Ehre sei Gott in der Höhe …!

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind!“, lautete, wörtlich übersetzt, der Engelsgesang vor 2000 Jahren über den Feldern vor Betlehem, berichtet das Lukasevangelium. Sehr bekannt ist ein Kanon von Ernst Heinrich Gebhardt (1832 – 1899) über diesen Text, den mein jüngster Sohn zu Weihnachten gern singt; daher wurde das Lied für mich zeitweise zum Ohrwurm. – Ein Engel jedenfalls ist ein „Bote“ (griechisch ángelos). Dieses altgriechische Wort steckt übrigens auch im Wort Evangelium selbst: Euangélion bedeutet  „Botschaft“, gute Nachricht.

Wesen, die Gott kennen, verehren und besingen, findet man – wenig überraschend – vorwiegend in den monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam. Neben diesen kennt der Volksglaube aber noch eine große Vielzahl von kleinen Männlein, Schraten, Wichten, Riesen, Nixen und Saligen Frauen, die unserer Kultur in Märchen und Legenden noch aus vorchristlicher Zeit erhalten geblieben sind. Im Gegensatz zu Engeln haben solche Natur- oder Elementarwesen ihren Tätigkeitsbereich in den mehr erdnahen Bereichen der Stofflichkeit: in den Formen der Natur sowie bei der Tätigkeit von Bauern und Handwerkern. Auch Elfen lieben – jedenfalls nach der keltischen Tradition – Gesang und Tanz. Von einem höchsten Schöpfer aller Welten scheinen aber auch sie nicht viel zu wissen. Oder waren es die Menschen, welche sie schauten, die von Gott nichts wussten und daher noch nicht reif waren, solches Wissen (hellsichtig) aufzunehmen?

In diesem Sinn unterscheidet der Islam die Engel von den Dschinn. Der Glaube an Engel gilt im Islam als bindend. Durch Engel wurden den Propheten die Offenbarungen Gottes übermittelt. Engel sind daher die zentrale Säule, auf denen der Koran selbst steht. Die Verkündung durch den Propheten Mohammed gilt im Koran jedoch ausdrücklich nicht nur den Menschen, sondern auch den Dschinn.

Dschinn sind in der koranischen Schöpfungsgeschichte aus „rauchlosem Feuer“ erschaffen worden. Wie die Menschen sollen die Dschinn „dazu geschaffen sein, Gott zu dienen“. Darüber hinaus gibt es gläubige und ungläubige Dschinn, wobei die ungläubigen Dschinn in die Hölle kommen sollen. Zu Zeiten des Propheten stellten einige Dschinn bei einer Versammlung fest, dass sie die Engel nicht mehr sprechen hörten. Sie zogen los, um den Grund dafür herauszufinden. Sie fanden Mohammed, als dieser den Koran las. Dies geschah eben, weil der Prophet für Dschinn ebenso wie für die Menschen den Koran offenbarte. Diese Dschinn konvertierten zum Islam, da sie nun alles erfahren hatten, was sie wissen mussten. Anders als im Volksglauben, handelt es sich bei den im Koran genannten Dschinn nicht um unheimliche dämonische Wesen, sondern sie sind moralisch indifferent.

(Quelle: Wikipedia, Stichwort: Dschinn)

Dämonen der Hölle zuzuordnen, finde ich nicht unplausibel; ob mit den „ungläubigen Dschinn“ solche gemeint sind, oder ob der Koran tatsächlich noch eine Unterscheidung trifft zwischen zwei Arten von Naturwesen, nämlich solchen, die Gott erkennen und solchen, die dazu nicht in das Lage sind, wage ich als Nichtkenner des Koran nicht zu beurteilen. Immerhin ist es aber doch beachtlich, dass wenigstens im Islam die Existenz von Naturwesen sozusagen offiziell anerkannt ist …!

Oskar Bernhardt (Abd-ru-shin, 1875–1941) erwähnt in seinen weltanschaulichen Schriften zahlreiche verschiedene Arten von Wesen. Speziell zu den Arten mit menschenähnlicher Gestalt schreibt er seinem Werk „Im Lichte der Wahrheit“:

„Der weitaus größte Teil schwingt nur dienend im Gotteswillen und ist von allem anderen vollkommen unabhängig.
Ein kleiner Teil aber, der weitab von den lichten Höhen sich befindet und eng mit der gröbsten Stofflichkeit verbunden wirkt, wie Gnomen usw., konnte wie vieles andere von den in der Grobstofflichkeit lebenden entwickelten Menschengeistern zeitweise beeinflußt werden.
Aber diese Wirkungsmöglichkeit des Menschengeistes ist bereits wieder aufgehoben worden, und auch diese kleinen wesenhaften Helfer stehen zur Zeit nur noch im Gotteswillen dienend (…).“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Geistkeime. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart)

Das Judentum als älteste der drei monotheistischen Lehren unterscheidet nicht so klar zwischen Engeln und Elementarwesen, obwohl in der Bibel beides zu finden ist. Die Verehrung von Naturwesen als Götter, also als höchste Wesen, wie zur damaligen Zeit in allen umliegenden Religionen üblich, lehnt sie kategorisch ab: Nur JHWH ist Gott, alle Wesen stehen unter ihm. Es sind wohlgemerkt nicht die Wesen selbst, welche die Bibel ablehnt, sondern die Kulte, welche Menschen ihnen angedeihen lassen, ihre Verehrung als „Götter“, der Glaube also, dass sie höchste Wesen seien.

Das Christentum entstand auf dem Boden des Römischen Weltreiches und in Abgrenzung von den darin zunächst gepflegten und teilweise als Staatskult verordneten heidnischen Kulten. Mit der Anerkennung des Christentums als neue Staatsreligion begann man, die traditionellen heidnischen Kulte zu unterdrücken, zu verbieten, zu verteufeln. Wie auch der Islam entwickelte das Christentum ein ausgesprochen missionarisches Selbstverständnis. Da es sich als schwierig erwies, den heidnischen Völkern ihre traditionellen Anschauungen und Gepflogenheiten wegzunehmen, begnügten sich die christlichen Machthaber pragmatischer Weise oft mit Lippenbekenntnissen. Daher sind die Überreste des alten Glaubens unter der christlichen Fassade teilweise bis heute erhalten geblieben:

Weihnachten – ein römisches „Elfenfest“?

(…) Sogar ganz zentrale christliche Feste und Gebräuche haben häufig einen heidnischen Kern, aus dem heraus sie entstanden sind: Im Zuge der Missionierung der heidnischen Völker wurde das Christentum oft auf bestehende heidnische Riten und Gebräuche „aufgepfropft“. Heidnische Feste christlich umzuinterpretieren, genügte häufig den Missionaren. Sofern der christliche Anschein gewahrt blieb, ließ man dem Volk sein Brauchtum. Mit anderen Worten: Hinter sehr vielen christlichen Festen verbergen sich Elfenfeste aus vorchristlicher Zeit! Ein Beispiel: Was alles ist am christlichen Weihnachtsfest heidnischen Ursprungs? –
1) Der Termin: Am 25. Dezember wurde im Römischen Reich bis ins 4. Jahrhundert das äußerst populäre und weit verbreitete Fest des „Gottes der Unbesiegten Sonne“ Sol Invictus begangen. An die Stelle dieser heidnischen Gottheit setzte man im vierten Jahrhundert Jesus Christus.
2) Das „Rundherum“: Was wir heute als vermeintliche „Weihnachtsbräuche“ kennen und lieben, also geschmückte Bäume, Girlanden, Päckchen, Kerzen und Kekse, praktizierten die alten Römer auf ganz ähnliche Weise als Dank zu ihrem Gott Saturn, der in vorchristlicher Zeit als Schutzherr des Ackerbaues zu dieser Jahreszeit durch die Saturnalien verehrt wurde.
3) Die „handelnden Personen“: Weihnachtsmann und das „Christkind“ (meist als blondgelocktes geflügeltes Mädchen (!) dargestellt) haben ebenfalls mit Christentum nichts zu tun, selbst wenn diese nicht der römischen, sondern der nordischen Mythologie und „Formensprache“ entstammen.

