{"id":3681,"date":"2016-11-01T22:46:02","date_gmt":"2016-11-01T21:46:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/?p=3681"},"modified":"2022-08-28T06:52:57","modified_gmt":"2022-08-28T05:52:57","slug":"vom-licht-in-den-dingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/vom-licht-in-den-dingen\/","title":{"rendered":"Anderswelt oder vom Licht IN den Dingen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Allerheiligen und Allerseelen &#8211; zwei christliche Feste<\/strong><\/p>\n<p>Zu <em>Allerheiligen<\/em>\u00a0 (1. November) ist es Tradition, die Gr\u00e4ber der Verstorbenen mit Kerzen und Lichtern zu schm\u00fccken.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Friedhof-klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3694\" src=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Friedhof-klein.jpg\" alt=\"Friedhof klein\" width=\"1000\" height=\"664\" srcset=\"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Friedhof-klein.jpg 1000w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Friedhof-klein-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Friedhof-klein-600x398.jpg 600w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Friedhof-klein-451x300.jpg 451w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Fest wurde als Gedenktag f\u00fcr alle &#8222;Heiligen, Apostel und M\u00e4rtyrer&#8220; im 4. Jahrhundert zuerst in der Ostkirche eingef\u00fchrt und urspr\u00fcnglich am ersten Sonntag nach Pfingsten, also im Fr\u00fchsommer, gefeiert. Erst sp\u00e4ter wurde in der Westkirche der Termin auf den 1. November verlegt.<\/p>\n<p>In der allgemeinen Wahrnehmung vermischt sich das Fest mit dem um etwa 500 Jahre j\u00fcngeren Fest <em>Allerseelen<\/em> (2. November), an dem der armen Seelen im Fegefeuer gedacht wird. Die r\u00f6misch-katholische Kirche stellt in Aussicht, dass solchen durch Gebet und F\u00fcrbitte in bestimmter Weise geholfen werden k\u00f6nne (Allerseelenablass):<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hellmouth.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3687\" src=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hellmouth.jpg\" alt=\"Hellmouth\" width=\"1109\" height=\"1120\" srcset=\"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hellmouth.jpg 1109w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hellmouth-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hellmouth-297x300.jpg 297w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hellmouth-1013x1024.jpg 1013w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hellmouth-600x605.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1109px) 100vw, 1109px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Aus dem Stundenbuch der Katherina von Kleve: Ein Engel rettet f\u00fcnf arme Seelen aus dem Fegefeuer. Utrecht, um 1440. Quelle: Wikimedia Commons<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Halloween &#8211; die alten Kelten lassen gr\u00fc\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>Nach altem Volksglauben, f\u00fcr den wohl der Begriff &#8222;Erl\u00f6sung&#8220; doch nicht konkret genug erschien, stiegen die Seelen der Verstorbenen hingegen am Allerseelentag aus dem Fegefeuer auf und ruhten f\u00fcr kurze Zeit aus. F\u00fcr sie legte man Allerseelenbrote oder -z\u00f6pfe auf die Gr\u00e4ber, und auf den britischen Inseln entstand der Brauch, dass arme Kinder\u00a0 Allerseelenkuchen erbetteln konnten. Irische Auswanderer brachten vermutlich diese Tradition nach Amerika, und von dort aus verbreitete sie sich seit den 1990er Jahren als &#8222;Trick or treat&#8220;-Heischebrauch (&#8222;S\u00fc\u00dfes oder Saures&#8220;) auch im kontinentalen Europa.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/k\u00fcrbis-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3700\" src=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/k\u00fcrbis-2.jpg\" alt=\"k\u00fcrbis 2\" width=\"2657\" height=\"1946\" srcset=\"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/k\u00fcrbis-2.jpg 2657w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/k\u00fcrbis-2-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/k\u00fcrbis-2-1024x749.jpg 1024w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/k\u00fcrbis-2-600x439.jpg 600w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/k\u00fcrbis-2-409x300.jpg 409w\" sizes=\"auto, (max-width: 2657px) 100vw, 2657px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Der Jack O&#8217;Lantern, die K\u00fcrbislaterne, die zum Symbol f\u00fcr Halloween wurde, war urspr\u00fcnglich eine ausgeh\u00f6hlte R\u00fcbe. Er bezieht sich auf die irische Legende von Jack Oldfield, dessen verdammte Seele auf ewig mit einer solchen R\u00fcbenlaterne zwischen Himmel und H\u00f6lle umherwandeln muss. Das Licht soll vor dem Teufel und vor b\u00f6sen Geistern sch\u00fctzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das heute vor allem bei Kindern so beliebte <em>Halloween<\/em>-Brauchtum leitet sich zwar dem Namen nach vom katholischen Hochfest <em>Allerheiligen<\/em> ab (von <em>All Hallows&#8216; Eve &#8211;<\/em> der Abend vor Allerheiligen), doch finden sich inhaltlich wenig bis gar keine Bez\u00fcge zur Heiligen-Thematik. Viel eher eher ist die Nacht vom 31. Oktober zum 1. November traditionell eine Unruhnacht, deren ausgelassene Riten mit Streichen, Bel\u00e4stigungen und Ruhest\u00f6rungen schon seit der fr\u00fchen Neuzeit umstritten sind. Bereits im Hochmittelalter gab es Bestrebungen, einige Aspekte dieses besonders f\u00fcr die Landbev\u00f6lkerung sehr wichtigen Festes von angenommenen oder tats\u00e4chlichen heidnischen Traditionen herzuleiten.