Trübe Aussichten

cropped-Liebscher-Oceania-Kopfzeile.jpg

Dora van Gelder  war bereits weit über 80, als ihr legendäres Buch ”The Real World of Fairies” (1. Auflage erschienen 1977) neu aufgelegt wurde. In diesem Buch (der Titel der deutschen Übersetzung lautet “Im Reich der Naturgeister”) schildert das hellseherische Ausnahmetalent bekanntlich Erlebnisse mit Naturwesen seit ihrer Jugend. Im Nachwort zur neuen Auflage jedoch (sie erschien Anfang der 1990er) geht sie auch auf die gegenwärtigen Bedingungen ein. Sie schreibt:

“Als die Entscheidung fiel, dieses alte Manuskript durchzulesen und zu veröffentlichen, meinten Freunde, dass sich wohl auch im Elfenreich gewaltige Veränderungen vollzogen haben müssten, so wie dies in unserer physischen Welt geschah. Dies schien gewiss ein interessanter Gedanke, doch erst in dem Moment, als sie vorschlugen, ich solle doch wieder einige derselben Orte aufsuchen, um festzustellen, welche Wirkung die Umweltverschmutzung des Menschen auf das Elfenreich ausgeübt haben mag. Ich war geneigt, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Es war mir natürlich nicht möglich, die ganze Strecke bis nach Australien, Java oder Indien zurückzulegen, um Vergleiche durchzuführen, doch ich überprüfte die Bucht an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Ich begnügte mich allein damit.

Die Jahre der Ölverschmutzung, der Abfall, den man in den Ozean warf, die Kohlenmonoxydabgase der Autos und des Menschen ständige Landbebauung, die einen Übergriff auf Bereiche der Elfen mit sich brachte, mussten Auswirkungen gezeigt haben. Wir würden sehen!”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 140f.)

Wie gesagt, war Dora van Gelder zu diesem Zeitpunkt bereits alt und abgeklärt und als Theosophin war sie vom Vertrauen durchdrungen, dass die Entwicklung der Menschheit durch die Jahrtausende letztlich einen guten Ausgang nehmen würde. Trotzdem ist in ihren Worten eine gewisse Bestürzung nicht zu überhören, wenn sie – nach erfolgter Begutachtung der besagten Bucht – etwas weiter unten feststellt:

“Da die Engel sich auf einer höheren Stufe befinden (als die Elfen, d.E.), erleben sie die Verschmutzung nicht so unmittelbar, zeigen sich aber tief durch die Folgen berührt. Den Engeln machen die Auswirkungen der Umweltverschmutzung mehr zu schaffen als den Elfen. Sie wissen, dass die Menschheit auf lange Sicht Mittel und Wege finden wird, um die Umweltbedingungen zu verbessern, doch es gilt, eine gefährliche Zeit zu durchschreiten, eine Zeit großer Belastungen, die sich in den inneren Welten durch einen gewaltigen Druck offenbart.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 143f.)

Dora Van Gelder unterscheidet in dieser Textstelle zwischen Elfen (engl. fairies), also kleineren (30 – 60 cm) Elementarwesen, die von ihrer dichteren Beschaffenheit her der groben Stofflichkeit am nächsten stehen, und Engeln (angels), größeren Wesenheiten von vergleichsweise feinerer Beschaffenheit und höherer Entwicklung sowie Intelligenz. Beide Begriffe bezeichnen aber (bei Dora van Gelder) Wesen, die den Naturreichen zugehörig sind. (NB: Die spärlich bekleideten Wasserwesen in der aktuellen Kopfzeile unseres Weblogs sind einem Gemälde von Adolf Liebscher (1857 – 1919) entnommen und entsprechen nicht den Beschreibungen Dora van Gelders.)

Und das sind, kurz gesagt, die gravierendsten Veränderungen, die Dora van Gelder um 1990 feststellte, als sie nach etwa 15 Jahren Unterbrechung eine Bucht an der Ostküste der USA wieder aufsuchte, um zu überprüfen, ob und wie das feinstoffliche Leben an diesem Ort sich seither geändert habe:

  • Es gibt deutlich weniger Elfen als früher und sie stehen dem Menschen reservierter gegenüber. Es besteht die Neigung zur Furcht und zum Rückzug.
  • Das gesamte Energienetz des Meeres ist brüchig geworden. Die Energien fließen nicht mehr harmonisch. Da dieser Schaden auf physischen Ursachen beruht, vermögen ihn die Elfen nur teilweise zu reparieren.
  • Die “Symbiose zwischen Meer und Luft”, die früher vorhanden war, existiert nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr vollständig.
  • Die Umweltverschmutzung bildet “eine Art Band dichter Energie”, welches die Wechselbeziehung zwischen Erde, Wasser und Luft beeinträchtigt.
  • Wenn verschmutztes Wasser im Boden versickert, “unterbricht es auf heimtückische Weise den natürlichen Kreislauf und die gewachsene Harmonie”.
  • Auch das Energienetz der an sich saubereren, höheren Schichten der Luft ist “mit einem Schleier umhüllt”.
  • Durch die Zunahme der Gebäude, Fabriken, Schulen, Häuser und Wohnungen verloren Elfen ihren Lebensraum.
  • Auch synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel wirken sich auf ihre Arbeit nachteilig aus.

Zusammengefasst stellt Dora van Gelder fest, dass die Elfen des Meeres ihre Aufgaben immer noch erfüllen, doch seien die Ergebnisse nicht so zufriedenstellend wie vormals. Die Elfen sind ziemlich bestürzt und wissen nicht, was sie tun sollen. Sie verstehen nicht, warum die Verschmutzung zugenommen hat und warum es nicht mehr so viele Fische gibt, doch sie spüren, dass der Mensch dafür verantwortlich ist, und so zeigen selbst Meereselfen sich dem Menschen nicht gut gesinnt.

Von den Elfen der Küste hatte Dora van Gelder immer gesagt, dass sie sich dem Festland, den Tieren, Pflanzen und sogar den Menschen sehr innig verbunden fühlen. Nun aber charakterisiert sie die Situation folgendermaßen:

“Sie erfüllen ihre Aufgaben, verspüren im großen und ganzen jedoch keine sehr enge Verbindung zum Menschen mehr, es sei denn, beide begegnen sich in Wäldern und Tälern, mit anderen Worten, wenn beide die Schönheit der Natur genießen. Es wäre nicht richtig, euch glauben zu machen, dass es ihnen an Lebensfreude mangelt; sie ist Teil ihres Lebens. Sie bemerken, dass gewisse Lebensformen zu existieren aufhören, doch sie erfreuen sich an den noch vorhandenen Bäumen und Pflanzen und verrichten ihre Arbeit mit der gleichen Begeisterung wie vorher.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin 1995, S. 144f.)

Wie die Meereselfen, haben laut Dora van Gelder auch die Luftelfen sich zurückgezogen und scheinen nicht mehr gegen die Verschmutzung anzukämpfen. Um sich den Auswirkungen der Luftverschmutzung zu entziehen, suchen sie größere Himmelshöhen auf, doch sind sie nicht besonders glücklich. Das Energienetz der höheren Schichten ist mit einem Schleier umhüllt. Sie führen ihre Arbeit fort, aber es hat sich etwas geändert. Sie fühlen, dass sich die vom Menschen verursachten Schäden ihrer Kontrolle entziehen und dass sie sich dem nicht anzupassen vermögen, was sie entmutigt.

So weit diese Momentaufnahme, entstanden, wie gesagt, Anfang der 1990er Jahre in einer Bucht an der Ostküste der USA.

Wieder sind mehr als 20 Jahre vergangen.

Die Umweltgesetzgebung in einigen Ländern wurde unterdessen verschärft. Für viele Stoffe, die man früher bedenkenlos in die Natur freisetzte, gelten heute strenge Vorschriften – wenn auch leider nicht überall. (Bekanntlich mit ein Grund dafür, dass viele Industriezweige ihre Produktionsstandorte in Entwicklungs- und Schwellenländer verlegt haben: um die strengen Umweltauflagen, die unter dem Druck wachsenden ökologischen Bewusstseins in zahlreichen westlichen Staaten eingeführt wurden, zu umgehen.) Auch gibt es heute mehr biologische Landwirtschaft als noch vor 20 Jahren.

Wie mag sich die Situation wohl heute, im Jahr 2016, darstellen?

Dora van Gelder können wir nicht mehr fragen, sie verstarb 1999.

Folgt man jedoch den Darstellungen von Margot Ruis in ihrem Buch “Naturwesen und Erdheilung” (Gralsverlag, 2011), ist die Lage heute nicht weniger dramatisch und besorgniserregend als vor 20 Jahren. Ihrer Ansicht nach ist es vor allem die heutige Allgegenwart von elektromagnetischen Feldern, die Naturwesen – zusätzlich zur bestehenden und weltweit immer mehr zunehmenden stofflichen Umweltverschmutzung – immer mehr in Bedrängnis bringt. Außerdem betont Margot Ruis an verschiedener Stelle, wie empfindlich Naturwesen auf die Schwingungen des fehlgeleiteten menschlichen Gedankenwollens bzw. auf menschliche Gedanken reagieren. (Den Artikel “Willkommen im Netz” vom November 2012 haben wir in Zusammenarbeit mit Margot Ruis dieser Thematik gewidmet.)

Bleiben wir aber noch ein wenig bei der seit 1990 enorm zugenommenen Umweltverschmutzung durch elektromagnetische Felder (EMF). Diese Felder werden vom Menschen erzeugt, um u.a. Mobilfunk, Rundfunksender, Radargeräte, DECT-Telefone, WLAN, Mikrowellenherde oder Bluetooth-Geräte zu betreiben. Wie sich herausstellte, reagieren manche Menschen ausgesprochen empfindlich auf solche (mit den 5 Sinnen nicht wahrnehmbare) künstliche Felder, die aber (besonders seit der Verbreitung des Mobilfunks seit etwa 20 Jahren) plötzlich omnipräsent sind.

Von Betroffenen werden Symptome von Unwohlsein, Kopfschmerzen, schweren Schlafstörungen bis hin zu kognitiven Ausfallserscheinungen angegeben.

In der Literatur werden u. a. ebenfalls Bluthochdruck oder Blutdruckschwankungen, Schwindel, Tinnitus, Wortfindungsschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Sehstörungen, Hautkrankheiten und Schädigungen auf Zellebene beschrieben.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich regelmäßig schlecht schlafe, wenn meine Tochter im Zimmer unter meinem Schlafzimmer vergisst, das WLAN über Nacht abzudrehen – obwohl ich derart schwere Symptome wie oben angeführt zum Glück bisher nicht entwickelt habe. Doch als “lebender und leidender” WLAN-Detektor ist meine Trefferquote über Nacht bemerkenswert hoch.

2012 gab die österreichische Ärztekammer nach Sichtung aktueller Studien und Fachliteratur eine erste Leitlinie für österreichische Ärzte zur Diagnose und Therapie des „EMF-Syndroms“ heraus. Es wird darin „die Verwendung der Schlüsselnummer Z58.4 ‘Exposition gegenüber Strahlung’ gemäß der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10)“ empfohlen. Damit wurden elektromagnetische Felder als mögliche Krankheitsursache von der österreichischen Ärztekammer anerkannt. Eine Expositionsreduktion, Lebensstilberatung und ganzheitliche Therapieansätze sowie eine symptomatische Therapie werden dort als Therapieempfehlung ausgesprochen (Quelle: Wikipedia, Stichwort “Elektrosensibilität”).

Ein empfehlenswerter Dokumentarfilm (“Was wir nicht sehen” von Anna Wohlgenannt) zum Thema lief kürzlich in österreichischen Kinos.

Der Mechanismus, nach dem elektromagnetische Felder auf den Menschen eine derart einschneidende Wirkung ausüben können, ist nicht bekannt. Natürlich liegt es nahe, einen Einfluss der elektromagnetischen Felder auf die ebenfalls elektrische Reizleitung in den Nervenbahnen bzw. im Gehirn zu vermuten, doch ist eine solche Wechselwirkung bisher nicht nachgewiesen. Ich persönlich halte es für möglich, dass die künstlichen elektromagnetischen Felder den natürlichen Strahlenkranz um den Menschen (auch Od oder Aura genannt) schädigen. Demnach würden diese unsichtbaren elektromagnetischen Felder also zunächst den ebenfalls unsichtbaren Astralkörper des Menschen beeinträchtigen bzw. eventuell auch die noch eine Stufe dichtere, aber ebenso unsichtbare Verbindungsebene vom Astral- zum grobstofflichen Körper, die aus körperlichen Ausstrahlungen gebildet wird. Erst in weiterer Folge würde die Schädigung auf den grobstofflichen Körper übergehen und wäre mit technischen Hilfsmitteln somit naturgemäß nicht unmittelbar, sondern  erst nach einem gewissen Zeitraum nachweisbar.

Diese aus körperlichen Ausstrahlungen gebildete Übergangsebene vom Astral- auf den grobstofflichen Körper wird meines Wissens einzig von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) erwähnt und in seinem Vortrag “Das Blutgeheimnis” (Im Lichte der Wahrheit, Band III) erklärt. Demnach bildet die Ausstrahlung des Blutes eines Menschen die Brücke, durch welche die “magnetische” Verbindung des Körpers zum Geist in seinen verschiedenartigen Umhüllungen, als deren dichteste der Astralkörper anzusehen ist, hergestellt wird. Diese Strahlungsbrücke ist naturgemäß sehr fein und bei jedem Menschen ganz individuell verschieden, ganz entsprechend den geistigen Eigenarten des jeweiligen Menschen. Möglich, dass in diesem Umstand der Grund dafür zu suchen ist, dass die Menschen sehr unterschiedlich – und viele vielleicht tatsächlich gar nicht – auf elektromagnetische Felder reagieren. Ebenso möglich ist aber auch, dass die Mehrzahl der Menschen gegen derart künstliche Einwirkungen bislang einfach kein Sensorium entwickelt hat, da sie erst seit verschwindend kurzer Zeit – im Vergleich zur Evolution – bestehen. Das bedeutet, wir werden von elektromagnetischen Feldern geschädigt, aber spüren es meist nicht.

Dass in ähnlicher Weise auch andere grobstoffliche Lebewesen und unter Umständen auch Elfen durch vom Menschen erzeugte Strahlungen und Felder beeinträchtigt sein könnten, erscheint mir damit ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Es ist ja leider bislang unser Wissen über die feineren Ebenen und Ausstrahlungen der Stofflichkeit, in denen wir leben und mit denen wir täglich umgehen, verschwindend gering.

Zwar “wissen” wir aus der berühmten Einsteinschen Formel E=mc2, dass alle Materie letztlich aus Strahlung besteht, gewissermaßen also aus erstarrter und formgewordener Energie. Dieses Wissen deckt sich jedoch nicht mit unserer Alltagswahrnehmung und bleibt somit für die allermeisten Menschen leider rein theoretisch. Der Verstand, den das materielle Gehirn erzeugt, ist im Alltag nicht in der Lage, Materie von einer übermateriellen Warte als “formgewordenes Gotteslicht” wahrzunehmen. (Lesen Sie dazu auch unseren Artikel “Schönheit und Licht” vom April 2015!)

Weiters wissen wir aus den Schilderungen hellseherisch begabter Menschen wie z.B Dora van Gelder oder auch Margot Ruis, dass wir uns auch die überirdischen Bereiche, in denen Elfen und Engel tätig sind, geformt vorzustellen haben.

Religiöse Offenbarungsschriften sprechen drittens von einer göttlichen, schöpferischen ”Kraft”, aus der alles Bestehende – sei es nun in grob- oder feinstofflicher Gestalt – entstanden sein soll.

Wie können wir das alles in eine Zusammenschau bringen?

Abd-ru-shin erklärt in seinem Werk “Im Lichte der Wahrheit” den Sachverhalt kurz gesagt so, dass in einem weit über der uns bekannten irdischen Materie liegenden göttlichen Bereich göttliche, schöpferische Kraft ausgegossen wird, die sich – je nach ihrer Entfernung vom göttlichen Urquell – in Ebenen unterschiedlicher “Erkaltungsgrade” absetzt. So entstehen die verschiedenen Stofflichkeiten, angefangen von der feinsten Fein- bis herab zu der uns bekannten groben Grobstofflichkeit:

“Die verschiedenen Arten der Stofflichkeit liegen ganz unten am Grunde oder Ende der Schöpfung. Wieder wie in der ganzen Schöpfung oben mit der leichtesten Art beginnend, und abwärtsgehend mit der schwersten und dichtesten aufhörend. Diese sämtlichen Arten der Stofflichkeit dienen lediglich als Hilfsmittel zur Entwickelung alles Geistigen, das darein wie in einen fruchtbaren Ackerboden als Keim taucht. Genau so, wie ein Samenkorn die Erde zum Keimen und Wachsen benötigt.

Die Stofflichkeit selbst ist in den einzelnen Schichten für sich allein untätig, hilflos. Erst dann, wenn sie durch das über ihr ruhende Wesenhafte durchdrungen und gebunden wird, erhält sie Wärme und Lebendigkeit, dient zu Hüllen oder Körpern der verschiedensten Formen und Arten.

Wie ich schon sagte, lassen sich die verschiedenen Arten der Stofflichkeit nicht vermischen, wohl aber durch das Wesenhafte binden und auch mehrfach verbinden. In dieser Bindung und Verbindung entstehen nun Wärmen und Ausstrahlungen. Jede einzelne Stofflichkeitsart erzeugt dabei ihre bestimmte, eigene Ausstrahlung, welche sich mit den Ausstrahlungen der anderen mit ihr verbundenen Arten vermischt und zusammen einen Strahlungskranz ergibt, den man heute schon kennt und Od oder auch Ausstrahlung nennt.

So hat jeder Stein, jede Pflanze, jedes Tier seine Ausstrahlung, die man beobachten kann, und die je nach dem Zustande des Körpers, also der Hülle oder Form, ganz verschieden ist. Deshalb lassen sich auch Störungen in dem Strahlungskranze beobachten und daran Krankheitspunkte der Hülle erkennen.

Der Strahlungskranz gibt also jeder Form eine besondere Umgebung, die einen Schutz in der Abwehr, gleichzeitig aber auch eine Brücke zu der weiteren Umgebung bildet.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. II. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Grobstofflichkeit, Feinstofflichkeit, Strahlungen, Raum und Zeit. Den ungekürzten Vortrag können Sie nachlesen unter Gralsbotschaft – März 2016)

Wesenhafte Kräfte durchdringen und verbinden demnach die Ebenen der Stofflichkeiten, bringen darin verschiedenartige Formen hervor und machen sie dadurch erst dafür geeignet, dass Menschengeister sich verkörpern können. Zu solchen wesenhaften Kräften gehören Elfen und andere Naturwesen, die lange vor Ankunft des Menschen auf der Erde dieselbe dafür vorbereiteten, seine Entwicklung begleiteten und noch heute alles tun, was in ihren Kräften steht, um die Natur zu fördern und zu erhalten. Wesenhafte Kräfte wirken aber nicht nur in der äußeren Natur, sondern auch z.B. in den Körpern aller Menschen und Tiere und überhaupt in aller Materie bis herab zu den allerkleinsten Atomteilchen. Diese wesenhaften Kräfte erfüllen ihre Aufgaben streng gesetzmäßig, sie sind gewissermaßen formgewordener, ausführender Schöpfungswille. Die Naturgesetze, die in der von uns erforschten Materie wirken, sind nur ein kleiner Teil, die äußersten Auswirkungen dieses allumfassenden Schöpferwillens. (Mehr zum “Wesen” der Naturwesen können Sie nachlesen in unseren Artikeln “Wesen und Geist” vom Juli 2014 und “Wesen und Mensch” vom September 2014.)

Wenn nun der Mensch nach seinem Willen Stoffe künstlich erzeugt, die in der Natur nicht vorhanden sind, so stellt sich die Frage, wie diese in den natürlich vorgegebenen Ordnungsahmen passen.

Abd-ru-shin warnte bereits Anfang der 1930er Jahre:

“Allein wie die Natur in ihrem wesenhaften und schöpfungsgesetzmäßigen Wirken die Verbindungen der Stofflichkeiten schafft, nur darin lieget eine aufbauende Kraft und Ausstrahlung, während bei anderen, diesen Gesetzen nicht genau entsprechenden Verbindungen, durch Menschensinn erdacht, sich gegenseitig schädigende, vielleicht sogar zerstörende, zersetzende Ausstrahlungen bilden, von deren eigentlichen Endauswirkungen die Menschen keine Ahnung haben.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. III. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Natur)

Vor 100 Jahren, als sich die chemische Industrie gerade erst zu entwickeln begann, dachte niemand an die Folgen einer Freisetzung solcher synthetischen Stoffe. Man freute sich kindlich an den technischen Errungenschaften und lobte die Eigenschaften der neuen ”Kunststoffe”, die sich äußerlich zunächst kaum von traditionellen Werkstoffen wie Holz oder Horn unterschieden. Bald aber lernte man, die Eigenschaften synthetisch hergestellter Materialien immer besser zu beeinflussen.

Heute beträgt die Jahresproduktion von Kunststoffen weltweit fast 300 Mio. Tonnen (2013). Nur ein kleiner Teil davon wird recycelt oder verbrannt; das meiste gelangt in die Natur und verbleibt dort, da die Kunststoffe zwar zu immer kleineren Teilchen zerrieben werden bzw. unter UV-Licht zu sogenanntem Mikroplastik zerfallen, aber nicht biologisch abgebaut werden. Je nach Schätzung gelangen weltweit zwischen 700 und 3000 Tonnen Kunststoffe stündlich (!!) ins Meer.  (Quelle: Wikipedia, Stichwort “Kunststoff”)

Um sich das einmal in seiner ganzen Tragweite bewusst zu machen: Jedes noch so kleine Stückchen Plastik, das in den vergangenen 50 Jahren produziert wurde und über Flüsse ins Meer gelangte, befindet sich auch heute noch dort. 70 Prozent des Mülls sinken auf den Meeresgrund. Trotzdem haben sich in den Weltmeeren riesige Müllstrudel gebildet, in denen Millionen Tonnen Plastikteile an der Oberfläche schwimmen oder auch mehrere Meter tief absinken. Werden sie von Tieren geschluckt, die sie mit Nahrung verwechseln, so können diese sie nicht mehr ausscheiden und verhungern mit vollgestopftem Bauch. Kunststoffe enthalten Zusatzstoffe wie Weichmacher, Farbstoffe und Flammschutzmittel. Viele davon gelten als krebserregend, giftig oder als endokrin aktiv (das bedeutet, dass sie wie Hormone wirken). Man weiß, dass sie die Fortpflanzungsfähigkeit z.B. von Fischpopulationen schädigen. Auf Grund ihrer Beschaffenheit lagern sich an der Oberfläche von Kunststoffen zudem viele andere organische Stoffe an, darunter viele langlebige, kaum abbaubare Umweltgifte sowie schädliche Keime wie Vibrionen (Choleraerreger). Die nicht-natürlichen Stoffe können eine andere Besiedlung durch Mikroorganismen und in der Folge einen anderen Sauerstoffgehalt des verschmutzten Wassers verursachen.

Oceanic_gyres

Position der größten Müllstrudel in den Weltmeeren (Quelle: Wikipedia, Stichwort “Plastikmüll in den Ozeanen”)

Wenn Kunststoffe in kleinste Teilchen zerrieben werden (Mikroplastik), vergiften diese aber nicht nur mittelbar das Wasser, in dem sie schwimmen, sondern gelangen unweigerlich auch in die Nahrungskette. 2013 bestand der Sandstrand mancher Meeresbuchten bereits zu 3% aus Mikroplastik. Wattwürmer in der Nordsee lagerten bei einem Experiment dem Mikroplastik anhaftende Umweltgifte in ihr Körpergewebe ein. Die durch Entzündungen im Verdauungsapparat verminderte Fressaktivität führte rechnerisch zu einer mehr als 25 % geringeren Umwälzung des betroffenen Wattsandes.

Mikroplastik findet sich mittlerweile praktisch überall und wurde nicht nur u.a. in Speisefischen und im Meersalz, sondern auch im Trinkwasser, in Sprudel, Bier und in Honig nachgewiesen. (Quelle: Wikipedia, Stichworte “Kunststoff” und “Mikroplastik”)

Im Mittelmeer kommt auf zwei Teile Plankton bereits ein Teil Mikroplastik. In der Donau treiben mehr Plastikteile als Fischlarven. Hochgerechnet transportiert die Donau vermutlich täglich 4,2 Tonnen Plastikmüll (das wären im Jahr 1533 Tonnen!) ins Schwarze Meer. Bei 79 Prozent der in Proben gefundenen Plastikteilchen handelte es sich übrigens um industrielles Rohmaterial wie Pellets oder Flakes; nach Mikroplastik wurde in dieser Untersuchung nicht gesucht (Quelle: Donau als Abflussrohr – news.ORF.at). Man weiß aber, dass jede Fleece-Decke pro Waschgang etwa 2000 Mikrofasern freisetzt, die von Kläranlagen nicht zurückgehalten werden können.  Kosmetikartikel wie Peelings oder Zahnpasten enthalten Mikroplastik, das über die Abwässer entsorgt wird. Auch beim Abrieb von Autoreifen handelt es sich um Mikroplastik, dessen biologischer Abbau Jahrhunderte in Anspruch nehmen wird. (Über die Bedeutung der Kreisläufe in der Natur und insbesondere über den Stoffkreislauf haben wir in unserem Artikel “Herbstzeitlos” vom Oktober 2015 philosophiert.)

Es ist höchste Zeit, die Freisetzung von Kunststoffen in die Natur endlich zu unterbinden, die Verwendung von Kunststoffen streng zu kontrollieren, wo immer möglich sie zu verbieten und die Rückführung zum Zweck des Recyclings oder der kontrollierten Verbrennung weltweit sicherzustellen! In vielen Fällen ist ja schon heute die Verwendung synthetischer Materialien gar nicht notwendig und kann problemlos durch natürliche Produkte, womöglich aus nachwachsenden Rohstoffen, ersetzt werden. (Wenn Sie an der ökologischen Thematik Interesse haben, dann sehen Sie sich auch den Artikel “Einen Blick in die Kristallkugel” vom Jänner 2013 an!)

Ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten liegen vor uns, sobald ein tieferes Naturverständnis angestrebt wird und die Einsicht Platz greift, dass die Natur vollkommen ist und vom Menschen weder “verbessert” werden muss noch kann! Nur im Einklang mit der Natur kann der Mensch das Gute und Vollkommene, das in der Natur bereits vorhanden ist, sich nutzbar und, wie es entsprechend dem Schöpfungsmythos in der Bibel bereits Adam und Eva angetragen wurde, sich “die Erde untertan” machen.

In diesem Sinne war es auch von Abd-ru-shin gemeint, wenn er schrieb:

“Sobald der Mensch bei seinem Wirken als Grund die Natur wirklich Natur verbleiben lassen wird und sie in ihren Arten nicht eingreifend zu verändern sucht, sondern lediglich durch die Förderung gesunder, also unverbogener Entwickelung aufbauend schafft, dann wird er auch in allem eine Krönung seiner Werke finden und erhalten, die er bisher nie erhoffen konnte, weil alles von dem Natürlichen gewaltsam Abgebogene im Wachsen auch nur noch Verbogenes zu bringen fähig ist, das weder festen Halt noch dauernden Bestand sein eigen nennt.

Es wird dies auch für Wissenschaften einst als Grundlage von großem Werte sein. Allein wie die Natur in ihrem wesenhaften und schöpfungsgesetzmäßigen Wirken die Verbindungen der Stofflichkeiten schafft, nur darin lieget eine aufbauende Kraft und Ausstrahlung, während bei anderen, diesen Gesetzen nicht genau entsprechenden Verbindungen, durch Menschensinn erdacht, sich gegenseitig schädigende, vielleicht sogar zerstörende, zersetzende Ausstrahlungen bilden, von deren eigentlichen Endauswirkungen die Menschen keine Ahnung haben.

Die Natur in ihrer schöpfungsgesetzmäßigen Vollkommenheit ist das schönste Geschenk Gottes, das er seinen Kreaturen gab! Sie kann nur Nutzen bringen, solange sie nicht durch Veränderung verbogen und in falsche Bahnen gelenkt wird im Eigenwissenwollen dieser Erdenmenschen.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. III. Band. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Natur)

Es wird eine große und schöne Aufgabe sein zur Lösung der uns gegenwärtig so bedrängenden Probleme, die sich überall immer mehr zeigen, sich vorurteilsfrei in die Natur zu vertiefen und sie ganz neu zu ergründen.

Ich habe weiter oben erwähnt, wie belastend elektromagnetische Felder, besonders nachts im Schlaf, für mich sind. Grund genug, über das Wesen der Elektrizität ein wenig nachzusinnen:

Wie kann es zum Beispiel sein, dass man dem Elektron die negative Ladung zuordnet?

Versuchen wir einmal die Gesetzmäßigkeit zu erkennen und ziehen wir dazu einen Vergleich zu anderen Naturbereichen: Das Elektron kreist um den Atomkern, es fließt durch metallische Leitungen, es ist somit beweglich, aktiv und verrichtet schwere Arbeit – alles das entspricht meiner Meinung nach z.B. bei den Pflanzen eher dem Staubblatt, nicht dem Fruchtblatt. Die Staubblätter sind bei der Blüte in der Regel um den Stempel herum angeordnet und bilden den (aktiven) Pollen, also die (männlichen) Spermazellen der Blüte, die sich zum (weiblichen) Fruchtblatt, aus dem die Frucht reifen soll, hinbewegen müssen.

Das Elektron muss daher meiner Meinung nach ebenfalls positiv sein!

Ein Fehler, der sich in den Anfängen der Forschung zur Elektrizität eingeschlichen hat und bis heute beibehalten wird.

Tatsächlich entdeckte und unterschied Charles du Fay (1698 – 1739) im Jahr 1733 zwei gegensätzliche Elektrizitätsarten, nämlich die Glaselektrizität und die Harzelektrizität (benannt je nach dem Material, an dem zur Herstellung der gegensätzlichen Ladungen gerieben wurde), die sich gegenseitig neutralisierten. Benjamin Franklin (1706 – 1790) ordnete  dann der Glaselektrizität das “+”, also die positive Ladung zu und der Harzelektrizität das “-”, also die negative Ladung. Darum bekam um 1900, als das betreffende Elementarteilchen identifiziert werden konnte, es den Namen “Elektron” (von altgriechisch “Bernstein”), also Harz.

In Meyers großem Konversationslexikon von 1905 kann man noch nachlesen:

“Welche von beiden als positiv zu betrachten sei, darüber geben uns die Erscheinungen selbst keinen Wink; man ist aber übereingekommen, die Glaselektrizität positiv, die Harzelektrizität negativ zu nennen.”

Daraus entwickelte sich die gesamte heute bekannte Elektrizitätslehre.

Was wäre geworden, wenn Benjamin Franklin das Positiv und das Negativ zufällig anders zugeordnet hätte? -

Auf jeden Fall wäre dadurch die ganze Elektrizitätslehre im Vergleich zu heute sehr gründlich auf den Kopf gestellt. – Um die Verwüstungen wieder gut zu machen, die der Mensch auf diesem Planeten angerichtet hat, wird es notwendig sein, vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, ebenfalls neu und anders zu betrachten!

Das Wort “Ostern” leitet sich her vom altgermanischen Wort Austro = ”Morgenröte”. In diesem Sinne wollen wir mit der Hoffnung schließen, dass nach Chaos, Schmerz und Leid doch die Morgenröte einer Auferstehung Licht ins Dunkel bringen möge…

Der Elfenfreund – Alvin                                                                     am Karfreitag 2016

 

 

 

Weihnachten

Kennen Sie das auch: Sonntag Vormitag in der Natur. Alles ist friedlich, die Wiesen (seien sie nun verschneit oder – wie dieser Tage – auch nicht) glänzen hell und frisch in der Morgensonne, und über allem liegt ein Zauber, eine Weihe, wie nicht ganz von dieser Welt.

Woher kommt an manchen Tagen dieser weihevolle Glanz, dieses Leuchten in die Natur?

