{"id":4484,"date":"2020-04-13T13:23:36","date_gmt":"2020-04-13T12:23:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/?p=4484"},"modified":"2020-04-24T18:37:08","modified_gmt":"2020-04-24T17:37:08","slug":"wer-nicht-horen-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wer-nicht-horen-will\/","title":{"rendered":"Wer nicht h\u00f6ren will &#8230;"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em><strong>&#8222;Eines erscheint mir sicher: In den kommenden Jahren wird die Natur uns Menschen sehr konsequent vor Augen f\u00fchren, wie unverantwortlich wir seit langem mit ihr umgegangen sind.&#8220;<\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n<p>Seit ich vor einem Jahr (Ostern 2019) <a href=\"https:\/\/tredition.de\/autoren\/simon-a-epptaler-27789\/das-ueberirdische-in-der-natur-paperback-118150\/\">das Buch ver\u00f6ffentlicht<\/a> habe, dem obiges Zitat entnommen ist, haben sich so viele Naturkatastrophen ereignet, dass man den \u00dcberblick dar\u00fcber verlieren k\u00f6nnte. Die <em>schlimmste Heuschreckenplage in Afrika seit 70 Jahren<\/em> z.B. haben wir von Europa aus vielleicht nicht einmal mitbekommen, die ungew\u00f6hnlich starken und anhaltenden <em>Wald- und Torfbr\u00e4nde in Sibirien und Kanada <\/em>wom\u00f6glich schon wieder vergesssen. \u2013 Die Bilder vom <em>brennenden Amazonas-Regenwald<\/em> in S\u00fcdamerika sowie der verheerenden <em>Buschfeuer in Australien<\/em> werden da vielleicht noch eher in Erinnerung geblieben sein.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich diesen Blogbeitrag schreibe, sind wir allerdings schon wieder von einem anderen Ungemach \u00fcberrollt worden: einer <em>Viruspandemie<\/em>, die von europ\u00e4ischen Politikern unisono als <em>&#8222;gr\u00f6\u00dfte Katastrophe seit 1945&#8220;<\/em> bezeichnet wird. In \u00d6sterreich begann der Ausnahmezustand passenderweise am Freitag, dem 13. M\u00e4rz mit Hamsterk\u00e4ufen fast wie im Krieg. Seither steht bei uns wie auch anderswo das \u00f6ffentliche Leben still. Kinderg\u00e4rten, Schulen, Universit\u00e4ten sind zu, die meisten Gesch\u00e4fte geschlossen, alle Grenzen dicht. Der Flugverkehr kam weitestgehend zum Erliegen. Es fahren angeblich auch keine Containerschiffe mehr, viele Fabriken und die Arbeit stehen still! Und diese Stille breitete sich aus: Werktags h\u00f6rt man jetzt die V\u00f6gel singen wie sonst nur an Sonntagen.<\/p>\n<p>Ein Fr\u00fchling wie aus dem Bilderbuch \u2013 die Sonne scheint, Blumen und B\u00e4ume bl\u00fchen, die Leute sitzen zu Hause. Man hat auf einmal Zeit: Seit 70 Jahren gab es nicht mehr so viele Menschen ohne Arbeit wie jetzt. Wer Gl\u00fcck hat, kann von daheim aus arbeiten oder wurde bei laufenden Bez\u00fcgen freigestellt. Doch viele haben ihren Arbeitsplatz verloren: Um die Infektionszahlen einigerma\u00dfen unter Kontrolle zu halten, wurde der Unterbindung von Sozialkontakten oberste Priorit\u00e4t zuerkannt. Die Polizei bestraft, wer die vorgeschriebenen Sicherheitsabst\u00e4nde nicht einh\u00e4lt. An \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen und im Supermarkt wirken die Menschen angespannt und tragen Atemschutzmasken: Man f\u00fcrchtet sich vor Ansteckung.