Kurzum: Würde man alles das vom heutigen Weihnachtsfest entfernen, was heidnischen Ursprungs ist, es würde nicht viel übrigbleiben …

(Ausschnitt aus meinem neuen Buch: Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Engel glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können)

Als überzeugter Christ und Naturwesenfreund stehe ich daher Jahr für Jahr ein wenig ratlos vor den Weihnachts-Gepflogenheiten ringsum, die nur nach außen hin im christlichen Mäntelchen daherkommen, im Kern aber vor dem Materialismus der heutigen Zeit nicht einmal mehr die Beseeltheit der gesamten Natur feiern und verehren und somit mehrheitlich leider zur bloßen Konsumorgie verkommen sind …

Wobei ein Blick auf den Gabentisch zeigt, wie präsent auch in der heutigen Zeit die heidnischen Wesenheiten noch immer sind, die, auch wieder unter dem Einfluss des Materialismus, allerdings nur mehr für bloße Fantasieprodukte gehalten werden:

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Elfen, Dämonen, Zauberer und Hexen, dazu noch (nicht im Bild): Star Wars sowie Links Schwert und Schild. Fantásien lässt grüßen.

Zurück zu den verschiedenen Arten von Wesen: Vielleicht hat sich manche/r Leser/in schon gefragt, in welcher Form man sich Wesen mit nicht-menschlicher Gestalt (s.o.) denn vorstellen kann. Abgesehen von den Tieren würde ich dabei in erster Linie an die Erzeugnisse des menschlichen Empfindungswollens denken. In der Anderswelt nimmt alles sofort Form an, genau entsprechend dem seelischen Inhalt, der darin lebendig ist. Auch die Empfindungen der Menschen werden in der Feinstofflichkeit zu lebenden Wesen, welche sich hier je nach ihrer Art betätigen und zuletzt in die Grobstofflichkeit zurückwirken: Als Schaden bringende, böswillige Dämonen oder als gutwollende, hilfreiche Wesen, je nach der Art der in ihnen verkörperten menschlichen Empfindung.

In seinen Kinderbüchern nennt der bekannte schwedische Autor und Illustrator Sven Nordqvist (geb. 1946) solche Wesen, die in Skandinavien ja jeder kennt, Mucklas (Übersetzung: Angelika Kutsch, Oetinger Verlag). Der etwas schrullige alte Pettersson hat einen Kater, der Findus heißt und sprechen kann, obwohl nur Pettersson versteht, was er sagt. Auch Hose und Mütze trägt das Tier vielleicht nur in Petterssons Vorstellung?

In „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ verletzt sich der Alte kurz vor dem Fest und kann deshalb nichts vorbereiten. Doch alle Nachbarn kommen zu Besuch, allein schon, um Petterssons selbstgebastelten Weihnachtsbaum zu bestaunen, und bringen Leckereien mit. So wird es doch ein schönes Fest.

Pettersson bastelt den Weihnachtsbaum

Pettersson bastelt einen Weihnachtsbaum. Darüber (oder aber über den durchbohrten Stuhl) sehr erbost: Mucklas

In „Morgen, Findus, wird’s was geben“ hat Pettersson eine große Sorge: Findus wünscht sich sehnlich, dass der Weihnachtsmann ins Haus kommt. Aber wie soll Pettersson das denn bewerkstelligen? Er kann doch für einen Kater keinen Weihnachtsmann bestellen! Also baut er heimlich eine „Weihnachtsmannmaschine“ (und Nordqvist scheint sich tatsächlich einige Gedanken dazu gemacht zu haben, wie sie funktionieren könnte!), eine Art mechanische Weihnachtsmannpuppe, die in der Tür erscheinen und einen Sack für Findus abstellen soll, damit der Kater nicht enttäuscht ist. Dass trotzdem alles ganz anders kommt, als Pettersson geplant hat, kann nur daran liegen, dass manchmal Dinge geschehen, die man einfach nicht erklären kann …

Morgen, Findus 1

Eine Maschine, die dem Wunderbaren Raum lässt: Das ist für mich der besondere Charme dieses Kinderbuches …

Die Weihnachtszeit ist unter dem unheilvollen Einfluss des Materialismus zeitweise zur Konsumorgie entartet. Doch es ist eine segensreiche Zeit, auch wenn man nach dem Wunderbaren und Weihevollen machmal suchen muss, um es für sich wieder zu entdecken.

Lassen Sie sich erfüllen von der Kraft und vom inneren Licht, welches gerade die dunkelste Zeit im Jahr uns spendet!

Mit herzlichen Grüßen

Der Elfenfreund                                                                            im Dezember 2019

 

Anderswelt-Wanderung

Liebe Leserin, lieber Leser,

Gott, Götter, Geister, Wesen oder Dämonen – unter allen diesen und noch mehr Begriffen verkünden Religionen und spirituelle Lehren seit jeher die Existenz von Bewusstsein, welches nicht an einen physischen Leib im herkömmlichen Sinn gebunden ist. Und obwohl solches Bewusstsein zwar noch nie bewiesen worden ist (und unter den derzeitigen Voraussetzungen wohl auch nicht bewiesen werden kann), hält sich die Überzeugung historisch nachweisbar jedenfalls schon seit etlichen Jahrtausenden hartnäckig. Ja, es wird sogar vermutet, dass der Mensch bereits von allem Anfang an ein religiös empfindendes Lebewesen sei. Begründet wird diese Vermutung unter anderem mit der Beobachtung, dass auch Kinder von Natur aus dazu tendieren, unbelebten Dingen und Naturerscheinungen ein Bewusstsein zuzuschreiben. Der Mensch also – ein zutiefst religiöses Wesen?

Der ursprünglichen Religiosität entgegen steht allerdings intellektuelles Wissen bzw. die Erfahrung durch unsere Sinne, weil Bewusstsein, welches den Religionen zufolge jenseits der physischen Ebene existiert, unseren leiblichen Sinnesorganen nicht unmittelbar zugänglich ist.

Somit ist Religiosität Empfindungssache: Der eine ist und bleibt von Kindheit an religiös, weil das eben die Art und Weise ist, wie er tief in seinem Inneren die Welt erleben und erfahren möchte. Der andere kommt im Laufe seines Lebens aufgrund der (fehlenden) Sinneserfahrung zum Schluss, dass Bewusstsein, welches durch physische Sinne nicht wahrgenommen werden kann, entweder überhaupt nicht existiert oder jedenfalls für physische Belange nicht von Bedeutung sein kann. Es ist, so gesehen, eine bewusste Entscheidung, die jeder trifft und die bekundet, ob ein Mensch sein Leben und Erleben eher von der geistigen Empfindung oder vom physischen Verstand bestimmt sein lassen möchte. Man könnte sagen: Auf diese Weise scheiden sich ganz von selbst – wie im biblischen Gleichnis angedeutet – die „Schafe von den Böcken“ oder die Spreu vom Weizen. –

Die Art und Weise, wie jeder Mensch empfindet, ist sehr persönlich und subjektiv. In diesem Sinn möchte ich heute ein paar Erlebnisse teilen, die ich Anfang des Monats, zu Halloween und Allerheiligen, im Rahmen einer zweitägigen Wanderung im salzburgisch-bayrischen Grenzgebiet sammeln durfte.

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Diese Statue des Franz von Assisi ist in 2200 Metern Seehöhe hoch über dem Ort Maria Alm im Pinzgau in der Nähe der Alpenvereinshütte „Riemannhaus“ am Steinernen Meer angebracht. Im Hintergrund gegenüber erkennt man ganz am unteren Bildrand die Gipfel der Hohen Tauern.

Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen,
besonders dem Herrn Bruder Sonne,
der uns den Tag schenkt und durch den du uns leuchtest.
Und schön ist er und strahlend in großem Glanz:
von dir, Höchster, ein Sinnbild.

Gelobt seist du, mein Herr, für Schwester Mond und die Sterne.
Am Himmel hast du sie geformt, klar und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr, für Bruder Wind,
für Luft und Wolken und heiteres und jegliches Wetter,
durch das du deine Geschöpfe am Leben erhältst.

Gelobt seist du, mein Herr, für Schwester Wasser.
Sehr nützlich ist sie und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr, für Bruder Feuer,
durch den du die Nacht erhellst.
Und schön ist er und fröhlich und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt, mit bunten Blumen und Kräutern.

