkeit.”

( Aus: Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. Aquamarin Verlag, 1995, S. 151f. und 157.)

So weit die “Weihnachtsgeschichte”, wie sie sich – wenn man den Berichten Hellsichtiger Glauben schenkt – auch heute noch alljährlich zu dieser Zeit im Jahr wiederholt: Weihnachtsmänner, Weihnachtsengel, Licht in der Erde, Dezember-Feiertage.

Nun lassen Sie uns zur Bescherung schreiten: Zwei Bilder liegen für Sie auf dem Gabentisch.

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Das ist eines meiner Lieblingsbilder. Es stammt von Gustave Doré (1832 – 1883) und ist eine Illustration zu Dantes “Göttlicher Komödie”. Der Titel lautet: Paradiso Canto 31. (Quelle: Wikimedia Commons)

Oder was sagen Sie zu diesem?

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Francesco Botticini (1446 – 1497), ein Maler aus Florenz, hat diesen “offenen Himmel” mit seinen Engelshierarchien dargestellt. Der Titel des Bildes lautet “Mariä Aufnahme in den Himmel” (Quelle: Wikipedia) und passt folglich zum “Großen Frauentag” – s.o.

Möge auch Ihnen der Himmel offenstehen!

Ich wünsche Ihnen ein besinnliches, bewusstes Weihnachtserleben!

Im Dezember 2015                                               Der Elfenfreund

 

Herbstzeitlos

Überall auf den Wiesen blühen nun die Herbstzeitlosen! Colchicum autumnale, benannt nach der Kolchis, der Heimat der Medea am Fuß des Kaukasus…

Herbstzeitlose Kopfzeile

Jetzt geht wieder die Herbstzeit los – ist das der Sinn hinter dem sprechenden deutschen Namen dieser besonders markanten und auffallenden Blume?

Oder will der Name ausdrücken, dass man im Herbst wieder “zeitlos” wird, im Gegensatz zur sommerlichen Urlaubszeit mit ihren noch langen, der Erholung und Muße gewidmeten Tagen, während mit dem Schulbeginn das allen Familien nur zu gut bekannte “Hamsterrad” sich wieder zu drehen beginnt, in dem nun alles wieder hecheln muss, ohne ihm je entkommen zu können?

Sei es, wie es sei – die Herbstzeitlosen blühen, und sie blühen lange, als stünde für sie die Zeit still … während um sie herum die Stürme blasen, die Tage rasant kürzer werden, die ersten Nachtfröste das Laub verfärben, kurz: in der Natur mit starken Veränderungen sich alles auf den Winter vorbereitet.

Es hat mich immer schon fasziniert, wie ähnlich rein äußerlich die letzte Blume im Jahreskreis der ersten sieht … die Herbstzeitlose dem Krokus: Jener als erster Frühlingsbote, oft noch inmitten schmelzender Schneeflecken, sobald der ausapernde Boden sich unter der höher steigenden Sonne kaum zu erwärmen beginnt, diese als Abschiedsgruß an die sinkende Sonne unter Herbstnebeln den Nachtfrösten noch lange trotzend. Gleichsam als Bild unübersehbar darauf hindeutend, wie jedes Ende in den Anfang zurückfließen muss, um sich im Kreis zu schließen.

Wie zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang die Ruhe der Nacht liegt, so trennt die Ruhezeit des Winters den Krokus von der Herbstzeitlose.

Von älteren Menschen habe ich oft gehört, wie sonderbar das ist, dass mit dem Altwerden die Gedanken und Erinnerungen immer öfter in die Kindheit wandern. Längst vergessen geglaubte Kindheitserinnerungen, an die man Jahrzehnte nicht gedacht hatte, tauchen ganz unwillkürlich auf, stehen plötzlich in ungebrochener Lebendigkeit wieder da und laden ein, im Vergangenen zu schweifen und zu schwelgen… Offenbar erhält das älter werdende Gehirn durch seine physiologische Veränderung wieder Zugriff zu allen den Erinnerungen, die im Leben weit zurückliegen, während schon der gestrige Tag manchmal in leichtem Nebel verschwimmt, sobald das Kurzzeitgedächtnis brüchig wird… eine unmissverständliche Einladung, Einkehr halten, sein hinter ihm liegendes Leben zu überdenken; die Ernte, die das zurückliegende Leben brachte, mit der Saat und auch mit dem Boden (den Verhältnissen) in Verbindung bringen, der zur Verfügung stand, zu resümmieren und somit vielleicht Lehren zu ziehen für – wer weiß?

Man kann darüber klagen, dass mit dem Älterwerden sich der Fokus des Erinnerten verschiebt. Man kann aber auch eine weise Einrichtung der Natur darin erkennen, die bestrebt ist, es dem betreffenden Mensch leichter zu machen, sich rechtzeitig vor dem Abscheiden auf das Wesentliche im dem Ende zugehenden Leben zu besinnen und das Zurückliegende zu sichten.

Wozu denn noch sichten, könnte man fragen, wozu Lehren ziehen, wenn ohnehin bald alles vorbei ist, nichts mehr zu erwarten ist vom Leben als der Tod?

In der Natur ist alles zyklisch, und so gibt es in ihr auch nie ein “endgültiges” Ende, weil auf jeden Abschluss immer wieder ein neuer Anfang folgt. Dem Abend und der Nacht folgt ein neuer Morgen … was seit Millionen Jahren immer wieder neu seine Gültigkeit bewiesen hat, wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern.

Alle Vorgänge in der Natur sind auf Kreisläufe hin angelegt: Angefangen von den Umdrehungen der Galaxien und Sonnen selbst über den Umlauf der Planeten um ihr Zentralgestirn (woraus die Jahreszeiten resultieren), die Rotation der Planeten um die eigene Achse (was Tag und Nacht bedingt) bis hin zu den ökologischen Kreisläufen wie dem Wasserkreislauf, Stoffkreislauf etc., dreht sich in der Natur alles im Kreis!

Aber es geht noch weiter: Wenn ich aufmerksam mein Innenleben beobachte, bemerke ich Ringschlüsse nicht nur in der äußeren Natur, die uns umgibt und unseren Sinnen sichtbar wird, sondern auch in meiner Innenwelt kehren Themen verwandelt zyklisch wieder, runden sich Gedankenkräfte und fließen Wirkungen zu den Ursachen zurück … letzteres offenbar nach einer geheimnisvollen Gesetzmäßigkeit, die von manchen auch als Prinzip von Schuld und Sühne, als Karma oder als Gesetz der Wechselwirkung bezeichnet wird.

Das Leben ist ein Ring… Wer philosophisch denkt, kann aus dem Bild des ewigen Kreislaufs, das in der Natur überall anzutreffen ist, den Schluss ziehen, dass auch auf jedes persönliche Absterben ein neues persönliches Wiedergeborenwerden folgen wird. Der Reinkarnationsgedanke liegt, wenn man die Natur aufmerksam beobachtet, tatsächlich sehr nahe. Leider ist unserem Kulturkreis das Wissen davon verloren gegangen. (Lesen Sie dazu auch unseren Artikel “Märchen, Mythen, Göttersagen” vom April 2013!) Die richtige Einstellung in den Reinkarnationsgedanken würde sofort das Verantwortungsbewusstsein allgemein und die Fürsorge für unseren heutigen, der auch unser zukünftiger Lebensraum sein wird, erhöhen!

Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) zufolge, ist das Prinzip des Kreisens ein Gesetz, dem die gesamte Schöpfung unterworfen ist. Zieht man noch in Betracht, dass Zweck und Ziel aller Bewegung nach dem Willen des Schöpfers eine immer weiter gehende, immer schöner und vollkommener werdende aufsteigende Entwicklung ist, ergibt sich die Form einer Spirale. Damit ist gemeint, dass die einzelnen Kreise einander zwar äußerlich ähnlich sehen, in qualitativer Hinsicht jedoch jeder Kreis anders ist und einen Fortschritt bringen soll.

Laut Abd-ru-shin ist für den Menschen daher kein “ewiges Rad von Tod und Wiedergeburt” (wie das von Anhängern östlicher Religionen manchmal vertreten wird) vorgesehen, sondern jedes Erdenleben soll die geistige Reife des Menschen erhöhen, bis sein verinnerlichtes Wissen über die Stofflichkeit so gereift ist, dass er Erlebnisse in der gröbsten Stofflichkeit nicht mehr bedarf und auf jenseitigen, lichten Ebenen seine Entwicklung fortsetzen kann. Voraussetzung dafür ist freilich, dass nicht die Folgen schuldhaften Verhaltens ihn zu neuerlicher irdischer Inkarnation zwingen, bis diese wieder gutgemacht sind. Und sicherlich erzeugt auch die Umwelt zerstörendes Verhalten derartige Bindungen, die den Aufstieg hemmen. Abgesehen davon, dass umweltzerstörendes Verhalten wohl als sprechender Beweis dafür anzusehen ist, dass es mit dem verinnerlichten Wissen über die Stofflichkeit und der geistigen Reife noch nicht besonders weit her sein kann…

Betrachten wir daher heute einmal unsere Erde als Lebensraum und vertiefen wir uns in das Bild des Kreises. Wir finden es, einmal erkannt, in der Natur tatsächlich überall! Probieren Sie selbst: Die zyklischen Prozesse im Haushalt der Natur sind uns vielfach so vertraut, funktionieren so reibungslos und still, dass wir sie leicht übersehen. Sind die Vollkommenheit in der Natur, ihre Fähigkeit zur Selbstregulierung sowie die darin waltende Schlichtheit und Schönheit nicht wie ein Wunder?

Ziehen wir einen Vergleich zur menschlichen Lebensweise auf der Erde und den vom Menschen darin gestalteten Prozessen: Ich bin kein Professor für Ökonomie noch für Ökologie; trotzdem würde ich behaupten, dass so gut wie alle Probleme daher kommen, weil es uns noch nicht gelingt, die Stoffe, die wir nutzen, so im Kreis zu führen, dass – wie bei den Kreisläufen, die wir in der Natur studieren können - das Ende wieder in den Anfang fließt und alle Kräfte harmonisch ausbalanciert sind!

Daher an dieser Stelle ein inniger Dank an die die Stofflichkeit belebenden Naturwesen, dass sie (im Gegensatz zu uns Menschen) den Eigenschaften der Stoffe so vollendet Rechnung tragen und uns zeigen, wie sie richtig zu benutzen sind!

Nehmen wir z.B. den Stoffkreislauf, wie er in jedem  Biologiebuch erklärt wird:

Produzenten (vorwiegend Pflanzen) bauen organische Masse auf. Sie tun dies vor allem mit Hilfe des Sonnenlichts, entziehen aber dabei auch dem Boden Nährstoffe. Konsumenten (Menschen und Tiere) nutzen einen Teil dieser organischen Masse zur Energiegewinnung und zum Aufbau eigenen Körpergewebes. Man stelle sich das bildhaft vor: Nahrung im Überfluss, kraftstrotzende Tierherden, gesunde, glückliche, wohlgenährte Menschen, aufblühende Kulturen.

Und nun kommt aber der Clou: Alles Irdische ist vergänglich. Die Kulturen mögen weiter blühen und sich immer mehr entwickeln, doch der einzelne stoffliche Körper lebt nur begrenzte Zeit. Für alles Stoffliche gilt der Kreislauf von Keimen, Wachsen, Aufblühen, Fruchten, Reifen und Vergehen. Sobald die Konsumenten die aufgenommenen Stoffe nicht mehr benötigen, weil ihr Zyklus abgelaufen ist, haben die Destruenten ihren Auftritt. Es sind dies die Bakterien und Pilze, die als Keim praktisch überall bereits vorhanden sind. Alles überreif Gewordene zersetzen und mineralisieren sie wieder, wodurch die Nährstoffe in den Boden zurückkehren, aus dem die Produzenten sie ursprünglich aufgenommen haben. Wenn wir Menschen das bei unserem Sondermüll auch so einfach und so unfehlbar bewerkstelligen könnten!

Im großen und ganzen haben die Destruenten bei den Menschen keinen besonders guten Ruf: Sie lassen Lebensmittel verschimmeln, Holzhäuser morschen, sind hässlich und obendrein riechen sie unangenehm. Wäre die Welt nicht besser daran ohne sie? Weit gefehlt! Ohne Bakterien und Pilze wäre die Welt längst erstickt in ihren eigenen Abfallprodukten. Erst die Destruenten vollenden den Stoffkreislauf und stellen somit den Produzenten wieder die anorganischen Stoffe zur Verfügung, die sie benötigen, um weiterhin die Nahrung sicherzustellen für Tierherden, für Menschen und deren Kulturen – s.o.

Darum ist es gut so wie es ist – und da wir gerade davon sprechen, folgt nun ein weiteres (wenn auch altbekanntes) “Wunder”: Der Stoffkreislauf kann beschleunigt, aber auch verzögert und unter Umständen sogar angehalten werden, indem Menschenwitz gezielt die Rahmenbedingungen verändert. Wenn bestimmte Lebensmittel also nicht verderben oder Holzhäuser nicht morschen sollen, gibt es Möglichkeiten, die Destruenten durch ganz naturnahe Maßnahmen in Zaum zu halten, indem man auf ihre Lebensbedingungen einwirkt! Was haben wir heuer nicht schon alles haltbar gemacht: Apfelmus, Apfelsaft, Traubensaft, Traubengelee, Himbeersirup, Dirndlmarmelade… Am 28. September 2015 jährte sich Louis Pasteurs Todestag zum 120. mal – er lebe hoch!

Die Destruenten sind also als Keim im Stoffkreislauf der Biosphäre überall vorhanden. So lange aber die  Entwicklung in aufbauender Richtung voranschreitet, werden sie vom Immunsystem der jeweiligen Organismen unterdrückt. Erst wenn bei Früchten das Stadium der Überreife erreicht ist oder das Immunsystem durch Tod ausfällt, vermehren sie sich explosionsartig und die Zersetzung beginnt.

Welche Wesen stehen “hinter” der Zersetzung?  Gibt es Naturwesen, die sich speziell diesen Aufgaben widmen? “Fäulnis-Elfen” sozusagen? Ich kann mich nicht erinnern, je davon gehört zu haben.

Im Herbst stirbt ein großer Teil der im Frühling und Sommer gebildeten Biomasse wieder ab und wird zersetzt. Das ist wohl der Grund dafür, warum diese Jahreszeit vor allem konnotiert ist mit Abschied und Tod. Nebel, Friedhof, Allerseelen. Zu Halloween: allerlei Gespenster, Untote und Dämonen … aber keine Naturwesen?!

Kürbis1

Eine Begriffsbestimmung: Untote sind verstorbene Menschen, also Geister, die von ihren Körpern abgeschieden sind und dennoch nicht in jenseitige Welten eingehen konnten, sondern an die Grobstofflichkeit gebunden blieben. Das Wort “Gespenst” kommt von “Gespinst”, womit vermutlich nicht das “Hirngespinst” gemeint ist, sondern die zarte Umhüllung aus feiner Stofflichkeit, in der Geister sich unter Umständen Erdenmenschen zeigen können. Und Dämonen sind Wesen, die aus dem bösen und dunklen Wollen und Empfinden von Menschen sich formen, somit also geistige Erzeugnisse des Menschen … und auch wieder keine Naturwesen!

Zuletzt fand ich in meinen Büchern doch noch einen Hinweis von einem “Sehenden” auf Elementarwesen der Zersetzung. Es handelt sich um eine mich zugegeben etwas skurril anmutende Passage  aus dem Buch “Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele” von Marko Pogacnik, die ich für mich persönlich darum mit einem Fragezeichen versehen habe. Sie können die Stelle nachlesen unter “Marko Pogacnik zitiert – Oktober 2015″. Die dazu gehörende Abbildung aus der Feder des Künstlers finden Sie unter “Elfenbilder”.

Salamander Pogacnik klein

Marko Pogacnik: Salamander

 

“Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis” – wollen wir auch dieses Dichterwort aus Goethes “Faust” in unsere Überlegungen zum Thema Herbst noch mit einbeziehen. Alles, was in der Natur und in der gesamten Stofflichkeit entsteht und auch wieder vergehen muss, wird von Wesen nach ewigen (geistigen) Urbildern geformt. Alles Irdische ist vergänglich, doch es soll uns erinnern an das Unvergängliche, welches das Ziel unserer Reise durch die Welt der Vergänglichkeit ist.

In seiner “Gralsbotschaft”  erklärt Abd-ru-shin, dass analog zum Stoffkreislauf ein ewiger “Stofflichkeitskreislauf” existiert, dass also nicht nur die Formen in der Stofflichkeit in bekannter Weise sich bilden und wieder vergehen müssen, sondern die Stofflichkeit selbst einem Alterungsprozess unterliegt, der einst deren Auflösung und in weiterer Folge Neubildung bedingen wird. Dieser Prozess betrifft nicht nur die Grobstofflichkeit, also die uns bekannte Materie, sondern auch die Feinstofflichkeit des Jenseits! Also buchstäblich “Himmel und Erde müssen vergehn”, wie es im bekannten Kanon heißt. Nur das Geistige ist ewig – wozu (abgesehen von den Urbildern der Musik) u.a. die innerste Beschaffenheit des Menschen zählt -, sowie auch das Wesenhafte als innerste Beschaffenheit von Naturwesen und Tieren! An ein “ewiges Rad von Tod und Wiedergeburt” ist aus diesem Grund aber nicht zu denken, sondern vielmehr muss die geistige Reife des Menschen abgeschlossen sein, bevor die Zersetzung der Stofflichkeit beginnt, weil andernfalls auch die noch nicht ausgereifte geistige Persönlichkeit, die noch an die Stofflichkeit gebunden ist, mit dieser wieder in Ursamen zurückgeführt werden muss – ein Prozess, vor dem auch Jesus Christus bereits mit drastischen Worten warnte (Mt. 24 – 25):

“Wie in dem dem irdischen Auge sichtbaren Geschehen aus dem Samen die Entwicklung, das Formen, die Reife und Ernte oder der Verfall folgt, was ein Verwandeln, ein Zersetzen zur weiteren Entwicklung nach sich zieht, bei Pflanzen-, Tier- und Menschenkörpern, genau so ist es auch in dem großen Weltgeschehen. Die grobstofflich sichtbaren Weltenkörper, die eine weitaus größere feinstoffliche, also dem irdischen Auge nicht sichtbare Umgebung mit sich führen, sind demselben Geschehen in ihrem ewigen Umlauf unterworfen, weil dieselben Gesetze in ihnen tätig sind. (…)

An einem gewissen Punkte des großen Kreislaufes kommt daher für alles Erschaffene, grob- oder feinstofflich, der Augenblick, wo der Zersetzungsprozeß aus dem Erschaffenen heraus sich selbständig vorbereitet und zuletzt hervorbricht. (…)

Es wird somit klar, daß es auch für die Entwicklungsmöglichkeit irdisch Abgeschiedener in dem Läuterungsprozesse des sogenannten Jenseits einmal ein wirkliches Ende gibt. Eine letzte Entscheidung! Die Menschen in beiden Welten sind entweder so weit veredelt, daß sie emporgehoben werden können zu den Gebieten des Lichtes, oder sie bleiben in ihrer niederen Art nach eigenem Wollen gebunden und werden dadurch zuletzt hinabgestürzt in die »ewige Verdammnis«, das heißt, sie werden mit der Stofflichkeit, von der sie nicht los können, der Zersetzung entgegengerissen, erleiden die Zersetzung selbst schmerzhaft mit und hören damit auf, persönlich zu sein.

Sie werden wie Spreu im Winde zerflattern, zerstäubt und damit aus dem goldenen Buche des Lebens gestrichen! (…)

Darum ringt Euch frei von allen Banden niederen Gefühls; denn es ist hohe Zeit! Die Stunde naht, wo die Frist dazu abgelaufen ist! Erweckt in Euch das Sehnen nach dem Reinen, Wahren, Edlen! -

Weit über dem ewigen Kreislaufe der Schöpfung schwebt wie eine Krone in der Mitte eine »Blaue Insel«, die Gefilde der Seligen, der gereinigten Geister, die schon in den Gebieten des Lichtes weilen dürfen! Diese Insel ist von der Welt getrennt. Sie macht den Kreislauf deshalb auch nicht mit, sondern bildet trotz ihrer Höhe über der kreisenden Schöpfung den Halt und den Mittelpunkt der ausgehenden geistigen Kräfte. Es ist das Eiland, das auf seiner Höhe die viel gerühmte Stadt der goldenen Gassen trägt. Hier ist nichts mehr der Veränderung unterworfen. Kein »Jüngstes Gericht« mehr zu befürchten. Die dort weilen können, sind in der »Heimat«.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Die Welt. Wenn Sie den ungekürzten Vortrag nachlesen wollen, finden Sie ihn unter “Gralsbotschaft – Oktober 2015″)

Es gibt – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – heute unter den Physikern bereits einige wenige, die als Kontrapunkt zur gängigen materialistisch geprägten Sichtweise kurz gesagt die These vertreten, dass nur Bewusstsein “wirklich existiert”, alles Materielle hingegen nur von Bewusstsein gesteuert wird.

Wenn es also eine Schöpfungsregion gibt, die nichts Materielles enthält, nur aus Geistigem besteht, wie der Kern des Menschen ist, Bewusstsein – aber reines, edles, lichtes Bewusstsein … die kann nur paradiesisch sein…!

- Von den Herbstzeitlosen in Kreisen bis zum Paradies – wer hätte das gedacht? Übrigens Vorsicht, die Blume ist sehr giftig; der Vater der Medea soll ein Magier und Giftmischer gewesen sein. So wird der Wirkstoff Colchicin zwar schon seit jeher als Arzneimittel zur Linderung bei Gicht eingesetzt, aber sogar Pferde, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen können schwer erkranken und sterben, wenn sie z.B. Heu fressen, das mit Blüten der Herbstzeitlose kontaminiert ist. Auch Blätter, Zwiebel und Samen sind giftig!

Herbst, Tod, Jenseits … Ich wünsche Ihnen einen reifen, goldenen Herbst!

Der Elfenfreund – Alvin                                                                          im Oktober 2015

 

 

Schönheit und Licht

For English visitors

“Verweile doch, du bist so schön!” - möchte ich “Elfenfreund-Faust” im Frühling täglich, ja stündlich ausrufen, wenn ich sehe, wie atemberaubend schnell sich alles verändert und wie aus scheinbar noch in Winterstarre verharrenden, vorfrühlingshaft-kahlen Zweigen vom einen Tag zum anderen die Blütenpracht hervorbricht … und leider auch bald wieder vergeht.

Es ist wie ein Feuerwerk, nur lieblicher: zu allererst das zarte Weiß des Kriecherlbaums, dann der einen Hauch ins Lachsfarbene spielende Marillenflaum. Es folgen die Sternennebel der Birne, des purpurfarbenen Pfirsich (etwas früher der fast unmerklich hellere Weinbergpfirsich, dann die kräftigeren Sterne der Edelsorten) und der Kirsche, kurz darauf der Zwetschke. Nun machen sich die Apfelbäume  und der Flieder schon bereit… Man möchte den Atem anhalten, die Zeit stillstehen lassen, wenn man das nur vermöchte, um alles in Ruhe bewundern und genießen zu können, während die Natur aber unaufhaltsam vorandrängt und ein Blütenfest auf das andere folgt.

Wenn man doch nur da sitzen bleiben könnte und zuschauen, wie sich das tränende Herz scheinbar innerhalb von Stunden entfaltet, wie die Pfingstrosenstängel und -Blätter sich unaufhaltsam aus der Erde rollen und wie das Laub der Buchen sich aus seinen Hüllen herausfaltet… es ist ein Gefühl, das mich an die bekannten Spiele  denken lässt, welche Kinder seit je auf Pausenhöfen so gern spielen: Kaum sieht man weg, gerät alles ringsum in Bewegung, man hört das Scharren, Trappeln, Schnaufen und Kichern der sich heimlich vorwärtsschiebenden Spielgefährten … doch blickt man auf, um sie dabei zu ertappen, ist alles wie erstarrt, jedes tut ganz unbeteiligt und setzt eine unbewegte Miene auf, als ob nichts wäre.

So geht es mir im Frühling: Man spürt überall die regste Tätigkeit, alles ist in Bewegung, überall wird von unsichtbaren Kräften geschafft, die Natur verändert sich förmlich mit jeder Stunde – doch sieht man genau hin, ist plötzlich alles wie verstummt.

Nur atmet in der Natur jede Bewegung und jede vorandrängende Veränderung, jedes noch so bescheidene Entfalten, eine Schönheit, die mich naturschwärmerisch veranlagten Elfenfreund seit jeher förmlich auf die Knie zwingt. Man möchte sich schier zu Boden werfen neben das erste beste unschuldige Blümlein, nur um zu SCHAUEN, die Farben zu trinken, den Duft einzusaugen voll Ehrfurcht vor dieser zarten Schlichtheit der Formen, der leuchtenden Farben und der Frische, die alles atmet und eine Reinheit ausstrahlt, als wäre sie nicht von dieser Welt. Das klare Licht, die frischen Farben, die unverbrauchten Formen, das allgegenwärtig neu Entstehende, das uns auf die Zukunft, auf die “Ewigkeit” verweist, auch die Abwesenheit lästiger “Plagegeister”, die sich erst in größerer Schwüle entwickeln werden, um dann mit Sirren, Krabbeln, Beißen, Stechen und Saugen den selbstvergessenen Schwärmer daran zu erinnern, wo er sich befindet … wollte man dieses Erleben in eine Worthülle kleiden, so fällt mir nur eine ein, die das alles als Bild zusammenfassen kann: Paradies.

Dora van Gelder schreibt in ihrem Buch “Im Reich der Naturgeister” allgemein über die Elfen:

In ihrer Welt gibt es (…) nur Vollkommenheit und Schönheit. Darum ist jede einzelne von ihnen um Schönheit und Vollkommenheit bemüht, und jede ihrer Handlungen ist einzig und allein darauf ausgerichtet. Doch das Streben nach Schönheit bedeutet weder Kampf noch Mühe für sie, es stellt vielmehr einen beständigen Antrieb dar und bereitet ihnen große Freude. Ich glaube, die strahlende Freude der Elfen lässt sich teilweise auf ihr ständiges inneres Sehnen nach Schönheit und Vollkommenheit zurückführen.

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin Verlag, 1995, S. 53)

Über die Schönheit in der Natur haben wir schon im Artikel “Von Elfen und Riesen” vom September 2013 sinniert und ich bleibe dabei: Für mich ist die Schönheit, die in der Natur überall zu finden ist, wo immer sie sich ungestört entfalten kann, der klarste und sprechendste Beweis dafür, dass gutwollende, lichte Wesen sich darin betätigen, die diese Formen ersonnen haben und sie pflegen. Oder soll man sagen: die diese Formen aus Sehnsucht dem Paradies im Geistigen abgeguckt und sie den weiten Weg bis auf die plumpe Erde gebracht und aus dieser letztlich in Jahrmillionen dauernder allmählicher Entwicklung hervorgebracht haben? Warum sonst sollte so viel Schönheit darin sein? Welchen “Sinn” hat Schönheit überhaupt? Wäre sie nicht völlig unnötig in einer “zufällig” entstandenen Welt, in der es – wie manche Wissenschafter uns weißmachen wollen – lediglich darum geht, dass der “Stärkere überlebt” und seine “Gene weitergibt”?

Sind diese eingeschränkten Verstandes-Forscher, die meinen, die ganze Welt rein materialistisch erklären zu können, denn nicht ganz offensichtlich mit Blindheit geschlagen?

“Und GOTT sprach: Es werde Licht.” (Gen. 1,3) – Jahrtausende lang genügte dieses Bibelwort den Menschen als Begründung für das Sein des Universums. -

Da aber Gott mit dem Verstand nicht zu begreifen ist, genügte es den Menschen umso weniger, je größer die Rolle wurde, die der Verstand im Leben der Menschen zu spielen begann.

Heute kann Menschenverstand die Masse der Kernteilchen ebenso berechnen wie die Kräfte, die zwischen Galaxien wirken und ist dabei gezwungen, in seinen Berechnungen dem Umstand Rechnung zu tragen, dass auch Strahlungen ein Gewicht haben und umgekehrt Masse aus Energie besteht. Dieses Wissen ist heute sowohl in der Weltraumforschung wie auch in der Nanotechnologie unumstritten und wird routinemäßig in alle derartigen Berechnungen miteinbezogen, da nur so korrekte Ergebnisse zu erzielen sind. Etwas vereinfacht ausgedrückt bedeutet das also in anderen Worten:

Das Universum besteht  tatsächlich aus “Licht”!

Wird die Menschheit auf der Grundlage dieses Wissens nun beginnen, auch die Existenz Gottes und geistiger Welten in ihre Lebensgestaltungen und Konzepte mit einzubeziehen? Es wäre schön, aber, realistisch betrachtet: Es sieht derzeit nicht danach aus. Anstatt weltanschaulich höher zu streben und die Fragen nach dem Woher und dem Wohin des Menschen ernsthaft im Licht des neuen Wissens zu beleuchten, beschränkt man sich eher auf den praktischen Nutzen, den die umwälzenden Erkenntnisse in der Physik seit mehr als 100 Jahren in Wissenschaft und Forschung ermöglichen. Was natürlich damit zusammenhängt, dass der Verstand als irdisches Werkzeug der stofflichen Hülle des Menschen genau das zu leisten vermag: die irdisch-technische Verwertung, während er allen Fragen nach Gott und dem Woher und Wohin des geistigen Menschen von Natur aus hilflos gegenübersteht.

Und dabei lässt sich immer wieder beobachten, dass alles, was machbar ist, auch gemacht wird, sofern sich damit Geld verdienen lässt, oft ungeachtet mancher Risiken, die der Umgang mit stärksten Energien mit sich bringt. Und auch ungeachtet dessen, dass die menschlichen Aktivitäten die Welt, die wir alle von der Natur erhalten haben, insgesamt nicht unbedingt schöner und harmonischer machen, sondern im Gegenteil die “Abfallprodukte” unserer Wirtschaftsweise die ursprünglich naturgegebene Harmonie und Schönheit zerstören, was von uns allen zwar nicht gewollt, aber doch in Kauf genommen wird.

Ist das der Grund dafür, warum Gott nach dem biblischen Schöpfungsmythos eine Todeswarnung  mit dem Essen der Frucht vom Baume der Erkenntnis verband: “Eßt nicht davon, rührt’s auch nicht an, daß ihr nicht sterbt” (Gen. 3,3)? Eine Menschheit mit dem Anspruch, sein zu wollen “wie Gott und zu wissen, was gut und böse ist” (Gen. 3,5), die sich aber durch einseitige Hinwendung zum Verstand von den lebendigen Kräften in (oder “hinter”) der sichtbaren Natur zunehmend entfremdet hat, bedroht sich mit der Selbstvernichtung, was nicht ohne Grund von zahlreichen Mahnern bereits beschworen worden ist. Am 26. April jährt sich beispielsweise der Atomunfall von Tschernobyl zum 29. Mal. Und es gibt ja leider nicht nur die “friedliche” Nutzung dieser Technologie, sondern – im 21. Jahrhundert immer noch! – auch ein wahrhaft irrwitziges Arsenal der allerverheerendsten Kernwaffen, ganz abgesehen davon, dass weltweit bis heute nicht einmal ein sicheres Endlager für den sich täglich vermehrenden, noch Jahrtausende lang für alles irdische Leben gefährlichen Atommüll existiert und vermutlich auch niemals existieren wird! -

Der geniale Kopf, der der Wissenschaft bereits 1905 den Weg zu der Erkenntnis der Identität von Materie und Energie mit seiner vielzitierten “Relativitätstheorie” ebnete, war  Albert Einstein (1879 – 1955). Am 18. April dieses Jahres jährte sich sein Todestag zum 60. Mal.

Zum Gedenken an seine bahnbrechenden Leistungen im Bereich der Physik wurde aus diesem Anlass das Jahr 2015 von den Vereinten Nationen zum “Jahr des Lichts” erklärt.

Möge die mediale Aufmerksamkeit, die den Erkenntnissen des großen Physikers durch diese Maßnahme zuteil wird, dazu beitragen, dass immer mehr Menschen begreifen: Die Welt besteht aus Licht! Der Materialismus ist (theoretisch) überwunden! Materie, in dem Sinn, wie der begrenzte Verstand es uns erleben lässt, existiert gar nicht, ist eine Täuschung! Das Einzige, was wirklich existiert, ist Geist! Möge in diesem Sinne – das sei anlässlich des Aprils 2015 sozusagen mein nachösterlicher Wunsch – das Jahr das Lichtes die Auferstehung des Geistes einläuten!

Auf dem Kalenderblatt des Arche Kinderkalenders 2015 zur 3. Aprilwoche fand ich ein berührendes Gedicht der bekannten neuseeländischen Schriftstellerin Margaret Mahy (1936 – 2012), das mich nicht zuletzt auch zu diesem Artikel inspiriert hat:

Magic

Is there no magic in the world?
Is sun just sunshine, raindrops rain?
Are they not fairy gold and pearls?
Is not the wind a fairy train?

Is the world of magic gone?
Are there no roadways through the grass,
Which mice draw matchbox coaches on,
Along with fairy workmen pass?

Is all the world of magic gone?
Are not the roses fairy homes?
Is not the earth beneath our feet
Alive with goblins, elves and gnomes?

If all the world of magic’s gone,
And witches do not sail the sea
In egg-shells halved, with broom-stick oars -
This world is not the place for me.

Margaret Mahy; eine Übersetzung finden Sie unter “Natur-(Wesen-)Lyrik April 2015

Das Gedicht drückt etwas aus, was wahrscheinlich viele Besucherinnen und Besucher dieser Seite ebenso empfinden: dass die Welt und die Wirklichkeit mehr sind als nur das, was wir Menschen durch unsere begrenzten Sinne wahrzunehmen vermögen. Dass etwa in jedem Menschen etwas Geistiges lebt, das den irdischen Tod überdauert; dass in der Natur Wesen wirken, die die Formen bilden und erhalten; dass himmlische Kräfte, u.a. auch Engel genannt, über uns sind, die uns beistehen, wenn wir uns für ihr Wirken öffnen. Ich denke, der als exzentrisch beschriebenen “Granddame der neuseeländischen Kinderliteratur”, als die sie bisweilen bezeichnet wird, hätte ein Weblog wie das unsere gefallen.

Aber wo ist nun eigentlich diese geistige Welt, die wir mit dem irdischen Verstand vergeblich suchen und die deshalb diejenigen, die nur das irdisch-Materielle gelten lassen, als nichtbestehend ablehnen? Eine Antwort auf diese Frage ist Erdbewohnern wohl nur halb metaphorisch möglich: Im Licht! Ebenso, wie die irdische Welt aus Energie, also im weitesten Sinn aus Licht besteht, so formt das Licht auch höhere Ebenen und Welten, die neben, in und über allem Irdischen gleichzeitig existieren.

Wer eingehendere Erklärungen auf diese Fragen sucht, findet sehr umfassende Darstellungen in dem Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), wie auch eine Erklärung der geistigen Gesetzmäßigkeiten, nach denen die höheren Welten geformt wurden und die deren Entwicklung wie auch die Entwicklung unserer Welt bestimmen. Dass wir im Rahmen unseres Naturwesen-Weblogs immer wieder aus diesem Werk zitieren, liegt daran, dass Abd-ru-shin, so wenig bekannt er heutzutage auch sein mag, unserer Ansicht nach unter anderem als DER große Wegbereiter des Naturwesen-Gedankens in unserem Kulturkreis angesehen werden muss. 

Mit dem “Licht der Wahrheit”, auf das schon der Titel seines Werkes sich bezieht, ist das “Form gewordene” Gotteslicht gemeint, aus dem alles entstand, was ist, und das die gesamte Schöpfung  durchströmt und erhält. Unter “Form geworden” kann man sich Myriaden von lebendigen, schaffenden und wirkenden Wesen vorstellen, die auf allen Ebenen formend und erhaltend tätig sind:

“Es fallen darunter alle die Wesen, welche sich mit dem befassen, was die Menschen in sehr oberflächlicher Weise die Natur nennen, zu der also Meere, Berge, Flüsse, Wälder, Wiesen und Felder zählen, Erde, Steine, Pflanzen gehören, während die Seele des Tieres wieder etwas anderes ist, aber auch aus dieser Region des (…) Wesenhaften kommt.

Das alles ist ganz richtig bezeichnet mit dem Ausdrucke »Wesen«. Elfen, Nixen, Gnomen, Salamander sind also Wesen, die sich lediglich mit der Stofflichkeit befassen in ihrem Wirken. Darin finden wir nun auch die eigentliche Einteilungsmöglichkeit.

Nun gibt es aber auch noch Wesen, die sich im Geistigen betätigen, Wesen, die im Urgeistigen wirken, und Wesen, die selbst im Göttlichen tätig sind. (…)

Zwischen den Kreaturen Geist und Wesen ist an sich in der Schöpfung kein Wertunterschied. Ein Unterschied besteht nur in der verschiedenen Art und der dadurch gegebenen andersartigen Notwendigkeit ihres Wirkens! Der Geist (…) kann Wege seiner eigenen Wahl gehen und entsprechend in der Schöpfung wirken. Das Wesen aber steht unmittelbar im Drang des Gotteswillens, hat also keine eigene Entschlußmöglichkeit oder, wie es der Mensch ausdrückt, nicht seinen eigenen, freien Willen.

Die Wesenhaften sind die Erbauer und Verwalter des Hauses Gottes, also der Schöpfung. Die Geister sind die Gäste darin.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Das Wesenhafte. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart)

Mit diesen wenigen Sätzen soll hier skizziert sein, auf welche Weise Abd-ru-shin als einzigem mir bekanntem Autor das Kunststück gelingt, Wesen und Menschen zueinander in Beziehung zu setzen und doch deutlich voneinander abzugrenzen. So weit ich darüber orientiert bin, ist diese Art der Darstellung in der Weltliteratur einzigartig. Wenn Sie dazu mehr wissen wollen, lesen Sie nach in unseren Artikeln “Wesen und Mensch” vom September 2014 sowie “Wesen und Geist” vom Juli 2014. 

Das Pseudonym, das der Autor für die Publikation seines Hauptwerkes “Im Lichte der Wahrheit” wählte, wird übrigens übersetzt mit “Sohn des Lichts” oder auch “Diener des Lichts”.

2015 jährte sich – sehr passender Weise ebenfalls am 18. April – der Geburtstag Abd-ru-shins zum 140. Mal.

