Ehre sei Gott in der Höhe …!

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind!“, lautete, wörtlich übersetzt, der Engelsgesang vor 2000 Jahren über den Feldern vor Betlehem, berichtet das Lukasevangelium. Sehr bekannt ist ein Kanon von Ernst Heinrich Gebhardt (1832 – 1899) über diesen Text, den mein jüngster Sohn zu Weihnachten gern singt; daher wurde das Lied für mich zeitweise zum Ohrwurm. – Ein Engel jedenfalls ist ein „Bote“ (griechisch ángelos). Dieses altgriechische Wort steckt übrigens auch im Wort Evangelium selbst: Euangélion bedeutet  „Botschaft“, gute Nachricht.

Wesen, die Gott kennen, verehren und besingen, findet man – wenig überraschend – vorwiegend in den monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam. Neben diesen kennt der Volksglaube aber noch eine große Vielzahl von kleinen Männlein, Schraten, Wichten, Riesen, Nixen und Saligen Frauen, die unserer Kultur in Märchen und Legenden noch aus vorchristlicher Zeit erhalten geblieben sind. Im Gegensatz zu Engeln haben solche Natur- oder Elementarwesen ihren Tätigkeitsbereich in den mehr erdnahen Bereichen der Stofflichkeit: in den Formen der Natur sowie bei der Tätigkeit von Bauern und Handwerkern. Auch Elfen lieben – jedenfalls nach der keltischen Tradition – Gesang und Tanz. Von einem höchsten Schöpfer aller Welten scheinen aber auch sie nicht viel zu wissen. Oder waren es die Menschen, welche sie schauten, die von Gott nichts wussten und daher noch nicht reif waren, solches Wissen (hellsichtig) aufzunehmen?

In diesem Sinn unterscheidet der Islam die Engel von den Dschinn. Der Glaube an Engel gilt im Islam als bindend. Durch Engel wurden den Propheten die Offenbarungen Gottes übermittelt. Engel sind daher die zentrale Säule, auf denen der Koran selbst steht. Die Verkündung durch den Propheten Mohammed gilt im Koran jedoch ausdrücklich nicht nur den Menschen, sondern auch den Dschinn.

Dschinn sind in der koranischen Schöpfungsgeschichte aus „rauchlosem Feuer“ erschaffen worden. Wie die Menschen sollen die Dschinn „dazu geschaffen sein, Gott zu dienen“. Darüber hinaus gibt es gläubige und ungläubige Dschinn, wobei die ungläubigen Dschinn in die Hölle kommen sollen. Zu Zeiten des Propheten stellten einige Dschinn bei einer Versammlung fest, dass sie die Engel nicht mehr sprechen hörten. Sie zogen los, um den Grund dafür herauszufinden. Sie fanden Mohammed, als dieser den Koran las. Dies geschah eben, weil der Prophet für Dschinn ebenso wie für die Menschen den Koran offenbarte. Diese Dschinn konvertierten zum Islam, da sie nun alles erfahren hatten, was sie wissen mussten. Anders als im Volksglauben, handelt es sich bei den im Koran genannten Dschinn nicht um unheimliche dämonische Wesen, sondern sie sind moralisch indifferent.

(Quelle: Wikipedia, Stichwort: Dschinn)

Dämonen der Hölle zuzuordnen, finde ich nicht unplausibel; ob mit den „ungläubigen Dschinn“ solche gemeint sind, oder ob der Koran tatsächlich noch eine Unterscheidung trifft zwischen zwei Arten von Naturwesen, nämlich solchen, die Gott erkennen und solchen, die dazu nicht in das Lage sind, wage ich als Nichtkenner des Koran nicht zu beurteilen. Immerhin ist es aber doch beachtlich, dass wenigstens im Islam die Existenz von Naturwesen sozusagen offiziell anerkannt ist …!

Oskar Bernhardt (Abd-ru-shin, 1875–1941) erwähnt in seinen weltanschaulichen Schriften zahlreiche verschiedene Arten von Wesen. Speziell zu den Arten mit menschenähnlicher Gestalt schreibt er seinem Werk „Im Lichte der Wahrheit“:

„Der weitaus größte Teil schwingt nur dienend im Gotteswillen und ist von allem anderen vollkommen unabhängig.
Ein kleiner Teil aber, der weitab von den lichten Höhen sich befindet und eng mit der gröbsten Stofflichkeit verbunden wirkt, wie Gnomen usw., konnte wie vieles andere von den in der Grobstofflichkeit lebenden entwickelten Menschengeistern zeitweise beeinflußt werden.
Aber diese Wirkungsmöglichkeit des Menschengeistes ist bereits wieder aufgehoben worden, und auch diese kleinen wesenhaften Helfer stehen zur Zeit nur noch im Gotteswillen dienend (…).“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Geistkeime. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart)