Lobt und preist meinen Herrn und dankt und dient ihm mit großer Demut.

(Aus dem Sonnengesang des Franz von Assisi, 1224)

Der heilige Franz von Assisi spricht der Sonne, den Sternen, dem Wind, dem Wasser, dem Feuer und der Erde eine Persönlichkeit und folglich ein Bewusstsein zu. Das ist insofern bemerkenswert, als gerade die Kirche bemüht war, den alten „heidnischen“ Glauben an Naturwesen zu leugnen, zu ächten oder zu verteufeln. So z.B. auch den Glauben der Kelten an die Existenz einer „Anderen Welt“ (Annuvin), zu welcher die Schranken an bestimmten Tagen fielen, insbesondere zum Jahreszeitenfest Samhain, welches die Kelten am 31. Oktober begingen. Ich habe den Glauben der Kelten und noch vieles andere sehr gründlich recherchiert in meinem Buch „Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können“.

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Wolkenstimmung zu Samhain 2019

Und überall schienen mich an jenen Tagen während meiner Wanderung aus Steinen und Wurzeln Gesichter oder sonderbare Wesen anzublicken – kam mir das nur so vor, weil Halloween war? Oder standen tatsächlich die Tore zur Anderswelt offen, und Wesen aus dem Inneren der Berge versuchten sich mir bemerkbar zu machen? In den meisten Fällen erkannte ich sie nur aus dem Augenwinkel, beim genaueren Hinsehen verschwammen die Formen wieder. Auch wollten sie sich meist nicht fotografieren lassen, das Foto zeigte dann doch nur den Stein oder die Wurzel, die es auch tatsächlich war – aber was halten sie immerhin von diesem eindrucksvollen Gesellen?

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„Wir sind auch da!“

Und … was für ein sonderbares Wesen ist das?

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Vogel – Nilpferd – Elefant…?

Wenn man so ganz allein und in sich versunken übers Gebirge wandert, stellt sich allmählich eine ganz eigene Gemütsverfassung ein: Die Gedanken werden groß, treten scheinbar aus einem heraus und bilden eine Art Spiegelwelt…

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Welt und Anderswelt

Am Abend klarte es auf und die Nacht auf 1600 m Seehöhe wurde frostig…

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…und am Morgen zeigte sich noch ein weiterer Aspekt von „Anderswelt“:

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Morgenstimmung – überirdisch schön

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Klicken Sie aufs Bild zum Vergrößern!

Wer könnte bei so viel Formen- und Farbenschönheit daran zweifeln, dass bewusste Kräfte, also Bewusstsein ohne physischen Körper im herkömmlichen Sinn, oder noch anders formuliert: überirdische, intelligente Wesenheiten die Welt bauen und formen, die wir erdinkarnierten Menschengeister täglich erleben und genießen dürfen?

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…und auch hier wieder phantomartige Gestalten…!

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Portal-Tor und Wunderquelle (zum Vergrößern klicken!)

Ob wir heuer im Tal unten überhaupt einen Winter bekommen werden?

Wie auch immer: Lassen Sie sich inspirieren und verzaubern von den kleinen und doch so großen Wundern der Natur!

Der Elfenfreund – Alvin                                                            im Spätherbst 2019

 

 

Es war einmal…

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Wetterstationen bestätigen es – dies ist wieder ein April der Superlative. Kein Wunder: Wenn nach einem März, der sich noch ganz winterlich gab, bereits zwei Wochen später  Badetemperaturen herrschen, dann explodiert natürlich ein wahres Blüten-Feuerwerk, dann stehen Pfirsich, Kirsche, Birne, Apfel und Flieder gleichzeitig (!!) in Blüte! So ist es heuer: Wir genießen einen frühen Sommer … so verfrüht, dass noch nicht einmal der Kuckuck aus seinem Winterquartier heimgekehrt ist! Zur Erinnerung: Voriges Jahr um diese Zeit lag Schnee im grünen Wald, denn da war es genau umgekehrt – nach frühem Frühlingsbeginn Mitte April noch einmal über Tage 20 cm Schnee im Flachland und höchste Lawinenwarnstufe im Gebirge…

Im Garten hat der verspätete Winter 2017 freilich schwere Schäden angerichtet. So gesehen, ist der verfrühte Sommer 2018 eindeutig zu bevorzugen…

„Schönheit“ und „Licht“ – das sind die Stichworte, die mir der Frühling jedes Jahr ganz besonders zu Bewusstsein bringt. Diesen Begriffen habe ich 2015  bereits einen Artikel gewidmet („Schönheit und Licht“ vom April 2015) und will mich daher nicht wiederholen.

Seit meinem letzten Blog-Eintrag sind etliche Monate vergangen. Der Grund: Ich habe an einem Manuskript für ein Naturwesen-Buch gearbeitet, das mittlerweile fertiggestellt ist. Nun muss ich sehen, ob ein Verlag es nimmt…

In der Zwischenzeit sind einige Zuschriften eingelangt: Thomas Rumpold schickt uns ein Bild, das er vor Jahren bei einer Künstlerin in Auftrag gegeben hat, und Stefan Ludwig sendet eine Anleitung, wie man Naturwesen seiner Meinung nach auf energetische Weise in ihrer Arbeit unterstützen kann. Sie finden beides wie immer unter Leser(-innen)-Briefe.

Und nun will ich Ihnen eine kleine Kostprobe davon geben, womit ich mich in den vergangenen Monaten beschäftigt habe, während hier auf dem Elfenwirken-Blog scheinbar alles verwaist war, weil ich keine Zeit fürs Artikelschreiben hatte…
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Herbstzeitlos

Überall auf den Wiesen blühen nun die Herbstzeitlosen! Colchicum autumnale, benannt nach der Kolchis, der Heimat der Medea am Fuß des Kaukasus…

Herbstzeitlose Kopfzeile

Jetzt geht wieder die Herbstzeit los – ist das der Sinn hinter dem sprechenden deutschen Namen dieser besonders markanten und auffallenden Blume?

Oder will der Name ausdrücken, dass man im Herbst wieder „zeitlos“ wird, im Gegensatz zur sommerlichen Urlaubszeit mit ihren noch langen, der Erholung und Muße gewidmeten Tagen, während mit dem Schulbeginn das allen Familien nur zu gut bekannte „Hamsterrad“ sich wieder zu drehen beginnt, in dem nun alles wieder hecheln muss, ohne ihm je entkommen zu können?

Sei es, wie es sei – die Herbstzeitlosen blühen, und sie blühen lange, als stünde für sie die Zeit still … während um sie herum die Stürme blasen, die Tage rasant kürzer werden, die ersten Nachtfröste das Laub verfärben, kurz: in der Natur mit starken Veränderungen sich alles auf den Winter vorbereitet.

Es hat mich immer schon fasziniert, wie ähnlich rein äußerlich die letzte Blume im Jahreskreis der ersten sieht … die Herbstzeitlose dem Krokus: Jener als erster Frühlingsbote, oft noch inmitten schmelzender Schneeflecken, sobald der ausapernde Boden sich unter der höher steigenden Sonne kaum zu erwärmen beginnt, diese als Abschiedsgruß an die sinkende Sonne unter Herbstnebeln den Nachtfrösten noch lange trotzend. Gleichsam als Bild unübersehbar darauf hindeutend, wie jedes Ende in den Anfang zurückfließen muss, um sich im Kreis zu schließen.

Wie zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang die Ruhe der Nacht liegt, so trennt die Ruhezeit des Winters den Krokus von der Herbstzeitlose.

Von älteren Menschen habe ich oft gehört, wie sonderbar das ist, dass mit dem Altwerden die Gedanken und Erinnerungen immer öfter in die Kindheit wandern. Längst vergessen geglaubte Kindheitserinnerungen, an die man Jahrzehnte nicht gedacht hatte, tauchen ganz unwillkürlich auf, stehen plötzlich in ungebrochener Lebendigkeit wieder da und laden ein, im Vergangenen zu schweifen und zu schwelgen… Offenbar erhält das älter werdende Gehirn durch seine physiologische Veränderung wieder Zugriff zu allen den Erinnerungen, die im Leben weit zurückliegen, während schon der gestrige Tag manchmal in leichtem Nebel verschwimmt, sobald das Kurzzeitgedächtnis brüchig wird… eine unmissverständliche Einladung, Einkehr halten, sein hinter ihm liegendes Leben zu überdenken; die Ernte, die das zurückliegende Leben brachte, mit der Saat und auch mit dem Boden (den Verhältnissen) in Verbindung bringen, der zur Verfügung stand, zu resümmieren und somit vielleicht Lehren zu ziehen für – wer weiß?