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Halloween.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3708\" src=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Halloween.jpg\" alt=\"Halloween\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Halloween.jpg 640w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Halloween-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Halloween-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Halloween-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Samhain, das keltische Neujahrsfest<\/strong><\/p>\n<p>Aus mittelalterlichen Aufzeichnungen wei\u00df man, dass in Irland in vorchristlicher Zeit das\u00a0keltische <em>Samhain<\/em>-Fest genau am 1. November sowie bereits am Vorabend beginnend begangen wurde. Samhain ist eines der vier gro\u00dfen irisch-keltischen Feste und wurde als Beginn des keltischen Jahres gesehen. Wie auch bei Imbolc (1. Februar), Beltane (1. Mai &#8211; Walpurgisnacht) und Lughnasadh (1. August) wurde ganz besonders zu Samhain (die Bezeichnung wird \u00fcbersetzt mit &#8222;Vereinigung&#8220;) angenommen, dass die Menschen einen Zugang zu den Wesen der &#8222;Anderen Welt&#8220; haben, besonders zu den Bewohnern der &#8222;Elfenh\u00fcgel&#8220;, die an diesen Tagen offenstehen. Weniger gut belegt ist die keltische Kultur in Kontinentaleuropa, wo die Kelten seit dem 6. vorchristlichen Jahrhundert (Hallstattkultur) sich \u00fcber weite Gebiete verbreiteten. Doch auch in Kontinentaleuropa ist der Termin f\u00fcr Samhain bis ins 1. vorchristlichen Jahrhundert zur\u00fcckverfolgbar. In ihrem Buch &#8222;Keltische Mythen &#8211; eine Einf\u00fchrung&#8220; (Reclam, Stuttgart, 1994, 2016) schreibt Miranda Jane Green:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Samhain war das Fest, mit dem der Tod des Sommers rituell betrauert wurde. Es markierte den \u00dcbergang zwischen zwei Perioden, das hei\u00dft, es fand in einer als gef\u00e4hrlich empfundenen Zwischenperiode statt, in der die normalen Gesetze von Zeit und Raum vor\u00fcbergehend au\u00dfer Kraft gesetzt waren. Die Grenzbarrieren waren aufgehoben: Geister der Anderswelt konnten auf der Erde wandeln, und menschliche Wesen konnten ihrem Reich einen Besuch abstatten.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Ob es wirklich legitim ist, das Brauchtum zu Halloween\/Allerheiligen\/Allerseelen auf keltische Urspr\u00fcnge zur\u00fcckzuf\u00fchren, ist umstritten. Die Thematik jedenfalls w\u00fcrde passen: Damals wie heute geht es um die Anwesenheit von Geistern in der physischen Welt, um die Vereinigung von Diesseits und Jenseits, oder modern ausgedr\u00fcckt: um das Bewusstsein, dass die Trennung zwischen den f\u00fcr uns Menschen wahrnehmbaren und nicht wahrnehmbaren Bereichen des Seins nur durch unsere Sinnesorgane entsteht und folglich nur scheinbar, also in Wirklichkeit eigentlich gar nicht existiert. Die Kelten nannten diese Erfahrung &#8222;Anderswelt&#8220;.<\/p>\n<p>Bevor ich den keltischen Begriff von Anderswelt n\u00e4her behandle, muss ich zum besseren Verst\u00e4ndnis zuvor ein wenig ausholen:<\/p>\n<p><strong>Diesseits und Jenseits &#8211; was ist das eigentlich?<\/strong><\/p>\n<p>Warum sprechen wir heute \u00fcberhaupt von Diesseits und von Jenseits?\u00a0&#8211; Was diesseitig ist und was jenseitig, h\u00e4ngt vor allem vom eigenen Standpunkt ab: Wir nennen alles das jenseitig, was wir &#8211; auch unter Zuhilfenahme jeglicher technischer Hilfsmittel &#8211; mit unseren irdischen Sinnen nicht erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gut, k\u00f6nnte man sagen, was man nicht erkennen kann, hat auch keinen Einfluss, ist folglich irrelevant. Wozu das Getue um Geister, D\u00e4monen, Wesen und Elementarkr\u00e4fte? An der Antwort auf diese Frage scheiden sich die Geister. Wahrscheinlich kann man den Sachverhalt am einfachsten mit Weltanschauung bzw. mit Religiosit\u00e4t im weitesten Sinne umschreiben. Manche Menschen glauben an \u00fcberirdische Kr\u00e4fte und M\u00e4chte, andere nicht. Der wissenschaftlichen Kl\u00e4rung entzieht sich die Kontroverse, weil die Methoden der Wissenschaft nicht geeignet sind, Geistiges zu untersuchen.<\/p>\n<p>Meine pers\u00f6nliche \u00dcberzeugung ist, dass der Mensch nicht auf seine irdischen Sinne begrenzt werden kann. Mit anderen Worten: Aus meiner Sicht ist der Mensch selbst ein geistiges Wesen, eine Seele in irdischer Verk\u00f6rperung. Der K\u00f6rper, zu dem die irdischen Sinne ja geh\u00f6ren, ist nicht unser ganzes Wesen, sondern lediglich eine H\u00fclle, in welche unser eigentliches lebendiges Wesen als Seele inkarniert wurde.