Das Judentum als älteste der drei monotheistischen Lehren unterscheidet nicht so klar zwischen Engeln und Elementarwesen, obwohl in der Bibel beides zu finden ist. Die Verehrung von Naturwesen als Götter, also als höchste Wesen, wie zur damaligen Zeit in allen umliegenden Religionen üblich, lehnt sie kategorisch ab: Nur JHWH ist Gott, alle Wesen stehen unter ihm. Es sind wohlgemerkt nicht die Wesen selbst, welche die Bibel ablehnt, sondern die Kulte, welche Menschen ihnen angedeihen lassen, ihre Verehrung als „Götter“, der Glaube also, dass sie höchste Wesen seien.

Das Christentum entstand auf dem Boden des Römischen Weltreiches und in Abgrenzung von den darin zunächst gepflegten und teilweise als Staatskult verordneten heidnischen Kulten. Mit der Anerkennung des Christentums als neue Staatsreligion begann man, die traditionellen heidnischen Kulte zu unterdrücken, zu verbieten, zu verteufeln. Wie auch der Islam entwickelte das Christentum ein ausgesprochen missionarisches Selbstverständnis. Da es sich als schwierig erwies, den heidnischen Völkern ihre traditionellen Anschauungen und Gepflogenheiten wegzunehmen, begnügten sich die christlichen Machthaber pragmatischer Weise oft mit Lippenbekenntnissen. Daher sind die Überreste des alten Glaubens unter der christlichen Fassade teilweise bis heute erhalten geblieben:

Weihnachten – ein römisches „Elfenfest“?

(…) Sogar ganz zentrale christliche Feste und Gebräuche haben häufig einen heidnischen Kern, aus dem heraus sie entstanden sind: Im Zuge der Missionierung der heidnischen Völker wurde das Christentum oft auf bestehende heidnische Riten und Gebräuche „aufgepfropft“. Heidnische Feste christlich umzuinterpretieren, genügte häufig den Missionaren. Sofern der christliche Anschein gewahrt blieb, ließ man dem Volk sein Brauchtum. Mit anderen Worten: Hinter sehr vielen christlichen Festen verbergen sich Elfenfeste aus vorchristlicher Zeit! Ein Beispiel: Was alles ist am christlichen Weihnachtsfest heidnischen Ursprungs? –
1) Der Termin: Am 25. Dezember wurde im Römischen Reich bis ins 4. Jahrhundert das äußerst populäre und weit verbreitete Fest des „Gottes der Unbesiegten Sonne“ Sol Invictus begangen. An die Stelle dieser heidnischen Gottheit setzte man im vierten Jahrhundert Jesus Christus.
2) Das „Rundherum“: Was wir heute als vermeintliche „Weihnachtsbräuche“ kennen und lieben, also geschmückte Bäume, Girlanden, Päckchen, Kerzen und Kekse, praktizierten die alten Römer auf ganz ähnliche Weise als Dank zu ihrem Gott Saturn, der in vorchristlicher Zeit als Schutzherr des Ackerbaues zu dieser Jahreszeit durch die Saturnalien verehrt wurde.
3) Die „handelnden Personen“: Weihnachtsmann und das „Christkind“ (meist als blondgelocktes geflügeltes Mädchen (!) dargestellt) haben ebenfalls mit Christentum nichts zu tun, selbst wenn diese nicht der römischen, sondern der nordischen Mythologie und „Formensprache“ entstammen.

Kurzum: Würde man alles das vom heutigen Weihnachtsfest entfernen, was heidnischen Ursprungs ist, es würde nicht viel übrigbleiben …

(Ausschnitt aus meinem neuen Buch: Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Engel glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können)

Als überzeugter Christ und Naturwesenfreund stehe ich daher Jahr für Jahr ein wenig ratlos vor den Weihnachts-Gepflogenheiten ringsum, die nur nach außen hin im christlichen Mäntelchen daherkommen, im Kern aber vor dem Materialismus der heutigen Zeit nicht einmal mehr die Beseeltheit der gesamten Natur feiern und verehren und somit mehrheitlich leider zur bloßen Konsumorgie verkommen sind …

Wobei ein Blick auf den Gabentisch zeigt, wie präsent auch in der heutigen Zeit die heidnischen Wesenheiten noch immer sind, die, auch wieder unter dem Einfluss des Materialismus, allerdings nur mehr für bloße Fantasieprodukte gehalten werden:

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Elfen, Dämonen, Zauberer und Hexen, dazu noch (nicht im Bild): Star Wars sowie Links Schwert und Schild. Fantásien lässt grüßen.