Man kann darüber klagen, dass mit dem Älterwerden sich der Fokus des Erinnerten verschiebt. Man kann aber auch eine weise Einrichtung der Natur darin erkennen, die bestrebt ist, es dem betreffenden Mensch leichter zu machen, sich rechtzeitig vor dem Abscheiden auf das Wesentliche im dem Ende zugehenden Leben zu besinnen und das Zurückliegende zu sichten.

Wozu denn noch sichten, könnte man fragen, wozu Lehren ziehen, wenn ohnehin bald alles vorbei ist, nichts mehr zu erwarten ist vom Leben als der Tod?

In der Natur ist alles zyklisch, und so gibt es in ihr auch nie ein „endgültiges“ Ende, weil auf jeden Abschluss immer wieder ein neuer Anfang folgt. Dem Abend und der Nacht folgt ein neuer Morgen … was seit Millionen Jahren immer wieder neu seine Gültigkeit bewiesen hat, wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern.

Alle Vorgänge in der Natur sind auf Kreisläufe hin angelegt: Angefangen von den Umdrehungen der Galaxien und Sonnen selbst über den Umlauf der Planeten um ihr Zentralgestirn (woraus die Jahreszeiten resultieren), die Rotation der Planeten um die eigene Achse (was Tag und Nacht bedingt) bis hin zu den ökologischen Kreisläufen wie dem Wasserkreislauf, Stoffkreislauf etc., dreht sich in der Natur alles im Kreis!

Aber es geht noch weiter: Wenn ich aufmerksam mein Innenleben beobachte, bemerke ich Ringschlüsse nicht nur in der äußeren Natur, die uns umgibt und unseren Sinnen sichtbar wird, sondern auch in meiner Innenwelt kehren Themen verwandelt zyklisch wieder, runden sich Gedankenkräfte und fließen Wirkungen zu den Ursachen zurück … letzteres offenbar nach einer geheimnisvollen Gesetzmäßigkeit, die von manchen auch als Prinzip von Schuld und Sühne, als Karma oder als Gesetz der Wechselwirkung bezeichnet wird.

Das Leben ist ein Ring… Wer philosophisch denkt, kann aus dem Bild des ewigen Kreislaufs, das in der Natur überall anzutreffen ist, den Schluss ziehen, dass auch auf jedes persönliche Absterben ein neues persönliches Wiedergeborenwerden folgen wird. Der Reinkarnationsgedanke liegt, wenn man die Natur aufmerksam beobachtet, tatsächlich sehr nahe. Leider ist unserem Kulturkreis das Wissen davon verloren gegangen. (Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Märchen, Mythen, Göttersagen“ vom April 2013!) Die richtige Einstellung in den Reinkarnationsgedanken würde sofort das Verantwortungsbewusstsein allgemein und die Fürsorge für unseren heutigen, der auch unser zukünftiger Lebensraum sein wird, erhöhen!

Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) zufolge, ist das Prinzip des Kreisens ein Gesetz, dem die gesamte Schöpfung unterworfen ist. Zieht man noch in Betracht, dass Zweck und Ziel aller Bewegung nach dem Willen des Schöpfers eine immer weiter gehende, immer schöner und vollkommener werdende aufsteigende Entwicklung ist, ergibt sich die Form einer Spirale. Damit ist gemeint, dass die einzelnen Kreise einander zwar äußerlich ähnlich sehen, in qualitativer Hinsicht jedoch jeder Kreis anders ist und einen Fortschritt bringen soll.

Laut Abd-ru-shin ist für den Menschen daher kein „ewiges Rad von Tod und Wiedergeburt“ (wie das von Anhängern östlicher Religionen manchmal vertreten wird) vorgesehen, sondern jedes Erdenleben soll die geistige Reife des Menschen erhöhen, bis sein verinnerlichtes Wissen über die Stofflichkeit so gereift ist, dass er Erlebnisse in der gröbsten Stofflichkeit nicht mehr bedarf und auf jenseitigen, lichten Ebenen seine Entwicklung fortsetzen kann. Voraussetzung dafür ist freilich, dass nicht die Folgen schuldhaften Verhaltens ihn zu neuerlicher irdischer Inkarnation zwingen, bis diese wieder gutgemacht sind. Und sicherlich erzeugt auch die Umwelt zerstörendes Verhalten derartige Bindungen, die den Aufstieg hemmen. Abgesehen davon, dass umweltzerstörendes Verhalten wohl als sprechender Beweis dafür anzusehen ist, dass es mit dem verinnerlichten Wissen über die Stofflichkeit und der geistigen Reife noch nicht besonders weit her sein kann…

Betrachten wir daher heute einmal unsere Erde als Lebensraum und vertiefen wir uns in das Bild des Kreises. Wir finden es, einmal erkannt, in der Natur tatsächlich überall! Probieren Sie selbst: Die zyklischen Prozesse im Haushalt der Natur sind uns vielfach so vertraut, funktionieren so reibungslos und still, dass wir sie leicht übersehen. Sind die Vollkommenheit in der Natur, ihre Fähigkeit zur Selbstregulierung sowie die darin waltende Schlichtheit und Schönheit nicht wie ein Wunder?

Ziehen wir einen Vergleich zur menschlichen Lebensweise auf der Erde und den vom Menschen darin gestalteten Prozessen: Ich bin kein Professor für Ökonomie noch für Ökologie; trotzdem würde ich behaupten, dass so gut wie alle Probleme daher kommen, weil es uns noch nicht gelingt, die Stoffe, die wir nutzen, so im Kreis zu führen, dass – wie bei den Kreisläufen, die wir in der Natur studieren können – das Ende wieder in den Anfang fließt und alle Kräfte harmonisch ausbalanciert sind!

Daher an dieser Stelle ein inniger Dank an die die Stofflichkeit belebenden Naturwesen, dass sie (im Gegensatz zu uns Menschen) den Eigenschaften der Stoffe so vollendet Rechnung tragen und uns zeigen, wie sie richtig zu benutzen sind!

Nehmen wir z.B. den Stoffkreislauf, wie er in jedem  Biologiebuch erklärt wird:

Produzenten (vorwiegend Pflanzen) bauen organische Masse auf. Sie tun dies vor allem mit Hilfe des Sonnenlichts, entziehen aber dabei auch dem Boden Nährstoffe. Konsumenten (Menschen und Tiere) nutzen einen Teil dieser organischen Masse zur Energiegewinnung und zum Aufbau eigenen Körpergewebes. Man stelle sich das bildhaft vor: Nahrung im Überfluss, kraftstrotzende Tierherden, gesunde, glückliche, wohlgenährte Menschen, aufblühende Kulturen.

Und nun kommt aber der Clou: Alles Irdische ist vergänglich. Die Kulturen mögen weiter blühen und sich immer mehr entwickeln, doch der einzelne stoffliche Körper lebt nur begrenzte Zeit. Für alles Stoffliche gilt der Kreislauf von Keimen, Wachsen, Aufblühen, Fruchten, Reifen und Vergehen. Sobald die Konsumenten die aufgenommenen Stoffe nicht mehr benötigen, weil ihr Zyklus abgelaufen ist, haben die Destruenten ihren Auftritt. Es sind dies die Bakterien und Pilze, die als Keim praktisch überall bereits vorhanden sind. Alles überreif Gewordene zersetzen und mineralisieren sie wieder, wodurch die Nährstoffe in den Boden zurückkehren, aus dem die Produzenten sie ursprünglich aufgenommen haben. Wenn wir Menschen das bei unserem Sondermüll auch so einfach und so unfehlbar bewerkstelligen könnten!