Die Ausrufung des Jahres 2015 zum “Jahr des Lichtes” durch die Vereinten Nationen ist somit nicht nur in physikalischer, sondern auch in geistig-weltanschaulicher Hinsicht gerechtfertigt! -

Zum Thema unseres diesmaligen Artikels: Schönheit und Licht schreibt Abd-ru-shin in seinem Werk:

“Als Richtschnur eines gottgewollten Lebens hier auf Erden wurde Euch der Schönheitssinn geschenkt, der aus reinster Empfindung kommt. Diese Empfindung trägt Erinnerung in sich an lichte Höhen, wo Schönheit zur Selbstverständlichkeit gehört! Denn Licht und Schönheit läßt sich gar nicht trennen. Sie sind eins! Wenn Ihr nun Licht auf diese Erde tragen wollt, so müßt Ihr Schönheit bringen. Schönheit in allem, was Ihr tut!”

(Abd-ru-shin, aus dem Vortrag: Laßt Ostern in Euch werden!)

Die vielen Wesen in der Natur erfüllen – wie wir eingangs zu zeigen versucht haben – dieses Gebot, der Mensch ist davon aber in seinen Werken noch weit entfernt. Lasst uns die Natur und die darin wirkenden Wesen zum Vorbild nehmen und überall danach streben, so viel als möglich Schönheit zu verwirklichen – damit das Licht aus der geistigen Welt immer mehr bis zur groben Stofflichkeit, die wir Erdenbürger bewohnen, hindurchstrahlen kann!

Der Elfenfreund-Alvin                                                                         im April 2015

 

 

 

Saat und Ernte

Wann immer ein Samenkorn auf feuchte, fruchtbare Erde fällt, – und wie oft ereignet sich das weltweit jeden Tag! – geschieht ein Wunder, das die Wissenschaft bei aller Klugheit nicht erklären kann: Die Lebenskraft regt sich, das Korn beginnt zu keimen.

Saat und Ernte: Zwischen diesen beiden Begriffen liegt das weite Wirkungsfeld der Wesen, denen dieses Weblog bekanntlich gewidmet ist.

“Beim Energieaustausch zwischen Sonne und Pflanze sowie Erde und Pflanze spielt die Elfe eine entscheidende Rolle. Sie vermag beide Ströme zu beeinflussen, besonders den Energiestrom der Sonne. Sie ist in der Lage, sie zu verzögern und zu beschleunigen und kann dort Energien hinzufügen, wo sie es für notwendig erachtet. Sie versetzt sich zunächst mit der Pflanze in Gleichklang, indem sie ihren Herzrhythmus der Pflanze anpasst. Sie verharrt und beurteilt, was sie zu tun hat. Dann begibt sie sich ans Werk. Sie springt und hüpft um die Pflanze und berührt sie mit ihren Lichtstrahlen, welche aus ihren Händen in die Energieströme der Pflanze fließen. Auf diese Weise trägt sie zum Pflanzenwachstum bei. Obwohl sie vorgenannten Aspekt im Auge behält, liegt ihre Hauptpflicht darin, der Pflanze unter den bestehenden Bedingungen zum größtmöglichen Wohlbefinden zu verhelfen.

Nachdem sie die ihrer Meinung harte Arbeit beendet hat, entfernt sie sich von der Pflanze, schlägt vor lauter Lebensfreude einen oder zwei Saltos in die Luft und vertreibt sich auf angenehme Weise die Zeit. Danach nimmt sie erneut ihre Arbeit auf.

Man mag fragen, ob Pflanzen ohne diese Hilfe wachsen würden. Ganz sicher ja, doch der Eingriff der Elfen (und was das betrifft, die Pflege der Menschen) machen den Unterschied zwischen kümmerlicher und prächtiger Pflanze aus.

Pflanzen wachsen aus innerem Lebens- und Fortpflanzungsdrang, was dem Hauptanliegen der Natur entspricht. Die Unterstützung der Elfen ist so wichtig für die Pflanze wie das Pflügen für das Kornfeld. Warum sollten wir den Erklärungen der Elfen keinen Glauben schenken? Sie weiß, dass ihre Arbeit eine wichtige Aufgabe darstellt und nimmt sie auf ihre Weise ernst. Sie fühlt sich für die Entwicklung der Pflanze verantwortlich und verspürt fast so etwas wie mütterlichen Stolz über ihre Leistung. Außerdem ist sie verpflichtet, Ergebnisse vorzuweisen, welche von einer ihr höher stehenden Elfe beurteilt werden, die in Zeitabständen erscheint, um festzustellen, wie die Dinge sich entwickeln.

Es ist erstaunlich, wie vielseitig diese Arbeit ist. Ich sah sogar in Treibhäusern Elfen, welche sich um die ganz winzigen Pflanzen bemühten. Es handelte sich um eine viel kleinere Art, doch die von ihnen verrichtete Arbeit entspricht der gleichen Ordnung.

(…) Jede Elfe hält sich in der Nähe der Pflanze auf, deren Pflege ihnen obliegt und ist bemüht, jegliches „Unwohlsein“ sofort zu entdecken und Abhilfe zu schaffen, so wie ein Arzt, der nach seinen Patienten schaut. Diese Betreuung erfolgt nicht mit ernster Miene. Elfen umschweben die Blumen, wenn diese gut gedeihen und sie mehr als zufrieden mit ihnen sind. Sie tun ihre Gefühle kund und verweilen oft bei einer Blume, umhegen und pflegen sie, als ob sie ihr Baby wäre und schenken ihnen viel Zuneigung. Es ist bezaubernd, dies anzusehen.”

(Aus: Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. Aquamarin Verlag, 3. Auflage 1995, S. 43ff. und 80f. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.)

Saat und Ernte: Jetzt ist die Zeit im Jahr, wo in den Gotteshäusern und Tempeln unserer Breiten Erntedank gefeiert wird.

Feiern Sie mit!

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, dekorieren Sie ein Tischchen, ein Fensterbrett oder eine Kommode mit Blättern, Früchten und Gemüse, entzünden Sie eine Kerze, sprechen Sie vielleicht ein paar kurze Worte des Dankes oder singen Sie ein Lied – und lassen Sie, wenn möglich, Kinder mit dabei sein! Sie werden sehen, wie einfach und wie natürlich diese offen sind für derart Rituale, so dass es richtig ansteckt  … und sich zu freuen ist schließlich nicht nur die einfachste, sondern auch die schönste und zugleich beglückendste und tiefste Art, Danke zu sagen!

An dieser Stelle möchte ich mit der werten Leserschaft dieses Weblogs ein paar Worte des Dankes an diejenigen Wesen teilen, die zumindest zeitweise in meinem eigenen kleinen Garten nach dem Rechten sehen, und zu diesem Zweck eine Geschichte erzählen, die ich dort erlebt habe – einen reinen Tatsachenbericht:

Das Pfirsichbaum-”Wunder”

Pfirsich1 klein

Saat und Ernte: Zu Erntedank feiert auch unser kleines “ElfenWirken”-Weblog Geburtstag!

Der erste Artikel ging am 7. Oktober 2012 “on air”, also ans Netz, hinaus in den elektronischen Äther des Internet.

Unser Anliegen ist es, den Gedanken an feinstoffliche Wesenheiten in der Natur – und nicht nur dort! – möglichst sachlich, umfassend und wirklichkeitsnah zu thematisieren, zu entwickeln und zu verbreiten.

Wir wollen dem herrschenden Materialismus in unsrer Gesellschaft ein zeitgemäßes, zukunftsfähiges Weltbild entgegensetzen oder wenigstens dazu beitragen, dass ein solches gefunden werden und sich etablieren kann! Wir glauben, dass die Zeit reif dazu ist.

In Wirklichkeit ist ja das materialistische “wissenschaftliche” Weltbild bei weitem nicht in der Lage, alle Phänomene stimmig zu erklären. Erst dieser Tage ging beispielsweise folgende Meldung durch die Medien: Laut den Berechnungen einiger Wissenschaftler besteht das Universum zu 80 % aus “dunkler Materie”.

Der Begriff der “dunklen Materie” geht auf die 1930er Jahre zurück und bedeutet im Wissenschaftsjargon Materie, die man nicht sehen kann. Mit anderen Worten: Das Universum verhält sich nach den exaktesten und feinsten Beobachtungen, die heute möglich sind, gravitativ in einer Art und Weise, die nicht erklärbar ist, wenn man nur die sichtbare Materie zur Berechnung heranzieht.

Es geht mir mit diesem Hinweis natürlich weder darum, eine neue wissenschaftliche Theorie auf-, noch eine bestehende in Frage zu stellen, denn dazu müsste ich alle diese Berechnungen ja erst einmal verstehen, wozu ich Elfenfreund mich weder in der Lage noch berufen fühle.

Nehmen wir es darum einfach als ein Bild und lassen wir es noch einen Moment auf uns wirken:

80% aller (energetisch wie auch mathematisch) wirksamen Materie ist selbst für feinste Sensoren unsichtbar, sagen heute schon namhafte Wissenschaftler … das ist als Bild genommen genau das, worum es auch auf diesem Weblog geht: um Materie, die man (normalerweise) nicht sehen kann, und die darin wirkenden Kräfte, mit denen man zwar rechnen, aber die man (normalerweise) nicht persönlich von Angesicht zu Angesicht kennenlernen kann, eben die Natur- oder Elementarkräfte.

Derzeit verzeichnet unser kleiner Natur- und Elementarwesen-Blog immerhin bereits an die 7000 Zugriffe im Monat – das ist freilich nur ein Tropfen in Relation zum breiten “Mainstream”, der in andere Richtungen fließt, aber wollen wir doch an die Zukunft glauben … bis jetzt sind die Zahlen Monat für Monat kontinuierlich nach oben gegangen.

Immer mehr Menschen heute geben sich mit der üblichen Beschränkung auf das Materielle nicht mehr zufrieden und sind offen sind für eine Erweiterung des Weltbildes. Wir jedenfalls freuen uns sehr über das rege Interesse und haben daher zum 2. Geburtstag unseres “ElfenWirkens” einen Newsletter eingerichtet. Wenn Sie möchten, melden Sie sich an … Sie werden dann über Neuigkeiten auf unserer Seite regelmäßig informiert. Und wenn Ihnen unser kleiner Weblog gefällt, dann empfehlen Sie ihn doch bitte weiter!

Saat und Ernte - In den vergangenen zwei Jahren haben wir aus verschiedenen Quellen eine Fülle von Informationen über Natur- und Elementarwesen auf diesem Weblog ”ausgesät”. In den ersten Artikeln waren dabei unsere hauptsächlichen Informationsquellen Margot Ruis und ihr Mann Gerhard Kogoj, mit denen zunächst eine Kooperation bestand. Als diese nach 6 Monaten im Mai 2013 von den beiden aufgekündigt wurde, nützten wir die Gelegenheit für eine  Öffnung und eine breitere inhaltliche Ausrichtung, die wir schon von Anfang an angestrebt hatten.

Unser Anliegen ist es ja, den Naturwesen-Gedanken in unsere westlich orientierte Gesellschaft zu tragen, wo er bislang leider nur sehr schwach verankert ist. Nach unserer Überzeugung ist es zu diesem Zweck notwendig, eine breite Palette von Texten anzubieten dabei und nicht nur die östlich geprägte, sondern auch die westliche Denkweise und Weltsicht zu berücksichtigen.

So sind wir beispielsweise der Ansicht, dass der Naturwesen-Gedanke problemlos auch mit dem Christentum vereinbar ist, auch wenn er bislang damit wenig in Verbindung gebracht wird.

Ich Elfenfreund bin ja leider bei weitem nicht so belesen, als dass ich eine erschöpfende Darstellung der gesamten Naturwesen-Literatur in ihrer ganzen Breite und Tiefe geben und die weltanschaulichen Hintergründe der jeweiligen Autorinnen und Autoren einzuordnen wüsste. Denn, wie wir in unseren Artikeln “Wesen und Form” vorm März 2014 sowie auch “Wesen und Wahrnehmung” vom Mai 2014 zu zeigen versuchten, beeinflusst nach unserer Überzeugung in diesen feinen und feinsten Bereichen der menschlichen Wahrnehmung die Art der Sichtweise das Sehen, d.h. der hellsichtige Mensch ist in seiner Wahrnehmung der “jenseitigen” Welt geprägt von seinem eigenen Weltbild und seinen Anschauungen, die er sich im Laufe der Zeit erworben hat.

“Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus”, könnte man mit einem volkstümlichen Sprichwort bildhaft diese Besonderheit in der Wahrnehmung astraler Welten umschreiben, oder man könnte auch hier das Bild von Saat und Ernte bemühen: Je nachdem, auf welche Art und Weise ein Mensch geistig seine Umgebung individuell lebendig strukturiert und gestaltet, je nachdem, wie die “Innenwelt” eines Menschen beschaffen ist, in der wie in einem Garten seine eigenen Gedanken und Einstellungen wachsen und gedeihen, so werden auch die Eindrücke beschaffen sein, die er aus der “Außenwelt” durch seine individuellen Filter hindurch erfahren kann.

Wenn ich also die mir bekannte Literatur über Natur- und Elementarwesen revuepassieren lasse, so scheint es mir, dass ich dabei verschiedene Richtungen bzw. Zugänge zum Thema “Naturwesen” unterscheiden kann. Bestimmt haben alle diese Zugänge ihre Berechtigung und sind für Menschen wertvoll, denen sie helfen, Sinn im Leben zu finden und ihrer Existenz eine Richtung zu geben. Es soll daher mit diesem versuchten Überblick kein Werturteil verbunden und auch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben sein.

Da wäre einmal die Sichtweise der Anthropologen, die Erfahrungen von Naturvölkern sammeln und sich mit Schamanismus befassen. Wolf-Dieter Storl wäre ein prominenter Vertreter dieser Richtung. Die Beschäftigung mit dem Naturwesenthema auf dieser Stufe hat den Charme unverbrauchter Authentizität, allerdings meist um den Preis einer fehlenden elaborierten Kosmologie, die auch die komplexen Phänomene des menschlichen Zusammenlebens in einer modernen Hochzivilisation erklären könnte.

Das vermögen eher die Religionen der uralten Hochkulturen, vor allem in Asien, die teilweise heute noch, ebenso wie schon vor Jahrtausenden, Naturwesenheiten verehren. Man denke etwa an den Hinduismus und den Buddhismus in ihren vielfältigen Ausprägungen, um nur die bekanntesten zu nennen. Da diese Religionen weniger auf Offenbarung (wie z.B. Christentum, Judentum und Islam) als auf individuelle geistige Erfahrung und Erkenntnis ausgerichtet sind, ist es naheliegend, dass dort das Streben nach Erkenntnis der jenseitigen Welt und eben auch der darin wirkenden “Devas” (leuchtenden Wesen) einen höheren Stellenwert besitzt und verbreiteter ist als  in Europa, wo die Interpretation und Auslegung von Offenbarungsschriften stärker im Vordergrund stand. An den Erfahrungsschatz östlicher Religionen knüpfen viele heutige Naturwesen-Proponenten an, so etwa auch Margot Ruis und Gerhard Kogoj, die ebenfalls durch schamanische Praktiken ihre ersten bewussten Erlebnisse mit der elementaren Welt machten.

Aber natürlich gab es auch in Europa “sehende” und (bis zu einem gewissen Grad) wissende Menschen! Von den Religionen der Griechen und Römer ist manches, von den Kelten und Germanen weniges schriftlich überliefert. Im Gegensatz zu Asien ist hierzulande jedoch nichts davon lebendig geblieben, mit Ausnahme einiger mehr oder weniger stark verunstalteter Bruchstücke im Brauchtum und in der volkstümlichen Überlieferung (Märchen), weil durch die Christianisierung alles das überlagert, verboten und sogar mutwillig zerstört wurde. Über die bedauerlichen Fehler, die bei der Christianisierung und Missionierung gemacht wurden, haben wir ja ausführlich berichtet im Artikel “Märchen, Mythen, Göttersagen” vom April 2013. Auch an die religiösen Vorstellungen von Kelten und Germanen versuchen manche schamanisch und anthropologisch orientierte ProponentInnen heute anzuknüpfen.

Wirklich bemerkenswert in dem Zusammenhang finde ich den Umstand, dass auch in der Zeit der schlimmsten Ächtung und Verfolgung durch die katholische Kirche in Europa immer wieder Personen hervortraten, die den Elementarwesen-Gedanken in aller Deutlichkeit vertraten und ihn sogar schriftlich niederlegten. Man denke etwa an den streitbaren Doktor und genialen Arzt, Alchemisten, Astrologen, Mystiker, Laientheologen und Philosophen Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493 – 1541).

Dass der unkonventionelle Gelehrte die Elementarwesen wirklich selbst wahrgenommen hat, steht für mich außer Frage. Seine wissenschaftliche Abhandlung über sie (Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus) ist aber heute wohl nur noch vor dem Hintergrund seiner Zeit und Gedankenwelt verständlich. Mir ist kein aktueller Naturwesen-Proponent bekannt, der dem von Paracelsus damals beschrittenen Weg heute folgen würde.

Einer, dem ich Elfenfreund es allerdings zutraue, dass er sich mit Paracelsus seriös befasst hat und dass seine Meinung zu diesem genialen Außenseiter fundiert ist, ist der slowenische Land-Art-Künstler und Geomant Marko Pogacnik. In seinem Buch “Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele” schreibt er über Paracelsus:

“Das erste Buch der abendländischen Kultur, das die verschiedenen Arten von Elementarwesen in ein ganzheitliches System einordnet und von ihren Eigenarten erzählt, heißt “Von den Nymphen, Sylphen, Pygmäen und Salamandern und den übrigen Geistern”. Es wurde von Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, verfasst und erschien erst 1589, 48 Jahre nach dem Tod des berühmten Arztes, Naturforschers und Theosophs (…)

Paracelsus’ Konzept betrachtet die Elementargeister als eine dem Reich der menschlichen Seele gleichwertige Entwicklungslinie. Er spricht von zwei Urgeschlechtern, von denen das eine, die Menschen, “von Adam stammen, die anderen, die Naturgeister, aber nicht”. Doch betont Paracelsus immer wieder, dass die Elementarwesen deswegen nicht als Dämonen oder als Teufelsgeschlecht anzusehen seien, da sie in der unvorstellbaren Vielfalt der göttlichen Schöpfung ihren Ursprung hätten.

Um die Gleichwertigkeit der Naturgeister mit den Menschen zu belegen und die Elementarwesen von den “Teufelsgeschöpfen” zu unterscheiden, beschreibt der Autor die Elementarwesen in einer stark anthropomorphisierten Gestalt, die ich anhand meiner Beobachtungen nicht nachvollziehen kann, obwohl ich glaube, dass sie wirklich die Fähigkeit haben, solche Gestalt anzunehmen. (…) Paracelsus behauptet sogar, dass “sie Blut, Fleisch und Gebein haben, dass sie Kinder gebären, fruchtbar sind, dass sie reden, essen, trinken und wandern”, alles Dinge, die die als Dämonen bekannten Geistwesen nicht vermögen. Jedoch seien alle diese Eigenschaften der Naturgeister nicht in der Materie manifestiert wie beim Menschen, sondern auf einer feinstofflichen Ebene.

Ich sehe Paracelsus’ Traktat als einen – angesichts der Inquisition tapferen – Versuch, die reiche Überlieferung des Mittelalters zum Thema Elementarwesen auf eine quasi wissenschaftliche Weise vor der verstandesmäßigen Verleugnung durch die Aufklärung zu bewahren. Zudem weiß ich die Systematik zu schätzen, die er mit seinem Werk begründete: Er untergliederte die Naturgeister in vier Bereiche und ordnete sie je einem der vier klassischen Elemente zu. Die Wesenheiten des Wassers nennt er die Nymphen, die der Luft die Sylphen, die Erdgeister Pygmäen (von griechisch pygmaios = eine Spanne hoch; Bezeichnung für ein Heinzelmännchen) und die Geister des Feuers Salamander. Auch in meinen Beobachtungen fand ich die Zugehörigkeit der einzelnen Elementarwesen zu einem der vier Elemente der Naturschöpfung bestätigt.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. AT Verlag, 2009, S. 54f. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Paracelsus, dem es demnach in seiner berühmten, aber dennoch wenig rezipierten, weil unverstandenen Schrift vordringlich darum ging, die Elementarwesen vor den Lehren der Kirche zu rehabilitieren und sie von den Dämonen zu unterscheiden und abzugrenzen, um ihre dogmatische Ächtung durch die Priesterschaft zu bekämpfen, gilt als Vertreter der im späten 15. Jahrhundert (als Gegenbewegung zur Theologie) begründeten abendländisch-christlichen Theosophie. Diese unterscheidet sich von der “trockenen” Theologie dadurch, dass religiöse Erkenntnisse durch individuelle mystische Erfahrung angestrebt werden.

Nicht zu verwechseln mit der abendländsch-christlichen Theosophie ist allerdings die  völlig losgelöst davon auf dem Boden des neuzeitlichen Okkultismus und
Spiritismus entstandene Theosophische Gesellschaft, die den Begriff Theosophie neu definierte und  ihn prinzipiell nur noch für die aus alten östlichen Quellen schöpfenden Lehren der Theosophischen Gesellschaft verwendete. Gegründet wurde die Theosophische Gesellschaft 1875 in New York u.a. von der sehr umstrittenen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky.

“Bei der aus östlichen Quellen schöpfenden Theosophie Blavatskys handele es sich Helmut Zander zufolge um die erste nichtchristliche Religionsgründung nach der Antike in Europa. Gemäß dem Philosophen Ernst Bloch habe diese ‘theosophische Kolportage (…) mit den christlichen Mystikern alter Zeit nicht einen einzigen Punkt ernstlich gemein.’ (…)

Blavatskys Theorien fußen auf ihrer abendländisch geprägten Rezeption der hinduistischen Tradition. Sie bezieht sich in ihren Auslassungen auf weise Lehrmeister und besonders auf das von ihr erfundene Buch des Dzyan. (…) Das letzte Ziel des Menschen müsse die „Selbstvergottung“ sein, das Verschmelzen mit dem „absoluten Bewußtsein“. Dazu duchlaufe die sich entwickelnde Menschheit sieben ”Wurzelrassen” Die Menschen der siebten Wurzelrasse würden zu Göttern werden, die über Planeten regieren. Unser Universum sei nur eines unter unendlich vielen, die zyklisch erschienen um nach Billionen von Jahren wieder zu verschwinden.”

(Quelle: Wikipedia, Stichwort “Theosophie”)

Obwohl es in der Theosohische Geselllschaft infolge zahlreicher Skandale und  Schwindeleien bis hin zu zumindest einem Fall nachgewiesenen schweren Betruges sowie Streitigkeiten um die Besetzung der zu vergebenden Ämter mehrmals zu Spaltungen und Neugründungen von Theosophischen Gesellschaften kam, die sich von den ursprünglichen Zielsetzungen mitunter weit entfernten, übte sie doch einen beträchtlichen Einfluss aus auf nachfolgende esoterische Bewegungen.

Zahlreiche namhafte Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler des ausgehenden 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts standen in Verbindung mit einer Theosophischen Gesellschaft oder waren Mitglieder, so dass der Theosophischen Bewegung ein bedeutender Anteil an der Entwicklung des Geisteslebens der damaligen Zeit gegeben werden kann. Namhafte Proponenten des Naturwesen-Gedankens, die wir auch auf diesem Weblog immer wieder zitieren und die im Umfeld einer Theosophischen Gesellschaft zu sehen sind oder deren Gedankengut nahestehen, wären etwa Dora van Gelder-Kunz oder auch Erla Stefansdottir.

Auch Rudolf Steiner stand anfangs der Theosophischen Gesellschaft nahe, bis er sich von ihr abwandte und die Anthroposophische Gesellschaft begründete. Auch von Rudolf Steiner und seiner Anthroposophie gingen und gehen im Zusammenhang mit der Naturwesenthematik wesentliche Impulse aus, die bis heute Wirksamkeit zeigen. Vor dem Hintergrund seiner Kosmologie ist etwa die Arbeit heutiger Persönlichkeiten wie Marko Pogacnik, Ursula Burkhard und anderer zu sehen.

Wie ich Elfenfreund an anderer Stelle auf diesem Weblog bereits ausgeführt habe, bin ich selbst als langjähriger Waldorflehrer einigermaßen orientiert über die Lehren Rudolf  Steiners (siehe dazu den Artikel “Elementarwesen und Erdseele” vom Dezember 2013und kann mir auch ein ungefähres Bild machen von der durch die Theosophische Gesellschaft propagierten Kosmologie. Vielleicht wird es möglich sein, im Rahmen dieses Weblogs hier und da einmal ein Streiflicht auf den einen oder anderen Gedanken zu werfen; im Detail werden wohl aber nur diejenigen Randgebiete erörtert werden können, die mit dem Naturwesen-Gedanken im engeren Zusammenhang stehen.

Mir selbst hat sich das weite Feld der Elementar- und Naturwesen aber über keinen der hier in aller Kürze skizzierten Zugänge erschlossen, sondern durch ein Werk, das von allen existierenden Lehrgebäuden und Kosmologien ganz unabhängig zu sehen ist und eine für sich völlig eigenständige Richtung darstellt.

Abd-ru-shin zufolge (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), der über sich selbst einmal geschrieben hat, dass er mit seinen Schriften “in den Fußstapfen des Gottssohnes” Jesus Christus gehe, also inhaltlich genau an dessen gleichnishafte Erklärungen von vor 2000 Jahren anschließe, nur in einer der heutigen Zeit angepassten Sprache, sind Wesen als die treibende Kraft hinter jeglicher Formbildung zu betrachten. 

Meiner Meinung nach ist schon diese Aussage kennzeichnend für die besondere Bedeutung der Schriften Abd-ru-shins für unser Thema: Er stellt ganz bewusst in den Mittelpunkt seiner Ausführungen nicht so sehr die detaillierte Schilderung der jenseitigen Bereiche, sondern er erklärt die Zusammenhänge und begründet diese mit einer Folgerichtigkeit und einer allumfassenden Weite der Sichtweise und des Wissen, die ich anderswo nirgends finden konnten. Dass die Schriften Abd-ru-shins bis heute so wenig rezipiert werden, halten wir geistesgeschichtlich angesichts der dadurch brach liegenden, ungenützten Entwicklungsimpulse für einen unhaltbaren Mangelzustand, dem unserer Ansicht nach schleunigst abgeholfen werden muss.

So manche/r Leser/in wird sich vielleicht an dieser Stelle daran stoßen, dass hier eine Verbindung vom Naturwesen-Gedanken zu Jesus Christus hergestellt werden soll. Tatsächlich ist ja in der Bibel kein einziger diesbezüglicher Ausspruch Jesu an seine Jünger überliefert.

Man muss sich allerdings die Situation vor 2000 Jahren vergegenwärtigen, als alle Kulturvölker der Erde Naturwesenheiten kannten und sie sogar als “Götter” verehrten!

Alle, mit einer einzigen Ausnahme – des Volkes der Juden!

Damit möchte ich Elfenfreund nicht ausdrücken, dass die Juden keine Naturwesenheiten gekannt hätten. Es gibt mehrere Stellen in der Bibel, die im Gegenteil zeigen, dass auch das jüdische Volk sehr wohl die elementare Welt als von persönlichen Kräften beseelt erlebte – man denke etwa an Psalm 104,4 wo es heißt:

“…der du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern…”,

abgesehen von den vielen Engelserscheinungen, von denen in der Bibel an verschiedener Stelle explizit berichtet wird.

Doch im Unterschied zu allen anderen Völkern der Erde verehrten die Juden diese Wesen nicht als Götter, sondern sie wussten von einer höheren Macht, die Menschen und auch alle Wesen erschafften hatte: Der EINE, unsichtbare Gott, der nicht in Tempeln wohnte und nicht mit Standbildern dargestellt und verehrt werden konnte, von dem man sich überhaupt kein Bildnis machen durfte. Dieser Gott hatte sich Abraham und Moses geoffenbart, durch den Glauben an diesen Gott wussten bzw. glaubten sich die Juden allen anderen Völkern überlegen … und auf diesen Gott, den er im Gebet revolutionär mit “Abba”, also gewissermaßen “Papa” oder “Vati” ansprach, bezog sich Jesus von Nazareth in seinen Unterweisungen, die er den Jüngern angedeihen ließ: Um den Menschen, die bisher nur einen “gerechten, strengen” Gott gekannt hatten, der die Einhaltung von “Geboten” verlangte und bei Nichteinhaltung durch Moses strenge Strafen eingesetzt hatte, um diesen Menschen nun ein Wissen und ein Verständnis für die Liebe Gottes zu bringen, war Jesus auf Erden überhaupt geboren worden. Sein Hauptanliegen konnte darum nicht darin bestehen, den Jüngern theoretische Belehrungen über elementare Wesenheiten zu erteilen, über die auch andere Völker dieser Zeit hinreichend gut Bescheid wussten.

Dass er selbst selbstverständlich die Natur als persönlich-wesenhaft wahrgenommen und erlebt hat, daran besteht für mich überhaupt kein Zweifel. Wenn man die Bibel genau liest, erkennt man unschwer, dass Jesus seinen Jüngern auch im Zusammenhang mit der elementaren Welt Unterweisungen erteilt hat … wenn er auch nicht theoretisch darüber referiert haben mag:

Die Stillung des Sturms
Und es begab sich an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns über den See fahren. Und sie stießen vom Land ab.

Und als sie fuhren, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel über den See und die Wellen überfielen sie, und sie waren in großer Gefahr.

Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es entstand eine Stille.

Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er und sie sind ihm gehorsam.

(Lukasevangelium, Kapitel 8, Verse 22-25. Aus der Luther-Übersetzung, Ausgabe 1984)

Oder nehmen wir eine andere sehr bekannte Episode, ebenfalls aus dem Lukasevangelium:

Der Fischzug des Petrus
Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth

und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.

Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!

Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen.

Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken.

Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.

Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten,

ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.

Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

(Lk 5, 1 – 11)

Wasser oder Luft zu “bedrohen”, wie es der Evangelist Lukas überliefert (ganz ähnlich berichten über das Ereignis übrigens auch Matthäus und Markus, letzterem zufolge soll Jesus dabei auch die Worte ‘Schweig und verstumme!’ gesprochen haben) ergibt nur Sinn, wenn man in Wind und Wellen ein intelligentes Wesen wahrnimmt, das “Drohungen” oder Worte verstehen kann. Ebenso wird der Umstand, dass ein Zimmermannssohn über Fischbestände und deren Schwarmzüge im See Genezareth besser Bescheid gewusst haben soll als ein erwerbsmäßiger Fischer, wesentlich plausibler und bleibt gar nicht so ein besonderes Mirakel, wenn man sich vorstellt, dass freundliche Wasserwesen an dieser “Lektion” Jesu an die Menschen mitgewirkt haben könnten.

Es ging Jesus also nicht in erster Linie darum, seinen Jüngern das Wirken der Elementarwesen in der Natur zu erklären. Er hatte eine viel höhere Aufgabe und wusste, dass ihm nicht viel Zeit bleiben würde, um diese zu erfüllen. In den drei Jahren, die Jesus lehrte, bevor seine Lehren den Menschen und namentlich den Priestern so unangenehm wurden, dass sie ihn verleumdeten und dann töten ließen, war für solche “Nebensächlichkeiten” keine Zeit!

Wenn also Jesus mit einer Gebärde den Sturm bezwang oder durch ein Wort zu einem reichen Fang verhalf, so zeigte er damit seinen Jüngern, dass der Gott, von dem er lehrte, über den Wesenheiten der Natur stand, die ihm dienten.

Mit der leicht vorwurfsvolle Frage “Wo ist euer Glaube?” wollte Jesus also meiner Meinung nach nichts anderes ausdrücken, als dass die Jünger Gott, den Jesus ihnen nahebringen wollte, noch nicht richtig kennen gelernt hatten, da wahrhaftige Gottesdiener, denen Gottes Liebe richtig bewusst geworden ist, von den Elementen nichts zu fürchten hätten.

Saat und Ernte!

Seit jeher wird dieser Begriff auch im metaphorischen Sinn gebraucht, als Bild für Ursache und Wirkung.

“Was der Mensch säet, das wird er ernten”,

schreibt etwa im wohl bekanntesten Literaturbeispiel der Apostel Paulus an die Galater, und da er diesem Satz die Worte “Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten” vorangesetzt hat, ist klar, dass es ihm dabei nicht vorrangig darum geht, dem Nährstand Nachhilfe in Sachen Anbau von Feldfrüchten zu geben, sondern dass er sich an jedermann/frau richtet und den Begriff von “Schuld und Sühne” damit meint.

In unseren Artikeln “Wesen und Geist” vom Juli 2014 und “Wesen und Mensch” vom September 2014 haben wir uns auf bereits sehr weit fortgeschrittenem Niveau darüber Gedanken gemacht, was der Begriff “Wesen” eigentlich beinhaltet. Wir erwähnten die Wahlmöglichkeit des Menschen und den damit zusammenhängenden “Freien Willen”, den das Wesen nicht besitzt. Schuld und Sühne sind daher ein menschliches Spezifikum, was auch der Volksmund ganz richtig ausdrückt mit der (bereits aus römischer Zeit stammenden) Redensart “Irren ist menschlich”.

Den Vorgang der Aussaat kann man sich im Zusammenhang mit Schuld und Sühne so vorstellen, dass jeder Mensch mit jedem Gedanken, jedem Wort und jeder Handlung energetische Formen oder “Schwingungen” in die astrale Welt aussät, die mit ihm immer verbunden bleiben. Diese Formen sind aber wie Samenkörner, die Lebenskraft enthalten. Von Wesen betreut und gepflegt, nicht anders als Samenkörner in einem Acker oder Garten, keimen sie, wachsen und entwickeln sie sich im Verborgenen, ihren Erzeugern meist gar nicht bewusst, obwohl Energieströme von diesen Formen ständig auf die Urheber zurückfließen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Urheber noch auf der Erde lebt oder schon auf einer Ebene im Jenseits, oder vielleicht schon wieder in einer erneuten Verkörperung auf Erden! Erst die Zeit der Reife bringt dann die Ernte mit sich, indem die Schwingungsformen sich verdichten und manifestieren, wo immer ihr Urheber sich auch zu dem Zeitpunkt aufhalten mag. Fällt diese Zeit der Ernte in ein Erdenleben, so ist klar, dass die Rückwirkung über Kanäle des Erdenkörpers erfolgt wie dessen Sinnesorgane und Nervenleitungen, und dass unter Umständen bereits auch die Umstände der Geburt sowie das familiäre Umfeld, in das sie erfolgt, im Zusammenhang mit den rückläufigen zur Ernte reifen Energieformen gesehen werden können.

“In den Fußstapfen des Gottessohnes” gehend widmete Abd-ru-shin diesem biblischen Gleichnis seinen Vortrag “Verantwortung”. Unter “Zitat des Monats Oktober 2014″ können Sie ihn nachlesen. Dieser Vortrag gehört zu den ersten, die Abd-ru-shin für sein dreibändiges Hauptwerk “Im Lichte der Wahrheit” verfasst hat und ist als Einführung in das Werk gut geeignet.

Lesen Sie dazu aber auch, wenn Sie möchten, unser “Zitat des Monats Oktober 2012″, das wir dem ersten auf diesem Weblog veröffentlichten Artikel beigegeben haben! Die Zitate stammen von weiter “hinten” aus dem genannten Werk und beleuchten dasselbe Thema von einem etwas anderen Standpunkt aus.

Dem speziell und einschlägig interessierten Publikum auf diesem Weblog schließlich haben wir im Oktober 2013 bereits den Vortrag “Die kleinen Wesenhaften” anempfohlen, der aus dem 3. Band des Werkes stammt und folglich vom Autor für ein fortgeschrittenes Publikum verfasst wurde, das den aufeinander aufbauenden Vorträgen der Gralsbotschaft bis dahin gefolgt ist. Bitte bedenken Sie das beim Lesen, falls Ihnen der eine oder andere Gedankengang daraus schwer nachvollziehbar erscheint. Thematisch kreist auch dieser Vortrag wieder um das Thema “Saat und Ernte” bzw. “Verantwortung”, und Sie finden ihn unter “Zitat des Monats Oktober 2013″.

Pflücken und genießen Sie – aber maßvoll! – die herrlichen Früchte, die in den üppigen Gärten der Schöpfung für Sie reif geworden sind!

Der Elfenfreund                                                                            im Oktober 2014

 

Wesen und Mensch

Liebe Leserin, lieber Leser,

Allgemeinwissen ist die Existenz von Natur- und Elementarwesen in unserer westlichen Kultur zwar leider bei weitem noch nicht. Aber so ganz allmählich spricht es sich doch herum und immer mehr und mehr Menschen halten es für möglich, dass in den “Göttern” der Alten Hochkulturen, den Dämonen und Geistern der sogenannten primitiven Naturvölker sowie den Männlein, Zwergen, Nixen und Riesen, die als Überreste aus vorchristlicher Zeit noch unsere Märchen bevölkern und nicht nur auf Kinder bis heute einen unerklärlichen Zauber ausüben, mehr Realität zu suchen und zu finden ist als lediglich Aberglaube oder Projektionen aus der eigenen Psyche, zur bildhaften Erklärung alles dessen, was mit vorwissenschaftlichen Methoden anders nicht erklärbar ist.

Immer mehr Menschen bekennen sich dazu, an die Realität feinstofflicher Wesenheiten zu glauben. Es gibt gar nicht so wenige, die davon berichten, auf unterschiedliche Art und Weise solche Wesen wahrzunehmen oder zumindest manchmal mit ihnen Kontakt zu haben. Und nicht zuletzt existiert eine recht umfangreiche Literatur, aus der Interessierte sich ein einigermaßen detailliertes Bild zu dem Thema machen können.

Dass dieses Bild mit dem gängigen naturwissenschaftlichen Weltbild in Einklang zu bringen sein wird, ist angesichts der bedauerlichen Beschränkung der Naturwissenschaft auf das mit materiellen Hilfsmitteln Mess- und Nachweisbare zwar leider nicht zu erwarten. Diesen Umstand aber als Vorwand zu benutzen, um damit gleichzeitig auch alle Logik, alle Sorgfalt in der Beobachtung und alle Vorsicht in den gezogenen Schlussfolgerungen mit über Bord zu werfen, finde ich Elfenfreund falsch und unverantwortlich. Damit erweist man sämtlichen Bemühungen in Richtung einer längst überfälligen Erweiterung des naturwissenschaftlichen Weltbildes einen Bärendienst!