Zurück zu den verschiedenen Arten von Wesen: Vielleicht hat sich manche/r Leser/in schon gefragt, in welcher Form man sich Wesen mit nicht-menschlicher Gestalt (s.o.) denn vorstellen kann. Abgesehen von den Tieren würde ich dabei in erster Linie an die Erzeugnisse des menschlichen Empfindungswollens denken. In der Anderswelt nimmt alles sofort Form an, genau entsprechend dem seelischen Inhalt, der darin lebendig ist. Auch die Empfindungen der Menschen werden in der Feinstofflichkeit zu lebenden Wesen, welche sich hier je nach ihrer Art betätigen und zuletzt in die Grobstofflichkeit zurückwirken: Als Schaden bringende, böswillige Dämonen oder als gutwollende, hilfreiche Wesen, je nach der Art der in ihnen verkörperten menschlichen Empfindung.

In seinen Kinderbüchern nennt der bekannte schwedische Autor und Illustrator Sven Nordqvist (geb. 1946) solche Wesen, die in Skandinavien ja jeder kennt, Mucklas (Übersetzung: Angelika Kutsch, Oetinger Verlag). Der etwas schrullige alte Pettersson hat einen Kater, der Findus heißt und sprechen kann, obwohl nur Pettersson versteht, was er sagt. Auch Hose und Mütze trägt das Tier vielleicht nur in Petterssons Vorstellung?

In „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ verletzt sich der Alte kurz vor dem Fest und kann deshalb nichts vorbereiten. Doch alle Nachbarn kommen zu Besuch, allein schon, um Petterssons selbstgebastelten Weihnachtsbaum zu bestaunen, und bringen Leckereien mit. So wird es doch ein schönes Fest.

Pettersson bastelt den Weihnachtsbaum

Pettersson bastelt einen Weihnachtsbaum. Darüber (oder aber über den durchbohrten Stuhl) sehr erbost: Mucklas

In „Morgen, Findus, wird’s was geben“ hat Pettersson eine große Sorge: Findus wünscht sich sehnlich, dass der Weihnachtsmann ins Haus kommt. Aber wie soll Pettersson das denn bewerkstelligen? Er kann doch für einen Kater keinen Weihnachtsmann bestellen! Also baut er heimlich eine „Weihnachtsmannmaschine“ (und Nordqvist scheint sich tatsächlich einige Gedanken dazu gemacht zu haben, wie sie funktionieren könnte!), eine Art mechanische Weihnachtsmannpuppe, die in der Tür erscheinen und einen Sack für Findus abstellen soll, damit der Kater nicht enttäuscht ist. Dass trotzdem alles ganz anders kommt, als Pettersson geplant hat, kann nur daran liegen, dass manchmal Dinge geschehen, die man einfach nicht erklären kann …

Morgen, Findus 1

Eine Maschine, die dem Wunderbaren Raum lässt: Das ist für mich der besondere Charme dieses Kinderbuches …

Die Weihnachtszeit ist unter dem unheilvollen Einfluss des Materialismus zeitweise zur Konsumorgie entartet. Doch es ist eine segensreiche Zeit, auch wenn man nach dem Wunderbaren und Weihevollen machmal suchen muss, um es für sich wieder zu entdecken.

Lassen Sie sich erfüllen von der Kraft und vom inneren Licht, welches gerade die dunkelste Zeit im Jahr uns spendet!

Mit herzlichen Grüßen

Der Elfenfreund                                                                            im Dezember 2019

 

Sieben Jahre Elfenwirken!

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Überschrift muss ich gleich richtig stellen: Elfen wirken in der Stofflichkeit natürlich nicht erst seit sieben Jahren, sondern von allem Anfang an. Nicht abstrakte, von blindem „Zufall“ bestimmte Energien, wie die Wissenschaft glaubt, nein: Wesen haben die Welt geformt, wie Welterschaffungsmythen der Völker belegen. Und Naturwesen schaffen und formen zielgerichtet in der Stofflichkeit bis heute. Das ist die frohe Botschaft des 21. Jahrhunderts: Hinter den Naturgesetzen wirkt und waltet BEWUSSTSEIN! Es ist so viel, was wir Menschen diesen überirdischen, ausschließlich dem Schöpferwillen verpflichteten, feinstoffliche-Form-gewordenen Kräften verdanken!