Im großen und ganzen haben die Destruenten bei den Menschen keinen besonders guten Ruf: Sie lassen Lebensmittel verschimmeln, Holzhäuser morschen, sind hässlich und obendrein riechen sie unangenehm. Wäre die Welt nicht besser daran ohne sie? Weit gefehlt! Ohne Bakterien und Pilze wäre die Welt längst erstickt in ihren eigenen Abfallprodukten. Erst die Destruenten vollenden den Stoffkreislauf und stellen somit den Produzenten wieder die anorganischen Stoffe zur Verfügung, die sie benötigen, um weiterhin die Nahrung sicherzustellen für Tierherden, für Menschen und deren Kulturen – s.o.

Darum ist es gut so wie es ist – und da wir gerade davon sprechen, folgt nun ein weiteres (wenn auch altbekanntes) „Wunder“: Der Stoffkreislauf kann beschleunigt, aber auch verzögert und unter Umständen sogar angehalten werden, indem Menschenwitz gezielt die Rahmenbedingungen verändert. Wenn bestimmte Lebensmittel also nicht verderben oder Holzhäuser nicht morschen sollen, gibt es Möglichkeiten, die Destruenten durch ganz naturnahe Maßnahmen in Zaum zu halten, indem man auf ihre Lebensbedingungen einwirkt! Was haben wir heuer nicht schon alles haltbar gemacht: Apfelmus, Apfelsaft, Traubensaft, Traubengelee, Himbeersirup, Dirndlmarmelade… Am 28. September 2015 jährte sich Louis Pasteurs Todestag zum 120. mal – er lebe hoch!

Die Destruenten sind also als Keim im Stoffkreislauf der Biosphäre überall vorhanden. So lange aber die  Entwicklung in aufbauender Richtung voranschreitet, werden sie vom Immunsystem der jeweiligen Organismen unterdrückt. Erst wenn bei Früchten das Stadium der Überreife erreicht ist oder das Immunsystem durch Tod ausfällt, vermehren sie sich explosionsartig und die Zersetzung beginnt.

Welche Wesen stehen „hinter“ der Zersetzung?  Gibt es Naturwesen, die sich speziell diesen Aufgaben widmen? „Fäulnis-Elfen“ sozusagen? Ich kann mich nicht erinnern, je davon gehört zu haben.

Im Herbst stirbt ein großer Teil der im Frühling und Sommer gebildeten Biomasse wieder ab und wird zersetzt. Das ist wohl der Grund dafür, warum diese Jahreszeit vor allem konnotiert ist mit Abschied und Tod. Nebel, Friedhof, Allerseelen. Zu Halloween: allerlei Gespenster, Untote und Dämonen … aber keine Naturwesen?!

Kürbis1

Eine Begriffsbestimmung: Untote sind verstorbene Menschen, also Geister, die von ihren Körpern abgeschieden sind und dennoch nicht in jenseitige Welten eingehen konnten, sondern an die Grobstofflichkeit gebunden blieben. Das Wort „Gespenst“ kommt von „Gespinst“, womit vermutlich nicht das „Hirngespinst“ gemeint ist, sondern die zarte Umhüllung aus feiner Stofflichkeit, in der Geister sich unter Umständen Erdenmenschen zeigen können. Und Dämonen sind Wesen, die aus dem bösen und dunklen Wollen und Empfinden von Menschen sich formen, somit also geistige Erzeugnisse des Menschen … und auch wieder keine Naturwesen!

Zuletzt fand ich in meinen Büchern doch noch einen Hinweis von einem „Sehenden“ auf Elementarwesen der Zersetzung. Es handelt sich um eine mich zugegeben etwas skurril anmutende Passage  aus dem Buch „Elementarwesen – Begegnungen mit der Erdseele“ von Marko Pogacnik, die ich für mich persönlich darum mit einem Fragezeichen versehen habe. Sie können die Stelle nachlesen unter „Marko Pogacnik zitiert – Oktober 2015“. Die dazu gehörende Abbildung aus der Feder des Künstlers finden Sie unter „Elfenbilder“.

Salamander Pogacnik klein

Marko Pogacnik: Salamander

 

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“ – wollen wir auch dieses Dichterwort aus Goethes „Faust“ in unsere Überlegungen zum Thema Herbst noch mit einbeziehen. Alles, was in der Natur und in der gesamten Stofflichkeit entsteht und auch wieder vergehen muss, wird von Wesen nach ewigen (geistigen) Urbildern geformt. Alles Irdische ist vergänglich, doch es soll uns erinnern an das Unvergängliche, welches das Ziel unserer Reise durch die Welt der Vergänglichkeit ist.

In seiner „Gralsbotschaft“  erklärt Abd-ru-shin, dass analog zum Stoffkreislauf ein ewiger „Stofflichkeitskreislauf“ existiert, dass also nicht nur die Formen in der Stofflichkeit in bekannter Weise sich bilden und wieder vergehen müssen, sondern die Stofflichkeit selbst einem Alterungsprozess unterliegt, der einst deren Auflösung und in weiterer Folge Neubildung bedingen wird. Dieser Prozess betrifft nicht nur die Grobstofflichkeit, also die uns bekannte Materie, sondern auch die Feinstofflichkeit des Jenseits! Also buchstäblich „Himmel und Erde müssen vergehn“, wie es im bekannten Kanon heißt. Nur das Geistige ist ewig – wozu (abgesehen von den Urbildern der Musik) u.a. die innerste Beschaffenheit des Menschen zählt -, sowie auch das Wesenhafte als innerste Beschaffenheit von Naturwesen und Tieren! An ein „ewiges Rad von Tod und Wiedergeburt“ ist aus diesem Grund aber nicht zu denken, sondern vielmehr muss die geistige Reife des Menschen abgeschlossen sein, bevor die Zersetzung der Stofflichkeit beginnt, weil andernfalls auch die noch nicht ausgereifte geistige Persönlichkeit, die noch an die Stofflichkeit gebunden ist, mit dieser wieder in Ursamen zurückgeführt werden muss – ein Prozess, vor dem auch Jesus Christus bereits mit drastischen Worten warnte (Mt. 24 – 25):

„Wie in dem dem irdischen Auge sichtbaren Geschehen aus dem Samen die Entwicklung, das Formen, die Reife und Ernte oder der Verfall folgt, was ein Verwandeln, ein Zersetzen zur weiteren Entwicklung nach sich zieht, bei Pflanzen-, Tier- und Menschenkörpern, genau so ist es auch in dem großen Weltgeschehen. Die grobstofflich sichtbaren Weltenkörper, die eine weitaus größere feinstoffliche, also dem irdischen Auge nicht sichtbare Umgebung mit sich führen, sind demselben Geschehen in ihrem ewigen Umlauf unterworfen, weil dieselben Gesetze in ihnen tätig sind. (…)

An einem gewissen Punkte des großen Kreislaufes kommt daher für alles Erschaffene, grob- oder feinstofflich, der Augenblick, wo der Zersetzungsprozeß aus dem Erschaffenen heraus sich selbständig vorbereitet und zuletzt hervorbricht. (…)

Es wird somit klar, daß es auch für die Entwicklungsmöglichkeit irdisch Abgeschiedener in dem Läuterungsprozesse des sogenannten Jenseits einmal ein wirkliches Ende gibt. Eine letzte Entscheidung! Die Menschen in beiden Welten sind entweder so weit veredelt, daß sie emporgehoben werden können zu den Gebieten des Lichtes, oder sie bleiben in ihrer niederen Art nach eigenem Wollen gebunden und werden dadurch zuletzt hinabgestürzt in die »ewige Verdammnis«, das heißt, sie werden mit der Stofflichkeit, von der sie nicht los können, der Zersetzung entgegengerissen, erleiden die Zersetzung selbst schmerzhaft mit und hören damit auf, persönlich zu sein.