Kommt es einfach daher, dass am Sonntag die Menschen nicht arbeiten müssen, die Ruhe pflegen und daher die zu anderen Zeiten unvermeidlichen Störgeräusche wie Motoren- und Arbeitslärm von Verkehr und Maschinen weniger vorhanden sind? Anders gesagt, kann ich an Sonntagen den Glanz, der immer in der Natur liegt, einfach nur tiefer aufnehmen, weil ablenkende menschliche Störeinflüsse fehlen?

Oder ist es so, dass ich jeweils meine eigene Gemütsverfassung in der Natur wiederfinde und daher am Sonntag, wenn ich in “feiertäglicher” Stimmung die Natur betrete, sich in ihr gleichsam das spiegelt, was ich selber mit meinen Gedanken und Gefühlen hineinlege?

Oder ist vielleicht an Sonntagen in der Natur tatsächlich etwas objektiv anders als unter der Woche … weil es auch in der Natur “Feiertage” gibt, oder anders gesagt, weil auch die Wesenheiten, die in der Natur formen und wirken, einen “Tag des Herrn” begehen? Ich Elfenfreund halte das für sehr gut möglich.

War vielleicht der 7-Tage-Rhythmus bereits Gepflogenheit unter den bewussten formenden Kräften in der Natur, also den Naturwesen, lange bevor Menschen auf der Erde lebten, und haben letztere die Einteilung der Tage in Wochen mit jeweils einem “Tag des Herrn” … aus der Natur entlehnt?

Viele religiöse Feste, die wir heute noch begehen, existierten jedenfalls bereits in vorchristlicher Zeit. Sie wurden im Zuge der Christianisierung christlich überlagert und teilweise umgedeutet, jedoch im Jahreskreis meist an ihrem ursprünglichen Zeitpunkt belassen; man denke etwa an den “Großen Frauentag” am 15. August, der vermutlich auf wesentlich ältere Vorläufer zurückgeht (vgl. das zoroastrische Anahita), oder an Allerheiligen,  das oft mit dem keltischen Samhain-Fest in Verbindung gebracht wird: Der Kerninhalt  bzw. die Thematik blieb jeweils dieselbe (Verehrung einer weiblichen “Gottheit” bzw. Totengedenken), auch wenn der ideologische Hintergrund ausgetauscht wurde. Es ist auch bekannt, dass vorchristliche Tempel und Kultstätten oft später durch christliche Kirchen überbaut wurden, sodass heutige Kirchen oft über ehemaligen heidnischen Kultplätzen errichtet sind.

Um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen: Es sollen hier nicht die archaischen, vorchristlichen Gepflogenheiten und Riten, die ja teilweise recht blutig gewesen sein dürften, romantisiert oder ihnen nachgetrauert werden. Es geht hier nur um ein Verständnis dafür, auf welche Weise und in welchem Ausmaß bestehende Bräuche und die Volksfrömmigkeit im Zuge der Missionierung christlich überformt und umgedeutet wurden. Es ist wirklich aufschlussreich, sich zu vergegenwärtigen, auf welchen Grundmauern die Gebäude der modernen Religionen eigentlich errichtet wurden und wie im kollektiven Unterbewusstsein der heutigen, modernen Menschen noch immer naturhafte Vorstellungen und Formen der alten, unterdrückten Naturreligionen ihr Wesen treiben.

Der Weihnachtsmann z.B. ist bekanntlich so ein Januskopf: Zur (christlichen) Hälfte lässt sich die Figur auf den populären Bischof Nikolaus von Myra zurückführen, der um das Jahr 300 gelebt hat und dessen Namenstag am 6. Dezember begangen wird (“Santa Claus”); von der anderen Seite betrachtet, trägt er unübersehbar die Züge uralter nordeuropäischer Tomtes und Weihnachtswichtel. Und was am “Christkind” (einem blonden kleinen Mädchen, das Geschenke bringt?!) eigentlich christlich sein soll, ist ja überhaupt höchst zweifelhaft…

Die als “Elfenbeauftragte” bekannte isländische Hellsichtige Erla Stefansdottir (1935 – 2015) schreibt in ihrem Buch “Lifssyn min”:

“Bis in meine Jugendjahre hinein glaubte ich an Weihnachtsmänner, das fanden meine Freunde sehr komisch. Doch die Weihnachtsmänner, an die ich glaubte, sind diejenigen, die ich auch heute noch sehe. Sie kommen etwa eine Woche vor Weihnachten. Es sind kleine, rot gekleidete Wesen, etwa 30 bis 40 cm groß. Dann waren und sind auch noch kleine fliegende Engel zu sehen. In ihrer Nähe herrscht Frieden und Freude, und wenn sie sich bewegen, erscheint eine glitzernde und funkelnde Spur hinter ihnen.”

Weihnachtsengel Erla

(Erla Stefansdottir, Lifssyn min. Lebenseinsichten der isländischen Elfenbeauftragten. Neue Erde Verlag, 2007. S. 20f. Die Abbildung dazu stammt von der Autorin selbst. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.)

Oder nehmen wir das in weiten Teilen Skandinaviens so beliebte Luciafest: Am 13. Dezember, auf den nach dem julianischen Kalender bis zur Kalenderreform noch der Tag der Wintersonnenwende fiel, schreiten weißgekleidete Mädchen mit Kerzen auf dem Kopf einher, gefolgt von weiteren Mädchen mit Kerzen in den Händen, Sternenknaben, Tomtes und Pfefferkuchenmännchen. -

Auch wenn Lucia von Syrakus (283 – 304) eine frühchristliche Märtyrerin in Fleisch und Blut gewesen ist, so ist doch offensichtlich, dass die Figur hier lediglich als Platzhalter dient für eine überirdische Wesenheit, die im Zusammenhang mit dem wiederkehrenden Licht zur Wintersonnenwende steht. Auch, dass die christlichen Missionare den Namenstag der Lucia (“die Leuchtende”, von lat. lux = Licht) ausgerechnet auf den kürzesten Tag im Jahr legten, war gewiss kein Zufall, sondern eine wohldurchdachte Maßnahme, um (nicht auszumerzende, weil allzutief verankerte?) heidnische Volksgläubigkeit christlich zu verbrämen, umzudeuten und dadurch zu vereinnahmen.

Das “Licht, das in der Erde leuchtet”, scheint eine zur Wintersonnenwende erlebbare Tatsache zu sein für alle, die begabt sind, in die astralen Ebenen der Erde schauen zu können. Ursula Burkhard (1930 – 2011) schreibt in ihrem Büchlein “Karlik”:

“Der Jahreslauf kann wie das Atmen der Erde empfunden werden. Novemberfest und Erdgramselfest (im frühen Frühjahr, d. E.) sind Polaritäten wie Ein- und Ausatmen. Wenn ganz ausgeatmet ist, bildet das Johannifest (Sommersonnenwende, d. E.) den Höhepunkt. Und der Höhepunkt des Einatmens ist nach dem Novemberfest die große Feier der inneren Sonne. Vorbereitet wird dieses Fest durch stilles Sich-Freuen, unterbrochen von freudigen Jubelrufen: “Bald scheint die Sonne in der Erde, ganz bald, es wird hell!” Und dann wird alles wie durchsichtig leuchtend. Wie fließendes Gold strömt Licht in die Erde. Alle Elementarwesen, die noch für das Wohl der Erde arbeiten wollen, lassen sich davon durchdringen und erleuchten. Sie haben es gern, wenn in dieser Zeit Menschen in ihren Weihnachtsliedern von der wahren Sonne singen, vom inneren Licht.”

(Ursula Burkhard, Karlik. Begegnungen mit einem Elementarwesen. Werksgemeinschaft Kunst und Heilpädagogik Weißenseifen, 1991, S. 39f.)

Es ist eine besondere Tragik, dass die christlichen  Missionare seinerzeit dem naturhaft geprägten Erleben der Kelten und Germanen so intolerant gegenüberstanden und es dadurch bis heute nicht gelungen ist, Naturreligion und Christentum in ein umfassendes, gemeinsames geistiges Weltbild zu integrieren. Denn – wie aus dem obigen Zitat hervorgeht – wäre das sehr wohl möglich: Die Natur jedenfalls ist nicht dogmatisch. Durch ihre restriktive Haltung blieb der kirchlichen Obrigkeit aber nichts anderes übrig, als einerseits die den alten Völkern bekannten, real existierenden Wesenheiten und Naturkräfte zu dämonisieren, was letztlich zu dem schrecklichen Hexenwahn in der frühen Neuzeit führte, andererseits aber blinden Glauben zu verlangen, was die eigenen religiösen Lehrinhalte betraf.

Diese starre Geisteshaltung, die bis heute bei vielen Menschen zu beobachten ist, kritisierte auch Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), wenn er etwa schrieb:

“Ein sogenannter guter Christ würde den Menschen ohne weiteres mit Gotteslästerer bezeichnen und einen großen Sünder in ihm sehen, der es wagen wollte, zu behaupten, die Verkündung der Geburt des Gottessohnes Jesus an die Hirten sei ein Märchen.

Doch der gleiche gute Christ weist die Verkündungen jetziger Zeit zurück mit eifernder Entrüstung, trotzdem diese auf gleiche Weise durch dazu Begnadete gegeben sind, und nennt die Überbringer ohne weiteres auch Gotteslästerer, in den günstigsten Fällen vielleicht nur Phantasten oder Angekränkelte, vielfach Irregeleitete.

Überlegt Euch aber selbst, wo ist da ein gesundes Denken, wo strenge Folgerung und wo Gerechtigkeit? Einseitig und krankhaft begrenzt sind diese Anschauungen strenger Gläubigen, wie sie sich gerne selbst bezeichnen. Doch in den meisten Fällen ist es Trägheit ihres Geistes und die daraus immer folgernde menschliche Dünkelhaftigkeit der geistig Schwachen, die Mühe haben, sich wenigstens zum Schein noch an einen einmal erlernten, niemals aber wirklich in sich erlebten Punkt früheren Geschehens krampfhaft anzuklammern, zu einem Fortschreiten ihres Geistes aber überhaupt nicht fähig sind und deshalb alle neuen Offenbarungen ablehnen.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Weihnachten. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart)

Dora van Gelder (1904 – 1999) hatte offensichtlich keine Probleme damit, Naturwesen und Christentum miteinander in Einklang zu bringen. In einem Aufsatz mit dem Titel “Das Weihnachtsfest der Engel” schrieb sie über ihre hellsichtigen Wahrnehmungen zur Weihnachtszeit unter anderem:

“Die große Vorbereitungsarbeit der Engel auf Weihnachten beginnt sogar schon vor der Adventszeit und erreicht allmählich ihre höchste Steigerung Ende Dezember. (…) Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass die gesamte Erdensphäre erfüllt ist von geistigen Besuchern, Engeln, Erzengeln und himmlischen Wesen, die auf einer höheren Entwicklungsstufe stehen als wir selbst und für die Leitung und Überwachung der mannigfaltigen Prozesse der Natur verantwortlich sind. Es sind deren Gedanken, Gefühle und Aktivitäten, die eine so wichtige Rolle spielen bei der Erzeugung der besonderen Atmosphäre guten Willens, die sich Weihnachten bemerkbar macht. Zu dieser Jahreszeit erbebt die ganze Erde unter den wundervollen Energien, welche Engel ausströmen und unter dem machtvollen Segen von Christus, der als Antwort ihrer Anbetung herabsteigt. Während der gesamten Adventszeit und sogar noch einige Wochen zuvor, werden in den inneren Welten auf unterschiedliche Weise Vorbereitungen für die Feier des großen Festes getroffen; mit jedem Tag werden die Einflüsse stärker und intensiver, bis schließlich (…) der Höhepunkt erreicht ist, und die Welt ihr Herz wie eine Blüte ihre Blätter der Sonne öffnet, in die sich ein machtvoller Strom der Liebe und Kraft ergießt, von Christus selbst ausgehend, als irdischer Inkarnation der zweiten Person der Heiligen Dreifaltigkeit.”

( Aus: Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. Aquamarin Verlag, 1995, S. 151f. und 157.)

So weit die “Weihnachtsgeschichte”, wie sie sich – wenn man den Berichten Hellsichtiger Glauben schenkt – auch heute noch alljährlich zu dieser Zeit im Jahr wiederholt: Weihnachtsmänner, Weihnachtsengel, Licht in der Erde, Dezember-Feiertage.

Nun lassen Sie uns zur Bescherung schreiten: Zwei Bilder liegen für Sie auf dem Gabentisch.

800px-Paradiso_Canto_31

Das ist eines meiner Lieblingsbilder. Es stammt von Gustave Doré (1832 – 1883) und ist eine Illustration zu Dantes “Göttlicher Komödie”. Der Titel lautet: Paradiso Canto 31. (Quelle: Wikimedia Commons)

Oder was sagen Sie zu diesem?

1280px-Francesco_Botticini_-_The_Assumption_of_the_Virgin

Francesco Botticini (1446 – 1497), ein Maler aus Florenz, hat diesen “offenen Himmel” mit seinen Engelshierarchien dargestellt. Der Titel des Bildes lautet “Mariä Aufnahme in den Himmel” (Quelle: Wikipedia) und passt folglich zum “Großen Frauentag” – s.o.

Möge auch Ihnen der Himmel offenstehen!

Ich wünsche Ihnen ein besinnliches, bewusstes Weihnachtserleben!

Im Dezember 2015                                               Der Elfenfreund

 

Schönheit und Licht

For English visitors

“Verweile doch, du bist so schön!” - möchte ich “Elfenfreund-Faust” im Frühling täglich, ja stündlich ausrufen, wenn ich sehe, wie atemberaubend schnell sich alles verändert und wie aus scheinbar noch in Winterstarre verharrenden, vorfrühlingshaft-kahlen Zweigen vom einen Tag zum anderen die Blütenpracht hervorbricht … und leider auch bald wieder vergeht.

Es ist wie ein Feuerwerk, nur lieblicher: zu allererst das zarte Weiß des Kriecherlbaums, dann der einen Hauch ins Lachsfarbene spielende Marillenflaum. Es folgen die Sternennebel der Birne, des purpurfarbenen Pfirsich (etwas früher der fast unmerklich hellere Weinbergpfirsich, dann die kräftigeren Sterne der Edelsorten) und der Kirsche, kurz darauf der Zwetschke. Nun machen sich die Apfelbäume  und der Flieder schon bereit… Man möchte den Atem anhalten, die Zeit stillstehen lassen, wenn man das nur vermöchte, um alles in Ruhe bewundern und genießen zu können, während die Natur aber unaufhaltsam vorandrängt und ein Blütenfest auf das andere folgt.

Wenn man doch nur da sitzen bleiben könnte und zuschauen, wie sich das tränende Herz scheinbar innerhalb von Stunden entfaltet, wie die Pfingstrosenstängel und -Blätter sich unaufhaltsam aus der Erde rollen und wie das Laub der Buchen sich aus seinen Hüllen herausfaltet… es ist ein Gefühl, das mich an die bekannten Spiele  denken lässt, welche Kinder seit je auf Pausenhöfen so gern spielen: Kaum sieht man weg, gerät alles ringsum in Bewegung, man hört das Scharren, Trappeln, Schnaufen und Kichern der sich heimlich vorwärtsschiebenden Spielgefährten … doch blickt man auf, um sie dabei zu ertappen, ist alles wie erstarrt, jedes tut ganz unbeteiligt und setzt eine unbewegte Miene auf, als ob nichts wäre.

So geht es mir im Frühling: Man spürt überall die regste Tätigkeit, alles ist in Bewegung, überall wird von unsichtbaren Kräften geschafft, die Natur verändert sich förmlich mit jeder Stunde – doch sieht man genau hin, ist plötzlich alles wie verstummt.

Nur atmet in der Natur jede Bewegung und jede vorandrängende Veränderung, jedes noch so bescheidene Entfalten, eine Schönheit, die mich naturschwärmerisch veranlagten Elfenfreund seit jeher förmlich auf die Knie zwingt. Man möchte sich schier zu Boden werfen neben das erste beste unschuldige Blümlein, nur um zu SCHAUEN, die Farben zu trinken, den Duft einzusaugen voll Ehrfurcht vor dieser zarten Schlichtheit der Formen, der leuchtenden Farben und der Frische, die alles atmet und eine Reinheit ausstrahlt, als wäre sie nicht von dieser Welt. Das klare Licht, die frischen Farben, die unverbrauchten Formen, das allgegenwärtig neu Entstehende, das uns auf die Zukunft, auf die “Ewigkeit” verweist, auch die Abwesenheit lästiger “Plagegeister”, die sich erst in größerer Schwüle entwickeln werden, um dann mit Sirren, Krabbeln, Beißen, Stechen und Saugen den selbstvergessenen Schwärmer daran zu erinnern, wo er sich befindet … wollte man dieses Erleben in eine Worthülle kleiden, so fällt mir nur eine ein, die das alles als Bild zusammenfassen kann: Paradies.

Dora van Gelder schreibt in ihrem Buch “Im Reich der Naturgeister” allgemein über die Elfen:

In ihrer Welt gibt es (…) nur Vollkommenheit und Schönheit. Darum ist jede einzelne von ihnen um Schönheit und Vollkommenheit bemüht, und jede ihrer Handlungen ist einzig und allein darauf ausgerichtet. Doch das Streben nach Schönheit bedeutet weder Kampf noch Mühe für sie, es stellt vielmehr einen beständigen Antrieb dar und bereitet ihnen große Freude. Ich glaube, die strahlende Freude der Elfen lässt sich teilweise auf ihr ständiges inneres Sehnen nach Schönheit und Vollkommenheit zurückführen.

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin Verlag, 1995, S. 53)

Über die Schönheit in der Natur haben wir schon im Artikel “Von Elfen und Riesen” vom September 2013 sinniert und ich bleibe dabei: Für mich ist die Schönheit, die in der Natur überall zu finden ist, wo immer sie sich ungestört entfalten kann, der klarste und sprechendste Beweis dafür, dass gutwollende, lichte Wesen sich darin betätigen, die diese Formen ersonnen haben und sie pflegen. Oder soll man sagen: die diese Formen aus Sehnsucht dem Paradies im Geistigen abgeguckt und sie den weiten Weg bis auf die plumpe Erde gebracht und aus dieser letztlich in Jahrmillionen dauernder allmählicher Entwicklung hervorgebracht haben? Warum sonst sollte so viel Schönheit darin sein? Welchen “Sinn” hat Schönheit überhaupt? Wäre sie nicht völlig unnötig in einer “zufällig” entstandenen Welt, in der es – wie manche Wissenschafter uns weißmachen wollen – lediglich darum geht, dass der “Stärkere überlebt” und seine “Gene weitergibt”?

Sind diese eingeschränkten Verstandes-Forscher, die meinen, die ganze Welt rein materialistisch erklären zu können, denn nicht ganz offensichtlich mit Blindheit geschlagen?

“Und GOTT sprach: Es werde Licht.” (Gen. 1,3) – Jahrtausende lang genügte dieses Bibelwort den Menschen als Begründung für das Sein des Universums. -

Da aber Gott mit dem Verstand nicht zu begreifen ist, genügte es den Menschen umso weniger, je größer die Rolle wurde, die der Verstand im Leben der Menschen zu spielen begann.

Heute kann Menschenverstand die Masse der Kernteilchen ebenso berechnen wie die Kräfte, die zwischen Galaxien wirken und ist dabei gezwungen, in seinen Berechnungen dem Umstand Rechnung zu tragen, dass auch Strahlungen ein Gewicht haben und umgekehrt Masse aus Energie besteht. Dieses Wissen ist heute sowohl in der Weltraumforschung wie auch in der Nanotechnologie unumstritten und wird routinemäßig in alle derartigen Berechnungen miteinbezogen, da nur so korrekte Ergebnisse zu erzielen sind. Etwas vereinfacht ausgedrückt bedeutet das also in anderen Worten:

Das Universum besteht  tatsächlich aus “Licht”!

Wird die Menschheit auf der Grundlage dieses Wissens nun beginnen, auch die Existenz Gottes und geistiger Welten in ihre Lebensgestaltungen und Konzepte mit einzubeziehen? Es wäre schön, aber, realistisch betrachtet: Es sieht derzeit nicht danach aus. Anstatt weltanschaulich höher zu streben und die Fragen nach dem Woher und dem Wohin des Menschen ernsthaft im Licht des neuen Wissens zu beleuchten, beschränkt man sich eher auf den praktischen Nutzen, den die umwälzenden Erkenntnisse in der Physik seit mehr als 100 Jahren in Wissenschaft und Forschung ermöglichen. Was natürlich damit zusammenhängt, dass der Verstand als irdisches Werkzeug der stofflichen Hülle des Menschen genau das zu leisten vermag: die irdisch-technische Verwertung, während er allen Fragen nach Gott und dem Woher und Wohin des geistigen Menschen von Natur aus hilflos gegenübersteht.

Und dabei lässt sich immer wieder beobachten, dass alles, was machbar ist, auch gemacht wird, sofern sich damit Geld verdienen lässt, oft ungeachtet mancher Risiken, die der Umgang mit stärksten Energien mit sich bringt. Und auch ungeachtet dessen, dass die menschlichen Aktivitäten die Welt, die wir alle von der Natur erhalten haben, insgesamt nicht unbedingt schöner und harmonischer machen, sondern im Gegenteil die “Abfallprodukte” unserer Wirtschaftsweise die ursprünglich naturgegebene Harmonie und Schönheit zerstören, was von uns allen zwar nicht gewollt, aber doch in Kauf genommen wird.

Ist das der Grund dafür, warum Gott nach dem biblischen Schöpfungsmythos eine Todeswarnung  mit dem Essen der Frucht vom Baume der Erkenntnis verband: “Eßt nicht davon, rührt’s auch nicht an, daß ihr nicht sterbt” (Gen. 3,3)? Eine Menschheit mit dem Anspruch, sein zu wollen “wie Gott und zu wissen, was gut und böse ist” (Gen. 3,5), die sich aber durch einseitige Hinwendung zum Verstand von den lebendigen Kräften in (oder “hinter”) der sichtbaren Natur zunehmend entfremdet hat, bedroht sich mit der Selbstvernichtung, was nicht ohne Grund von zahlreichen Mahnern bereits beschworen worden ist. Am 26. April jährt sich beispielsweise der Atomunfall von Tschernobyl zum 29. Mal. Und es gibt ja leider nicht nur die “friedliche” Nutzung dieser Technologie, sondern – im 21. Jahrhundert immer noch! – auch ein wahrhaft irrwitziges Arsenal der allerverheerendsten Kernwaffen, ganz abgesehen davon, dass weltweit bis heute nicht einmal ein sicheres Endlager für den sich täglich vermehrenden, noch Jahrtausende lang für alles irdische Leben gefährlichen Atommüll existiert und vermutlich auch niemals existieren wird! -

Der geniale Kopf, der der Wissenschaft bereits 1905 den Weg zu der Erkenntnis der Identität von Materie und Energie mit seiner vielzitierten “Relativitätstheorie” ebnete, war  Albert Einstein (1879 – 1955). Am 18. April dieses Jahres jährte sich sein Todestag zum 60. Mal.

Zum Gedenken an seine bahnbrechenden Leistungen im Bereich der Physik wurde aus diesem Anlass das Jahr 2015 von den Vereinten Nationen zum “Jahr des Lichts” erklärt.

Möge die mediale Aufmerksamkeit, die den Erkenntnissen des großen Physikers durch diese Maßnahme zuteil wird, dazu beitragen, dass immer mehr Menschen begreifen: Die Welt besteht aus Licht! Der Materialismus ist (theoretisch) überwunden! Materie, in dem Sinn, wie der begrenzte Verstand es uns erleben lässt, existiert gar nicht, ist eine Täuschung! Das Einzige, was wirklich existiert, ist Geist! Möge in diesem Sinne – das sei anlässlich des Aprils 2015 sozusagen mein nachösterlicher Wunsch – das Jahr das Lichtes die Auferstehung des Geistes einläuten!

Auf dem Kalenderblatt des Arche Kinderkalenders 2015 zur 3. Aprilwoche fand ich ein berührendes Gedicht der bekannten neuseeländischen Schriftstellerin Margaret Mahy (1936 – 2012), das mich nicht zuletzt auch zu diesem Artikel inspiriert hat:

Magic

Is there no magic in the world?
Is sun just sunshine, raindrops rain?
Are they not fairy gold and pearls?
Is not the wind a fairy train?

Is the world of magic gone?
Are there no roadways through the grass,
Which mice draw matchbox coaches on,
Along with fairy workmen pass?

Is all the world of magic gone?
Are not the roses fairy homes?
Is not the earth beneath our feet
Alive with goblins, elves and gnomes?

If all the world of magic’s gone,
And witches do not sail the sea
In egg-shells halved, with broom-stick oars -
This world is not the place for me.

Margaret Mahy; eine Übersetzung finden Sie unter “Natur-(Wesen-)Lyrik April 2015

Das Gedicht drückt etwas aus, was wahrscheinlich viele Besucherinnen und Besucher dieser Seite ebenso empfinden: dass die Welt und die Wirklichkeit mehr sind als nur das, was wir Menschen durch unsere begrenzten Sinne wahrzunehmen vermögen. Dass etwa in jedem Menschen etwas Geistiges lebt, das den irdischen Tod überdauert; dass in der Natur Wesen wirken, die die Formen bilden und erhalten; dass himmlische Kräfte, u.a. auch Engel genannt, über uns sind, die uns beistehen, wenn wir uns für ihr Wirken öffnen. Ich denke, der als exzentrisch beschriebenen “Granddame der neuseeländischen Kinderliteratur”, als die sie bisweilen bezeichnet wird, hätte ein Weblog wie das unsere gefallen.

Aber wo ist nun eigentlich diese geistige Welt, die wir mit dem irdischen Verstand vergeblich suchen und die deshalb diejenigen, die nur das irdisch-Materielle gelten lassen, als nichtbestehend ablehnen? Eine Antwort auf diese Frage ist Erdbewohnern wohl nur halb metaphorisch möglich: Im Licht! Ebenso, wie die irdische Welt aus Energie, also im weitesten Sinn aus Licht besteht, so formt das Licht auch höhere Ebenen und Welten, die neben, in und über allem Irdischen gleichzeitig existieren.

Wer eingehendere Erklärungen auf diese Fragen sucht, findet sehr umfassende Darstellungen in dem Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), wie auch eine Erklärung der geistigen Gesetzmäßigkeiten, nach denen die höheren Welten geformt wurden und die deren Entwicklung wie auch die Entwicklung unserer Welt bestimmen. Dass wir im Rahmen unseres Naturwesen-Weblogs immer wieder aus diesem Werk zitieren, liegt daran, dass Abd-ru-shin, so wenig bekannt er heutzutage auch sein mag, unserer Ansicht nach unter anderem als DER große Wegbereiter des Naturwesen-Gedankens in unserem Kulturkreis angesehen werden muss. 

Mit dem “Licht der Wahrheit”, auf das schon der Titel seines Werkes sich bezieht, ist das “Form gewordene” Gotteslicht gemeint, aus dem alles entstand, was ist, und das die gesamte Schöpfung  durchströmt und erhält. Unter “Form geworden” kann man sich Myriaden von lebendigen, schaffenden und wirkenden Wesen vorstellen, die auf allen Ebenen formend und erhaltend tätig sind:

“Es fallen darunter alle die Wesen, welche sich mit dem befassen, was die Menschen in sehr oberflächlicher Weise die Natur nennen, zu der also Meere, Berge, Flüsse, Wälder, Wiesen und Felder zählen, Erde, Steine, Pflanzen gehören, während die Seele des Tieres wieder etwas anderes ist, aber auch aus dieser Region des (…) Wesenhaften kommt.

Das alles ist ganz richtig bezeichnet mit dem Ausdrucke »Wesen«. Elfen, Nixen, Gnomen, Salamander sind also Wesen, die sich lediglich mit der Stofflichkeit befassen in ihrem Wirken. Darin finden wir nun auch die eigentliche Einteilungsmöglichkeit.

Nun gibt es aber auch noch Wesen, die sich im Geistigen betätigen, Wesen, die im Urgeistigen wirken, und Wesen, die selbst im Göttlichen tätig sind. (…)

Zwischen den Kreaturen Geist und Wesen ist an sich in der Schöpfung kein Wertunterschied. Ein Unterschied besteht nur in der verschiedenen Art und der dadurch gegebenen andersartigen Notwendigkeit ihres Wirkens! Der Geist (…) kann Wege seiner eigenen Wahl gehen und entsprechend in der Schöpfung wirken. Das Wesen aber steht unmittelbar im Drang des Gotteswillens, hat also keine eigene Entschlußmöglichkeit oder, wie es der Mensch ausdrückt, nicht seinen eigenen, freien Willen.

Die Wesenhaften sind die Erbauer und Verwalter des Hauses Gottes, also der Schöpfung. Die Geister sind die Gäste darin.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Das Wesenhafte. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart)

Mit diesen wenigen Sätzen soll hier skizziert sein, auf welche Weise Abd-ru-shin als einzigem mir bekanntem Autor das Kunststück gelingt, Wesen und Menschen zueinander in Beziehung zu setzen und doch deutlich voneinander abzugrenzen. So weit ich darüber orientiert bin, ist diese Art der Darstellung in der Weltliteratur einzigartig. Wenn Sie dazu mehr wissen wollen, lesen Sie nach in unseren Artikeln “Wesen und Mensch” vom September 2014 sowie “Wesen und Geist” vom Juli 2014. 

Das Pseudonym, das der Autor für die Publikation seines Hauptwerkes “Im Lichte der Wahrheit” wählte, wird übrigens übersetzt mit “Sohn des Lichts” oder auch “Diener des Lichts”.

2015 jährte sich – sehr passender Weise ebenfalls am 18. April – der Geburtstag Abd-ru-shins zum 140. Mal.

Die Ausrufung des Jahres 2015 zum “Jahr des Lichtes” durch die Vereinten Nationen ist somit nicht nur in physikalischer, sondern auch in geistig-weltanschaulicher Hinsicht gerechtfertigt! -

Zum Thema unseres diesmaligen Artikels: Schönheit und Licht schreibt Abd-ru-shin in seinem Werk:

“Als Richtschnur eines gottgewollten Lebens hier auf Erden wurde Euch der Schönheitssinn geschenkt, der aus reinster Empfindung kommt. Diese Empfindung trägt Erinnerung in sich an lichte Höhen, wo Schönheit zur Selbstverständlichkeit gehört! Denn Licht und Schönheit läßt sich gar nicht trennen. Sie sind eins! Wenn Ihr nun Licht auf diese Erde tragen wollt, so müßt Ihr Schönheit bringen. Schönheit in allem, was Ihr tut!”

(Abd-ru-shin, aus dem Vortrag: Laßt Ostern in Euch werden!)

Die vielen Wesen in der Natur erfüllen – wie wir eingangs zu zeigen versucht haben – dieses Gebot, der Mensch ist davon aber in seinen Werken noch weit entfernt. Lasst uns die Natur und die darin wirkenden Wesen zum Vorbild nehmen und überall danach streben, so viel als möglich Schönheit zu verwirklichen – damit das Licht aus der geistigen Welt immer mehr bis zur groben Stofflichkeit, die wir Erdenbürger bewohnen, hindurchstrahlen kann!

Der Elfenfreund-Alvin                                                                         im April 2015

 

 

 

Saat und Ernte

Wann immer ein Samenkorn auf feuchte, fruchtbare Erde fällt, – und wie oft ereignet sich das weltweit jeden Tag! – geschieht ein Wunder, das die Wissenschaft bei aller Klugheit nicht erklären kann: Die Lebenskraft regt sich, das Korn beginnt zu keimen.

Saat und Ernte: Zwischen diesen beiden Begriffen liegt das weite Wirkungsfeld der Wesen, denen dieses Weblog bekanntlich gewidmet ist.

“Beim Energieaustausch zwischen Sonne und Pflanze sowie Erde und Pflanze spielt die Elfe eine entscheidende Rolle. Sie vermag beide Ströme zu beeinflussen, besonders den Energiestrom der Sonne. Sie ist in der Lage, sie zu verzögern und zu beschleunigen und kann dort Energien hinzufügen, wo sie es für notwendig erachtet. Sie versetzt sich zunächst mit der Pflanze in Gleichklang, indem sie ihren Herzrhythmus der Pflanze anpasst. Sie verharrt und beurteilt, was sie zu tun hat. Dann begibt sie sich ans Werk. Sie springt und hüpft um die Pflanze und berührt sie mit ihren Lichtstrahlen, welche aus ihren Händen in die Energieströme der Pflanze fließen. Auf diese Weise trägt sie zum Pflanzenwachstum bei. Obwohl sie vorgenannten Aspekt im Auge behält, liegt ihre Hauptpflicht darin, der Pflanze unter den bestehenden Bedingungen zum größtmöglichen Wohlbefinden zu verhelfen.