An Schilderungen konkreter Erlebnisse mit feinstofflichen Wesen, Engeln oder “Devas”, wie sie in Anknüpfung an fernöstliche religiöse Traditionen bisweilen auch genannt werden, fehlt es in Büchern oder auch im Internet nicht. Das Problem ist oft eher fehlendes Hintergrundwissen, das es z.B. ermöglichen würde, die geschilderten Erlebnisse in eine Gesamtsicht einzuordnen. Es fehlt der Überblick, der für eine gewisse Klassifizierung und Bewertung notwendig wäre, damit die Gesetzmäßigkeiten sichtbar werden und das gesuchte erweiterte Weltbild die notwendige Struktur erhält!

Auf diesem Weblog beschäftigen wir uns mit Elementar- und Naturwesen. (Neulingen auf unserer Seite empfehlen wir als Einführung und zur zur Abgrenzung der Begriffe auch unsere Aufsätze “Was sind Naturwesen?” und “Der Mensch und die ‘Beseeltheit’ der Natur” aus dem Jahr 2012)

Was ist denn aber eigentlich ein Wesen?

Mit dieser Frage schließen wir an an unseren Artikel “Wesen und Geist” vom Juli 2014.

Kurz zur Erinnerung: Darin beleuchteten wir den in der einschlägigen Literatur oft thematisierten Umstand, dass Naturwesen als die Natur formend, erhaltend, beschützend erlebt werden, der Mensch aber meist in der undankbaren Rolle als (mutwilliger oder unwissender) Zerstörer derselben auftritt.

Das falsche Handeln des zerstörenden, Krieg führenden, rücksichtslos begehrenden, irrenden Menschen, der seinen freien Willen frevelhaft nicht oder falsch benutzt, steht seit Jahrtausenden zurecht am Pranger religiöser Schriften und Überlieferungen. Das jüngst erwachende ökologische Bewusstsein sieht nun diesen offensichtlich fehlgeleiteten freien menschlichen Willen mit seinem gesamten zerstörerischen Potenzial  immer mehr in beängstigender Opposition zur Natur und zu den darin wirkenden Elementarkräften, was ja nichts anderes bedeutet als an dem sprichwörtlichen Ast zu sägen, auf dem man sitzt.

Im Gegensatz zum Menschen kennen die elementaren Intelligenzen, die in der Natur schaffen, kein Gut und Böse. Sie folgen dem Drang des schöpferischen Naturgesetzes, in dem sie stehen und das sie erfüllen, von dem sie selbst ein Teil sind:

“Unsere Maßstäbe für Recht und Unrecht lassen sich auf diese kleinen Wesen überhaupt nicht übertragen. In ihrer Welt gibt es weder Gut noch Böse, sondern nur Vollkommenheit und Schönheit. Darum ist jede einzelne von ihnen um Schönheit und Vollkommenheit bemüht, und jede ihrer Handlungen ist einzig und allein darauf ausgerichtet.

Doch das Streben nach Schönheit bedeutet weder Kampf noch Mühe für sie, es stellt vielmehr einen beständigen Antrieb dar und bereitet ihnen große Freude. Ich glaube, die strahlende Freude der Elfen lässt sich teilweise auf ihr ständiges inneres Sehnen nach Schönheit und Vollkommenheit zurückführen. Man sollte sich die Elfen nicht als perfekte Wesen vorstellen. Es gibt bei ihnen auch kurzfristigen Ärger und Eifersucht, aber beides verflüchtigt sich schnell. Der Mensch mag durch negative Emotionen vergiftet werden, doch bei ihnen verbleiben keine Rückstände böser Regungen, die ihr Leben verdunkeln.

Wenn sie überhaupt etwas verwirrt, dann sind es ihre Gefühle gegenüber dem Menschen. Es ist richtig, dass in ihrem Reich ebenfalls Hässlichkeit herrscht, die in ihnen Abneigung hervorruft. Die “Wasserbabies” ziehen es zum Beispiel vor, den gorillaähnlichen Geschöpfen des tiefen Meeres auszuweichen, obwohl diese letztendlich Bewohner desselben Elementes und derselben Welt sind. Selbst wenn sie Abneigung hegen, so fürchten sie nichts. Was allerdings den Menschen anbelangt, so gibt es bei ihm vieles, das ihr Begriffsvermögen übersteigt. Unsere Beweggründe erscheinen ihnen außerordentlich undurchschaubar, und sie können niemals unsere Reaktionen vorhersehen. Aus diesem Grunde betrachten sie uns mit einer gewissen Angst, zumal wir gegenüber der von ihnen geliebten Natur oft ein scheinbar sinnloses Verhalten von Grausamkeit an den Tag legen. Das Töten schöner Vögel und anderer Tiere, sowie ihr Leiden vor dem Tod, ruft bei ihnen Entsetzen hervor.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister, Aquamarin Verlag, 1995, S. 53f. Mit freundlilcher Genehmigung des Verlages.)

Wesen sind von ihrer Art her spendend. Alle schöpferischen, helfenden Kräfte oder Strahlungen im Weltall werden von Wesen vermittelt, genau so, wie sie auch die Naturgesetze, die in den Elementen wirken, verkörpern, und ebenso auch diese Elemente selbst sind.

Gewiss ist es nicht leicht (oder vielleicht ist es sogar ein Ding der Unmöglichkeit), sich diese Tatsache mit dem irdischen Verstand zu vergegenwärtigen, eben weil die Wesen, die in oder “hinter” den irdischen Formen der Natur tätig sind, ein – wenn auch nur kleines – Stück weit überirdisch sind. Margot Ruis gehört zu den besonders Begabten, die heute noch, so wie auch unsere Vorfahren, in diese astralen Ebenen der Stofflichkeit hineinschauen und hineinhören und uns von den darin wirkenden Wesen berichten können:

“Kaum saß ich dort (an einem Wildbach im Gebirge, d.E.), kamen auch schon einige Wassermädchen zutraulich näher. Nach einer liebevollen Begrüßung fragte ich sie, was denn ihre Aufgabe sei. Sie quittierten meine Frage zunächst mit unschuldigem, leicht ratlosem Augenaufschlag, dann sagte eine von ihnen: “Wir sind hier, damit das Wasser fließt!” Ich staunte. Offenbar waren sie der Meinung, wenn sie nicht wären, würde das Wasser nicht fließen. Eine andere formulierte schlicht und einfach so: “Wir sind das Wasser!” (…)

“Wir sind das Leben des Wassers” brachte eine tiefere Stimme hinter mir das Thema auf den Punkt. (…)”

(Margot Ruis, Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen. Anna Pichler Verlag, Wien, 1994)

Vielleicht passt dazu auch eine kleine Erzählung, die ich Elfenfreund jüngst verfasst habe. Kostprobe gefällig? Bitte schön:

(…) Ich sah eine strahlende, formvollendet schöne weibliche Gestalt, äußerlich ähnlich einer jungen Frau in der Blüte ihrer Jahre, voll Hoheit und zugleich voll liebevoller Mütterlichkeit, in weich fallende Tücher gehüllt mit leicht ausgebreiteten Armen wie eine Mantelmadonna. Aus ihren Händen und unter ihrem geöffneten Umhang hervor strömten Strahlen abwärts, und gleichfalls abwärts sah ich zu beiden Seiten weitere lichte weibliche Gestalten ähnlich der ersten, die diese Strahlen weitergaben, einander dabei die Hände reichten und somit in der Verlängerung des geöffneten Mantels Glied um Glied mit sanften weißen Händen spendend abwärts wie in einer Kette die Segnungen der Ersten weiterreichten.

Und auf irgend eine Weise – ohne dass ich genau zu sagen vermöchte, wie – waren die Körbe voller Kräuter, welche die Bäuerinnen dem geschnitzten Holzbildnis vorantrugen,  mit hineinverwoben in dieses innere Bild, das wie ein Blitzlicht gleichzeitig vor meinem Inneren aufgeleuchtet war, während meine Augen mit einem Blick zu erfassen suchten, was mir auf der schmalen steilen Straße aufwärts in Richtung Berg da überraschend entgegenkam: Sollte das heißen, dass die von der Himmelskönigin gesendeten Strahlungen über alle die anderen sanft spendenden Glieder der Kette, die vor meinem Innern in Form von strahlenden weiblichen Wesenheiten erschienen war, in diesem Augenblick direkt herabreichten bis zu den irdischen Kräutern, die da duftend in den Körben von den Bauersfrauen dem Ort ihrer priesterlichen Segnung zugeleitet wurden? Doch mir erschien das Bild, das mich erfüllte, so hoch und überirdisch! Oder bedeutete es, dass später und in weiterer Folge der Strom der Gnaden abwärts diese Kräuter erreicht hatte, bevor die Frauen sie schnitten und duftend in ihre Körbe legten? – (…)

Obwohl dieser Geschichte, der ich den Titel “Ein Blick” gegeben habe, ein tatsächliches persönliches Erlebnis zugrunde liegt, ist es mir doch wichtig zu betonen, dass man keine allgemeingültigen Schlüsse daraus abzuleiten versuchen sollte. Wie ich immer gesagt habe, bin ich Elfenfreund ganz bestimmt kein Hellseher, und meine Erzählung ist keine Schauung, sondern eine rein persönliche Verarbeitung von Inhalten, die mich geistig bewegen und die mir wohl in diesem Moment – wie beschrieben – bildhaft bewusst geworden sind.

Für mich persönlich war dieses Erlebnis naturgemäß ein sehr starker Eindruck, den ich nie vergessen werde, darum habe ich mich bemüht, eine Erzählung daraus zu gestalten. Das Bild von den sanft und voller Liebe abwärts spendenden weiblichen Wesenheiten war so klar und lebendig, dass ich mir wünsche, dadurch auch der interessierten Leserschaft einen Eindruck davon vermitteln zu können! -

Ich widme diesen Text insbesondere allen “Elfenwirken”-Leserinnen im Gedenken daran, dass bereits seit Jahrtausenden und bis heute zur Zeit der Reife von Mitte August bis Mitte September religiöse Feiern zu Ehren hoher weiblicher Wesenheiten abgehalten werden, in denen man einst die Spenderinnen aller Erntegnaden erkannte! Die ganze Erzählung finden sie unter “Persönliche Erfahrungen – September 2014″.

Noch deutlicher wird die spendende Art der Wesen, wenn man sich vor Augen hält, dass auch Engel Wesen sind.

Leider wird von einschlägigen AutorInnen der Begriff “Engel” unterschiedlich verwendet, manche bezeichnen damit höher entwickelte Naturwesen, andere meinen damit den traditionelleren Begriff des geflügelten himmlischen Boten. Wir haben es bislang vermieden, auf Engel näher einzugehen, weil sie zudem fast immer (und wahrscheinlich zwangsläufig) in religiösem Kontext gesehen werden und wir auf diesem Blog eine möglichst sachlich-objektive Sichtweise anstreben.

Das ändert aber natürlich nichts an der Tatsache, dass Menschen seit jeher auch von Erfahrungen mit Engeln berichten und dass diese Berichte nicht zuletzt auch Eingang gefunden haben in Schriften und Traditionen zumindest aller derjenigen Religionen, die in Ableitung stehen zu den monotheistischen Religionen des Christentums, des Judentums und des Islam sowie des Zoroastrismus, ferner auch zu den Religionen Mesopotamiens und des Alten Ägypten. Sie werden als betreuend und beschützend (Schutzengel), vermittelnd (als Boten Gottes) und spendend (stärkend, kräftigend) geschildert.

Ein Klassiker der modernen Engelliteratur ist etwa das Buch “Lichtwesen” der amerikanischen christlichen Mystikerin Flower A. Newhouse (1909 – 1994), die in ihren Schriften Dutzende verschiedener Arten von Engelwesen unterschied, beschrieb und benannte. Über eine dieser Arten, die “Engel der Anbetung”, schreibt sie etwa in diesem erwähnten Buch:

“Diese Helfer, die mit jenen Energieströmen betraut sind, die aus den höchsten Bereichen des bewußten menschlichen Lebens zum Göttlichen streben, bemühen sich, die Atmosphäre jeder Gruppe, der sie dienen, zu durchlichten. In jeder Gemeinschaft findet sich viel Dunkles, bedingt dadurch, dass der Mensch seine mentalen Bürden vor den Wesenheiten des Höchsten aufgeben muss. Die strahlenden Lichtboten können nun, noch bevor der Gottesdienst begonnen hat, dabei beobachtet werden, wie sie “bewußt” jene dunklen Bereiche von den reineren, duftenderen, leuchtenderen Gedanken und Einflüssen trennen, die aus dem inneren Wesen des Menschen sich erheben und himmelwärts streben.

Die Hälfte dieser Engelschar wird bereit sein, die Bruchstücke der menschlichen Gedanken aus der Kapelle, ihren physischen und ätherischen Fundamenten zu vertreiben, bis sie im weißen Geistfeuer des Planeten versinken. Die andere Hälfte widmet sich der Aufgabe, die zwar ernsthaften, doch unreifen und unvollkommenen spirituellen Energien der Menschen zu heben, bis diese mit ihren eigenen kristallklaren Schwingungen zu harmonieren vermögen.

Erst wenn der Mensch durch tiefe Bemühungen und Dankbarkeit zu einer Verbindung mit dem Höchsten gelangt, vermögen die leuchtenden Wesen direkt auf ihn einzuwirken. Diese Himmlischen Helfer sind auch dafür verantwortlich, die Hingabe möglichst schnell zur Blüte zu bringen und die Aura des Ortes der Anbetung zu verstärken. Dieses ermöglichen sie durch ihre machtvollen Invokationen, die auf ihr Rufen von Unsichtbaren Wesenheiten und Kündern des Lichtes beantwortet werden.

(… Ich möchte) daran erinnern, daß es der höchste Dienst der “Engel der Anbetung” ist, fähig zu sein, die gedanklichen Samenkörner der Menschen aufzunehmen und sie denen anzuvertrauen, die noch über ihnen stehen. Diese wiederum werden ebenfalls als Übermittler dienen, bis die Hingabe des Menschen einen solchen Duft der Heiligkeit entströmen läßt, wie ihn die Seraphim aufnehmen und beständig vor dem Einen, dem Herrlichsten, darbieten.”

(Flower A. Newhouse, Lichtwesen. Aquamarin Verlag, 3. Auflage 2001, S. 15f. Mit freundlilcher Genehmigung des Verlages.)

Wer sich bisher nur mit Naturwesen beschäftigt hat, mag die Ausführungen von Flower A. Newhouse auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich finden. Die “Sachinformationen”, die sich in diesem Text befinden, erschließen sich dem flüchtigen Leser nicht so ohne weiteres; mag sein, dass das an der deutschen Übersetzung oder am Sujet liegt – ich jedenfalls muss mich etwas bemühen, um zu verstehen, was diese außergewöhnlich begabte Autorin dem Leser mit ihren Ausführungen mitteilen will. Darum möchte ich versuchen, den Inhalt der Textstelle mit eigenen Worten wiederzugeben:

Die Rede ist von menschlicher Andacht und Gebet. Mit den Energieströmen, die aus andächtiger geistiger Vertiefung stammen, sind die “Engel der Anbetung” betraut. Sie bemühen sich, die Andacht der Betenden zu vertiefen, alle ablenkenden irdischen oder gar  dunklen Gedanken vom Bewusstsein der Betenden fernzuhalten, zu vertreiben, die Gedankenenergien zu trennen, damit die reinen Gebets-Energien aufwärts strömen können und nicht festgehalten und beschwert werden durch irdisches Denken.

Damit die Gebete aber dorthin aufsteigen können, wohin es ihrer Intention entspricht, ist es oft nötig, die menschlichen Gedankenenergien noch einer “Nachreifung” zu unterziehen, um die Hingabe zur Blüte zu bringen. Dies bewerkstelligen sie besonders durch “kraftvolle Invokationen”, also Anrufungen und Gesänge. Ist dann die Verbindung geglückt und konnte der energetische Kontakt des Betenden mit dem Ziel seines Strebens geschlossen werden, vermögen die Engel der Anbetung auch direkt auf den Betenden einzuwirken und ihm den Segen zu vermitteln, der in Wechselwirkung auf das Gebet unmittelbar  auf den Betenden herabströmt. Doch das ist noch nicht alles: jedes Gebet (die Rede ist hier ja nur von wirklich tief empfundenem Gebet, nicht von äußerlichen Formgebeten) enthält wiederum ein “gedankliches Samenkorn”, das neues Leben in sich trägt, einen neuen Anfang, welches zur Entwicklung von den Engeln der Anbetung aufgenommen und höheren Wesen wie von Glied zu Glied einer Kette aufwärts weitergereicht wird.

Wenn man sich die Ausführungen von Flower A. Newhouse so bildhaft vor Augen stellt, wird deutlich, dass ihre Schilderungen sehr wohl in den Rahmen unseres Natur- und Elementarwesen – Weblogs passen.

In unserem Artikel “Freude, Freude, Freude!” vom Oktober 2013 durften wir unter anderem einen Textausschnitt aus Dora van Gelders Buch “Im Reich der Naturgeister” (Aquamarin) zitieren, der sehr anschaulich schildert, wie Gartenelfen sich bei ihrer Arbeit an z.B. einem Rosenstrauch betätigen. Sie finden diesen Text unter Literaturempfehlung I  vom Oktober 2013.

Nun frage ich Sie: Besteht nicht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen der Betätigung der Elfe in einem Garten und dem Engel in den “Gedankengärten” des menschlichen Gebetes?

Bei flüchtiger Betrachtung mag der/die Leser/in geneigt sein, diese Frage vielleicht kopfschüttelnd zu verneinen. Tatsächlich scheinen auf den ersten Blick die kindlich um die Blume herumhüpfenden, Purzelbaum schlagenden Elfen, wie sie Dora van Gelder schildert, nicht viel Ähnlichkeit zu haben mit den feierlich singenden Engeln der Anbetung, die man sich vorstellt, wenn man die Darstellung von Flower Newhouse liest.

Doch lassen wir uns nicht verwirren vom äußeren Anschein: Das Leben “jenseits” der irdisch-materiellen Wahrnehmung ist äußerst vielgestaltig. In unserem Artikel “Wesen und Form” vom März 2014 haben wir versucht, einige Besonderheiten aufzuzeigen, die man beachten muss, wenn man sich mit Schilderungen aus feinstofflichen oder astralen Ebenen beschäftigt - dort finden Sie übrigens auch einen Ausschnitt aus einem Interview mit dem russisch-deutschen Medium Jana Haas, worin diese u.a. davon erzählt, wie sie selbst Engel wahrnimmt.

Insbesondere ist demnach als Gesetzmäßigkeit zu beachten, dass in den “inneren” (oder auch höheren), also “jenseitigen” Welten die Form immer genau das Wesen ausdrückt. Anders gesagt: Im Feinstofflichen gestaltet sich alles in der Form genau dem entsprechend, wie es seinem inneren Wesen nach energetisch tatsächlich beschaffen ist!

Wenn man also bedenkt, was nun das Betätigungsfeld dieser “Engel der Anbetung” bildet: Gedankenenergien der Andacht, der Bitte um Hilfe in der Not und dergleichen mehr – alles zweifellos sehr ernsthafte Angelegenheiten! -, so wird eigentlich von selbst klar, dass derartige Energien sich nicht als ausgelassenes Purzelbaumschlagen und Herumhüpfen formen und von hellsichtigen Personen auch nicht in der Form wahrgenommen werden können, wie es uns Dora van Gelder für die verspielten Elfen schildert. Solche Formen würden der Feierlichkeit und dem Ernst der auszudrückenden Energien nicht entsprechen. Vielmehr ist meiner Ansicht nach das kindhafte Verhalten der Elfen der bildhafte Ausdruck dafür, dass sie wohl auf einer niedrigeren Entwicklungs- und Erkenntnisstufe stehen als Engel, worauf in der einschlägigen Literatur immer wieder hingewiesen wird.

Zieht man aber diese Gegebenheiten in Betracht, so lassen sich trotz verschiedenartiger bildhafter Ausformung doch Parallelen zwischen dem Wirken der Engel und der Elfen ziehen:

Die Gartenelfe führt die in den Pflanzensamen schlummernden Anlagen zur Entwicklung. Sie bringt ihren Herzrhythmus in Resonanz mit der Pflanze, dann “hüpft sie um sie herum”, um der Pflanze Energie zuzuführen.

Der Engel der Anbetung bemüht sich, die “unreifen und unvollkommenen spirituellen Energien” durch Anrufungen und Gesänge, die aus höheren Ebenen herab beantwortet werden, zu heben, um mit ihnen auch wieder in Resonanz kommen zu können und die “gedanklichen Samenkörner der Menschen” sodann weiterzuleiten in die Hände höherstehender Wesen, die dann deren weitere Entwicklung betreuen.

Daraus kann man den Schluss ziehen, dass allgemein die Entwicklung der Gedankenwelten der Menschen genau so von der Mithilfe von Wesen beeinflusst wird und zumindest bis zu einem gewissen Grad auch abhängig ist, wie die grobstofflich-materielle Natur der Erde von Naturwesen gepflegt, betreut und bewegt wird. Und genau das besagt auch das Zitat aus dem Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), welches wir dem genannten Artikel  “Freude, Freude, Freude!” vom Oktober 2013 beigegeben haben und das Sie dort nachlesen können.

Aufgabe der Wesen, sowohl der Naturwesen als auch der Engel, ist es also, aus dem Feineren heraus auf das Dichtere einzuwirken, es zu betreuen und ihm die für die Entwicklung nötige Energie zuzuführen. Zu diesem Zweck gibt es ganz viele verschiedene Arten von Wesen, die jede nach der ihr eigenen Art Energien spendet und auch selbst entsprechend der besonderen Art der vermittelten Kräfte geformt ist. Weil das Wesen somit immer nur im Drang der Energien steht, die es vermittelt, haben Wesen keinen freien Willen, sondern nur den EINEN Willen, sich in der Art zu betätigen, für die sie geschaffen sind.

Aufgabe des Menschen als Träger des Geistes ist es, von Wesen gespendete Energien an sich zu ziehen, zu verarbeiten und das verarbeitete Gute daraus wieder aufwärts zu leiten. Da es zu diesem Zweck erforderlich ist, aus den vorhandenen Energien eine Auswahl zu treffen, benötigt und hat der Mensch die Fähigkeit der Wahl, also einen freien Willen.

Diese überraschend einfache Erklärung einer buchstäblich Welten umspannenden Gesetzmäßigkeit verdanken wir Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), der sein erstaunliches Wissen über den Weltenbau in seinem dreibändigen Werk “Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft” niedergelegt hat:

“Also wohlgemerkt, die Wesenhaften sind die Spendenden der Strahlungskräfte der göttlichen Ausstrahlung, welche dem Drucke gehorchend oder in dem Drucke von oben herab stehend immer abwärts strahlen!

Den Gegenstrom geben die verkörperten Geistigen, welche von diesen Strahlungen empfangen und sie verwertend aufwärts strahlen!

Darin liegt der Kreislauf der Strahlungen durch die Schöpfung! 

 (…)

Das Geistige ist fordernd durch die Fähigkeit der Anziehung. Und in dieser Anziehungsbetätigung liegt eigentlich auch allein der sogenannte freie Wille des Entschlusses verankert, wenn Ihr es Euch einmal recht überlegt. Sogar noch mehr als das, es liegt darin auch noch die unbedingt gerechte Verteilung des Lohnes oder der Strafe, die als Folge des Entschlusses auf den Betreffenden kommt!

Denkt einmal ruhig darüber nach und stellt Euch die Vorgänge in allen Einzelheiten bildhaft vor. Ihr werdet darin die erstaunliche Einfachheit der Gesetzmäßigkeit in der Schöpfung plötzlich vor Euch sehen, die unbedingte Klarheit darin, und trotz des gewährten freien Entschlußwollens für das Geistige auch dessen damit verknüpfte, sich in demselben Gesetz auswirkende Gebundenheit an die Folgen.

Eine einzige Fähigkeit des Geistigen wirkt also Vielseitiges aus, so gerecht, so folgerichtig, daß Ihr staunend davor stehen müßt, sobald Ihr es richtig erkennt.

Es ist doch ganz verständlich, daß diese magnetartige Anziehungsfähigkeit des Geistigen im Gesetz der Anziehung der Gleichart immer nur das anzieht, was in der Entschlußfähigkeit gewollt wird, nichts anderes. Und zwar ganz genau, mit allen feinsten Schattierungen und Abtönungen des Guten wie des Üblen! Denkt Euch nur gründlich hinein. Es ist nicht schwer. Ein jeder Mensch muß so viel Vorstellungsvermögen entwickeln können.

Diesem Anziehungsvermögen des Geistigen ist als Gegengewicht beigegeben die Entschlußfähigkeit, die dem Wesenhaften nicht nötig ist, welches nur immer in der ihm jeweils eigenen Art spendet! Das Geistige zieht natürlich auch immer nur das seinem jeweiligen Wollen Entsprechende an, weil jedes Wollen sofort den ganzen Geist erfaßt, durchleuchtet oder durchglüht, worin die Anziehungsfähigkeit erst ausgelöst wird und jeweils entsprechend ersteht.

Die Anziehungsfähigkeit vermag der Geist nicht abzuschütteln; denn sie ist sein eigen oder deutlicher gesagt, das Eigentum oder ein Teil seiner Art. Davon kommt er nicht los. Und als ein anderer Teil der geistigen Art ist bestimmend beigegeben die Entschlußfähigkeit, die das Verlangen oder Wollen ist, welches ebenfalls nicht abzuschütteln ist, weil es helfend wirken soll; denn sonst würde ja das Geistige einfach alles anziehen, was es gibt, in wirrem Durcheinander und würde schwer belastet werden können.

Derartige Fehler sind aber in der Schöpfung ausgeschlossen durch das gerechte Gesetz der Anziehung der gleichen Art, das in seiner Wirkung wie ein großer unbestechlicher Ordnungswächter ist. Verbindet dies nun alles einmal, laßt es vor Euren Augen in Bildern lebendig werden, und Ihr habt viel dabei für Euer Wissen gewonnen. Ihr müßt Euch aber schon die Mühe nehmen und Euch wenn nötig stunden- und tagelang gründlich damit befassen, so lange, bis Ihr es richtig erfaßt habt. Dann ist Euch damit wiederum ein Schlüssel in die Hand gegeben, der viele, fast alle Tore in der Schöpfung zum Verstehen öffnet!”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit.  Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Der Kreislauf der Strahlungen)

Weitere Auszüge aus diesem wahrhaft bahnbrechenden Vortrag finden Sie unter “Gralsbotschaft – Zitat des Monats September 2014″. Bitte bedenken Sie beim Lesen derselben aber, dass sie einem Vortrag aus dem III. Band des genannten Werkes entnommen sind und daher Vorkenntnisse voraussetzen, die beim unvorbereiteten Leser möglicherweise nicht im erforderlichen Ausmaß vorhanden sind! -

Aus dem harmonischen Zusammenwirken von Wesen und Menschen würde sich also ein kraftvoller “Strahlungskreislauf” ergeben, der zur Gesunderhaltung der ganzen Schöpfung nötig ist, harmonische Entwicklung bringt und den Menschen hoch emporhebt auf seinen angestammten Platz, zum wahren Herrn der Stofflichkeit, was nicht zu vergleichen ist mit dem Zerrbild eines Gewaltherrschers, mit dem der Mensch sich bisher leider begnügt.

Ist das nicht eine wunderbare Motivation, sich weiter mit der Thematik der Natur- und Elementarwesen zu befassen? Immer tiefer einzudringen in die sogenannten Geheimnisse der Schöpfung, die ja in Wirklichkeit nur darauf warten, endlich vom Menschen entdeckt zu werden? Es ist eine wahre Schatzkiste, die sich öffnet, sobald man ersthaft daran geht, zu schürfen in den Tiefen, die einen manchmal dann ganz unvermutet auch in Höhen blicken lassen, die unvergesslich bleiben und reich machen…

Greifen Sie hinein in die funkelnden Schatzkammern der Natur!

Der Elfenfreund                                                                        am 1. September 2014

 

Wesen und Geist

In den vergangenen Artikeln haben wir versucht, anhand verschiedener Autoren aufzuzeigen, wie Naturwesen von manchen Menschen wahrgenommen wurden und werden und welchen Aufgaben sie in der Natur nachkommen.

Wir fanden, dass Naturwesen den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft zugeordnet werden können, ferner sich mit Pflanzen, Tieren, den Gesteinen, Lüften und Gewässern beschäftigen und wichtige Aufgaben in der Natur erfüllen, indem sie als Naturintelligenzen maßgeblich am Werden und Vergehen aller Formen in der Natur mitwirken. Um in der Materie wirksam sein zu können, haben sie Körper, deren materielle Beschaffenheit zum Teil nur geringfügig feiner ist als die Körper, in die wir Menschen auf der Erde inkarniert sind, aber trotzdem zu fein, als dass die Mehrheit der Menschen diese wahrnehmen könnte, so wie man die grobstofflichen Formen der uns umgebenden Materie sinnlich wahrnehmen kann. Somit ist jede Naturwesen-Wahrnehmung, wozu manche Menschen begabt sind, keine Beobachtung im herkömmlichen Sinne, sondern ein intuitiver Aufnahmevorgang, in dessen Schilderung beim Zum-Ausdruck-Bringen die individuelle Weltsicht und die subjektiven Erfahrungen des Mediums mit einfließen.

Außerdem beschäftigten wir uns mit Fragen betreffend das Verhältnis zwischen Naturwesen und Menschen, natürlich immer vom Blickwinkel des Menschen aus betrachtet.

Naturkräfte werden in ihrer wesenhaften Gestalt manchmal als (ehr-)furchteinflößend bis bedrohlich wahrgenommen, manchmal als überirdisch schön und rein. Frühere Völker und Kulturen entwickelten nicht selten Kulte zu ihrer Verehrung und betrachteten sie als “Götter”.  Mit der zunehmenden Entfremdung der Menschheit von der Natur und der immer krasseren Hinwendung zum Materialismus mieden auch die Naturwesen von sich aus immer mehr jeden Kontakt zu den Menschen und hielten sich von ihnen fern.

Diese Fragen werden in der einschlägigen Literatur häufig und gut abgehandelt.

Nicht so leicht zu beantworten jedoch ist eine an sich sehr naheliegende Frage, nämlich, was Naturwesen eigentlich sind, in Relation zum Menschen gesehen.

Oberflächlich betrachtet, könnte man hier natürlich die feinere materielle Beschaffenheit der Naturwesen im Vergleich zum gröberen Erdenkörper der Menschen ins Treffen führen. Naturwesen leben “in” Bäumen, im Inneren der Erde, der Gesteine etc., genauer gesagt, auf der astralen Ebene alles Irdischen. Das tun aber bekanntlich auch diejenigen Menschen, die ihren Erdenkörper bereits verlassen haben und aus irgend einem Grund weiterhin in den erdnahen Regionen des sogenannten “Jenseits” verweilen.

Verstorbene, von der Erde abgeschiedene Menschen werden, sofern sie in Erscheinung treten, als “Geister” bezeichnet. Allerdings nennt die einschlägige Literatur Naturwesen öfters ebenfalls “Naturgeister”, und vom Menschen sagt man, dass er ein “inneres Wesen” hätte, wenn man von seinem Charakter bzw. von seinen seelischen Eigenschaften spricht.

Was ist also eigentlich der Unterschied zwischen Naturwesen und Menschengeistern?

Dora van Gelder schreibt dazu in Kapitel I ihres Buches “The Real Word of Fairies” (was auf deutsch leider mit “Im Reich der Naturgeister” übersetzt wurde – q.e.d.):

“Die Elfen sind tatsächlich Teil einer großen Evolutionslinie, welche parallel zur menschlichen  Evolutionslinie verläuft. Sie beginnt, wie dies auch für die menschliche Evolutionslinie zutrifft, mit einigen sehr primitiven Formen und entwickelt sich zu den Elfen (die sich selbst auf verschiedenen Evolutionsstufen befinden). Ihre höchsten Wesenheiten sind jene, welche traditionsgemäß Engel oder Devas genannt werden. (…)

Die niederen Wesen dieser Evolutionslinie werden “Elementargeister” (engl: elementals, d.E.) genannt. Ihr Leben ist wenig organisiert, und sie verfügen weder über Gefühl noch über Gedanken. Sie sind im allgemeinen klein. Hinsichtlich Größe, Charakter und Aufgaben unterscheiden sie sich sehr von den Elfen. (…) Das Leben der Elementarwesen befindet sich, wie das der Elfen, in enger Beziehung mit dem Leben der Menschen.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturwesen. 3. Auflage, Aquamarin Verlag 1995, aus dem Kapitel “Das Elfenreich”, S. 19ff.)

Menschen und Naturwesen entstammen demnach also zwei unterschiedlichen “Evolutionslinien”, die zwar beide parallel in dieselbe Richtung – nämlich in Richtung einer gottgewollten stetigen Höherentwicklung – führen, aber dennoch von einander getrennt zu sehen sind. Laut Dora van Gelder beginnt die Evolutionslinie der Naturwesen bei den kleinen und vergleichsweise dichten “Elementargeistern” und führt über die Wesen, die als “Elfen” bekannt sind hin zu Devas und Engeln, die in höheren, lichteren  und feineren Stofflichkeitsbereichen tätig und somit den irdischen Niederungen bereits weiter entrückt sind.

Auch Margot Ruis hat im Kontakt mit Naturwesen wertvolle Erkenntnisse über deren Art und innere Beschaffenheit gewinnen können. In ihrem Buch “Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” (seit 2013 in 6. Auflage im Grals-Verlag wieder erhältlich) übermittelt sie unter anderem sehr eindrucksvolle Botschaften, die sie im inneren Dialog mit Naturwesen diesen zu entlocken vermochte. Versteckte und auch ganz offen geäußerte Kritik über die Art und das Handeln der Menschen klingt aus diesen Botschaften, aber auch das Wissen über ein “Anders-Sein”, das Hand in Hand geht mit einer unterschiedlichen Aufgabe und einem freien Willen der Menschen, den die Naturwesen achten und respektieren sogar trotz aller unangenehmen Auswirkungen auf sie selbst, die die Handlungen der irrenden Menschen bisweilen mit sich bringen.

So spricht etwa eine Wasserfrau des Meeres:

“Unser Bewusstsein ist anders als das menschliche. Wir nehmen uns nicht als etwas von der Welt Getrenntes wahr, wir spüren und leben, dass wir ein Teil von allem und mit allem eins sind. (…) Dennoch sehen wir Euer Bewusstsein als höherstehend an. (…) Unser Bewusstsein ist sehr gleichmäßig, es wächst langsam und stetig seinem Ziel entgegen. Eures kann Sprünge machen, dass es eine Freude ist, zuzusehen – bei manchen Menschen zumindest. Es springt aber auch oft in die Richtung des Nicht-Förderlichen. Das ist etwas, was wir nicht können. Wir können nicht zerstören. (…) Die Fähigkeit der freien Wahl an sich ist es, die wir hoch einschätzen und die uns nicht zu Gebote steht. Ihr habt die Möglichkeit, euch frei für das Förderliche zu entscheiden. Wir können nicht anders, als ihm dienen.”

(Margot Ruis, Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen. Anna Pichler Verlag, 1994, S. 47f.)

Die Aussage “Wir können nicht zerstören” dieser Wesenheit des Wassers bezieht sich wohl nicht auf die äußeren Formen, da im Irdischen bekanntlich jede Entwicklung daran gebunden ist, dass Gewordenes auch wieder vergehen muss. Ich würde sie viel eher in Zusammenhang bringen mit dem In-die-Welt-Setzen von Energien, die im Schöpfungsplan überhaupt nicht vorgesehen und daher nicht dem Willen des Schöpfers entsprechend sind, mit der Schöpfungsharmonie nicht im Einklang stehen und daher zerstörerisch wirken im schrecklichsten Sinn des Wortes, die Harmonie zerstören und zersetzen … wie es auf das Wirken des Menschen in der Natur leider zutrifft.

Die Naturwesen sind also von ihrem inneren Wesen her so, dass sie gar nicht die Möglichkeit haben, etwas “Nicht-Förderliches”, also Böses zu tun. Sie erfüllen demnach immer den Willen des Schöpfers und hüten, pflegen, fördern die Natur und das ganze Weltall in seiner Entwicklung gemäß dem Schöpferwillen, von dem wir Menschen in unserem Denken und Handeln oft so weit entfernt stehen.

Der Mensch hingegen hat die freie Wahl und kann sich zum Guten bewusst entscheiden. Die bewusste Entscheidung bringt verstärkte Kraft und damit beschleunigte Entwicklung, die der Mensch den Naturwesen voraus hat … sofern er sich für das “Förderliche” entscheidet. Was offenbar leider oft nicht der Fall ist.

Ich möchte versuchen, einige der angeführten Gedanken anhand eines konkreten Beispiels zu erläutern:

Im Tierreich wird Fortschritt und Entwicklung unter anderem bewirkt durch das Prinzip des Kampfes, das Prinzip des “Fressens und Gefressenwerdens”. Das Prinzip erzwingt ständige Wachsamkeit und Anpassung, wodurch dauernde Bewegung, seelische Regsamkeit und Fortschritt sichergestellt werden.

So effizient und segensreich dieses Naturprinzip im Tierreich auch wirken mag, wird es doch von vielen Menschen, insbesondere den empathiebegabteren unter uns, als grausam empfunden, weil offensichtlich ist, dass etwa das Gnu seinem Gefressenwerden durch die Raubkatze nicht zustimmt, sondern im Angegriffenwerden erbitterte Gegenwehr leistet oder um sein Leben rennt. Erst tiefer geschaut, erkennt man, dass im Tierreich in allem Kampf kein Hass beteiligt ist, sondern dass das ganze Prinzip im Kern nichts anderes bedeutet als die Selbstaufgabe für den anderen bis zur letzten Konsequenz – auch wenn diese Selbstaufgabe erzwungen wird und nicht freiwillig erfolgt.