Sie werden wie Spreu im Winde zerflattern, zerstäubt und damit aus dem goldenen Buche des Lebens gestrichen! (…)

Darum ringt Euch frei von allen Banden niederen Gefühls; denn es ist hohe Zeit! Die Stunde naht, wo die Frist dazu abgelaufen ist! Erweckt in Euch das Sehnen nach dem Reinen, Wahren, Edlen! –

Weit über dem ewigen Kreislaufe der Schöpfung schwebt wie eine Krone in der Mitte eine »Blaue Insel«, die Gefilde der Seligen, der gereinigten Geister, die schon in den Gebieten des Lichtes weilen dürfen! Diese Insel ist von der Welt getrennt. Sie macht den Kreislauf deshalb auch nicht mit, sondern bildet trotz ihrer Höhe über der kreisenden Schöpfung den Halt und den Mittelpunkt der ausgehenden geistigen Kräfte. Es ist das Eiland, das auf seiner Höhe die viel gerühmte Stadt der goldenen Gassen trägt. Hier ist nichts mehr der Veränderung unterworfen. Kein »Jüngstes Gericht« mehr zu befürchten. Die dort weilen können, sind in der »Heimat«.“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Die Welt. Wenn Sie den ungekürzten Vortrag nachlesen wollen, finden Sie ihn unter „Gralsbotschaft – Oktober 2015“)

Es gibt – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – heute unter den Physikern bereits einige wenige, die als Kontrapunkt zur gängigen materialistisch geprägten Sichtweise kurz gesagt die These vertreten, dass nur Bewusstsein „wirklich existiert“, alles Materielle hingegen nur von Bewusstsein gesteuert wird.

Wenn es also eine Schöpfungsregion gibt, die nichts Materielles enthält, nur aus Geistigem besteht, wie der Kern des Menschen ist, Bewusstsein – aber reines, edles, lichtes Bewusstsein … die kann nur paradiesisch sein…!

– Von den Herbstzeitlosen in Kreisen bis zum Paradies – wer hätte das gedacht? Übrigens Vorsicht, die Blume ist sehr giftig; der Vater der Medea soll ein Magier und Giftmischer gewesen sein. So wird der Wirkstoff Colchicin zwar schon seit jeher als Arzneimittel zur Linderung bei Gicht eingesetzt, aber sogar Pferde, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen können schwer erkranken und sterben, wenn sie z.B. Heu fressen, das mit Blüten der Herbstzeitlose kontaminiert ist. Auch Blätter, Zwiebel und Samen sind giftig!

Herbst, Tod, Jenseits … Ich wünsche Ihnen einen reifen, goldenen Herbst!

Der Elfenfreund – Alvin                                                                          im Oktober 2015

 

 

Elementarwesen und Erdseele

Vor ziemlich genau 11 Jahrzehnten schrieb Rudolf Steiner in seinem Werk „Theosophie“:

„Diejenigen, welche geistiges Anschauungsvermögen haben, nehmen aber solche Wesen wahr und können sie beschreiben. Zu den niedrigeren Arten solcher Wesen gehört alles, was die Wahrnehmer der geistigen Welt als Salamander, Sylphen, Undinen, Gnomen beschreiben. Es sollte nicht gesagt zu werden brauchen, dass solche Beschreibungen nicht als Abbilder der ihnen zugrunde liegenden Wirklichkeit gelten können. Wären sie dieses, so wäre die durch sie gemeinte Welt keine geistige, sondern eine grob-sinnliche. Sie sind Veranschaulichungen einer geistigen Wirklichkeit, die sich eben nur auf diese Art, durch Gleichnisse, darstellen lässt. Wenn derjenige, der nur das sinnliche Anschauen gelten lassen will, solche Wesenheiten als Ausgeburten einer wüsten Phantasie und des Aberglaubens ansieht, so ist das durchaus begreiflich. Für sinnliche Augen können sie natürlich nie sichtbar werden, weil sie keinen sinnlichen Leib haben. Der Aberglaube liegt nicht darin, dass man solche Wesen als wirklich ansieht, sondern dass man glaubt, sie erscheinen auf sinnliche Art. Wesen solcher Form wirken am Weltenbau mit, und man trifft mit ihnen zusammen, sobald man die höheren, den leiblichen Sinnen verschlossenen Weltgebiete betritt. Abergläubisch sind nicht diejenigen, welche in solchen Beschreibungen die Bilder geistiger Wirklichkeiten sehen, sondern diejenigen, welche an das sinnliche Dasein der Bilder glauben, aber auch diejenigen, welche den Geist ablehnen, weil sie das sinnliche Bild ablehnen zu müssen vermeinen.“

(Aus: Rudolf Steiner, Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung. 1904. Kapitel: Die drei Welten – die physische Welt und ihre Verbindung mit Seelen- und Geisterland.)

Heute also unter anderem – Rudolf Steiner.

Ich Elfenfreund bin bekanntlich diplomierter Waldorflehrer und habe anderthalb Jahrzehnte an einer Rudolf-Steiner-Schule unterrichtet. Im Rahmen meiner Ausbildung sowie auch meiner Unterrichtstätigkeit gab es zahlreiche Gelegenheiten und Notwendigkeiten, mich mit seinen Schriften und Vortragsmitschriften auseinanderzusetzen, die ja in unüberschaubarer Fülle vorliegen – manche davon erschließen sich dem interessierten Leser relativ leicht, andere sind selbst meiner Meinung nach ausgesprochen schwer zu lesen, und ich gestehe offen, dass ich vieles davon beim besten Willen nicht verstehe.

Wie auch immer man zu den Gedanken und Ausführungen Rudolf Steiners, dieses hervorragenden Denkers und Vordenkers stehen mag, eines sei im Rahmen dieses Weblogs unbedingt außer Streit gestellt: Die großen Verdienste Rudolf Steiners um die Verbreitung und Bekanntmachung der Existenz von Natur- und Elementarwesen.

Speziell die Waldorfschulen griffen die diesbezüglich von Rudolf Steiner ausgehenden Impulse auf und integrierten sie in ihre spezielle kindzentrierte Methodik, woraus eine doch relativ gute Breitenwirkung resultierte, indem Kinder (Waldorfschüler) durch bildhafte Vermittlung oder durch Geschichten eine gemütsmäßige Beziehung dazu aufbauen konnten, die in vielen Fällen auch für ihr späteres Erwachsenenleben eine tragfähige Grundlage bildete. Und nicht nur das: Auch Elterngenerationen kamen durch das Erleben ihrer Kinder in Kontakt mit derartigen Gedanken, die in nicht wenigen Fällen in ihnen keimten und Wurzeln schlugen.

Eine von mir Elfenfreund hochgeschätzte Vertreterin dieser Richtung ist die auf diesem Weblog bereits oft erwähnte anthroposophische Heilpädagogin Ursula Burkhard. Die blind geborene Autorin und Pädagogin verfügt seit ihrer Kindheit über das innere Schauen und sinniert in ihrem bekannten Büchlein „Karlik“ über eine von ihr aus Wachs plastizierte Gnomenfigur:

„Die Figur, die wie ein Bild oder eine Gebärde auf das Wesen „Gnom“ hindeutet und so Ausdruck meiner Begegnung mit ihm ist, vermittelt dem unvoreingenommenen Betrachter eine Stimmung, ein neues Gefühl. Ich könnte von dem Gnom erzählen, anstatt ihn zu plastizieren. Aber auch dann wäre eine naturalistische Schilderung nicht möglich, ich müsste in Gleichnissen sprechen. Unsere Sprache eignet sich besser für die Beschreibung der äußeren, sichtbaren Welt. Schon seelische Erlebnisse, die einer inneren, unsichtbaren Welt angehören, lassen sich oft nur bildhaft mitteilen. (…)

In Wirklichkeit ist er weder groß noch klein, er ist überhaupt nicht messbar. In Wirklichkeit ist er nicht sichtbar für Augen, nicht greifbar für Hände. Darum ist es ihm auch nicht möglich, mich wie eine Fliege leicht zu kitzeln, obwohl er Menschen gern neckt. Meine Haut kann nicht spüren und nicht gekitzelt werden von etwas, das stofflich gar nicht existiert. In Wirklichkeit kann er nicht so verfestigt auf dem Tisch stehen; er nimmt überhaupt keinen Platz ein und ist an keinen Ort gebunden. Ich vermag niemals, ihn so darzustellen, wie er in Wirklichkeit ist.“

(Aus: Ursula Burkhard. Karlik. Begegnung mit einem Elementarwesen. Werkgemeinschaft Kunst und Heilpädagogik, Weißenseifen 1991, S. 5 ff; mit freundlicher Genehmigung des Verlages; Sie können die ganze Stelle nachlesen unter „Ursula Burkhard zitiert – Dezember 2013.“)

Eine einfache und für mich überaus stimmige Definition von „Kunst“ besagt ja, dass bei einem Kunstwerk die äußere Form mit dem Inhalt übereinstimmen muss. In unserem Fall wäre der Inhalt das „Wesen“!