Was ist dann aber mit „Sieben Jahre Elfenwirken“ gemeint? – Am 7. Oktober 2012 ging dieses Weblog erstmals „on air“. Es wurde von mir ins Leben gerufen, damals in Zusammenarbeit mit der Autorin und Naturwesen-Expertin Margot Ruis, um Menschen an die Existenz der überirdischen Wesen zu erinnern und gleichzeitig ihnen für ihre treue und unermüdliche Arbeit zu danken.

Man hätte es freilich auch anders ausdrücken können – weniger bildhaft, dafür sachlicher: Es gibt Menschen, die die Existenz überirdischer Kräfte und Wirkungen anerkennen und folglich an Gott, Götter oder Wesen glauben und andere, die nur wissenschaftlich erforschbare, irdisch-materielle Lebensformen und Energien gelten lassen. Die ersteren empfinden die Stimme und das Wirken ihres eigenen überirdischen Geistes in sich, wenn auch vielleicht nicht immer klar, und sind dazu bereit, dem Geistigen bzw. „Spirituellen“ in ihrem Leben Raum zu geben, auch wenn dies Menschenverstand übersteigt. Die anderen dagegen stehen auf dem Boden des Intellekts und lassen nur das ernstlich und als Realität gelten, was ihrem irdischen Begriffsvermögen zugänglich ist. Mit meinem „ElfenWirken“-Blog wollte ich also die „Empfindungsmenschen“ darin unterstützen, sich dem Überirdischen weiterhin zu öffnen und sich dabei nicht von den „Verstandesmenschen“ beirren zu lassen, die oft genug nicht nur mit Unverständnis, sondern auch mit Spott und Häme auf die Empfindungsmenschen herabsehen sowie auf deren Sehnsucht  nach spirituellen Wahrheiten und einem „höheren Sinn“ im Leben.

Ich wollte darin aber auch die Stimme erheben für mehr Sachlichkeit dem Überirdischen gegenüber. Die Tatsache, dass Geistiges über dem Begriffsvermögen des Verstandes steht und dieses somit zwangsläufig übersteigt, darf nicht als Freibrief angesehen werden für Phantasterei, wie das leider in der esoterischen Literatur Unsitte geworden ist. Wer heute nicht von sich behauptet, zumindest mit Einhörnern oder Drachen zu verkehren oder die Badewanne mit einem Leprachaun geteilt zu haben, wird ja kaum mehr für voll genommen.

Das war vor sieben Jahren. In der Zwischenzeit durfte ich selbst ein Buch schreiben, das mittlerweile im Buchhandel erhältlich ist. Es ist ein Sachbuch geworden, das vor allem diejenigen Fragen klären soll, deren Antworten ich in der einschlägigen esoterischen Literatur bisher vermisst habe. Die Arbeit an dieser selbstgesteckten Aufgabe hat jedenfalls meinen eigenen Horizont erweitert (hoffentlich auch den der Leserinnen und Leser), die Prioritäten geklärt und mich darin bestärkt, für die reale Existenz überirdischer Welten auch weiterhin öffentlich einzutreten. Wie auch immer diese Welten im Detail aussehen mögen: Religiöse Toleranz scheint mir für jeden Empfindungsmenschen oberstes Gebot zu sein. Es ist weder zielführend noch angebracht, über Formen von Spiritualität zu streiten. Es geht darum, die Spiritualität an sich hochzuhalten sowie die prinzipielle Überzeugung von der Existenz des Überirdischen. (Also meinetwegen: Auch Drachen und Einhörner … sofern diese ernst gemeint sind …)

Über der Arbeit am Buchprojekt habe ich allerdings das Weblog zuletzt etwas vernachlässigt. So ist in dieser Jubiläumsausgabe gleich einiges abzuarbeiten und nachzuholen.

Die erste Ausgabe von ElfenWirken erschien zu Erntedank 2012. Ein passender Anlass: Eine reiche und gesegnete Ernte stimmt zahlreiche Menschen dankbar gegenüber den Kräften in der Natur, speziell am Land, wenn man (wie jeder Landwirt) mit der Fruchtbarkeit von Flora und Fauna seinen Lebensunterhalt verdient. Auch wenn freilich nur wenige Leute sich unter diesen Kräften irgendetwas Konkretes vorzustellen versuchen. Oder sich dabei die Frage vorlegen, welche Kräfte es eigentlich sind, die das Wunder von Wachstum und Reife bewirken. –

Leserinnen und Leser dieser Seite wissen aber: Es sind bewusste und intelligenzbegabte Kräfte, die zur Kommunikation mit uns fähig sind … die bereits erwähnten so genannten Naturwesen. Die Wesen sind zur Kommunikation mit uns Menschen fähig: Dass wir von ihnen heute nur mehr so wenig wissen, liegt daran, dass wir Menschen die Fähigkeit zur Kommunikation mit ihnen im Laufe unserer Entwicklung leider verloren haben! Davon handelt unter anderem mein Buch, das den Titel trägt: „Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können“. In früheren Zeiten und Kulturen (Kelten,  Römer und Germanen habe ich eingehend untersucht, aber das Wissen von der Existenz überirdischer Wesen findet sich in Mythen und Märchen aller Völker) war es für die Menschen selbstverständlich, die „Überirdischen“ in ihr Alltagsleben mit einzubeziehen.