Umgekehrt existiert im Menschenreich leider kein Mechanismus, der die Entwicklung des Individuums sicherstellt, weil Menschen einen freien Willen besitzen und selbst durch härteste schicksalsmäßige Rückwirkungen zu einer aufstrebenden inneren Entwicklung nicht gezwungen werden können. Welchen Schaden das fehlgeleitete, nicht der aufstrebenden natürlichen Entwicklungstendenz folgende, menschliche Wollen jedoch in der astralen Welt verursacht, ist uns Menschen noch gar nicht richtig zu Bewusstsein gekommen. Eine Ahnung davon bekommt man, wenn man beispielsweise bei Margot Ruis liest, was Naturwesen über uns Menschen sagen:

“Die Gedanken der Menschen reichen bis in die Berge. Auf den höchsten Gipfeln hören wir sie. Sie sind laut und grob. Sie werden immer lauter. Ein dichter Nebel von den Gedanken der Menschen kriecht die Berge herauf. Die Gedanken der Menschen reichen bis auf den Grund der Ozeane. Dich stört das Geräusch der Motoren, und es ist schlimm genug. Aber ich sage dir, nichts ist so durchdringend wie das, was Menschen aussenden: Das Kreischen des Hasses, das Brausen der Gier, das Flirren der chaotischen, ungeformten Gedanken, das Dröhnen des Zorns, das ständige Plärren des Egos.

(Großer Elf der Berge, zitiert nach Margot Ruis, Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen. Anna Pichler Verlag, 1994, S. 102f.)

Es leuchtet ein, dass die starken Kräfte, die der Mensch – und nur der Mensch! – durch seine geistige Beschaffenheit mobilisieren kann,  ebenso zerstörend und schädigend wirken, wie sie bei richtiger Benutzung auch den gesunden Aufbau fördern würden.

Somit ist es doch irgendwie bezeichnend für unseren gegenwärtigen Zustand der Entfremdung vom Schöpferwillen, dass wir Menschen das in der Natur allgegenwärtige und nutzbringende Prinzip des “Fressens und Gefressenwerdens” als Grausamkeit erleben, während wir andererseits nichts Schlimmes dabei finden, wenn ein Mensch ganz ohne geistige Ziele (wie z.B. der Sehnsucht nach seelischer Entwicklung) durch die Welt geht und sein ganzes Leben nur dem irdischen Erwerb und dem Vergnügen widmet.

Natürlich wäre es schön, wenn in der Zukunft – vielleicht durch Mithilfe aufbauender Kräfte, die der Mensch zu mobilisieren in der Lage ist! – ein paradiesischer Zustand auch auf der Erde erreicht werden kann, in dem das Prinzip des Kampfes in der Natur als Garant für Fortschritt und Entwicklung nicht mehr nötig ist, wie es nach religiösen Überlieferungen in der Menschheit “Kindertagen” im Garten Eden einst schon gewesen sein soll. Es ist aber meiner Überzeugung nach gegenwärtig müßig, darüber zu spekulieren, solange der Mensch auf der Erde sein Leben nicht anhand grundlegend anderer und aufbauenderer Prinzipien ausrichtet, als dies bisher der Fall gewesen ist.

Während in traditionellen religiösen Lehren der Gedanke an ein “Jüngstes Gericht”, das auch in ihrer geistigen Entwicklung säumigen Menschen eine ganz bestimmte Grenze setzt, meist durchaus vorhanden ist, propagieren moderne, esoterisch geprägte Lehren häufig eher den an sich richtigen Gedanken an die Wiedergeburt und legen nahe, dass ein “zu spät” mit göttlicher Liebe unvereinbar wäre.

Gerade die Natur, die aus dem Schöpferwillen hervorgegangen ist, zeigt uns aber doch, dass von den Geschöpfen Wachsamkeit und Bewegung gefordert wird, was letztlich für diese auch tatsächlich nützlicher ist, weil es der Erschlaffung vorbeugt und gesunde Entwicklung ermöglicht. Auch wenn für den Menschen das Prinzip der Freiwilligkeit höchste Bedeutung hat, würde es mich doch wundern, wenn nicht von Schöpferseite auch dem Geistigen gegenüber bestimmte Forderungen gestellt wären, die zu erkennen und einzuhalten für uns Menschen von höchster Wichtigkeit ist!

In keinem anderen Werk wird das Thema “Wesen und Geist” so detailliert behandelt wie im Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875-1941), so detailreich, dass es nicht annähernd möglich ist, im Rahmen dieses Artikels auf alle darin berührten Aspekte einzugehen, sondern nur ein kurzes Streiflicht darauf geworfen werden kann.

Abd-ru-shin trennt darin die beiden Begriffe “Geist” und “Wesen” konsequent von einander und ordnet das Geistige als innere Beschaffenheit dem Menschen zu, das Wesenhafte den Naturwesen und den Tieren.

Von Anfang an tritt er dabei der gebräuchlichen Gleichsetzung der Begriffe “Geist” und “Verstand” entgegen. Verstand ist demnach lediglich ein Produkt des Gehirns, die rein irdische Intelligenz, die uns Menschen als Werkzeug zur Gestaltung unserer materiellen Umwelt als Gabe mit auf den Erdenweg gegeben ist. Geist aber betrifft das “Gemüt” des Menschen, sein innerstes Erleben, sein seelisches Empfinden. Geist ist des Menschen innerste Beschaffenheit.

Zum Thema des heutigen Artikels schreibt Abd-ru-shin im Vortrag “Das Wesenhafte” unter anderem:

“Zwischen den Kreaturen Geist und Wesen ist an sich in der Schöpfung kein Wertunterschied. Ein Unterschied besteht nur in der verschiedenen Art und der dadurch gegebenen andersartigen Notwendigkeit ihres Wirkens! Der Geist (…) kann Wege seiner eigenen Wahl gehen und entsprechend in der Schöpfung wirken. Das Wesen aber steht unmittelbar im Drang des Gotteswillens, hat also keine eigene Entschlußmöglichkeit oder, wie es der Mensch ausdrückt, nicht seinen eigenen, freien Willen.

Die Wesenhaften sind die Erbauer und Verwalter des Hauses Gottes, also der Schöpfung. Die Geister sind die Gäste darin.

Zur Zeit stehen in der Nachschöpfung aber alle Wesen höher als die Menschengeister, weil die Menschengeister sich nicht freiwillig in den Willen Gottes stellten, wohin der normale Entwickelungsgang von selbst geführt haben würde, sondern ihrem eigenen Willen eine andere Richtung gaben und ihn deshalb harmonie- und aufbaustörend dazwischen schoben und andere Wege gingen als die gottgewollten. (…)

Alle Wesen stehen in dem Dienste Gottes, wozu sich Geister erst freiwillig selbst bekennen müssen, wenn sie segenbringend in der Schöpfung wirken wollen. Gehen sie den Weg, der ihnen darin genau vorgezeichnet ist und den sie leicht erkennen können, wenn sie es nur wollen, so ist ihnen ein Weg des Glückes und der Freude vorbehalten; denn sie schwingen dann gemeinsam mit den Wesen, die ihnen die Wege ebnen helfen.

Zu jedem falschen Wege aber müssen sich die Geister zwingen durch einen ganz besonderen Entschluß. Sie wirken damit aber dann nur Unsegen und schaffen sich das Leid, zuletzt den Sturz und das Hinausgestoßenwerdenmüssen aus der Schöpfung, in den Trichter der Zersetzung, als untauglich für die gottgewollte und gesetzmäßig bedingte Fortentwickelung alles bisher Entstandenen.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. III. Band. Aus dem Vortrag: Das Wesenhafte)

Als Hilfe zum besseren Verständnis dieses kurzen Auszuges aus einem Vortrag, der im dreibändigen Hauptwerk Abd-ru-shins vom Autor bereits an ziemlich weit fortgeschrittener Stelle angeordnet wurde, sind vielleicht ein paar Anmerkungen angebracht.

Der Ausdruck “Schöpfung” umfasst bei Abd-ru-shin wesentlich mehr als die dem Menschen teilweise sichtbare, stoffliche Welt. Diese dem Kreislauf von Werden und Vergehen unterworfene, materielle Welt, zu der auch unser Heimatplanet “Erde” gehört, wird von Abd-ru-shin lediglich als “Nachschöpfung” bezeichnet und gehört zur untersten und dichtesten Region der gesamten Schöpfung. Das Dies- und auch das Jenseits der Erde, also auch die sogenannte Astralwelt, sind vergänglich, da sie nur zur vorübergehenden Besiedlung durch Menschengeister zu deren Entwicklung vorgesehen sind. Der Kern des Menschen ist Geist, sein Ziel nach erfolgreicher Entwicklung zum Geistmenschen daher der viel “höher” gelegene und lichtere geistige Teil der Schöpfung, der in verschiedenen religiösen Überlieferungen als sogenanntes “Paradies” bekannt ist. Aus der Lektüre des Buches “Im Lichte der Wahrheit” wird daher klar, dass den Menschen bei aller Liebe des Schöpfers zu seinen Geschöpfen von vornherein eine ganz bestimmte Frist zu ihrer Entwicklung gesetzt ist, die sie nicht versäumen dürfen, da sie andernfalls ihre geistige Entwicklung nicht erfolgreich abschließen können und verloren gehen, was ebenfalls in zahlreichen religiösen Überlieferungen – so auch in der Lehre Christi – angedeutet ist.

Wenn Sie sich in diesen bemerkenswerten Vortrag aus dem Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin noch weiter vertiefen wollen, so finden Sie weitere Auszüge daraus unter “Gralsbotschaft – Juli 2014″.

Wir dagegen kehren nun noch einmal zur weiter oben zitierten Wasserfrau zurück und lauschen weiter ihren Worten, wie sie uns Margot Ruis aufzeichnen und überliefern durfte:

“Wir sind unserem Wesen nach im Einen. Es steht uns nicht zu, zu urteilen und zu werten. Wir müssen aber die Entscheidungen treffen, die für unsere Arbeit nötig sind. Dabei sehen wir immer auf das Ziel – die Förderung der Wesen, die uns anvertraut sind. Was nicht förderlich ist, versuchen wir zu beseitigen, ohne es aber zu verurteilen … wie der Mensch es gerne tut, abgesehen davon, dass sein Ziel oft das Nicht-Förderliche ist…”

(Margot Ruis, Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen. Anna Pichler Verlag, 1994, S. 48)

Wenn man bedenkt, wieviel an “nicht-förderlichen” Einflüssen der Mensch den Geschöpfen des Wassers bereits zugefügt hat und täglich immer wieder neu zumutet, an all den Plastikmüll, der schon in den Weltmeeren treibt, die chemische Verschmutzung, den Atommüll, die gnadenlose Überfischung der Gewässer, abgesehen von der Belastung durch unsere fehlgeleiteten Gedankenenergien und alles andere – wird uns da nicht bange werden vor der Frage, wie lange die Natur und ihre Wesen uns Menschen auf der Erde noch werden ertragen können, bevor sie das tun, was diese Wasserfrau da bereits anzukündigen scheint:

“Was nicht förderlich ist, versuchen wir zu beseitigen, ohne es aber zu verurteilen … “

Wenn Sie möchten, lesen Sie dazu unbedingt auch unseren Artikel “Naturwesen und Naturkatastrophen” vom Februar 2013 und folgen Sie dabei nach Möglichkeit auch den Links zu den weiterführenden Texten! -

Wir Menschen betrachten unser Sein auf dieser Erde als selbstverständliche Gegebenheit, ebenso, wie wir es uns angewöhnt haben, uns ohne Gegenleistung aus der Natur zu nehmen, was immer wir nur wollen.

Sind wir nicht bei aller technischen Entwicklung bis heute völlig abhängig von der Natur? Ein Virus, so klein, dass es unter dem Mikroskop kaum zu erkennen ist, würde schon genügen, um uns Menschen zu beweisen, dass alle unsere technischen Errungenschaften ohne die Gnade Gottes nichts sind. Wahrscheinlich wäre dazu nicht einmal unbedingt irgendein besonderer Eingriff erforderlich, sei es nun das Auftreten einer besonders katastrophalen Seuche, ein zerstörerischer Sonnensturm oder ein Impakt mit einem Himmelskörper – ich halte es für möglich, dass die Menschheit auch ohne Zutun von außen buchstäblich an ihrer eigenen Unvernunft scheitern wird, indem bewaffnete Konflikte um die letzten Ressourcen alle bis heute noch mühsam aufrecht erhaltene Ordnung ins Chaos stürzen und somit die Hohlheit alles Menschenwerkes offenkundig wird.

Doch wollen wir lieber auf das Lichte sehen: Immer mehr Menschen scheinen zu erkennen, dass unser Weg, unsere ganze Kultur, in einer Sackgasse enden und dass sich etwas ändern muss. Wenn sie bei diesem “Etwas” hoffentlich nicht nur an die anderen, sondern in erster Linie an sich selber denken und in möglichst vielen Menschen dabei die Sehnsucht erwacht, selbst ein besserer, reiferer und edlerer Mensch zu werden, dann wird der freiwillige Entschluss zum Guten – wenn auch spät gefasst – Kräfte freisetzen, die dem Menschen von Anfang an geschenkt sind und die er nur bisher gar nicht oder leider oft falsch angewendet hat, die bahnbrechend wirken können und dann den Weg zur Hilfe weisen werden.

Sei es nun als Verneigung vor dem wässrigen Element als solches oder auch als Bild für das Geistige, als dessen Symbol das Wasser gilt, oder einfach als Ausdruck einer kindlichen Freude am Sommer in allen seinen Erscheinungsformen: Die Liedermacherin Felicitas Schenk – treuen “Elfenwirken”-LeserInnen bereits bekannt als Autorin des Liedes “Ja, da sind viele kleine Hände” (s. unseren Artikel “Zur Johannisnacht” vom Juni 2013) -sendet uns wieder einen musikalischen Gruß in Form ihres neuen “Sommerregenliedes”, das Sie in dieser Ausgabe unter “Natur-(Wesen-)Lyrik” nachlesen und als mp3 anhören können. Herzlichen Dank an die Autorin!

Wir nützen die Gelegenheit und wünschen allen Leserinnen und Lesern damit einen wunderschönen, erlebnisreichen, besinnlichen, erholsamen, erbaulichen, gut gemischten (und nicht nur verregneten), sondern gesegneten Sommer 2014!

Der Elfenfreund                                                                              am 11. Juli 2014

 

Sakura hanami – Ostern 2014

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Welch ein Frühjahr! Was für eine Blütenpracht!

Als erste eröffneten wie immer die Kornelkirschen den Blütenreigen, dann folgten der Marillenbaum (der jetzt schon die ersten kleinen Fruchtansätze ausbildet!), Birne, Pfirsich, Kirsche, Apfel, jetzt der Flieder – um nur alle diejenigen Büsche und Bäume aufzuzählen, die in unserem kleinen Garten wachsen. Ach ja, irgendwo dazwischen auch noch die Zwetschken und Pflaumen; wann die im allgemein üppigen Blütenzauber ihren Auftritt hatten, habe ich inzwischen vergessen.

Es scheint, als wolle dieses Jahr besonders fruchtbar werden.

Haben Sie aufgepasst, wann der erste Kuckuck rief? Ich weiß es heuer ganz genau, es war bei uns am 6. April, einem Sonntag, um sechs Uhr früh, und das bedeutet, etwa 2 Wochen früher als gewöhnlich.

Der (von manchen Meteorologen und Naturbeobachtern) angekündigte verspätete Wintereinbruch ist ausgeblieben – somit könnte man etwas überspitzt feststellen, dass der heurige Winter (jedenfalls nördlich der Alpen) … gar keiner war!

Zusammen mit dem späten Frühlingsvollmond heuer ergibt sich daraus die ungewöhnliche Situation, dass man in der Karwoche bereits Rasen mähen musste und dass zu Ostern beinahe schon die Pfingstrosen duften…

Aber ist es nicht ein wundervolles Frühlingserwachen heuer? Wie üppig alle Bäume blühen!

In Japan widmet man ja traditionell der Kirschblüte besondere Anteilnahme. Es ist ein Ereignis, das das ganze Land aufmerksam verfolgt; der Verlauf der “Kirschblütenfront” von Südwest nach Nordost, also von der Südspitze Kyushus im Süden von Japan bis nach Hokkaido im Norden, ist alljährlich ein Medienevent, und das “hanami”, das Betrachten der Kirschblüte (“sakura”) ein soziales Ereignis, das sich im ganzen Land ausgesprochener Beliebtheit erfreut. Auf einer Plane (zum Schutz vor dem feuchten Boden) setzt man sich unter dem blühenden Kirschbaum zu einer Art Picknick zusammen, um das Fest der Kirschblüte, die in der japanischen Philosophie als Symbol der zwecklosen Schönheit – die japanische Zierkirsche trägt ja keine wirtschaftlich verwertbaren Früchte – und der Lebensfreude gilt, gemeinsam zu begehen.

Maximal 10 Tage, also mit etwas Glück zwei Wochenenden lang, währt die Pracht, und so begeben sich bei gutem Wetter “Platzhalter” mitunter schon Stunden vorher zu ihrem ausgewählten Baum, um sich noch einen Platz zu sichern. Und das, obwohl ohnehin mehr als die Hälfte aller Laubbäume in den Städten des “Landes der Kirschblüte” Zierkirschen sind…

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Kirschblütenfest in Japan (Quelle: Wikipedia)

 

So kurz die japanische Blütenkirsche blüht, so zahlreich sind ihre Blüten, die zur Blütezeit den Boden rund um die Kirschbäume bedecken und die Äste zum Biegen bringen. Die Zartheit und der schlichte Duft der Blüten symbolisieren Reinheit und Einfachheit – traditionelle Werte der japanischen Kultur, die natürlich – diesbezüglich darf man sich keinen Illusionen hingeben – wie überall nicht gefeit ist gegen machtpolitische Instrumentalisierung; so wurde das Vergehen der Blüten auf ihrem Höhepunkt auch schon mit jungen Kriegern oder Samurai verglichen. -

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Japanische Zierkirsche (Quelle: Wikipedia)

 

Ob man in Japan wohl auch Baumelfen kennt und weiß, dass Bäume somit ein Bewusstsein haben? Dazu konnte ich bis jetzt noch keine Informationen bekommen!

Sei dem, wie es sei – den Gedanken, dass Menschen mit den Bäumen deren Blütenfeste “mitfeiern”, finde ich Elfenfreund naturgemäß inspirierend, und ich freue mich sehr, dass in unserer zunehmend offenen und multikulturellen Gesellschaft auch solche schönen, wenn auch bei uns nicht heimischen, Gebräuche in Mode kommen. Man kann darin doch einen gewissen Ausgleich dafür erkennen, dass die christlich gefärbten Jahresfeste nicht mehr mit der gleichen Beteiligung und Inbrunst begangen werden, wie dies – wenn ich an meine Großmutter denke – in meiner Kindheit selbstverständlich dazu gehörte.

Sakura hanami nehme ich jedenfalls gern auf ins Repertoire!

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Sakura hanami, April 2014

 

A propos Blütenfest: Eine wunderschöne und irgendwie zutiefst österliche Geschichte zum Vorlesen für Kinder ist “Steinäckerchen” von Ursula Burkhard. Ich habe sie unter “Geschichten (nicht nur) für Kinder” für Sie zusammengefasst und Sie können sie dort nachlesen.

Zu Ostern kreisen naturgemäß die Gedanken um Tod und Auferstehung, Verwandlung und Neuwerden der Natur, die sich der Mensch auch im übertragenen Sinne zum Vorbild nehmen kann. Auch Veränderung, Schmerz und Leid sowie deren Überwindung und Heilung sind ein Thema.

Ich Elfenfreund bin ja davon überzeugt, dass Bäume heilkräftig sind. Zeit allein mit einem Baum zu verbringen, wirkt auf mich ähnlich wie ein Besuch beim Energetiker – und kostet dabei nichts!

Geht es Ihnen auch so? Wenn ich einen Baum bewusst berühre, meine Hände auf seinen Stamm lege, fühlen sie sich an wie elektrisch und ich spüre ein Kribbeln die Arme entlang bis in den Unterbauch und weiter bis in die Fußspitzen. Wie wenn Strom fließen würde – woher das kommen mag?

An dem Tag, von dem die Fotos oben stammen, fühlte ich mich z.B. krank, mir war schlecht und ich hatte keinen Appetit … nach einiger Zeit der bewussten “Einstimmung” zu Füßen des blühenden Kirschbaumes auf das ihm innewohnende Wesen ging es mir viel besser und ich war wieder fit!

Über die Heilkraft von Bäumen haben wir uns bereits in unserem Artikel “Willkommen im Netz” vom November 2012 Gedanken gemacht – lesen sie dort nach, was u.a. auch Margot Ruis in ihrem Buch “Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” (nunmehr in 6. Auflage, Grals-Verlag 2013 erhältlich)  zu diesem Thema zu sagen hat! Sie finden die Textstelle unter “Leseprobe November 2012″.

Doch nicht nur Margot Ruis berichtet über Begegnungen mit Baumelfen, auch Dora van Gelder, meiner Ansicht nach ein hellseherisches Ausnahmetalent, gibt in ihrem Buch “Im Reich der Naturgeister” (Aquamarin-Verlag, 1995) detaillierte Beschreibungen dieser faszinierenden Wesen. Unter “Dora van Gelder zitiert – April 2014″ können Sie einige interessante Gedanken nachlesen. Wir danken dem Aquamarin-Verlag für die diesbezügliche Genehmigung!

Marko Pogacnik bezeichnet die Baumelfen als “Faune”, was mich Elfenfreund ein wenig verwundert, da ich den Begriff aus der römischen Mythologie eher mit “Waldelf” übersetzt hätte. Auch aus seinem Buch “Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele” (AT-Verlag, 2. Auflage, 2009) dürfen wir dazu einige interessante Zitate sowie eine gewohnt ausdrucksstarke Zeichnung anführen. Sie finden die Darstellung unter “Elfenbilder”, die Texte unter “Marko Pogacnik zitiert – April 2014″. Herzlichen Dank an den Autor!

Mit besonderer Freude darf ich heute aber auch wieder einen Text präsentieren, den mir eine “Elfenwirken”-Leserin zur Veröffentlichung geschickt hat. Es handelt sich um ein persönliches Erleben der Autorin mit einer Eiche, genauer gesagt, dem Baumelf derselben. Die Geschichte hat mich Elfenfreund sehr angesprochen und wir danken Frau C.F. aus B. besonders herzlich für ihre Bereitschaft, ihr Erleben mit uns zu teilen. Sie finden den Text unter “Leser(-innen)-Briefe – April 2014″.

Von Christa Maria Elfenmund, deren Lied “Morgenstimmung” wir bereits im Mai 2013 veröffentlichen durften, finden Sie ferner in dieser Ausgabe ein weiteres Lied zum Anhören und Mitlesen, “Der Baum”, auf der Seite “Natur-(Wesen-)Lyrik – April 2014″. Danke, Christa Maria!

Sollte von unseren Leserinnen und Lesern beim Schmökern in diesen Texten jemand sich daran stoßen, dass das gleiche betrachtete “Objekt” (der Baumelf) von den verschiedenen Autoren doch etwas unterschiedlich dargestellt bzw. beschrieben wird, so verweisen wir auf unseren Artikel “Wesen und Form” vom März 2014. Bedenken und erwägen Sie während des Lesens, dass es nicht grobmaterielle “Dinge” oder Wesen sind, die hierin in irdischer Sprache von medial veranlagten Menschen zum Ausdruck gebracht werden, sondern feinstoffliche, und dass in diesen ätherischen Betätigungsbereichen des menschlichen Geistes persönliche Einstellungen und Anschauungen des aufnehmenden Mediums selbst viel stärker ins Gewicht fallen als bei der Erörterung grobstofflicher Gegebenheiten. Wollen wir uns also nicht mit “Haarspaltereien” aufhalten, sondern nehmen wir voll Dankbarkeit das Wesentliche auf, um dessentwillen auch das “Elfenwirken” als Plattform für Information und Austausch zu diesem Thema ins Leben gerufen wurde: Dass die Natur erfüllt ist von gutwollenden Wesen, die dem Leben dienen und jede Entwicklung in diese Richtung fördern wollen!

Was hingegen die vereinzelt aufgezeigten “Widersprüche” in den Schilderungen von der Welt der Naturwesen betrifft, die manchen Leser/innen auffallen, so ist meine Einstellung dazu, dass jedes persönliche Erleben zu achten und zu respektieren ist.

Es wird schon seinen Grund haben, warum der- oder diejenige die Dinge so erlebt, wie es in den Texten oder Bildern dann zum Ausdruck kommt! Jeder nimmt ja bekanntlich nur das von der gesamten Wirklichkeit auf, wofür er oder sie sich geöffnet hat.

Dass überhaupt die Bereitschaft und auch die Fähigkeit dazu vorhanden ist, etwas innerlich erleben zu wollen und zu können, das ist das eigentliche Wertvolle dabei!

Damit sollen alle diese Texte über Natur- und Elementarwesen absolut nicht klein- oder gar falschgeredet werden! Sie sind wertvoll und eine große Hilfe, denn – davon bin ich Elfenfreund wirklich überzeugt: Die Zeit ist reif, dass der Mensch endlich über den grob-materiellen “Tellerrand” hinauszublicken beginnt und sich öffnet für alle die helfenden Kräfte, die uns feinstofflich umgeben, mit deren Hilfe wir heute schon beginnen könnten, die uns anvertraute Welt in das Paradies zu verwandeln, das jeder Mensch als Sehnsucht tief in seinem Herzen trägt. Der Weg dahin ist aber individuell und muss auch von jedem Menschen selbst aufgefunden und gegangen werden.

Die immer mehr um sich greifende Naturzerstörung durch den Menschen ist zweifellos eine fürchterliche Katastrophe und zeigt deutlich, wie wenig der Mensch bislang imstande ist, den Frieden zu halten und die Harmonie zu wahren. Wir werden uns einmal schmerzlich dafür verantworten müssen!

Da es für andere Leser/innen aber unter Umständen zur Bedrückung werden könnte, wenn sie aus medialen Berichten etwa vom Leid gefällter Bäume hören und daraus womöglich voreilig einseitige oder extreme Schlüsse ziehen, die sich mit der Zeit vielleicht als wenig praxistauglich erweisen könnten, möchte ich abschließend auch noch Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) zu diesem Thema zu Wort kommen lassen, der in seinem Buch “Im Lichte der Wahrheit” ausführt:

“Alle an Ort und Stelle gebundenen Formen auf der Erde haben keine eigene Seele, die ja zu sehr abhängig werden müßte von dem, was an sie herantritt, und damit jeder Willkür in der Grobstofflichkeit preisgegeben sein würde.

Solche Unausgeglichenheit ist in der weisen Einrichtung des Schöpfers in seinem Werke ganz unmöglich.

Deshalb haben solche Formen keine eigene Seele, sondern sie dienen nur als Behausungen von Wesen, die ganz unabhängig von den Formen sind und diese nur schützen und pflegen.

Zu diesen Formen gehören Pflanzen und Gestein! Dadurch wird Euch wieder eine Erleuchtung kommen, die Euch nützen kann, womit Ihr falsche Anschauungen klar erkennt.

Nur die vom Orte unabhängigen Geschöpfe, also wie die Tiere, welche sich von ihrer Stelle frei bewegen können, haben in sich einen eigenen, beweglichen Kern, welcher sie führt.

Bei den Tieren ist dieser Kern die wesenhafte Seele, bei den Menschen der Geist! Pflanzen und Gestein jedoch dienen nur als Behausungen für fremde, für sich selbständige Wesenheiten, die demnach nicht Seele der betreffenden Formen genannt werden können.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Der Ring des Wesenhaften)

Zum Schluss wollen wir noch eine Einladung an alle “Elfenwirken”-Leser/innen im Einzugsbereich von Wien aussprechen: Vom 1. – 3. Mai findet in Eichgraben bei Wien ein Seminar mit Barbara Ufer statt – wer den Film “Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden” gesehen hat, dem ist auch dieser Name ein Begriff, alle anderen finden Näheres unter “Elfenbilder” sowie in unserem Artikel “Elementarwesen und Erdseele” vom Dezember 2013. Auf diesem Seminar wird Frau Ufer uns ihre Technik weitergeben, wie man Naturwesen als Filzpuppen darstellen kann, und jede/r Teilnehmer/in kann unter ihrer Anleitung eine eigene Puppe nach Wahl selbst für sich herstellen. Nähere Informationen ersehen Sie unter “Termine” bzw. erhalten Sie gern per E-mail unter elfenwirken@gmx.at.

Atmen Sie den Frühling in vollen Zügen ein und genießen Sie die alljährliche Wiederauferstehung der Natur nach der Winterpause!

Am Ostersonntag 2014

Der Elfenfreund

 

Die Welt im Wandel

Liebe Leserin, lieber Leser!

Maria Lichtmess steht vor der Tür und wir haben heuer noch so gut wie keinen Schnee gesehen. Stattdessen bläst seit Wochen der Föhn und brachte uns unter anderem die strahlend sonnigsten Weihnachten, die ich je erlebt habe.

Meteorologen und Naturbeobachter wie der aus meinem Heimatort Saalfelden stammende Horst Nöbl (Kurier vom 1. November 2013) haben uns einen außergewöhnlich strengen Winter versprochen, der jedoch mit Verspätung einsetzt.

Aber wenn im Januar das Thermometer in den mittleren Höhenlagen weit über 10 Grad plus anzeigt und seit Ende November kein Bröselchen Schnee mehr gefallen ist, fällt es schwer, solche Prognosen noch zu glauben. Andererseits – das Jahr 2013 hat uns schon gezeigt, dass der Winter auch im April noch einmal so richtig zuschlagen kann, nachdem der März scheinbar bereits dem Frühling gehörte.

Unterdessen stehen allerdings Mitte Januar 2014 nicht nur alle Schneerosen bereits in voller Blüte (anstatt wie sonst je nach Höhenlage das ganze Frühjahr hindurch allmählich auszuapern), ich habe auch schon Buschwindröschen, Löwenzahn und Schlüsselblumen (!!) blühen gesehen! Und bitte beachten Sie, wie grün das Gras auf diesem Bild aussieht – Mitte Januar…

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Frühling im Hochwinter – Jänner 2014

Überhaupt bleibt festzuhalten, dass bereits das Jahr 2013 meteorologisch Geschichte geschrieben hat. Extreme Überschwemmungen in der ersten Jahreshälfte, gefolgt von ebenso extremer Dürre mit katastrophalen Waldbränden – gerade diese Kombination und das Auftreten beider Extreme innerhalb eines einzigen Jahres hätte kein Experte für möglich gehalten.

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“Der Strom der Zukunft”: Donau-Hochwasser Anfang Juni 2013 bei Melk

Dann der katastrophale und für alle völlig überraschende Felssturz auf die Felbertauernstraße, bei dem “wie durch ein Wunder” niemand zu Schaden kam: Wenn eine der wichtigsten Routen zur Querung des Alpenhauptkammes, die einzige Verbindung zwischen Salzburg und Osttirol,  durch 35 000 Kubikmeter Geröll und autobusgroße Felsbrocken auf einer Länge von 100 Metern förmlich wegradiert wird, aber just zu einem Zeitpunkt, als sich kein einziges Auto auf diesem Streckenabschnitt befindet, so erscheint der Ausdruck “Wunder” tatsächlich angebracht.

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Felssturz auf die Felbertauernstraße Mai 2013 – Quelle: Wikipedia

Das Jahrhundertereignis hat uns Menschen wieder einmal unsere Kleinheit angesichts der Kraft der Elemente deutlich vor Augen geführt, aber auch gezeigt, wie gnädig die Natur und ihre Wesen unserer Spezies gegenüber noch immer gesinnt sind – lesen Sie dazu auch unseren Artikel “Naturwesen und Naturkatastrophen” vom 15. Februar 2013! Übrigens: Erinnern Sie sich auch noch an den kosmischen “Knalleffekt”, den just dieser Tag der fassungslosen Menschheit präsentierte?

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Meteor von Tscheljabinsk im Februar 2013 – Quelle: Youtube

Derartige “Jahrhundertereignisse” scheinen sich in den letzten Jahren auffallend zu häufen.

Als Ursache für Wetterkapriolen wird gewöhnlich die (vom Menschen verursachte) Klimaerwärmung genannt, die durch den sogenannten “Treibhauseffekt” entstehen soll, der mit der Zunahme vor allem des Gases Kohlendioxid in der Atmosphäre infolge der immer weiter voranschreitenden Verbrennung fossiler Energieträger durch moderne menschliche Aktivität in Zusammenhang steht. Durch die Klimaerwärmung kann demnach die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnehmen, woraus Niederschlagsereignisse in gesteigerter Heftigkeit resultieren. Veränderungen in den Luftströmungen begünstigen Wetterextreme und die Anpassung der Natur an die geänderten Bedingungen bringt z.B. auch geologische Veränderungen mit sich, die sich auf den Menschen als Katastrophen auswirken können.

Also das Wasser: Quelle des Lebens, Quelle des Gedeihens, Quelle auch der (Winter-) Freuden, an sich Urbild der Ruhe und der Ausgeglichenheit. Wehe dem, der diese Ruhe stört…! So, wie im Winter ein paar Grad plus oder minus über Schnee oder Regen entscheiden, so sind es kleine Ursachen, wenige Grade am Klima der Welt, die den Wasserhaushalt verändern und somit den Unterschied ausmachen zwischen dem erquickendem Plätschern netzender Wellen oder donnerndem, zerstörerischem Tosen unaufhaltbarer Wasserfluten!

Hier noch ein paar Bilder vom Donauhochwasser, dessen Zeuge ich selbst gewesen bin:

Hochwasser Melk

 

Schiff

 

Hochwasser2

Was wohl das Jahr 2014 bringen wird? – Dieselbe Frage haben wir uns vor einem Jahr unter dem Titel “Einen Blick in die Kristallkugel” für 2013 auf diesem Weblog auch schon gestellt – lesen Sie nach, inwieweit unsere “Prognosen” zutrafen und entscheiden Sie selbst, ob unsere Überlegungen auch für das neue Jahr 2014 anwendbar sind!

Naturbeobachtungen sind eine Sache, eine andere Sache ist es, diese Beobachtungen dann zu interpretieren.

Der weltweite Klimawandel…

Meiner Meinung als “Elfenfreund” und Naturbeobachter nach ist die Erklärung mit den anthropogenen Treibhausgasen wahrscheinlich richtig – doch geht sie meiner Ansicht nach nicht tief genug. Sie bleibt nur an der Oberfläche! Noch mehr: In ihrem materialistischen Ansatz reduziert sie das Problem auf materielle Ursachen, sodass ich Elfenfreund, so positiv und interessiert ich an sich der Naturwissenschaft seit jeher gegenüberstehe, mir zunehmend die Frage stelle, ob nicht dieser Erklärungsansatz aufgrund seiner Einseitigkeit in Wahrheit schädlich ist.

Nicht auf das Wissen, sondern auf das Handeln kommt es schließlich an!

Unter Handeln verstehe ich Elfenfreund nicht nur das, was wir mit unseren Händen tun, sondern auch, wie wir denken, was wir reden und vor allem: was wir tief zuinnerst wirklich wollen. Ungeschminkt und unbeschönigt.

Wollen wir Menschen alles Geschaffene lieben und die Erde rein und schön erhalten, oder geht es uns nur um den eigenen Nutzen, den Profit und den Komfort? In christlicher Diktion: Sind wir ehrlich dazu bereit, Gott über alles, den Nächsten aber wie uns selbst zu lieben, oder ist in Wahrheit jeder nur sich selbst der Nächste?

Der Zugang zur Problematik des Klimawandels und der damit einhergehenden Veränderungen über die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist eine Möglichkeit der Annäherung, die sich nach dem Begriffsvermögen des technischen Verstandes richtet.

Da jedoch der Mensch bekanntermaßen nicht nur ein denkendes, sondern auch ein fühlendes Wesen ist, muss klar sein, dass der technische Verstand keinesfalls das einzige Instrument zur Deutung und Erklärung der Phänomene darstellt. Es gibt andere Ansätze mit mindestens ebenso viel Berechtigung, die meiner Ansicht nach der Art des Menschen sogar besser angepasst sind, weitreichendere Schlüsse zulassen und daher als Erklärung mindestens ebenso gut geeignet sind wie das Operieren mit Zahlen und Ausstoßraten.

Was sagen Sie z.B. zu diesem Text:

“…wie auf einer erhabenen Plattform stehend sah ich die Gestalt einer Nymphenkönigin von unbeschreiblicher Schönheit, die in allen Abstufungen von Weiß erstrahlte. (…)

Für einen Augenblick zeigte sie sich mir wie eine Schutzmantelmadonna, die die ganze Menschheit unter ihrem Mantel birgt. Die Nymphenkönigin aber hatte anstelle der Menschen alle Arten von Elementarwesen unter ihrem Schutzmantel versammelt. Dann sprach sie zu mir: ,Ich und meine Leute, wir bemühen uns, diesen Naturtempel aufrechtzuerhalten. Ihr Menschen verderbt vieles; wir bleiben unserer Aufgabe treu.‘ Entsetzt sagte ich: ,Die Menschen hören nicht auf, ihr Unwesen zu treiben.‘ Ihre Antwort lautete schlicht: ,Sie werden die Kraft der Elemente zu spüren bekommen.‘“

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. AT Verlag, 2. Auflage, 2009, S. 149. Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Die Nymphenkönigin als “Seele” des wässrigen Elements – sollte es dem Menschen als seinerseits beseeltem Wesen nicht möglich sein, unmittelbaren Zugang auf dieser seelischen Ebene zum gefühlsmäßigen Aspekt der Materie zu erhalten? In früheren Kulturen wäre eine solche Frage ganz selbstverständlich mit ja beantwortet worden!

Mit dem wissenschaftlichen Modell, wonach die Klimaerwärmung der Erde auf anthropogene Treibhausgase zurückzuführen ist, mag es schon seine Richtigkeit haben. Diese Erklärung legt den Schluss nahe, dass der Mensch lernen muss, den stofflichen Kreisläufen der Natur und ihren komplizierten Gleichgewichten Rechnung zu tragen, damit diese nicht aus ihren in langen Zeiträumen eingependelten Ruhelagen ausgehebelt werden, in chaotische Zustände abstürzen und somit Schaden anrichten. So schön, so gut! Und so theoretisch – abstrakt.

Ich erlebe dieses Erklärungsmodell so, dass es den Verstand sehr wohl anspricht und befriedigt, aber das Gefühl dabei wenig berührt wird. Kann der Mensch daraus die Kraft schöpfen, sich und sein Verhalten nachhaltig zu verändert? Ich glaube: Nein.