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: eine Filzpuppe!

NaturwesenAuswahl 006

Diese entzückende „Nachempfindung“ aus Wollfilz eines – vermutlich – Wasserwesens stammt aus der „Wichtelwerkstatt“ von Barbara Ufer, einer feinfühligen Naturwesen-Expertin aus dem Allgäu. Allen denen, die den Film „Naturwesen – Botschaft von vergessenen Freunden“ gesehen haben, dürfte dieser Name ein Begriff sein. In dieser Ausgabe des Elfenwirkens dürfen wir die Künstlerin und (unter „Elfenbilder„) einige ihrer Werke vorstellen. Damit wird die Seite „Elfenbilder“ endlich wieder weiter ausgebaut.

„Vor einigen Jahren lernte ich aus Wolle Figuren herzustellen, die an Naturwesen erinnern. Das Gestalten der Zwerge, Gnomen, Kobolde, Wasserfrauen und -mädchen u.a. … ist für mich eine Quelle der Freude und oft ist mein Haus, in dem ich lebe und werkle, von Lachen erfüllt.“

schreibt Barbara Ufer unter anderem über ihre Arbeit. Sie können den ganzen Beitrag von Frau Ufer nachlesen unter „Elfenbilder„. Und weiter führt sie aus:

„Die Gestaltungen sind keine Nachbildungen – wer könnte das „Feinerstoffliche“ mit grobstofflichem Material wiedergeben? Ich freue mich, wenn etwas von dem Wesen, so wie ich es erfasse, mich auf einmal anzustrahlen beginnt.“

In diesen schlichten Zeilen liegt etwas verborgen, was wahre Kunst ausmacht. Bemühen wir uns gemeinsam, darüber nachzusinnnen, um diesen Schatz zu heben!

Die Puppe an sich wird aus Wollfilz hergestellt. (Nebenbei: Ist Wolle nicht menschheitsgeschichtlich der Rohstoff aller Stoffe, mit denen wir Menschen auf Erden uns umhüllen? Sozusagen die „Ursubstanz allen Stoffes“?)

Und in diesen Prozess des schöpferischen Gestaltens  fließt nun offenbar etwas ein, das „nicht von dieser Welt“ stammt, und verbindet sich gewissermaßen mit dem Stoff – der Wolle – in der groben „Stofflichkeit“ zu einem Kunstwerk.

Gemäß der oben angeführten Definition hätte ein Kunstwerk also einen grobstofflichen Anteil (die äußere Gestalt) und einen feinstofflichen Anteil (das gedankliche Gebilde, das darin verkörpert ist und durch die Form zum Ausdruck kommt). Und darin liegt für mich der Wert wahrer Kunst! Ich denke mir, ein Kunstwerk muss strahlen, muss Lichtwerte verkörpern … aus diesem Grund darf sich meiner Ansicht nach auch nur das  mit Recht „Kunst“ nennen, was aufwärts führt, was also aufbauende Werte besitzt. –

Um diesen Gedanken weiter auszuführen, muss ich auf Margot Ruis verweisen.

Barbara Ufer ist nämlich eine gute Bekannte dieser Hellsichtigen, die auf diesem Weg Puppen-Geschöpfe aus der Wichtelwerkstatt kennengelernt hat. Und offensichtlich mehr darin gefunden hat als bloße „Hüllen“ aus Wollfilz – davon berichtet sie in ihrer bekannt beredten Art in ihrem jüngsten Buch „Naturwesen und Erdheilung“ S. 247 – 250). Demnach hat Margot Ruis die Nachbildung eines „Wassermädchens“ aus Frau Ufers Wichtelwerkstatt – vielleicht eine ähnliche Puppe wie die oben abgebildete? – zum Geschenk erhalten. In ihrem Buch schildert nun die hellsichtig begabte Margot Ruis, wie diese Puppe sich im Kontakt mit ihr immer mehr als wesenhaft belebte Person herausgeschält hätte, sich beim inneren Dialog auch mit einem Namen vorgestellt und eine Art „keltischen Charakter“ an den Tag gelegt hätte:

„Später fragte ich meine kleine Wasserfee nach ihrem Namen. „Lis(s)a“, kam zu meiner Überraschung sofort als Antwort; mit kurzem i und einem oder zwei s, oder irgendwo dazwischen. Mir scheint, bei Barbara stehen die Wesen Schlange, damit sie eine sichtbare Gestalt bekommen!, dachte ich.“

(Aus: Margot Ruis, Naturwesen und Erdheilung. Leben mit der Anderswelt. Gralsverlag, 2011. S. 246)

Nun, ich Elfenfreund bin nicht derart hellsichtig begabt und kann diese Darstellung nicht weiter kommentieren, auch nicht erklären.

In geistigen Belangen Wissende haben verschiedentlich darauf hingewiesen, dass auch die Bewusstseins- bzw. Empfindungstätigkeit eines geistig regen Menschen wesenhaft – persönliche Gebilde hervorzubringen fähig ist, die dann, nachdem sie gezeugt wurden, je nach ihrer Beschaffenheit weiterhin ein selbständiges, „seelenartiges“, jenseitiges Dasein führen. Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) bezeichnet solche Erzeugnisse des menschlichen Empfindungswollens als „Seelenschatten“.

Über solche schreibt er:

„Diese Gebilde des menschlichen Empfindungswollens haben in sich Kraft, weil sie aus geistigem Wollen in der Verbindung mit der »neutralen Hauptkraft« erstehen und, was das Wichtigste ist, weil sie dadurch bei ihrer Bildung von dem Wesenhaften mit in sich aufnehmen, das ist die Beschaffenheit, aus der die Gnomen usw. sich entwickeln.“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag “Im Reiche der Dämonen und Phantome”)

Von derartigen Gedankenformen war ja unter anderem bereits in der ersten Ausgabe des „Elfenwirkens“ die Rede, und dort können Sie auch das Zitat im Zusammenhang nachlesen. –

Ist es nicht wunderbar, wie die vermeintlich „tote“ materielle Welt um uns herum sich belebt, sobald wir ihr nur ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken beginnen? Bisher war der Mensch ja vorwiegend am Materiellen interessiert, das er sich aus der Natur zu nehmen trachtete. Wenn wir nun endlich der Natur und der Stofflichkeit auch eine Seele zubilligen, so bin ich überzeugt, gibt es noch Wunder über Wunder zu entdecken, und des Lernens wird kein Ende sein…

Nun aber zurück zu Rudolf Steiner.

„So wie Sie einen physischen Leib haben, der zu einer Seele gehört, so gehört jeder planetarische Körper zu einem Seelischen und einem Geistigen, und sehr verschieden sind die geistigen Glieder der einzelnen Weltkörper. Wenn man unsere Erde hellseherisch von außen betrachten könnte, so würde man nicht nur Felsen und so weiter aus materiellem Stoff wahrnehmen und dazwischen tierische und menschliche Gestalten einherwandern sehen, sondern man würde vor allen Dingen Gruppenseelen der Pflanzen, der Tiere und so weiter sehen. Das ist schon eine geistige Bevölkerung unserer Erde. Der Hellseher würde ferner die einzelnen Individualseelen der Menschen, die Volksseele und so weiter sehen. Sie müssen sich überhaupt den Geist eines Himmelskörpers nicht etwa nur so einfach vorstellen, daß Sie sich im Raume eine Kugel denken, die einen Geist und eine Seele hat, sondern daß eine ganze geistige Bevölkerung, die ein Ganzes ausmacht, diesen Himmelskörper bewohnt. Und alle diese einzelnen Geister, Gruppenseelen und so weiter, stehen wiederum unter einem Anführer, wie wir es nennen können, und alles dies zusammen entspricht dem gesamten Geist unserer Erde, demjenigen, was wir den Erdgeist nennen.“

(Rudolf Steiner, aus dem Vortrag: Über einige übersinnliche Tatsachen und Wesenheiten, Stuttgart, 1908; zitiert nach GA 098, S. 190)

Der Begriff „Erdgeist“ wird manchem/r Leser/in bekannt sein, denn er stammt aus Goethes „Faust“. Sie können die bekannte und sehr dramatische Stelle nachlesen unter „Natur(-Wesen)-Lyrik – Dezember 2013„.