Von Gott, der Himmel und Erde, Menschen und natürlich auch die Wesen erschaffen hat, wussten die allermeisten Menschen zu dieser vorchristlichen Zeit noch nichts. Erst das Christentum verbreitete das Wissen von Gott über das gesamte Römische Weltreich und hätte den Naturvölkern in dessen Einflusssphäre eine Bereicherung bringen können, der sie sich sicherlich dankbar und freudig geöffnet hätten, sobald sie für den Empfang der Eingottlehre bereit gewesen wären. Denn natürlich kann der Glaube an Gott und das Wissen von den geformten Kräften, die rings um uns nach seinem Willen tätig sind, keinen Widerspruch in sich enthalten. Sowohl Jesus Christus als auch das Alte Testament der Bibel erwähnen und bestätigen die Existenz von Engeln und anderen überirdischen Wesenheiten, wie ich in meinem Buch unter anderem nachweise. Doch die Kirchen und deren Missionare agierten leider nicht als demütige Diener der Botschaft Christi, sondern als starre und überhebliche Dogmatiker, die sich im Besitz der allein seligmachenden Wahrheit dünkten. Sie bekämpften die althergebrachten Anschauungen, anstatt auf ihnen aufzubauen und sie weiterzuführen. Meiner Meinung nach ein folgenschwerer Fehler: Die religiöse Erkenntnis reift und wächst in den Menschen von Stufe zu Stufe. Nur über das Wissen von den persönlichen, überirdischen Wesen, die um uns herum in der Natur nach dem Willen des Schöpfers tätig sind, erkannte das Volk der Juden einst die Existenz Gottes. Und nur von Stufe zu Stufe in der Erkenntnis aufwärts schreitend kann der Gottbegriff sich auch in den heute lebenden Menschen entwickeln. Wir brauchen also heute wie einst das Wissen von den überirdischen Wesen, um in der spirituellen Erkenntnis weiter wachsen zu können! Ganz abgesehen davon, dass wir die auf uns zukommenden Herausforderungen einer neuen Epoche wie z.B. den Klimawandel nur in Kooperation mit der Natur und den darin wirkenden Kräften werden bewältigen können. So aber blieb Gott bis heute vorerst ein verschwommener, abstrakter Begriff, während das Wissen vom Sein der ehemals als Götter verehrten Kräfte und Elfen aufgrund deren beharrlicher Ächtung, Leugnung und Verteufelung seitens der Kirchen allmählich ins Reich von Mythen und Märchen versank.

Aber trotzdem findet man immer wieder Menschen (und es werden mehr und mehr), die heute ein Leben im Einklang mit der Natur anstreben und ein bewusstes Zusammenwirken mit den überirdischen Kräften, die darin tätig sind, suchen. Solchen war von Anfang an dieses Weblog gewidmet.

Eine besonders erfreuliche Zuschrift erreichte mich z.B. bereits vor mehr als einem Jahr, und ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich erst jetzt Gelegenheit finde, den wunderbaren Brief von N.H. mitsamt Foto hier zu veröffentlichen:

„Bei einem stadtnahen Saisongartenprojekt haben meine Freundin und ich eine kleine Parzelle auf einem großen Acker gemietet.
Auf 80 qm haben wir so viel Gemüse und Kräuter angebaut, dass wir seit 2 Monaten nicht nur uns versorgen, sondern auch Nachbarn, Arbeitskollegen, Familie und Freunde. Dazu konnten wir unserem Sohn seinen ersten Brei aus selbst angebauten Zucchini und Karotten zubereiten.

Dabei hatten wir, als wir Anfang April vor der nassen, verklumpten Erde standen, keine Ahnung, was wir zu machen hatten, geschweige denn, wie man Gemüse anbaut. Meine einzige Erfahrung beschränkte sich auf das Retten von Büropflanzen.