Nachdem sie die ihrer Meinung harte Arbeit beendet hat, entfernt sie sich von der Pflanze, schlägt vor lauter Lebensfreude einen oder zwei Saltos in die Luft und vertreibt sich auf angenehme Weise die Zeit. Danach nimmt sie erneut ihre Arbeit auf.

Man mag fragen, ob Pflanzen ohne diese Hilfe wachsen würden. Ganz sicher ja, doch der Eingriff der Elfen (und was das betrifft, die Pflege der Menschen) machen den Unterschied zwischen kümmerlicher und prächtiger Pflanze aus.

Pflanzen wachsen aus innerem Lebens- und Fortpflanzungsdrang, was dem Hauptanliegen der Natur entspricht. Die Unterstützung der Elfen ist so wichtig für die Pflanze wie das Pflügen für das Kornfeld. Warum sollten wir den Erklärungen der Elfen keinen Glauben schenken? Sie weiß, dass ihre Arbeit eine wichtige Aufgabe darstellt und nimmt sie auf ihre Weise ernst. Sie fühlt sich für die Entwicklung der Pflanze verantwortlich und verspürt fast so etwas wie mütterlichen Stolz über ihre Leistung. Außerdem ist sie verpflichtet, Ergebnisse vorzuweisen, welche von einer ihr höher stehenden Elfe beurteilt werden, die in Zeitabständen erscheint, um festzustellen, wie die Dinge sich entwickeln.

Es ist erstaunlich, wie vielseitig diese Arbeit ist. Ich sah sogar in Treibhäusern Elfen, welche sich um die ganz winzigen Pflanzen bemühten. Es handelte sich um eine viel kleinere Art, doch die von ihnen verrichtete Arbeit entspricht der gleichen Ordnung.

(…) Jede Elfe hält sich in der Nähe der Pflanze auf, deren Pflege ihnen obliegt und ist bemüht, jegliches „Unwohlsein“ sofort zu entdecken und Abhilfe zu schaffen, so wie ein Arzt, der nach seinen Patienten schaut. Diese Betreuung erfolgt nicht mit ernster Miene. Elfen umschweben die Blumen, wenn diese gut gedeihen und sie mehr als zufrieden mit ihnen sind. Sie tun ihre Gefühle kund und verweilen oft bei einer Blume, umhegen und pflegen sie, als ob sie ihr Baby wäre und schenken ihnen viel Zuneigung. Es ist bezaubernd, dies anzusehen.”

(Aus: Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. Aquamarin Verlag, 3. Auflage 1995, S. 43ff. und 80f. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.)

Saat und Ernte: Jetzt ist die Zeit im Jahr, wo in den Gotteshäusern und Tempeln unserer Breiten Erntedank gefeiert wird.

Feiern Sie mit!

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, dekorieren Sie ein Tischchen, ein Fensterbrett oder eine Kommode mit Blättern, Früchten und Gemüse, entzünden Sie eine Kerze, sprechen Sie vielleicht ein paar kurze Worte des Dankes oder singen Sie ein Lied – und lassen Sie, wenn möglich, Kinder mit dabei sein! Sie werden sehen, wie einfach und wie natürlich diese offen sind für derart Rituale, so dass es richtig ansteckt  … und sich zu freuen ist schließlich nicht nur die einfachste, sondern auch die schönste und zugleich beglückendste und tiefste Art, Danke zu sagen!

An dieser Stelle möchte ich mit der werten Leserschaft dieses Weblogs ein paar Worte des Dankes an diejenigen Wesen teilen, die zumindest zeitweise in meinem eigenen kleinen Garten nach dem Rechten sehen, und zu diesem Zweck eine Geschichte erzählen, die ich dort erlebt habe – einen reinen Tatsachenbericht:

Das Pfirsichbaum-”Wunder”

Pfirsich1 klein

Saat und Ernte: Zu Erntedank feiert auch unser kleines “ElfenWirken”-Weblog Geburtstag!

Der erste Artikel ging am 7. Oktober 2012 “on air”, also ans Netz, hinaus in den elektronischen Äther des Internet.

Unser Anliegen ist es, den Gedanken an feinstoffliche Wesenheiten in der Natur – und nicht nur dort! – möglichst sachlich, umfassend und wirklichkeitsnah zu thematisieren, zu entwickeln und zu verbreiten.

Wir wollen dem herrschenden Materialismus in unsrer Gesellschaft ein zeitgemäßes, zukunftsfähiges Weltbild entgegensetzen oder wenigstens dazu beitragen, dass ein solches gefunden werden und sich etablieren kann! Wir glauben, dass die Zeit reif dazu ist.

In Wirklichkeit ist ja das materialistische “wissenschaftliche” Weltbild bei weitem nicht in der Lage, alle Phänomene stimmig zu erklären. Erst dieser Tage ging beispielsweise folgende Meldung durch die Medien: Laut den Berechnungen einiger Wissenschaftler besteht das Universum zu 80 % aus “dunkler Materie”.

Der Begriff der “dunklen Materie” geht auf die 1930er Jahre zurück und bedeutet im Wissenschaftsjargon Materie, die man nicht sehen kann. Mit anderen Worten: Das Universum verhält sich nach den exaktesten und feinsten Beobachtungen, die heute möglich sind, gravitativ in einer Art und Weise, die nicht erklärbar ist, wenn man nur die sichtbare Materie zur Berechnung heranzieht.

Es geht mir mit diesem Hinweis natürlich weder darum, eine neue wissenschaftliche Theorie auf-, noch eine bestehende in Frage zu stellen, denn dazu müsste ich alle diese Berechnungen ja erst einmal verstehen, wozu ich Elfenfreund mich weder in der Lage noch berufen fühle.

Nehmen wir es darum einfach als ein Bild und lassen wir es noch einen Moment auf uns wirken:

80% aller (energetisch wie auch mathematisch) wirksamen Materie ist selbst für feinste Sensoren unsichtbar, sagen heute schon namhafte Wissenschaftler … das ist als Bild genommen genau das, worum es auch auf diesem Weblog geht: um Materie, die man (normalerweise) nicht sehen kann, und die darin wirkenden Kräfte, mit denen man zwar rechnen, aber die man (normalerweise) nicht persönlich von Angesicht zu Angesicht kennenlernen kann, eben die Natur- oder Elementarkräfte.

Derzeit verzeichnet unser kleiner Natur- und Elementarwesen-Blog immerhin bereits an die 7000 Zugriffe im Monat – das ist freilich nur ein Tropfen in Relation zum breiten “Mainstream”, der in andere Richtungen fließt, aber wollen wir doch an die Zukunft glauben … bis jetzt sind die Zahlen Monat für Monat kontinuierlich nach oben gegangen.

Immer mehr Menschen heute geben sich mit der üblichen Beschränkung auf das Materielle nicht mehr zufrieden und sind offen sind für eine Erweiterung des Weltbildes. Wir jedenfalls freuen uns sehr über das rege Interesse und haben daher zum 2. Geburtstag unseres “ElfenWirkens” einen Newsletter eingerichtet. Wenn Sie möchten, melden Sie sich an … Sie werden dann über Neuigkeiten auf unserer Seite regelmäßig informiert. Und wenn Ihnen unser kleiner Weblog gefällt, dann empfehlen Sie ihn doch bitte weiter!

Saat und Ernte - In den vergangenen zwei Jahren haben wir aus verschiedenen Quellen eine Fülle von Informationen über Natur- und Elementarwesen auf diesem Weblog ”ausgesät”. In den ersten Artikeln waren dabei unsere hauptsächlichen Informationsquellen Margot Ruis und ihr Mann Gerhard Kogoj, mit denen zunächst eine Kooperation bestand. Als diese nach 6 Monaten im Mai 2013 von den beiden aufgekündigt wurde, nützten wir die Gelegenheit für eine  Öffnung und eine breitere inhaltliche Ausrichtung, die wir schon von Anfang an angestrebt hatten.

Unser Anliegen ist es ja, den Naturwesen-Gedanken in unsere westlich orientierte Gesellschaft zu tragen, wo er bislang leider nur sehr schwach verankert ist. Nach unserer Überzeugung ist es zu diesem Zweck notwendig, eine breite Palette von Texten anzubieten dabei und nicht nur die östlich geprägte, sondern auch die westliche Denkweise und Weltsicht zu berücksichtigen.

So sind wir beispielsweise der Ansicht, dass der Naturwesen-Gedanke problemlos auch mit dem Christentum vereinbar ist, auch wenn er bislang damit wenig in Verbindung gebracht wird.

Ich Elfenfreund bin ja leider bei weitem nicht so belesen, als dass ich eine erschöpfende Darstellung der gesamten Naturwesen-Literatur in ihrer ganzen Breite und Tiefe geben und die weltanschaulichen Hintergründe der jeweiligen Autorinnen und Autoren einzuordnen wüsste. Denn, wie wir in unseren Artikeln “Wesen und Form” vorm März 2014 sowie auch “Wesen und Wahrnehmung” vom Mai 2014 zu zeigen versuchten, beeinflusst nach unserer Überzeugung in diesen feinen und feinsten Bereichen der menschlichen Wahrnehmung die Art der Sichtweise das Sehen, d.h. der hellsichtige Mensch ist in seiner Wahrnehmung der “jenseitigen” Welt geprägt von seinem eigenen Weltbild und seinen Anschauungen, die er sich im Laufe der Zeit erworben hat.

“Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus”, könnte man mit einem volkstümlichen Sprichwort bildhaft diese Besonderheit in der Wahrnehmung astraler Welten umschreiben, oder man könnte auch hier das Bild von Saat und Ernte bemühen: Je nachdem, auf welche Art und Weise ein Mensch geistig seine Umgebung individuell lebendig strukturiert und gestaltet, je nachdem, wie die “Innenwelt” eines Menschen beschaffen ist, in der wie in einem Garten seine eigenen Gedanken und Einstellungen wachsen und gedeihen, so werden auch die Eindrücke beschaffen sein, die er aus der “Außenwelt” durch seine individuellen Filter hindurch erfahren kann.

Wenn ich also die mir bekannte Literatur über Natur- und Elementarwesen revuepassieren lasse, so scheint es mir, dass ich dabei verschiedene Richtungen bzw. Zugänge zum Thema “Naturwesen” unterscheiden kann. Bestimmt haben alle diese Zugänge ihre Berechtigung und sind für Menschen wertvoll, denen sie helfen, Sinn im Leben zu finden und ihrer Existenz eine Richtung zu geben. Es soll daher mit diesem versuchten Überblick kein Werturteil verbunden und auch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben sein.

Da wäre einmal die Sichtweise der Anthropologen, die Erfahrungen von Naturvölkern sammeln und sich mit Schamanismus befassen. Wolf-Dieter Storl wäre ein prominenter Vertreter dieser Richtung. Die Beschäftigung mit dem Naturwesenthema auf dieser Stufe hat den Charme unverbrauchter Authentizität, allerdings meist um den Preis einer fehlenden elaborierten Kosmologie, die auch die komplexen Phänomene des menschlichen Zusammenlebens in einer modernen Hochzivilisation erklären könnte.

Das vermögen eher die Religionen der uralten Hochkulturen, vor allem in Asien, die teilweise heute noch, ebenso wie schon vor Jahrtausenden, Naturwesenheiten verehren. Man denke etwa an den Hinduismus und den Buddhismus in ihren vielfältigen Ausprägungen, um nur die bekanntesten zu nennen. Da diese Religionen weniger auf Offenbarung (wie z.B. Christentum, Judentum und Islam) als auf individuelle geistige Erfahrung und Erkenntnis ausgerichtet sind, ist es naheliegend, dass dort das Streben nach Erkenntnis der jenseitigen Welt und eben auch der darin wirkenden “Devas” (leuchtenden Wesen) einen höheren Stellenwert besitzt und verbreiteter ist als  in Europa, wo die Interpretation und Auslegung von Offenbarungsschriften stärker im Vordergrund stand. An den Erfahrungsschatz östlicher Religionen knüpfen viele heutige Naturwesen-Proponenten an, so etwa auch Margot Ruis und Gerhard Kogoj, die ebenfalls durch schamanische Praktiken ihre ersten bewussten Erlebnisse mit der elementaren Welt machten.

Aber natürlich gab es auch in Europa “sehende” und (bis zu einem gewissen Grad) wissende Menschen! Von den Religionen der Griechen und Römer ist manches, von den Kelten und Germanen weniges schriftlich überliefert. Im Gegensatz zu Asien ist hierzulande jedoch nichts davon lebendig geblieben, mit Ausnahme einiger mehr oder weniger stark verunstalteter Bruchstücke im Brauchtum und in der volkstümlichen Überlieferung (Märchen), weil durch die Christianisierung alles das überlagert, verboten und sogar mutwillig zerstört wurde. Über die bedauerlichen Fehler, die bei der Christianisierung und Missionierung gemacht wurden, haben wir ja ausführlich berichtet im Artikel “Märchen, Mythen, Göttersagen” vom April 2013. Auch an die religiösen Vorstellungen von Kelten und Germanen versuchen manche schamanisch und anthropologisch orientierte ProponentInnen heute anzuknüpfen.

Wirklich bemerkenswert in dem Zusammenhang finde ich den Umstand, dass auch in der Zeit der schlimmsten Ächtung und Verfolgung durch die katholische Kirche in Europa immer wieder Personen hervortraten, die den Elementarwesen-Gedanken in aller Deutlichkeit vertraten und ihn sogar schriftlich niederlegten. Man denke etwa an den streitbaren Doktor und genialen Arzt, Alchemisten, Astrologen, Mystiker, Laientheologen und Philosophen Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493 – 1541).

Dass der unkonventionelle Gelehrte die Elementarwesen wirklich selbst wahrgenommen hat, steht für mich außer Frage. Seine wissenschaftliche Abhandlung über sie (Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus) ist aber heute wohl nur noch vor dem Hintergrund seiner Zeit und Gedankenwelt verständlich. Mir ist kein aktueller Naturwesen-Proponent bekannt, der dem von Paracelsus damals beschrittenen Weg heute folgen würde.

Einer, dem ich Elfenfreund es allerdings zutraue, dass er sich mit Paracelsus seriös befasst hat und dass seine Meinung zu diesem genialen Außenseiter fundiert ist, ist der slowenische Land-Art-Künstler und Geomant Marko Pogacnik. In seinem Buch “Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele” schreibt er über Paracelsus:

“Das erste Buch der abendländischen Kultur, das die verschiedenen Arten von Elementarwesen in ein ganzheitliches System einordnet und von ihren Eigenarten erzählt, heißt “Von den Nymphen, Sylphen, Pygmäen und Salamandern und den übrigen Geistern”. Es wurde von Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, verfasst und erschien erst 1589, 48 Jahre nach dem Tod des berühmten Arztes, Naturforschers und Theosophs (…)

Paracelsus’ Konzept betrachtet die Elementargeister als eine dem Reich der menschlichen Seele gleichwertige Entwicklungslinie. Er spricht von zwei Urgeschlechtern, von denen das eine, die Menschen, “von Adam stammen, die anderen, die Naturgeister, aber nicht”. Doch betont Paracelsus immer wieder, dass die Elementarwesen deswegen nicht als Dämonen oder als Teufelsgeschlecht anzusehen seien, da sie in der unvorstellbaren Vielfalt der göttlichen Schöpfung ihren Ursprung hätten.

Um die Gleichwertigkeit der Naturgeister mit den Menschen zu belegen und die Elementarwesen von den “Teufelsgeschöpfen” zu unterscheiden, beschreibt der Autor die Elementarwesen in einer stark anthropomorphisierten Gestalt, die ich anhand meiner Beobachtungen nicht nachvollziehen kann, obwohl ich glaube, dass sie wirklich die Fähigkeit haben, solche Gestalt anzunehmen. (…) Paracelsus behauptet sogar, dass “sie Blut, Fleisch und Gebein haben, dass sie Kinder gebären, fruchtbar sind, dass sie reden, essen, trinken und wandern”, alles Dinge, die die als Dämonen bekannten Geistwesen nicht vermögen. Jedoch seien alle diese Eigenschaften der Naturgeister nicht in der Materie manifestiert wie beim Menschen, sondern auf einer feinstofflichen Ebene.

Ich sehe Paracelsus’ Traktat als einen – angesichts der Inquisition tapferen – Versuch, die reiche Überlieferung des Mittelalters zum Thema Elementarwesen auf eine quasi wissenschaftliche Weise vor der verstandesmäßigen Verleugnung durch die Aufklärung zu bewahren. Zudem weiß ich die Systematik zu schätzen, die er mit seinem Werk begründete: Er untergliederte die Naturgeister in vier Bereiche und ordnete sie je einem der vier klassischen Elemente zu. Die Wesenheiten des Wassers nennt er die Nymphen, die der Luft die Sylphen, die Erdgeister Pygmäen (von griechisch pygmaios = eine Spanne hoch; Bezeichnung für ein Heinzelmännchen) und die Geister des Feuers Salamander. Auch in meinen Beobachtungen fand ich die Zugehörigkeit der einzelnen Elementarwesen zu einem der vier Elemente der Naturschöpfung bestätigt.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. AT Verlag, 2009, S. 54f. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Paracelsus, dem es demnach in seiner berühmten, aber dennoch wenig rezipierten, weil unverstandenen Schrift vordringlich darum ging, die Elementarwesen vor den Lehren der Kirche zu rehabilitieren und sie von den Dämonen zu unterscheiden und abzugrenzen, um ihre dogmatische Ächtung durch die Priesterschaft zu bekämpfen, gilt als Vertreter der im späten 15. Jahrhundert (als Gegenbewegung zur Theologie) begründeten abendländisch-christlichen Theosophie. Diese unterscheidet sich von der “trockenen” Theologie dadurch, dass religiöse Erkenntnisse durch individuelle mystische Erfahrung angestrebt werden.

Nicht zu verwechseln mit der abendländsch-christlichen Theosophie ist allerdings die  völlig losgelöst davon auf dem Boden des neuzeitlichen Okkultismus und
Spiritismus entstandene Theosophische Gesellschaft, die den Begriff Theosophie neu definierte und  ihn prinzipiell nur noch für die aus alten östlichen Quellen schöpfenden Lehren der Theosophischen Gesellschaft verwendete. Gegründet wurde die Theosophische Gesellschaft 1875 in New York u.a. von der sehr umstrittenen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky.

“Bei der aus östlichen Quellen schöpfenden Theosophie Blavatskys handele es sich Helmut Zander zufolge um die erste nichtchristliche Religionsgründung nach der Antike in Europa. Gemäß dem Philosophen Ernst Bloch habe diese ‘theosophische Kolportage (…) mit den christlichen Mystikern alter Zeit nicht einen einzigen Punkt ernstlich gemein.’ (…)

Blavatskys Theorien fußen auf ihrer abendländisch geprägten Rezeption der hinduistischen Tradition. Sie bezieht sich in ihren Auslassungen auf weise Lehrmeister und besonders auf das von ihr erfundene Buch des Dzyan. (…) Das letzte Ziel des Menschen müsse die „Selbstvergottung“ sein, das Verschmelzen mit dem „absoluten Bewußtsein“. Dazu duchlaufe die sich entwickelnde Menschheit sieben ”Wurzelrassen” Die Menschen der siebten Wurzelrasse würden zu Göttern werden, die über Planeten regieren. Unser Universum sei nur eines unter unendlich vielen, die zyklisch erschienen um nach Billionen von Jahren wieder zu verschwinden.”

(Quelle: Wikipedia, Stichwort “Theosophie”)

Obwohl es in der Theosohische Geselllschaft infolge zahlreicher Skandale und  Schwindeleien bis hin zu zumindest einem Fall nachgewiesenen schweren Betruges sowie Streitigkeiten um die Besetzung der zu vergebenden Ämter mehrmals zu Spaltungen und Neugründungen von Theosophischen Gesellschaften kam, die sich von den ursprünglichen Zielsetzungen mitunter weit entfernten, übte sie doch einen beträchtlichen Einfluss aus auf nachfolgende esoterische Bewegungen.

Zahlreiche namhafte Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler des ausgehenden 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts standen in Verbindung mit einer Theosophischen Gesellschaft oder waren Mitglieder, so dass der Theosophischen Bewegung ein bedeutender Anteil an der Entwicklung des Geisteslebens der damaligen Zeit gegeben werden kann. Namhafte Proponenten des Naturwesen-Gedankens, die wir auch auf diesem Weblog immer wieder zitieren und die im Umfeld einer Theosophischen Gesellschaft zu sehen sind oder deren Gedankengut nahestehen, wären etwa Dora van Gelder-Kunz oder auch Erla Stefansdottir.

Auch Rudolf Steiner stand anfangs der Theosophischen Gesellschaft nahe, bis er sich von ihr abwandte und die Anthroposophische Gesellschaft begründete. Auch von Rudolf Steiner und seiner Anthroposophie gingen und gehen im Zusammenhang mit der Naturwesenthematik wesentliche Impulse aus, die bis heute Wirksamkeit zeigen. Vor dem Hintergrund seiner Kosmologie ist etwa die Arbeit heutiger Persönlichkeiten wie Marko Pogacnik, Ursula Burkhard und anderer zu sehen.

Wie ich Elfenfreund an anderer Stelle auf diesem Weblog bereits ausgeführt habe, bin ich selbst als langjähriger Waldorflehrer einigermaßen orientiert über die Lehren Rudolf  Steiners (siehe dazu den Artikel “Elementarwesen und Erdseele” vom Dezember 2013und kann mir auch ein ungefähres Bild machen von der durch die Theosophische Gesellschaft propagierten Kosmologie. Vielleicht wird es möglich sein, im Rahmen dieses Weblogs hier und da einmal ein Streiflicht auf den einen oder anderen Gedanken zu werfen; im Detail werden wohl aber nur diejenigen Randgebiete erörtert werden können, die mit dem Naturwesen-Gedanken im engeren Zusammenhang stehen.

Mir selbst hat sich das weite Feld der Elementar- und Naturwesen aber über keinen der hier in aller Kürze skizzierten Zugänge erschlossen, sondern durch ein Werk, das von allen existierenden Lehrgebäuden und Kosmologien ganz unabhängig zu sehen ist und eine für sich völlig eigenständige Richtung darstellt.

Abd-ru-shin zufolge (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), der über sich selbst einmal geschrieben hat, dass er mit seinen Schriften “in den Fußstapfen des Gottssohnes” Jesus Christus gehe, also inhaltlich genau an dessen gleichnishafte Erklärungen von vor 2000 Jahren anschließe, nur in einer der heutigen Zeit angepassten Sprache, sind Wesen als die treibende Kraft hinter jeglicher Formbildung zu betrachten. 

Meiner Meinung nach ist schon diese Aussage kennzeichnend für die besondere Bedeutung der Schriften Abd-ru-shins für unser Thema: Er stellt ganz bewusst in den Mittelpunkt seiner Ausführungen nicht so sehr die detaillierte Schilderung der jenseitigen Bereiche, sondern er erklärt die Zusammenhänge und begründet diese mit einer Folgerichtigkeit und einer allumfassenden Weite der Sichtweise und des Wissen, die ich anderswo nirgends finden konnten. Dass die Schriften Abd-ru-shins bis heute so wenig rezipiert werden, halten wir geistesgeschichtlich angesichts der dadurch brach liegenden, ungenützten Entwicklungsimpulse für einen unhaltbaren Mangelzustand, dem unserer Ansicht nach schleunigst abgeholfen werden muss.

So manche/r Leser/in wird sich vielleicht an dieser Stelle daran stoßen, dass hier eine Verbindung vom Naturwesen-Gedanken zu Jesus Christus hergestellt werden soll. Tatsächlich ist ja in der Bibel kein einziger diesbezüglicher Ausspruch Jesu an seine Jünger überliefert.

Man muss sich allerdings die Situation vor 2000 Jahren vergegenwärtigen, als alle Kulturvölker der Erde Naturwesenheiten kannten und sie sogar als “Götter” verehrten!

Alle, mit einer einzigen Ausnahme – des Volkes der Juden!

Damit möchte ich Elfenfreund nicht ausdrücken, dass die Juden keine Naturwesenheiten gekannt hätten. Es gibt mehrere Stellen in der Bibel, die im Gegenteil zeigen, dass auch das jüdische Volk sehr wohl die elementare Welt als von persönlichen Kräften beseelt erlebte – man denke etwa an Psalm 104,4 wo es heißt:

“…der du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern…”,

abgesehen von den vielen Engelserscheinungen, von denen in der Bibel an verschiedener Stelle explizit berichtet wird.

Doch im Unterschied zu allen anderen Völkern der Erde verehrten die Juden diese Wesen nicht als Götter, sondern sie wussten von einer höheren Macht, die Menschen und auch alle Wesen erschafften hatte: Der EINE, unsichtbare Gott, der nicht in Tempeln wohnte und nicht mit Standbildern dargestellt und verehrt werden konnte, von dem man sich überhaupt kein Bildnis machen durfte. Dieser Gott hatte sich Abraham und Moses geoffenbart, durch den Glauben an diesen Gott wussten bzw. glaubten sich die Juden allen anderen Völkern überlegen … und auf diesen Gott, den er im Gebet revolutionär mit “Abba”, also gewissermaßen “Papa” oder “Vati” ansprach, bezog sich Jesus von Nazareth in seinen Unterweisungen, die er den Jüngern angedeihen ließ: Um den Menschen, die bisher nur einen “gerechten, strengen” Gott gekannt hatten, der die Einhaltung von “Geboten” verlangte und bei Nichteinhaltung durch Moses strenge Strafen eingesetzt hatte, um diesen Menschen nun ein Wissen und ein Verständnis für die Liebe Gottes zu bringen, war Jesus auf Erden überhaupt geboren worden. Sein Hauptanliegen konnte darum nicht darin bestehen, den Jüngern theoretische Belehrungen über elementare Wesenheiten zu erteilen, über die auch andere Völker dieser Zeit hinreichend gut Bescheid wussten.

Dass er selbst selbstverständlich die Natur als persönlich-wesenhaft wahrgenommen und erlebt hat, daran besteht für mich überhaupt kein Zweifel. Wenn man die Bibel genau liest, erkennt man unschwer, dass Jesus seinen Jüngern auch im Zusammenhang mit der elementaren Welt Unterweisungen erteilt hat … wenn er auch nicht theoretisch darüber referiert haben mag:

Die Stillung des Sturms
Und es begab sich an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns über den See fahren. Und sie stießen vom Land ab.

Und als sie fuhren, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel über den See und die Wellen überfielen sie, und sie waren in großer Gefahr.

Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es entstand eine Stille.

Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er und sie sind ihm gehorsam.

(Lukasevangelium, Kapitel 8, Verse 22-25. Aus der Luther-Übersetzung, Ausgabe 1984)

Oder nehmen wir eine andere sehr bekannte Episode, ebenfalls aus dem Lukasevangelium:

Der Fischzug des Petrus
Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth

und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.

Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.

Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!

Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.

Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen.

Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken.

Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.

Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten,

ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.

Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

(Lk 5, 1 – 11)

Wasser oder Luft zu “bedrohen”, wie es der Evangelist Lukas überliefert (ganz ähnlich berichten über das Ereignis übrigens auch Matthäus und Markus, letzterem zufolge soll Jesus dabei auch die Worte ‘Schweig und verstumme!’ gesprochen haben) ergibt nur Sinn, wenn man in Wind und Wellen ein intelligentes Wesen wahrnimmt, das “Drohungen” oder Worte verstehen kann. Ebenso wird der Umstand, dass ein Zimmermannssohn über Fischbestände und deren Schwarmzüge im See Genezareth besser Bescheid gewusst haben soll als ein erwerbsmäßiger Fischer, wesentlich plausibler und bleibt gar nicht so ein besonderes Mirakel, wenn man sich vorstellt, dass freundliche Wasserwesen an dieser “Lektion” Jesu an die Menschen mitgewirkt haben könnten.

Es ging Jesus also nicht in erster Linie darum, seinen Jüngern das Wirken der Elementarwesen in der Natur zu erklären. Er hatte eine viel höhere Aufgabe und wusste, dass ihm nicht viel Zeit bleiben würde, um diese zu erfüllen. In den drei Jahren, die Jesus lehrte, bevor seine Lehren den Menschen und namentlich den Priestern so unangenehm wurden, dass sie ihn verleumdeten und dann töten ließen, war für solche “Nebensächlichkeiten” keine Zeit!

Wenn also Jesus mit einer Gebärde den Sturm bezwang oder durch ein Wort zu einem reichen Fang verhalf, so zeigte er damit seinen Jüngern, dass der Gott, von dem er lehrte, über den Wesenheiten der Natur stand, die ihm dienten.

Mit der leicht vorwurfsvolle Frage “Wo ist euer Glaube?” wollte Jesus also meiner Meinung nach nichts anderes ausdrücken, als dass die Jünger Gott, den Jesus ihnen nahebringen wollte, noch nicht richtig kennen gelernt hatten, da wahrhaftige Gottesdiener, denen Gottes Liebe richtig bewusst geworden ist, von den Elementen nichts zu fürchten hätten.

Saat und Ernte!

Seit jeher wird dieser Begriff auch im metaphorischen Sinn gebraucht, als Bild für Ursache und Wirkung.

“Was der Mensch säet, das wird er ernten”,

schreibt etwa im wohl bekanntesten Literaturbeispiel der Apostel Paulus an die Galater, und da er diesem Satz die Worte “Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten” vorangesetzt hat, ist klar, dass es ihm dabei nicht vorrangig darum geht, dem Nährstand Nachhilfe in Sachen Anbau von Feldfrüchten zu geben, sondern dass er sich an jedermann/frau richtet und den Begriff von “Schuld und Sühne” damit meint.

In unseren Artikeln “Wesen und Geist” vom Juli 2014 und “Wesen und Mensch” vom September 2014 haben wir uns auf bereits sehr weit fortgeschrittenem Niveau darüber Gedanken gemacht, was der Begriff “Wesen” eigentlich beinhaltet. Wir erwähnten die Wahlmöglichkeit des Menschen und den damit zusammenhängenden “Freien Willen”, den das Wesen nicht besitzt. Schuld und Sühne sind daher ein menschliches Spezifikum, was auch der Volksmund ganz richtig ausdrückt mit der (bereits aus römischer Zeit stammenden) Redensart “Irren ist menschlich”.

Den Vorgang der Aussaat kann man sich im Zusammenhang mit Schuld und Sühne so vorstellen, dass jeder Mensch mit jedem Gedanken, jedem Wort und jeder Handlung energetische Formen oder “Schwingungen” in die astrale Welt aussät, die mit ihm immer verbunden bleiben. Diese Formen sind aber wie Samenkörner, die Lebenskraft enthalten. Von Wesen betreut und gepflegt, nicht anders als Samenkörner in einem Acker oder Garten, keimen sie, wachsen und entwickeln sie sich im Verborgenen, ihren Erzeugern meist gar nicht bewusst, obwohl Energieströme von diesen Formen ständig auf die Urheber zurückfließen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Urheber noch auf der Erde lebt oder schon auf einer Ebene im Jenseits, oder vielleicht schon wieder in einer erneuten Verkörperung auf Erden! Erst die Zeit der Reife bringt dann die Ernte mit sich, indem die Schwingungsformen sich verdichten und manifestieren, wo immer ihr Urheber sich auch zu dem Zeitpunkt aufhalten mag. Fällt diese Zeit der Ernte in ein Erdenleben, so ist klar, dass die Rückwirkung über Kanäle des Erdenkörpers erfolgt wie dessen Sinnesorgane und Nervenleitungen, und dass unter Umständen bereits auch die Umstände der Geburt sowie das familiäre Umfeld, in das sie erfolgt, im Zusammenhang mit den rückläufigen zur Ernte reifen Energieformen gesehen werden können.