Sie erinnern sich: Faust im Studierzimmer versucht mit Hilfe eines Zauberbuches von Nostradamus den Erdgeist zu beschwören, um dadurch zu erkennen, „was die Welt / Im Innersten zusammenhält…“, doch er scheitert an der Größe der Erscheinung und muss erkennen, dass er unwürdig und nicht imstande ist, die Gegenwart dieses erhabenen Wesens zu ertragen.

Als einen ähnlichen Versuch der Annäherung an den „Erdgeist“ oder besser gesagt, an die „Erdseele“, wie er es nennt, könnte man das Lebenswerk des vielseitigen slowenischen Künstlers Marko Pogacnik bezeichnen.

Marko Pogacnik hatte bereits 1994 ein Buch mit dem Titel „Elementarwesen. Die Gefühlsebene der Erde“ (Droemer Knaur) veröffentlicht, in dem er von seinen Einblicken und Erfahrungen als Geomant und Land-Art-Künstler mit den elementaren Bereichen der Erde berichtete. Dieses Buch wurde von ihm später vollständig überarbeitet, neu gestaltet und wesentlich erweitert und erschien 2007 im AT Verlag unter dem Titel „Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele.“

Für Marko Pogacnik ist die gesamte Welt der Elementarwesen, die er, angelehnt an die Darstellung Rudolf Steiners, in drei bzw. vier Entfaltungsebenen wahrnimmt, Ausdruck der Seele unseres Heimatplaneten, die er mit dem Namen bezeichnet, den schon die alten Griechen ihr gegeben hatten: Gäa. Wir dürfen den betreffenden Ausschnitt aus seinem Buch heute unseren Lesern vorstellen; Sie finden den Text unter „Marko Pogacnik zitiert – Dezember 2013 – 1„.

Was mich Elfenfreund an der Sichtweise Marko Pogacniks besonders anspricht und fasziniert, ist die Weite seines Begriffes von „Elementarwesen“. Ich Elfenfreund würde seine Darstellungen so interpretieren, dass ohne Elementarwesen im Bereich des Irdischen überhaupt keine Bewegung möglich wäre:

„Die erste Botschaft war, dass wir Menschen fälschlicherweise der Meinung seien, die materielle Welt, in der wir leben und lernen, sei eine selbstverständliche Gegebenheit, die unbegrenzt genutzt und nach unseren egozentrischen Wünschen beliebig verändert werden könne. Um solche Veränderungen zu bewirken, müsse eine riesige Schar unterschiedlichster Elementarwesenheiten tätig werden und jeden Bruchteil einer Sekunde dafür sorgen, dass unsere Welt ihre dynamischen Formen gemäß den kosmischen Urbildern erhält.“

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. 2. Auflage, AT Verlag 2009, S. 75 – mit freundlicher Genehmigung des Autors.) Diese Stelle im Zusammenhang finden Sie unter „Marko Pogacnik zitiert – Dezember 2013 – 3„.

So sorgen etwa bestimmte Arten von Luftwesen dafür, dass Körper (Flugzeuge) sich durch den Raum bewegen können, während die Tätigkeit wieder anderer Wesen notwendig ist, damit z.B. ein Künstler Musik hervorzubringen imstande ist. Lesen Sie selbst, was Marko Pogacnik über den „Mitspieler“ schreibt, den er bei einem ausübenden Musiker beobachtet haben will:

„Aufgabe des am Fuß des Musikers sitzenden Heinzelmännchens war es, das Knäuel der aus dem Musikinstrument quellenden Schwingungen mit den über den Lichtfaden herangeführten geistigen Urmustern  der betreffenden Musik zu verbinden. Dadurch wird eine Brücke gebaut, die ein mehrdimensionales Musikerleben ermöglicht.“

(Marko Pogacnik, Elementarwesen. Begegnungen mit der Erdseele. AT Verlag, 2007, S. 70) Sie können das kurze Zitat übrigens auch im Zusammenhang nachlesen: Die ganze geschilderte Episode aus dem Buch Marko Pogacniks finden Sie unter „Marko Pogacnik zitiert -Dezember 2013 – 2„.

Nun aber zurück zum eingangs gebrachten Steiner – Zitat aus „Theosophie“.

 „Es sollte nicht gesagt zu werden brauchen, dass solche Beschreibungen nicht als Abbilder der ihnen zugrunde liegenden Wirklichkeit gelten können. Wären sie dieses, so wäre die durch sie gemeinte Welt keine geistige, sondern eine grob-sinnliche. Sie sind Veranschaulichungen einer geistigen Wirklichkeit, die sich eben nur auf diese Art, durch Gleichnisse, darstellen lässt.“

schreibt Rudolf Steiner. Marko Pogacnik hat Wahrnehmungen einer „geistigen“ (elementaren) Wirklichkeit und als professionellem bildendem Künstler sollte es ihm ein leichtes sein, derartige Wahrnehmungen in irdischer Form möglichst realistisch nachzubilden.

In der Nachfolge Rudolf Steiners lehnt dies jedoch Marko Pogacnik konsequent ab und beschreitet einen eigenen, unleugbar originellen Weg. Nicht die bildhafte Darstellung an sich lehnt er ab – in seinem „Elementarwesen“-Buch findet sich eine erkleckliche Anzahl davon. Doch hat der Künstler darin einen sehr kreativen und interessanten Weg gefunden, die „innere Wirklichkeit“ der Wesen darzustellen und doch gleichzeitig die äußere Form aufzulösen, um daran zu erinnern, dass jede Darstellung nur ein „Gleichnis“ sein kann. Wir dürfen ein paar dieser Bilder veröffentlichen – sehen Sie sich unter „Elfenbilder“ an, wie kreativ  der Künstler Pogacnik mit dem Dilemma umgeht, welches (wie Steiner so schön formuliert) „nicht gesagt zu werden brauchen sollte“…

Nichts für ungut, Rudolf Steiner! Auch wenn ich Elfenfreund, wie schon gesagt, so vieles davon nicht verstehe, was er geschrieben und gesagt hat, auch wenn ich als Waldorflehrer so oft den Kopf geschüttelt habe über manches, was in der Steiner-Gesamtausgabe als Schatz gehütet wird … der vielleicht erst in Jahren und Jahrzehnten einmal gehoben und richtig verstanden werden kann – wer weiß? Ich jedenfalls werde weiterhin, wie bisher, das Andenken an diesen hervorragenden Großen in andächtigem Staunen hochhalten … und mir aus seiner wahrhaft gigantischen Hinterlassenschaft nur das für mich herausnehmen, was ich zumindest einigermaßen verstehen und für richtig halten kann!

In dieser Ausgabe des Elfenwirkens machte Rudolf Steiner den Anfang, und es soll ihm die Ehre des Schlusswortes zukommen – zum Thema Erdgeist:

„Es müssen besonders günstige Umstände eintreten, damit eine menschliche Einzelseele ohne Initiation, ohne bewußtes Arbeiten an sich selbst, in Zusammenhang mit höheren Welten kommt. Besonders günstige Umstände liegen vor in der Zeit, wenn gewissermaßen der Erdgeist besonders aufwacht: in der Zeit vom 25. Dezember bis 6. Januar. Wenn im Sommer die Sonne am höchsten steht, wenn die physische Wärme der Erde am meisten zustrahlt, dann sind die Bedingungen für die Initiation am schlechtesten, weil da der Geist der Erde schläft. Der Geist der Erde ist am wachsten in der Winterfinsternis, bei der Wintersonnenwende.“

(Aus: Rudolf Steiner, aus dem Vortrag: Der Durchgang des Menschen durch die Todespforte – Eine Lebenswandlung. Hannover 1915. GA 159, S. 51)

In diesem Sinne wünschen wir allen „Elfenwirken“ – Leserinnen und Lesern viel Kraft und Segen für die Zeit der bevorstehenden Wintersonnenwende und der hohen Feiertage!

15. Dezember 2013

Der Elfenfreund