<\/p>\n<p>Zu Beginn ist diese H\u00fclle in vielen F\u00e4llen noch locker und durchl\u00e4ssig. Kleine Kinder haben meist noch ein sehr ungezwungenes Verh\u00e4ltnis zu unseren irdischen Begriffen von Raum und Zeit! Doch die Hirnentwicklung schreitet voran und sp\u00e4testens mit der Pubert\u00e4t ist jeder heranreifende Mensch in der Regel doch mehr oder weniger &#8222;angekommen&#8220; in den vier Dimensionen der Raumzeit. Unsere Sinnesorgane sind uns extra dazu mitgegeben, um uns Reize aus der irdisch-materiellen Umwelt zu Bewusstsein zu bringen! Das ist die Voraussetzung daf\u00fcr, dass wir lernen k\u00f6nnen, uns in dieser irdisch-materiellen Umgebung gefahrlos zu bewegen, darin zu \u00fcberleben und Gl\u00fcck und Freude darin zu finden.<\/p>\n<p>Wenn wir aber schlafen, ruht der Teil des Gehirns, mit dessen Hilfe sich unser Tagbewusstsein zusammensetzt. Was erleben wir w\u00e4hrend des Schlafes? An den allergr\u00f6\u00dften Teil davon k\u00f6nnen wir uns gar nicht erinnern, weil unser Tagbewusstsein in diesen Teilen des Gehirnes, deren Aktivit\u00e4t uns das Traumerleben im Tiefschlaf vermittelt, nicht beheimatet ist. Mit Tr\u00e4umen ist es sonderbar: W\u00e4hrend ich tr\u00e4ume, erlebe ich oft den Traum als kristallklar und logisch. Manchmal nehme ich mir mir vor, mir die Lehre daraus unbedingt merken zu wollen, weil sie f\u00fcr mich wichtig ist, und ich wache dazu sogar auf. Aber kaum bin ich erwacht, verschwimmt mir der Traum, ich kann die Logik darin nicht mehr erkennen, die Handlung erscheint mir beinahe l\u00e4cherlich und schon nach wenigen Minuten habe ich gro\u00dfe Teile davon vergessen.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich erinnern wir uns aber ohnehin nur an die Tr\u00e4ume, die wir erleben, wenn wir nicht so tief schlafen oder <span style=\"color: #333333; font-style: normal;\">wenn wir bereits wieder im Aufwachen begriffen sind,<\/span>\u00a0vermutlich deshalb, weil wir nur zu diesen Gehirnregionen, die dann bereits wieder ihre gewohnte T\u00e4tigkeit aufnehmen, \u00fcberhaupt tagbewussten Zugang haben. \u00dcber unser seelisch-geistiges Erleben, also \u00fcber das, was zutiefst in unserem lebendigen Wesenskern geschieht, haben wir wenig Bewusstsein. Ich stelle es mir so vor, dass wir nur diejenigen Ausl\u00e4ufer davon \u00fcberhaupt registrieren, deren neuronale Auswirkungen bis in h\u00f6hergelegene Hirnregionen reichen und damit bis zum Tagbewusstsein aufsteigen.<\/p>\n<p>Mein Zugang zum Leib-Seele-Problem w\u00e4re also der, dass meiner Meinung nach der Geist oder die Seele im K\u00f6rper und dabei nat\u00fcrlich vor allem im Gehirn des K\u00f6rpers wirkt, sich von dieser T\u00e4tigkeit aber nur ein kleiner Teil im Tagbewusstsein &#8211; und das oft verworren und unklar &#8211; widerspiegelt.<\/p>\n<p>Und &#8230; wenn wir sterben, verlassen wir unsere k\u00f6rperliche H\u00fclle wieder. Zahllose Menschen, die sogenannte <em>Nahtoderlebnisse<\/em> hatten, als sie einmal beinahe gestorben w\u00e4ren und nur dank unserer fortgeschrittenen Medizin reanimiert werden konnten, berichten von sogenannten <em>Ausleibigkeitserfahrungen.<\/em> Sie blickten demnach von au\u00dfen, und zwar meist von einer etwas erh\u00f6hten Position, auf ihren K\u00f6rper herab, sahen die \u00c4rzte, die sich um ihn bem\u00fchten. Manche Personen nahmen im Zuge solcher Ausleibigkeitserfahrungen auch Verstorbene wahr, die offenbar gekommen waren, um sie abzuholen oder um ihnen beizustehen. Ein helles, lichtes Wesen vermittelte die Empfindung von gro\u00dfer Geborgenheit, von Angenommensein und Liebe. Viele Schilderungen berichten ferner von einem Tunnel, der die sterbende Person in andere Bereiche des Seins brachte, und schlie\u00dflich von einer Grenze oder Schranke, die sie nicht \u00fcberqueren durfte, da sie beschloss, ins irdische Leben zur\u00fcckzukehren. Nach dieser Entscheidung wurde sie ihrer Wahrnehmung nach von ihrem kranken irdischen K\u00f6rper wieder &#8222;eingesaugt&#8220;, woraufhin sie nicht zuletzt auch alle Schmerzen ihrer irdischen Realit\u00e4t wieder f\u00fchlte. (Weitergehende Einzelheiten finden Sie in meinem Artikel: <a href=\"http:\/\/thanatos.tv\/ein-tunnel-der-ins-jenseits-fuehrt\/\">&#8222;Ein Tunnel, der ins Jenseits f\u00fchrt&#8220;<\/a> auf thanatos.tv, in dem auch der Begriff &#8222;Astralk\u00f6rper&#8220; besprochen wird.)<\/p>\n<p><strong>Der irdische Leib &#8211; Geschenk oder Gef\u00e4ngnis?<\/strong><\/p>\n<p>Seit ich mich mit Nahtoderfahrungen besch\u00e4ftige, frage ich mich manchmal, was ich wohl um mich her wahrnehmen k\u00f6nnte, wenn es mir m\u00f6glich w\u00e4re, die Beschr\u00e4nkungen des irdischen Gehirns abzustreifen und unmittelbar mit den Augen der Seele zu schauen, so, wie es den erw\u00e4hnten Personen im Zuge ihrer Erlebnisse an der Schwelle des Todes geschah.