Das wissenschaftliche Modell beschränkt sich auf die stofflichen Aspekte, zieht gleichsam nur die Spitze eines Eisbergs in Betracht, nur die grob-materielle Komponente des gesamten Problems, und klammert die gefühlsmäßigen Anteile aus. Als Lehrer und Erzieher weiß ich aber: Moralisch wirksam ist hauptsächlich das, was auch gefühlsmäßig anspricht! Weil wir Menschen eben fühlende Wesen mit Geist und Seele sind!

Wen berühren schon abstrakte Zahlen, auch wenn sich dahinter noch so “böse” CO2-Ausstöße verbergen? Wenn ich ehrlich bin: mich nicht! Und darum wundert es mich auch nicht, dass durch die wissenschaftlichen Deutungen der uns betreffenden Veränderungen in der Natur bislang nur wenige Menschen zu einer Verhaltensänderung bewegt werden können. Es mag interessant sein, die stofflichen Zusammenhänge zu kennen. Aber intuitiv wissen wir: Sie sind der kleinste Teil des Problems, und darum kann hier auch die Lösung nicht ansetzen. -

Das Wasser lebt!

Die Luft ist lebendig!

Solche Botschaften bewegen mich weit mehr als das Operieren mit abstrakten Zahlen, unter denen ich mir wenig vorstellen kann. Ganz abgesehen davon, dass es mit Nächstenliebe schwer vereinbar ist, insgeheim im Interesse von “Ausstoßraten” den Bewohnern von ärmeren Ländern ihren Fortschritt nicht zu gönnen oder womöglich gar in Gedanken die nebulose Hoffnung auf eine “Reduktion der Weltbevölkerung” zu hegen…

Betrachten wir also heute einmal das Problem des Klimawandels von einem Standpunkt aus, der die gefühlsmäßigen Aspekte der Erde mit berücksichtigt.

In seinem Buch “Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele” verleiht der slowenische Land-Art-Künstler und Geomant Marko Pogacnik seiner Überzeugung Ausdruck, dass die Erde gegenwärtig in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess begriffen ist. Grund dafür ist seinem Empfinden nach, dass die “Erdseele”, Gaia, im Begriff ist zu erwachen, um endlich “ganz und gar sie selbst zu werden”.

Dabei räumt Marko Pogacnik selbst ein, dass die Gründe für diese tiefgreifende Wandlung der Erde und ihrer Umweltgeister kaum zu begreifen sind. Kein Wunder: Die Sprache der Empfindung ist eine Sprache in Bildern, die nicht leicht in Worte zu übertragen ist. Darum denke ich auch, dass viel Mut dazu gehört, die Bilder eines inneren Erlebens vor der Öffentlichkeit auszubreiten.

Aufgrund von inneren Erlebnissen, die ihn bewegten, sieht Marko Pogacnik jedenfalls als Ursache für Gaias Erwachen und den dadurch ausgelösten Wandlungsprozess, dass “das Christusbewusstsein die göttliche Essenz der Erdseele berührt und erweckt” habe:

“Eine erste Ahnung über die tieferen Zusammenhänge bekam ich am 27. Mai des Jahres 2000, als ich tief in einem Wald im Saarland mit einer Gruppe von Geomantiestudierenden Übungen zur Wahrnehmung der Elementarwesen anleitete. Völlig unerwartet erschien vor mir die riesige Gestalt des Pans mit allen Merkmalen des antiken Gottes der Natur. Als er die Arme hob, konnte ich an seinen Händen und Füßen und an seiner Seite deutlich die Stigmata sehen, die Wundmale Christi. Aus ihnen schossen silberne Strahlen hervor und trafen die entsprechenden Stellen meines eigenen Körpers.

Diesmal stand ich nicht vor dem holografischen Teilstück (Fraktal) des Pans, der die Einheit und Allverbundenheit der Naturwelt innerhalb einer bestimmten Landschaft verkörpert. Ich stand dem integralen Pan, seiner Kerngestalt gegenüber, die alle Teile in einer Einheit verbunden hält und deswegen von den alten Griechen als Gott der Natur verehrt wurde.

In der Folge versuchte ich, diese zutiefst erschütternde Vision auf verschiedene Weise zu interpretieren. Doch ist die Botschaft eigentlich einfach: Mir wurde die Wirkung des Christusbewusstseins in der elementaren Welt der Erde zu Bewusstsein gebracht. Eine ganz neue Dimension der Erdwandlung hatte sich mir aufgetan.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. AT-Verlag, 2. Auflage, 2009, S. 233f. Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Aus einer gewissen analytischen Distanz heraus betrachtet, könnte man feststellen, dass Marko Pogacnik mit diesem Text die lange Tradition christlicher Mystik weiterführt. Folgt man seiner Sichtweise, eröffnet sich ein Blick auf das Phänomen der Erdwandlung von einem übergeordneten Standpunkt aus: Es ist demnach nicht allein die Freisetzung von gewissen Stoffen (Treibhausgasen) durch den Menschen, die die beobachteten Veränderungen in der Natur bewirkt. Es ist ein weltumspannender Wandlungsprozess, dessen Ursache viel tiefer liegt und der den Menschen mit einschließt.

Nur auf der materiellen Ebene sieht es so aus, als seien die Menschen Ursache der Wandlungen! Tiefer geschaut, sind sie selbst Kräften unterworfen, die an ihnen bilden, sie umgestalten und somit einen umfassenden Transformationsprozess bewirken, der erst in weiterer Folge auch die materielle Ebene mit umfasst:

“Andererseits pulsiert in unseren Körpern und in unserer Umwelt bereits eine zweite, parallele Wirklichkeit, die durch die geistige Intervention der Erdseele und durch konzertierte Bemühungen ihrer Bewusstseinseinheiten, der Elementarwesen, etabliert wird. Genauer gesagt, die “neue” Wirklichkeit (der neue Raum) wird durch Umwandlung der alten, ausgelaugten Kraftstrukturen geschaffen.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. AT-Verlag, 2. Auflage, 2009, S. 230. Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Besonders interessant fand ich in dem Zusammenhang eine Stelle, wo Marko Pogacnik ein inneres Erleben im Zusammenhang mit der Stadt Prag schildert:

“Beeindruckend war auch die Botschaft, die ich in Prag im Sommer 2006 von einer Gruppe von Elementarwesen erhalten habe. Es geschah während eines Workshops, den ich zu beiden Seiten der Moldau in der Nähe der Karlsbrücke hielt. Während der Voruntersuchungen hatte ich entdeckt, dass es unter dem Fluss im Bereich zwischen den beiden Ufern, also mitten in Prag, einen reich gegliederten unterirdischen Raum gibt. Die Qualität des ätherischen Raums unterhalb der Moldau gleicht dem Samen eines Raums, den es an der Erdoberfläche noch nicht gibt. Ich sah gewissermaßen den Samen eines zukünftigen Raums.

Nun erinnerte ich mich an das “Goldene Prag” des 16. Jahrhunderts, als man die Stadt als Verkörperung des Neuen Jerusalems pries. Das Neue Jerusalem meint einen Raum des universellen Friedens und der Vollkommenheit, der erst in der Zukunft nach einer großen Wandlung möglich wird. Auch das Neue Jerusalem gleicht einem Samen, der erst in der Zukunft aufkeimen wird.

(…) Während ich den Berichten der Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer zuhörte, tauchte in meinem Bewusstsein eine ganz klare Stimme der beschriebenen Wesenheiten auf, in deren Heim wir während des Austauschs saßen. Die Stimme sagte: ‘Ihr werdet den Zusammenbruch des alten Erdraums erleben. Es wird vierzig Tage lang Verwirrung herrschen. In dieser Zeit werden wir aus solchen Samen den neuen Erdraum schaffen. Seid getrost, das Leben geht weiter.’”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. AT-Verlag, 2. Auflage, 2009, S. 150f. Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Wenn Sie gern Genaueres zu dem Thema “Erdwandlung” von Marko Pogacnik nachlesen wollen, finden sie noch weitere Zitate aus dem genannten Buch unter “Marko Pogacnik zitiert – Jänner 2014.” Mehr zu dem höchst interessanten slowenischen Elementarwesen-Experten haben wir auch in unserem Artikel vom Dezember 2013 mit dem Titel “Elementarwesen und Erdseele” zusammengetragen. Elementarwesen-Darstellungen aus der Feder des Künstlers finden sie unter “Elfenbilder”.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass dieser Transformations- und Erneuerungsprozess, von dem Marko Pogacnik spricht, nicht erst begonnen hat, seit die Wissenschaft des Klimawandels gewahr geworden ist.

Wir begehen heuer das 100jährige Gedenken des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges. Was ist nicht innerhalb der relativ kurzen Zeit eines Jahrhunderts alles geschehen! Kulturhistorisch betrachtet, ist vom Gebäude der menschlichen Zivilisation seit damals kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Insbesondere die beiden Weltkriege brachten Veränderungen mit sich, die – so “normal” sie uns rückblickend auch erscheinen mögen – vor 100 Jahren unvorstellbar gewesen wären.

Das einzige Stabile in allem Wandel war bislang – die Natur!

Wenn aber nun elementare Umwälzungen in ähnlichem Ausmaß bevorstehen, wie sie kulturhistorisch weltweit bereits vor sich gegangen sind … dann Gnade uns…!

Bereits Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) wies schon vor 80 Jahren in seinen Vorträgen immer wieder auf eine tiefgreifende Wandlung hin, die auf der Erde vor sich gehe und mit der der Mensch geistig Schritt halten müsse. Nach seinen Aussagen kommt bei diesem Wandlungsprozess einem speziellen “Stern” besondere Bedeutung zu, der sich der Erde unaufhaltsam nähere und durch die Kraftausstrahlung aus  seinem geistigen Kern, der ihn von gewöhnlichen Gestirnen unterscheidet, der eigentliche “Motor” der Veränderungen  sei:

“Der Stern ist Schlüssel zum grobstofflichen Geschehen, das in allem von den wesenhaften Helfern vorbereitet ist!”

(Abd-ru-shin, aus dem Vortrag: Reinigende Flammengarben)

Demnach ist dieser “Stern”, der an anderer Stelle auch als “großer Komet” bezeichnet wird, in seiner geistigen Beschaffenheit den Menschen vorerst noch unsichtbar, was aber seiner Wirksamkeit auf den Ebenen der feineren Stofflichkeit keinen Abbruch tut. Was dieser Stern der Erde vermittelt, ist nach Abd-ru-shin die Strahlung göttlicher Liebe, durch die auf Erden “alles neu” wird – und damit besteht sogar hier eine Parallele zum Erleben Marko Pogacniks betreffend das “Christusbewusstsein”, wenn Abd-ru-shin mit Bezug auf diese Strahlung formuliert:

“Der Strahl göttlicher Liebe, der ihr selbst vorausgeht! Jener Liebe, die mit Jesus eng verbunden ist, welche zum Teil aus Jesus kommt.”

(Abd-ru-shin, aus dem Vortrag: Reinigende Flammengarben)

Bevor aber die aufbauende Kraft göttlicher Liebe sich entfalten kann, muss zuerst die Menschheit aufgerüttelt werden, da sie bis zu einem gewissen Grad die Wandlung selbst bewusst mitvollziehen muss:

“In Wirklichkeit birgt dieser Strahl in seiner Glut nur reinste Kraft für die nun in dem Weltgeschehen fällige Erhöhung aller Erdenmenschen und der Erde selbst! Also die Strahlung reinster Gottesliebe, die jedoch nur ertragen wird von dem, der in der Gottesliebe schwingt.

Und alles, was nicht darin schwingen kann, wird von der Reinheit dieser Strahlungen schmerzhaft erfaßt, versengt, verbrannt; denn dieses Sternes reinigende Flamme ist nicht nur für den Geist, sondern für alle Kreatur, auch für die grobe Stofflichkeit bestimmt.

Und zu der Reinigung gehört Vernichtung alles dessen, was nicht in der Gottesliebe schwingen kann! -

Der Stern würde auf jeden Fall zu dieser Zeit gekommen sein, um nun die Fülle seiner Glut über die Erde auszuschütten, dabei in seiner starken Geisteskraft die Menschheit und die Erde saugend hochzuheben in ein neues Reich, in welches sie nach dem Gesetz des Gotteswillens nun gehört!

Wären die Erdenmenschen so gereift, wie sie es in ihrer Entwickelung schon heute hätten sein müssen, wenn sie alle Gesetze in der Schöpfung zu beachten suchten, so würde sein Erscheinen jubelnde Begrüßung auslösen bei den Menschen und beglückte, dankerfüllte Anbetung des Herrn, der ihn gesendet hat!

Doch da es nicht so ist, sondern die Erdenmenschheit im Versagen sogar tiefer sank, als es für möglich angesehen werden kann, wirkt sich nun sein Erscheinen anders aus. Er muß zuerst zerstörend und vernichtend wirken, bis sich seine hebende und aufbauende Strahlungskraft zu reinster Geltung bringen kann, weil sie dann auf den Boden fällt, der durch die Not dazu bereitet ist, sie würdig zu empfangen!”

(Abd-ru-shin, aus dem Vortrag: Reinigende Flammengarben)

Ich glaube nicht, dass Marko Pogacnik diesen Text von Abd-ru-shin gelesen hat, bevor er sein Buch verfasste, das wir hier heute vorstellen durften. Umso bemerkenswerter finde ich die inhaltlichen Parallelen! -

Wenn Sie noch Näheres zu dem von Abd-ru-shin verkündeten “Stern” nachlesen wollen, finden Sie unter “Gralsbotschaft – Jänner 2014″ den kurzen Vortrag “Der große Komet”. Darin heißt es unter anderem:

“Seine Kraft saugt Wasser hoch empor, bringt Wetterkatastrophen und noch mehr. Die Erde bebt, wenn seine Strahlen sie umfangen. (…)

Es dauert Jahre bis zu diesem Punkt und Jahre, ehe er die Erde wieder aus dem Einflusse entläßt.

Und dann ist sie gereinigt und erfrischt in jeglicher Beziehung, zum Segen und zur Freude der Bewohner. Nie war sie schöner, als sie dann sein wird. Deshalb soll jeder Gläubige mit ruhigem Vertrauen in die Zukunft blicken, nicht erschrecken, was auch in den nächsten Jahren kommen mag. Wenn er vertrauensvoll zu Gott aufblicken kann, wird ihm kein Leid geschehen.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Der große Komet”)

Wir wollen die Thematik hiermit abschließen und überlassen Marko Pogacnik dazu das Schlusswort:

“Damit wir in der kommenden Verwirrung der Erdwandlungen nicht verlorengehen, soll unser blindes Vertrauen in die Stabilität unserer mental bedingten Welt erschüttert werden. Durch heftige Naturereignisse wird uns von Seiten der Elementarintelligenz signalisiert, dass eine Weltdimension, nämlich genau diejenige, an der wir uns zur Zeit orientieren, Schritt für Schritt abgebaut wird. Das Leben wird gewiss weitergehen, jedoch auf einer anderen Frequenzebene. Mit Hilfe der zunehmend auftretenden Naturkatastrophen schlagen die Elementarwesen Alarm, um uns Menschen dazu zu bringen, uns rechtzeitig von den alten Weltstrukturen bewusstseinsmäßig abzukoppeln und dem Strom der Wandlung zu folgen, der die Fortsetzung des Lebens auf der Erdoberfläche gewährleistet.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. AT-Verlag, 2. Auflage, 2009, S. 230. Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Damit machen nun wir einen großen Sprung und kehren zum Ausgangspunkt unseres Artikels zurück: “Maria Lichtmess steht vor der Tür…”

Das Fest der Darstellung des Herrn (Mariä ReinigungMariä Lichtmess) am 2. Februar, 40 Tage nach Weihnachten, war früher ein wichtiges Datum im Jahreslauf.

So gilt Maria Lichtmess in manchen Gemeinden als Beginn der Fastnacht.

In der katholischen Kirche markierte es das Ende der Weihnachtszeit.

Das Tageslicht soll gegenüber dem Zeitpunkt der Wintersonnwende, also der längsten Nacht, „an Weihnachten um einen Hahnentritt, an Neujahr um einen Männerschritt, an Dreikönig um einen Hirschensprung und an Lichtmess um eine ganze Stund’“ länger sein.

Mit dem 2. Februar begann das „Bauernjahr“: ab hier kann den Umständen entsprechend die Feldarbeit wieder aufgenommen werden. An diesem Tag endete dagegen das Dienstboten- und „Knechtsjahr“: Das Gesinde bekam den Rest seines Jahreslohnes ausbezahlt und konnte – oder musste – sich eine neue Dienststelle suchen, oder das Arbeitsverhältnis beim alten Dienstherrn, üblicherweise per Handschlag, um ein weiteres Jahr verlängern.

Verbreitet war auch der Brauch, dem Gesinde zu Lichtmess ein Paar Schuhe als Lohn zu geben, für die weitere Arbeit oder für die Arbeitssuche. Zu Lichtmess wurden also die Belegschaften durcheinandergewürfelt und Liebschaften unter Dienstboten, denen das Heiraten lange Zeit nicht gestattet war, hielten oft nur bis zu diesem Zeitpunkt, woher der Spruch „Neue Schuhe, neue Liebe“ stammt. Außerdem sollte der Bauer an Lichtmess noch die Hälfte des Winter-Futtervorrates für die Tiere im Lager haben. Darüber hinaus gibt es mehrere Bauernregeln, die Sonnenschein an Lichtmess als ein schlechtes Zeichen für den bevorstehenden Frühling bewerten:

Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.

Ist’s zu Lichtmess klar und hell,
kommt der Frühling nicht so schnell.

Wenn an Lichtmess der Dachs seinen Schatten sieht, geht er noch einmal für sechs Wochen in seinen Bau.

Um Lichtmess erstrahlt zum ersten Mal wieder das Sonnenlicht zur Frühmesse in der Kirche.

Ab dem 2. Februar könne wieder bei Tageslicht zu Abend gegessen werden: „Lichtmess, bei Tag ess“. So heißt es beispielsweise im Pfälzischen:

„Mariä Lichtmess,
spinne vergess‘,
bei Dag ze Nacht gess’.“

(Quelle: Wikipedia)

Wie gesagt, uns wurde für heuer ein harter Winter versprochen, der aber mit Verspätung einsetzt – lassen wir uns überraschen, inwieweit 2014 diese Bauernregeln zum Tragen kommen werden…!

Ich Elfenfreund freue mich jedenfalls sehr, anlässlich Mariä Lichtmess wieder zwei Texte der jugendlichen Autorin mit dem Pseudonym “Waldfee” veröffentlichen zu dürfen. Es ist für mich ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Bewusstseinswandel, der sich weltweit ereignet, in vollem Gange ist!

Der erste Aufsatz trägt den Titel “Dankbarkeit – die Energie, die Welten schafft” und ich finde ihn wirklich sehr gelungen!

Auszugsweise heißt es darin zum Beispiel:

“Wir Menschen sind es vielleicht nicht mehr anders gewohnt, aber aus Sicht der Naturwesen könnten Erde und Natur zehnfach so schön und vor allem viel gesünder sein, wenn das Gegengewicht der Menschen nicht so groß wäre. Dann könnten sich ihre Kräfte auch viel besser entfalten. Sie sehen die Umstände ja viel genauer als wir. Und da, wo wir vielleicht nur einen schönen Wald sehen, nehmen sie alle Probleme viel klarer wahr. So ist so ein Ort in der Natur zwar trotz allem sehr schön, aber sein natürliches Potential ist nie vollkommen ausgeschöpft, weil die vielen negativen Einflüsse (egal ob es unfriedliche Gedanken oder Müll sind) dagegen wirken. (…)

Wie sehr werden wir doch jeden Tag beschenkt und sehen es so oft nicht! Wie oft sind Nichtigkeiten ein Grund dafür, dass wir schlechte Laune haben!  Aber das Leben beschenkt uns jeden Tag, Mutter Erde beschenkt uns jeden Tag, unser Körper beschenkt uns jeden Tag mit dem ersten Atemzug am Morgen, mit dem wir ein neues Leben, ein neuen Tag begehen können- und jetzt stellen wir fest, auch die Naturwesen beschenken uns jeden Tag auf die eine oder andere Weise und vor allem in ihrer immer noch sehr treuen Freundschaft!

Ich finde, es ist an der Zeit, etwas zurück zu geben. Nicht, weil wir uns schlecht fühlen sollen und uns schämen sollen für die Menschheit oder weil wir etwas „schuldig“ sind – das ist nicht die Betrachtungsweise der Naturwesen. Sie wollen nicht, dass wir etwas tun, um unser Gewissen zu erleichtern (denn dann wäre die Energie in dem Geschenk niedrig – ein nicht freiwillig gegebenes Geschenk ist nämlich keins!) sondern weil uns spontan danach ist, weil uns das Schenken Freude bereitet. Sie verlangen nichts von uns so wie Arbeiter, die ungeduldig auf ihren Lohn warten. Wenn Sie das hier nun lesen und plötzlich in sich die Freude und den Drang spüren, etwas zurück zu geben, dann könnten Sie das durchaus tun. Es gibt keine Einschränkungen – man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen! Im Übrigen ist es sehr einfach, die Naturwesen zu beschenken. Da sie nichts erwarten und selbst im kleinsten den größten Wert sehen, sind winzigste Gesten schon eine schöne Sache.”

Lesen Sie den ungekürzten Aufsatz unter “Texte / Jänner 2014 – 1“.

Der zweite Text schließt thematisch an den ersten direkt an und gibt Anregung zu einem ganz einfachen Ritual, um die Naturwesen zu beschenken. Obwohl von der Autorin ursprünglich eigentlich für Weihnachten konzipiert, trägt er den zum gegenwärtigen Anlass geradezu programmatischen Titel “Mache dich auf und werde Licht”. Da er aus redaktionellen Gründen zur Dezemberausgabe nicht mehr terminisiert werden konnte (und nebenbei nun eine perfekte Ergänzung zum ersten Text darstellt) , dürfen wir ihn in Abstimmung mit der Autorin nun anlässlich Maria Lichtmess veröffentlichen. Sie finden den Aufsatz unter “Texte / Jänner 2014 – 2″

Lassen Sie sich inspirieren!

20. Jänner 2014

Der Elfenfreund

 

Elementarwesen und Erdseele

Vor ziemlich genau 11 Jahrzehnten schrieb Rudolf Steiner in seinem Werk “Theosophie”:

“Diejenigen, welche geistiges Anschauungsvermögen haben, nehmen aber solche Wesen wahr und können sie beschreiben. Zu den niedrigeren Arten solcher Wesen gehört alles, was die Wahrnehmer der geistigen Welt als Salamander, Sylphen, Undinen, Gnomen beschreiben. Es sollte nicht gesagt zu werden brauchen, dass solche Beschreibungen nicht als Abbilder der ihnen zugrunde liegenden Wirklichkeit gelten können. Wären sie dieses, so wäre die durch sie gemeinte Welt keine geistige, sondern eine grob-sinnliche. Sie sind Veranschaulichungen einer geistigen Wirklichkeit, die sich eben nur auf diese Art, durch Gleichnisse, darstellen lässt. Wenn derjenige, der nur das sinnliche Anschauen gelten lassen will, solche Wesenheiten als Ausgeburten einer wüsten Phantasie und des Aberglaubens ansieht, so ist das durchaus begreiflich. Für sinnliche Augen können sie natürlich nie sichtbar werden, weil sie keinen sinnlichen Leib haben. Der Aberglaube liegt nicht darin, dass man solche Wesen als wirklich ansieht, sondern dass man glaubt, sie erscheinen auf sinnliche Art. Wesen solcher Form wirken am Weltenbau mit, und man trifft mit ihnen zusammen, sobald man die höheren, den leiblichen Sinnen verschlossenen Weltgebiete betritt. Abergläubisch sind nicht diejenigen, welche in solchen Beschreibungen die Bilder geistiger Wirklichkeiten sehen, sondern diejenigen, welche an das sinnliche Dasein der Bilder glauben, aber auch diejenigen, welche den Geist ablehnen, weil sie das sinnliche Bild ablehnen zu müssen vermeinen.”

(Aus: Rudolf Steiner, Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung. 1904. Kapitel: Die drei Welten – die physische Welt und ihre Verbindung mit Seelen- und Geisterland.)

Heute also unter anderem – Rudolf Steiner.

Ich Elfenfreund bin bekanntlich diplomierter Waldorflehrer und habe anderthalb Jahrzehnte an einer Rudolf-Steiner-Schule unterrichtet. Im Rahmen meiner Ausbildung sowie auch meiner Unterrichtstätigkeit gab es zahlreiche Gelegenheiten und Notwendigkeiten, mich mit seinen Schriften und Vortragsmitschriften auseinanderzusetzen, die ja in unüberschaubarer Fülle vorliegen – manche davon erschließen sich dem interessierten Leser relativ leicht, andere sind selbst meiner Meinung nach ausgesprochen schwer zu lesen, und ich gestehe offen, dass ich vieles davon beim besten Willen nicht verstehe.

Wie auch immer man zu den Gedanken und Ausführungen Rudolf Steiners, dieses hervorragenden Denkers und Vordenkers stehen mag, eines sei im Rahmen dieses Weblogs unbedingt außer Streit gestellt: Die großen Verdienste Rudolf Steiners um die Verbreitung und Bekanntmachung der Existenz von Natur- und Elementarwesen.

Speziell die Waldorfschulen griffen die diesbezüglich von Rudolf Steiner ausgehenden Impulse auf und integrierten sie in ihre spezielle kindzentrierte Methodik, woraus eine doch relativ gute Breitenwirkung resultierte, indem Kinder (Waldorfschüler) durch bildhafte Vermittlung oder durch Geschichten eine gemütsmäßige Beziehung dazu aufbauen konnten, die in vielen Fällen auch für ihr späteres Erwachsenenleben eine tragfähige Grundlage bildete. Und nicht nur das: Auch Elterngenerationen kamen durch das Erleben ihrer Kinder in Kontakt mit derartigen Gedanken, die in nicht wenigen Fällen in ihnen keimten und Wurzeln schlugen.

Eine von mir Elfenfreund hochgeschätzte Vertreterin dieser Richtung ist die auf diesem Weblog bereits oft erwähnte anthroposophische Heilpädagogin Ursula Burkhard. Die blind geborene Autorin und Pädagogin verfügt seit ihrer Kindheit über das innere Schauen und sinniert in ihrem bekannten Büchlein “Karlik” über eine von ihr aus Wachs plastizierte Gnomenfigur:

“Die Figur, die wie ein Bild oder eine Gebärde auf das Wesen „Gnom“ hindeutet und so Ausdruck meiner Begegnung mit ihm ist, vermittelt dem unvoreingenommenen Betrachter eine Stimmung, ein neues Gefühl. Ich könnte von dem Gnom erzählen, anstatt ihn zu plastizieren. Aber auch dann wäre eine naturalistische Schilderung nicht möglich, ich müsste in Gleichnissen sprechen. Unsere Sprache eignet sich besser für die Beschreibung der äußeren, sichtbaren Welt. Schon seelische Erlebnisse, die einer inneren, unsichtbaren Welt angehören, lassen sich oft nur bildhaft mitteilen. (…)

In Wirklichkeit ist er weder groß noch klein, er ist überhaupt nicht messbar. In Wirklichkeit ist er nicht sichtbar für Augen, nicht greifbar für Hände. Darum ist es ihm auch nicht möglich, mich wie eine Fliege leicht zu kitzeln, obwohl er Menschen gern neckt. Meine Haut kann nicht spüren und nicht gekitzelt werden von etwas, das stofflich gar nicht existiert. In Wirklichkeit kann er nicht so verfestigt auf dem Tisch stehen; er nimmt überhaupt keinen Platz ein und ist an keinen Ort gebunden. Ich vermag niemals, ihn so darzustellen, wie er in Wirklichkeit ist.”

(Aus: Ursula Burkhard. Karlik. Begegnung mit einem Elementarwesen. Werkgemeinschaft Kunst und Heilpädagogik, Weißenseifen 1991, S. 5 ff; mit freundlicher Genehmigung des Verlages; Sie können die ganze Stelle nachlesen unter “Ursula Burkhard zitiert – Dezember 2013.”)

Eine einfache und für mich überaus stimmige Definition von “Kunst” besagt ja, dass bei einem Kunstwerk die äußere Form mit dem Inhalt übereinstimmen muss. In unserem Fall wäre der Inhalt das “Wesen”!

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: eine Filzpuppe!

NaturwesenAuswahl 006

Diese entzückende “Nachempfindung” aus Wollfilz eines – vermutlich – Wasserwesens stammt aus der “Wichtelwerkstatt” von Barbara Ufer, einer feinfühligen Naturwesen-Expertin aus dem Allgäu. Allen denen, die den Film “Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden” gesehen haben, dürfte dieser Name ein Begriff sein. In dieser Ausgabe des Elfenwirkens dürfen wir die Künstlerin und (unter “Elfenbilder“) einige ihrer Werke vorstellen. Damit wird die Seite “Elfenbilder” endlich wieder weiter ausgebaut.

“Vor einigen Jahren lernte ich aus Wolle Figuren herzustellen, die an Naturwesen erinnern. Das Gestalten der Zwerge, Gnomen, Kobolde, Wasserfrauen und -mädchen u.a. … ist für mich eine Quelle der Freude und oft ist mein Haus, in dem ich lebe und werkle, von Lachen erfüllt.”

schreibt Barbara Ufer unter anderem über ihre Arbeit. Sie können den ganzen Beitrag von Frau Ufer nachlesen unter “Elfenbilder“. Und weiter führt sie aus:

“Die Gestaltungen sind keine Nachbildungen – wer könnte das „Feinerstoffliche“ mit grobstofflichem Material wiedergeben? Ich freue mich, wenn etwas von dem Wesen, so wie ich es erfasse, mich auf einmal anzustrahlen beginnt.”

In diesen schlichten Zeilen liegt etwas verborgen, was wahre Kunst ausmacht. Bemühen wir uns gemeinsam, darüber nachzusinnnen, um diesen Schatz zu heben!

Die Puppe an sich wird aus Wollfilz hergestellt. (Nebenbei: Ist Wolle nicht menschheitsgeschichtlich der Rohstoff aller Stoffe, mit denen wir Menschen auf Erden uns umhüllen? Sozusagen die “Ursubstanz allen Stoffes”?)

Und in diesen Prozess des schöpferischen Gestaltens  fließt nun offenbar etwas ein, das “nicht von dieser Welt” stammt, und verbindet sich gewissermaßen mit dem Stoff – der Wolle – in der groben “Stofflichkeit” zu einem Kunstwerk.

Gemäß der oben angeführten Definition hätte ein Kunstwerk also einen grobstofflichen Anteil (die äußere Gestalt) und einen feinstofflichen Anteil (das gedankliche Gebilde, das darin verkörpert ist und durch die Form zum Ausdruck kommt). Und darin liegt für mich der Wert wahrer Kunst! Ich denke mir, ein Kunstwerk muss strahlen, muss Lichtwerte verkörpern … aus diesem Grund darf sich meiner Ansicht nach auch nur das  mit Recht ”Kunst” nennen, was aufwärts führt, was also aufbauende Werte besitzt. -

Um diesen Gedanken weiter auszuführen, muss ich auf Margot Ruis verweisen.

Barbara Ufer ist nämlich eine gute Bekannte dieser Hellsichtigen, die auf diesem Weg Puppen-Geschöpfe aus der Wichtelwerkstatt kennengelernt hat. Und offensichtlich mehr darin gefunden hat als bloße “Hüllen” aus Wollfilz – davon berichtet sie in ihrer bekannt beredten Art in ihrem jüngsten Buch “Naturwesen und Erdheilung” S. 247 – 250). Demnach hat Margot Ruis die Nachbildung eines “Wassermädchens” aus Frau Ufers Wichtelwerkstatt – vielleicht eine ähnliche Puppe wie die oben abgebildete? – zum Geschenk erhalten. In ihrem Buch schildert nun die hellsichtig begabte Margot Ruis, wie diese Puppe sich im Kontakt mit ihr immer mehr als wesenhaft belebte Person herausgeschält hätte, sich beim inneren Dialog auch mit einem Namen vorgestellt und eine Art “keltischen Charakter” an den Tag gelegt hätte:

“Später fragte ich meine kleine Wasserfee nach ihrem Namen. “Lis(s)a”, kam zu meiner Überraschung sofort als Antwort; mit kurzem i und einem oder zwei s, oder irgendwo dazwischen. Mir scheint, bei Barbara stehen die Wesen Schlange, damit sie eine sichtbare Gestalt bekommen!, dachte ich.”

(Aus: Margot Ruis, Naturwesen und Erdheilung. Leben mit der Anderswelt. Gralsverlag, 2011. S. 246)

Nun, ich Elfenfreund bin nicht derart hellsichtig begabt und kann diese Darstellung nicht weiter kommentieren, auch nicht erklären.

In geistigen Belangen Wissende haben verschiedentlich darauf hingewiesen, dass auch die Bewusstseins- bzw. Empfindungstätigkeit eines geistig regen Menschen wesenhaft – persönliche Gebilde hervorzubringen fähig ist, die dann, nachdem sie gezeugt wurden, je nach ihrer Beschaffenheit weiterhin ein selbständiges, “seelenartiges”, jenseitiges Dasein führen. Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) bezeichnet solche Erzeugnisse des menschlichen Empfindungswollens als “Seelenschatten”.

Über solche schreibt er:

“Diese Gebilde des menschlichen Empfindungswollens haben in sich Kraft, weil sie aus geistigem Wollen in der Verbindung mit der »neutralen Hauptkraft« erstehen und, was das Wichtigste ist, weil sie dadurch bei ihrer Bildung von dem Wesenhaften mit in sich aufnehmen, das ist die Beschaffenheit, aus der die Gnomen usw. sich entwickeln.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag “Im Reiche der Dämonen und Phantome”)

Von derartigen Gedankenformen war ja unter anderem bereits in der ersten Ausgabe des “Elfenwirkens” die Rede, und dort können Sie auch das Zitat im Zusammenhang nachlesen. -

Ist es nicht wunderbar, wie die vermeintlich “tote” materielle Welt um uns herum sich belebt, sobald wir ihr nur ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken beginnen? Bisher war der Mensch ja vorwiegend am Materiellen interessiert, das er sich aus der Natur zu nehmen trachtete. Wenn wir nun endlich der Natur und der Stofflichkeit auch eine Seele zubilligen, so bin ich überzeugt, gibt es noch Wunder über Wunder zu entdecken, und des Lernens wird kein Ende sein…

Nun aber zurück zu Rudolf Steiner.

“So wie Sie einen physischen Leib haben, der zu einer Seele gehört, so gehört jeder planetarische Körper zu einem Seelischen und einem Geistigen, und sehr verschieden sind die geistigen Glieder der einzelnen Weltkörper. Wenn man unsere Erde hellseherisch von außen betrachten könnte, so würde man nicht nur Felsen und so weiter aus materiellem Stoff wahrnehmen und dazwischen tierische und menschliche Gestalten einherwandern sehen, sondern man würde vor allen Dingen Gruppenseelen der Pflanzen, der Tiere und so weiter sehen. Das ist schon eine geistige Bevölkerung unserer Erde. Der Hellseher würde ferner die einzelnen Individualseelen der Menschen, die Volksseele und so weiter sehen. Sie müssen sich überhaupt den Geist eines Himmelskörpers nicht etwa nur so einfach vorstellen, daß Sie sich im Raume eine Kugel denken, die einen Geist und eine Seele hat, sondern daß eine ganze geistige Bevölkerung, die ein Ganzes ausmacht, diesen Himmelskörper bewohnt. Und alle diese einzelnen Geister, Gruppenseelen und so weiter, stehen wiederum unter einem Anführer, wie wir es nennen können, und alles dies zusammen entspricht dem gesamten Geist unserer Erde, demjenigen, was wir den Erdgeist nennen.”

(Rudolf Steiner, aus dem Vortrag: Über einige übersinnliche Tatsachen und Wesenheiten, Stuttgart, 1908; zitiert nach GA 098, S. 190)

Der Begriff “Erdgeist” wird manchem/r Leser/in bekannt sein, denn er stammt aus Goethes “Faust”. Sie können die bekannte und sehr dramatische Stelle nachlesen unter “Natur(-Wesen)-Lyrik – Dezember 2013“.

Sie erinnern sich: Faust im Studierzimmer versucht mit Hilfe eines Zauberbuches von Nostradamus den Erdgeist zu beschwören, um dadurch zu erkennen, “was die Welt / Im Innersten zusammenhält…”, doch er scheitert an der Größe der Erscheinung und muss erkennen, dass er unwürdig und nicht imstande ist, die Gegenwart dieses erhabenen Wesens zu ertragen.

Als einen ähnlichen Versuch der Annäherung an den “Erdgeist” oder besser gesagt, an die “Erdseele”, wie er es nennt, könnte man das Lebenswerk des vielseitigen slowenischen Künstlers Marko Pogacnik bezeichnen.

Marko Pogacnik hatte bereits 1994 ein Buch mit dem Titel “Elementarwesen. Die Gefühlsebene der Erde” (Droemer Knaur) veröffentlicht, in dem er von seinen Einblicken und Erfahrungen als Geomant und Land-Art-Künstler mit den elementaren Bereichen der Erde berichtete. Dieses Buch wurde von ihm später vollständig überarbeitet, neu gestaltet und wesentlich erweitert und erschien 2007 im AT Verlag unter dem Titel “Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele.”

Für Marko Pogacnik ist die gesamte Welt der Elementarwesen, die er, angelehnt an die Darstellung Rudolf Steiners, in drei bzw. vier Entfaltungsebenen wahrnimmt, Ausdruck der Seele unseres Heimatplaneten, die er mit dem Namen bezeichnet, den schon die alten Griechen ihr gegeben hatten: Gäa. Wir dürfen den betreffenden Ausschnitt aus seinem Buch heute unseren Lesern vorstellen; Sie finden den Text unter “Marko Pogacnik zitiert – Dezember 2013 – 1“.

Was mich Elfenfreund an der Sichtweise Marko Pogacniks besonders anspricht und fasziniert, ist die Weite seines Begriffes von “Elementarwesen”. Ich Elfenfreund würde seine Darstellungen so interpretieren, dass ohne Elementarwesen im Bereich des Irdischen überhaupt keine Bewegung möglich wäre:

“Die erste Botschaft war, dass wir Menschen fälschlicherweise der Meinung seien, die materielle Welt, in der wir leben und lernen, sei eine selbstverständliche Gegebenheit, die unbegrenzt genutzt und nach unseren egozentrischen Wünschen beliebig verändert werden könne. Um solche Veränderungen zu bewirken, müsse eine riesige Schar unterschiedlichster Elementarwesenheiten tätig werden und jeden Bruchteil einer Sekunde dafür sorgen, dass unsere Welt ihre dynamischen Formen gemäß den kosmischen Urbildern erhält.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. 2. Auflage, AT Verlag 2009, S. 75 – mit freundlicher Genehmigung des Autors.) Diese Stelle im Zusammenhang finden Sie unter “Marko Pogacnik zitiert – Dezember 2013 – 3“.