<\/p>\n<p>Das alles ist das Werk der kleinsten aller bekannten Lebensformen, genauer gesagt: eines so kleinen Lebewesens, dass unter Wissenschaftlern umstritten ist, ob man es \u00fcberhaupt bereits als Lebewesen bezeichnen kann. Ein Virus verf\u00fcgt weder \u00fcber einen Stoffwechsel noch \u00fcber eine selbst\u00e4ndige Fortpflanzung. Es ist somit eigentlich kein Lebewesen im \u00fcblichen Sinne, sondern gewisserma\u00dfen nur ein<i> Materie gewordenes Schadprogramm<\/i>, welches lebende Zellen dazu &#8222;umprogrammiert&#8220;, weitere Viren wie es selbst zu produzieren &#8230; und dabei zugrunde zu gehen. Schlimmstenfalls f\u00fchrt das im konkreten Beispiel zum Tod durch Lungenversagen.<\/p>\n<p>Beg\u00fcnstigt wurde die schnelle und weltweite Verbreitung der Krankheit durch weitgehend unbeschr\u00e4nkten Reiseverkehr. Dazu kamen die schnelle \u00dcbertragbarkeit der Krankheit sowie ein in vielen F\u00e4llen leichter Verlauf: Zahlreiche Infizierte entwickeln kaum Symptome, wissen folglich selbst gar nicht, dass sie ansteckend sind und verbreiten die Krankheit um so schneller. Die meisten Infektionen verlaufen allerdings weitaus unangenehmer, und bei etwa 5% aller best\u00e4tigten Erkrankungen (Quelle: Wikipedia) f\u00fchrt das Virus zu so schweren Symptomen, dass eine intensivmedizinische Behandlung im Krankenhaus erforderlich wird. F\u00fcnf Prozent, das macht pro Million Erkrankter 50.000 Menschen \u2013 weitaus mehr, als bei dieser rasanten Ausbreitungsgeschwindigkeit (beinahe drei Verdoppelungen w\u00f6chentlich!) das bestaufgestellte Gesundheitssystem verkraften kann. \u00d6sterreich z.B. hat rund 9 Mio. Einwohner, aber landesweit nur 2500 Intensivbetten und ist damit noch relativ gut ausger\u00fcstet. Darum diese unerh\u00f6rten, seit dem Krieg noch nie dagewesenen einschneidenden Ma\u00dfnahmen, die zu ergreifen nahezu alle Regierungen weltweit sich gezwungen sehen &#8230; der noch vor wenigen Wochen unvorstellbare &#8222;Lockdown&#8220;, der mittlerweile aber Wirklichkeit geworden ist \u2013 m<span style=\"color: #333333; font-style: normal;\">itsamt allen wirtschaftlichen Folgeerscheinungen, die man bewusst daf\u00fcr in Kauf nimmt! W<\/span>ie schnell die Dinge sich \u00e4ndern k\u00f6nnen &#8230;<\/p>\n<p>Die eind\u00e4mmenden Ma\u00dfnahmen sollen also bewirken, dass nicht zu viele Intensivpatienten gleichzeitig die Spit\u00e4ler \u00fcberlasten. Im Fall von \u00d6sterreich d\u00fcrften nach diesen Zahlen nie mehr als etwa 40.000 Personen gleichzeitig am Virus erkranken, um das Angebot an Intensivbetten nicht \u00fcberzustrapazieren. Dadurch dauert es aber nat\u00fcrlich auch dementsprechend lange, bis in der Gesamtbev\u00f6lkerung sich eine Immunisierung aufbauen kann: Dieses Virus wird uns wohl noch auf Jahre besch\u00e4ftigen. Ganz so wie vor der Pandemie wird es vielleicht nie wieder werden. Sofern der Mensch lernf\u00e4hig ist.<\/p>\n<p>Wer nicht h\u00f6ren will, muss f\u00fchlen:\u00a0Waren etwa die unbeschr\u00e4nkten Reisebewegungen, an die wir uns gew\u00f6hnt haben, per Flugzeug um die halbe Welt, f\u00fcr jedermann erschwinglich, aus \u00f6kologischer Sicht vertretbar? Die vielen Kongresse, Konferenzen, Tagungen in aller Herren L\u00e4nder, die Teil des Wirtschaftsmodells zahlreicher St\u00e4dte wurden \u2013 sind sie tats\u00e4chlich notwendig? M\u00fcssen wirklich auch im 21. Jahrhundert trotz Internet und Videotelefonie immer noch alle Teilnehmer an so einer Konferenz k\u00f6rperlich eingeflogen werden? Und war es sinnvoll, die Abwanderung von Schl\u00fcsselindustrien in Schwellenl\u00e4nder zuzulassen, nur weil dort Arbeitskr\u00e4fte billiger und Umweltauflagen vielleicht lockerer sind? Engp\u00e4sse bei Material- und Medikamentenlieferungen in der Krise waren die Folge. Wie viele Weckrufe wie diesen brauchen wir noch, um endlich aufzuwachen?