<\/p>\n<p>\u2013 Nicht dass ich unbedingt Wert darauf legen w\u00fcrde, dem Tod nahe zu kommen &#8211; bewahre nein! Eine k\u00f6rperliche Krisis, die geeignet w\u00e4re, <em>den magnetischen Zusammenhalt zwischen K\u00f6rper und Seele<\/em> derart zu st\u00f6ren, dass die Seele und somit mein Bewusstsein aus dem K\u00f6rper austritt, w\u00fcnsche ich mir beileibe nicht! Nicht nur wegen der damit einhergehenden Schmerzen und sonstigen Unannehmlichkeiten: Da mir eine Existenz in Fleisch und Blut geschenkt ist, gehe ich davon aus, dass ich diese auch n\u00f6tig habe, sie wahrscheinlich f\u00fcr meine seelische Entwicklung und Reifung brauche. Allein schon deshalb w\u00fcrde ich mich h\u00fcten, ein geschenktes Erdenleben gering zu sch\u00e4tzen oder es gar mutwillig zu sch\u00e4digen.<\/p>\n<p>Darum habe ich auch zu Hellseherei, Schamanismus oder Channeling etc. ein eher zwiesp\u00e4ltiges Verh\u00e4ltnis. Nat\u00fcrlich interessiert es mich, was in dieser Richtung begabte Personen auszusagen haben, sofern ich sie f\u00fcr seri\u00f6s halte; deshalb besch\u00e4ftige ich mich auch mit Naturwesen und lese die entsprechende Literatur. Aber gerade weil ich mich \u00a0eingehend und auch ernsthaft mit derartigen Dingen befasst habe, wei\u00df ich auch, wie subjektiv mediale Erfahrungen sind. Ich w\u00fcrde davon abraten, mediale Schauungen, Prophezeiungen etc. allzu w\u00f6rtlich zu nehmen! Vor allem sollte man akzeptieren, dass heutzutage nur wenige Personen wirklich begabt und berufen sind, als Medium eine Art Br\u00fccke zum Jenseits zu bilden. Jede k\u00fcnstliche Nachhilfe zur sogenannten Erweiterung des Bewusstseins, sei es durch Hypnose, durch Meditation etc. oder gar durch Einnahme bestimmter Substanzen sehe ich sehr kritisch. Weiterf\u00fchrende Gedanken zu diesem Thema finden Sie in meinem Aufsatz <a title=\"\u00dcber das \u201cHellsehen\u201d\" href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/info\/uber-das-hellsehen\/\">&#8222;\u00dcber das Hellsehen&#8220;<\/a>\u00a0auf diesem Weblog.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333; font-style: normal;\">Nein, es besteht meiner Meinung nach absolut keine Notwendigkeit, um jeden Preis selbst hin\u00fcberschauen zu m\u00fcssen in jenseitige Bereiche. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333; font-style: normal;\">Wenn aber andererseits manche Menschen gar nichts wissen wollen von Ph\u00e4nomenen, die nicht ins g\u00e4ngige Weltbild passen und nur Spott und H\u00e4me daf\u00fcr bereithalten, finde ich das auch nicht richtig. Das w\u00e4re ja so, als w\u00fcrde man mit Scheuklappen durchs Leben gehen! Sich neben allen irdischen Notwendigkeiten auch f\u00fcr geistige Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, f\u00fcr die Frage nach dem &#8222;Woher&#8220; und dem &#8222;Wohin&#8220; zu interessieren, geh\u00f6rt meiner Ansicht nach zu einem sinnerf\u00fcllten Leben auf diesem wundervollen Planeten unbedingt mit dazu.<\/span><\/p>\n<p>In diesem Sinne &#8211; und nur in diesem Sinne! &#8211; bitte ich Sie, mich anl\u00e4sslich des Festes Allerheiligen\/Allerseelen\/Samhain\/Halloween auf ein kleines Gedankenexperiment zu begleiten.<\/p>\n<p>Und damit zur\u00fcck zum keltischen Begriff &#8222;Anderswelt&#8220;:<\/p>\n<p><strong>Ein (virtueller) Besuch in der Anderswelt<\/strong><\/p>\n<p>Stellen wir uns vor, wir k\u00f6nnten unseren Erdenk\u00f6rper abstreifen wie ein St\u00fcck Stoff, sagen wir: wie einen Mantel &#8211; was w\u00fcrden wir wahrnehmen?<\/p>\n<p>Lassen Sie mich das pr\u00e4zisieren: Mein K\u00f6rper liegt im Bett oder sitzt auf einem Stuhl, es ist, als wenn er schliefe. Der Astralk\u00f6rper oder auch Energiek\u00f6rper, der das Bindeglied der Seele zum K\u00f6rper darstellt, verbleibt im K\u00f6rper. Die Seele lockert sich aus dem Astralk\u00f6rper und tritt aus. (Das ist \u00fcbrigens, vermute ich, der Unterschied zu einer Ausleibigkeit im Zuge einer klassischen Nahtoderfahrung, wenn der K\u00f6rper keine Lebenszeichen mehr hat &#8211; dort ist aufgrund der k\u00f6rperlichen Krisis der <em>magnetische Zusammenhalt zwischen dem Astralk\u00f6rper \u00a0und dem K\u00f6rper verlorengegangen. <\/em>Die Seele tritt <em>mitsamt dem Astralk\u00f6rper<\/em> aus dem K\u00f6rper aus, was eine dichtere, den irdischen Verh\u00e4ltnissen n\u00e4her stehende Wahrnehmung zur Folge hat.)<\/p>\n<p>Ohne K\u00f6rper und Astralk\u00f6rper stehe ich bzw. steht meine Seele nun in der feinen Grobstofflichkeit. Was nehme ich wahr?<\/p>\n<p>Vermutlich vorwiegend in &#8222;zivilisierten&#8220; Gebieten, wo viele Menschen wohnen, gar nicht wenig Unsch\u00f6nes und Dunkles, weil die feinere Umgebung der Erde durch menschliche Einfl\u00fcsse verdunkelt ist. Verdunkelnde menschliche Einfl\u00fcsse, das sind: Gedankenformen, also die geformten Energien menschlichen Denkens &#8230; Gedankenm\u00fcll gewisserma\u00dfen, und D\u00e4monen, das sind Erzeugnisse destruktiven menschlichen Wollens, also \u00fcbelwollende Verk\u00f6rperungen menschlichen Hasses, Neides, Zorns etc., die \u00fcber den Menschen lagern. Und dann nicht zu vergessen auch noch erdgebundene Menschen selbst, also die Geister solcher Verstorbener, die sich noch nicht von der groben Stofflichkeit l\u00f6sen konnten und daher die astrale Umgebung der Erde bev\u00f6lkern.