So sorgen etwa bestimmte Arten von Luftwesen dafür, dass Körper (Flugzeuge) sich durch den Raum bewegen können, während die Tätigkeit wieder anderer Wesen notwendig ist, damit z.B. ein Künstler Musik hervorzubringen imstande ist. Lesen Sie selbst, was Marko Pogacnik über den “Mitspieler” schreibt, den er bei einem ausübenden Musiker beobachtet haben will:

“Aufgabe des am Fuß des Musikers sitzenden Heinzelmännchens war es, das Knäuel der aus dem Musikinstrument quellenden Schwingungen mit den über den Lichtfaden herangeführten geistigen Urmustern  der betreffenden Musik zu verbinden. Dadurch wird eine Brücke gebaut, die ein mehrdimensionales Musikerleben ermöglicht.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. AT Verlag, 2007, S. 70) Sie können das kurze Zitat übrigens auch im Zusammenhang nachlesen: Die ganze geschilderte Episode aus dem Buch Marko Pogacniks finden Sie unter “Marko Pogacnik zitiert -Dezember 2013 – 2“.

Nun aber zurück zum eingangs gebrachten Steiner – Zitat aus “Theosophie”.

 ”Es sollte nicht gesagt zu werden brauchen, dass solche Beschreibungen nicht als Abbilder der ihnen zugrunde liegenden Wirklichkeit gelten können. Wären sie dieses, so wäre die durch sie gemeinte Welt keine geistige, sondern eine grob-sinnliche. Sie sind Veranschaulichungen einer geistigen Wirklichkeit, die sich eben nur auf diese Art, durch Gleichnisse, darstellen lässt.”

schreibt Rudolf Steiner. Marko Pogacnik hat Wahrnehmungen einer “geistigen” (elementaren) Wirklichkeit und als professionellem bildendem Künstler sollte es ihm ein leichtes sein, derartige Wahrnehmungen in irdischer Form möglichst realistisch nachzubilden.

In der Nachfolge Rudolf Steiners lehnt dies jedoch Marko Pogacnik konsequent ab und beschreitet einen eigenen, unleugbar originellen Weg. Nicht die bildhafte Darstellung an sich lehnt er ab – in seinem “Elementarwesen”-Buch findet sich eine erkleckliche Anzahl davon. Doch hat der Künstler darin einen sehr kreativen und interessanten Weg gefunden, die “innere Wirklichkeit” der Wesen darzustellen und doch gleichzeitig die äußere Form aufzulösen, um daran zu erinnern, dass jede Darstellung nur ein “Gleichnis” sein kann. Wir dürfen ein paar dieser Bilder veröffentlichen – sehen Sie sich unter “Elfenbilder” an, wie kreativ  der Künstler Pogacnik mit dem Dilemma umgeht, welches (wie Steiner so schön formuliert) “nicht gesagt zu werden brauchen sollte”…

Nichts für ungut, Rudolf Steiner! Auch wenn ich Elfenfreund, wie schon gesagt, so vieles davon nicht verstehe, was er geschrieben und gesagt hat, auch wenn ich als Waldorflehrer so oft den Kopf geschüttelt habe über manches, was in der Steiner-Gesamtausgabe als Schatz gehütet wird … der vielleicht erst in Jahren und Jahrzehnten einmal gehoben und richtig verstanden werden kann – wer weiß? Ich jedenfalls werde weiterhin, wie bisher, das Andenken an diesen hervorragenden Großen in andächtigem Staunen hochhalten … und mir aus seiner wahrhaft gigantischen Hinterlassenschaft nur das für mich herausnehmen, was ich zumindest einigermaßen verstehen und für richtig halten kann!

In dieser Ausgabe des Elfenwirkens machte Rudolf Steiner den Anfang, und es soll ihm die Ehre des Schlusswortes zukommen – zum Thema Erdgeist:

“Es müssen besonders günstige Umstände eintreten, damit eine menschliche Einzelseele ohne Initiation, ohne bewußtes Arbeiten an sich selbst, in Zusammenhang mit höheren Welten kommt. Besonders günstige Umstände liegen vor in der Zeit, wenn gewissermaßen der Erdgeist besonders aufwacht: in der Zeit vom 25. Dezember bis 6. Januar. Wenn im Sommer die Sonne am höchsten steht, wenn die physische Wärme der Erde am meisten zustrahlt, dann sind die Bedingungen für die Initiation am schlechtesten, weil da der Geist der Erde schläft. Der Geist der Erde ist am wachsten in der Winterfinsternis, bei der Wintersonnenwende.”

(Aus: Rudolf Steiner, aus dem Vortrag: Der Durchgang des Menschen durch die Todespforte – Eine Lebenswandlung. Hannover 1915. GA 159, S. 51)

In diesem Sinne wünschen wir allen “Elfenwirken” – Leserinnen und Lesern viel Kraft und Segen für die Zeit der bevorstehenden Wintersonnenwende und der hohen Feiertage!

15. Dezember 2013

Der Elfenfreund

 

 

 

Freude, Freude, Freude!

Liebe Leserin, lieber Leser,

Erinnern Sie sich noch?

Mit genau diesem “Gemüsebild” in der Kopfzeile erblickte am 7. 10. 2012 zu Erntedank die erste Ausgabe des “Elfenwirkens” das Licht der Welt.

erntedank.jpg

Mit dieser Oktober-Ausgabe 2013 feiert somit unser Naturwesen-Weblog seinen 1. Geburtstag!

Nun, jede Mutter findet, dass ihr eigenes Kind das schönste und beste ist – aber, liebe Leserin, lieber Leser, urteilen Sie selbst:  ist unser Pflänzchen nicht prächtig gediehen? Und da die Kinderkrankheiten nunmehr (hoffentlich!) hinter uns liegen, soll es erst richtig losgehen…!

Was braucht es, damit in der Natur etwas aufgehen und sich entfalten kann? – Keimfähigen Samen, fruchtbaren Boden, günstiges Klima … und “Lebenskraft”, die den Pflanzen durch die Elementarwesen, die in der Natur tätig sind, oder auch Naturwesen genannt, vermittelt wird:

“In der Morgendämmerung geht es geschäftig zu, da zu dieser Zeit der Erde ein besonderer Segen zuteil wird – man verspürt förmlich die erwachende Energie. Die Elfen empfangen diese Energie und leiten sie weiter. In der Dämmerung beenden sie ihr Spiel, um erneut ihre Arbeit aufzunehmen. Sie haben von der Sonne die Vorstellung eines riesigen, lebensspendenden Lichtballes, der die Quelle allen Lebens ist, da sie ihre Energie vor allem durch die Sonnenstrahlen beziehen. Sie scheinen die Sonnenstrahlen in sich einzusaugen: dieser Vorgang ist noch am ehesten mit der Nahrungsaufnahme zu vergleichen. Abgesehen  von der Energie, die sie zur Erhaltung ihres eigenen Körpers benötigen, leiten sie die Sonnenenergie den Pflanzen zu.”

(Aus: Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. Aquamarin Verlag, 3. Auflage 1995, S. 78)

So weit ich Elfenfreund im Studium der einschlägigen Literatur bisher bewandert bin, hat niemand Leben und Betätigungsfeld einer typischen Gartenelfe so einfach, so anschaulich und so herzerfrischend beschrieben wie das hellseherische Ausnahmetalent Dora van Gelder-Kunz!

Lesen Sie unter “Literaturempfehlung 1 – Oktober 2013″ zwei weitere kurze Auszüge aus dem selben Buch und tauchen Sie ein in ein Reich, das unserem Menschenreich zwar unmittelbar benachbart, aber – muss man sagen: im Gegensatz zu diesem? – erfüllt ist von Lichtstreben und freudigem Schaffen! Da sollten wir Menschen uns doch ein Vorbild nehmen an den Wesen der Natur und an ihrer Art zu sein und zu wirken…

Mehr zum Thema “Elfen” finden sie u.a. auch im Artikel “Von Elfen und Riesen” vom September 2013.

Alles in der Natur ist auf Liebe und auf auf Freude hin angelegt.

Missmut und Groll, Gleichgültigkeit und Gemütskälte sind Energien, die aus dem Inneren der Menschen stammen!

Auch wenn nun seit Beginn der Neuzeit viel Aberglauben und sogar Angst im Zusammenhang mit den Naturwesen verbreitet und geschürt worden ist, auch wenn der aufkommende Materialismus sie negierte und zuletzt ins Reich der Märchen, Sagen und Legenden schob, so kann man doch davon ausgehen, dass vor gar nicht allzulanger Zeit (relativ gesprochen: denn was sind schon ein paar Menschenalter im Vergleich zum Alter der Menschheit insgesamt?) ein Wissen von ihnen und ihrer Tätigkeit Allgemeingut gewesen ist. Dafür gibt es viele Zeugnisse aus der Archäologie, dafür spricht die ungebrochene Strahlkraft der Märchen und nicht zuletzt bezeugt (und erklärt!) das auch die Beliebtheit, derer sich Fantasy-Geschichten heute und immer noch zunehmend erfreuen.

Die Natur ist die grobstoffliche Umgebung, die dem Menschen auf der Erde zur Wohnung überlassen ist. Die Naturwesen bewohnen, pflegen und betreuen eben diese selbe Natur auf einer etwas feineren Ebene, sozusagen nur durch einen hauchdünnen Schleier getrennt von unserer Wahrnehmung. Die Menschen früher lebten viel stärker in und mit der Natur als wir Heutigen, waren auch stärker und unmittelbarer von ihr abhängig – es leuchtet wirklich mehr als ein, dass eine Kenntnis vom Wirken der Wesen “hinter” der sichtbaren Natur für sie eine Notwendigkeit dargestellt haben muss.

Vor dem Hintergrund der Lehre von der Wiederverkörperung liegt aber folgender Gedanke auf der Hand: Die Menschen, die heute auf der Erde leben, und diejenigen, die damals auf vielfältige Weise von Naturwesen wussten und sie verehrten, sind im Kern dieselben, auch wenn die Entwicklung seither fortgeschritten ist und die äußerlichen Formen sich verändert haben! Darum glaube ich Elfenfreund fest daran, dass die Existenz der Naturwesen auch heute und in Zukunft vielen Menschen zu vermitteln sein wird und sein muss: weil das Wissen davon in den Seelen bereits vorhanden ist, auch wenn es dort (vorerst noch) verschüttet ruht.

Viel weniger bekannt hingegen dürfte die Tatsache sein, dass es sich bei diesen Wesen in und “hinter” der sichtbaren Natur nicht um ein isoliertes Phänomen handelt, sondern dass in gleicher Weise überall in der Stofflichkeit Elementarwesen das Entstehen und Vergehen aller Formen lenken und bewirken. Nota bene: Nicht nur in der uns sichtbaren Natur, sondern auch auf den Gebieten, für die wir kein Sensorium besitzen … wie z.B. auf den Feldern des Entstehens und Reifens alles dessen, was wir Menschen durch unser Denken, Fühlen, Wollen, Reden und Tun in die Welt setzen!

Lesen Sie dazu das folgenden Zitat aus dem Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875-1941):

“Wenn der Mensch empfindet, so werden die dabei entstehenden Fäden, welche wie kleine, der Erde entsprießende Saat erscheinen, von den kleinen Wesenhaften aufgenommen und gepflegt. Dabei hat, wie in der schweren Grobstofflichkeit, das Unkraut genau dieselbe sorgfältige Pflege wie die Edelsprossen.
(…)
Es sind allein drei Arten solcher Wesenhaften, die dabei beschäftigt sind. Die eine Art webt alle Fäden Eueres Empfindens, die zweite Art die Fäden Eures Denkens und die dritte Art die Fäden Eurer Handlungen.
Es ist dies nicht etwa nur ein Gewebe, sondern drei; aber sie sind verbunden miteinander und auch wiederum verbunden mit noch vielen anderen Geweben. Ein ganzes Heer ist dabei an der Arbeit. Und diese Fäden haben Farben, je nach ihrer Art.
(…)
Stellt Euch vor, daß Ihr dauernd umgeben seid von diesen Wesenhaften, die Euch beobachten, jeden Faden sofort aufnehmen und dahin leiten, wohin er gehört. Doch nicht nur das, sondern sie verankern ihn und pflegen ihn bis zum Aufgehen der Saat, ja bis zur Blüte und zur Frucht, genau, wie in der schweren Grobstofflichkeit hier von Wesenhaften alle Pflanzensamen aufgezogen werden, bis Ihr dann die Früchte davon haben könnt.

Es ist dasselbe Grundgesetz, dasselbe Wirken, nur von anderen Arten der Wesenhaften ausgeführt, die, wie wir irdisch sagen würden, Spezialisten darin sind. Und so durchzieht das gleiche Weben, das gleiche Wirken, Saat, Aufgehen, Wachsen, Blühen und Früchte bringend, unter der Aufsicht und Pflege der Wesenhaften für alles die ganze Schöpfung, gleichviel, was und welcher Art es ist. Für jede Art ist auch das wesenhafte Wirken da, und ohne das wesenhafte Wirken würde es wiederum keine Arten geben.

So erstand aus dem Wirken der Wesenhaften heraus unter dem Antriebe des niedrigen Wollens der Menschen in der Verankerung der daraus entstandenen Fäden auch die sogenannte Hölle. Die Fäden des schlechten Wollens kamen dort zur Verankerung, zum Wachsen, Blühen, und trugen zuletzt auch entsprechende Früchte, die die Menschen entgegennehmen mußten, welche die Saat zeugten.

Deshalb herrscht in diesen Niederungen verzehrende Wollust mit ihren entsprechenden Stätten, Mordlust, Streit und alle Auswüchse menschlicher Leidenschaften. Alles aber entspringt durch dasselbe Gesetz, in dessen Erfüllung die kleinen Wesenhaften auch das märchenhaft Schöne der lichteren Reiche formen!”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Aus dem Vortrag: Die kleinen Wesenhaften)

Halten wir an dieser Stelle kurz inne, um das eben Gelesene noch ein wenig zu überdenken: Dass jeder Ernte eine Saat vorausgehen muss, weiß jeder Mensch. Naturwesenfreunde kennen auch die Kräfte, die in der Periode zwischen Saat und Ernte tätig werden müssen, sowie die Art, in der diese wirken. Doch ist unsere Position dabei meistens die eines Betrachters, eines Konsumenten. Wir fühlen uns von den Wesen beglückt und beschenkt … wir danken unseren Helfern, um nicht die Bezeichnung “Diener” zu gebrauchen …doch wir betrachten sie “von oben”, gehören sozusagen nicht dazu.

Stimmt nicht, sagt Abd-ru-shin: Wir sind mitten hineingestellt in dieses Wirken, in dem sich wahrhaft weltenumspannende Gegebenheiten streng gesetzmäßig vollziehen. Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat gleicht einem ausgesäten Samenkorn und entwickelt sich unter der liebevollen und fürsorglichen Pflege von Elementarwesen, die auf diesen feinstofflichen Gebieten in gleicher Weise tätig sind wie die Naturwesen in der Natur. Ob es nun süße Früchte sein werden oder bittere, die als Schicksal für uns reifen, ob liebliche Gärten sich entfalten oder Dornenranken überhand nehmen – es liegt allein an der Art des ausgesäten Samens und der Pflege, die wir den “Gärten unseres Schicksals” angedeihen lassen.

Das obige Zitat ist dem Vortrag “Die kleinen Wesenhaften” entnommen, und wenn Sie möchten, können Sie den ganzen Vortrag unter “Gralsbotschaft – Oktober 2013″ nachlesen. Allerdings stammt dieser Vortrag aus Band III der “Gralsbotschaft”, wie der Untertitel des Werkes lautet, und es ist möglich, dass verschiedene Begrifflichkeiten, die darin verwendet werden, dem unvorbereiteten Leser Schwierigkeiten bereiten werden. Abd-ru-shin selbst hat die Empfehlung ausgesprochen, die Vorträge seines Werks nicht wahllos herauszugreifen, sondern sie in ihrer Reihenfolge zu studieren.

Übrigens können Sie zum Thema “Macht der Gedanken” auch unseren ersten Artikel auf diesem Blog vom 7. 10. 2012 (Titel: “Ernte(ge)danken 2012″) nachlesen!

Kommen wir nun auf uns leichter zugängliche Ebenen zurück. Also vor genau zwei Wochen erlebte das “Elfenwirken” das Jubiläum seines einjährigen Bestehens.

Doch damit nicht genug: Vor genau einer Woche erblickte ein weiteres geistiges Kind das Licht der Welt, oder besser gesagt, die Welt erblickte das Licht seiner Projektion. Am 13. 10. 2013 war im brechend vollen Seminarraum des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin, der ehemaligen Spitalskapelle des Alten AKH in Wien, die Präsentation des Films mit Margot Ruis und Gerhard Kogoj: Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden von Christian Wagner und Ulrike Spitzer, den ich Elfenfreund initiiert und an dem ich auch selbst mitgearbeitet habe.

Filmpräsentation 13. 10. klein

Es handelte sich bei der Präsentation um eine Benefizveranstaltung zugunsten von Hilfsprojekten des von Margot Ruis und Gerhard Kogoj gegründeten Vereins DanaMudra, dem auch der gesamte Verkaufserlös aus den DVDs zufließen wird. Gezeigt wurde zwar nicht der gesamte Film, aber doch wesentliche Teile daraus, verbunden mit einem kurzen Rückblick auf den Verlauf der Dreharbeiten.

Bei der Präsentation anwesend waren außer den Filmemachern Margot Ruis und Gerhard Kogoj, sowie weitere Akteure, die im Film zu Wort kommen. Eine OM-Gesangsvorführung des Obertonsängers und Musikers Siegfried Eberlein, der die Arbeiten am Film mit unterstützt hat, rundete das Programm ab. Wir gratulieren den Machern des Films und allen daran Beteiligten zum erfolgreichen Abschluss dieses großen Projekts, das ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeit zu Gunsten der Hilfsprojekte des Vereins DanaMudra vollendet wurde!

Übrigens wurden von Margot Ruis anlässlich der Filmpräsentation noch zwei weitere Jubiläen verlautbart: 2013 feiert der Verein DanaMudra sein 10-jähriges Bestehen, und das (bisher vergriffene) erste Buch von Margot Ruis mit dem Titel “Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” ist (wie vom Verleger Werner Huemer bereits im  Artikel vom März 2013 mit dem Titel “Neuigkeiten” auf diesem Blog angekündigt) nunmehr in 6. Auflage wieder erhältlich.

Was gibt es noch zu entdecken in dieser Ausgabe des “Elfenwirkens”:

“(…) Solche Plätze kann man nur in besonders entlegenen Landschaften finden, zum Beispiel mitten in Moorlandschaften, in Gebirgen, oder in der Wüste. Sie möchten in Ruhe gelassen werden.

Eine „Kinderstube der Elementargeister“, wie man das Phänomen nennen könnte, ist ein erstaunlicher Ort. Man meint dort, Geräusche von Gelächter und Tanz zu hören, aber gleichzeitig herrscht in der Gegend eine unbeschreibliche Stille.”

So charakterisiert der bekannte slowenische Geomant, Land-Art-Künstler und Elementarwesen-Autor Marko Pogacnik Orte, an denen sich nach seinem Empfinden “Kinderstuben” von Elementarwesen befinden. Das Zitat ist entnommen seinem Buch “Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele” (AT-Verlag 2007). In einem etwas größeren Zusammenhang können Sie die Stelle unter “Literaturempfehlung 2 – Oktober 2013″ nachlesen. Zur Erinnerung: Im “Zitat des Monats September 2013” war ebenfalls die Rede von “Elfenkindern”, und die Übereinstimmung der Darstellung finde ich bemerkenswert – wenngleich zu beachten ist, dass Abd-ru-shin vom “Erwachen zum Bewusstsein” spricht, was ich als linearen Prozess interpretiert hätte, während Marko Pogacnik das von ihm beschriebenen Phänomen als “letzten Abschnitt der Regenerationsphase” eines zyklischen Prozesses charakterisiert.

Und dann haben wir für diesmal noch zwei Riesen anzubieten, entdeckt und gesichtet ebenfalls in dem erwähnten “Elementarwesen” – Buch des feinfühligen slowenischen Künstlers. Dem zufolge wären “Riesen ein Relikt des ältesten Evolutionszyklus der Erde, als sich die Zivilisation des Feuerelements auf unserem Planeten ausbreitete” – eine Aussage, die ich Elfenfreund nicht kommentieren kann, aber meinen Lesern auch nicht vorenthalten will. Auch dieses Zitat kann (unter “Literaturempfehlung 3 – Oktober 2013“) als “Nachtrag” zu unserem Artikel vom September 2013 “Von Elfen und Riesen”und noch im Zusammenhang mit diesem gelesen werden.

Wir wünschen viel Freude, Freude, Freude beim Gustieren!

20. Oktober 2013                                                                                    Der Elfenfreund

 

Von Elfen und Riesen

Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie sich auch schon einmal aus tiefster Seele darüber gewundert oder ganz einfach gestaunt, dass die Natur so schön ist?

Schmetterling Dolde klein

Auf meinen Reisen und Wanderungen während der Sommermonate konnte ich mich wieder einmal davon überzeugen: Wo immer die Natur sich ungestört entfalten kann, da kommen Schönheit und Harmonie zum Blühen. Wo aber menschliche Interessen, z.B.  im Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen Nutzung einer Landschaft oder eines Tales mit zum Tragen kommen, z.B. in Form von Düngung oder Weideviehhaltung, oder sei es eine forstwirtschaftliche Nutzung mit Kahlschlags- und Wiederaufforstungsflächen, dann mischt sich doch sehr häufig nach meinem Empfinden etwas Unschönes mit in die naturgegebene Pracht, ein leiser Missklang, eine Disharmonie … auch wenn auf den ersten Blick oft gar nicht leicht erkennbar ist, woher eigentlich die Störung kommt.

Doch auch dann, und sogar unter ungünstigsten Bedingungen, etwa mitten im Verkehrslärm der Großstädte, im Gestank der Auspuffabgase, im Schatten der Wohnhaustürme, lässt die Natur unverdrossen immer wieder neues Leben sprießen, wo immer es nur möglich ist, und bringt mit Blumen Schönheit und bunte Farben selbst in das scheinbar trostloseste Grau.

Warum ist die Natur so schön?

Nachmittag causse klein

Um die tiefe Tragweite dieser einfachen Frage noch besser zu ermessen, betrachten wir uns als Gegensatz zur Natur die Werke der Menschen: Vergleichen wir doch einmal eine Stadt, eine Fabrik, ein Flugzeug oder Schiff mit einem entlegenen Hochtal, einem Baum, einem Vogel oder Fisch … denn jeder Baum ist ja in Wirklichkeit eine natürliche “Fabrik” (hier werden buchstäblich aus Luft und Licht Früchte produziert!),

Ahorn klein

jedes noch so entlegene Hochtal, ja sogar jede Wiese ist bei intaktem Bodenleben vermutlich nicht weniger dicht besiedelt von Tieren und Wesen als eine Stadt von Menschen und ein Flugzeug oder Schiff soll uns ja nur die Fähigkeiten annähernd verschaffen, die den tierischen Bewohnern des jeweiligen Elements – ohne jegliche giftige Abgase und lärmendes Geknatter – naturgegeben zu eigen ist!

Vogel klein

Wir müssen bekennen: Alles in der Natur ist viel edler, viel harmonischer, schlichter und gleichzeitig doch vollkommener als es die Werke des Menschen sind. Die Geräusche in der Natur erwecken und beruhigen gleichzeitig, was man von den Geräuschen der sogenannten Zivilisation nicht unbedingt behaupten kann, die frische Luft in Wald und Flur bildet einen geradezu sprichwörtlichen Gegensatz zu den Dünsten und Abgasen menschlicher Ansiedlungen und was Formen und Farben betrifft, können höchstens die Werke einzelner begnadeter Künstler sich mit dem prächtigen und doch unaufdringlichen Schmuck eines jeden noch so bescheidenen Blümleins messen.

blaue Blume klein

blaue Blume sehr Zentrum

Die Attribute “naturbelassen” und “natürlich” werden Produkten beigegeben, um dadurch auszudrücken, dass sie der Gesundheit besonders förderlich sein sollen, und die Beliebtheit von Fernsehsendungen zur Hauptsendezeit, in denen die Schönheit der unberührten Natur mit den Möglichkeiten der modernen Bildtechnik für ein großes Publikum aufbereitet wird, zeigt, dass hier in breiten Bevölkerungsschichten ein Wertebewusstsein vorhanden ist.

Warum erleben wir die Natur so “von Natur aus” schön und harmonisch, die Werke des Menschen aber als anstrengend, laut und disharmonisch? Und warum flüchten wir daher so gern aus den – von uns selbst gestalteten! – Gegenden hinaus in die freie Natur? Aus dem Lärm der Maschinen und dem Gestank der Abgase hinaus in die frische Luft und die sanften Geräusche etwa eines Waldes?

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Warum ist alles in der Natur so schön und so gut?

In seinem Werk “Im Lichte der Wahrheit” gibt Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) auf diese Frage eine ebenso einfache wie überraschende Antwort: Weil die Wesen der Natur “im Lichte stehen”, also in Reinheit dienend die Gebote der Natur erfüllen, während wir Menschen im Gegensatz dazu uns alle möglichen Egoismen zugezogen haben, die uns unfähig machen, unser Leben nach höheren und zukunftsträchtigen Prinzipien auszurichten.

Aus einer wirklich reinen Gesinnung wird sich immer nur Schönes und Gutes entwickeln können, während Disharmonie und alles, was das Schönheitsempfinden stört, als ein Zeichen dafür anzusehen ist, dass dabei etwas nicht “in Ordnung” sein kann.

Die Schönheit in der Natur, die uns überall, aber am sinnfälligsten vielleicht in den Blumen entgegen tritt, ist meiner Überzeugung nach überhaupt der sprechendste Beweis dafür, dass in der Natur feinstoffliche Intelligenzen, also Wesen, am Werk sein müssen … da anders der vorhandene Wohlklang, die Harmonie der Farben, der Formen und der Proportionen meiner Meinung nach überhaupt nicht zu erklären ist! Und das Wollen dieser – wenn auch für uns meist unsichtbaren – Intelligenzen muss licht und rein sein, aufbauend und wohlmeinend … davon zeugen die Werke, die sie schaffen, sonst könnten sie nicht in dieser Weise in jeder Hinsicht belebend und erfrischend wirken.

Lilie im Gegenlicht klein

Die Blumenelfen stehen daher im Mittelpunkt der oben erwähnten Textstelle, die ich der geschätzten Leserschaft diesmal nahebringen möchte. Sie finden den Text als “Zitat des Monats September 2013” auf der Seite “Gralsbotschaft“. Er ist einem größeren Zusammenhang entnommen, in dem der Autor die Entwicklung der Naturwesen aus wesenhaften Keimen dem geistigen Werden des Menschen gegenüberstellt und der den Rahmen dieses meines kleinen Artikels hier bei weitem übersteigen würde – der kurze Auszug daraus erscheint mir aber für eine einschlägig interessierte Leserschaft doch geeignet und informativ.

Die Blumenelfen werden darin als besonders zart und fein beschrieben; “sie können von dem Menschenwillen nicht beeinflusst werden, sondern weben und atmen immer in den Schwingungen des Lichts”. – Darin sehe ich einen Hinweis, dass andere Arten von Naturwesen sehr wohl zumindest zeitweise einer gewissen Beeinflussung durch den Menschen und sein Wollen ausgesetzt gewesen sein müssen oder dies vielleicht sogar noch sind.

Es wird ja beispielsweise bis heute viel darüber gerätselt, wie frühere Kulturen ihre teilweise kolossalen Megalithbauten bewerkstelligen konnten, im Zuge derer – wie z.B. im Falle der Errichtung des Steinkreises von Stonehenge – es nötig war, die gigantischen Steinblöcke mit einem Gewicht von bis zu 50 Tonnen nicht nur zu bearbeiten und aufzurichten, sondern auch teilweise über Hunderte von Kilometern vom Steinbruch bis zum Aufstellungsort zu transportieren.

Diese Leistung erscheint vor dem Hintergrund der steinzeitlichen Möglichkeiten bei näherer Betrachtung tatsächlich so unglaublich, dass einige Autoren “außerirdische” Hilfestellungen in Betracht ziehen, wie z.B. der bekannte Erich von Däniken.

Da erscheint es doch im Rahmen dieses Naturwesen-Weblogs durchaus legitim, der “Alien-Hypothese” eine andere entgegenzusetzen, nämlich dass die damaligen naturverbundenen Menschen Möglichkeiten gefunden haben, mit wesenhaften Intelligenzen, also mit Naturwesen, personifizierten Naturkräften, zu kooperieren!

Menhir rot

Also nicht Außerirdische, sage ich Elfenfreund, nicht Aliens haben die erstaunlichen Megalithbauten in Südamerika und anderswo auf der Welt aus zig Tonnen schweren Steinblöcken errichtet, und das so präzise, dass bis heute zwischen den Blöcken praktisch keine Fugen zu bemerken sind, sondern Menschen wie Sie und ich – aber im Verein mit Kräften der Natur, die uns Heutigen nur noch aus Märchen vage bekannt sind, über die aber keinerlei gesichertes Wissen mehr besteht.

- Was hindert uns daran, diese Kräfte oder Wesen “Riesen” zu nennen? -

Freilich, beweisen kann ich Elfenfreund eine solche Hypothese nicht. Ich sehe mich mit meinem leider beschränkten Verständnis nicht einmal befähigt, genau erklären zu können, wie eine solche “Naturwesen-Einwirkung” auf die materielle, grobstoffliche Welt physikalisch funktioniert haben könnte. Aber ich habe immerhin doch Texte gefunden, die eine solche Sichtweise unterstützen, und ich bin in der Lage, zumindest Ausschnitte daraus meiner geschätzten Leserschaft heute präsentieren zu dürfen!

Da wäre zunächst ein Ausschnitt aus dem “Atlantis”-Kapitel aus dem 2. Band der “Verwehte Zeit erwacht”-Trilogie. Diese Bücher enthalten Seherberichte – darum werden keine Autorennamen genannt -, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgenommen und niedergeschrieben worden sind. Sie illustrieren historische Ereignisse, die besondere Marksteine der menschlichen Geschichte darstellen – wie z.B. den Untergang des sagenhaften Atlantis-Reichs. Darin heißt es beispielsweise:

“Wir waren ganz naturverbunden und verstanden nicht nur die Sprache der Wesenhaften, sondern verkehrten mit ihnen, als seien wir gleicher Art. (…) Wir lebten in enger Verbindung mit den wesenhaften Riesen, die wir Risuner nannten. (…) Mit ihrer Hilfe wurden auch Kultstätten errichtet. Wir hätten allein nie vermocht, die riesigen Steine aufzustellen. Sie taten es besonders gern, da sie glaubten, damit Gott zu dienen.”

Natürlich wird man von einem Seherbericht keine in allen irdischen Details wissenschaftlich exakte Geschichtsschreibung erwarten dürfen; doch auch als bloßes “Stimmungsbild” vermitteln die Texte immer noch erstaunliche Informationen, die ich den Leserinnen und Lesern meines Blogs nicht vorenthalten möchte. Sie finden den ganzen Ausschnitt unter “Literaturempfehlung  1 – September 2013“.

Halten wir an dieser Stelle kurz inne: Aus dem zitierten Text geht hervor, dass frühere naturverbundene Kulturen Naturkräfte als persönlich und bewusst-intelligent erlebten und mit ihnen verkehrten. Soweit werden Besucher dieses Naturwesen-Blogs vermutlich den Ausführungen leicht folgen können, denn derartige Berichte liegen glaubhaft und relativ zahlreich auch aus der Gegenwart vor – auf diesem Blog werden derartige Bericht ja zitiert und diskutiert.

Aber kann es sein, dass derartige Naturkräfte damals im Dienst des Menschen direkt in die materielle irdische Wirklichkeit eingegriffen haben, um unmittelbare Veränderungen auf der materiellen Ebene, und das nicht nur im mikroskopischen Bereich, sondern im Zusammenhang mit tonnenschweren Steinblöcken, herbeizuführen?

Wie muss man sich den Vorgang konkret vorstellen, wenn ein Riese etwa beim Bau einer Kultstätte mithilft … Steine, die rein irdisch-materiell betrachtet (also unter Ausblendung des feinstofflichen und daher für uns heute unsichtbaren Riesen) scheinbar “durch die Luft fliegen”? Oder ist es so zu verstehen, dass durch Mithilfe der Riesen die körperlichen Kräfte der Menschen bei der grobstofflichen Arbeit an den tonnenschweren Blöcken gleichsam vervielfacht worden sind, dass also die Kräfte der Riesen “durch die Körper der Menschen” wirksam wurden?

Kann ein feinstoffliches Wesen ohne Körper aus gröbster Stofflichkeit wie z.B. ein Naturwesen überhaupt in der Grobstofflichkeit Wirksamkeit besitzen? – Diese Frage ist eindeutig mit “ja” zu beantworten, da es der schlichten Realität entspricht, dass Naturwesen grobstoffliche Formen schaffen – sonst könnte ja beispielsweise ein Baumelf auch keinen Baum wachsen lassen, – nur sind wir es gewohnt, dass im Alltag die Einwirkung des Wesens auf die Grobstofflichkeit im mikroskopischen Bereich, also etwa in der Zelle, vor sich geht!

Aber wie kann ein Naturwesen etwa einen grobstofflichen Stein aufheben?

In ihrem Buch “Die große Pyramide enthüllt ihr Geheimnis” erhebt die brasilianisch-österreichische Seherin und Autorin Roselis von Sass den Anspruch, dieses Rätsel gelöst zu haben. Nach ihren Ausführungen haben bei dem Bau der sogenannten “Cheops-Pyramide”, die in Wirklichkeit lange vor der Regierungszeit von Pharao Cheops, nämlich vor 6500 Jahren errichtet worden sei, ebenfalls Riesen die Arbeit der Menschen unterstützt. Die Pyramide selbst sei nach diesem Buch auch nicht als Grabmal, sondern als Tempel Gottes und als Mahnmal für kommende Generationen errichtet worden und es soll das letzte Mal gewesen sein, dass eine Zusammenarbeit der Riesen mit der immer stärker dem irdisch-Materiellen zuneigenden Menschheit möglich gewesen sei.

Das Buch bietet für das Rätsel, wie ein nicht-grobstoffliches Wesen sich grobstofflich betätigen kann, folgende Erklärung an: Die Riesen und ein Teil der Erdgnomen sind dichter als die übrigen Naturwesen. Ihre Dichtheit ist zwar immer noch geringer als die Dichtheit des Erdenkörpers der Menschen, aber doch so, dass sie – wenn sie dies wünschen – direkt grobstofflich einwirken können.

“Die Riesen und Erdgnomen, die sich auf Erden beschäftigen, leben in einer Region, die sehr eng mit der grobstofflichen Erde verbunden ist. Alle anderen Dschedjins leben in der feineren Erdumgebung und haben dort ihren Ausgangspunkt zum Einwirken auf die Erde. (…)

Die Riesen und die Gnomen, die in dieser erdnahen Region leben, tragen beide Arten in sich. Etwas von der Erde und etwas von der Region, in der sie leben! (…)

Beide Arten wirken in den Riesen und auch in einem Teil der Erdgnomen. Sie tragen außer der Art, die der Region entspricht, in der sie leben, noch etwas von der dichten Materie in sich, aus der die Erdenkörper bestehen. Diese Beschaffenheit ermöglicht es ihnen, den Menschen sichtbar zu helfen. (…)

Auch die Steine bestehen aus zwei verschiedenen Arten von Materie. Beide Arten sind im selben Stein vereint.

Die Steine bestehen aus harter Erdmaterie und aus Materie, die der Region, in der die Riesen leben, entspricht. (…)

Pyramon war von dem neuen Wissen wie geblendet. Er begriff nun den ganzen Vorgang. Das Rätsel war gelöst. Er konnte sich jetzt genau vorstellen, wie die Steine, welchen die Riesen vorher die notwendigen Formen gegeben hatten, durch eine Art Feuer die der Erde angepaßte Dichte und Härte erhielten. Die Riesen, die ebenfalls einen Teil der gleichen irdischen Dichte in sich trugen, konnten mit dem gehärteten irdischen Stein genauso umgehen, wie vorher mit dem ungehärteten.”

(Aus: Roselis von Sass, die große Pyramide enthüllt ihr Geheimnis. Die ganze ungekürzte Stelle aus dem Buch finden Sie unter “Literaturempfehlung 2 – September 2013“)

Ich Elfenfreund verstehe diese Ausführungen so, dass der Riese durch eine gewisse Sonderstellung unter den Naturwesen befähigt ist, die “Stofflichkeitsdichte” der Erdenmaterie zu verändern. Das würde wohl bedeuten, dass ein Felsblock im “ätherisierten” Zustand (der irdisch betrachtet ein “jenseitiger” Zustand ist) vom Riesen leicht bearbeitet und transportiert werden kann. Sobald der Felsblock in die richtige Form und Position gebracht worden ist, kann der Riese die Dichte des Blocks dem irdisch-materiellen Zustand anpassen – wodurch der Block irdisch (mit unserem heutigen Sehvermögen) gesehen sozusagen wohl aus dem “Nichts” materialisieren würde. Allerdings wird in der Geschichte betont, dass die Riesen auch damals sich nur in Ausnahmefällen bei der Arbeit zusehen ließen und diese in der Regel nachts verrichteten, wenn die Menschen schliefen.

Menhir mit Frauenhaar klein

 

Dolmen klein

2 Menhire klein

Nun, ob das Rätsel der Megalithbauten mit dieser Erklärung tatsächlich als gelöst betrachtet werden kann, möchte ich Elfenfreund dahingestellt lassen. Jede/r Leser/in möge selbst entscheiden, ob ihm oder ihr diese Darstellung glaubhaft erscheint oder nicht. Lesen Sie selbst! Auf jeden Fall sehe ich in dem Text einen kreativen Beitrag zu einem der großen Rätsel aus unserer Vergangenheit … und nicht zuletzt eine gute Geschichte, die den Horizont erweitert.