Schnell merkten wir aber, dass nur ein rudimentäres Wissen nötig ist und das Wichtigste, wie bei allem, Aufmerksamkeit und Zuneigung sind, zu dem, was man sich vorgenommen hat.
Bald sahen wir, dass alles ja von alleine wächst und wir nur helfend einzugreifen hatten.

Ein guter Tipp, welchen wir vom Vermieter der Ackerstücke bekamen, war – nicht zu gießen! Die Pflanzen sollten so im Frühjahr tiefe Wurzeln bilden und sich im Sommer, soweit man ab und an die Erde durch Harken und Hacken auflockert, selbst ausreichend mit Wasser versorgen können.

So habe ich gelernt, dass zum Gärtnern auch Vertrauen gehört (welches in diesem Hitzesommer auch stark gefordert war).
Das Vertrauen konnte ich schnell gewinnen, bzw. brachte ich es schon mit, da ich an der Existenz der Naturwesen, der kleinen und großen Elfen, Zwerge usw. nie gezweifelt habe und sie sogar hin und wieder erahnen kann.

Ich denke, die Schönheit der Pflanzen, das Lebendige und das Streben dem Lichte zu, ist das Wirken der Wesen. Ihr Ausdruck, ihre Arbeit hier auf Erden, die zu ihrer eigenen Entwicklung gehört.
Wir Menschen dürfen lenkend eingreifen, helfend und schützend den Wuchs der Pflanzen unterstützen und fördern.

Als mit der Zeit sich zeigte, dass (wider Erwarten) alle Pflanzen gut keimten und prächtig wuchsen, drängte es sich mir auf, den kleinen Wesen ein Dankeschön zukommen zu lassen (neben der Sorge, was wir mit all dem Gemüse machen sollten).

Wir haben daher auf einem Stück des Ackers die Wildkräuter nicht herausgezogen, sondern sich in bunter Vielfalt ausbreiten lassen. Den ganzen Sommer blühen dort in unterschiedlichsten Farben und Größen die Blüten der Wildkräuter und sind Anlauf/flugpunkt vieler Insekten. Ich habe dazu einen schönen Gartenzwerg gestellt und 2 Kristalle in die Erde gelegt und dieses Stück den Wesen zum Dank gewidmet (die Insekten haben dabei natürlich auch etwas davon).
Der Gartenzwerg ist für mich eine (optische) Erinnerung an das Wirken der kleinen Helfer (auch wenn ich mir ‚richtige‘ Zwerge etwas anders, ernster und strenger im Ausdruck, vorstelle).

Für die Wesen ist es sicherlich, auch unabhängig eines besonderen Danks, eine große Freude, wenn wir Menschen, mit ihnen wieder zusammenarbeiten.
Wenn es auch in den meisten Fällen von den Menschen aus unbewusst geschieht,  freuen sie sich bestimmt doch über unsere Freude und Unterstützung bei ihrem Werken und Wirken.“

 

Freude heißt die starke Feder
in der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
In der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
die des Sehers Rohr nicht kennt.

 

Ode an die Freude, Schiller

Hübener Foto1 klein

Wie N.H. in seinem Brief schreibt: Der Konkakt der allermeisten Menschen heute mit den Naturwesen erfolgt unwissend, unbewusst. Der/die durchschnittliche Mitteleuropäer/in weiß nichts von den überirdischen Kräften und würde einen solchen Gedanken vielleicht sogar mit aller Entschiedenheit von sich weisen, wenn er/sie darauf angesprochen würde. Doch ich glaube: Es wird sich dies bald ändern. Die Ablehnung und das bewusste Nichtswissenwollen über solchen „kindischen Aberglauben“ besteht nur an der Oberfläche. Die öffentliche Meinung ist bis heute voreingenommen, aufgrund eines jahrtausendelangen Missverständnisses gegenüber der christlichen Botschaft:  Die Bibel verneint nicht die Existenz von Naturwesen als  Gottes Geschöpfe, noch verbietet sie den Kontakt mit ihnen. Die bewussten Kräfte, die in der Natur tätig sind, sind Geschöpfe und Diener des Höchsten. Auch die Wissenschaft muss erst verstehen lernen, was spätestens seit Einstein und den Erkenntnissen der modernen Physik Stand von Forschung und Technik ist: Dass die Welt nicht aus Materie besteht, sondern aus „Sinn“ (Logos), oder, noch treffender: aus Bewusstsein. Bewusstsein ist das „Wesen“ aller Dinge.