<\/p>\n<p>Denn Sars-CoV-2 ist ja durchaus nicht das erste Virus, das in j\u00fcngster Zeit vom Tierreich auf den Menschen \u00fcbergewechselt ist: Aus dem gleichen Reservoir stammen auch HIV, Ebola, die Vogelgrippe, SARS, MERS, das Westnil- und das Zikavirus, um nur einige zu nennen. Und die B\u00fcchse der Pandora ist noch lange nicht ausgesch\u00f6pft. So gesehen, haben wir diesmal mit Covid-19 sogar eher noch Gl\u00fcck gehabt: Die Sterblichkeitsrate bei Ebola und SARS liegt mit 50% bzw. 20% ungleich h\u00f6her &#8230;<\/p>\n<p>Die Natur selbst sendet uns ein Zeichen. Wenn wir dem Leben Schaden zuf\u00fcgen, treffen wir letztlich damit uns selbst. Die Zerst\u00f6rung des nat\u00fcrlichen Lebensraumes von Wildtieren st\u00f6rt die Balance auf unserem Planeten. Gestresste Tiere verf\u00fcgen nur mehr \u00fcber eine geschw\u00e4chte Immunabwehr, schrieb\u00a0<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2020\/mar\/25\/coronavirus-nature-is-sending-us-a-message-says-un-environment-chief?CMP=twt_a-environment_b-gdneco\">der Guardian vom 25. M\u00e4rz<\/a> und illustrierte diese und \u00e4hnliche Aussagen namhafter Wissenschaftler durch Bilder von Orang-Utans auf Borneo, die sich vor Bulldozern in Sicherheit zu bringen versuchen. Wenn solche und andere Tiere dann gefangen, in K\u00e4fige gepfercht transportiert und auf M\u00e4rkten verkauft werden, wenn Menschen in Kontakt mit deren K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten und Exkrementen kommen, entsteht ein idealer N\u00e4hrboden f\u00fcr alle Arten von Krankheiten. Covid-19 soll auf einem derartigen Wildtiermarkt in Wuhan von Flederm\u00e4usen auf den Menschen \u00fcbergesprungen sein. Es w\u00e4re aber zu kurz gegriffen, als Lehre aus der Pandemie lediglich Wildtierm\u00e4rkte zu schlie\u00dfen und den Handel mit Tieren st\u00e4rker zu \u00fcberwachen. Wir m\u00fcssen endlich damit aufh\u00f6ren, die Natur wie bisher als Selbstbedienungsladen zu betrachten und uns \u00fcber ihre Bed\u00fcrfnisse r\u00fccksichtslos hinwegzusetzen: Wir s\u00e4gen damit an dem Ast, auf dem wir selber sitzen!<\/p>\n<p><i>Nature is sending us a message.<\/i>\u00a0\u2013 Die Natur sendet uns eine Botschaft: Die in den vergangenen Jahren sich h\u00e4ufenden Naturkatastrophen sind Ausdruck einer insgesamt immer mehr unter Druck geratenden Welt, die der Mensch infolge Misswirtschaft und\u00a0\u00dcberbev\u00f6lkerung ins Trudeln bringt, so sinngem\u00e4\u00df die Exekutivdirektorin des Umweltprogramms der UNO <i>Inger Andersen<\/i> im Guardian. So wie ein stotternder Motor dem geschulten Ohr des Mechanikers mitteilt, dass er nicht rund l\u00e4uft, so zeigen uns Krisen und Katastrophen an, dass wir die Natur bereits bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit strapaziert haben. Und eine andere M\u00f6glichkeit zur Kommunikation als \u00fcber Katastrophen lassen wir der Natur nicht. Was bedeutet, dass wir uns wohl oder \u00fcbel auf mehr davon werden einstellen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Aus meiner Sicht war die Kommunikation zwischen uns Menschen und der Natur seit jeher ungen\u00fcgend, wie ich f\u00fcr mein Buch recherchiert habe. Aber so