“In den Fußstapfen des Gottessohnes” gehend widmete Abd-ru-shin diesem biblischen Gleichnis seinen Vortrag “Verantwortung”. Unter “Zitat des Monats Oktober 2014″ können Sie ihn nachlesen. Dieser Vortrag gehört zu den ersten, die Abd-ru-shin für sein dreibändiges Hauptwerk “Im Lichte der Wahrheit” verfasst hat und ist als Einführung in das Werk gut geeignet.

Lesen Sie dazu aber auch, wenn Sie möchten, unser “Zitat des Monats Oktober 2012″, das wir dem ersten auf diesem Weblog veröffentlichten Artikel beigegeben haben! Die Zitate stammen von weiter “hinten” aus dem genannten Werk und beleuchten dasselbe Thema von einem etwas anderen Standpunkt aus.

Dem speziell und einschlägig interessierten Publikum auf diesem Weblog schließlich haben wir im Oktober 2013 bereits den Vortrag “Die kleinen Wesenhaften” anempfohlen, der aus dem 3. Band des Werkes stammt und folglich vom Autor für ein fortgeschrittenes Publikum verfasst wurde, das den aufeinander aufbauenden Vorträgen der Gralsbotschaft bis dahin gefolgt ist. Bitte bedenken Sie das beim Lesen, falls Ihnen der eine oder andere Gedankengang daraus schwer nachvollziehbar erscheint. Thematisch kreist auch dieser Vortrag wieder um das Thema “Saat und Ernte” bzw. “Verantwortung”, und Sie finden ihn unter “Zitat des Monats Oktober 2013″.

Pflücken und genießen Sie – aber maßvoll! – die herrlichen Früchte, die in den üppigen Gärten der Schöpfung für Sie reif geworden sind!

Der Elfenfreund                                                                            im Oktober 2014

 

Wesen und Mensch

Liebe Leserin, lieber Leser,

Allgemeinwissen ist die Existenz von Natur- und Elementarwesen in unserer westlichen Kultur zwar leider bei weitem noch nicht. Aber so ganz allmählich spricht es sich doch herum und immer mehr und mehr Menschen halten es für möglich, dass in den “Göttern” der Alten Hochkulturen, den Dämonen und Geistern der sogenannten primitiven Naturvölker sowie den Männlein, Zwergen, Nixen und Riesen, die als Überreste aus vorchristlicher Zeit noch unsere Märchen bevölkern und nicht nur auf Kinder bis heute einen unerklärlichen Zauber ausüben, mehr Realität zu suchen und zu finden ist als lediglich Aberglaube oder Projektionen aus der eigenen Psyche, zur bildhaften Erklärung alles dessen, was mit vorwissenschaftlichen Methoden anders nicht erklärbar ist.

Immer mehr Menschen bekennen sich dazu, an die Realität feinstofflicher Wesenheiten zu glauben. Es gibt gar nicht so wenige, die davon berichten, auf unterschiedliche Art und Weise solche Wesen wahrzunehmen oder zumindest manchmal mit ihnen Kontakt zu haben. Und nicht zuletzt existiert eine recht umfangreiche Literatur, aus der Interessierte sich ein einigermaßen detailliertes Bild zu dem Thema machen können.

Dass dieses Bild mit dem gängigen naturwissenschaftlichen Weltbild in Einklang zu bringen sein wird, ist angesichts der bedauerlichen Beschränkung der Naturwissenschaft auf das mit materiellen Hilfsmitteln Mess- und Nachweisbare zwar leider nicht zu erwarten. Diesen Umstand aber als Vorwand zu benutzen, um damit gleichzeitig auch alle Logik, alle Sorgfalt in der Beobachtung und alle Vorsicht in den gezogenen Schlussfolgerungen mit über Bord zu werfen, finde ich Elfenfreund falsch und unverantwortlich. Damit erweist man sämtlichen Bemühungen in Richtung einer längst überfälligen Erweiterung des naturwissenschaftlichen Weltbildes einen Bärendienst!

An Schilderungen konkreter Erlebnisse mit feinstofflichen Wesen, Engeln oder “Devas”, wie sie in Anknüpfung an fernöstliche religiöse Traditionen bisweilen auch genannt werden, fehlt es in Büchern oder auch im Internet nicht. Das Problem ist oft eher fehlendes Hintergrundwissen, das es z.B. ermöglichen würde, die geschilderten Erlebnisse in eine Gesamtsicht einzuordnen. Es fehlt der Überblick, der für eine gewisse Klassifizierung und Bewertung notwendig wäre, damit die Gesetzmäßigkeiten sichtbar werden und das gesuchte erweiterte Weltbild die notwendige Struktur erhält!

Auf diesem Weblog beschäftigen wir uns mit Elementar- und Naturwesen. (Neulingen auf unserer Seite empfehlen wir als Einführung und zur zur Abgrenzung der Begriffe auch unsere Aufsätze “Was sind Naturwesen?” und “Der Mensch und die ‘Beseeltheit’ der Natur” aus dem Jahr 2012)

Was ist denn aber eigentlich ein Wesen?

Mit dieser Frage schließen wir an an unseren Artikel “Wesen und Geist” vom Juli 2014.

Kurz zur Erinnerung: Darin beleuchteten wir den in der einschlägigen Literatur oft thematisierten Umstand, dass Naturwesen als die Natur formend, erhaltend, beschützend erlebt werden, der Mensch aber meist in der undankbaren Rolle als (mutwilliger oder unwissender) Zerstörer derselben auftritt.

Das falsche Handeln des zerstörenden, Krieg führenden, rücksichtslos begehrenden, irrenden Menschen, der seinen freien Willen frevelhaft nicht oder falsch benutzt, steht seit Jahrtausenden zurecht am Pranger religiöser Schriften und Überlieferungen. Das jüngst erwachende ökologische Bewusstsein sieht nun diesen offensichtlich fehlgeleiteten freien menschlichen Willen mit seinem gesamten zerstörerischen Potenzial  immer mehr in beängstigender Opposition zur Natur und zu den darin wirkenden Elementarkräften, was ja nichts anderes bedeutet als an dem sprichwörtlichen Ast zu sägen, auf dem man sitzt.

Im Gegensatz zum Menschen kennen die elementaren Intelligenzen, die in der Natur schaffen, kein Gut und Böse. Sie folgen dem Drang des schöpferischen Naturgesetzes, in dem sie stehen und das sie erfüllen, von dem sie selbst ein Teil sind:

“Unsere Maßstäbe für Recht und Unrecht lassen sich auf diese kleinen Wesen überhaupt nicht übertragen. In ihrer Welt gibt es weder Gut noch Böse, sondern nur Vollkommenheit und Schönheit. Darum ist jede einzelne von ihnen um Schönheit und Vollkommenheit bemüht, und jede ihrer Handlungen ist einzig und allein darauf ausgerichtet.

Doch das Streben nach Schönheit bedeutet weder Kampf noch Mühe für sie, es stellt vielmehr einen beständigen Antrieb dar und bereitet ihnen große Freude. Ich glaube, die strahlende Freude der Elfen lässt sich teilweise auf ihr ständiges inneres Sehnen nach Schönheit und Vollkommenheit zurückführen. Man sollte sich die Elfen nicht als perfekte Wesen vorstellen. Es gibt bei ihnen auch kurzfristigen Ärger und Eifersucht, aber beides verflüchtigt sich schnell. Der Mensch mag durch negative Emotionen vergiftet werden, doch bei ihnen verbleiben keine Rückstände böser Regungen, die ihr Leben verdunkeln.

Wenn sie überhaupt etwas verwirrt, dann sind es ihre Gefühle gegenüber dem Menschen. Es ist richtig, dass in ihrem Reich ebenfalls Hässlichkeit herrscht, die in ihnen Abneigung hervorruft. Die “Wasserbabies” ziehen es zum Beispiel vor, den gorillaähnlichen Geschöpfen des tiefen Meeres auszuweichen, obwohl diese letztendlich Bewohner desselben Elementes und derselben Welt sind. Selbst wenn sie Abneigung hegen, so fürchten sie nichts. Was allerdings den Menschen anbelangt, so gibt es bei ihm vieles, das ihr Begriffsvermögen übersteigt. Unsere Beweggründe erscheinen ihnen außerordentlich undurchschaubar, und sie können niemals unsere Reaktionen vorhersehen. Aus diesem Grunde betrachten sie uns mit einer gewissen Angst, zumal wir gegenüber der von ihnen geliebten Natur oft ein scheinbar sinnloses Verhalten von Grausamkeit an den Tag legen. Das Töten schöner Vögel und anderer Tiere, sowie ihr Leiden vor dem Tod, ruft bei ihnen Entsetzen hervor.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister, Aquamarin Verlag, 1995, S. 53f. Mit freundlilcher Genehmigung des Verlages.)

Wesen sind von ihrer Art her spendend. Alle schöpferischen, helfenden Kräfte oder Strahlungen im Weltall werden von Wesen vermittelt, genau so, wie sie auch die Naturgesetze, die in den Elementen wirken, verkörpern, und ebenso auch diese Elemente selbst sind.

Gewiss ist es nicht leicht (oder vielleicht ist es sogar ein Ding der Unmöglichkeit), sich diese Tatsache mit dem irdischen Verstand zu vergegenwärtigen, eben weil die Wesen, die in oder “hinter” den irdischen Formen der Natur tätig sind, ein – wenn auch nur kleines – Stück weit überirdisch sind. Margot Ruis gehört zu den besonders Begabten, die heute noch, so wie auch unsere Vorfahren, in diese astralen Ebenen der Stofflichkeit hineinschauen und hineinhören und uns von den darin wirkenden Wesen berichten können:

“Kaum saß ich dort (an einem Wildbach im Gebirge, d.E.), kamen auch schon einige Wassermädchen zutraulich näher. Nach einer liebevollen Begrüßung fragte ich sie, was denn ihre Aufgabe sei. Sie quittierten meine Frage zunächst mit unschuldigem, leicht ratlosem Augenaufschlag, dann sagte eine von ihnen: “Wir sind hier, damit das Wasser fließt!” Ich staunte. Offenbar waren sie der Meinung, wenn sie nicht wären, würde das Wasser nicht fließen. Eine andere formulierte schlicht und einfach so: “Wir sind das Wasser!” (…)

“Wir sind das Leben des Wassers” brachte eine tiefere Stimme hinter mir das Thema auf den Punkt. (…)”

(Margot Ruis, Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen. Anna Pichler Verlag, Wien, 1994)

Vielleicht passt dazu auch eine kleine Erzählung, die ich Elfenfreund jüngst verfasst habe. Kostprobe gefällig? Bitte schön:

(…) Ich sah eine strahlende, formvollendet schöne weibliche Gestalt, äußerlich ähnlich einer jungen Frau in der Blüte ihrer Jahre, voll Hoheit und zugleich voll liebevoller Mütterlichkeit, in weich fallende Tücher gehüllt mit leicht ausgebreiteten Armen wie eine Mantelmadonna. Aus ihren Händen und unter ihrem geöffneten Umhang hervor strömten Strahlen abwärts, und gleichfalls abwärts sah ich zu beiden Seiten weitere lichte weibliche Gestalten ähnlich der ersten, die diese Strahlen weitergaben, einander dabei die Hände reichten und somit in der Verlängerung des geöffneten Mantels Glied um Glied mit sanften weißen Händen spendend abwärts wie in einer Kette die Segnungen der Ersten weiterreichten.

Und auf irgend eine Weise – ohne dass ich genau zu sagen vermöchte, wie – waren die Körbe voller Kräuter, welche die Bäuerinnen dem geschnitzten Holzbildnis vorantrugen,  mit hineinverwoben in dieses innere Bild, das wie ein Blitzlicht gleichzeitig vor meinem Inneren aufgeleuchtet war, während meine Augen mit einem Blick zu erfassen suchten, was mir auf der schmalen steilen Straße aufwärts in Richtung Berg da überraschend entgegenkam: Sollte das heißen, dass die von der Himmelskönigin gesendeten Strahlungen über alle die anderen sanft spendenden Glieder der Kette, die vor meinem Innern in Form von strahlenden weiblichen Wesenheiten erschienen war, in diesem Augenblick direkt herabreichten bis zu den irdischen Kräutern, die da duftend in den Körben von den Bauersfrauen dem Ort ihrer priesterlichen Segnung zugeleitet wurden? Doch mir erschien das Bild, das mich erfüllte, so hoch und überirdisch! Oder bedeutete es, dass später und in weiterer Folge der Strom der Gnaden abwärts diese Kräuter erreicht hatte, bevor die Frauen sie schnitten und duftend in ihre Körbe legten? – (…)

Obwohl dieser Geschichte, der ich den Titel “Ein Blick” gegeben habe, ein tatsächliches persönliches Erlebnis zugrunde liegt, ist es mir doch wichtig zu betonen, dass man keine allgemeingültigen Schlüsse daraus abzuleiten versuchen sollte. Wie ich immer gesagt habe, bin ich Elfenfreund ganz bestimmt kein Hellseher, und meine Erzählung ist keine Schauung, sondern eine rein persönliche Verarbeitung von Inhalten, die mich geistig bewegen und die mir wohl in diesem Moment – wie beschrieben – bildhaft bewusst geworden sind.

Für mich persönlich war dieses Erlebnis naturgemäß ein sehr starker Eindruck, den ich nie vergessen werde, darum habe ich mich bemüht, eine Erzählung daraus zu gestalten. Das Bild von den sanft und voller Liebe abwärts spendenden weiblichen Wesenheiten war so klar und lebendig, dass ich mir wünsche, dadurch auch der interessierten Leserschaft einen Eindruck davon vermitteln zu können! -

Ich widme diesen Text insbesondere allen “Elfenwirken”-Leserinnen im Gedenken daran, dass bereits seit Jahrtausenden und bis heute zur Zeit der Reife von Mitte August bis Mitte September religiöse Feiern zu Ehren hoher weiblicher Wesenheiten abgehalten werden, in denen man einst die Spenderinnen aller Erntegnaden erkannte! Die ganze Erzählung finden sie unter “Persönliche Erfahrungen – September 2014″.

Noch deutlicher wird die spendende Art der Wesen, wenn man sich vor Augen hält, dass auch Engel Wesen sind.

Leider wird von einschlägigen AutorInnen der Begriff “Engel” unterschiedlich verwendet, manche bezeichnen damit höher entwickelte Naturwesen, andere meinen damit den traditionelleren Begriff des geflügelten himmlischen Boten. Wir haben es bislang vermieden, auf Engel näher einzugehen, weil sie zudem fast immer (und wahrscheinlich zwangsläufig) in religiösem Kontext gesehen werden und wir auf diesem Blog eine möglichst sachlich-objektive Sichtweise anstreben.

Das ändert aber natürlich nichts an der Tatsache, dass Menschen seit jeher auch von Erfahrungen mit Engeln berichten und dass diese Berichte nicht zuletzt auch Eingang gefunden haben in Schriften und Traditionen zumindest aller derjenigen Religionen, die in Ableitung stehen zu den monotheistischen Religionen des Christentums, des Judentums und des Islam sowie des Zoroastrismus, ferner auch zu den Religionen Mesopotamiens und des Alten Ägypten. Sie werden als betreuend und beschützend (Schutzengel), vermittelnd (als Boten Gottes) und spendend (stärkend, kräftigend) geschildert.

Ein Klassiker der modernen Engelliteratur ist etwa das Buch “Lichtwesen” der amerikanischen christlichen Mystikerin Flower A. Newhouse (1909 – 1994), die in ihren Schriften Dutzende verschiedener Arten von Engelwesen unterschied, beschrieb und benannte. Über eine dieser Arten, die “Engel der Anbetung”, schreibt sie etwa in diesem erwähnten Buch:

“Diese Helfer, die mit jenen Energieströmen betraut sind, die aus den höchsten Bereichen des bewußten menschlichen Lebens zum Göttlichen streben, bemühen sich, die Atmosphäre jeder Gruppe, der sie dienen, zu durchlichten. In jeder Gemeinschaft findet sich viel Dunkles, bedingt dadurch, dass der Mensch seine mentalen Bürden vor den Wesenheiten des Höchsten aufgeben muss. Die strahlenden Lichtboten können nun, noch bevor der Gottesdienst begonnen hat, dabei beobachtet werden, wie sie “bewußt” jene dunklen Bereiche von den reineren, duftenderen, leuchtenderen Gedanken und Einflüssen trennen, die aus dem inneren Wesen des Menschen sich erheben und himmelwärts streben.

Die Hälfte dieser Engelschar wird bereit sein, die Bruchstücke der menschlichen Gedanken aus der Kapelle, ihren physischen und ätherischen Fundamenten zu vertreiben, bis sie im weißen Geistfeuer des Planeten versinken. Die andere Hälfte widmet sich der Aufgabe, die zwar ernsthaften, doch unreifen und unvollkommenen spirituellen Energien der Menschen zu heben, bis diese mit ihren eigenen kristallklaren Schwingungen zu harmonieren vermögen.

Erst wenn der Mensch durch tiefe Bemühungen und Dankbarkeit zu einer Verbindung mit dem Höchsten gelangt, vermögen die leuchtenden Wesen direkt auf ihn einzuwirken. Diese Himmlischen Helfer sind auch dafür verantwortlich, die Hingabe möglichst schnell zur Blüte zu bringen und die Aura des Ortes der Anbetung zu verstärken. Dieses ermöglichen sie durch ihre machtvollen Invokationen, die auf ihr Rufen von Unsichtbaren Wesenheiten und Kündern des Lichtes beantwortet werden.

(… Ich möchte) daran erinnern, daß es der höchste Dienst der “Engel der Anbetung” ist, fähig zu sein, die gedanklichen Samenkörner der Menschen aufzunehmen und sie denen anzuvertrauen, die noch über ihnen stehen. Diese wiederum werden ebenfalls als Übermittler dienen, bis die Hingabe des Menschen einen solchen Duft der Heiligkeit entströmen läßt, wie ihn die Seraphim aufnehmen und beständig vor dem Einen, dem Herrlichsten, darbieten.”

(Flower A. Newhouse, Lichtwesen. Aquamarin Verlag, 3. Auflage 2001, S. 15f. Mit freundlilcher Genehmigung des Verlages.)

Wer sich bisher nur mit Naturwesen beschäftigt hat, mag die Ausführungen von Flower A. Newhouse auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich finden. Die “Sachinformationen”, die sich in diesem Text befinden, erschließen sich dem flüchtigen Leser nicht so ohne weiteres; mag sein, dass das an der deutschen Übersetzung oder am Sujet liegt – ich jedenfalls muss mich etwas bemühen, um zu verstehen, was diese außergewöhnlich begabte Autorin dem Leser mit ihren Ausführungen mitteilen will. Darum möchte ich versuchen, den Inhalt der Textstelle mit eigenen Worten wiederzugeben:

Die Rede ist von menschlicher Andacht und Gebet. Mit den Energieströmen, die aus andächtiger geistiger Vertiefung stammen, sind die “Engel der Anbetung” betraut. Sie bemühen sich, die Andacht der Betenden zu vertiefen, alle ablenkenden irdischen oder gar  dunklen Gedanken vom Bewusstsein der Betenden fernzuhalten, zu vertreiben, die Gedankenenergien zu trennen, damit die reinen Gebets-Energien aufwärts strömen können und nicht festgehalten und beschwert werden durch irdisches Denken.

Damit die Gebete aber dorthin aufsteigen können, wohin es ihrer Intention entspricht, ist es oft nötig, die menschlichen Gedankenenergien noch einer “Nachreifung” zu unterziehen, um die Hingabe zur Blüte zu bringen. Dies bewerkstelligen sie besonders durch “kraftvolle Invokationen”, also Anrufungen und Gesänge. Ist dann die Verbindung geglückt und konnte der energetische Kontakt des Betenden mit dem Ziel seines Strebens geschlossen werden, vermögen die Engel der Anbetung auch direkt auf den Betenden einzuwirken und ihm den Segen zu vermitteln, der in Wechselwirkung auf das Gebet unmittelbar  auf den Betenden herabströmt. Doch das ist noch nicht alles: jedes Gebet (die Rede ist hier ja nur von wirklich tief empfundenem Gebet, nicht von äußerlichen Formgebeten) enthält wiederum ein “gedankliches Samenkorn”, das neues Leben in sich trägt, einen neuen Anfang, welches zur Entwicklung von den Engeln der Anbetung aufgenommen und höheren Wesen wie von Glied zu Glied einer Kette aufwärts weitergereicht wird.

Wenn man sich die Ausführungen von Flower A. Newhouse so bildhaft vor Augen stellt, wird deutlich, dass ihre Schilderungen sehr wohl in den Rahmen unseres Natur- und Elementarwesen – Weblogs passen.

In unserem Artikel “Freude, Freude, Freude!” vom Oktober 2013 durften wir unter anderem einen Textausschnitt aus Dora van Gelders Buch “Im Reich der Naturgeister” (Aquamarin) zitieren, der sehr anschaulich schildert, wie Gartenelfen sich bei ihrer Arbeit an z.B. einem Rosenstrauch betätigen. Sie finden diesen Text unter Literaturempfehlung I  vom Oktober 2013.

Nun frage ich Sie: Besteht nicht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen der Betätigung der Elfe in einem Garten und dem Engel in den “Gedankengärten” des menschlichen Gebetes?

Bei flüchtiger Betrachtung mag der/die Leser/in geneigt sein, diese Frage vielleicht kopfschüttelnd zu verneinen. Tatsächlich scheinen auf den ersten Blick die kindlich um die Blume herumhüpfenden, Purzelbaum schlagenden Elfen, wie sie Dora van Gelder schildert, nicht viel Ähnlichkeit zu haben mit den feierlich singenden Engeln der Anbetung, die man sich vorstellt, wenn man die Darstellung von Flower Newhouse liest.

Doch lassen wir uns nicht verwirren vom äußeren Anschein: Das Leben “jenseits” der irdisch-materiellen Wahrnehmung ist äußerst vielgestaltig. In unserem Artikel “Wesen und Form” vom März 2014 haben wir versucht, einige Besonderheiten aufzuzeigen, die man beachten muss, wenn man sich mit Schilderungen aus feinstofflichen oder astralen Ebenen beschäftigt - dort finden Sie übrigens auch einen Ausschnitt aus einem Interview mit dem russisch-deutschen Medium Jana Haas, worin diese u.a. davon erzählt, wie sie selbst Engel wahrnimmt.

Insbesondere ist demnach als Gesetzmäßigkeit zu beachten, dass in den “inneren” (oder auch höheren), also “jenseitigen” Welten die Form immer genau das Wesen ausdrückt. Anders gesagt: Im Feinstofflichen gestaltet sich alles in der Form genau dem entsprechend, wie es seinem inneren Wesen nach energetisch tatsächlich beschaffen ist!

Wenn man also bedenkt, was nun das Betätigungsfeld dieser “Engel der Anbetung” bildet: Gedankenenergien der Andacht, der Bitte um Hilfe in der Not und dergleichen mehr – alles zweifellos sehr ernsthafte Angelegenheiten! -, so wird eigentlich von selbst klar, dass derartige Energien sich nicht als ausgelassenes Purzelbaumschlagen und Herumhüpfen formen und von hellsichtigen Personen auch nicht in der Form wahrgenommen werden können, wie es uns Dora van Gelder für die verspielten Elfen schildert. Solche Formen würden der Feierlichkeit und dem Ernst der auszudrückenden Energien nicht entsprechen. Vielmehr ist meiner Ansicht nach das kindhafte Verhalten der Elfen der bildhafte Ausdruck dafür, dass sie wohl auf einer niedrigeren Entwicklungs- und Erkenntnisstufe stehen als Engel, worauf in der einschlägigen Literatur immer wieder hingewiesen wird.

Zieht man aber diese Gegebenheiten in Betracht, so lassen sich trotz verschiedenartiger bildhafter Ausformung doch Parallelen zwischen dem Wirken der Engel und der Elfen ziehen:

Die Gartenelfe führt die in den Pflanzensamen schlummernden Anlagen zur Entwicklung. Sie bringt ihren Herzrhythmus in Resonanz mit der Pflanze, dann “hüpft sie um sie herum”, um der Pflanze Energie zuzuführen.

Der Engel der Anbetung bemüht sich, die “unreifen und unvollkommenen spirituellen Energien” durch Anrufungen und Gesänge, die aus höheren Ebenen herab beantwortet werden, zu heben, um mit ihnen auch wieder in Resonanz kommen zu können und die “gedanklichen Samenkörner der Menschen” sodann weiterzuleiten in die Hände höherstehender Wesen, die dann deren weitere Entwicklung betreuen.

Daraus kann man den Schluss ziehen, dass allgemein die Entwicklung der Gedankenwelten der Menschen genau so von der Mithilfe von Wesen beeinflusst wird und zumindest bis zu einem gewissen Grad auch abhängig ist, wie die grobstofflich-materielle Natur der Erde von Naturwesen gepflegt, betreut und bewegt wird. Und genau das besagt auch das Zitat aus dem Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), welches wir dem genannten Artikel  “Freude, Freude, Freude!” vom Oktober 2013 beigegeben haben und das Sie dort nachlesen können.

Aufgabe der Wesen, sowohl der Naturwesen als auch der Engel, ist es also, aus dem Feineren heraus auf das Dichtere einzuwirken, es zu betreuen und ihm die für die Entwicklung nötige Energie zuzuführen. Zu diesem Zweck gibt es ganz viele verschiedene Arten von Wesen, die jede nach der ihr eigenen Art Energien spendet und auch selbst entsprechend der besonderen Art der vermittelten Kräfte geformt ist. Weil das Wesen somit immer nur im Drang der Energien steht, die es vermittelt, haben Wesen keinen freien Willen, sondern nur den EINEN Willen, sich in der Art zu betätigen, für die sie geschaffen sind.

Aufgabe des Menschen als Träger des Geistes ist es, von Wesen gespendete Energien an sich zu ziehen, zu verarbeiten und das verarbeitete Gute daraus wieder aufwärts zu leiten. Da es zu diesem Zweck erforderlich ist, aus den vorhandenen Energien eine Auswahl zu treffen, benötigt und hat der Mensch die Fähigkeit der Wahl, also einen freien Willen.

Diese überraschend einfache Erklärung einer buchstäblich Welten umspannenden Gesetzmäßigkeit verdanken wir Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), der sein erstaunliches Wissen über den Weltenbau in seinem dreibändigen Werk “Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft” niedergelegt hat:

“Also wohlgemerkt, die Wesenhaften sind die Spendenden der Strahlungskräfte der göttlichen Ausstrahlung, welche dem Drucke gehorchend oder in dem Drucke von oben herab stehend immer abwärts strahlen!

Den Gegenstrom geben die verkörperten Geistigen, welche von diesen Strahlungen empfangen und sie verwertend aufwärts strahlen!

Darin liegt der Kreislauf der Strahlungen durch die Schöpfung! 

 (…)

Das Geistige ist fordernd durch die Fähigkeit der Anziehung. Und in dieser Anziehungsbetätigung liegt eigentlich auch allein der sogenannte freie Wille des Entschlusses verankert, wenn Ihr es Euch einmal recht überlegt. Sogar noch mehr als das, es liegt darin auch noch die unbedingt gerechte Verteilung des Lohnes oder der Strafe, die als Folge des Entschlusses auf den Betreffenden kommt!

Denkt einmal ruhig darüber nach und stellt Euch die Vorgänge in allen Einzelheiten bildhaft vor. Ihr werdet darin die erstaunliche Einfachheit der Gesetzmäßigkeit in der Schöpfung plötzlich vor Euch sehen, die unbedingte Klarheit darin, und trotz des gewährten freien Entschlußwollens für das Geistige auch dessen damit verknüpfte, sich in demselben Gesetz auswirkende Gebundenheit an die Folgen.

Eine einzige Fähigkeit des Geistigen wirkt also Vielseitiges aus, so gerecht, so folgerichtig, daß Ihr staunend davor stehen müßt, sobald Ihr es richtig erkennt.

Es ist doch ganz verständlich, daß diese magnetartige Anziehungsfähigkeit des Geistigen im Gesetz der Anziehung der Gleichart immer nur das anzieht, was in der Entschlußfähigkeit gewollt wird, nichts anderes. Und zwar ganz genau, mit allen feinsten Schattierungen und Abtönungen des Guten wie des Üblen! Denkt Euch nur gründlich hinein. Es ist nicht schwer. Ein jeder Mensch muß so viel Vorstellungsvermögen entwickeln können.

Diesem Anziehungsvermögen des Geistigen ist als Gegengewicht beigegeben die Entschlußfähigkeit, die dem Wesenhaften nicht nötig ist, welches nur immer in der ihm jeweils eigenen Art spendet! Das Geistige zieht natürlich auch immer nur das seinem jeweiligen Wollen Entsprechende an, weil jedes Wollen sofort den ganzen Geist erfaßt, durchleuchtet oder durchglüht, worin die Anziehungsfähigkeit erst ausgelöst wird und jeweils entsprechend ersteht.

Die Anziehungsfähigkeit vermag der Geist nicht abzuschütteln; denn sie ist sein eigen oder deutlicher gesagt, das Eigentum oder ein Teil seiner Art. Davon kommt er nicht los. Und als ein anderer Teil der geistigen Art ist bestimmend beigegeben die Entschlußfähigkeit, die das Verlangen oder Wollen ist, welches ebenfalls nicht abzuschütteln ist, weil es helfend wirken soll; denn sonst würde ja das Geistige einfach alles anziehen, was es gibt, in wirrem Durcheinander und würde schwer belastet werden können.

Derartige Fehler sind aber in der Schöpfung ausgeschlossen durch das gerechte Gesetz der Anziehung der gleichen Art, das in seiner Wirkung wie ein großer unbestechlicher Ordnungswächter ist. Verbindet dies nun alles einmal, laßt es vor Euren Augen in Bildern lebendig werden, und Ihr habt viel dabei für Euer Wissen gewonnen. Ihr müßt Euch aber schon die Mühe nehmen und Euch wenn nötig stunden- und tagelang gründlich damit befassen, so lange, bis Ihr es richtig erfaßt habt. Dann ist Euch damit wiederum ein Schlüssel in die Hand gegeben, der viele, fast alle Tore in der Schöpfung zum Verstehen öffnet!”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit.  Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Der Kreislauf der Strahlungen)

Weitere Auszüge aus diesem wahrhaft bahnbrechenden Vortrag finden Sie unter “Gralsbotschaft – Zitat des Monats September 2014″. Bitte bedenken Sie beim Lesen derselben aber, dass sie einem Vortrag aus dem III. Band des genannten Werkes entnommen sind und daher Vorkenntnisse voraussetzen, die beim unvorbereiteten Leser möglicherweise nicht im erforderlichen Ausmaß vorhanden sind! -

Aus dem harmonischen Zusammenwirken von Wesen und Menschen würde sich also ein kraftvoller “Strahlungskreislauf” ergeben, der zur Gesunderhaltung der ganzen Schöpfung nötig ist, harmonische Entwicklung bringt und den Menschen hoch emporhebt auf seinen angestammten Platz, zum wahren Herrn der Stofflichkeit, was nicht zu vergleichen ist mit dem Zerrbild eines Gewaltherrschers, mit dem der Mensch sich bisher leider begnügt.

Ist das nicht eine wunderbare Motivation, sich weiter mit der Thematik der Natur- und Elementarwesen zu befassen? Immer tiefer einzudringen in die sogenannten Geheimnisse der Schöpfung, die ja in Wirklichkeit nur darauf warten, endlich vom Menschen entdeckt zu werden? Es ist eine wahre Schatzkiste, die sich öffnet, sobald man ersthaft daran geht, zu schürfen in den Tiefen, die einen manchmal dann ganz unvermutet auch in Höhen blicken lassen, die unvergesslich bleiben und reich machen…

Greifen Sie hinein in die funkelnden Schatzkammern der Natur!

Der Elfenfreund                                                                        am 1. September 2014

 

Wesen und Wahrnehmung

For English visitors

cropped-Holler.jpg

Der Holunder blüht! -

Vor dem Hollerstrauch soll man den Hut ziehen, heißt es im Volksmund ehrfürchtig. Der Holunder, der Schutz gegen böse Geister, schwarze Magie und Hexen, sowie gegen Feuer und Blitzschlag bieten sollte, galt im Brauchtum als Lebensbaum. Seine Eigenschaft, unverwüstlich zu sein, war Symbol für Lebenskraft. Das Verdorren zeigte den Tod eines Familienmitgliedes an, das Aushacken oder Verstümmeln eines Holunders brachte Unglück oder Tod. Er beherbergte wohlgesinnte Hausgeister, was den Strauch in vielen Hausgärten heimisch werden ließ.