<\/p>\n<p>Alles in allem eigentlich keine besonders erstrebenswerte Aussicht! Kein Wunder, dass auch unsere Kinder zu Halloween nicht Heilige und Helden, sondern traditionell Geister, Vampire, Monster und D\u00e4monen verk\u00f6rpern &#8230;<\/p>\n<p>Alle diese dunklen Gebilde w\u00fcrden mir vermutlich feindlich gegen\u00fcbertreten, sobald ich meinen sch\u00fctzenden K\u00f6rper verlasse und mich dadurch ihren Einfl\u00fcssen gegen\u00fcber \u00f6ffne, weil sie ja b\u00f6se sind und mir daher von Natur aus schaden wollen. Schon m\u00f6glich, dass die geistige Kraft eines Menschen, vor allem bei bewusstem, gutem Wollen, derartigen Kreaturen \u00fcberlegen ist, aber als v\u00f6llig unerfahrener Neuling auf astralem Boden w\u00fcrde ich m\u00f6glicherweise schwere Sch\u00e4den davontragen &#8230; wenn nicht, wie bei den Nahtoderfahrungen der Sterbenden, \u00a0jemand kommt, um mir beizustehen. \u2013<\/p>\n<p>Aber angenommen, ich h\u00e4tte die n\u00f6tige Erfahrung, und der lichte Schein des bewussten guten Wollens w\u00fcrde hell und rein aus meiner Seele strahlen, sodass ich von Dunklem nicht behelligt w\u00fcrde &#8230; dann k\u00f6nnte ich in die Natur schweben und dort meine elementaren Freunde aufsuchen. Ich k\u00f6nnte die Naturwesen als geformte, bewusste Gesch\u00f6pfe wahrnehmen und mit ihnen kommunizieren.<\/p>\n<p>Aufgrund der feinen Beschaffenheit meiner Seele k\u00f6nnte ich zum Beispiel in einen Berg eintreten.<\/p>\n<p>Durch das Grobstoffliche des Berges k\u00f6nnte meine Seele einfach hindurchgleiten, aber nat\u00fcrlich besteht der Berg nicht nur aus dem groben Gestein, das wir Menschen irdisch wahrnehmen k\u00f6nnen, sondern besitzt ebenso wie der menschliche K\u00f6rper feinere, alstrale Anteile, sozusagen eine energetische Gestalt. Und auf dieser feineren, energetischen Ebene des Berges, die meiner nunmehrigen astralen Beschaffenheit gleichartig w\u00e4re, formen sich unter anderem die Elementarkr\u00e4fte, das sind die Wesen, die den Berg beseelen, ihre Wohn- und Arbeitsst\u00e4tten. Ich stelle mir eine Pforte vor, an die ich klopfe, ernste strenge W\u00e4chter, dann weite, lichte Hallen und G\u00e4nge, Kristalllichter und durchaus auch leuchtende Sch\u00e4tze oder jedenfalls deren energetische Urbilder, wie es ja in vielen M\u00e4rchen davon die Rede ist.<\/p>\n<p>Jede grobstoffliche Blume w\u00e4re wie der Eingang zu einer eigenen Welt, zur Welt der diese Blumenart beseelenden Elementarkr\u00e4fte. \u2013 Aus ihrem Blumenkelch winkt mir die Elfe zu: &#8222;Komm doch herein zu mir!&#8220; Ich trete oder schwebe n\u00e4her, oder besser gesagt, ich richte meine Aufmerksamkeit dorthin, mein Wollen &#8230; und schon erfasst mich ein Sog, vielleicht ein starker Luftzug und ich tauche durch den Blumenkelch hinein &#8230; und finde mich wieder \u00a0in einer anderen Welt, in einer weiten Landschaft voll lichter Sch\u00f6nheit, Duft und Farbe, W\u00e4rme, Frohsinn, Vogelsang&#8230; Die Zeit ist dort schneller als auf der Erde, darum kann die Elfe ihre Aufmerksamkeit auf viele einzelne irdische Blumen zugleich richten&#8230; Von dorther kommen die Elfen, wenn sie die irdischen Blumen besuchen, um sie zu pflegen, und dorthin geht es weiter in immer h\u00f6here Reiche, wohin auch die kleinen Blumenelfen noch keinen Zutritt haben, wohin sie aber voll Andacht und Sehnsucht blicken bis in die lichten Regionen, wo die ewigen Urbilder dieser Blumenart klingend strahlen und wo deren K\u00f6nigin huldvoll herrscht&#8230;<\/p>\n<p>Das, glaube ich, meinten so ungef\u00e4hr die Kelten mit &#8222;Anderswelt&#8220;.\u2013<\/p>\n<p><strong>Was ist Anderswelt?<\/strong><\/p>\n<p>Hier zum Vergleich eine wissenschaftliche Definition des Begriffes, wie ich sie im Internet gefunden habe; ich finde, dass beide Zug\u00e4nge sehr gut miteinander kompatibel sind:<\/p>\n<blockquote><p>Die <b>Anderswelt<\/b>, auch <b>Anderwelt<\/b>, <b>Andere Welt<\/b>, <b>Anderes Land<\/b> ist in der keltischen Mythologie der auf einer anderen Ebene existente Wohnort verschiedener mystischer Wesen und mythischer Personen. Die Anderswelt ist <b>unmittelbar neben der vertrauten Welt der Menschen<\/b> in H\u00fcgeln, auf Inseln und am Grunde von Seen und des Meeres angesiedelt. Der Zugang, z. B. durch H\u00f6hleneing\u00e4nge, ist den Normalsterblichen nur unter bestimmten Bedingungen \u2013 mit oder ohne Einverst\u00e4ndnis der Anderswelt-Bewohner \u2013 m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Unterschied zwischen der keltischen Anderswelt und den sie zeitlich und r\u00e4umlich umgebenden mythologischen Jenseitsvorstellungen anderer Kulturen besteht darin, dass sie nicht nur von den \u201eG\u00f6ttern\u201c und deren \u201eHelfern\u201c betreten und verlassen werden kann, sondern dass dies auch den Menschen m\u00f6glich ist \u2013 sei es im Verlauf ihres diesseitigen Lebens oder danach.