schlecht wie heute war sie noch nie. Unseren Vorfahren war die Natur mit ihren personifizierten Kr\u00e4ften immerhin noch Gegenstand religi\u00f6ser Verehrung, auch wenn dieselbe bereits zur Zeit der Hochkulturen (Babylon, \u00c4gypten, Griechenland, Rom &#8230;) erkennbar zu starrem Formalismus verflachte. Die Vertreter des monotheistischen Christentums vermieden in weiterer Folge schon deshalb derartige \u00c4u\u00dferungen religi\u00f6ser Naturverbundenheit, weil die Anrufung naturnaher Kr\u00e4fte und Wesen mit ge\u00e4chteten heidnischen Kulten im Zusammenhang gesehen wurde. Noch die Alchemisten (die Vorl\u00e4ufer unserer modernen Wissenschaftler) vermuteten aber noch vor wenigen Jahrhunderten \u00fcberirdische Kr\u00e4fte, die in der Materie t\u00e4tig sind, und wollten sie sich nutzbar machen. In der Wahrnehmung ihrer frommen und von den Lehren der christlichen Kirche beeinflussten Zeitgenossen begaben die Forscher sich dabei in gef\u00e4hrliche N\u00e4he zu dunklen, d\u00e4monischen M\u00e4chten. Dass ab dem 20. Jahrhundert Nachfolger der Alchemisten die Existenz \u00fcberirdischer M\u00e4chte und Kr\u00e4fte inklusive eines Sch\u00f6pfers in der Mehrheit v\u00f6llig negieren w\u00fcrden, h\u00e4tte sich zu Lebzeiten des durch J. W. von Goethe unsterblich gewodenen <em>&#8222;Doctor Faustus&#8220;<\/em>\u00a0aber wohl kaum jemand tr\u00e4umen lassen. \u2013 Fragt sich, wer dem Einfluss des <i>Mephisto<\/i> tiefer verfallen ist: Der Alchimist von einst, der vor Magie und einem &#8222;Bund mit dem Teufel&#8220; nicht zur\u00fcckschreckt, um Macht zu erlangen, oder aber der materialistisch-atheistische Wissenschaftler von heute, der die Existenz alles \u00dcberirdischen in Bausch und Bogen verneint und als Ammenm\u00e4rchen verspottet? \u2013<\/p>\n<p>Zur Zeit der alten R\u00f6mer war es gesetzlich vorgeschrieben, dass vor einschneidenden Entscheidungen wie z.B. \u00fcber Krieg und Frieden oder gro\u00dfe Bauvorhaben die G\u00f6tter zu Rate gezogen werden mussten. <i>Auguren<\/i> hatten nach einem ganz genau vorgeschriebenen Protokoll die Natur zu befragen, und die Zeichen, die im Rahmen einer solchen Erhebung vermerkt wurden, wie z.B. der Vogelflug, Blitze etc., wurden der Entscheidungsfindung zugrunde gelegt. Die alten R\u00f6mer vertrauten also ganz selbstverst\u00e4ndlich darauf, dass bewusste \u00fcberirdische M\u00e4chte auf diese Weise den Menschen, die um Rat fragten, Winke zukommen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>In solcher Art die Natur zu konsultieren, w\u00fcrde uns heutigen Menschen sehr sonderbar vorkommen. Das w\u00fcrde ich gern noch erleben, dass ein weltweit agierender Konzern heute sich durch ung\u00fcnstigen Vogelflug daran gehindert sieht, Bodensch\u00e4tze auszubeuten, wenn diese Gewinn versprechen und Arbeitspl\u00e4tze schaffen! Wir legen heute unseren Entscheidungen keine Vorzeichen, sondern &#8222;Sachargumente&#8220; zugrunde. Doch wie das so ist, haben wir bei diesen Argumenten nat\u00fcrlich vorwiegend die eigenen Interessen und W\u00fcnsche im Blick.<\/p>\n<p>Wir sehen doch die Natur haupts\u00e4chlich als Rohstofflieferantin f\u00fcr unsere Wirtschaft! Nur das Materielle z\u00e4hlt f\u00fcr uns. Der Wald ist Holz, die Wiese Futter f\u00fcr das Vieh, der Boden je nachdem land- und forstwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che, Immobilie oder Bergbaugebiet. Sogar bei an sich unproduktiver Nutzung der Landschaft wie beim Spazierengehen und Seelebaumelnlassen sehen wir uns Menschen im Mittelpunkt und &#8222;nutzen&#8220; die Natur zur Naherholung. Als ob alles nur uns Menschen allein geh\u00f6ren w\u00fcrde! An unsere Pflichten der Umwelt gegen\u00fcber denken wir hingegen nicht.