 „Den Glauben früherer Kulturen an überirdische Wesen halten die meisten Menschen heute für eine Illusion. Ihrer Meinung nach existiert in Wirklichkeit nur das Materielle. Dem widersprechen allerdings Erkenntnisse aus der modernen Quantenphysik und legen den Schluss nahe, dass es sich tatsächlich genau umgekehrt verhält: Unsere Vorstellung von Materie ist Illusion! Materie, so wie wir sie alltäglich erleben und wahrnehmen, existiert in Wirklichkeit nicht. Somit lagen die alten Völker mit ihrem Glauben an Engel und überirdische Wesenheiten im Kern wohl näher an der Wahrheit, als wir mit unserer Klugheit im heute vorherrschenden Materialismus: Das „Wesen der Dinge“ steht eben im Begriff, ganz neu entdeckt zu werden …“

(Auszug aus der Einleitung zu dem Buch: Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können)

Emotional jedenfalls fühlen sich sehr viele Menschen bis heute dem alten Brauchtum, das an vorchristliche religiöse Gepflogenheiten erinnert, verbunden. Konkretes Beispiel, wie von N.H. angesprochen: Gartenzwerge.

Gartenzwerge

Ungeachtet aller wissenschaftlichen Hypothesen und Lehrmeinungen: Der Glaube unserer Vorfahren an überirdische Wesen ist bis heute Teil unserer kulturellen Identität – das zeigen ganz alltägliche Beobachtungen. Was mag beispielsweise Menschen dazu bewegen, Gartenzwerge im Fleckchen Grün rund um das traute Heim aufzustellen? Es handelt sich bei dieser Tradition keineswegs nur um eine künstlich gehypte Modeströmung aus der Zeit des Wirtschaftswunders, um etwa den Baumärkten zu mehr Umsatz zu verhelfen: Gartenzwerge sind seit dem 17. Jahrhundert belegt, gehen aber vermutlich auf noch wesentlich ältere Vorbilder zurück. Nach einer Schätzung stehen allein in deutschen Gärten heute 25 Millionen dieser Kunststoff- oder Keramik-Wichtel! Daraus kann man den Schluss ziehen, dass sehr viele Gartenbesitzer es intuitiv „richtig“ finden, einen Wichtel im Garten stehen zu haben – warum sonst würden sie es freiwillig tun, zumal der Gartenzwerg in der öffentlichen Meinung als kitschig gilt und lange Zeit als Ausdruck von Spießbürgertum angesehen wurde …

(Auszug aus dem 1. Kapitel des Buches: Das Überirdische in der Natur – Warum die Menschen immer schon an Elfen glaubten und wieso wir ohne Naturwesen nicht überleben können)

Paradoxer Weise hat sich gerade in Italien, das doch (sollte man meinen) besonders stark unter dem Einfluss der Päpste stand, der kindlich einfache Zugang zu Wichteln und Wesen lebendig erhalten. Was sagen Sie zu dieser Szene, die ich völlig unerwartet in Aquilea neben einem Radweg am Straßenrand entdeckte:

Aquilea Zwerg

In dieser Eiche (am Bild zu sehen ist nur eine Wurzel) wohnt ein Wichtel, dem kleine Kinder ihre Schnuller schenken können, wenn sie ihrer nicht mehr bedürfen. Die Äste des Baumes, der mir an und für sich weder durch seine Größe noch sonstwie besonders aufgefallen wäre, waren behängt mit den Geschenken bzw. „Opfergaben“ der Kleinen, deren Eltern offensichtlich der Meinung waren, es sei nun genug mit der Nuckelei.

Ich bin mir sicher: Der Gartenzwerg bedeutet manchen ZeitgenossInnen auch heute noch unterbewusst mehr als nur eine lustige Figur, die man für Kinder aufstellt, um sie so besser manipulieren zu können. Denken wir daran: Im Römischen Weltreich verehrte man Jahrhunderte lang Laren und Penaten auf dem Hausaltar.

Lar romano de bronce (M.A.N. Inv.2943) 01 Etwas eleganter geformt als ein Gartenzwerg, aber im Kern vielleicht gar nicht so verschieden? Lar (Bronzefigur, 1. Jahrhundert). Quelle: Wikipedia

Das folgende Bild stammt von Elmar Hauck. Es hat mich vor einiger Zeit zu ein paar Zeilen inspiriert, die ich hier präsentiere:

1

Frage

Bist du Nippes oder Kitsch
du Bartgesicht mit Zipfel du
am Fensterbrett neben dem Blumentopf

Zwerg
Hausgeist
Wichtelmann

oder

stehst du im Tabernakelschrein
am Hausaltar
und breitest segnend die Hände aus

wie ehedem
vor 1000 Jahren
bei allen Völkern
immer?