Der Name Holunder leitet sich möglicherweise aus der nordischen Mythologie ab, wo der Strauch Sitz der Göttin Holder oder Holla, der Beschützerin von Haus und Hof, war. Sie lieferte das Vorbild für Grimm’s Märchenfigur Frau Holle. Die Schneeflocken beziehungsweise das Gold, das Frau Holle ausschüttelt, sind die weißen Blütensternchen des Schwarzen Holunders. Das Pech sind die schwarzen Beeren. Alle können davon ein Liedchen singen, die schon versucht haben, solche Flecken von den Kleidern zu entfernen.

(Quelle: Wikipedia, Stichwort “Schwarzer Holunder”; http://www.hauenstein-rafz.ch/de/pflanzenwelt/pflanzenportrait/laubgehoelze/Schwarzer-Holunder-Sambucus-nigra.php#.U4saaF663bI)

Was uns in Mythen und Märchen sowie im Brauchtum überliefert ist, sind ja nur mehr spärliche Überreste eines Wissens, das in vorchristlicher Zeit und vermutlich bis ins Mittelalter hinein in Mitteleuropa lebendig war. In seiner verstümmelten Form, die uns heute davon noch vorliegt, kann man unschwer erkennen, wie später Dämonenfurcht und Aberglauben ein ehemals vorhandenes Wissen überwucherte. Über die verborgene Weisheit in den alten Märchen sowie die Religion unserer Vorfahren können Sie nachlesen im Artikel “Märchen, Mythen, Göttersagen” vom April 2013. Dort haben wir auch das schöne Märchen von Frau Holle besprochen und interpretiert, wobei uns damals der interessante Zusammenhang mit dem Hollerstrauch noch nicht bekannt war – darum hier dieser Nachtrag.

“Wesen und Wahrnehmung” – mit dieser Ausgabe des “Elfenwirkens” berühren wir DAS zentrale Kapitel der ganzen Naturwesenthematik, um das wir bisher einen Bogen gemacht haben, weil es so widersprüchlich diskutiert wird.

Vor Jahrtausenden gab es bekanntlich keine weltumspannenden Kommunikationsmittel wie heutzutage das Internet oder das Fernsehen. Trotzdem etablierte sich rund um den Globus überall zu Zeiten – wenn auch mit regionalen Unterschieden – das Wissen von den wirkenden Wesen in der Natur. Das ist meiner Ansicht nach nicht anders zu erklären als durch die Annahme, dass ein relativ großer Teil der Bevölkerung diese Wesen zumindest zeitweise auch wahrzunehmen vermochte, so wie das heute ganz vereinzelt noch dem einen oder anderen möglich ist.

Dora van Gelder, Margot Ruis, Jana Haas, Marko Pogacnik, Gerhard Kogoj usw… die Anzahl derer, die uns seriös und glaubhaft aus eigenem Erleben Erfahrungen mit dem Elementarreich überliefern können, ist heute ziemlich dünn gesät, auch wenn man eine gewisse Dunkelziffer berücksichtigt. Gäbe es nicht Bücher und moderne Kommunikationsmittel, so würden sie in der Masse der Durchschnittsbevölkerung vermutlich untergehen.

Alles deutet darauf hin, dass die Fähigkeit, Naturwesen wahrnehmen zu können, in der Menschheit über die Jahrtausende hinweg geschwunden ist.

Warum?

Wenn man Dora van Gelder liest, bekommt man den Eindruck, dass sie selbst es sich auch nicht erklären kann, warum die meisten Menschen nicht in der Lage sein, Elfen zu sehen, wie das für sie selbst seit Kindheit an selbstverständlich ist:

“Warum sind die meisten Menschen nicht imstande, Elfen wahrzunehmen? Die Elfen leben in der gleichen Welt wie wir, doch ihre Körper sind weniger dicht als die unsrigen und feiner als die feinste Substanz. Ich bin überzeugt, der Schleier zwischen uns und und ihnen ist außerordentlich fein, so fein, dass fast jeder ihn mit ein bisschen Mühe durchdringen könnte. Die Schwierigkeit besteht darin, den Weg hierzu aufzuzeigen und liegt vor allem darin, ihn anderen begreiflich zu machen. Der wichtigste Grund, warum sie sich der allgemeinen Wahrnehmung entziehen, beruht wohl auf den unterschiedlichen Ansichten.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturwesen. 3. Auflage, Aquamarin Verlag 1995, aus dem Kapitel “Das Elfenreich”, S. 15f.)

Heißt das, wenn die Menschen nur mit dem richtigen Begreifen der elementaren Welt gegenüberstehen würden, dann müsste die Wahrnehmung funktionieren? Dass wir modernen Menschen also lediglich “von innen heraus” mit Blindheit geschlagen sind? Dann wäre unsere “Wahrnehmungsstörung” tatsächlich durch (geistiges) Wissen oder “Erkenntnis” sofort kurierbar… -

“Was mich selbst betrifft, so bin ich imstande, Elfen zu sehen. Ich sehe sie auch mit geschlossenen Augen. Im allgemeinen aber schließe ich sie nicht, da dies überflüssig ist. Außerdem trägt das normale Sehvermögen dazu bei, Einzelheiten wahrzunehmen.

Viele Elfen sind durch das normale Sehvermögen wahrnehmbar, so dass es leichter ist, sie auf diese Art zu beobachten. Da ich kein Physiker bin, vermag ich nicht festzustellen, welche Art von Licht sie ausstrahlen oder reflektieren (sie leuchten). Selbst wenn ich ein Physiker wäre, mit welchen Instrumenten würde ich solche Feinheiten messen? Ein  Freund, der auf dem Gebiet der Wissenschaft tätig ist, schlug vor, die Elfen mit und ohne Brille zu betrachten, um durch solch einen Test Aufschluss über das von ihnen ausgehende Licht zu erhalten. Ich folgte seiner Empfehlung und stellt fest, dass Elfen durch eine Brille anders aussehen, was für die Baumgeister ebenfalls zutrifft. Doch vielleicht hängt diese Veränderung eher mit dem normalen Sehvermögen zusammen? Elfen sind durch gewöhnliches Fensterglas nicht so gut sichtbar, und wir kommen erneut auf den vorher erwähnten Punkt zurück.

(…)Es ist allerdings nicht so einfach, Kontakt zu den Engeln aufzunehmen. Die Substanz, aus der der Körper eines Engels besteht, ist viel feiner als diejenige, aus der die Körper der Elfen gebildet sind; sie sind für das physische Auge nicht wahrnehmbar. Engel erfordern eine reine Form der Hellsichtigkeit, da die Substanz, aus der sich ihr Körper zusammensetzt, so fein ist. Während man Engel fast niemals mit dem physischen Auge wahrzunehmen vermag, ist dies bei Elfen möglich, besonders aus dem Augenwinkel heraus. (…) Es besteht die Theorie, dass der zentrale Teil der Retina zu häufig durch normales Sehen beansprucht wird und deswegen nicht mehr auf die feinen Schwingungen reagiert, die von Elfen ausgehen und sich folglich der noch unbeanspruchte Teil für solche Zwecke besser eignen würde.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturwesen. 3. Auflage, Aquamarin Verlag 1995, aus dem Kapitel “Das Elfenreich”, S. 18ff.)

- Ist es nicht im Grunde genommen köstlich oder jedenfalls irgendwie amüsant zu lesen, wie dieser außergewöhnlich begabte Mensch gleichsam ratlos vor seinem eigenen Talent steht und nicht begreifen kann, dass andere Menschen das nicht können, was doch so selbstverständlich zu sein scheint? Als müsste sie sich hart am Riemen reißen, um nicht verärgert auszurufen: “So bemüht euch doch ein bisschen, es ist doch alles vor Eurer Nase!”… Man merkt es deutlich, Dora van Gelder hat niemals, als sie noch ein Kind war, jemand der Lüge oder der Spinnerei bezichtigt, wenn sie von ihren Wahrnehmungen erzählte… Verkehrte Welt? -

Warum also ist der heutige Durchschnittsmensch in seiner Wahrnehmung vergleichsweise so eingeschränkt? Auf diese Frage gibt uns Dora van Gelder keine Antwort, aber, so würde ich ihre Ausführungen übersetzen: Es wird schon seinen Grund haben und man soll es akzeptieren…

 ”Vielleicht ist es gut, wenn wir uns dieses Sinnes nicht so einfach zu bedienen vermögen und der Mensch keinen Zwang auf dessen Funktionen auszuüben imstande ist. Der gewaltsame Versuch, die Natur zu bezwingen, birgt in vielen Fällen Gefahren in sich. Mitunter versucht der Mensch mit seinem Willen einen Zustand der Hellsichtigkeit zu erreichen, indem er Drogen nimmt oder andere Praktiken anwendet. Wenn die Entfaltung der Hellsichtigkeit auf unnatürlichem Wege erfolgt, so wird dies Gefahren mit sich bringen. Es vollzieht sich aber etwas anderes, wenn sich diese Fähigkeit auf vollkommen normale Art entwickelt.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturwesen. 3. Auflage, Aquamarin Verlag 1995, aus dem Kapitel “Das Elfenreich”, S. 17f.)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts propagierte unter anderem Rudolf Steiner (von ihm war bereits ausführlich die Rede in unserem Artikel “Elementarwesen und Erdseele” vom Dezember 2013) einen geistigen Schulungsweg, um “Erkenntnisse der höheren Welten” zu erlangen. Und zwar unterschied er darin drei Arten, die seiner Meinung nach für die drei Grundtypen von Menschen passend und zu beschreiten wären: “den Jogaweg, die christlich-gnostische Einweihung und die christlich-rosenkreuzerische Einweihung”. (Vortrag: Der Jogapfad, die christlich-gnostische Einweihung und die Esoterik der Rosenkreuzer. Köln, 30. November 1906; Rudolf Steiner Gesamtausgabe, Buch 97, S. 193ff.)

Es handelt sich dabei kurz gesagt in allen drei Varianten um okkulte Schulung, also um Übungen zur Erlangung von Hellsehen, Hellhören usw.

Wenn man heute im Internet sucht, findet man jede Menge an Ratschlägen und Techniken, wie man “Channeling” erlernen, also ein Medium werden kann.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden auch die Kulturen und Religionen der Naturvölker immer besser erforscht und erfreuen sich heute in manchen Kreisen einiger Popularität. Und so praktizieren manche Naturwesenfreunde schamanische Methoden, um die Fähigkeit zur Wahrnehmung feinstofflicher Wesenheiten zu erlernen.

Auf der anderen Seite hört man aber auch Stimmen, die vor Gefahren im Umgang mit esoterisch-okkulten Techniken warnen bis hin zum Auftreten von mediumistischen Psychosen, also psychischen Erkrankungen als Folge einer Beschäftigung mit derartigen Praktiken.

Können also Versuche, mit Naturwesen zu kommunizieren, Schaden bringen?

Marko Pogacnik unterscheidet drei Stufen in der Wahrnehmung von Elementarwesen:

“Die erste Stufe der Wahrnehmung äußert sich derart, dass der Mensch zwar im gewöhnlichen Bewusstsein lebt, sich aber zusätzlich durch besondere meditative Zustände, durch Traumreisen oder Trancen in die unsichtbaren Welten begibt. Um die in diesem Ausnahmezustand gemachten Erfahrungen ins Wachbewusstsein hinüberzubringen, muss sich die Person später erinnern, was sie dort erlebt hat. Auf dieser ersten Stufe, die häufig mit Hilfe schamanischer Rituale betreten wird, kann die Person die Erfahrung der unsichtbaren Welten noch nicht unmittelbar ins tägliche Bewusstsein integrieren, sondern pendelt zwischen zwei Welten hin und her. Meine ersten Erfahrungen der Elementarwelt … gehörten zum Beispiel dieser ersten Stufe der Hellsichtigkeit an. Ich saß in der Küche unseres Hauses mit geschlossenen Augen bei der Meditation und bewegte mich dabei geistig durch die Welt der Erdelementarwesen.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. 2. Auflage, AT Verlag, 2009, S. 224. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Vor dieser Art des Eindringens in jenseitige Ebenen warnt Marko Pogacnik  ausdrücklich, da sie nach seiner Erfahrung leicht auf Abwege führen und die Wahrnehmung unbemerkt verzerren kann.

Vielmehr empfiehlt er allen Elementarwesenfreunden für die Wahrnehmung und die Kommunikation mit Naturwesenheiten eine “zweite Stufe”, die er als “normale Erweiterung unserer Wahrnehmungsfähigkeiten” bezeichnet.

“Auf der zweiten Stufe braucht der Mensch sich nicht (…) zwischen zwei gegensätzlichen Bewusstseinsebenen hin und her zu bewegen. Er wird fähig, die unsichtbare Welt als eine der gewohnten Wirklichkeit parallel gelagerte Schicht wahrzunehmen. Im Zustand des ganz normalen Bewusstseins werden gleichzeitig die Erfahrungen der “zweiten” Realität voll registriert, durch den Verstand überprüft und sofort in die eigene Erfahrungswelt eingeordnet. Während dem Menschen die Eindrücke der anderen Weltdimension zuteil werden, ist er zugleich in jedem Augenblick voll in seinem Körper verankert und empfindet sich als neben der unsichtbaren Realität voll anwesend. Auf dieser Stufe wird die vertiefte Wahrnehmung sozusagen in das Alltagsbewusstsein integriert.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. 2. Auflage, AT Verlag, 2009, S. 224. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Nach seinen Ausführungen, gehören Marko Pogacniks eigene Wahrnehmungen der elementaren Welt (nach anfänglichen Experimenten auf der “ersten Stufe”, die er nach seinen Aussagen aber selbst als problematisch erfahren hat) allesamt dieser “zweiten Stufe” an.

Auch wenn laut Marko Pogacnik es sich hierbei um eine “ganz normale Erweiterung unserer Wahrnehmungsfähigkeiten” handeln soll, muss ich Elfenfreund aber nach dem zuvor Gesagten doch daran erinnern, dass für heutige Menschen die Fähigkeit, im tagbewussten Zustand mit Wesen auf einer elementaren Ebene zu kommunizieren, eben leider nicht als normal vorausgesetzt werden kann.

Darum verstehe ich seinen Hinweis so, dass man bei allen Versuchen zur Kommunikation mit Natur- und Elementarwesen niemals versuchen sollte, den Rahmen seiner normalen tagbewussten Wahrnehmungsfähigkeit zu überschreiten.

Und aus diesem Grund rät Marko Pogacnik, obwohl er selbst offensichtlich bei seinen Kontakten mit der elementaren Welt auch visuelle Eindrücke empfängt, allen Natur- und Elementarwesenfreunden davon ab, bei Wahrnehmungsversuchen unbedingt etwas “sehen” zu wollen, und schlägt vor, statt dessen den Begriff der Wahrnehmung weiter zu fassen:

“Die Verknüpfung des Begriffs Hellsichtigkeit mit dem inneren Schauen von Bildern lässt leicht die falsche Vorstellung entstehen, das Auftauchen solcher imaginärer Bilder sei eine Voraussetzung für die Kommunikation mit den unsichtbaren Dimensionen der Wirklichkeit. Diese Vorstellung kann zu einer psychischen Blockade führen mit dem Ergebnis, dass selbst recht sensible Menschen meinen, sie seien unempfindlich für die Wahrnehmung der unsichtbaren Welten. (…)

Während der zu Ende gehenden Evolutionsphase haben sich die Menschen zu einer Wahrnehmungsweise hinentwickelt, die den Kriterien des Verstands angepasst ist. Dabei wurden viele unserer normalen Wahrnehmungsfähigkeiten, die den Interessen unseres Verstands nicht nützlich schienen, der Verkümmerung überlassen. Nun geht es darum, diese wiederzuerwecken und in den Wahrnehmungsprozess einzubinden. Es handelt sich um feine Körperreaktionen, um die Feinfühligkeit unserer Aurakraftfelder, um kreative Potenziale unserer Imagination und Intuition. Sogar die Kraftzentren unseres ätherischen Organismus, die Chakren, können als Wahrnehmungsorgane wirken. Den besten Weg, sich durch diese dualistische Blockade hindurchzuarbeiten, sehe ich darin, sich zum einen ein grundlegendes Wissen über die Natur der “helleren” Welten anzueignen und sich gleichzeitig ihrer Anwesenheit hier und jetzt liebend zuzuwenden.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. 2. Auflage, AT Verlag, 2009, S. 225f. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Die dritte Stufe der Wahrnehmung, die Marko Pogacnik erfahren hat, stellt seiner Meinung nach “eine Ausnahme dar, weil sie nur bei den höchstentwickelten Elementarwesen und bei Wesenheiten möglich ist, die dem Bereich der Elementargeister entwachsen sind”:

“Die dritte Stufe der Wahrnehmung besitzt die Qualität einer Offenbarung. Nehmen wir ein Wesen auf dieser Stufe wahr, so werden wir innerlich eins mit dem Wesen und erfahren dadurch seine Wirklichkeit, als sei sie unsere eigene.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. 2. Auflage, AT Verlag, 2009, S. 224f. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Im Artikel “Wesen und Form” vom März 2014 thematisierten wir Unterschiede und Widersprüche in den Schilderungen der Naturwesen durch Hellsichtige. Wir fanden als Erklärung, dass persönliche Gedanken und Einstellungen oder auch kulturell begründete Unterschiede im Begriffs- und Ausdrucksvermögen des Mediums sein Schauen beeinflussen und sogar verändern können.

Nach Marko Pogacniks Ausführungen können wir nun auch noch eine zweite (und an sich sogar noch näher liegende) Ursache für mangelnde Übereinstimmungen dingfest machen:

Durch unnatürliche Techniken des Eindringens in jenseitige Ebenen kann die Natur nicht der Wirklichkeit entsprechend erlebt und wiedergegeben werden. Es kommt, wie Marko Pogacnik es formuliert, zu “unbemerkten Verzerrungen der Wahrnehmung”!

Als unnatürlich muss laut Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875-1941) aber jede Form der künstlichen Nachhilfe zur Wahrnehmung des jenseitigen Lebens bezeichnet werden:

“Die wenigen Menschen, die von vornherein dazu bestimmt sind, haben in ihrer eigenen natürlichen Entwicklung einen ganz anderen und sorgfältig jede Stufe überwachenden Schutz, den andere nicht genießen. Dieser Schutz wirkt aber auch nur bei natürlicher, eigener Entwicklung, ohne jede künstliche Nachhilfe! Weil gerade nur in allem Natürlichen als selbstverständlich ein Schutz ruht.

Sobald nur die geringste Nachhilfe darin kommt, sei es durch Übungen der Person selbst oder von anderer Seite durch magnetischen Schlaf oder Hypnose, so wird es unnatürlich und dadurch nicht mehr ganz in die natürlichen Gesetze passend, die allein Schutz zu gewähren imstande sind. Kommt nun noch Unkenntnis dazu, wie sie überall zur Zeit vorhanden ist, so ist das Verhängnis da.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Moderne Geisteswissenschaft)

“So ein durch künstliche Schulung auf unsicheren Füßen stehender Mensch kann nicht unterscheiden, kann mit dem besten Willen keine scharfe Grenze ziehen zwischen Wahrheit und Täuschung, sowie der tausendfältigen Gestaltungskraft im feinstofflichen Leben. (…)

Dazu kommt noch die eigene, durch Übungen noch mehr gereizte Phantasie, die ebenfalls eine Umgebung erzeugt, die der Schüler dann tatsächlich sieht und hört, und die Verwirrung ist da. (…)

Zuletzt kommen noch die niederen, für ihn unbedingt schädlichen Einflüsse dazu, denen er sich selbst freiwillig mit vieler Mühe geöffnet hat, denen er nicht eine höhere Kraft entgegenstellen kann, und so wird er bald ein steuerloses Wrack auf unbekannter See, das für alles, was mit ihm zusammentrifft, gefährlich werden kann.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Ist okkulte Schulung anzuraten?)

Es macht vermutlich schon einen Unterschied aus, ob ein Mensch sich der Natur “liebend zuwendet” und versucht, sich für eine Wahrnehmung der die Natur belebenden feinstofflichen Wesen zu öffnen, oder ob er mit jenseitigen Menschengeistern in Kontakt treten möchte, wie das Spiritisten tun. Aus verschiedenen Gründen würde ich Elfenfreund die Gefahren im Umgang mit jenseitigen Menschengeistern als wesentlich größer einschätzen!

Trotzdem sollte man auch als Naturwesenfreund(in) unbedingt vorsichtig sein mit allen Techniken, die darauf abzielen, das Bewusstsein zu verändern! Ich Elfenfreund habe ein einziges Mal eine kurze Einführungsstunde in Schamanismus besucht und werde das nach meinem Erleben dort bestimmt kein zweites Mal tun: Als ich auf Anweisung der zweifellos sehr erfahrenen Übungsleiterin auf der Suche nach meinem “Totemtier” in die (in leichter Trance imaginierte) “untere Welt” hinabgestiegen war, öffnete sich vor mir unvermittelt ein scheinbar endlos tiefer Abgrund, vor dem ich erschrak, sodass ich mich schnell wieder in das sichere Gefilde der “mittleren Welt” sowie in mein Tagesbewusstsein zurückzog!

Aber andererseits kann es ja wohl keinen Schaden bringen, sich in vollem Schutz seines Tagesbewusstseins etwa unter einen Baum zu setzen, dessen Rinde zu berühren und die feinen Gefühle und Empfindungen zu beobachten, die dieser bewusste Kontakt in meinem Organismus auslöst. Wie Marko Pogacnik schreibt: Es ist nicht notwendig, innerlich etwas “sehen” zu müssen, die Hinwendung zur Natur hat immer etwas ungemein Schönes und Beglückendes! Die Liebe zur Natur bildet ja sofort eine Brücke. Lassen wir doch einfach den Verstand mit seinem zweifelhaften Ehrgeiz, unbedingt etwas “erkennen” zu wollen und seiner Neugier, etwas “erleben” zu müssen, beiseite! Offenbarungen können nicht erzwungen werden. Darum ist das normale Tagesbewusstsein auch der beste Schutz gegen jedwede Abhängigkeiten, die gegenüber außergewöhnlichen, künstlich herbeigeführten Zuständen – man denke etwa an Erlebnisse unter Drogenmissbrauch – sehr leicht eintreten können.

Allen denjenigen NaturwesenfreundInnen, die meinen, dass ihnen das nicht genügt, lege ich  den kurzen Vortrag “Ist okkulte Schulung anzuraten?” von Abd-ru-shin ans Herz. Darin ist in wenigen einfachen Worten alles zusammengefasst, was über die Gefahren bei okkulter Schulung sowie auch über den richtigen und ungefährlichen Weg zur Erkenntnis höherer Welten (der allerdings Geduld, beharrliche Arbeit und vor allem Demut erfordert) zu wissen nötig ist. Sie finden diesen Vortrag unter “Gralsbotschaft – Zitat des Monats Mai 2014“.

Wenn Sie über eigene Erfahrungen berichten oder Fragen stellen wollen, so nützen Sie bitte die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen, oder schreiben Sie uns ein Mail!

Zuschauer neu

Zuschauer

Barbara Ufer kann nach eigenen Aussagen die Naturwesen auch nicht bildhaft wahrnehmen. Sie verfügt aber über eine so lebendige Vorstellung von ihrem Aussehen, dass sie ihre imaginierten Formen in Wolle und Filz nachzubilden imstande ist. Dabei entstehen Figuren mit “Charakter”, mit ungemein sprechenden Gesichtszügen, voll Güte, Wärme und nicht zu übersehender “Pfiffigkeit”:

Steinmännlein klein

Anfang Mai war Barbara Ufer im Osten von Österreich und hielt in Eichgraben bei Wien ein Seminar zum Thema: “Im Einklang mit Naturwesen – Gestaltung von Filzfiguren”.

Hier folgt nun für alle, die nicht dabei sein konnten, ein kurzer Einblick in die „Seminar-Werkstatt“.

(Text: Barbara Ufer;  Bilder: der Elfenfreund)

Zu Beginn der Arbeit ist es schön, sich draußen in der Natur auf die Naturwesen einzustimmen und sie zum großen Gestaltungsfest einzuladen. Gerne dürfen sie sich am Gedeihen der  „Püppchen“, wie sie die Figuren  selber nennen, erfreuen und uns mit ihrer Freude und ihren Eingebungen beim Gestaltungsprozess inspirieren.

Schließlich ist der Sinn dieser handwerklichen Arbeit das „innere Gespräch“ mit der Anderswelt. Die guten Gedanken und die Liebe, die während unserer Tätigkeit fließen, schaffen eine Verbindung und können beide Seiten erfreuen und beleben. Wichtig ist, dass wir uns keine zu feste bildhafte Vorstellung machen von dem Wesen, das wir gestalten wollen, sondern offen bleiben für das, was Gestalt werden wird.

Die Herstellung einer Figur mit allen Details ist an einem Wochenende (in ca 17 Stunden) gerade so zu schaffen. So findet das Gespräch und der Austausch über Kenntnisse und Erfahrungen in der Natur und mit Naturwesen begleitend zur handwerklichen Tätigkeit statt und schenkt dem einzelnen oft tiefe Einsichten und Anregungen.

Dass diese Arbeit auch den Naturwesen gefällt, durfte ich über eine hellsichtige junge Dame erfahren, die ich einmal bat, bei den Naturwesen nachzufragen, ob denn diese Art der Gestaltung in deren Sinne sei.

Hier der Text von V.D. (Durchsage vom 19.12. 2009):

“Deine Idee mit den Zwergen und Wesen, die du machst, finden wir von drüben eigentlich sehr gut. Aber dennoch darfst du nicht vergessen: Wenn du diese weitergibst, gib sie nur mit dem Wissen weiter, dass sie die Menschen an etwas erinnern sollen. Deine Wesen sollen grobstofflich an das Feinstoffliche erinnern. Vergiss das nicht und gib sie auch nur mit diesem Gedanken weiter. Denke auch daran: Viele feinstoffliche Wesen wie Zwerge und Gnomen freuen sich über die Wesen und haben viel Spaß daran.”

Die Naturwesen können neben ihrer Arbeit in der Natur auch für den Menschen „helfende Wesen“ sein, das wissen wir aus vielen Büchern und Geschichten. U.a. den Büchern von M. Ruis und U. Burkhard, Jana Haas und den vielen lokalen Sagen… .

Irgendwie kann sich auch etwas von dieser Energie dem geöffneten Menschen über die Figuren mitteilen. Er reicht gewissermaßen mit Liebe und Achtung der Naturwesenenergie die Hand. Oft berichten Menschen, dass sie der Gnom- oder Koboldfigur  nur in die Augen zu schauen brauchen, um innerlich froh zu werden, und wieder sich mit der großen Liebe verbunden zu fühlen, die in der Natur waltet und die immer neu für uns Lebensenergie bereit hält. Mancher mag gerne an die alte Tradition anknüpfen, wieder einen Hauswichtel im Haus zu haben, und die Figur ist ein erster Schritt dazu und zu einer neuen Form des „Miteinander-Seins“.

Und nun folgen noch ein paar Bilder von der voranschreitenden Arbeit und den Resultaten vom Seminar, die (dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Künstlerin) allesamt zur großen Freude ihrer Schöpfer(innen) gediehen:

filzen

Ein “Knödel” wird gefilzt

 

erstes Lächeln

Erstes Lächeln

 

Die Alte

Die Alte

 

Gestatten?

Gestatten?

 

eifrige Runde

Fleißige Runde

 

Handreichung

Handreichung

 

WErkstatt

Werkstatt

 

Anstellen!

Anstellen bitte…!

 

Finish

…zum Finish!

 

putzig

Philemon und Baucis

Feuer

Bitte schön!

Schönheit

Filzfrau

Zum Schluss möchte ich Elfenfreund einen Text von Jana Haas vorstellen, mit der B. Ufer persönlich bekannt ist und den diese für ihre „Ausstellung von Filzfiguren“ als Grußwort verfasst hat. Wir danken der Autorin für die Genehmigung!

Naturwesen Jana Haas

Jana Haas äußert hier ähnliche Gedanken wie  Margot Ruis in ihrem Buch “Naturwesen und Erdheilung”, die wir im Artikel “Elementarwesen und Erdseele” vom Dezember 2013 zitiert haben!

Vergleiche ich die Aussage von J. Haas und M. Ruis  mit der oben zitierten von V.D.  so bedeutet das für mich Elfenfreund  im Klartext:

Puppe bleibt Puppe, auch wenn anscheinend (laut Jana Haas und Margot Ruis) zeitweise Naturwesen tatsächlich solche Gebilde aus Wolle und Filz dazu nutzen können, um durch sie Einblicke in die Menschenwelt zu erhalten und den Menschen in deren künstlich gestalteter Umwelt trotzdem physisch nahe sein zu können.

Ich denke, wir müssen das Wort “beseelen”, das Jana Haas in ihrem Text verwendet, nicht in der Weise auffassen, wie es im Fall eines Menschen oder eines Tieres angebracht wäre, die ihre Erdenkörper, in die sie inkarniert sind, beseelen und beleben und ja auch bewegen. Gemeint ist wohl eher, dass die Puppe, die mit liebevollen Gedanken und in dem Bestreben hergestellt wurde, wieder Zugang zur Naturwesenwelt zu finden, als Kontaktstelle zur elementaren Welt dienen kann und somit eventuell auch zu einem konkreten Wesen, das sich zeitweise damit verbindet. An einer anderen Stelle verwendet Jana Haas synonym das Wort “energetisieren”!

Lassen auch wir uns von der Natur und ihren wesenhaften Kräften “beseelen”!

Mit herzlichem Gruß

Der Elfenfreund                                                                                       am 31. Mai 2014

 

Sakura hanami – Ostern 2014

cropped-KirschblütenKopfzeile-1.jpg

Welch ein Frühjahr! Was für eine Blütenpracht!

Als erste eröffneten wie immer die Kornelkirschen den Blütenreigen, dann folgten der Marillenbaum (der jetzt schon die ersten kleinen Fruchtansätze ausbildet!), Birne, Pfirsich, Kirsche, Apfel, jetzt der Flieder – um nur alle diejenigen Büsche und Bäume aufzuzählen, die in unserem kleinen Garten wachsen. Ach ja, irgendwo dazwischen auch noch die Zwetschken und Pflaumen; wann die im allgemein üppigen Blütenzauber ihren Auftritt hatten, habe ich inzwischen vergessen.

Es scheint, als wolle dieses Jahr besonders fruchtbar werden.

Haben Sie aufgepasst, wann der erste Kuckuck rief? Ich weiß es heuer ganz genau, es war bei uns am 6. April, einem Sonntag, um sechs Uhr früh, und das bedeutet, etwa 2 Wochen früher als gewöhnlich.

Der (von manchen Meteorologen und Naturbeobachtern) angekündigte verspätete Wintereinbruch ist ausgeblieben – somit könnte man etwas überspitzt feststellen, dass der heurige Winter (jedenfalls nördlich der Alpen) … gar keiner war!

Zusammen mit dem späten Frühlingsvollmond heuer ergibt sich daraus die ungewöhnliche Situation, dass man in der Karwoche bereits Rasen mähen musste und dass zu Ostern beinahe schon die Pfingstrosen duften…

Aber ist es nicht ein wundervolles Frühlingserwachen heuer? Wie üppig alle Bäume blühen!

In Japan widmet man ja traditionell der Kirschblüte besondere Anteilnahme. Es ist ein Ereignis, das das ganze Land aufmerksam verfolgt; der Verlauf der “Kirschblütenfront” von Südwest nach Nordost, also von der Südspitze Kyushus im Süden von Japan bis nach Hokkaido im Norden, ist alljährlich ein Medienevent, und das “hanami”, das Betrachten der Kirschblüte (“sakura”) ein soziales Ereignis, das sich im ganzen Land ausgesprochener Beliebtheit erfreut. Auf einer Plane (zum Schutz vor dem feuchten Boden) setzt man sich unter dem blühenden Kirschbaum zu einer Art Picknick zusammen, um das Fest der Kirschblüte, die in der japanischen Philosophie als Symbol der zwecklosen Schönheit – die japanische Zierkirsche trägt ja keine wirtschaftlich verwertbaren Früchte – und der Lebensfreude gilt, gemeinsam zu begehen.