<\/p>\n<p>Wir Materialisten von heute sind ja nicht einmal mehr bereit, den wirkenden Kr\u00e4ften in der Natur ein Bewusstsein zuzugestehen, weil wir glauben, dass Bewusstsein nur von materiellen Gehirnen erzeugt werden kann.\u00a0Auf welche Weise k\u00f6nnte unter diesen Umst\u00e4nden die Natur uns\u00a0heute \u00fcberhaupt\u00a0&#8222;eine Botschaft&#8220; \u00fcbermitteln? Wir lassen ihr gar keine M\u00f6glichkeit, anders als durch Katastrophen mit uns zu kommunizieren &#8230;<\/p>\n<p>Die kleinste aller Lebensformen in der Natur (wenn wir einmal davon ausgehen, dass ein Virus doch schlie\u00dflich irgendeine Art Lebensform sein muss) ist in der Lage, unser Sozialgef\u00fcge durcheinander und zum Stillstand zu bringen. Vielleicht sollte uns das zumindest ein wenig Respekt einfl\u00f6\u00dfen, dass wir in Zukunft etwas r\u00fccksichtsvoller mit unser aller \u201eMutter\u201c umgehen. Die Natur beherbergt uns Menschen hier auf diesem Planeten seit einigen wenigen Jahrmillionen. Vergessen wir \u00fcber unseren wissenschaftlichen Errungenschaften nicht, wie unbedeutend wir in Wahrheit sind und wie v\u00f6llig auf ihre Duldung angewiesen.<\/p>\n<p><i>&#8222;Macht euch die Erde untertan&#8230;&#8220;<\/i>\u00a0\u2013 Ist es dem Sch\u00f6pfungsbericht der Bibel zufolge wirklich unsere Aufgabe, unser Recht und unsere h\u00f6chste Bestimmung als Menschen auf der Erde, die herrlichen nat\u00fcrlichen Landschaften und Lebensr\u00e4ume auszubeuten, zu zerst\u00f6ren und mit unserem sch\u00e4dlichen Abfall zu vergiften? Achtung, Trugschluss: Schlechte und menschlich fehlerhafte K\u00f6nige m\u00f6gen in Gefahr sein, den Begriff \u201eherrschen\u201c mit \u201eunterdr\u00fccken\u201c zu verwechseln \u2026 obwohl doch jeder wei\u00df, dass ein K\u00f6nig \u201eder erste Diener des Staates\u201c zu sein hat \u2026 Doch einer religi\u00f6sen \u00dcberlieferung vom Range der B\u00fccher Mose ist eine so fehlgeleitete Begrifflichkeit ja wohl nicht zuzutrauen.<\/p>\n<p>Sich die Erde untertan zu machen (1. Mose 1,28) bedeutet aus meiner Sicht, sie in ihrer wunderbaren Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit verstehen zu lernen, um sie dadurch erst richtig zu aller Wohl n\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Sie sachgerecht zu voller Entfaltung zu f\u00fchren. Das tun wir aber nicht: Bei richtiger Ben\u00fctzung m\u00fcsste die Natur in allen L\u00e4ndern der Erde unter der Hand des Menschen aufbl\u00fchen, an Fruchtbarkeit und Artenvielfalt zunehmen, w\u00fcrde uns ihre Geheimnisse und Wunder freiwillig und gern offenbaren, damit wir aufbauend sie und uns selbst immer mehr veredeln und in ihrer Sch\u00f6nheit unterst\u00fctzen. Wir hingegen nehmen uns eigensinnig und gewaltsam, was wir wollen, und hinterlassen verw\u00fcstete, ausgebeutete und zerst\u00f6rte Landschaften, die sich erst allm\u00e4hlich wieder zu erholen beginnen, wenn wir uns daraus zur\u00fcckgezogen haben.