<\/p>\n<p>In den germanischen (Walhall), griechisch-r\u00f6mischen (Elysion und Unterwelt), christlichen (Himmel und H\u00f6lle) und anderen zeit- oder ortsbezogenen Jenseitsvorstellungen sind die Toten f\u00fcr immer dort festgehalten. Seltene Besuche Lebender (Odysseus, Orpheus) werden allerdings erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Der keltischen Vorstellung ist demgegen\u00fcber ein nach dem Tode jedem Menschen zug\u00e4ngliches oder gar auf ewig zugewiesenes Totenreich ebenso fremd wie der Gedanke einer Belohnung oder Strafe im Jenseits. Man glaubte eher an bestimmten Zyklen und Abfolgen unterworfene \u00dcberg\u00e4nge in andere Daseinsformen innerhalb der diesseitigen Welt als Regel, wobei auch B\u00e4ume und andere Pflanzen eine wichtige Rolle spielten.<\/p>\n<p>Die Erw\u00e4hnung der Anderswelt in keltischen Mythen ist dabei wesentlich h\u00e4ufiger und gewichtiger als in den Mythologien angrenzender Kulturkreise. Hier wird ein reger Kontakt alles Irdischen mit dem Mythischen betont. Es gibt im Keltischen kaum die \u00fcbliche Trennung zwischen Menschen, Heroen, Ahnen und G\u00f6ttern und auch nicht zwischen dieser und der Anderen Welt.<\/p>\n<p>Nach keltischer Vorstellung gibt es nicht nur Schwellenorte, wo ein \u00dcbergang oder eine Verbindung der Welten m\u00f6glich ist. Dar\u00fcber hinaus kommen sie sich in zyklischen Abst\u00e4nden an bestimmten Schwellenzeiten besonders nahe, was Chancen, aber auch Gefahren mit sich bringt. Die bedeutendsten im Jahresverlauf markierten die keltischen Hochfeste wie Samhain. Einerseits konnte man ungewollt in die Anderswelt geraten, andererseits Bewohner der Anderswelt (Feen, Elfen, Kobolde, Wiederg\u00e4nger usw.) in der diesseitigen erscheinen und Schaden anrichten oder Segen bringen.<\/p>\n<p>Die antike Vorstellung von der Anderswelt ist vermutlich \u00fcber die keltischen Sagen und Erz\u00e4hlungen, tradiert durch das Mittelalter, in den Begriff der Anderen Welt der Europ\u00e4ischen M\u00e4rchen eingeflossen. Bis in unsere Zeit ist die Idee des Jenseits-Landes ein Motiv besonders der Volkserz\u00e4hlungen geblieben (z. B. <a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/kunst\/geschichten-nicht-nur-fur-kinder\/#Geschichte%20April%202013\">Frau Holle<\/a>, der Glasberg in den \u201eSieben Raben\u201c, u.v.m.).<\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: Wikipedia, Stichwort: &#8222;Anderswelt&#8220;; weiterf\u00fchrende Gedanken zum M\u00e4rchen &#8222;Frau Holle&#8220; finden Sie \u00fcber den entsprechenden Link.)<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde mit Bestimmtheit annehmen, dass das Tagbewusstsein von Menschen fr\u00fcherer Jahrtausende, wenigstens hier und da, &#8222;tiefer&#8220; reichte als es bei uns heute der Fall ist und dass dann der Unterschied zwischen Tagbewusstsein und Traumbewusstsein weniger stark ausgepr\u00e4gt war, als es bei uns Heutigen der Fall ist. Tr\u00e4umen wurde im Altertum ja noch gro\u00dfe Bedeutung zugemessen, w\u00e4hrend sie uns heutzutage nicht mehr viel geben; ich gehe davon aus, dass das seinen Grund hat. M\u00f6glich, dass fr\u00fchere Menschen z.B. im Schlaf leichter als wir modernen Menschen die Fesseln des irdischen K\u00f6rpers lockern, zeitweise abstreifen und sich nach Erwachen des im Traum Erlebten bewusst bleiben konnten. Zumindest ansatzweise ist diese F\u00e4higkeit ja sogar bei einigen wenigen Menschen von heute noch vorhanden.<\/p>\n<p><strong>Margot Ruis, Erla Stef\u00e1nsd\u00f3ttir und Marko Pogacnik: drei zeitgen\u00f6ssische Besucher in der Anderswelt<\/strong><\/p>\n<p>Bleiben wir bei Naturwesen und lassen Sie mich als Beispiel drei Zitate bringen aus B\u00fcchern heutiger Naturwesenkenner. Ein sehr sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr Anderswelt &#8211; und im Gegensatz zu meinem obigen Gedankenexperiment nach eigener Aussage wirklich erlebt &#8211; beschreibt <a title=\"Margot Ruis\" href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/autoren\/ruis\/\">Margot Ruis <\/a>in ihrem empfehlenswerten Buch &#8222;Naturwesen &#8211; Begegnung mit Freunden des Menschen&#8220; (Anmerkung: Margot Ruis bezeichnet den Baumelfen mit der indischen Bezeichnung &#8222;Deva&#8220;):<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wir machten eine kleine Wanderung im Wienerwald, wobei meine Freude an der Natur von schlimmen Kreuzschmerzen, die mich seit einigen Tagen qu\u00e4lten, beeintr\u00e4chtigt wurde. Am Rande einer kleinen Lichtung fiel uns eine besonders sch\u00f6ne und starke Eiche auf, und wir blieben stehen, um sie zu begr\u00fc\u00dfen. Der Deva hatte das Aussehen eines etwa f\u00fcnfundf\u00fcnfzigj\u00e4hrigen, sehr gro\u00dfen Mannes mit schulterlangem, graubraunem Haar und trug ein unauff\u00e4lliges, erdfarbenes Gewand. Seine Ausstrahlung war eine eindrucksvolle Mischung aus konzentrierter Kraft, Herzensw\u00e4rme und freundlicher Offenheit, also zweifellos sehr anziehend.