Damit wollen wir das Thema wechseln – um zuletzt doch wieder zu Elfen und Riesen zurückzukehren. Es ist Zeit für eine freudige Mitteilung: Das Elfenwirken präsentiert eine neue Autorin. Die junge – fast möchte man sagen: jugendliche Naturwesen-Expertin geht gegenwärtig noch zur Schule und zeichnet mit dem Pseudonym “Waldfee”. Hervorzuheben ist, dass ihre medialen Fähigkeiten nach eigenen Angaben bereits in der frühen Jugend ganz spontan auftraten und nicht etwa erst durch okkulte Praktiken oder “Techniken” mehr oder weniger künstlich herbeigeführt wurden. Sie hat bereits zuvor auf diesem Weblog publiziert (siehe Leser(-innen)-Brief), nun wurde ihr ein eigener Autorenstatus zuerkannt … und wir freuen uns auf interessante und aufschlussreiche Artikel dieser viel versprechenden, jungen Autorin!

Womit wir wieder beim Thema wären: Denn die beiden Beiträge, die wir heute veröffentlichen dürfen, kreisen ebenfalls um das Thema Riesen, mit denen Waldfee nach eigenen Angaben einige Zeit lang in Verbindung stand. Aber lesen Sie selbst und machen Sie sich selbst ein Bild: Einen Artikel mit dem Titel “Riesen – die sanftmütigen Naturwächter” finden Sie unter “Waldfee Text 1 -September 2013“, ein Interview mit ergänzenden Fragen und Antworten dazu können Sie nachlesen unter “Waldfee Text 2 – September 2013“.

Wir wünschen ein erbauliches Schmökern!

September 2013                                                                                         Der Elfenfreund

 

Märchen, Mythen, Göttersagen

Walpurgisnacht!

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Der Name weckt Erinnerungen an volkstümliches Brauchtum wie den Tanz in den Mai, an das Maibaumaufstellen oder den Maibusch für die Liebste und an Maifeuer. Aber auch gedankliche Verbindungen an “Hexenumtriebe” und die Zeit deren grausamer Verfolgung, an Hexensabbat (wie in Goethes “Faust”), an manch düsteres Ritual und an “Magie” werden wach.

- Was hat das mit Naturwesen zu tun? -

Im volkstümlichen Brauchtum erkennen wir die letzten Reste eines kulturellen Erbes aus vorchristlicher Zeit. Der Maibaum, ursprünglich meist eine Birke, symbolisiert z.B. die Fruchtbarkeit und ist Darsteller des Weltenbaumes (Quelle: Wikipedia, Stichwort “Walpurgisnacht”).

Yggdrasil

 

“Der Weltenbaum gehört zur Mythologie vieler Völker und ist ein altes Symbol der kosmischen Ordnung. Er steht als Weltachse (axis mundi) im Zentrum der Welt. Seine Wurzeln reichen tief in die Erde und seine Wipfel berühren oder tragen den Himmel. Somit verbindet er die drei Ebenen Himmel, Erde und Unterwelt.

Im Schamanismus spielt der Weltenbaum eine große Rolle. Zum einen ist er das Zentrum der Welt, zum anderen führt der Weg zu ihm zurück bis an den Beginn der Schöpfung. Damit verbindet er die reale Welt mit der vormaligen Welt im Urzustand, die noch nicht vom Himmel getrennt war. Über den Weltenbaum kann der Schamane mit dem Schöpfungszentrum Verbindung aufnehmen und einen Flug in die Reiche der Geister und Götter antreten. Zuweilen wird diese Verbindung zwischen den Welten auch durch einen Fluss gekennzeichnet. Dann gelangt der Schamane bei seiner Seelenreise in einem Boot über diesen Fluss in die Geisterwelt. Der Weltenbaum dient auch als Ruhestätte verstorbener Schamanen, von der aus die Seele den Körper verlässt, um in das Reich der Geister zu gelangen.”

(Wikipedia, Stichwort “Weltenbaum”)

In der Hexenangst und dem Hexenwahn des ausklingenden Mittelalters, die sich in der beginnenden Neuzeit bis zur Hysterie gesteigert haben und die tragische und bis heute für unser Rechtssystem beschämende Hexenverfolgung nach sich zogen, erkennen wir andererseits Auswirkungen einer bedauerlichen Fehlentwicklung, die mit der Christianisierung der germanischen Völker in Zusammenhang steht.

Um nicht missverstanden zu werden, möchte ich gleich betonen, dass mit dieser Fehlentwicklung nicht die Christianisierung an sich gemeint ist – im Gegenteil: durch den Glauben an Jesus Christus und sein Vorbild wurde in Europa und auf der ganzen Welt viel Gutes bewirkt, nicht nur kulturell, sondern auch moralisch, also in den Herzen der Menschen. Auch ich Elfenfreund betrachte mich als überzeugten Christen. Aber ich glaube auch an das Wirken von feinstofflichen Wesen in der Natur. Meiner Meinung nach besteht zwischen diesen beiden religiösen Anschauungen oder Wahrnehmungsformen kein Widerspruch, sondern beide Sichtweisen ergänzen sich gegenseitig im Sinne einer Stufenleiter. Diesen Gedanken hat Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), den ich Elfenfreund ja als meinen spirituellen Lehrer betrachte, bereits um 1930 mit Nachdruck vertreten in seinem Vortrag: “Das Gotterkennen”. Einen kurzen Auszug daraus  finden Sie hier als “Zitat des Monats April 2013″.

Dass vor dem Hintergrund der Thematik dieses Weblogs, nämlich den Elementar- und Naturwesen, bei der Christianisierung der nordischen Völker leider auch Schattenseiten nicht unerwähnt bleiben dürfen, liegt nicht am verkündeten Evangelium an sich, sondern an der Art, wie dieses Evangelium im Germanenland vorwiegend von den Missionaren verkündet worden ist.

Diese machten sich nämlich leider vielfach nicht die Mühe, die Weltanschauung dieser Naturvölker erst einmal mit dem gebührenden Respekt zu studieren und sie dann behutsam in die Frohbotschaft einzuweihen, die zu verkünden man gekommen war, sondern das Evangelium Christi wurde politisch missbraucht zur Herrschaftsaneignung und den Menschen sozusagen zwangsweise verordnet und übergestülpt. Deren verehrte Wesenheiten und “Götter” wurden kurzerhand zu Dämonen und Teufeln erklärt und die weitere Verehrung als sündhaft unter Strafe gestellt. Die Herrscher bedienten sich der christlichen Priesterschaft, mit der sie eng zusammenarbeiteten, um die versprengten und vielfach verfeindeten Völkerschaften der germanischen Ureinwohner zu einen und zu kontrollieren. Religiöse Wahrheitssuche stand dabei wohl leider nicht immer im Zentrum der Bestrebungen.

Dass die Natur und die darin als wirkend erahnten oder erschauten Wesenheiten nicht mehr offiziell verehrt werden durften, bewirkte im Laufe der Zeit zweierlei: erstens, dass der Glaube und die Riten infolge der beschnittenen Ausübung natürlich allmählich in Vergessenheit gerieten und zu Märchen und Mythen verblassten. Und andererseits, dass auch die christliche Lehre sich mit den naturreligiösen Vorstellungen, die eines Ventils bedurften, vermischte und somit auch nicht ursprünglich erhalten blieb. So bildete sich ein volkstümlicher Glaube heraus, der dem äußeren Anschein nach zwar christlich geprägt war, in dem jedoch in der Gestalt volkstümlichen Brauchtums die alten Vorstellungen – wenn auch in entstellter Form – zum Teil weiterlebten. Man denke etwa nur an die volkstümliche Verehrung “Mutter Mariens” –  nicht zufällig im Fruchtbarkeitsmonat Mai besonders ausgeprägt -, die aus dem biblischen Evangelium heraus sicher nicht zu rechtfertigen ist, oder an die zahlreichen “Schutzheiligen”, die ja offenkundig mit gewissen Stichtagen im landwirtschaftlichen Jahreskreis in Verbindung gebracht wurden und werden. Hier nahmen notgedrungen Menschen (“Heilige und Märtyrer”) die Rolle der ursprünglichen elementaren Wesenheiten ein.

Welcher Schaden durch diese Vorgangsweise angerichtet wurde, ist nicht schwer nachzuvollziehen: Die Wahrheiten und Weisheiten beider religiöser Systeme, die der Christuslehre und die der nordischen Naturreligionen wurden vermischt, verwässert und dadurch eines großen Teils ihrer Stimmigkeit und Überzeugungskraft beraubt. Die Wahrheitskörnchen, die in beiden Systemen ursprünglich vorhanden waren und sind, konnten vielfach nicht mehr erlebt werden, die Religionsausübung wurde noch mehr als bisher mit streng festgelegtem Ritus Sache der Priester. – Ein von der Obrigkeit vielleicht gar nicht so unerwünschter Nebeneffekt? -

Was wir heute den Kindern als “Märchen” vorlesen, enthält – in verschütteter Form – das Suchen nach der Wahrheit bzw. deren Erkenntnis jener Tage. Nehmen wir das Märchen von Frau Holle: Der Name “Frau Holle” (übersetzt in etwa: die Huldvolle) lässt sich mindestens 1000 Jahre zurückverfolgen, ist aber wahrscheinlich viel älter. Je nach Lesart soll es sich dabei um eine uralte Erdwesenheit oder sogar um Frigg, also die Gattin Odins selbst, Schutzherrin von Ehe und Mutterschaft, handeln. Auch mit der germanischen Totengöttin Hel wird der Name häufig identifiziert (Quelle: Wikipedia, Stichwort “Frau Holle”).

Sofort wird bei dem Namen jedenfalls der übelwollende Einfluss christlichen Missionseifers deutlich, der heidnischen “Götzendienst” sanktionierte – denn aus Frau Holle, der Huldvollen, wurde die Hölle, also der Aufenthaltsort der Dämonen, aller bösen Geister und derjenigen gefallenen Menschenseelen, die an diesem schrecklichen Ort ihre Untaten (und ihren Irrglauben!) sühnen müssen.

Ich Elfenfreund habe dieses Märchen, das von den Gebrüdern Grimm vor ziemlich genau 200 Jahren aufgeschrieben worden ist, natürlich meinen eigenen vier Kindern auch schon viele Male vorgelesen, habe die Bildersprache durcherlebt und freue mich, auf diesem Weblog heute unter “Geschichten (nicht nur) für Kinder” meine Interpretation desselben vorzustellen.

Mit der Symbolik der Märchen beschäftigt sich auch White Eagle im Büchlein “Naturgeister und Engel” (Aquamarin Verlag, 1981), woraus ich mir erlaube, unter “Literatur” einige Gedanken zu zitieren.

Dass Kinder Märchen brauchen, hat in den letzten Jahren die Fachwelt nach jahrelangen Anfeindungen mehrheitlich eingesehen. Trotzdem sind viele Eltern und Pädagogen heute oft unsicher, auf welche Weise Märchen den Kindern zu vermitteln sind. Hier empfehle ich uneingeschränkt das Büchlein mit dem Titel ”Das Märchen und die Bilderwelt des Kindes” (Weißenseifen 1988) von der von mir hochgeschätzten und verehrten Ursula Burkhard, die auf diesem Weblog schon öfters vorgestellt worden ist. Sie befasst sich darin mit Märchen von einem heilpädagogischen Blickwinkel aus. Schade, dass wir hier auf diesem Weblog (unter “Geschichten (nicht nur) für Kinder”) leider nur ein kurzes Zitat daraus bringen können – eigentlich ist jede Seite dieses Büchleins lesenswert.

Faszinierend und auch berührend ist für mich die Tatsache, dass sich auch Naturwesen ihre Mythen und Geschichten erzählen. Margot Ruis, die mit der Fähigkeit begabt ist, vermutlich ähnlich wie eine germanische Priesterin oder Schamanin bewusst Kontakt zur Anderswelt und ihren Wesen aufnehmen zu können, überliefert uns in ihrem Buch “Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” (Anna Pichler Verlag 1994; erscheint demnächst im Grals-Verlag in 6. Auflage) einige dieser Mythen und Geschichten … nicht über Naturwesen, sondern von Naturwesen. Also Märchen, die sich die Naturwesen erzählen! Sie finden einen Auszug daraus als “Leseprobe” dieser aktuellen Ausgabe des ElfenWirkens beigefügt. Und damit schließt sich der Kreis, denn wir sind mit der “Geschichte des  E i n e n  alten Baumes” wieder beim Lebensbaum (s.o.) angelangt.

Margot musiziert für die Wassermädchen

Auf diesem aktuellen Foto sieht man Margot Ruis kürzlich in Spanien beim Trommeln und Singen für die Wassermädchen … letztere leider nicht zu sehen, da für grobstofflich-körperliche Augen (und Kameras!) unsichtbar…!

Aber darüber können sich Besucher dieses Weblogs hinwegtrösten, denn zum Glück gibt’s ja Gerhard Kogojs Elfenbilder! Wir dürfen die Serie fortsetzen mit einem – nach den erklärenden Worten des Malers – leider seltenen Gletscherwesen.

Einen Auszug aus der Walpurgisnacht von Goethes  ”Faust” bringen wir (man könnte scherzhaft sagen: aus Gründen des Jugendschutzes) nicht, dafür aber gern eine Passage aus der berühmten Studierzimmerszene (unter “Natur-(Wesen-)Lyrik”), die ohnehin der Thematik der Naturwesen mehr verbunden ist als der dämonische Hexensabbat.

A propos Hexensabbat: Auch auf die Gefahr hin, dass es als Abschluss vielleicht etwas banal anmuten könnte – am Abend dieser Walpurgisnacht drängt sich schon ein Rückblick auf das Wetter des vergangenen Monats April auf. - Denn hätten Sie heuer zu Frühlingsbeginn geglaubt, dass es noch einmal so völlig und so anhaltend Winter werden würde, so richtig mit tagelangem Schneetreiben und Dauerfrost Anfang April, wie hier im Osten Österreichs? Also, ich hätte das nicht vorhergesehen! Und auch die Zugvögel bzw. deren wesenhafte Führer und Begleiter scheinen es nicht gewusst zu haben, denn sonst wären sie wohl noch nicht zurück gekommen aus ihren Winterquartieren, um dann hier bei uns entweder im Schneetreiben zu verhungern oder noch einmal ein Stück nach Süden zurück ausweichen zu müssen.

Und hätten Sie für möglich gehalten, dass schon 3 Wochen nach tiefstem Winter … Hochsommer sein kann? In Zahlen: Dauerfrost und geschlossene Schneedecke bis in die erste Aprilwoche, dann Tauwetter und schließlich vorzeitiger Beginn des Badebetriebes (!!) in manchen Freibädern am 26. April…

Da ist es schon ein Glück, dass die trüben Zeiten des traurigen Hexenwahnes und der Dämonenangst heute (hoffentlich!) endgültig hinter uns liegen – denn sonst würden angesichts solcher Wetterextreme sofort Gerüchte entstehen, dass hier doch … Hexerei im Spiel sein muss!

 30. April 2013 (Walpurgisnacht)

Der Elfenfreund

 

 

Neuigkeiten

Haben Sie es bemerkt?

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Schon seit Ende Februar war untertags verstärktes Gezwitscher und Getschilpe zu hören, und bald sangen auch die Amseln in der Morgen- und Abenddämmerung. Mit Anfang März (meteorologischer Frühlingsbeginn) kam der Föhn, fraß Nebel und Wolken und die Temperaturen kletterten auf frühlingshafte 18 Grad! Nach dem grauesten und trübsten Winter seit Menschengedenken schien endlich die Sonne auch wieder im Flachland! Der Schnee schmolz im Eiltempo und die Krokusse sprangen förmlich über Nacht aus der Erde…

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Jeden Tag nimmt um diese Jahreszeit die Tageslänge um 3 Minuten zu, das macht innerhalb eines Monats mehr als eineinhalb Stunden aus! Die schnellen Veränderungen wirken auf alle Körper – die beste Zeit, Winterschlacken loszuwerden! Nutzen auch Sie die Kraft der Natur, um z.B. mit geeigneten Kräutertees das Blut zu reinigen und Ihre Leber zu pflegen…!

Seit dieser Woche sind die Störche zurück aus ihrem Winterquartier in Südafrika! Die erste Abordnung der großen Segler zog noch weiter nach Deutschland, doch der nächste Schub diese Woche blieb bereits in der Gegend um den Neusiedler See. Ende Februar hatten sie sich in Südafrika auf den Weg gemacht, legten pro Flugtag ungefähr 300 km zurück  und nun haben sie die Strecke von über 5000 km erfolgreich bewältigt.

In einem knappen Monat werden auch die ersten Kuckucke schon wieder zu hören sein…

Stehen bei Ihnen auch schon wie bei mir Elfenfreund die Tomatenkeimlinge auf der Fensterbank? Die Gartensaison beginnt bald wieder!

Sind das nicht gute Neuigkeiten?

Einen Leser dieser Seite inspirierten sowohl der erwachende Frühling als auch die Sehnsucht nach einer ganzheitlichen Wahrnehmungsmöglichkeit der Natur zu einem Gedicht, das wir mit dieser Ausgabe des “Elfenwirkens” erstmals veröffentlichen dürfen. Die Rubrik “Kunst und Pädagogik” wird damit um die Seite “Natur-(Wesen-)Lyrik” erweitert, und wir kommen damit unserem Ziel wieder einen Schritt näher, diesen Naturwesen-Blog künstlerisch aufzuwerten.

Vielleicht wollen auch Sie uns einen passenden Beitrag zur Veröffentlichung überlassen? Nutzen Sie dazu die angeführten Kontaktmöglichkeiten!

Es gibt aber noch mehr zu vermelden.

In wenigen Tagen werden auch Margot Ruis und Gerhard Kogoj aus ihrem Winterquartier einfliegen … oder besser gesagt einrollen, denn sie sind ja mit ihrer “Dana”, dem neuen roten Mercedes mit der “alten” Seele unterwegs. Wir sind gespannt, was sie uns berichten werden!

Wir hoffen, dass das Jahr 2013 ein gutes Jahr für die Sache der Naturwesen werden wird, insofern, als das Wissen von ihrer Existenz hoffentlich weitere Kreise ziehen wird. Zu diesem Zweck und Ziel soll der Film ”Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden” mit Margot Ruis und Gerhard Kogoj einen Beitrag leisten, der derzeit in Vorbereitung ist. Filmpräsentation ist am 26. Mai im Alten AKH in Wien! Der Film wird auf DVD erhältlich sein.

Und für alle diejenigen, die sich bereits berechtigt Sorgen gemacht haben, dass das erste Buch von Margot Ruis (derzeit beim Grals-Verlag in 5. Auflage erhältlich) demnächst vergriffen sein könnte, haben wir hier eine wirklich gute Nachricht von ihrem Verleger Werner Huemer:

Das Buch ”Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” erscheint ab Herbst 2013 in 6. Auflage!

Herr Huemer hat exklusiv für das “Elfenwirken” einen sehr persönlichen, schönen Beitrag verfasst, den wir hier veröffentlichen dürfen:

 

Eine verborgene Wunderwelt

    6. Auflage des Buches ,Naturwesen‘ ab Herbst 2013

Der Begriff „Naturwesen“ wurde mir erstmals vor etwa 30 Jahren bewusst. Damals, zu Beginn der 1980er Jahre, hatte ich gerade das Werk „Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“ von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875–1941) kennengelernt. Mehrere der in diesem Buch zusammengefassten Vorträge beschrieben das „wesenhafte Wirken“ in der Schöpfung, das die gesamte Natur und sogar Bereiche darüber hinaus umfasst.

Diese Erklärungen legten nahe, dass es hinter der sichtbaren Natur eine verborgene Wunderwelt gibt, die unseren körperlichen Sinnen normalerweise unzugänglich ist. Und sie boten eine Antwort auf die – wissenschaftlich ja auch heute noch umstrittene – Frage, welche Kräfte das Wachsen, Blühen und Gedeihen, die Formenbildung in Schönheit und Harmonie überall in der Natur ermöglichen.

Bald wurde mir auch bewusst, dass das Wissen um „Naturwesen“, „Naturgeister“ oder „Devas“ durchaus nichts Neues und auch nichts Besonderes ist, sondern dass es unzählige Überlieferungen gibt, in denen solche Wesenheiten eine Rolle spielen – Sagen, Märchen, Mythen, religiöse Überlieferungen … – und dass man kein Träumer, Phantast oder haltloser Esoteriker sein muss, wenn man tiefer in solche Geheimnisse des Lebens eindringen möchte.

Daniel Swarovski, einer der bedeutendsten Unternehmer Österreichs, veröffentlichte in den 1980er Jahre ein Buch mit dem Titel „Naturwesen – Eine verborgene Wunderwelt“ (Sieben Quellen Verlag, Innsbruck), in welchem er sich ausführlich mit den Überlieferungen befasste. Er schrieb: „Auffallend ist, daß im Wortschatz fast aller Sprachen Bezeichnungen für Naturwesen einheitlich vorkommen und daß sie überall in Erd-, Wasser-, Luft- und Feuerwesen eingeteilt werden. Ja, noch mehr: die in Märchen und Erzählungen geschilderten Begegnungen mit diesen Wesen gleichen einander im Grunde so sehr, daß man entweder annehmen muß, die Erzähler hätten sich über Zeitläufe und Kontinente hinweg miteinander verabredet oder aber sie schildern wirklich Erlebtes mit Wesen, die nicht einer launischen Phantasie entsprungen, sondern Wirklichkeit sind, also tatsächlich bestehen!“

Swarovski begab sich in seiner engagierten Publikation übrigens auch auf das glatte Parkett, einen fototechnischen Nachweis für die Existenz von Naturwesen finden zu wollen – musste aber bemerken, dass dies kaum möglich ist. Begebenheiten, die sich jenseits unserer fünf Sinne abspielen, lassen sich nur schwer objektivieren.

Umso schöner ist es, Menschen zu treffen, denen die „Wunderwelt“ nicht verborgen ist und die in aller Einfachheit (und Glaubwürdigkeit) von ihren Kontakten mit Naturwesen berichten können.

Ende der 1990er Jahre hatte ich erstmals das Vergnügen, das Buch „Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen“ von Margot Ruis zu lesen. Die Autorin, die darin von ihren Kontakten zu Wassermädchen, Baumelfen und anderen Wesen berichtet, lernte ich einige Zeit später persönlich kennen, und ich erlebte sie so, wie sich ihr Buch las: unbeschwert, humorvoll, aufrichtig, feinfühlig und bodenständig zugleich – wobei es ein besonderer Glücksfall ist, dass sie mit ihrem Mann Gerhard Kogoj einen Partner zur Seite hat, der ebenfalls mit Naturwesen kommunizieren kann … Wahrnehmungen, die einander bestätigen und ergänzen.

Die fünfte (inzwischen auch wieder vergriffene) Auflage des erfolgreichen Buches „Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen“ erschien 2003 erstmals im „Gralsverlag“, den ich damals neu gegründet hatte. Und 2011 beglückte Margot Ruis ihre vielen Leser (und natürlich auch mich) mit dem Manuskript zu ihrem zweiten Buch „Naturwesen und Erdheilung – Leben mit der Anderswelt“, das wiederum wertvolle Impulse zur Erneuerung der alten, leider fast vergessenen Beziehung zwischen Mensch und Naturwesen bietet, aber auch viele gesellschaftliche und technologische Entwicklungen der letzten Jahre kritisch hinterfragt.

Mit Margot Ruis und Gerhard Kogoj verbinden mich inzwischen viele schöne, nachhaltig wirksame Begegnungen – Gespräche, gemeinsam erlebte Seminartage, und auch Interviews für die Zeitschrift „GralsWelt“ sowie für den YouTube-Kanal „GralsWelt TV“.

Ich freue mich, für den Herbst 2013 die Veröffentlichung der 6., optisch neu gestalteten Auflage ihres Buches „Naturwesen“ ankündigen zu können … das inzwischen wohl zu einem „Standardwerk“ über die verborgene Wunderwelt geworden ist.

 

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Werner Huemer, Herausgeber

 

Was gibt es in dieser Ausgabe sonst noch für Neuigkeiten?

Die Serie der Elfenbilder von Gerhard Kogoj wurde fortgesetzt.

In dem Buch “Naturwesen und Erdheilung” von Margot Ruis fand ich eine Stelle, die ich irgendwie tröstlich und österlich hoffnungsvoll empfand – ich habe sie zur Leseprobe dieses Monats erwählt.

Jedes Jahr um diese Jahreszeit feiern wir Menschen ja Ostern, das Fest der Auferstehung. Auferstehung des gemordeten Erlösers, Auferstehung aber auch der Natur nach der Winterruhe, die oftmals gleichfalls mit dem “Tod” assoziiert wird.

In diesem kurzen Kapitel erfahren wir andeutungsweise vom “Licht der Erde”, von herrlichen und mächtigen Lichtenergien, die in der Erde fließen … gibt das nicht Hoffnung, dass Reinigung und vollständige Heilung der gegenwärtig so sehr unter dem Menschen leidenden Mutter Erde möglich ist? Ein Wiederauferstehen in den Zustand, der nach dem Willen des Schöpfers von Anfang an für das Erschaffene vorgesehen und nur durch Versagen der irrenden Menschheit (noch) nicht erreicht werden konnte?

Die Stelle beginnt lapidar mit den Sätzen: “Einen Auftrag mit Bezug auf die Erde habe ich noch auszuführen. Das Thema gäbe Stoff für ein paar längere Geschichten her, aber ich will es kurz machen. Das Buch ist ohnehin schon ziemlich dick.”

- Wir wünschen uns von Margot Ruis: Wir wollen noch viele Geschichten über das Licht der Erde lesen! Hier auf diesem Weblog!! Und, keine Angst,  sollte es tatsächlich zu “dick” werden … wir werden für zusätzlichen Speicherplatz sorgen!!! -

Und wir lassen Elfenstimmen erschallen … und hoffen, dass sie recht bald mehr Gehör unter den Menschen finden mögen!

 

20. März 2013 (Frühlingsbeginn)

Der Elfenfreund

 

Naturwesen und Naturkatastrophen

Mitte Februar, die Tage werden in unsren Breiten schon deutlich länger, Maria Lichtmess (2. Februar) liegt hinter uns, das Licht kehrt zurück!

Endlich wieder Sonne!

Wir aber haben uns für diesmal das sensible Thema der Naturkatastrophen vorgenommen: wenn die Natur sich gegen den Menschen wendet, wenn Menschen und deren Besitztümer durch die Kraft der Elemente zu Schaden kommen oder gar vernichtet werden! Wir tun dies ganz bewusst zu einer Jahreszeit, in der zumindest Wetterkatastrophen normaler Weise eher selten vorkommen – damit wir möglichst unbeeinflusst von schrecklichen Bildern, wie sie ansonsten des öfteren durch die Medien gehen, uns diesem ernsten Thema widmen können:

Ist die Natur des Menschen Feind? -

Damit wäre diese Frage aber genau so gestellt, wie wir Menschen gewohnt sind, die Dinge zu betrachten – immer von unserer Warte aus gesehen. Darum drehen wir doch die Frage einmal um :

Ist der Mensch der Natur Freund? –

Wer den Dezember-Artikel noch in Erinnerung hat (wer nicht, kann ihn nachlesen!), wird diese Frage schwerlich bejahen können. Im Interesse seiner eigenen Bequemlichkeit beutet der Mensch die Natur gnadenlos aus, nimmt bedenkenlos, was er bekommen kann, und ist dazu noch meist sogar weit davon entfernt, auch nur “Bitte” und “Danke” dafür zu sagen. Der Mensch benimmt sich selbst wie ein klassischer Schädling, und die destruktive Dynamik oder man könnte auch sagen:  Mis(t)wirtschaft, die wir Menschen auf der uns anvertrauten Erde mit den uns eigenen Kräften in Gang gesetzt haben, will Grenzen weder einhalten noch kennen.

Wie lange noch wird wohl die Erde diesen “Parasiten Mensch” ertragen können?

Wir sprechen im Zusammenhang mit Ungeziefer oft von “Quälgeistern” und bedenken nicht, dass wir selbst es sind, die mit unseren physischen und geistigen Kräften (unserer Art zu denken) alle Qualen dieser Welt hervorgerufen haben. Mehr zum Thema Gedanken und ihre Wirkung ist nachzulesen u.a. im Artikel “Ernte(ge)danken“!

In dem Zusammenhang könnte man zur Aufheiterung folgenden “Witz” zitieren – kennen Sie schon den:

Treffen sich im Weltall zwei Planeten. Fragt der eine: Wie geht’s? Sagt der andere: Schlecht, ich habe ’Homo sapiens’. Sagt der erste mitfühlend: Oje, das hatte ich auch einmal. Das ist unangenehm. Aber es geht von selbst vorbei! -

Nun ja, das ist schwarzer Humor. Auf dem Niveau wollen wir uns auf dieser Seite eigentlich nicht bewegen! Versuchen wir einen kreativeren Einstieg: Bereits 1995 habe ich als Einleitung zu meiner Hausarbeit für die Lehramtsprüfung das ‘Märchen vom Menschen, der die Erde bewohnte‘ geschrieben. Irgendwie passt die Geschichte auch hier als Einleitung, und ich erlaube mir, sie der geneigten Leserschaft zu präsentieren! Das Ende dieses “Märchens für Erwachsene” habe ich damals noch offen gelassen – vielleicht werden wir aber schon recht bald am eigenen Leib erleben müssen, wie das Ganze ausgehen wird…

Und trotzdem: “Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” lautet der Titel des wunderbaren Buches, das Margot Ruis 1994 veröffentlicht hat. Die Natur ist trotz allem dem Menschen immer noch freundlich gesinnt! Das ist der (im Zusammenhang mit dem Thema “Naturkatastrophen” vielleicht etwas überraschende) Kerngedanke, der hier heute vertieft und mit Argumenten untermauert werden soll – mehr dazu erfahren Sie weiter unten.

Die großen Wesenheiten der Natur oder auch “Großen Elfen”, wie Margot Ruis die Vertreter der höheren Ränge in der Elfenhierarchie bezeichnet, kennen den Menschen und seine Unzulänglichkeiten und Probleme sehr genau. Kein Wunder, haben sie seine Wege doch von allem Anfang an auf Erden hier beobachtet und auch begleitet! Dementsprechend treffsicher wie auch entwaffnend ist ihre Diagnose, wenn sie sich zum Stand der Dinge äußern. Ich spüre in ihren Worten eine gewisse liebevolle Nachsicht gegenüber der menschlichen Unreife, aber auch eine kühle Strenge, die keinen Zweifel daran lässt, dass Unzulänglichkeiten abzulegen sind! Wir geben mit den Worten Eliamars dieser Ausgabe in den diesmaligen “Elfenstimmen” etwas vom besten bei, was Margot Ruis uns aus der Welt der hohen Naturwesenheiten überliefert hat.

Auch der Hunger in der Welt kann als Folge von Dürre, Bodendegeneration und Schädlingsplagen als klassische Naturkatastrophe angesehen werden. Sicher wird es mit einer steigenden Zahl der Weltbevölkerung zunehmend schwieriger, die Lebensbedürfnisse aller hier lebenden Menschen zu befriedigen. Aber auch die sehr große Zahl von mittlerweile über 7 Miliarden Menschenkindern möchte – und könnte! – Mutter Erde ernähren; Margot Ruis hat im Geiste mit ihr gesprochen. Die Passage, die wir zur diesmaligen “Leseprobe” erkoren haben, stammt aus dem neuen Buch von Margot Ruis, “Naturwesen und Erdheilung” (2011) und gehört in seiner drastischen Bildhaftigkeit zum Erschütterndsten, was ich in dieser Richtung je gelesen habe. Es unterstreicht mit nicht zu überbietender Deutlichkeit die Dringlichkeit, die uns Menschen heute zu Gebote stünde.

Ich schreibe ausdrücklich “stünde”, denn ist es nicht eigenartig: Während heute doch schon jeder halbwegs gebildete Mensch von den zu befürchtenden Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels gehört hat: ganze Staaten (!!) drohen im Meer zu versinken, sollten die Polkappen abtauen, Stürme, Dürren, Wasserfluten steigern sich unaufhaltsam – aber von Sparsamkeit und Selbstbeschränkung ist in Zeiten der ohnehin schwächelnden Konjunktur sehr wenig ernsthaft die Rede. Die Wirtschaft muss in Schwung gehalten werden – wie es scheint, um jeden Preis!

Doch was ist der Mensch gegen die Kraft der Elemente?

Während ich dies schreibe, gehen völlig unerwartet aufrüttelnde Bilder um die Welt:

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Ein Meteor zieht eine gleißend helle Spur über den Himmel, explodiert in der Luft über der russischen Stadt Tscheljabinsk, die Wucht der Detonation lässt im weiten Umkreis Fensterscheiben zerbersten, und stürzt sodann in einen See.

Noch nie hat sich solches vor den Augen so vieler Menschen abgespielt!

Freilich, immer wieder durchdringen Meteoriten die schützende Lufthülle der Erde, doch ihr Auftreffen auf der Erdoberfläche erfolgt normaler Weise in unbesiedeltem Gebiet oder über den Weltmeeren. Die Hüter der Erde haben bisher die Menschheit vor derart Schrecknissen bewahrt!

Lassen wir uns davon aufrütteln! -

Aber der Mensch denkt als erstes sofort und beinahe reflexartig vor allem darüber nach, wie mit technischen Hilfsmitteln in Zukunft derart “Bedrohungen” frühzeitig erkannt und mit militärischen Mitteln abgewendet werden könnten … als ob das Staubkorn Mensch im weiten Weltall herrschen könnte…!

Und doch war es für uns ja wohl nur ein “Warnschuss vor den Bug” des vom Kurs weit in gefährliche Untiefen abgekommenen Schiffes “Menschheit”. Was wäre geschehen, wenn der Meteorit die Stadt getroffen hätte? So stürzte er in einen See, wodurch der größte Teil seiner zerstörerischen Energie verpuffen konnte, ohne größeren Schaden anzurichten …

Die Natur hat wieder einmal bewiesen, dass sie dem Menschen noch immer freundlich gesinnt ist…!

Nun wird mit Recht manch einer mich naiven Elfenfreund vielleicht daran erinnern wollen, dass ja leider bei weitem nicht alle Naturkatastrophen so relativ glimpflich verlaufen: Was ist mit den unberechenbaren Erdbeben? Was mit den Tropenstürmen, die jedes Jahr oft gerade die Ärmsten der Armen heimsuchen? Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Tsunamis, die bisweilen Tausende Tote fordern?

Solchen Einwänden ist schwer zu entgegnen, wenn man das Leid bedenkt, das dadurch ausgelöst wird. Jedes Jahr fallen tausende Menschen den entfesselten Elementen zum Opfer, und – wenn man den warnenden Stimmen vieler Wissenschaftler Glauben schenkt und die Szenarien im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Klimawandel zu Ende denkt – es wird bestimmt sogar noch schlimmer werden.

Und trotzdem “weiß” ich, wenn ich offenen Herzens durch die Natur wandle, und das spürt wohl jeder, der das “Lebendige” um sich her auch nur ansatzweise in sich empfinden und aufnehmen kann, dass die Wesenheiten, die in all dem schaffen und wirken, was wir Natur nennen, im Großen gesehen uns Menschen nicht feindlich, sondern freundlich sind.

Aber wie kann ich dieses Empfinden begründen? Wie soll ich mein unbestimmtes Gefühl  in Worte fassen, die einen kritischen Verstand überzeugen können? Ich kann nur auf das verweisen, was andere vor mir bereits gedacht und geschrieben haben. Lesen Sie hier, was ich dazu gefunden habe.

Da wäre zunächst das Buch, das mir Elfenfreund vor über 20 Jahren überhaupt erst die sichere Überzeugung von der Existenz der Naturwesen vermittelt hat, das für mich also die Grundlage zu aller “Elfenfreundschaft” bildet und von dem hier daher immer wieder die Rede ist. Es trägt den schönen Titel: “Im Lichte der Wahrheit”, ich bin auch diesmal darin fündig geworden und möchte die Stelle den interessierten Lesern dieser Seite nicht vorenthalten. Der Autor Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875-1941) schrieb darin bereits in den 1930ern mit Blick auf die ganz frühen Menschen, die vor Hunderttausenden von Jahren die Erde noch im Einklang mit der Natur bewohnten:

“Wenn die Menschen so geblieben wären, wie sie zu der von mir genannten Zeit gewesen sind, (…) so würden sie in stetem Aufstiege heute tatsächlich Herren aller Grobstofflichkeit sein in bestem, aufbauendem Sinne. Es würde auch kein Mensch bei den Umwälzungen vernichtet worden sein, die sich in reifender Entwickelung von Zeit zu Zeit ergeben mußten.

Die großen Katastrophen waren immer eine Notwendigkeit der Entwickelung, doch nicht der Untergang so vieler Völker, der bisher fast stets damit verbunden blieb.

Hätten die Menschen die Verbindung mit den wesenhaften Helfern und den lichten Höhen nicht leichtsinnig frevelnd aufgegeben, so würden sie vor jeder Not stets rechtzeitig gewarnt und von den gefährdeten Landstrichen fortgeführt worden sein, um der Vernichtung zu entgehen! Denn so geschah es damals auch, als sich die Menschen willig führen ließen von den Helfern, die der Schöpfer ihnen zugewiesen aus der wesenhaften und geistigen Welt, mit der sie die Verbindung freudig dankbar aufrechtzuerhalten suchten.

So raubten sie sich aber später diese unschätzbaren Hilfen immer selbst durch dünkelhaftes Klugseinwollen des Verstandes und erzwangen damit mehrmals ihren schmerzensvollen Untergang, wie sie ihn wiederum auch jetzt erzwingen, da sie nicht mehr auf die letzten Rufe aus dem Lichte hören wollen und vermeinen, alles besser noch zu wissen, wie so oft!”

(Abd-ru-shin, im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Die urgeistigen Ebenen II)

Also die Naturwesen wollen das Verderben der Menschen nicht! Sie wollen uns vielmehr davor bewahren, dass wir in den von Zeit zu Zeit infolge elementarer Prozesse notwendig werdenden “Umwälzungen”, also Katastrophen, zu Schaden kommen!