<\/p>\n<p>Als &#8222;Krone der Sch\u00f6pfung&#8220; tragen wir Menschen aber nat\u00fcrlich Verantwortung, die uns unterstellten Naturreiche umsichtig und zielbewusst zum allgemeinen Besten zu f\u00fchren. Unsere Pflicht w\u00e4re es demnach also, daf\u00fcr zu sorgen, dass Mineralien, Pflanzen und Tiere sich optimal entwickeln k\u00f6nnen. Ein hoher Anspruch! Aber nicht unm\u00f6glich. Voraussetzung w\u00e4re allerdings, dass der Mensch sich erst einmal seiner Verantwortung \u00fcberhaupt bewusst wird. So lange man in den Tag hineinlebt, ohne \u00fcber das Woher und das Wohin ernsthaft nachzudenken, wird man dem eigentlichen Sinn seiner Existenz schwerlich n\u00e4herkommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die erste H\u00fcrde besteht schon in der \u00dcberwindung des Materialismus.\u00a0Wir Menschen tragen zwar auf der Erde einen materiellen K\u00f6rper und \u2013 damit verbunden \u2013 materielle Sinnesorgane. Unser Wesenskern (auch &#8222;Seele&#8220; genannt) ist aber geistig. Der Begriff &#8222;Geist&#8220; hat dabei nichts mit dem Denken zu tun, sondern bezeichnet eine immaterielle, \u00fcberirdische Beschaffenheit.\u00a0<a href=\"https:\/\/thanatos.tv\">Nahtoderlebnisse<\/a>\u00a0dokumentieren eindrucksvoll die Existenz des Geistigen in der physisch-materiellen Welt. Unsere Aufgabe kann daher nicht sein, nur die Materie zu erforschen und sie in ihren physikalischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu begreifen, sondern wir sollen \u2013 und dazu sind wir auch bef\u00e4higt! \u2013 das Materielle mit dem Geistigen verbinden.<\/p>\n<p>Das Geistige muss aber \u2013 davon bin ich \u00fcberzeugt \u2013 jeder erst selbst f\u00fcr sich entdecken. Weder starre religi\u00f6se Lehren, noch esoterische Schulungen, noch Erfahrungsberichte anderer k\u00f6nnen uns die Arbeit abnehmen, sich zu \u00f6ffnen, den individuellen Zugang zu suchen und sich dann in aller Einfachheit auf den Weg zu begeben. Dann wird auch jeder f\u00fcr sich die beseligende Entdeckung machen, dass die Natur nicht nur durch Katastrophen mit uns Menschen kommunizieren m\u00f6chte, sondern dass wir unser Gl\u00fcck, den Fortbestand unsrer Zivilisation sowie unseren Aufstieg selbst in der Hand haben: Indem wir den Gesetzen des Lebens folgen, die wir erkennen und verstehen lernen, sobald wir uns ernsthaft darum bem\u00fchen \u2026<\/p>\n<p>Eine solche &#8222;geistige Auferstehung&#8220; w\u00fcnsche ich uns allen!<\/p>\n<p>Der Elfenfreund \/\u00a0<em>Alvin <\/em><\/p>\n<p>Simon A. Epptaler \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Ostern 2020<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kirschbl\u00fcte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4537\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" src=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kirschbl\u00fcte.jpg\" width=\"1500\" height=\"1125\" srcset=\"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kirschbl\u00fcte.jpg 1500w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kirschbl\u00fcte-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kirschbl\u00fcte-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kirschbl\u00fcte-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Kirschbl\u00fcte-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Eines erscheint mir sicher: In den kommenden Jahren wird die Natur uns Menschen sehr konsequent vor Augen f\u00fchren, wie unverantwortlich wir seit langem mit ihr umgegangen sind.&#8220; \u00a0 Liebe Leserin, lieber Leser! 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