Maximal 10 Tage, also mit etwas Glück zwei Wochenenden lang, währt die Pracht, und so begeben sich bei gutem Wetter “Platzhalter” mitunter schon Stunden vorher zu ihrem ausgewählten Baum, um sich noch einen Platz zu sichern. Und das, obwohl ohnehin mehr als die Hälfte aller Laubbäume in den Städten des “Landes der Kirschblüte” Zierkirschen sind…

Uenokirschblüte

Kirschblütenfest in Japan (Quelle: Wikipedia)

 

So kurz die japanische Blütenkirsche blüht, so zahlreich sind ihre Blüten, die zur Blütezeit den Boden rund um die Kirschbäume bedecken und die Äste zum Biegen bringen. Die Zartheit und der schlichte Duft der Blüten symbolisieren Reinheit und Einfachheit – traditionelle Werte der japanischen Kultur, die natürlich – diesbezüglich darf man sich keinen Illusionen hingeben – wie überall nicht gefeit ist gegen machtpolitische Instrumentalisierung; so wurde das Vergehen der Blüten auf ihrem Höhepunkt auch schon mit jungen Kriegern oder Samurai verglichen. -

Prunus serrulata gr. Sato-zakura Kanzan - Jardin des Plantes, Paris, France

Japanische Zierkirsche (Quelle: Wikipedia)

 

Ob man in Japan wohl auch Baumelfen kennt und weiß, dass Bäume somit ein Bewusstsein haben? Dazu konnte ich bis jetzt noch keine Informationen bekommen!

Sei dem, wie es sei – den Gedanken, dass Menschen mit den Bäumen deren Blütenfeste “mitfeiern”, finde ich Elfenfreund naturgemäß inspirierend, und ich freue mich sehr, dass in unserer zunehmend offenen und multikulturellen Gesellschaft auch solche schönen, wenn auch bei uns nicht heimischen, Gebräuche in Mode kommen. Man kann darin doch einen gewissen Ausgleich dafür erkennen, dass die christlich gefärbten Jahresfeste nicht mehr mit der gleichen Beteiligung und Inbrunst begangen werden, wie dies – wenn ich an meine Großmutter denke – in meiner Kindheit selbstverständlich dazu gehörte.

Sakura hanami nehme ich jedenfalls gern auf ins Repertoire!

KirschbaumKrone1

hanami1

Sakura hanami, April 2014

 

A propos Blütenfest: Eine wunderschöne und irgendwie zutiefst österliche Geschichte zum Vorlesen für Kinder ist “Steinäckerchen” von Ursula Burkhard. Ich habe sie unter “Geschichten (nicht nur) für Kinder” für Sie zusammengefasst und Sie können sie dort nachlesen.

Zu Ostern kreisen naturgemäß die Gedanken um Tod und Auferstehung, Verwandlung und Neuwerden der Natur, die sich der Mensch auch im übertragenen Sinne zum Vorbild nehmen kann. Auch Veränderung, Schmerz und Leid sowie deren Überwindung und Heilung sind ein Thema.

Ich Elfenfreund bin ja davon überzeugt, dass Bäume heilkräftig sind. Zeit allein mit einem Baum zu verbringen, wirkt auf mich ähnlich wie ein Besuch beim Energetiker – und kostet dabei nichts!

Geht es Ihnen auch so? Wenn ich einen Baum bewusst berühre, meine Hände auf seinen Stamm lege, fühlen sie sich an wie elektrisch und ich spüre ein Kribbeln die Arme entlang bis in den Unterbauch und weiter bis in die Fußspitzen. Wie wenn Strom fließen würde – woher das kommen mag?

An dem Tag, von dem die Fotos oben stammen, fühlte ich mich z.B. krank, mir war schlecht und ich hatte keinen Appetit … nach einiger Zeit der bewussten “Einstimmung” zu Füßen des blühenden Kirschbaumes auf das ihm innewohnende Wesen ging es mir viel besser und ich war wieder fit!

Über die Heilkraft von Bäumen haben wir uns bereits in unserem Artikel “Willkommen im Netz” vom November 2012 Gedanken gemacht – lesen sie dort nach, was u.a. auch Margot Ruis in ihrem Buch “Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” (nunmehr in 6. Auflage, Grals-Verlag 2013 erhältlich)  zu diesem Thema zu sagen hat! Sie finden die Textstelle unter “Leseprobe November 2012″.

Doch nicht nur Margot Ruis berichtet über Begegnungen mit Baumelfen, auch Dora van Gelder, meiner Ansicht nach ein hellseherisches Ausnahmetalent, gibt in ihrem Buch “Im Reich der Naturgeister” (Aquamarin-Verlag, 1995) detaillierte Beschreibungen dieser faszinierenden Wesen. Unter “Dora van Gelder zitiert – April 2014″ können Sie einige interessante Gedanken nachlesen. Wir danken dem Aquamarin-Verlag für die diesbezügliche Genehmigung!

Marko Pogacnik bezeichnet die Baumelfen als “Faune”, was mich Elfenfreund ein wenig verwundert, da ich den Begriff aus der römischen Mythologie eher mit “Waldelf” übersetzt hätte. Auch aus seinem Buch “Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele” (AT-Verlag, 2. Auflage, 2009) dürfen wir dazu einige interessante Zitate sowie eine gewohnt ausdrucksstarke Zeichnung anführen. Sie finden die Darstellung unter “Elfenbilder”, die Texte unter “Marko Pogacnik zitiert – April 2014″. Herzlichen Dank an den Autor!

Mit besonderer Freude darf ich heute aber auch wieder einen Text präsentieren, den mir eine “Elfenwirken”-Leserin zur Veröffentlichung geschickt hat. Es handelt sich um ein persönliches Erleben der Autorin mit einer Eiche, genauer gesagt, dem Baumelf derselben. Die Geschichte hat mich Elfenfreund sehr angesprochen und wir danken Frau C.F. aus B. besonders herzlich für ihre Bereitschaft, ihr Erleben mit uns zu teilen. Sie finden den Text unter “Leser(-innen)-Briefe – April 2014″.

Von Christa Maria Elfenmund, deren Lied “Morgenstimmung” wir bereits im Mai 2013 veröffentlichen durften, finden Sie ferner in dieser Ausgabe ein weiteres Lied zum Anhören und Mitlesen, “Der Baum”, auf der Seite “Natur-(Wesen-)Lyrik – April 2014″. Danke, Christa Maria!

Sollte von unseren Leserinnen und Lesern beim Schmökern in diesen Texten jemand sich daran stoßen, dass das gleiche betrachtete “Objekt” (der Baumelf) von den verschiedenen Autoren doch etwas unterschiedlich dargestellt bzw. beschrieben wird, so verweisen wir auf unseren Artikel “Wesen und Form” vom März 2014. Bedenken und erwägen Sie während des Lesens, dass es nicht grobmaterielle “Dinge” oder Wesen sind, die hierin in irdischer Sprache von medial veranlagten Menschen zum Ausdruck gebracht werden, sondern feinstoffliche, und dass in diesen ätherischen Betätigungsbereichen des menschlichen Geistes persönliche Einstellungen und Anschauungen des aufnehmenden Mediums selbst viel stärker ins Gewicht fallen als bei der Erörterung grobstofflicher Gegebenheiten. Wollen wir uns also nicht mit “Haarspaltereien” aufhalten, sondern nehmen wir voll Dankbarkeit das Wesentliche auf, um dessentwillen auch das “Elfenwirken” als Plattform für Information und Austausch zu diesem Thema ins Leben gerufen wurde: Dass die Natur erfüllt ist von gutwollenden Wesen, die dem Leben dienen und jede Entwicklung in diese Richtung fördern wollen!

Was hingegen die vereinzelt aufgezeigten “Widersprüche” in den Schilderungen von der Welt der Naturwesen betrifft, die manchen Leser/innen auffallen, so ist meine Einstellung dazu, dass jedes persönliche Erleben zu achten und zu respektieren ist.

Es wird schon seinen Grund haben, warum der- oder diejenige die Dinge so erlebt, wie es in den Texten oder Bildern dann zum Ausdruck kommt! Jeder nimmt ja bekanntlich nur das von der gesamten Wirklichkeit auf, wofür er oder sie sich geöffnet hat.

Dass überhaupt die Bereitschaft und auch die Fähigkeit dazu vorhanden ist, etwas innerlich erleben zu wollen und zu können, das ist das eigentliche Wertvolle dabei!

Damit sollen alle diese Texte über Natur- und Elementarwesen absolut nicht klein- oder gar falschgeredet werden! Sie sind wertvoll und eine große Hilfe, denn – davon bin ich Elfenfreund wirklich überzeugt: Die Zeit ist reif, dass der Mensch endlich über den grob-materiellen “Tellerrand” hinauszublicken beginnt und sich öffnet für alle die helfenden Kräfte, die uns feinstofflich umgeben, mit deren Hilfe wir heute schon beginnen könnten, die uns anvertraute Welt in das Paradies zu verwandeln, das jeder Mensch als Sehnsucht tief in seinem Herzen trägt. Der Weg dahin ist aber individuell und muss auch von jedem Menschen selbst aufgefunden und gegangen werden.

Die immer mehr um sich greifende Naturzerstörung durch den Menschen ist zweifellos eine fürchterliche Katastrophe und zeigt deutlich, wie wenig der Mensch bislang imstande ist, den Frieden zu halten und die Harmonie zu wahren. Wir werden uns einmal schmerzlich dafür verantworten müssen!

Da es für andere Leser/innen aber unter Umständen zur Bedrückung werden könnte, wenn sie aus medialen Berichten etwa vom Leid gefällter Bäume hören und daraus womöglich voreilig einseitige oder extreme Schlüsse ziehen, die sich mit der Zeit vielleicht als wenig praxistauglich erweisen könnten, möchte ich abschließend auch noch Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) zu diesem Thema zu Wort kommen lassen, der in seinem Buch “Im Lichte der Wahrheit” ausführt:

“Alle an Ort und Stelle gebundenen Formen auf der Erde haben keine eigene Seele, die ja zu sehr abhängig werden müßte von dem, was an sie herantritt, und damit jeder Willkür in der Grobstofflichkeit preisgegeben sein würde.

Solche Unausgeglichenheit ist in der weisen Einrichtung des Schöpfers in seinem Werke ganz unmöglich.

Deshalb haben solche Formen keine eigene Seele, sondern sie dienen nur als Behausungen von Wesen, die ganz unabhängig von den Formen sind und diese nur schützen und pflegen.

Zu diesen Formen gehören Pflanzen und Gestein! Dadurch wird Euch wieder eine Erleuchtung kommen, die Euch nützen kann, womit Ihr falsche Anschauungen klar erkennt.

Nur die vom Orte unabhängigen Geschöpfe, also wie die Tiere, welche sich von ihrer Stelle frei bewegen können, haben in sich einen eigenen, beweglichen Kern, welcher sie führt.

Bei den Tieren ist dieser Kern die wesenhafte Seele, bei den Menschen der Geist! Pflanzen und Gestein jedoch dienen nur als Behausungen für fremde, für sich selbständige Wesenheiten, die demnach nicht Seele der betreffenden Formen genannt werden können.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Der Ring des Wesenhaften)

Zum Schluss wollen wir noch eine Einladung an alle “Elfenwirken”-Leser/innen im Einzugsbereich von Wien aussprechen: Vom 1. – 3. Mai findet in Eichgraben bei Wien ein Seminar mit Barbara Ufer statt – wer den Film “Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden” gesehen hat, dem ist auch dieser Name ein Begriff, alle anderen finden Näheres unter “Elfenbilder” sowie in unserem Artikel “Elementarwesen und Erdseele” vom Dezember 2013. Auf diesem Seminar wird Frau Ufer uns ihre Technik weitergeben, wie man Naturwesen als Filzpuppen darstellen kann, und jede/r Teilnehmer/in kann unter ihrer Anleitung eine eigene Puppe nach Wahl selbst für sich herstellen. Nähere Informationen ersehen Sie unter “Termine” bzw. erhalten Sie gern per E-mail unter elfenwirken@gmx.at.

Atmen Sie den Frühling in vollen Zügen ein und genießen Sie die alljährliche Wiederauferstehung der Natur nach der Winterpause!

Am Ostersonntag 2014

Der Elfenfreund

 

Wesen und Form

For English visitors

Karneval! Fasching! Man verbirgt die wahren Formen hinter Masken, hüllt sich in verschleiernde Gewänder, gibt sich anders, als man eigentlich ist. -

Nicht, dass ich Elfenfreund ein so glühender Anhänger des närrischen Treibens wäre, aber die Kinder lieben es sehr und haben große Freude daran, ihre äußeren Formen zu verändern und sich zu verkleiden.

Diese Freude ist beinahe allen Kindern mit den Elfen gemein, wie Dora van Gelder anschaulich beschreibt:

“Sie treffen sich in gewissen Zeitabständen und erzählen einander lustige Geschichten, und einzelne Gruppen von ihnen veranstalten Darbietungen zur gegenseitigen Unterhaltung. Ich weise nochmals darauf hin, dass sie nicht allein ihre Gestalt zu verändern vermag, sondern auch in der Lage ist, prachtvolle Gewänder anzulegen, indem sie vermittels ihrer Willenskraft und ihres Vorstellungsvermögens den dichten Teil ihres Körpers damit umhüllt.

Dieser Vorgang erfordert Anstrengung und Konzentration und dauert einige Minuten, ganz besonders, wenn es darum geht, die Form zu verändern.

Die gedachte Kleidung existiert so lange, wie die Elfe ihre Konzentration aufrechtzuerhalten vermag. Viele Elfen verfügen über ein unzureichendes Konzentrationsvermögen und können infolgedessen ihre Verkleidung nicht allzulange beibehalten. Aufgrund von Konzentrationsmangel und fehlender Genauigkeit kommt es vor, dass Teile der Verkleidung fehlen, einzelne Gliedmaßen oder auch andere Körperteile. Dies verleiht ihnen oft ein lächerliches Aussehen. Wenn dieses Missgeschick noch übertrieben wird, erheitert es selbst die Elfen ungemein und ruft Fröhlichkeit unter ihnen hervor, da jeder Grund zur Erheiterung willkommen ist. Falls plötzlich aus Konzentrationsmangel eine von ihnen aus der Rolle fällt und in den ursprünglichen Zustand zurückgleitet, wird oft die ganze Vorführung eingestellt. Doch wenn die Vorstellung gut verläuft und sie eifrig bei der Sache sind, nimmt alles einen fröhlichen Verlauf.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturwesen. 3. Auflage, Aquamarin Verlag 1995, aus dem Kapitel “Eine typische Elfe”, S. 46f.)

Ich Elfenfreund halte Dora van Gelder für ein hellseherisches Ausnahmetalent und liebe ihre Naturwesen-Beschreibungen sehr. Es ist wirklich schade, dass diese Autorin im deutschen Sprachraum so wenig bekannt ist!

Nun muss man ja allerdings besonders zur Faschingszeit immer damit rechnen, durch Verkleidete und Maskierte genarrt zu werden. Es sei daher in dieser “Rosenmontags-Ausgabe” des Elfenwirkens einmal die Frage erlaubt, wie verlässlich solche Naturwesen-Beschreibungen durch Hellsichtige eigentlich sind.

Ich möchte dabei von einem Erlebnis ausgehen, das mich Elfenfreund selbst sehr beschäftigt und zum Nachdenken angeregt hat. Möglich, dass meine Schlussfolgerungen auch der/m einen oder anderen Leser/in weiterhelfen können!

In unserem Artikel “Von Elfen und Riesen” vom September 2013 befassten wir uns eingehend u.a. mit den Blumenelfen. Diese werden in der Literatur übereinstimmend als wunderschön und lieblich beschrieben und sollen mit dem Wachstum von Blumen im Zusammenhang stehen. Bildhaft wurden sie einem sehr breiten Publikum bereits 1835 nahe gebracht mit der Publikation von Hans Christian Andersens Kunstmärchen “Däumelinchen”:

Auf ihren sehnlichen Kinderwunsch hin erhält eine Frau von einer Hexe ein magisches Gerstenkorn, aus welchem eine Blume wächst. Als die Knospe “mit einem Knall” aufspringt, sitzt darin ein winziges Mädchen, Däumelinchen. Aufgrund ihrer Schönheit stellen zahlreiche Geschöpfe ihr nach, sie wird erst von einer Kröte entführt, dann von einem Maikäfer, dann soll sie den Maulwurf heiraten und entkommt schließlich auf dem Rücken einer Schwalbe in ein fernes Land, wo sie endlich in einem männlichen Blumenelf “mit den herrlichsten, klaren Flügeln an den Schultern” den ihr angemessenen Bräutigam findet. Von den Blumenelfen erhält sie neben einem neuen Namen (“Maja”) selbst auch “ein Paar schöne Flügel von einer großen, weißen Fliege”, die an ihrem Rücken befestigt werden, sodass sie fortan von Blume zu Blume fliegen kann.

Zahlreiche Künstler und Illustratoren wurden von diesem Märchen inspiriert, und man kann sagen, dass in der bildlichen Darstellung das Attribut der “Flügel” für Blumenelfen geradezu volkstümlich geworden ist.

2012 hatte ich das Glück, die Autorin Margot Ruis und ihren Mann Gerhard Kogoj kennenlernen und mit ihnen eine Zeit lang zusammenarbeiten zu dürfen. Ebenso hatte ich Gelegenheit, an einem ihrer legendären Naturwesenseminare teilzunehmen. Auch Margot Ruis und Gerhard Kogoj können Blumenelfen wahrnehmen, und beide beschreiben diese als klein von Gestalt, aber wunderschön und lieblich.

Dass Blumenelfen Flügel hätten, wird von den beiden aber übereinstimmend und mit Nachdruck in Abrede gestellt.

In ähnlicher Weise könnte man versuchen, den Ursprung eines anderen populären “Erkennungsmerkmals” der elfischen Art, nämlich die spitzen Ohren (bekannt aus Film und Spielzeugkiste) zurückzuverfolgen. Auch gegen diese volkstümliche Zuschreibung setzen sich Margot Ruis und Gerhard Kogoj in aller Deutlichkeit zur Wehr.

Beeinflusst von den gewohnten Darstellungsweisen, haben wir vom Filmteam – niemand von uns verfügt über hellsichtige Fähigkeiten – während der Arbeiten am Film “Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden” untereinander daher die Frage immer wieder heimlich diskutiert: Haben die Blumenelfen nun Flügel oder nicht? Sind Baumelfen männlich oder weiblich? Und was ist mit den spitzen Ohren?

Um es gleich vorweg klarzustellen: Ich Elfenfreund glaube unbedingt den Schilderungen von Margot Ruis und Gerhard Kogoj. Ich bin davon überzeugt, dass sie die feinstoffliche Welt tatsächlich und genau so wahrnehmen und erleben, wie sie das in ihren Büchern und Texten geschildert haben und ich halte diese Schriften für sowohl vertrauenswürdig als auch für wertvoll! Es ist wirklich ein Segen, dass heute wie auch zu allen früheren Zeiten (damals vielleicht noch mehr als heute) Menschen auf der Erde leb(t)en, denen Einblicke in das feinstoffliche Leben “hinter” der gröbsten Stofflichkeit gewährt sind.

Wer sich aber mit der Thematik eingehender befasst, kommt beim Studium der einschlägigen Literatur unweigerlich ins Grübeln; denn es ist offensichtlich, dass unter den Autorinnen und Autoren zwar hinsichtlich der Existenz dieser Wesen sowie einer groben Charakteristik ihrer Wesenszüge Übereinstimmung herrscht, Beschreibungen oder Bilder ihrer Schauungen aber selten genau in Deckung zu bringen sind. Für mich Elfenfreund liegt es daher auf der Hand, dass objektive Aussagen bezüglich des Aussehens und der Form von feinstofflichen Wesenheiten auf der Basis solcher Seherberichte nicht so leicht zu treffen sein dürften.

Bleiben wir doch gleich bei den Blumenelfen: In dem bereits genannten Buch von Dora van Gelder findet sich auch die Beschreibung einer typischen Art von Blumenelfen:

“Es gab in jenem Garten, von dem hier die Rede ist, einige wunderschöne Stiefmütterchenbeete. Um sie herum schwebten liebliche, zarte, schmetterlingsähnliche Wesen. Sie waren winzig, nur einige Zentimeter groß und hatten fast Gesichter wie die Stiefmütterchen selbst. Ihre Körperform erinnerte an einen Schmetterling oder eine Libelle … sie war torpedoähnlich und schmaler als das Gesicht.

Der Körper und der Kopf ergeben zusammen eine Größe von etwa 10 – 12 cm, wovon der Kopf etwa 3 cm groß ist. Am Hals entspringen zwei flügelartige Gebilde, die sich über den ganzen Körper erstrecken, jedoch nicht die Funktion von Flügeln erfüllen, sondern allein Dekorationszwecken dienen. Der Körper und das Gesicht sind fleischfarben mit zartvioletten, violetten und purpurfarbenen Tönungen. Die Flügel tragen eine ähnliche Farbe und sind bunt und glänzend. In der unsichtbaren wie auch in der sichtbaren Welt spielt das Gemeinschaftsleben eine Rolle, und wo immer sich ein Blumenbeet befindet, trifft man nicht nur Schmetterlinge, sondern auch Elfen.”

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturwesen. 3. Auflage, Aquamarin Verlag 1995, aus dem Kapitel “Gartenelfen”, S. 75.)

Offensichtlich stimmen also Margot Ruis und Gerhard Kogoj in ihren Schilderungen von Blumenelfen hinsichtlich der Größe sowie auch der “Lieblichkeit” mit Dora van Gelders Beschreibungen überein, es bestehen jedoch Differenzen betreffend Details ihrer Gestalt. Auch erleben sie die Blumenelfen nach ihren Worten eher auf den Blüten stehend bzw. aus Blüten herausguckend, während Dora van Gelder sie anscheinend eher um Blumen herumschwebend wahrnimmt.

Daraus soll natürlich nun nicht vorschnell der Schluss gezogen werden, bei den Naturwesen-Sichtungen handle es sich um Hirngespinste überdrehter Phantasten oder gar um Schwindel! Ebensowenig möchte ich Elfenfreund mit dieser Gegenüberstellung Zweifel ausdrücken an der einen oder der anderen Darstellung. Aber es war und ist für mich Elfenfreund schon ein Anliegen herauszufinden, ob und inwieweit Hellseherbrichte objektivierbar sind bzw. wie “übertragbar” das hellseherisch Geschaute auf die Dimensionen des Alltagslebens ist. Man will schließlich nicht einfach nur gedankenlos nachplappern, was man erzählt bekommt, sondern auch verstehen, wovon man spricht! Ganz abgesehen davon, dass es nicht zuletzt auch sehr verhängnisvoll sein kann, sich im Leben von “Hirngespinsten” leiten zu lassen…

Den Stand meiner Überlegungen dazu möchte ich heute einmal darlegen. Ich bin selbst kein Hellseher und möchte mich auch für die Richtigkeit meiner Schlussfolgerungen nicht verbürgen, sondern ich bitte meine Leserinnen und Leser, selbst mitzudenken und zu entscheiden, ob das, was ich sage, richtig sein kann.

Ich Elfenfreund bin davon überzeugt, und das ist sozusagen mein “künstlerisches Credo”, dass alles eine Form hat, auch wenn man sie gewöhnlich nicht wahrnehmen kann. Gedanken, Gefühle, Kräfte… Alles ist geformt, und die Form ist Ausdruck eines inneren “Wesens”. Aufgabe des Künstlers ist es, dieses innere Wesen der Dinge wahrnehmbar zu machen: Durch Beschreibung, durch Klänge, durch Licht und Farben, durch Tanz, durch Malerei und Plastik…

Künstler ist in diesem Sinne also, wer äußere Formen schafft, die ihrem “inneren Wesen” entsprechen! Deshalb, habe ich einmal gehört, kommt “Kunst” nicht von “können”, sondern von “künden”: Der Künstler soll den Menschen etwas künden…!

Also nicht nur das Materielle ist in Formen, sondern auch Gedanken, Kräfte, Informationen haben eine Gestalt (“in-Form-ation”: eine innewohnende Form), auch wenn dieselbe für unsere körperlichen Sinne nicht wahrnehmbar ist. Diese für körperliche Augen unsichtbare Beschaffenheit wird bekanntlich meist als “feinstofflich” bezeichnet. In diesem Sinne wäre unser Körper mit seinen materiellen Sinnesorganen im Gegensatz zum eben Genannten grobstofflich. Alles, was durch körperliche Sinne sowie sie unterstützende technische Geräte nicht wahrnehmbar ist, wollen wir also “feinstofflich” nennen.

Darunter fallen natürlich auch die Elementarkräfte.

Wer Feinstoffliches wahrnehmen und anderen Menschen vermitteln kann, ist ein Medium (lat. “Vermittler”). Voraussetzung dafür ist eine verfeinerte “Druckempfindlichkeit” des Mediums. Jeder Mensch hat ja nicht nur einen Körper, sondern besitzt auch feinstoffliche Anteile, und die feinstofflichen Wesensanteile eines solchen Mediums müssen dazu geeignet sein, das Feinstoffliche, das “jenseits” der materiellen Sinnesorgane existiert, wahrzunehmen und dann körperlich nachvollziehbar zu machen. Die Wahrnehmung des Feinstofflichen kann über das Sehen, das Hören und/oder das Empfinden erfolgen.

Ich behaupte nun: Diese Wahrnehmung des Feinstofflichen durch ein Medium kann mehr oder weniger klar oder auch mehr oder weniger getrübt sein.

Wer z.B. eine gefärbte grobstoffliche Brille trägt, wird die grobstoffliche Welt um sich herum in gefärbten Bildern wahrnehmen.

Was, wenn für die feinstoffliche Wahrnehmung Ähnliches gilt?

Warum ist es z.B. für manche Menschen undenkbar, an das Bestehen feinstofflicher Wesen zu glauben? Weil ihre materialistisch geprägten Gedanken zwischen ihnen und diesen Wesen stehen und sie von ihnen trennen. Die Art des Denkens bildet einen Filter und beeinflusst, wie man die Welt erlebt. Wenn alles Erleben, alle Überzeugung gegen die Annahme einer Existenz von feinstofflichen Intelligenzen spricht, ist es sehr verständlich, dass viele Menschen einer solchen Sichtweise nicht nahetreten wollen. Sie müssten diese Gedanken erst innerlich loslassen und sich mit anderem Denken umgeben, dann würden sie mit der Zeit die Welt auch anders erleben können.

Was für die optische Wahrnehmung also die gefärbte Brille ist, sind auf einer feineren Ebene also (falsche) Vorstellungen, Anschauungen und Überzeugungen.

Auch die Kardinäle weigerten sich bekanntlich, auch nur in Galileo Galileis Fernrohr hinein zu blicken, weil das, was er ihnen zeigen wollte, nicht zu ihren Vorstellungen und ihrem Denken von der Welt passte. Er musste seinen Erkenntnissen öffentlich abschwören. Am 15. Februar wurde ja der 450. Geburtstag des großen Gelehrten begangen.

- Ein kleiner Trost (der das Leid und die Demütigung des armen Galilei natürlich auch nicht ungeschehen machen kann): Ändert sich das Denken, dann ändert sich auch die Wahrnehmung. Wenn der Wille dazu vorhanden ist, kann das sehr schnell gehen. (Aber davon ist in der Regel wohl eher nicht auszugehen: Galileo Galilei wurde erst 1992 von der katholischen Kirche formal rehabilitiert.) -

Hätte es Galileo Galilei gerettet, wenn die Kardinäle auf sein Angebot, durch das Fernrohr zu blicken und sich selbst zu überzeugen, eingegangen wären? Ich glaube nicht. Da sie innerlich nicht bereit waren, in ihrem Denken einen Schritt weiter zu gehen und dem revolutionären Wissenschaftler zu folgen, hätten sie aus dem Beobachteten gar nicht dieselben Schlüsse gezogen wie der geniale Vordenker und erst recht Gründe gefunden, es zu verurteilen. -

Warum kommt es vor, dass ein und dieselbe Form von verschiedenen Menschen so unterschiedlich wahrgenommen wird?

Weil, bildlich gesprochen, das “Licht der Erkenntnis” in jedem Menschen selbst liegt und nur im Schein dieses “Lichtes”, das in ihm (mehr oder weniger) strahlt, er auch alle Formen wahrnehmen kann.

Ziehen wir noch einmal einen Vergleich mit der Optik: Wenn man z.B. einen Gegenstand statt mit weißem Tageslicht nur mit rotem Licht beleuchtet, so kann man auch nur dasjenige an dem Gegenstand unverfälscht wahrnehmen, was in der Farbe genau der Frequenz dieses roten Lichts entspricht – alle andere Farben werden mehr oder weniger verfälscht erscheinen.

Der physikalische Grund dafür ist, dass das weiße Tageslicht alle sichtbaren Frequenzen enthält und daher auch alle Farben wiedergeben kann. Farbiges Licht dagegen kann nur diejenigen Farben unverfälscht leuchten lassen, die dem eigenen Frequenzbereich entsprechen.

Man kann dieses physikalische Experiment auf die Gefühlsstimmungen des Menschen übertragen: Wenn ein Mensch glücklich ist, nimmt er die Welt anders wahr, als wenn er wütend oder deprimiert ist. Wer übel gelaunt ist, nimmt vor allem die Dinge wahr, die ihm seine Stimmungslage widerspiegeln und ärgert sich somit über vieles, was ihm bei ausgeglichener Gemütsverfassung vielleicht nicht einmal auffallen würde.

Die Welt, also die irdischen Formen, sind in beiden Fällen die selben, aber sie erscheinen dem Menschen unterschiedlich, je nach dem, was er darin wahrnimmt.

Und dieses “was” hängt davon ab, was er selbst an Stimmungen und Gedanken in die irdischen Formen “hineinlegt”.

Ich fasse noch einmal zusammen: Die Formen der grobstofflichen Welt können wir fotografieren und vermessen. Sie sind für alle Menschen gleich. Trotzdem erleben Menschen, wie wir gezeigt haben, diese Formen unterschiedlich, je nach eigener innerer Beschaffenheit (Emotionen, Gedanken) und geistiger Reife, weil wir bei der Wahrnehmung unsere Stimmungen und Gedanken (also etwas Feinstoffliches) in diese irdischen Formen “hineinlegen”.

Im Feinstofflichen haben wir diesen äußerlichen Halt einer grobstofflichen Form nicht, denn die Formen sind hier in der Feinstofflichkeit von gleicher Beschaffenheit wie unsere feinstoffliche Innenwelt, die unsere Wahrnehmung beeinflusst.

Daher ist (jedenfalls für mich) sehr gut nachvollziehbar, dass verschiedene Menschen ein und dasselbe feinstoffliche Wesen in unterschiedlicher Gestalt wahrnehmen.

Ich muss sagen, seit ich mir diese Zusammenhänge genauer überlegt habe, wundere ich mich beinahe, dass innerhalb der Seherberichte doch so viele Übereinstimmungen bestehen!

Im übrigen hat Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) das alles bereits vor 80 Jahren erläutert in seinem Buch “Im Lichte der Wahrheit” – lesen Sie folgendes Zitat:

“Die Griechen, Römer, die Germanen zum Beispiel (…) konnten mit ihrer weiteren Entwickelung zuletzt auch die Führer der Wesenhaften und der Elemente schauen. Einige mediale Menschen in ihrer Begabung sogar in näheren Verkehr mit ihnen treten (…).

Das innere Schauen und Hören der Menschen aber verbindet sich beim Zum-Ausdruck-Bringen immer mit deren jeweilig persönlichem Begriffs- und Ausdrucksvermögen. Daraus ergibt sich, daß die Griechen, Römer und Germanen die gleichen Führer der Elemente und alles Wesenhaften nach Form und Begriff in der jeweiligen Anschauung ihrer derzeitigen Umgebung schilderten. Es waren jedoch bei allen trotz einiger Verschiedenheiten in den Schilderungen dieselben!