<\/p>\n<p>Ich folgte seiner Einladung, n\u00e4herzutreten, legte meine H\u00e4nde an den Stamm und lie\u00df durch sie Schwingungen der Freude, der Liebe und des Dankes flie\u00dfen. Dann lehnte ich mich mit dem R\u00fccken an den Stamm und sp\u00fcrte, da\u00df der Baumelf hinter mir stand und mich umarmte, mit seiner Energie einh\u00fcllte. Ich lie\u00df mich in den Stamm hineinsinken und fand mich in einem runden Raum wieder. Auf einem glatten, festen Erdboden standen ein roher Holztisch und zwei B\u00e4nke. In der Dimension des Elfs, in die ich Eingang gefunden hatte, war das offensichtlich seine Stube.<\/p>\n<p>Als ich den Deva fragte, ob er mir mit meinen Kreuzschmerzen helfen k\u00f6nne, drehte er mich um, beugte meinen Oberk\u00f6rper nach vorn und begann, von meinem R\u00fccken etwas zu entfernen. (&#8230;)<\/p>\n<p>Zum Abschied riet er mir, ich solle es nicht in Gedanken festhalten, da\u00df die Wirbels\u00e4ule krank sei, sonst w\u00fcrde sich das Geflecht wieder bilden. Ich dankte dem Baumdeva sehr f\u00fcr seine Hilfe und kehrte in meinen am Stamm lehnenden grobstofflichen K\u00f6rper zur\u00fcck. Dem ging es mittlerweile bedeutend besser, und w\u00e4hrend ich mich vorher nur ziemlich steif und vorsichtig bewegen konnte, t\u00e4nzelte ich nun durch den Wald, da\u00df es eine Freude war! Das blieb nicht die einzige, aber die spektakul\u00e4rste Heilung, die ich von einem Baumelf erfahren durfte.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>(Aus: Margot Ruis, Naturwesen &#8211; Begegnung mit Freunden des Menschen. Anna Pichler Verlag, Wien, 1994, S. 20ff. Das Buch ist in 6. Auflage im Grals-Verlag erh\u00e4ltlich.)<\/p>\n<p>Auch das isl\u00e4ndische Medium <a title=\"Erla Stefansdottir\" href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/autoren\/erla-stefansdottir\/\">Erla Stef\u00e1nsd\u00f3ttir<\/a> schildert Anderswelt-Erfahrungen ganz im Sinne der obigen Definition. Island ist ja bekannt daf\u00fcr, dass hier der Glaube und der Bezug zu Naturwesen wie Elfen und Gnomen (Hulduf\u00f3lk = verborgenes Volk) erhalten geblieben ist. Dass Menschen und Elfen in unmittelbarer Nachbarschaft nebeneinander leben, ist ein in Island stark verwurzelter Volksglaube. Manche von Erla Stef\u00e1nsd\u00f3ttirs Anderswelt-Schilderungen klingen geradezu befremdlich zeitgem\u00e4\u00df:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cElfen arbeiten auf dem Land und auf dem Meer. Man sieht sie beim Fischfang oder bei Arbeiten in der Landwirtschaft, so wie das fr\u00fcher \u00fcblich war. Genau wie das Hulduf\u00f3lk (die Verborgenen) besitzen auch sie alle m\u00f6glichen modernen Maschinen in ihren L\u00e4ndereien. Ihre Fahrzeuge sehen aus, als blicke man in die Zukunft bei uns Menschen. Es gibt sogar Wagen auf Schienen \u00fcber der Erde. Elfen wohnen in feinen H\u00e4usern, die moderner als die elegantesten H\u00e4user der Menschen sind. Sie wohnen in Schl\u00f6ssern, Villen oder H\u00e4usern mit einem Grasdach, auch in Reihenh\u00e4usern, doch Mehrfamilienh\u00e4user gibt es nur ganz wenige. Ihre Kirchen sind sch\u00f6n, man kann sie kaum von den Kirchen des Hulduf\u00f3lks unterscheiden, weil sie in derselben Dimension sind. Elfen haben Schulen und Kunstgalerien. Sie haben Musiks\u00e4le und lieben den Gesang. Bei ihnen gibt es Kinderheime und Altersheime, doch sie sind so schlau, solche Heime zusammenzulegen.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>(Erla Stef\u00e1nsd\u00f3ttir, Erlas Elfengeschichten. Verlag Neue Erde, Saarbr\u00fccken 2011, S. 19)<\/p>\n<p>Das dritte Zitat ist illustriert und <a title=\"Marko Pogacnik\" href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/autoren\/marko-pogacnik\/\">Marko Pogacniks<\/a> bekanntem Buch &#8222;Elementarwesen &#8211; Begegnungen mit der Erdseele&#8220; (AT Verlag, Baden und M\u00fcnchen, 2009, S. 136f.) entnommen. Wir danken herzlich f\u00fcr die freundliche Genehmigung!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Pogacnik-Cernunnus002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3716\" src=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Pogacnik-Cernunnus002.jpg\" alt=\"Pogacnik, Cernunnus002\" width=\"704\" height=\"1153\" srcset=\"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Pogacnik-Cernunnus002.jpg 704w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Pogacnik-Cernunnus002-183x300.jpg 183w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Pogacnik-Cernunnus002-625x1024.jpg 625w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Pogacnik-Cernunnus002-600x982.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als Pan bezeichnet Marko Pogacnik ein hohes Erdwesen, welches das elementare Geschehen einer ganzen Landschaft leitet. <a title=\"Dora van Gelder\" href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/autoren\/dora-van-gelder\/\">Dora van Gelder<\/a> h\u00e4tte es vermutlich &#8222;Engel&#8220; genannt.<\/p>\n<p>Zu seinem Bild schreibt der Autor:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;(&#8230;) Der Fokus des Pans im Hirschpark bezieht sich meiner Einsicht nach auf eine weit zur\u00fcckliegende Zeit, als an diesem Ort ein heiliger Hain der Kelten stand. Noch ganz vom Geist der letzten ihn noch verehrenden Epoche gepr\u00e4gt, zeigte sich mir der Pan des Hirschparks in der Gestalt des keltischen Cernunnos mit dem Hirschgeweih und den charakteristisch untergeschlagenen Beinen, wie er auf dem ber\u00fchmten Kessel von Gundestrup zu sehen ist.