Darum sage ich Elfenfreund: Wir müssen endlich beginnen, uns auf eine ernsthafte Weise mit der Natur zu beschäftigen, denn die Natur möchte uns helfen, die darin wirkenden feinstofflichen Wesen strecken uns die Hände entgegen, damit wir sie ergreifen … doch wenn wir sie in Verblendung oder Oberflächlichkeit oder schlicht und einfach Nichtwissen nicht annehmen, wie kann uns dann geholfen werden?

Es ist eine dokumentierte Tatsache, dass z.B. beim Erdbeben von Liaoning in der Volksrepublik China am 4. Februar 1975 durch rechtzeitige Evakuierung der Milionenstadt Haicheng aufgrund von merkwürdigem Tierverhalten einer Schätzung nach etwa 150 000 Menschenleben gerettet werden konnten (Quelle: Wikipedia – Erdbebenvorhersage). Oder ein anderes Beispiel: Unmittelbar nach dem Erdbeben von Tangshan 1976, bei dem leider eine rechtzeitige Evakuierung verabsäumt wurde und hunderttausende Menschen ihr Leben verloren, listete eine anschließende chinesische Untersuchungs-Kommission 2202 Fälle von auffälligem Tierverhalten auf, das ein bis zwei Tage vor dem Beben einsetzte und zum Beben hin deutlich zunahm. Darunter gab es sehr ungewöhnliches, nie vorher beobachtetes Tierverhalten (circa 100 Wiesel rennen in ein Dorfzentrum, 300 Mäuse regungslos am Boden, ein 100 Meter breiter Schwarm von Libellen, die Bienen von allen 100 Bienenstöcken einer Imkerei flüchten aus diesen, einige hundert Schlangen geballt an einem Teichrand)(Quelle: Wikipedia – Erdbebenvorhersage).

Auch bei anderen Naturkatastrophen (so z.B. auch dem großen Tsunami 2004 im Indischen Ozean) wurde hinterher berichtet, dass Tiere Tage bis Stunden vor Ausbruch der Katastrophe ein auffälliges Betragen gezeigt hätten -

Wie viel Leid könnte also verhindert werden, wenn der Mensch besser auf die Warnungen, die von der Natur kommen, achten würde!

Eine nähere und für mich absolut überzeugende Erklärung dieser Phänomene, wie ich sie sonst nirgendwo anders gefunden habe, bietet wieder Abd-ru-shin im “Zitat des Monats”. Um es gleich vorweg zu sagen: Es sind die Naturwesen, die auf solche Weise versuchen, sich den Menschen verständlich zu machen und sie zu retten!

Wie ungerecht ist es also, wenn der Mensch der Natur und ihren Wesen die Schuld dafür anlasten will, wenn Menschen durch elementare Ereignisse zu Schaden kommen! Die Naturwesen tun alles, was in ihren Kräften steht, um Schaden abzuwenden, doch die Menschen achten auf ihre Warnungen nicht – weil sie bekanntlich immer noch der Meinung sind, dass diese Wesen gar nicht existieren. Ganz abgesehen davon, dass wir Menschen es sind, die natürliche Prozesse durch unsere Art zu denken und zu leben gründlich durcheinander bringen und somit viel Unheil überhaupt erst hervorrufen!

Nun möchte ich abschließend noch auf eine Frage eingehen, die immer schon viele Menschen beschäftigt hat und Anlass zu zahlreichen Spekulationen philosophischer Natur geworden ist: Die Frage nach der Gerechtigkeit oder anders gesagt, ob im Wüten der entfesselten Elemente so etwas wie Ordnung und Gesetzmäßigkeit gewahrt bleiben. Hier greife ich zurück auf eine Schilderung Dora van Gelders (1904 – 1999) aus ihrem Buch “Im Reich der Naturgeister” (3. Auflage 1995, Aquamarin-Verlag), die ich schlicht sensationell finde. Die von Geburt an Hellsichtige, Heilerin und später Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft von Amerika kam auf Java (ehemals dänische Kolonie) zur Welt, lebte dann in Australien, bevor sie mit Ihrem Mann in die USA übersiedelte. Leider ist die Darstellung im Original so umfangreich, dass ich sie kürzen musste – doch für einen Eindruck wird die Kostprobe reichen. Wir erfahren, warum Stürme ausbrechen müssen, wie das Geschehen  von “oben” gelenkt und geführt wird und wie die “unteren” Elfenränge sich dazu verhalten und sich damit abfinden müssen.

Dass im Wirken der Natur keine Willkür und keine Ungerechtigkeit herrschen, wusste ich zwar prinzipiell schon aus dem oben genannten Werk von Abd-ru-shin; doch diese Darstellung hier hat mir persönlich sehr geholfen, dies auch konkret und anschaulich verstehen und mir vorstellen zu können.

Die Naturwesen sind Freunde des Menschen – darum sollten wir sie auch als solche wertschätzen und sie wie Freunde behandeln! 

Zu guter Letzt haben wir auch die Serie von Gerhard Kogojs Elfenbildern fortgesetzt und die “Leser(-innen)-Briefe” aktualisiert.

Wir wünschen viel Freude mit der neuen Ausgabe des Elfenwirkens!

15. Februar 2013
Der Elfenfreund

 

Einen Blick in die Kristallkugel…

…würde zu Beginn des neuen Jahres 2013 so mancher gerne tun. Leider verstehe ich Elfenfreund mich auf das Wahrsagen so wenig wie auf das Hellsehen und muss mich daher mit dem begnügen, was an Information allgemein verfügbar ist. Mit anderen Worten: Nur aus dem Vergangenen kann ich auf Zukünftiges schließen. Einen Versuch soll es uns trotzdem wert sein!

Am 30. Oktober 2011 soll ja der 7.000.000.000. Mensch auf die Erde geboren worden sein. (Man stelle sich vor: Als ich Elfenfreund 1969 auf die Welt kam, lebten hier noch nur etwa halb so viele Menschen wie heute. Und so lange ist das schließlich noch gar nicht her!) – In den letzten 70 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht.

Wie sind wir 7 Milliarden Menschen im vergangenen Jahr 2012 mit unseren physischen und mentalen Kräften umgegangen? Welche gedanklichen Gebilde haben wir in die Welt gesetzt? Aus diesen Gebilden formt sich letzten Endes unser Schicksal! -

Nehmen wir uns also zu dem besonderen Anlass des Jahreswechsels ausnahmsweise ein paar Zahlen, wie sie im Internet ja leicht verfügbar sind (Quelle: http://de.globometer.com) und führen wir sie uns möglichst anschaulich zu Gemüte:

Wir fördern 86 Mio. Barrel Erdöl (13,7 Mrd. Liter) pro Tag, das sind nach Adam Riese im Jahr 5 Billiarden Liter oder bildhaft 5 Würfel mit einer Seitenlänge von 1 km, voll gefüllt mit Erdöl.

Jede Minute werden mehr als 3000 Tonnen Eisenerz produziert (1,588 Mrd. Tonnen im Jahr), 150 nagelneue Autos verkauft (jährlich 77,8 Millionen), 879 neue Smartphones erworben (462 Millionen pro Jahr), 780 neue Computer gekauft (410 Millionen aufs Jahr gerechnet), das sind mehr als 13 Stück pro Sekunde.

50.000 Tonnen Uran werden jedes Jahr produziert und verbraucht, wobei bekanntlich hochradioaktive Abfälle entstehen, für die es weltweit noch kein sicheres Endlager gibt und aus heutiger Sicht wohl auch nie geben wird.

A propos Abfälle: Elektronische Geräte, also Computer, Telefone, Mobiltelefone, Fernsehgeräte und andere Haushaltsgeräte erzeugen 40 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr, das sind mehr als 75 Tonnen pro Minute. Laut UNESCO werden jedes Jahr rund 500 Mio. Tonnen giftige Substanzen, Schwermetalle, giftige Schlamme, Lösemittel etc. in die Weltmeere geschüttet, das sind 16 Tonnen pro Sekunde. 500 Milliarden Plastiktüten werden jedes Jahr weltweit verbraucht; nur 1% der Tüten wird recycelt und in jedem Quadratkilometer Meer schwimmen deshalb bereits mehr als 46 000 Stück. Und jede Minute werden 3300 Autoreifen ausgemustert, die ihr Lebensende erreicht haben und hoffentlich dem Recycling zugeführt werden.

Jährlich werden 9,5 Mio ha Wald abgeholzt, das entspricht 18 Fußballfeldern pro Minute.

Menschen rauchen weltweit jeden Tag 11 Milliarden Zigaretten, das sind mehr als 127.000 Zigaretten pro Sekunde. Von den 1,1 Milliarden Rauchern insgesamt sind schätzungsweise 20 % Frauen. Die Zahl der Raucher nimmt ständig zu und es wird geschätzt, dass sie sich bis 2025 auf 1,6 Milliarden erhöhen wird.

Nach offiziellen Angaben von UNODC gibt es jedes Jahr mehr als 1 Million Opfer von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung in der Welt. Diese Zahlen spiegeln allerdings nur einen kleinen Teil der Realität. In Wirklichkeit werden die meisten Fälle von Sexualdelikten in einigen Ländern nur teilweise angezeigt, nur eine von zwanzig Vergewaltigungen, heißt es, würde zur Anzeige gebracht. Aus einem Bericht des UNODC geht hervor, dass etwa 12,3 Millionen Menschen pro Jahr – oder alle 3 Sekunden ein Mensch! – Opfer von Menschenhändlern werden.

“Sex” ist der Begriff, der im Internet am meisten gesucht wird. Jährlich geben Menschen in der ganzen Welt ca. 75 Millionen Mal das Wort Sex in Suchmaschinen ein. Weltweit werden rund 97 Milliarden $ jährlich für pornografische Artikel ausgegeben.

Mehr als 1,972 Millionen Raubüberfälle zählt man weltweit pro Jahr, das sind fast vier pro Minute. Außerdem werden jede Minute mehr als 13 Kraftfahrzeuge als gestohlen gemeldet, das macht jedes Jahr 7,15 Millionen in 152 Ländern der Welt.

Jedes Jahr sterben mehr als 740.000 Menschen gewaltsam durch Übergriffe in Verbindung mit Waffen, die große Mehrheit davon, 490.000 Opfer, außerhalb von Kriegsgebieten. 

Usw. usw.

Das ist zugegeben eine pessimistische Zusammenstellung. Es ist ja bekannt, dass in den Medien nur schlechte Nachrichten als gute Nachrichten angesehen werden. Natürlich müssten auch Zahlen zu finden sein, etwa wie viele Bauern auf biologische Landwirtschaft umgestellt haben, wie viel Geld an Spenden für wohltätige Zwecke gegeben wurde und welche Veranstaltungen, die der holden und edlen Kunst gewidmet waren, von wie vielen Menschen besucht worden sind, die dabei reine Freude am Schönen empfanden. Oder wie oft Webseiten wie z.B. das Elfenwirken im Internet aufgerufen wurden.

Trotzdem wird man wohl nicht umhin kommen, zu erkennen, dass es einer großen Anstrengung eines/r jeden Einzelnen bedarf, der oder die zu einer solchen Einsicht überhaupt willens und in der Lage ist, um wenigstens einigermaßen ein Gegengewicht zu bieten zu der destruktiven Dynamik, die wir auf dem uns anvertrauten Planeten in Gang gesetzt haben.

Lassen wir daher das Vergangene hinter uns und blicken wir unverzagt wieder nach vorn.

Aber was können wir tun?

Margot Ruis hat – meiner Ansicht nach ganz richtig – den Weg vorgezeichnet in dem Kapitel “Die Bedeutung des Schwingungsfeldes” aus ihrem Buch “Naturwesen und Erdheilung”. Sie finden diese Stelle als Leseprobe unter Januar 2013.

Alles, was wir für einen gesunden Aufbau brauchen, ist schon da! Wir brauchen es nur zu empfangen – in demütigem Aufblick zu der Vollkommenheit, die uns in allem gegenübertritt, was die unverbogene Natur uns bietet. Oder wie Abd-ru-shin es in einem mahnenden Text einmal ausdrückte:

“… Ihr sitzt an dem gedeckten Tische dieser Schöpfung und habt Euch angewöhnt, nur immer skrupellos davon zu nehmen! Zwischen fordernd Nehmen aber und reinwollendem Empfangenkönnen ist ein großer Unterschied. (…) Es liegt darin das eigentliche Menschentum!

Eine nähere Erklärung für dieses “Empfangenkönnen” bietet Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) in einem kurzen Ausschnitt aus seinem Hauptwerk “Im Lichte der Wahrheit”, welches Sie hier als Zitat des Monats Januar 2013 nachlesen können. Angemerkt sei, dass diese Stelle dem dritten Band des oben genannten Werkes entnommen wurde und daher für den unvorbereiteten Leser als ausgesprochen anspruchsvoll für das Verständnis anzusehen ist.

Das isländische Medium Erla Stefánsdóttir bietet da vielleicht in dem ihr eigenen unbefangenen Plauderton schon einen leichteren Einstieg in ihrem Büchlein “Erlas Elfengeschichten”, auch wenn das, was sie erzählt, in manchen Ohren ein wenig eigenartig klingen mag. In der Zusammenschau mit dem oben angeführten Zitat des Monats wird man Erlas “Elfengeschichten” aber doch nicht so ganz ohne weiteres als “Plaudereien” abtun können.

Nicht eigenartig finden jedenfalls werden Sie hoffentlich eine brandneue Erstveröffentlichung von Gerhard Kogoj mit dem Titel “Die Verstorbene”. Wir freuen uns sehr, dass der feinsinnige Hellsichtige uns an seinem Erleben teilhaben lässt. Der Klang des OM, der nach fernöstlichen Weisheitslehren als “heiliger Laut” angesehen wird, übt eine Wirkung auf die dichteren Hüllen der Seele aus, besonders, wenn er in religiöser Absicht gewissermaßen als Gebet ausgeführt und somit von spirituellem Wollen durchdrungen ist – davon kann man sich leicht selbst überzeugen. Ich würde diese Wirkung als reinigend bezeichnen.

Das OM und seine Bedeutung erklären Margot Ruis und Gerhard Kogoj in einem kurzen Filmausschnitt, der exklusiv für “Elfenwirken” (aber trotzdem für alle zugänglich) auf YouTube hochgeladen wurde.

Mehr dazu können Sie im Artikel “Willkommen im Netz” nachlesen, der im November 2012 auf dieser Seite veröffentlicht wurde. Hier finden Sie auch genauere Hinweise zum OM-Netzwerk, eine Initiative, die von Margot Ruis ins Leben gerufen worden ist.

Außerdem soll der kurze Ausschnitt Ihnen Lust machen, sich den ganzen Film “Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden” mit Margot Ruis und Gerhard Kogoj anzusehen, der im Mai 2013 erscheinen wird. Der Termin für die Filmpräsentation steht bereits fest: Sonntag, 26. Mai 2013 im alten AKH in Wien. Der Film wird aber auch als DVD erhältlich sein.

Was gibt es sonst noch Neues auf dieser Seite: Ein weiteres Aquarell von Gerhard Kogoj, wobei der darauf Abgebildete gleichzeitig auch mithalf beim Abbilden, mitsamt Begleittext von Margot Ruis unter der Rubrik “Elfenbilder”; und – neu auf dieser Seite – zwei Zuschriften von einem Leser des Elfenwirkens mit “Suchbildern” aus der Natur unter der Rubrik “Leser(-innen)-Briefe”. Ebendort wurde auch die Anfrage eines Lesers zum Thema “Naturwesen fotografieren?” von Frau Ruis beantwortet. (Eine Auflösung zu den Suchbildern finden sie unter der Rubrik “Kunst und Pädagogik/persönliche Erfahrungen”. Für diese Zuschrift danken wir Frau U. S. aus P.)

Wir wünschen ein erbauliches Schmökern!

Januar 2013

Der Elfenfreund

 

Wenn auch Sie uns schreiben oder Fotos schicken wollen, so benutzen Sie die e-mail-Adresse elfenwirken@gmx.at oder hinterlassen Sie einfach einen Kommentar!

Alle Jahre wieder…

…ziehen “Vater Frost und Schneeflöckchen” (russisch: Djed Marós i Snjegúrotschka, volkstümlich darstellt als bärtiger Alter mit jungem Mädchen auf einem Schlitten) ins Land und die Natur versinkt im Winterschlaf.

Der Winter ist doch der wunderbarste Zauberer! Die Verwandlungskraft des Frostes ist in der Tat erstaunlich. Die Umwandlung des Wassers aus seinem flüssigen in den festen Aggregatszustand verändert in der Natur alles.

Alle Pflanzensäfte geraten ins Stocken, und  der Zustand der Starre gleicht einem Schlaf, oder aber seinem großen Bruder, dem Tod.

Wochen- und monatelang hat sich die Natur bereits darauf vorbereitet. Energiereserven für den Neuaustrieb wurden (unterirdisch) angelegt, Samen gebildet und ausgestreut, überschüssige Blattmasse abgestoßen. Winterspeck wurde angefressen, Winterquartiere bezogen, der Winterschichtwechsel durchgeführt: Alle Jahre wieder verlassen die Zugvögel den Norden und suchen wärmere Winterquartiere auf.

In ihrem Gefolge befinden sich nicht selten menschliche Winterflüchtlinge, so z.B. auch Margot Ruis und Gerhard Kogoj, die sich heuer – soviel darf verraten werden – nicht Richtung Südosten, also nicht nach Indien, sondern Richtung Südwesten aufgemacht haben. Wir wünschen den Zugvögeln wie auch deren menschlichem Pendant eine schöne, freundliche, warme Zeit und freudiges Erleben! Und wir freuen uns auch schon wieder auf ihre Rückkehr…

Um uns einstweilen das Warten zu verkürzen, erbauen wir uns an Texten (zwei neue Erstveröffentlichungen) und Bildern (neu auf diesem Weblog: Aquarelle von Gerhard Kogoj – auf dieses Bild bezieht sich auch die diesmalige Leseprobe), die sie uns hinterlassen haben, und wir hoffen auf Post aus dem sonnigen Süden!

Ich Elfenfreund persönlich bin ein Kind der Berge, ich liebe den Frost und den Schnee und trage in den Wintermonaten kein Verlangen nach Plusgraden. Berge, Sonne und eine geschlossene Schneedecke von Dezember bis März, das wäre mein ultimatives Wunschprogramm für diese Jahreszeit!

Und so freue ich mich alle Jahre wieder wie ein kleines Kind, sobald die glitzernden Kristalle vom Himmel fallen und die Welt unter einer weißen “Daunendecke” aus dem Reich der Frau Holle versinkt. Myriaden von Schneekristallen! Jede Flocke ein Unikat. Wie mögen diese gestaltbildenden Kräfte geformt sein, die so Wunderbares vollbringen? Ein vereister Bach, ein gefrorener Wasserfall, ein tief verschneiter Winterwald im glitzernden Sonnenschein…

Wer weiß etwas über die Elementarwesen des Frostes? Und was tun unterdessen, wohin gehen einstweilen die Wesen, die uns das restliche Jahr über begleitet haben? Es gibt wenig Literatur über Naturwesen im Winter! Selbst Margot und Gerhard helfen uns hier nicht weiter – sie fliehen ja seit Jahren und Jahrzehnten den Winter (s.o.)…

(Nein, ich behaupte NICHT, dass es sich bei solchen Eisformationen um “Naturwesen” handelt – das wäre ja absurd. Aber ist die Formkraft des Frostes nicht wunderbar?)

In ihrem Büchlein “Karlik – Begegnungen mit einem Elementarwesen” spricht Ursula Burkhard von den Jahresfesten, wie sie nach ihrer Wahrnehmung von Elementarwesen erlebt werden. Und für Kinder bereitet die blindgeborene, hellsichtige Heilpädagogin aus der Schweiz – sie führt nach eigener Aussage mit einem Heilpflanzengnomen eine Art Lebensgemeinschaft – dieses Erleben in ihrem Kinderbüchlein “Schnips” auf.

Interessant in diesem Zusammenhang finde ich auch eine kurze Stelle aus dem Buch “Lífssyn mín” des isländischen Mediums Erla Stefásdóttir (geb. 1935), die im deutschen Sprachraum als “isländische Elfenbeauftragte” bekannt geworden ist. Ihre Weltsicht erinnert mich immer wieder frappant an die etwas skurrrile Welt der “Mucklas” in den beliebten “Pettersson und Findus”-Bilderbüchern des bekannten schwedischen Zeichners Sven Nordqvist (geb. 1946), die auch ich und meine Kinder sehr schätzen.

Was zu guter Letzt noch fehlt – wie treue Besucher dieser Seite wissen – ist das Zitat des Monats aus dem Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin (Pseudonym für Oskar Ernst Bernhardt, 1875-1941), auch bekannt als Gralsbotschaft, aus dessen Lektüre viele Menschen die Anregung schöpften, sich überhaupt mit Naturwesen ernsthaft zu befassen. Die diesmalige Stelle kreist natürlich thematisch um Weihnachten, doch wollen wir hier allen konfessionellen ”Ballast” abwerfen und uns bemühen, in aller Schlichtheit  zu den Wurzeln dieses Festes zurückzukehren, wie es sich uns im Jahreskreis darbietet:

Führen uns Schnee und Eis nicht “alle Jahre wieder” vor Augen, was die Begriffe Reinheit und Klarheit verkörpern? Ist nicht ein unberührtes Schneefeld im Sonnenglanz überirdisch, ja paradiesisch schön? Berührt uns nicht die kristallene Reinheit, aber auch schneidende Kühle erstarrten Wassers tief im Inneren, besonders, wenn sich das Licht der Sonne darin bricht? Es ist bestimmt kein Zufall, dass die Zeit des Advents und des “Lichterfestes” Weihnachten in die dunkelste Zeit des Jahres fällt. Und dass wir heutzutage gerade in dieser Zeit einen regelrechten “Kult des Kindes” erleben – manchmal bis zum Überdruss erleben, denn wie berechnend gebärden sich dabei bisweilen die Vertreter der Wirtschaft, und für wie kindisch scheinen sie ihre Kundschaft zu halten – hat uns bestimmt auch etwas zu sagen: Spricht daraus nicht eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit und Heilsein, und dass man die Welt wieder mit den Augen des Kindes sehen möchte, so einfach … und wesenhaft wunderbar belebt? -

“Wer nicht den Strahl der Reinheit in sich aufgenommen hat, zu dem kann sich niemals der Strahl der Gottesliebe finden!”

Unser diesmaliges „Zitat des Monats“ aus der Gralsbotschaft bringt alle diese Aspekte zusammen und ruft uns zudem in Erinnerung (was auf dieser Seite aus naheliegenden Gründen ansonsten eher zu kurz kommen mag), dass die Gralsbotschaft in zutiefst christlichem Boden wurzelt!

21. 12. 2012 (Wintersonnenwende)                                        Der Elfenfreund

 

 

 

Willkommen im Netz….!

...sagt nicht die Spinne – keine Angst -, sondern sagen der Elfenfreund und Margot Ruis!

Die November-Ausgabe des ElfenWirkens möchte sich mit dem Bild des “Netzes” beschäftigen und das von Margot Ruis gegründete „OM-Netzwerk“ vorstellen.

 

Wenn die Nebelspinnen über die Niederungen kriechen und ihre trüben Brutnetze über den menschlichen Ballungszentren spannen, sodass hier den ganzen Tag graue Dämmerung herrscht…dann verwandelt sich auch manches Spinnennetz in ein mit tausend Perlen besetztes Geschmeide, so wie oben auf unserem November-Bild. Im Internet habe ich für solche betaute oder bereifte Spinnennetze die Bezeichnung „Elfennetz“ gefunden, und das ist doch ein schönes Wort, das zu diesen feinen Kunstwerken passt! Für das Foto danken wir herzlich Herrn J.O. aus S.

Nicht unbedingt schön ist es allerdings zugegebenermaßen, als Flachland-Bewohner wochenlang unter der Nebeldecke leben zu müssen! Das ist regelmäßig die schwerste Zeit des Jahres für mich licht- und schönheitssüchtigen „Elfenfreund“.

Der kalte, trübe und schwere Nebel führt uns eindrücklich vor Augen, dass alles Kalte und Unbewegliche nach unten sinkt, während alles Warme und Bewegliche darüber lagert. Da dieser Nebel uns buchstäblich vom Himmel, vom restlichen Luftraum, abtrennt, die Luftdurchmischung verhindert, ist er besonders unangenehm in Verbindung mit den Erzeugnisse unserer kalten und lebensfeindlichen Technik, die uns in abgegrenzten Bereichen zwar Komfort bringt, aber auch unseren Lebensraum mit Abgasen und unguten Energien belastet. Und dies besonders in der Nebel-Zeit!

Kaltes und Träges drückt nach unten, das Warme und Bewegliche steigt nach oben! Genau die selbe Gesetzmäßigkeit gilt auch für noch feinere Stofflichkeit als Luft, denn genau so verhält es sich mit den kalten und trägen, trüben Gedanken, in die wir Menschen uns mehrheitlich eingesponnen haben! Sie finden keinen Anschluss an höhere und lichtere Gefilde und schließen uns ab von helfenden Einflüssen, die von dort kommen könnten! Ohne Sonnenlicht und ohne Farbe, die von „außen“ aus der Natur durch unsere Sinnesorgane in uns dringen, wird da die gute Laune oft zur Mangelware.

Aber versuchen wir es trotzdem positiv zu sehen: Vielleicht lernen wir dadurch besser schätzen, was wir den Rest des Jahres an Geschenken aus der Natur so ganz als selbstverständlich hinnehmen und oft nicht einmal bewusst genießen? Wir spüren in diesen Zeiten, wenn wir mehr als sonst auf unsere eigenen “Produkte” zurückgeworfen sind, am eigenen Leib verschärft, was wir mit unseren Gedanken und unserer Technik in die Welt setzen – auch wenn dies vermutlich nur eine Ahnung davon darstellt, wie unsere Produkte auf die um soviel zarteren und sensibleren Naturwesen wirken müssen!

Oder z.B. auf unsere Kinder: Wie eine unaufhaltsame Woge sind die Bräuche des “Halloween”-Festes, das in dieser Form ja bei uns gar nicht heimisch ist, nach Europa herübergeschwappt. Was macht den Reiz dieses Festes aus? Das Einsammeln von Süßigkeiten wäre auch Teil von einheimischen Bräuchen, die heute teilweise aber vom Aussterben bedroht sind. Die mediale Präsenz made in Hogwarts und Hollywood? Oder doch die Faszination, die vom Unheimlichen, Dämonischen ausgeht, das Ausagieren halbbewusst vorhandener Ängste, das Bedürfnis, böse Geister zu “vertreiben”, ähnlich wie das auch von primitiven Kulturen zu allen Zeiten gehandhabt wurde und wird? – Welche (gedanklichen) “Nebelnetze” lasten brütend über uns? -

„Novemberblues“ – was können wir dagegen tun?

Als ich mich dieser Tage von Gedanken schwerer Sorge bedrückt fühlte und mich so darin eingesponnen hatte, dass ich vor lauter „Gedankenkarussell“ keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte und schon beinahe fürchtete, den Verstand zu verlieren, lehnte ich mich verzagt an den Stamm einer großen Buche. Ich erinnere mich auch an eine innere Aufwallung, gleich einer Bitte um Hilfe. Da klärte sich plötzlich etwas, eine Erinnerung tauchte auf an eine Stelle in der Gralsbotschaft – die ich darum zum diesmaligen „Zitat des Monats“ erwählt habe. Als ich den Baum wenige Minuten später wieder verließ, war mir, als sei eine graue Hülle aufgebrochen, ich fühlte mich buchstäblich “wie ein neuer Mensch”, oder vielleicht wie der Schmetterling, der aus seinem bedrückenden Kokon herausgeschlüpft ist: Ich konnte wieder freier denken und mich endlich wieder Gedanken der Freude und des Dankes öffnen – was ich sogleich ausgiebig tat…

In ihrem Buch:  „Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen“ beschreibt Margot Ruis eine ähnliche Erfahrung, wenn auch ungleich anschaulicher und dramatischer im besten Sinne.

Aber vielleicht wollen Sie das selbst auch einmal probieren? Dass Bäume einen heilsamen Einfluss auf uns Menschen geltend machen können, das wussten die alten Völker alle. Natürlich wird der Baumelf nicht Ihre Probleme für Sie lösen können – aber energetische Schlacken, Gedankenkrusten beseitigen, vielleicht gedanklicher “Geburtshelfer” werden, so wie ich, unhellsichtig und stumpf, wie ich bin, das am eigenen Leib erlebt habe – das wird er vielleicht sehr wohl, wenn Sie ihn darum bitten. Ja, ich denke sogar, die bewusste Bitte ist gar nicht immer notwendig – mir geht es regelmäßig nach einer Zeit, die ich allein in der Natur verbracht habe, besser, wenn auch nicht so auffällig, wie in dem oben geschilderten Erlebnis.

Und weil wir gerade von ihr gesprochen haben: Margot Ruis hat ein „Netzwerk“ anderer Art erfunden und gegründet, das für manch einen/n – nicht nur zur Zeit der brütend lastenden Nebel – vielleicht ebenfalls ein große Hilfe darstellen könnte: das „OM – Netzwerk“. Zu diesem Thema hat uns im Juni diesen Jahres Frau Ruis ein Interview gegeben, aus welchem wir folgenden Beitrag gestaltet haben:

Interessante Gedanken zum Thema aus der Feder von Margot Ruis finden Sie auch auf der DANA MUDRA-Webseite. Die eigentliche “Gründungsvision” (im wahrsten Sinne des Wortes) des OM-Netzwerkes ist dagegen beschrieben im Buch “Naturwesen und Erdheilung”, und Sie können sie hier nachlesen.

“Elfennetz” – so war der ursprünglich geplante Titel dieser Internetseite. Gemeint war damit  ein Netzwerk für die Elfen, dass Menschen sich mit Hilfe des Internets vernetzen im Interesse der Anliegen und Bedürfnisse der Natur und ihrer Wesen. Sonderbarerweise aber dachten alle Leute, denen ich davon erzählte, bei dem Titel zuerst immer an “Elfen fangen”. Und auch das Bild eines Elfennetzes – so zart und kunstvoll es auch sein mag – hat doch auf den ersten Blick etwas Bedrohliches. Darum wurde aus der ursprünglichen Bezeichnung das “Elfenwirken” geboren – und das ist sehr gut so. Das Netz hat etwas Zweischneidiges. Heute denkt man bei der Bezeichnung wohl vor allem an Funk! Handynetz, Fernsehnetz, Radionetz, Stromnetz… Von überall her strahlt und funkt es – sehr zum Leidwesen der Natur! Das bekräftigen die Elfenstimmen der aktuellen Ausgabe dieser Seite! Die Wesen der Natur benötigen heute angesichts der mannigfaltigen Störeinflüsse aus der kalten, unmenschlichen menschengemachten Technik, mehr denn je unsere Unterstützung! Dies wäre sogar in unserem ureigensten Interesse – Denn wenn sie durch unsere eigene Schuld ihre Aufgaben nicht mehr für uns erfüllen können – was dann? -

Stolz präsentieren wir ferner hier auf diesem Weblog eine Erstveröffentlichung aus der Feder von Margot Ruis. Aus der Tatsache, dass auch diese Episode sich um das “OM” dreht, kann man wohl schließen, welche Bedeutung die Autorin ihm im Interesse der Erdheilung zumisst. Auch einen Beitrag von Gerhard Kogoj, dem ebenfalls hellsichtigen Ehemann von Margot Ruis, dürfen wir erstmals veröffentlichen.

Für die Heilung speziell der Kinder gibt es dann noch ein Märchen mit dem Titel “Der Laubfrosch” von der Schweizer Heilpädagogin Ursula Burkhard. Die blind geborene Hellsichtige hat sich intensiv mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt und schreibt vor allem heilende Märchen für Kinder. Die vorliegende Leseprobe wurde entnommen dem Büchlein “Fizzlifax”.

 

 

Ernte(ge)danken 2012

Ernte – Dank – Gedanken … über jeden dieser Begriffe könnte man Seiten schreiben. Wir werden das heute (noch) nicht tun: Erstens haben wir uns vorgenommen, dass dieses Weblog heute noch ans Netz gehen soll, und dazu ist noch viel Arbeit nötig. Und zweitens, denke ich, gibt es fürs erste genug zum Schmökern auf diesen Seiten, und da muss man nicht alles Pulver gleich verschießen. Aber wir bitten unsere Leserinnen und Leser, dass sie sich doch anlässlich des Erntedankfestes Gedanken machen und uns per Kommentar mitteilen mögen, denn wir würden uns sehr freuen, wenn auf diese Weise ein Austausch mit Gleichgesinnten zustande kommen würde.

Was haben wir für Sie an “Erntegedanken” vorbereitet:

Von Margot Ruis finden Sie unter “Leseprobe” einen meiner Meinung nach sehr gelungenen Text, entnommen dem ersten ihrer beiden Bücher, zum Thema “Reinheit der Gedanken”. Wir sollten “feinstofflichen Umweltschutz” mindestens ebenso ernst nehmen wie dessen grobstoffliches Pendant! Jeder Gedanke, den wir aussenden, ist vergleichbar einem Samenkorn, das sich entwickelt, wächst, blüht und unausweichlich auch Früchte abwerfen wird – ob Früchte des Neides, des Zorns, der Bosheit uns zuträglich sein werden?

Auch Naturwesen selbst sollen hier auf diesem Blog zu Wort kommen dürfen. Unter “Elfenstimmen” äußern sich heute zwei Vertreter aus dem Elementarreich, ein “großer Elf der Berge” und eine Feldfruchtelfe. Ich liebe diese Texte – auch sie sind entnommen den Büchern von Margot Ruis – ganz besonders wegen ihrer einfachen und doch so tief zu Herzen gehenden Sprache.

Unter “Literatur” finden Sie sodann die einzige mir bekannte Schilderung eines “Dämonenangriffs” auf Naturwesen, entnommen dem Buch “Im Reich der Naturgeister” von Dora van Gelder (1904 – 1999). Die von Geburt an Hellsichtige, Heilerin und später Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft von Amerika kam auf Java (ehemals dänische Kolonie) zur Welt, lebte dann in Australien, bevor sie mit Ihrem Mann in die USA übersiedelte. Die kurze von ihr geschilderte Episode zeigt anschaulich eine Auswirkung von menschlichem “Gedankenmülll” in der astralen Umgebung unserer Erde – die ja nicht nur “unsere” Erde ist, sondern die wir mit mannigfachen Geschöpfen, grob- sowie feinstofflichen, gemeinsam bewohnen dürfen.

Beim “Zitat des Monats” aus der Gralsbotschaft von Abd-ru-shin schwankte ich zwischen einem kurzen Zitat für die Leser oder einer ausführlichen Stelle für die Nicht-Leser der Gralsbotschaft. Ich entschied mich für die lange Variante, da sie meiner Meinung nach so exzellent geeignet ist, die beiden Texte von Margot Ruis und Dora van Gelder zu unterstreichen und noch weiter gehend zu erläutern. Hier haben wir vor uns die genaue Erklärung, wie ein Gedanke entsteht, wie er sich “zeigt” und was er bewirkt!

Damit aber das kurze Zitat zum Thema ErnteDANK nicht unter den Tisch fällt, sei es an dieser Stelle hier eingefügt – es lautet:

Der schönste Dank ist reine Freude!

(Abd-ru-shin, aus dem Vortrag: “Das lebendige Wort”)

Der Mensch neigt sehr zur Unzufriedenheit, wenn im Leben nicht alles ganz glatt läuft. Wir alle haben unsere Ideale, mehr oder weniger hohe Ziele, Erwartungen an das Leben, das wir oftmals mehr als Kampf denn als großzügiges Geschenk erleben. Dabei vergisst man dann leicht darauf, welche Gnaden jede/r täglich selbstverständlich entgegennimmt!

Ich z.B. habe eine Frau, vier Kinder, ein Haus, einen kleinen Garten, ausreichendes Einkommen, ein Auto. Ich habe die Freiheit, mein Leben zu gestalten, wie ich möchte, die Sonne scheint an den meisten Tagen, aus der Leitung kommt sauberes Wasser, bei jedem Atemzug füllen sich die Lungen fast wie von selbst mit guter Luft. Wir haben keinen Fernseher und vermissen ihn nicht, meine Kinder spielen Musikinstrumente. Vor meinem Fenster blühen Blumen, und im Gewächshaus im Garten reifen noch immer Tomaten, Paprika und Zuckermelonen. Auch wenn ich selbst kein Krösus bin, so lebe ich doch in einem der reichsten Länder der Welt – und lasse mich dennoch immer wieder bedrücken von kleinen Problemchen, auf die ich dann immerfort starren muss, bis sie mir riesengroß erscheinen?

Wie viel Grund zu Dankbarkeit und Freude hat jeder und jede von uns! Und wenn auch im Moment die Sonne nicht ganz ungetrübt scheint – so findet sich bestimmt in der Erinnerung ein Moment, über den zu freuen sich lohnen würde.

Jedes Erleben ist die Ernte einer Saat, die jeder und jede einzelne einmal selbst für sich gelegt hat, und in jedem neuen Augenblick streuen wir die Saat für zukünftige Ernten.

Zu den schönsten “Früchten” meines vergangenen Sommers gehören Erlebnisse, die mit der Natur und den darin wirkenden Wesen im Zusammenhang stehen. Dazu gehören Erlebnisse in der Natur, in den Bergen, wenn ich allein unterwegs gewesen bin. Im Kreise der Familie waren das vor allem kleine Feiern, die wir gehalten haben, Momente der Andacht und Dankbarkeit: So haben wir Blumen in eine Höhle gebracht und dort gemeinsam einen Kanon gesungen für die Wesen der Erde. Wir haben unseren Autos Namen gegeben und für sie eine kleine Feier abgehalten. Wir sind am Vorabend zu Erntedank mit Laternen in den Garten und dreimal singend um das Gemüsebeet gepilgert, um den Gnomen und Elfen dort zu danken für ihre Hilfe. Wir durften sogar mit einer großen Kinderschar im Rahmen eines Familientreffens mit in Wachs getauchten Holzweichfaser-Plattenstücken eine “Venusblume” legen, um sie nach Einbruch der Dunkelheit feierlich zu entzünden. Der Ernst und die stille Andacht der Kinder waren erhebend!

In diesem Sinne habe ich ausnahmsweise auf der Seite “Kunst und Pädagogik” heute im eigenen Kalender geblättert und präsentiere diese meine Erlebnisse des Sommers 2012 – voller Freude und Dankbarkeit für die reiche Ernte!

Sonntag, 7. Oktober 2012  (Erntedank)

Der Elfenfreund