Wenn heute zum Beispiel fünf oder mehr wirklich gut Hellhörende versammelt sind und alle gleichzeitig einen ganz bestimmten Satz jenseitig Gesagtes aufnehmen, so wird bei Wiedergabe nur der Sinn des Gehörten einheitlich sein, nicht aber die Wiedergabe der Worte! Jeder wird die Worte anders wiedergeben und auch anders hören, weil bei der Aufnahme schon viel Persönliches mit in die Waagschale fällt, genau, wie die Musik von Hörern ganz verschieden empfunden wird, im Grunde aber doch die gleiche Richtung auslöst.”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Götter – Olymp – Walhall)

Dass es in den Götterhimmeln von Griechen, Römern und Germanen personelle Übereinstimmungen gibt, ist der Forschung nicht unbekannt – aber haben Sie diese Göttersagen einmal gelesen? Hätten Sie gedacht, dass die darin beschriebenen handelnden Personen (Natur-”Götter”) tatsächlich ident sind?

Ich denke, allein schon dieser Hinweis muss uns Naturwesenfreunde vorsichtig machen, dass wir jede Einseitigkeit vermeiden und persönlich gefärbte Erlebnisse von Hellsichtigen nicht absolut setzen sollten!

Das bekannte russisch-deutsche Medium Jana Haas z.B. sagt über ihre Erfahrungen mit dem Hellsehen:

“Meine Hauptarbeit betrifft die Weisheit der Engel. Ich sehe Engel in ihrer Energie. Sie haben ja in Wirklichkeit keine Form, aber nehmen die Form als Energiegebilde an, die wir kulturell bedingt am ehesten verstehen können, wie z.B. bei einem Christen ein geflügeltes Wesen. Bei einem Buddhisten würde ich an deren Stelle eher eine Buddhagestalt sehen. Und so sehe ich bei einem Christen ein geflügeltes Wesen, das wir als Schutzengel definieren.”

(Jana Haas, aus einem Interview für “Vorhang Auf”, Elternteil, Heft 97, 4/2013. Waldow Verlag 9309. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.)

Wenn Jana Haas hier sagt, Engel hätten “in Wirklichkeit keine Form”, so darf man darin meiner Meinung nach keinen Widerspruch sehen zu unserer eingehenden Behauptung, dass “alles Geschaffene eine Form” habe. Gemeint ist damit, dass Engel keine mit irdischen Sinnen erfassbare Form haben – denn weiter führt die Hellsichtige aus:

“Ich sehe ihn (den Schutzengel, d.E.) in seiner darstellenden Form, in seinem Lichtgewand mit Lichtflügeln, in seiner Ausstrahlung, ich sehe ihn in Farben, weil die Farben immer entsprechende Bedeutungen haben, auch in Symbolen, weil Symbole entsprechende Bedeutungen haben. Ich sehe ihn in Bewegung, in Gestik, weil die lichtvolle geistige Welt so fein und hochschwingend ist, dass sie sich nie auf ein Wort, eine Sprache pressen lassen wird. Deshalb hört man den Engel nicht, man kann ihn nicht packen, sondern man kann ihn nur erleben und erfahren. So sehe ich ihn, und dann fühle ich, mit welcher Liebe oder mit welcher Güte, mit welcher Weisheit berührt seine Farbe, seine Bewegung, seine Gestik, seine Ausstrahlung mich. Und nach eben 11-jähriger Erfahrung der Engelgespräche weiß ich es in einer menschlichen Form selbst zu äußern, in einer menschlichen Sprache, und zwar möglichst bewertungsfrei, liebevoll nachvollziehbar und umsetzbar, wie ein Engel das auch wirklich gemeint hat. Und erst dann ist es auch eine wirkliche, lichtvolle, geistige Botschaft und keine Fantasie des Unterbewussten, des eigenen Schmerzes oder gar eine niederere Schwingung, die durch die eigenen Unreinheiten und Traumata einen zu täuschen in der Lage ist.”

(Jana Haas, aus einem Interview für “Vorhang Auf”, Elternteil, Heft 97, 4/2013. Waldow Verlag 9309. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.)

Ich denke, aus diesem Text wird deutlich, dass das Medium sich der Unsicherheiten in der Übermittlung vom Feinstofflichen zum Grobstofflichen sehr wohl bewusst ist, dass es keine “äußerlichen Halt” dabei gibt und dass die Reinheit der Übermittlung immer wieder neu erkämpft werden muss.

Dazu passt meiner Meinung auch das einleitende Zitat (aus “Theosophie”) von Rudolf Steiner aus unserem Artikel “Elementarwesen und Erdseele” vom Dezember 2013!

Und um das ganze auf die Spitze zu treiben, möchte ich abschließend auch noch Marko Pogacnik zitieren:

“Die Elementarwesen auf den anderen Kontinenten, die ich besucht habe, machten sich regelrecht die Sprache der dortigen Kultur zunutze, um sich mir zu zeigen. Ich erkannte in der Grammatik der Sprache, in deren Formen sich die Naturgeister kleideten, die charakteristischen Kunstformen der jeweiligen Kultur. Die Gnomen in Südamerika zum Beispiel zeigten sich mir in Gestalten, die den Schriftzeichen der Maya- oder Inka-Kultur ähnelten. Meine Intuition vermittelte mir den Eindruck, sie nutzten die Sprache der letzten Kultur, die mit ihnen noch kommuniziert hat, um mit mir in Kontakt zu kommen. Die Spanier oder Portugiesen, die das Land eroberten, waren sicher nicht am Dialog mit den südamerikanischen Gnomen interessiert gewesen. Folglich konnten die Elementarwesen der eroberten Länder die mittelalterliche Sprache, in der seinerzeit in Europa noch hie und da mit Naturgeistern kommuniziert wurde, nicht erlernen.

Nachdem der Kontakt mit mir zustandegekommen war, verblasste die traditionelle Form der Präsentation rasch. Ich konnte nun die Elementarwesen des fremden Landes in das mir zugängliche Schema der elementaren Welt einordnen. Dabei orientierte ich mich nach ihren Funktionen in der Landschaft, und diese sind weltweit ähnlich oder sogar gleich.

Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich aufgehört, die Elementarwesen mit antiken Namen wie „Faun“ oder „Pan“ zu bezeichnen. Ich empfinde diese Klassifizierung inzwischen zu sehr an die Überlieferung der westlichen Kultur gebunden. Solange wir nicht imstande sind, neue Namen zu erfinden, schlage ich vor, einzelne Arten der Elementarwesen und Umweltgeister nach ihren Funktionen zu benennen, und die sind weltweit dieselben. Es sind schlicht Funktionen, ohne die das Lebensgewebe der irdischen Ökosphäre nicht überlebensfähig ist.”

(Marko Pogacnik, Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele. 2. Auflage, AT Verlag, 2009, S. 79f. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Elementarwesen in Schriftzeichen-Form!?

Ich Elfenfreund möchte mir kein Urteil anmaßen, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass nicht die Elementarwesen, sondern das Medium die Brücke über Schrift und Kunst  der letzten indigenen Hochkultur nötig hatte, um den Kontakt aufzubauen.

Wie dem auch sei, ich finde dieses Zitat hochinteressant … gerade weil es auf den ersten Blick vielleicht etwas skurril anmutet, zeigt es so überaus deutlich, wie sehr die Wahrnehmung der feinstofflichen Welt beeinflusst und geprägt ist von den Gedanken und Einstellungen des Mediums.

Unter “Elfenbilder” veröffentlichen wir ferner eine weitere Zeichnung aus der Feder Marko Pogacniks – und zum Vergleich dazu eine Fotographie, in die vom als “Elfenbeauftragte” bekannten isländischen Medium Erla Stefansdottir ihre Wahrnehmung von hohen isländischen Bergwesenheiten eingezeichnet wurde.  Hier wurden Naturwesen nicht in menschenähnlicher Form, wie sonst allgemein üblich, wahrgenommen – aber bitte beachten Sie die Übereinstimmung der Darstellungen!

Ich hoffe, dass durch die Vielfalt der Naturwesenformen in dieser “Karnevals-Ausgabe” des Elfenwirkens niemand verwirrt wurde! Falls doch – als kleiner Trost: Mit dem Aschermittwoch hat das närrische Treiben ja dann bald ein Ende…

Zum Rosenmontag 2014

Der Elfenfreund

Freude, Freude, Freude!

Liebe Leserin, lieber Leser,

Erinnern Sie sich noch?

Mit genau diesem “Gemüsebild” in der Kopfzeile erblickte am 7. 10. 2012 zu Erntedank die erste Ausgabe des “Elfenwirkens” das Licht der Welt.

erntedank.jpg

Mit dieser Oktober-Ausgabe 2013 feiert somit unser Naturwesen-Weblog seinen 1. Geburtstag!

Nun, jede Mutter findet, dass ihr eigenes Kind das schönste und beste ist – aber, liebe Leserin, lieber Leser, urteilen Sie selbst:  ist unser Pflänzchen nicht prächtig gediehen? Und da die Kinderkrankheiten nunmehr (hoffentlich!) hinter uns liegen, soll es erst richtig losgehen…!

Was braucht es, damit in der Natur etwas aufgehen und sich entfalten kann? – Keimfähigen Samen, fruchtbaren Boden, günstiges Klima … und “Lebenskraft”, die den Pflanzen durch die Elementarwesen, die in der Natur tätig sind, oder auch Naturwesen genannt, vermittelt wird:

“In der Morgendämmerung geht es geschäftig zu, da zu dieser Zeit der Erde ein besonderer Segen zuteil wird – man verspürt förmlich die erwachende Energie. Die Elfen empfangen diese Energie und leiten sie weiter. In der Dämmerung beenden sie ihr Spiel, um erneut ihre Arbeit aufzunehmen. Sie haben von der Sonne die Vorstellung eines riesigen, lebensspendenden Lichtballes, der die Quelle allen Lebens ist, da sie ihre Energie vor allem durch die Sonnenstrahlen beziehen. Sie scheinen die Sonnenstrahlen in sich einzusaugen: dieser Vorgang ist noch am ehesten mit der Nahrungsaufnahme zu vergleichen. Abgesehen  von der Energie, die sie zur Erhaltung ihres eigenen Körpers benötigen, leiten sie die Sonnenenergie den Pflanzen zu.”

(Aus: Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. Aquamarin Verlag, 3. Auflage 1995, S. 78)

So weit ich Elfenfreund im Studium der einschlägigen Literatur bisher bewandert bin, hat niemand Leben und Betätigungsfeld einer typischen Gartenelfe so einfach, so anschaulich und so herzerfrischend beschrieben wie das hellseherische Ausnahmetalent Dora van Gelder-Kunz!

Lesen Sie unter “Literaturempfehlung 1 – Oktober 2013″ zwei weitere kurze Auszüge aus dem selben Buch und tauchen Sie ein in ein Reich, das unserem Menschenreich zwar unmittelbar benachbart, aber – muss man sagen: im Gegensatz zu diesem? – erfüllt ist von Lichtstreben und freudigem Schaffen! Da sollten wir Menschen uns doch ein Vorbild nehmen an den Wesen der Natur und an ihrer Art zu sein und zu wirken…

Mehr zum Thema “Elfen” finden sie u.a. auch im Artikel “Von Elfen und Riesen” vom September 2013.

Alles in der Natur ist auf Liebe und auf auf Freude hin angelegt.

Missmut und Groll, Gleichgültigkeit und Gemütskälte sind Energien, die aus dem Inneren der Menschen stammen!

Auch wenn nun seit Beginn der Neuzeit viel Aberglauben und sogar Angst im Zusammenhang mit den Naturwesen verbreitet und geschürt worden ist, auch wenn der aufkommende Materialismus sie negierte und zuletzt ins Reich der Märchen, Sagen und Legenden schob, so kann man doch davon ausgehen, dass vor gar nicht allzulanger Zeit (relativ gesprochen: denn was sind schon ein paar Menschenalter im Vergleich zum Alter der Menschheit insgesamt?) ein Wissen von ihnen und ihrer Tätigkeit Allgemeingut gewesen ist. Dafür gibt es viele Zeugnisse aus der Archäologie, dafür spricht die ungebrochene Strahlkraft der Märchen und nicht zuletzt bezeugt (und erklärt!) das auch die Beliebtheit, derer sich Fantasy-Geschichten heute und immer noch zunehmend erfreuen.

Die Natur ist die grobstoffliche Umgebung, die dem Menschen auf der Erde zur Wohnung überlassen ist. Die Naturwesen bewohnen, pflegen und betreuen eben diese selbe Natur auf einer etwas feineren Ebene, sozusagen nur durch einen hauchdünnen Schleier getrennt von unserer Wahrnehmung. Die Menschen früher lebten viel stärker in und mit der Natur als wir Heutigen, waren auch stärker und unmittelbarer von ihr abhängig – es leuchtet wirklich mehr als ein, dass eine Kenntnis vom Wirken der Wesen “hinter” der sichtbaren Natur für sie eine Notwendigkeit dargestellt haben muss.

Vor dem Hintergrund der Lehre von der Wiederverkörperung liegt aber folgender Gedanke auf der Hand: Die Menschen, die heute auf der Erde leben, und diejenigen, die damals auf vielfältige Weise von Naturwesen wussten und sie verehrten, sind im Kern dieselben, auch wenn die Entwicklung seither fortgeschritten ist und die äußerlichen Formen sich verändert haben! Darum glaube ich Elfenfreund fest daran, dass die Existenz der Naturwesen auch heute und in Zukunft vielen Menschen zu vermitteln sein wird und sein muss: weil das Wissen davon in den Seelen bereits vorhanden ist, auch wenn es dort (vorerst noch) verschüttet ruht.

Viel weniger bekannt hingegen dürfte die Tatsache sein, dass es sich bei diesen Wesen in und “hinter” der sichtbaren Natur nicht um ein isoliertes Phänomen handelt, sondern dass in gleicher Weise überall in der Stofflichkeit Elementarwesen das Entstehen und Vergehen aller Formen lenken und bewirken. Nota bene: Nicht nur in der uns sichtbaren Natur, sondern auch auf den Gebieten, für die wir kein Sensorium besitzen … wie z.B. auf den Feldern des Entstehens und Reifens alles dessen, was wir Menschen durch unser Denken, Fühlen, Wollen, Reden und Tun in die Welt setzen!

Lesen Sie dazu das folgenden Zitat aus dem Buch “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875-1941):

“Wenn der Mensch empfindet, so werden die dabei entstehenden Fäden, welche wie kleine, der Erde entsprießende Saat erscheinen, von den kleinen Wesenhaften aufgenommen und gepflegt. Dabei hat, wie in der schweren Grobstofflichkeit, das Unkraut genau dieselbe sorgfältige Pflege wie die Edelsprossen.
(…)
Es sind allein drei Arten solcher Wesenhaften, die dabei beschäftigt sind. Die eine Art webt alle Fäden Eueres Empfindens, die zweite Art die Fäden Eures Denkens und die dritte Art die Fäden Eurer Handlungen.
Es ist dies nicht etwa nur ein Gewebe, sondern drei; aber sie sind verbunden miteinander und auch wiederum verbunden mit noch vielen anderen Geweben. Ein ganzes Heer ist dabei an der Arbeit. Und diese Fäden haben Farben, je nach ihrer Art.
(…)
Stellt Euch vor, daß Ihr dauernd umgeben seid von diesen Wesenhaften, die Euch beobachten, jeden Faden sofort aufnehmen und dahin leiten, wohin er gehört. Doch nicht nur das, sondern sie verankern ihn und pflegen ihn bis zum Aufgehen der Saat, ja bis zur Blüte und zur Frucht, genau, wie in der schweren Grobstofflichkeit hier von Wesenhaften alle Pflanzensamen aufgezogen werden, bis Ihr dann die Früchte davon haben könnt.

Es ist dasselbe Grundgesetz, dasselbe Wirken, nur von anderen Arten der Wesenhaften ausgeführt, die, wie wir irdisch sagen würden, Spezialisten darin sind. Und so durchzieht das gleiche Weben, das gleiche Wirken, Saat, Aufgehen, Wachsen, Blühen und Früchte bringend, unter der Aufsicht und Pflege der Wesenhaften für alles die ganze Schöpfung, gleichviel, was und welcher Art es ist. Für jede Art ist auch das wesenhafte Wirken da, und ohne das wesenhafte Wirken würde es wiederum keine Arten geben.

So erstand aus dem Wirken der Wesenhaften heraus unter dem Antriebe des niedrigen Wollens der Menschen in der Verankerung der daraus entstandenen Fäden auch die sogenannte Hölle. Die Fäden des schlechten Wollens kamen dort zur Verankerung, zum Wachsen, Blühen, und trugen zuletzt auch entsprechende Früchte, die die Menschen entgegennehmen mußten, welche die Saat zeugten.

Deshalb herrscht in diesen Niederungen verzehrende Wollust mit ihren entsprechenden Stätten, Mordlust, Streit und alle Auswüchse menschlicher Leidenschaften. Alles aber entspringt durch dasselbe Gesetz, in dessen Erfüllung die kleinen Wesenhaften auch das märchenhaft Schöne der lichteren Reiche formen!”

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Aus dem Vortrag: Die kleinen Wesenhaften)

Halten wir an dieser Stelle kurz inne, um das eben Gelesene noch ein wenig zu überdenken: Dass jeder Ernte eine Saat vorausgehen muss, weiß jeder Mensch. Naturwesenfreunde kennen auch die Kräfte, die in der Periode zwischen Saat und Ernte tätig werden müssen, sowie die Art, in der diese wirken. Doch ist unsere Position dabei meistens die eines Betrachters, eines Konsumenten. Wir fühlen uns von den Wesen beglückt und beschenkt … wir danken unseren Helfern, um nicht die Bezeichnung “Diener” zu gebrauchen …doch wir betrachten sie “von oben”, gehören sozusagen nicht dazu.

Stimmt nicht, sagt Abd-ru-shin: Wir sind mitten hineingestellt in dieses Wirken, in dem sich wahrhaft weltenumspannende Gegebenheiten streng gesetzmäßig vollziehen. Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat gleicht einem ausgesäten Samenkorn und entwickelt sich unter der liebevollen und fürsorglichen Pflege von Elementarwesen, die auf diesen feinstofflichen Gebieten in gleicher Weise tätig sind wie die Naturwesen in der Natur. Ob es nun süße Früchte sein werden oder bittere, die als Schicksal für uns reifen, ob liebliche Gärten sich entfalten oder Dornenranken überhand nehmen – es liegt allein an der Art des ausgesäten Samens und der Pflege, die wir den “Gärten unseres Schicksals” angedeihen lassen.

Das obige Zitat ist dem Vortrag “Die kleinen Wesenhaften” entnommen, und wenn Sie möchten, können Sie den ganzen Vortrag unter “Gralsbotschaft – Oktober 2013″ nachlesen. Allerdings stammt dieser Vortrag aus Band III der “Gralsbotschaft”, wie der Untertitel des Werkes lautet, und es ist möglich, dass verschiedene Begrifflichkeiten, die darin verwendet werden, dem unvorbereiteten Leser Schwierigkeiten bereiten werden. Abd-ru-shin selbst hat die Empfehlung ausgesprochen, die Vorträge seines Werks nicht wahllos herauszugreifen, sondern sie in ihrer Reihenfolge zu studieren.

Übrigens können Sie zum Thema “Macht der Gedanken” auch unseren ersten Artikel auf diesem Blog vom 7. 10. 2012 (Titel: “Ernte(ge)danken 2012″) nachlesen!

Kommen wir nun auf uns leichter zugängliche Ebenen zurück. Also vor genau zwei Wochen erlebte das “Elfenwirken” das Jubiläum seines einjährigen Bestehens.

Doch damit nicht genug: Vor genau einer Woche erblickte ein weiteres geistiges Kind das Licht der Welt, oder besser gesagt, die Welt erblickte das Licht seiner Projektion. Am 13. 10. 2013 war im brechend vollen Seminarraum des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin, der ehemaligen Spitalskapelle des Alten AKH in Wien, die Präsentation des Films mit Margot Ruis und Gerhard Kogoj: Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden von Christian Wagner und Ulrike Spitzer, den ich Elfenfreund initiiert und an dem ich auch selbst mitgearbeitet habe.

Filmpräsentation 13. 10. klein

Es handelte sich bei der Präsentation um eine Benefizveranstaltung zugunsten von Hilfsprojekten des von Margot Ruis und Gerhard Kogoj gegründeten Vereins DanaMudra, dem auch der gesamte Verkaufserlös aus den DVDs zufließen wird. Gezeigt wurde zwar nicht der gesamte Film, aber doch wesentliche Teile daraus, verbunden mit einem kurzen Rückblick auf den Verlauf der Dreharbeiten.

Bei der Präsentation anwesend waren außer den Filmemachern Margot Ruis und Gerhard Kogoj, sowie weitere Akteure, die im Film zu Wort kommen. Eine OM-Gesangsvorführung des Obertonsängers und Musikers Siegfried Eberlein, der die Arbeiten am Film mit unterstützt hat, rundete das Programm ab. Wir gratulieren den Machern des Films und allen daran Beteiligten zum erfolgreichen Abschluss dieses großen Projekts, das ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeit zu Gunsten der Hilfsprojekte des Vereins DanaMudra vollendet wurde!

Übrigens wurden von Margot Ruis anlässlich der Filmpräsentation noch zwei weitere Jubiläen verlautbart: 2013 feiert der Verein DanaMudra sein 10-jähriges Bestehen, und das (bisher vergriffene) erste Buch von Margot Ruis mit dem Titel “Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” ist (wie vom Verleger Werner Huemer bereits im  Artikel vom März 2013 mit dem Titel “Neuigkeiten” auf diesem Blog angekündigt) nunmehr in 6. Auflage wieder erhältlich.

Was gibt es noch zu entdecken in dieser Ausgabe des “Elfenwirkens”:

“(…) Solche Plätze kann man nur in besonders entlegenen Landschaften finden, zum Beispiel mitten in Moorlandschaften, in Gebirgen, oder in der Wüste. Sie möchten in Ruhe gelassen werden.

Eine „Kinderstube der Elementargeister“, wie man das Phänomen nennen könnte, ist ein erstaunlicher Ort. Man meint dort, Geräusche von Gelächter und Tanz zu hören, aber gleichzeitig herrscht in der Gegend eine unbeschreibliche Stille.”

So charakterisiert der bekannte slowenische Geomant, Land-Art-Künstler und Elementarwesen-Autor Marko Pogacnik Orte, an denen sich nach seinem Empfinden “Kinderstuben” von Elementarwesen befinden. Das Zitat ist entnommen seinem Buch “Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele” (AT-Verlag 2007). In einem etwas größeren Zusammenhang können Sie die Stelle unter “Literaturempfehlung 2 – Oktober 2013″ nachlesen. Zur Erinnerung: Im “Zitat des Monats September 2013” war ebenfalls die Rede von “Elfenkindern”, und die Übereinstimmung der Darstellung finde ich bemerkenswert – wenngleich zu beachten ist, dass Abd-ru-shin vom “Erwachen zum Bewusstsein” spricht, was ich als linearen Prozess interpretiert hätte, während Marko Pogacnik das von ihm beschriebenen Phänomen als “letzten Abschnitt der Regenerationsphase” eines zyklischen Prozesses charakterisiert.

Und dann haben wir für diesmal noch zwei Riesen anzubieten, entdeckt und gesichtet ebenfalls in dem erwähnten “Elementarwesen” – Buch des feinfühligen slowenischen Künstlers. Dem zufolge wären “Riesen ein Relikt des ältesten Evolutionszyklus der Erde, als sich die Zivilisation des Feuerelements auf unserem Planeten ausbreitete” – eine Aussage, die ich Elfenfreund nicht kommentieren kann, aber meinen Lesern auch nicht vorenthalten will. Auch dieses Zitat kann (unter “Literaturempfehlung 3 – Oktober 2013“) als “Nachtrag” zu unserem Artikel vom September 2013 “Von Elfen und Riesen”und noch im Zusammenhang mit diesem gelesen werden.

Wir wünschen viel Freude, Freude, Freude beim Gustieren!

20. Oktober 2013                                                                                    Der Elfenfreund

 

Zur Johannisnacht

cropped-Screenshot-Bergfeuer-klein.jpg

… flammen im ganzen Land die Sonnwendfeuer auf, in den Alpen werden Bergfeuer entzündet. Je weiter nach Norden, desto mehr steht alles im Bann des längsten Tages und der kürzesten Nacht des Jahres.

Das frühlingshafte Wachsen, Sprießen und Neuwerden in der Natur hat seinen Höhepunkt erreicht. Alles steht im Saft, blüht, duftet! Laue, helle Nächte! Rosenzeit! Die Linden blühen! Glühwürmchen leuchten! Die meisten Pflanzen stehen jetzt in ihrer Vollkraft da – trocknen Sie sich jetzt einen Vorrat an duftenden Kräutern für weniger lichtdurchflutete Tage! Die “aufhellende” Wirkung z. B. des Johanniskrautes ist medizinisch anerkannt und bestätigt.

Für alle, die noch eine Schule besuchen, stehen jetzt die Sommerferien vor der Tür. Darum (aber auch aufgrund der Beiträge, die sich diesmal zur Veröffentlichung angesammelt haben) widmen wir diese Ausgabe des “Elfenwirkens” besonders der Jugend.

Aus welcher Quelle speist sich all das Gedeihen, das Wachsen, das Formenbilden, das duftende Emporschwellen, das unsere Breiten zu dieser Jahreszeit bestimmt? “Alles Gute kommt von oben”, lautet ein Sprichwort. Ich stelle mir die herabströmende Kraft vor wie einen sprühenden  Wasserfall, der das lebensspendende Nass über alle Ebenen des Seins verteilt. In ihrem Kinderbuch “Schnips” bringt die von mir hochgeschätzte Heilpädagogin Ursula Burkhard einen anderen Vergleich und spricht von “Sonnenbändern”, die die Blumenelfen einander wie im Spiel zuwerfen, woraus auf der irdischen Ebene die Blumen wachsen und gedeihen. Ein wunderschönes Bild, wie ich finde. Ich habe mir erlaubt, die Stelle unter “Geschichten (nicht nur) für Kinder” zu zitieren und danke dem Verlag für die freundliche Genehmigung.

Laut Rudolf Steiner atmet die Erde im Winter ein, im Sommer aus. Verströmt sich zur Sonnenwende in den Äther! Die von Rudolf Steiner begründeten Waldorfschulen berücksichtigen diesen Umstand in der Unterrichtsgestaltung. Ursula Burkhardt, die dem Gedankengut Rudolf Steiners ja nahesteht, schildert in einem anderen Büchlein, dem sehr bekannten “Karlik”, wie sie unter anderem die Zeit der Sommersonnewende aus der Sicht der Naturwesen erleben darf. – Wären Sie darauf gekommen, dass es “Johannimännlein” gibt, deren Aufgabe es ist, die Sonnenkraft zur Johannizeit zu speichern für dunklere Herbsttage? Regelmäßige Besucher unseres Elfenblogs kennen die Stelle bereits, wir haben sie unserer Dezember-2012 – Ausgabe beigegeben.

Im antiken Kalender soll der Johannistag (24. Juni) übrigens genau auf den Tag der Sonnenwende gefallen sein, wie auch der 25. Dezember ursprünglich mit der Wintersonnenwende zusammenfiel (Quelle: Wikipedia, Stichwort: Johannistag). Ebendort ist auch folgendes Zitat nachzulesen:

“Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer böse Dämonen abwehren, die Krankheiten hervorrufen oder Viehschaden und misswüchsige Kinder bewirken. Darauf deuten auch die Strohpuppen hin, die man in manchen Gegenden ins Feuer wirft (Hanslverbrennen). Insbesondere sollten auch Hagelschäden abgewehrt werden. In dieser Beziehung deckt sich das Johannisfeuer mit dem Hagelfeuer. Diese Wirkungen des Johannisfeuers liegen vermutlich in der hohen Popularität des Heiligen begründet, dem auch sonst starke Kräfte zuerkannt wurden; man vergleiche die im Mittelalter außergewöhnlich stark verbreiteten Namen Hans, Johannes, Jan oder Jean. Mittelalterliche Namensgebung bedeutete vielfach, dass dem Kind der entsprechende Heilige als Schutzpatron zugeeignet wurde.

Das Johannisfeuer findet man in verschiedener Ausgestaltung fast über ganz Europa verbreitet. Die südlichste Sonnenwendfeier mit Johannisfeuer war lange Zeit in Alicante, heute ist es in Torrevieja.

Das beim Johannisfeuer mancherorts verwendete drehende Rad wird als Sonne gedeutet.”

 

Wie man daraus unschwer ersehen kann, handelt es sich also auch bei den Festen rund um den Johannistag natürlich wieder um uraltes Brauchtum, das später christlich überformt wurde, indem der Geburtstag Jesu Christi auf den Tag der Wintersonnenwende, der Geburtstag des größten christlichen Heiligen, Johannes des Täufers, auf den Tag der Sommersonnenwende gelegt wurde, symbolisierend übrigens den biblischen Ausspruch Johannes des Täufers im Hinblick auf den von ihm verkündeten kommenden Christus: “Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen” (Joh. 3,30). Denn mit der Wintersonnenwende nimmt die Tageslänge bekanntlich mit jedem Tag zu, ab der Sommersonnenwende aber nimmt sie wieder ab. Weiterführende Gedanken zu Brauchtum und christlichen Schutzheiligen können Sie nachlesen im letzten Artikel (Mai 2013) und besonders im Artikel “Märchen, Mythen, Göttersagen” vom April 2013.

Mit welcher inneren Haltung Menschen vor Jahrhunderten und Jahrtausenden Feste und Zeremonien, wie zur Sommersonnenwende belegt, begangen haben, darüber kann man nur spekulieren. – Heute herrscht Volksfeststimmung überall, Feuerwerk, Trubel, Tanz, auch Essen und Trinken nicht zu knapp. Ob dabei auch heute noch religiöses Erleben und Empfinden – welcher Art auch immer es sein mag – Raum findet?

Ich Elfenfreund bin zwar ein Kind der Berge, aber trotzdem habe ich erst einmal staunend ein Bergfeuer miterleben können – und, Volksfest hin oder her, ich war sprachlos: Wenn in der tiefen Dämmerung der hereinbrechenden Nacht, in der bereits die ersten Sterne funkeln, auf den höchsten Gipfeln der Berge die Feuer aufglühen, immer mehr und mehr, sich ausbreiten über alle Grate hin und zuletzt das gesamte dunkle Bergmassiv mit hunderten flammenden Lichtpunkten einrahmen … die Erhabenheit dieses Anblicks war für mich einfach bewegend.

Und bei jedem dieser Lichtpunkte, stelle ich mir vor, befindet sich ein Mensch bzw. Bergsteiger (was in diesen alpinen Gegenden ja nahezu dasselbe ist), hoffentlich nicht mit dem Flachmann in der Hand, sondern mit Andacht im Herzen oder wenigsten einer reinen, kindlichen Freude an dem großen und feierlichen Geschehen, wenn die Flammen gleichzeitig entzündet werden und in den nächtlichen Himmel emporschlagen…

Schätzen und nützen wir die Augenblicke des andächtigen Ergriffenseins, sie sind selten, und doch zählen sie zu dem Wertvollsten, was wir in unserem Erdenleben schaffen können! Jede Empfindung eines Menschen setzt lebendige feinstoffliche Formen in die feinstoffliche Welt, die dort je nach ihrer Eigenart eine rege Tätigkeit, aufbauend oder zerstörend, entfalten! Solche menschliche Empfindungsformen oder -wesen haben Kraft, die Natur und in besonderer Weise natürlich die feinstofflichen Wesen darin, also auch die Naturwesen, zu beeinflussen!  Auf die Kraft der Gedanken und die Auswirkungen derselben auf die feinstoffliche Welt sind wir ausführlich eingegangen in der ersten Ausgabe des Elfenwirkens unter dem Titel “Ernte(ge)danken” vom Oktober 2012. Lesen Sie die Schilderung der hellsichtigen Dora van Gelder ebendort, die die Wirkung eines Dämons auf Naturwesen beobachten konnte, und lassen Sie das “Zitat des Monats Oktober 2012” noch einmal auf sich wirken!