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>(Marko Pogacnik,\u00a0Elementarwesen &#8211; Begegnungen mit der Erdseele. AT Verlag, Baden und M\u00fcnchen, 2009, S. 136)<\/p>\n<p><strong>Wie &#8222;wahr&#8220; ist die Wahrnehmung?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Landschaftswesen in Gestalt des keltischen Cernunnos, noch dazu in klassisch-keltischer Pose. Die alten Kelten lassen gr\u00fc\u00dfen! Damit klingt zum Schluss noch einmal deutlich ein Thema an, das meiner Meinung nach bei jeglicher Besch\u00e4ftigung mit jenseitigen Inhalten nicht vergessen werden darf: die feinstoffliche Wahrnehmung ist \u00a0immer mehr oder weniger subjektiv gef\u00e4rbt. Warum das so ist? Wir k\u00f6nnen dar\u00fcber nur spekulieren. Auch in der (Quanten-)Physik hat man festgestellt, dass es nicht m\u00f6glich ist, einen Sachverhalt experimentell zu beobachten, ohne dass der Beobachter an dem beobachteten Geschehen mit beteiligt ist. Vielleicht ist es hier \u00e4hnlich. Ich w\u00fcrde den Sachverhalt so formulieren:\u00a0<em><strong>Das Medium kann nicht anders, als das Geschaute im Spiegel seiner eigenen Erfahrungen, seiner Kultur, seiner Pers\u00f6nlichkeit und Geistesreife wahrzunehmen.<\/strong><\/em> In meinem Artikel <a title=\"Wesen und Form\" href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wesen-und-form\/\">&#8222;Wesen und Form&#8220; vom M\u00e4rz 2014<\/a> habe ich versucht, diesem Thema nachzugehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/CernunnosKessel-von-Gundestrup.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3729\" src=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/CernunnosKessel-von-Gundestrup.jpg\" alt=\"Cernunnos:Kessel von Gundestrup\" width=\"533\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/CernunnosKessel-von-Gundestrup.jpg 533w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/CernunnosKessel-von-Gundestrup-300x246.jpg 300w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/CernunnosKessel-von-Gundestrup-365x300.jpg 365w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Cernunnos auf dem Kessel von Gundestrup (La-T\u00e8ne-Zeit, 5. &#8211; 1. Jhdt. v. Chr.)<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:Malene\">http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:Malene<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Damit soll aber nicht ausgedr\u00fcckt sein, dass die feinstoffliche Wahrnehmung durch medial begabte Menschen nicht ernst zu nehmen oder unwichtig sei. Im Gegenteil! Wir brauchen die Ausblicke auf diejenigen Gebiete des Seins, die wir mit unseren irdischen Sinnesorganen nicht erkennen k\u00f6nnen, damit wir nicht vergessen, wie klein, wie unbedeutend unser Wissen \u00fcber das Universum heute noch immer ist. Die Suche nach Wahrheit muss immer weiter gehen! Nicht nur irdisch-wissenschaftlich, sondern auch ethisch, moralisch und spirituell. Je mehr unsere innere Reife als Menschheit dabei voranschreitet, je bewusster uns die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten werden, die im sichtbaren wie auch im unsichtbaren Teil des Weltalls herrschen, desto klarer und wahrer wird auch das Bild werden, das wir uns von den Teilen des Universums machen k\u00f6nnen, die unseren irdischen Sinnen nicht zug\u00e4nglich sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Nebel-klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3758\" src=\"http:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Nebel-klein.jpg\" alt=\"Nebel klein\" width=\"1000\" height=\"541\" srcset=\"https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Nebel-klein.jpg 1000w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Nebel-klein-300x162.jpg 300w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Nebel-klein-600x324.jpg 600w, https:\/\/www.wege-zum-aufstieg.info\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Nebel-klein-500x270.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u2013 Auch wenn zu Samhain der &#8222;Tod des Sommers&#8220; zu beklagen ist, auch wenn sp\u00e4testens ab Allerheiligen uns die Novembernebel wieder fest im Griff haben: Die Nebel lasten nur auf den Niederungen! Wollen wir nie vergessen, dass die Wirklichkeit gr\u00f6\u00dfer und wunderbarer ist als der \u00e4u\u00dferliche Augenschein!<\/p>\n<p>Blicken wir stets auf das Licht &#8211; auf das Licht IN allen Dingen, das Licht, aus dem alle grobstofflichen Dinge erst entstanden sind!<\/p>\n<p>Der Elfenfreund \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 November 2016<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allerheiligen und Allerseelen &#8211; zwei christliche Feste Zu Allerheiligen\u00a0 (1. November) ist es Tradition, die Gr\u00e4ber der Verstorbenen mit Kerzen und Lichtern zu schm\u00fccken. Das Fest wurde als Gedenktag f\u00fcr alle &#8222;Heiligen, Apostel und M\u00e4rtyrer&#8220; im 4. 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