Mit dieser Thematik eröffnen wir in der diesmaligen Ausgabe eine neue Seite mit dem Titel “Kindermund” … als vierfacher Vater müsste ich Elfenfreund diese Seite eigentlich mit reichlich Stoff versorgen können, und ich gehe diesmal auch voran – aber vielleicht haben auch Sie nette, kleine, aus dem Leben gegriffene Histörchen beizusteuern, die die Freuden (und Mühen!) des Elternseins in Bezug auf das Thema unserer Betrachtungen, Naturwesen, illustrieren können? Denn, sage ich, Elfenfreund: Wer nicht wirklich glaubt, was er redet – der hüte sich vor dem Kindermund! Er ist unerbittlich.

Dann finden Sie noch einen kleinen Gedanken passend zur Erdbeerzeit unter “Persönliche Erfahrungen”. Es sind die kleinen Dinge, in denen manchmal doch recht bedeutende Zusammenhänge sichtbar werden. Wer die Natur liebt und sie richtig kennen lernen will, wird nicht umhin kommen, seinen Blick für die sogenannten kleinen Dinge des Lebens zu schulen: Ich lade Sie ein zu einem Blick auf meinen Erdbeerhügel. Fast ist es mir, als sehe ich sie vor mir stehen, die Behüterin dieses Fleckchens Erde, mit offenen, einladenden, spendenden Händen und einem freundlichen, runden, rötlichen Gesichtchen.

Dazu möchte ich aber betonen, dass ich Elfenfreund weit davon entfernt bin, mich hellsichtig nennen zu dürfen! Gewisse Arten der Darstellung von “Naturwesen” sind ja gewissermaßen volkstümlich – man denke an die Gartenzwerge – und verfügen direkt schon über eine gewisse Tradition der bildhaften Umsetzung; ob zurecht oder zu Unrecht, das müssen wir wohl den hellsichtig begabten Personen zur Beurteilung überlassen.

Eine erst 18jährige Leserin des Elfenwirkens hat für diese Ausgabe einen sehr bemerkenswerten Leserbrief verfasst, in dem sie unter anderem schreibt:

“Trotz der vergessenen Wurzeln konnte das Wissen um die Natur und ihre Wesen nicht ausgelöscht werden. Genauso, wie sich die Naturwesen vor den Menschen verbargen, driftete das Wissen um sie in eine andere Sphäre – in die der Sagen und Märchen. Da waren sie noch da, also sicher aufbewahrt, aber nicht mehr als Tatsache erkennbar. Und aus diesen Märchen entstanden Geschichten, aus den Geschichten Bücher, Filme, Spiele für den PC. Je mehr der Mensch sich von seinen Wurzeln entfernte, und je mehr die Pop-Kultur sich alles schnappte, was noch unverbraucht und gut zu vermarkten war, desto mehr verwässerten die Informationen, desto mehr Klischees entstanden, desto mehr wurden die Naturwesen Sinn-entfremdet und desto greller und lauter wurden die daraus resultierenden Bilder, die immer weniger mit der Realität gemein hatten. Ich persönliche finde zwar die „Herr der Ringe“-Trilogie wirklich gut und spannend, aber die dort dargestellten Elben und Zwerge, die gerne Orks töten und zudem untereinander verfeindet sind, haben nichts mit der Realität zu tun – im Gegenteil, es ist in meinen Augen sogar eine Art menschliche Perversion, aus allem Guten und Schönen ein Gewaltdebakel mit viel Blut zu machen. Auf der anderen Seite, also neben der düsteren Version der Naturwesen, deren Beispiel ich oben erklärt habe, existiert das andere Extrem- das wuschelige, kuschelige, glitzernde, grelle Bild einer Welt voller kitschiger pinker Blumen und ebenso kitschiger, stereotyper, flacher Feen – Darstellungen, um die Kinder zum Konsumieren zu bringen.

Und das sind in meinen Augen die hauptsächlichen Bilder, die ein Mensch im Kopf hat, wenn von einem „Zwerg“ die Rede ist – entweder ein mordender kleiner Mann in Rüstung oder ein süßes Keramikmännchen mit blumigem Gesichtsausdruck.

Dass Menschen und vor allem Jugendliche, die ja von allen noch am meisten durch die heutige Pop- und Kino-Kultur beeinflusst werden, daher einfach nur lachen können, wenn jemand behauptet: „Ich glaube an Feen!“ ist irgendwo dann ja schon verständlich. Denn die Bilder, die uns tagtäglich vermittelt werden, sind ja auch größtenteils flach, kitschig und einfach nur lächerlich. Die Tiefe, das Schöne, das Hoheitsvolle, das Stille, das unfassbar zauberhafte ohne jeglichen Kitsch und die Liebe – all das verbindet der heutige Normalmensch gar nicht mehr mit einer Fee oder einem Zwerg.”

Nun ist es ja bekanntlich für Väter generell und daher auch für mich Elfenfreund vermutlich von vornherein ausgeschlossen, dass sie in den Augen ihrer Kinder als “aktuell” durchgehen können; umso dankbarer bin ich für solche Leser(innen)briefe, die deutlich erkennbar und authentisch die Lebenssituation der Jugend sichtbar machen. Doch für wie “verzopft” Kinder ihre Eltern auch insgeheim halten mögen, es soll treu sorgende (und im Herzen jung gebliebene) Väter und Mütter freilich nicht davon abhalten, im Rahmen der Möglichkeiten Anteil zu nehmen und Anschluss zu suchen an die “Pop- und Kino-Kultur”, und sei es nur, um auf dem Laufenden zu bleiben – und am Ende nicht wirklich noch zu “verzopfen”!

Der Film “Epic – Verborgenes Königreich” beispielsweise kam mir schlagartig zum Bewusstsein und weckte mein elfenfreundliches Interesse, als er bewirkte, dass in Österreichs größter Schulzeitschrift für die Mittelstufe parallel zur Filmvorschau Artikel über Island, Elfenbeauftragte und Naturwesen gedruckt wurden, wobei der Autor durchaus die Möglichkeit feinstofflicher Intelligenzen nicht ausschloss. Diesen Film habe ich mir natürlich angesehen (klarer Weise in Begleitung meiner Töchter – solche Filme haben schließlich eine ungeschriebene Altersbeschränkung nach oben zu). Eine kurze Rezension dazu finden Sie unter “Geschichten (nicht nur) für Kinder”.

Ganz und gar nicht verzopft ist jedenfalls der Zugang zu unserem Thema über das Lied “Ja, da sind viele kleine Hände” einer jungen Musikerin, das mir kürzlich in die Hände gefallen ist und die ich darauf angesprochen habe. Auf meine Anfrage antwortete sie mir, dass sie dieses Lied zum Dank an die Naturwesen geschrieben hat und sich freut, wenn es über das “Elfenwirken” für mehr Menschen zugänglich gemacht wird. Sie finden Text und MP3 – Hörprobe unter “Natur-(Wesen)Lyrik”. Wir danken Frau Felicitas Schenck für die Genehmigung!

Kehren wir nun aber noch einmal zum erwähnten Leser(innen)brief zurück. Er trägt die Überschrift: Naturwesen und Jugendliche – eine Utopie? und ist sehr umfangreich – ich habe es trotzdem nicht übers Herz gebracht, ihn zu kürzen und veröffentliche ihn, wie er ist: herzerfrischend, naturbelassen und authentisch. Daraus stammen auch die folgenden abschließenden Zeilen:

“Veränderungen geschehen manchmal im Kleinen, im Winzigen und sind kaum bemerkbar. Aber sie sind da. Erst unmerklich, dann stärker, dann offensichtlich. Bis schließlich nichts mehr ist wie zuvor.

Die Erwachsenen stecken den Kopf aus ihrem Kokon.
Die Jugendlichen strecken sich und breiten ihre Flügel aus.
Die Kinder, die jetzt auf die Welt kommen, fliegen bereits.”

Dem habe auch ich Elfenfreund nun nichts mehr hinzuzufügen und wünsche somit allen Leserinnen und Lesern aller Altersstufen einen schönen Sommerbeginn und viele bewegende Erlebnisse in und mit der Natur!

21. Juni 2013 (Sommersonnenwende)

Der Elfenfreund

 

 

 

 

 

Naturwesen und Naturkatastrophen

Mitte Februar, die Tage werden in unsren Breiten schon deutlich länger, Maria Lichtmess (2. Februar) liegt hinter uns, das Licht kehrt zurück!

Endlich wieder Sonne!

Wir aber haben uns für diesmal das sensible Thema der Naturkatastrophen vorgenommen: wenn die Natur sich gegen den Menschen wendet, wenn Menschen und deren Besitztümer durch die Kraft der Elemente zu Schaden kommen oder gar vernichtet werden! Wir tun dies ganz bewusst zu einer Jahreszeit, in der zumindest Wetterkatastrophen normaler Weise eher selten vorkommen – damit wir möglichst unbeeinflusst von schrecklichen Bildern, wie sie ansonsten des öfteren durch die Medien gehen, uns diesem ernsten Thema widmen können:

Ist die Natur des Menschen Feind? -

Damit wäre diese Frage aber genau so gestellt, wie wir Menschen gewohnt sind, die Dinge zu betrachten – immer von unserer Warte aus gesehen. Darum drehen wir doch die Frage einmal um :

Ist der Mensch der Natur Freund? –

Wer den Dezember-Artikel noch in Erinnerung hat (wer nicht, kann ihn nachlesen!), wird diese Frage schwerlich bejahen können. Im Interesse seiner eigenen Bequemlichkeit beutet der Mensch die Natur gnadenlos aus, nimmt bedenkenlos, was er bekommen kann, und ist dazu noch meist sogar weit davon entfernt, auch nur “Bitte” und “Danke” dafür zu sagen. Der Mensch benimmt sich selbst wie ein klassischer Schädling, und die destruktive Dynamik oder man könnte auch sagen:  Mis(t)wirtschaft, die wir Menschen auf der uns anvertrauten Erde mit den uns eigenen Kräften in Gang gesetzt haben, will Grenzen weder einhalten noch kennen.

Wie lange noch wird wohl die Erde diesen “Parasiten Mensch” ertragen können?

Wir sprechen im Zusammenhang mit Ungeziefer oft von “Quälgeistern” und bedenken nicht, dass wir selbst es sind, die mit unseren physischen und geistigen Kräften (unserer Art zu denken) alle Qualen dieser Welt hervorgerufen haben. Mehr zum Thema Gedanken und ihre Wirkung ist nachzulesen u.a. im Artikel “Ernte(ge)danken“!

In dem Zusammenhang könnte man zur Aufheiterung folgenden “Witz” zitieren – kennen Sie schon den:

Treffen sich im Weltall zwei Planeten. Fragt der eine: Wie geht’s? Sagt der andere: Schlecht, ich habe ’Homo sapiens’. Sagt der erste mitfühlend: Oje, das hatte ich auch einmal. Das ist unangenehm. Aber es geht von selbst vorbei! -

Nun ja, das ist schwarzer Humor. Auf dem Niveau wollen wir uns auf dieser Seite eigentlich nicht bewegen! Versuchen wir einen kreativeren Einstieg: Bereits 1995 habe ich als Einleitung zu meiner Hausarbeit für die Lehramtsprüfung das ‘Märchen vom Menschen, der die Erde bewohnte‘ geschrieben. Irgendwie passt die Geschichte auch hier als Einleitung, und ich erlaube mir, sie der geneigten Leserschaft zu präsentieren! Das Ende dieses “Märchens für Erwachsene” habe ich damals noch offen gelassen – vielleicht werden wir aber schon recht bald am eigenen Leib erleben müssen, wie das Ganze ausgehen wird…

Und trotzdem: “Naturwesen – Begegnung mit Freunden des Menschen” lautet der Titel des wunderbaren Buches, das Margot Ruis 1994 veröffentlicht hat. Die Natur ist trotz allem dem Menschen immer noch freundlich gesinnt! Das ist der (im Zusammenhang mit dem Thema “Naturkatastrophen” vielleicht etwas überraschende) Kerngedanke, der hier heute vertieft und mit Argumenten untermauert werden soll – mehr dazu erfahren Sie weiter unten.

Die großen Wesenheiten der Natur oder auch “Großen Elfen”, wie Margot Ruis die Vertreter der höheren Ränge in der Elfenhierarchie bezeichnet, kennen den Menschen und seine Unzulänglichkeiten und Probleme sehr genau. Kein Wunder, haben sie seine Wege doch von allem Anfang an auf Erden hier beobachtet und auch begleitet! Dementsprechend treffsicher wie auch entwaffnend ist ihre Diagnose, wenn sie sich zum Stand der Dinge äußern. Ich spüre in ihren Worten eine gewisse liebevolle Nachsicht gegenüber der menschlichen Unreife, aber auch eine kühle Strenge, die keinen Zweifel daran lässt, dass Unzulänglichkeiten abzulegen sind! Wir geben mit den Worten Eliamars dieser Ausgabe in den diesmaligen “Elfenstimmen” etwas vom besten bei, was Margot Ruis uns aus der Welt der hohen Naturwesenheiten überliefert hat.

Auch der Hunger in der Welt kann als Folge von Dürre, Bodendegeneration und Schädlingsplagen als klassische Naturkatastrophe angesehen werden. Sicher wird es mit einer steigenden Zahl der Weltbevölkerung zunehmend schwieriger, die Lebensbedürfnisse aller hier lebenden Menschen zu befriedigen. Aber auch die sehr große Zahl von mittlerweile über 7 Miliarden Menschenkindern möchte – und könnte! – Mutter Erde ernähren; Margot Ruis hat im Geiste mit ihr gesprochen. Die Passage, die wir zur diesmaligen “Leseprobe” erkoren haben, stammt aus dem neuen Buch von Margot Ruis, “Naturwesen und Erdheilung” (2011) und gehört in seiner drastischen Bildhaftigkeit zum Erschütterndsten, was ich in dieser Richtung je gelesen habe. Es unterstreicht mit nicht zu überbietender Deutlichkeit die Dringlichkeit, die uns Menschen heute zu Gebote stünde.

Ich schreibe ausdrücklich “stünde”, denn ist es nicht eigenartig: Während heute doch schon jeder halbwegs gebildete Mensch von den zu befürchtenden Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels gehört hat: ganze Staaten (!!) drohen im Meer zu versinken, sollten die Polkappen abtauen, Stürme, Dürren, Wasserfluten steigern sich unaufhaltsam – aber von Sparsamkeit und Selbstbeschränkung ist in Zeiten der ohnehin schwächelnden Konjunktur sehr wenig ernsthaft die Rede. Die Wirtschaft muss in Schwung gehalten werden – wie es scheint, um jeden Preis!

Doch was ist der Mensch gegen die Kraft der Elemente?

Während ich dies schreibe, gehen völlig unerwartet aufrüttelnde Bilder um die Welt:

cropped-Meteorit-15.2.2013.jpg

Ein Meteor zieht eine gleißend helle Spur über den Himmel, explodiert in der Luft über der russischen Stadt Tscheljabinsk, die Wucht der Detonation lässt im weiten Umkreis Fensterscheiben zerbersten, und stürzt sodann in einen See.

Noch nie hat sich solches vor den Augen so vieler Menschen abgespielt!

Freilich, immer wieder durchdringen Meteoriten die schützende Lufthülle der Erde, doch ihr Auftreffen auf der Erdoberfläche erfolgt normaler Weise in unbesiedeltem Gebiet oder über den Weltmeeren. Die Hüter der Erde haben bisher die Menschheit vor derart Schrecknissen bewahrt!

Lassen wir uns davon aufrütteln! -

Aber der Mensch denkt als erstes sofort und beinahe reflexartig vor allem darüber nach, wie mit technischen Hilfsmitteln in Zukunft derart “Bedrohungen” frühzeitig erkannt und mit militärischen Mitteln abgewendet werden könnten … als ob das Staubkorn Mensch im weiten Weltall herrschen könnte…!

Und doch war es für uns ja wohl nur ein “Warnschuss vor den Bug” des vom Kurs weit in gefährliche Untiefen abgekommenen Schiffes “Menschheit”. Was wäre geschehen, wenn der Meteorit die Stadt getroffen hätte? So stürzte er in einen See, wodurch der größte Teil seiner zerstörerischen Energie verpuffen konnte, ohne größeren Schaden anzurichten …

Die Natur hat wieder einmal bewiesen, dass sie dem Menschen noch immer freundlich gesinnt ist…!

Nun wird mit Recht manch einer mich naiven Elfenfreund vielleicht daran erinnern wollen, dass ja leider bei weitem nicht alle Naturkatastrophen so relativ glimpflich verlaufen: Was ist mit den unberechenbaren Erdbeben? Was mit den Tropenstürmen, die jedes Jahr oft gerade die Ärmsten der Armen heimsuchen? Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Tsunamis, die bisweilen Tausende Tote fordern?

Solchen Einwänden ist schwer zu entgegnen, wenn man das Leid bedenkt, das dadurch ausgelöst wird. Jedes Jahr fallen tausende Menschen den entfesselten Elementen zum Opfer, und – wenn man den warnenden Stimmen vieler Wissenschaftler Glauben schenkt und die Szenarien im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Klimawandel zu Ende denkt – es wird bestimmt sogar noch schlimmer werden.

Und trotzdem “weiß” ich, wenn ich offenen Herzens durch die Natur wandle, und das spürt wohl jeder, der das “Lebendige” um sich her auch nur ansatzweise in sich empfinden und aufnehmen kann, dass die Wesenheiten, die in all dem schaffen und wirken, was wir Natur nennen, im Großen gesehen uns Menschen nicht feindlich, sondern freundlich sind.

Aber wie kann ich dieses Empfinden begründen? Wie soll ich mein unbestimmtes Gefühl  in Worte fassen, die einen kritischen Verstand überzeugen können? Ich kann nur auf das verweisen, was andere vor mir bereits gedacht und geschrieben haben. Lesen Sie hier, was ich dazu gefunden habe.

Da wäre zunächst das Buch, das mir Elfenfreund vor über 20 Jahren überhaupt erst die sichere Überzeugung von der Existenz der Naturwesen vermittelt hat, das für mich also die Grundlage zu aller “Elfenfreundschaft” bildet und von dem hier daher immer wieder die Rede ist. Es trägt den schönen Titel: “Im Lichte der Wahrheit”, ich bin auch diesmal darin fündig geworden und möchte die Stelle den interessierten Lesern dieser Seite nicht vorenthalten. Der Autor Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875-1941) schrieb darin bereits in den 1930ern mit Blick auf die ganz frühen Menschen, die vor Hunderttausenden von Jahren die Erde noch im Einklang mit der Natur bewohnten:

“Wenn die Menschen so geblieben wären, wie sie zu der von mir genannten Zeit gewesen sind, (…) so würden sie in stetem Aufstiege heute tatsächlich Herren aller Grobstofflichkeit sein in bestem, aufbauendem Sinne. Es würde auch kein Mensch bei den Umwälzungen vernichtet worden sein, die sich in reifender Entwickelung von Zeit zu Zeit ergeben mußten.

Die großen Katastrophen waren immer eine Notwendigkeit der Entwickelung, doch nicht der Untergang so vieler Völker, der bisher fast stets damit verbunden blieb.

Hätten die Menschen die Verbindung mit den wesenhaften Helfern und den lichten Höhen nicht leichtsinnig frevelnd aufgegeben, so würden sie vor jeder Not stets rechtzeitig gewarnt und von den gefährdeten Landstrichen fortgeführt worden sein, um der Vernichtung zu entgehen! Denn so geschah es damals auch, als sich die Menschen willig führen ließen von den Helfern, die der Schöpfer ihnen zugewiesen aus der wesenhaften und geistigen Welt, mit der sie die Verbindung freudig dankbar aufrechtzuerhalten suchten.

So raubten sie sich aber später diese unschätzbaren Hilfen immer selbst durch dünkelhaftes Klugseinwollen des Verstandes und erzwangen damit mehrmals ihren schmerzensvollen Untergang, wie sie ihn wiederum auch jetzt erzwingen, da sie nicht mehr auf die letzten Rufe aus dem Lichte hören wollen und vermeinen, alles besser noch zu wissen, wie so oft!”

(Abd-ru-shin, im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Die urgeistigen Ebenen II)

Also die Naturwesen wollen das Verderben der Menschen nicht! Sie wollen uns vielmehr davor bewahren, dass wir in den von Zeit zu Zeit infolge elementarer Prozesse notwendig werdenden “Umwälzungen”, also Katastrophen, zu Schaden kommen!

Darum sage ich Elfenfreund: Wir müssen endlich beginnen, uns auf eine ernsthafte Weise mit der Natur zu beschäftigen, denn die Natur möchte uns helfen, die darin wirkenden feinstofflichen Wesen strecken uns die Hände entgegen, damit wir sie ergreifen … doch wenn wir sie in Verblendung oder Oberflächlichkeit oder schlicht und einfach Nichtwissen nicht annehmen, wie kann uns dann geholfen werden?

Es ist eine dokumentierte Tatsache, dass z.B. beim Erdbeben von Liaoning in der Volksrepublik China am 4. Februar 1975 durch rechtzeitige Evakuierung der Milionenstadt Haicheng aufgrund von merkwürdigem Tierverhalten einer Schätzung nach etwa 150 000 Menschenleben gerettet werden konnten (Quelle: Wikipedia – Erdbebenvorhersage). Oder ein anderes Beispiel: Unmittelbar nach dem Erdbeben von Tangshan 1976, bei dem leider eine rechtzeitige Evakuierung verabsäumt wurde und hunderttausende Menschen ihr Leben verloren, listete eine anschließende chinesische Untersuchungs-Kommission 2202 Fälle von auffälligem Tierverhalten auf, das ein bis zwei Tage vor dem Beben einsetzte und zum Beben hin deutlich zunahm. Darunter gab es sehr ungewöhnliches, nie vorher beobachtetes Tierverhalten (circa 100 Wiesel rennen in ein Dorfzentrum, 300 Mäuse regungslos am Boden, ein 100 Meter breiter Schwarm von Libellen, die Bienen von allen 100 Bienenstöcken einer Imkerei flüchten aus diesen, einige hundert Schlangen geballt an einem Teichrand)(Quelle: Wikipedia – Erdbebenvorhersage).

Auch bei anderen Naturkatastrophen (so z.B. auch dem großen Tsunami 2004 im Indischen Ozean) wurde hinterher berichtet, dass Tiere Tage bis Stunden vor Ausbruch der Katastrophe ein auffälliges Betragen gezeigt hätten -

Wie viel Leid könnte also verhindert werden, wenn der Mensch besser auf die Warnungen, die von der Natur kommen, achten würde!

Eine nähere und für mich absolut überzeugende Erklärung dieser Phänomene, wie ich sie sonst nirgendwo anders gefunden habe, bietet wieder Abd-ru-shin im “Zitat des Monats”. Um es gleich vorweg zu sagen: Es sind die Naturwesen, die auf solche Weise versuchen, sich den Menschen verständlich zu machen und sie zu retten!

Wie ungerecht ist es also, wenn der Mensch der Natur und ihren Wesen die Schuld dafür anlasten will, wenn Menschen durch elementare Ereignisse zu Schaden kommen! Die Naturwesen tun alles, was in ihren Kräften steht, um Schaden abzuwenden, doch die Menschen achten auf ihre Warnungen nicht – weil sie bekanntlich immer noch der Meinung sind, dass diese Wesen gar nicht existieren. Ganz abgesehen davon, dass wir Menschen es sind, die natürliche Prozesse durch unsere Art zu denken und zu leben gründlich durcheinander bringen und somit viel Unheil überhaupt erst hervorrufen!

Nun möchte ich abschließend noch auf eine Frage eingehen, die immer schon viele Menschen beschäftigt hat und Anlass zu zahlreichen Spekulationen philosophischer Natur geworden ist: Die Frage nach der Gerechtigkeit oder anders gesagt, ob im Wüten der entfesselten Elemente so etwas wie Ordnung und Gesetzmäßigkeit gewahrt bleiben. Hier greife ich zurück auf eine Schilderung Dora van Gelders (1904 – 1999) aus ihrem Buch “Im Reich der Naturgeister” (3. Auflage 1995, Aquamarin-Verlag), die ich schlicht sensationell finde. Die von Geburt an Hellsichtige, Heilerin und später Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft von Amerika kam auf Java (ehemals dänische Kolonie) zur Welt, lebte dann in Australien, bevor sie mit Ihrem Mann in die USA übersiedelte. Leider ist die Darstellung im Original so umfangreich, dass ich sie kürzen musste – doch für einen Eindruck wird die Kostprobe reichen. Wir erfahren, warum Stürme ausbrechen müssen, wie das Geschehen  von “oben” gelenkt und geführt wird und wie die “unteren” Elfenränge sich dazu verhalten und sich damit abfinden müssen.

Dass im Wirken der Natur keine Willkür und keine Ungerechtigkeit herrschen, wusste ich zwar prinzipiell schon aus dem oben genannten Werk von Abd-ru-shin; doch diese Darstellung hier hat mir persönlich sehr geholfen, dies auch konkret und anschaulich verstehen und mir vorstellen zu können.

Die Naturwesen sind Freunde des Menschen – darum sollten wir sie auch als solche wertschätzen und sie wie Freunde behandeln! 

Zu guter Letzt haben wir auch die Serie von Gerhard Kogojs Elfenbildern fortgesetzt und die “Leser(-innen)-Briefe” aktualisiert.

Wir wünschen viel Freude mit der neuen Ausgabe des Elfenwirkens!

15. Februar 2013
Der Elfenfreund

 

Ernte(ge)danken 2012

Ernte – Dank – Gedanken … über jeden dieser Begriffe könnte man Seiten schreiben. Wir werden das heute (noch) nicht tun: Erstens haben wir uns vorgenommen, dass dieses Weblog heute noch ans Netz gehen soll, und dazu ist noch viel Arbeit nötig. Und zweitens, denke ich, gibt es fürs erste genug zum Schmökern auf diesen Seiten, und da muss man nicht alles Pulver gleich verschießen. Aber wir bitten unsere Leserinnen und Leser, dass sie sich doch anlässlich des Erntedankfestes Gedanken machen und uns per Kommentar mitteilen mögen, denn wir würden uns sehr freuen, wenn auf diese Weise ein Austausch mit Gleichgesinnten zustande kommen würde.

Was haben wir für Sie an “Erntegedanken” vorbereitet:

Von Margot Ruis finden Sie unter “Leseprobe” einen meiner Meinung nach sehr gelungenen Text, entnommen dem ersten ihrer beiden Bücher, zum Thema “Reinheit der Gedanken”. Wir sollten “feinstofflichen Umweltschutz” mindestens ebenso ernst nehmen wie dessen grobstoffliches Pendant! Jeder Gedanke, den wir aussenden, ist vergleichbar einem Samenkorn, das sich entwickelt, wächst, blüht und unausweichlich auch Früchte abwerfen wird – ob Früchte des Neides, des Zorns, der Bosheit uns zuträglich sein werden?

Auch Naturwesen selbst sollen hier auf diesem Blog zu Wort kommen dürfen. Unter “Elfenstimmen” äußern sich heute zwei Vertreter aus dem Elementarreich, ein “großer Elf der Berge” und eine Feldfruchtelfe. Ich liebe diese Texte – auch sie sind entnommen den Büchern von Margot Ruis – ganz besonders wegen ihrer einfachen und doch so tief zu Herzen gehenden Sprache.

Unter “Literatur” finden Sie sodann die einzige mir bekannte Schilderung eines “Dämonenangriffs” auf Naturwesen, entnommen dem Buch “Im Reich der Naturgeister” von Dora van Gelder (1904 – 1999). Die von Geburt an Hellsichtige, Heilerin und später Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft von Amerika kam auf Java (ehemals dänische Kolonie) zur Welt, lebte dann in Australien, bevor sie mit Ihrem Mann in die USA übersiedelte. Die kurze von ihr geschilderte Episode zeigt anschaulich eine Auswirkung von menschlichem “Gedankenmülll” in der astralen Umgebung unserer Erde – die ja nicht nur “unsere” Erde ist, sondern die wir mit mannigfachen Geschöpfen, grob- sowie feinstofflichen, gemeinsam bewohnen dürfen.

Beim “Zitat des Monats” aus der Gralsbotschaft von Abd-ru-shin schwankte ich zwischen einem kurzen Zitat für die Leser oder einer ausführlichen Stelle für die Nicht-Leser der Gralsbotschaft. Ich entschied mich für die lange Variante, da sie meiner Meinung nach so exzellent geeignet ist, die beiden Texte von Margot Ruis und Dora van Gelder zu unterstreichen und noch weiter gehend zu erläutern. Hier haben wir vor uns die genaue Erklärung, wie ein Gedanke entsteht, wie er sich “zeigt” und was er bewirkt!

Damit aber das kurze Zitat zum Thema ErnteDANK nicht unter den Tisch fällt, sei es an dieser Stelle hier eingefügt – es lautet:

Der schönste Dank ist reine Freude!

(Abd-ru-shin, aus dem Vortrag: “Das lebendige Wort”)

Der Mensch neigt sehr zur Unzufriedenheit, wenn im Leben nicht alles ganz glatt läuft. Wir alle haben unsere Ideale, mehr oder weniger hohe Ziele, Erwartungen an das Leben, das wir oftmals mehr als Kampf denn als großzügiges Geschenk erleben. Dabei vergisst man dann leicht darauf, welche Gnaden jede/r täglich selbstverständlich entgegennimmt!

Ich z.B. habe eine Frau, vier Kinder, ein Haus, einen kleinen Garten, ausreichendes Einkommen, ein Auto. Ich habe die Freiheit, mein Leben zu gestalten, wie ich möchte, die Sonne scheint an den meisten Tagen, aus der Leitung kommt sauberes Wasser, bei jedem Atemzug füllen sich die Lungen fast wie von selbst mit guter Luft. Wir haben keinen Fernseher und vermissen ihn nicht, meine Kinder spielen Musikinstrumente. Vor meinem Fenster blühen Blumen, und im Gewächshaus im Garten reifen noch immer Tomaten, Paprika und Zuckermelonen. Auch wenn ich selbst kein Krösus bin, so lebe ich doch in einem der reichsten Länder der Welt – und lasse mich dennoch immer wieder bedrücken von kleinen Problemchen, auf die ich dann immerfort starren muss, bis sie mir riesengroß erscheinen?

Wie viel Grund zu Dankbarkeit und Freude hat jeder und jede von uns! Und wenn auch im Moment die Sonne nicht ganz ungetrübt scheint – so findet sich bestimmt in der Erinnerung ein Moment, über den zu freuen sich lohnen würde.

Jedes Erleben ist die Ernte einer Saat, die jeder und jede einzelne einmal selbst für sich gelegt hat, und in jedem neuen Augenblick streuen wir die Saat für zukünftige Ernten.

Zu den schönsten “Früchten” meines vergangenen Sommers gehören Erlebnisse, die mit der Natur und den darin wirkenden Wesen im Zusammenhang stehen. Dazu gehören Erlebnisse in der Natur, in den Bergen, wenn ich allein unterwegs gewesen bin. Im Kreise der Familie waren das vor allem kleine Feiern, die wir gehalten haben, Momente der Andacht und Dankbarkeit: So haben wir Blumen in eine Höhle gebracht und dort gemeinsam einen Kanon gesungen für die Wesen der Erde. Wir haben unseren Autos Namen gegeben und für sie eine kleine Feier abgehalten. Wir sind am Vorabend zu Erntedank mit Laternen in den Garten und dreimal singend um das Gemüsebeet gepilgert, um den Gnomen und Elfen dort zu danken für ihre Hilfe. Wir durften sogar mit einer großen Kinderschar im Rahmen eines Familientreffens mit in Wachs getauchten Holzweichfaser-Plattenstücken eine “Venusblume” legen, um sie nach Einbruch der Dunkelheit feierlich zu entzünden. Der Ernst und die stille Andacht der Kinder waren erhebend!

In diesem Sinne habe ich ausnahmsweise auf der Seite “Kunst und Pädagogik” heute im eigenen Kalender geblättert und präsentiere diese meine Erlebnisse des Sommers 2012 – voller Freude und Dankbarkeit für die reiche Ernte!

Sonntag, 7. Oktober 2012  (Erntedank)

Der Elfenfreund