Aber auch der berühmte russische Poet Puschkin (1799 – 1837), mit dem ich mich natürlich in keiner Weise vergleichen möchte, hat ein wunderbares Gedicht verfasst und es „dem Hausgeist“ gewidmet:

Hausgeist Puschkin

Und noch einmal Italien: Prozessionen gehörten zur römischen Religionspraxis, lange bevor die christliche Kirche solche Elemente in ihren Kult mit übernahm. Prozessionen wurden durchgeführt, um ein Areal zu reinigen und um einer Wesenheit die Verbundenheit auszudrücken. Heute führt der feierliche Umzug beim Lichterfest in Cannero am Lago Maggiore eine Statue der Madonna del Carmine mit sich, die nach offizieller Lesart wohl eine Erscheinungsform der Himmelskönigin verkörpert; aber wer kann sagen, wer diese Madonna, die sich vielleicht im Ort Carmine einmal einer gläubigen Seele gezeigt hat, wirklich gewesen ist? Nach meinem Empfinden jedenfalls gilt noch heute der eigentliche Dank der Gläubigen einer Wesenheit des Wassers, welches bei der feierlichen Anrufung in drei Sprachen auch im Mittelpunkt steht: Ist die Madonna del Carmine vielleicht in Wirklichkeit die Herrin und Hüterin des Lago Maggiore?

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Prozessionen gibt es freilich nicht nur Italien. Am Namenstag des Hl. Bartholomäus (24. August) wurde ich Zeuge einer ganz besonderen Prozession oder Pilgerreise im Grenzgebiet zwischen Österreich und Bayern, die seit 400 Jahren (seit 1635) alljährlich und bei jedem Wetter veranstaltet wird: Die Überquerung des Steineren Meeres von Maria Alm nach St. Bartholomä am Königssee.

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Der Aufstieg beginnt noch bei völliger Dunkelheit. Der höchste Punkt der Überschreitung liegt auf ca. 2200 m. Seehöhe.

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Unglaublich – oder? (Klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild!)

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Veranstaltet wird die Wallfahrt von der Blasmusik Maria Alm.

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Sicherlich war der Charakter dieser Veranstaltung nicht so feierlich wie das Lichterfest im italienischen Cannero, sondern eher rustikal und durchaus auch ein wenig sportlich geprägt; aber auch hier glaubte ich vor allem die Liebe zur Natur zu spüren und eine tiefe Verbundenheit zum Berg, die die etwa 2500 Menschen dazu animierten, sich eine Nacht mehr oder weniger um die Ohren zu schlagen und inklusive Rückfahrt so annähernd 20 Stunden diesem schweißtreibenden Erlebnis zu opfern…

Und noch einmal Wichtel – was halten Sie von diesem hier: Kalender2020_Seite 2

Aus dem Wichtelkalender von Angelika Barbara Ufer für das Jahr 2020

Seien Sie offen für die Wunder des Überirdischen in unserer alltäglichen Welt!

Herzlich

Der Elfenfreund / Alvin                                                           im Oktober 2019

 

 

 

 

 

 

Götter und GOTT

For English visitors

Wer ist GOTT?

Schöpfer des Himmels und der Erde, Urgrund alles Bestehenden, auf dessen WORT hin (die Wissenschaft bevorzugt den Ausdruck „Urknall“) alle die unermesslichen Welten und  Weiten des Universums sich zu formen begannen…

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Unfassbare grobstoffliche Größen: Milliarden von Galaxien enthält laut Schätzungen das Universum, jede Galaxie wiederum Milliarden von Sonnen. Dazu kommt noch ein Vielfaches an „schwarzer“ Materie, die mit heutigen technischen Mitteln nicht nachweisbar, aber berechenbar ist. Hubble ultra deep field, 2004. Quelle: NASA/ESA. (Zum Vergrößern 2 mal auf das Bild klicken)

Ich Elfenfreund neige zu der Ansicht: Wir Menschen kennen IHN gar nicht.

Was wir Menschen in unseren Religionen und Kulten verehren, sind wohl im besten Fall blasse und vermutlich mehr oder weniger verzerrte Abbilder, die der Wirklichkeit nicht annähernd gleichkommen.

Ist das der Grund dafür, dass es in der Bibel heißt: „Du sollst dir kein Bildnis machen“? Jedes Bild, das wir Menschen uns in Gedanken von der Gottheit formen, kann nur eine schmähliche Verkleinerung der Wirklichkeit bringen, weil der Mensch sich solche Größe nicht denken kann!

An die „Götter“, also die Elementargewalten, können wir uns da schon eher halten, wie z.B. auch Goethe in seinem Gedicht „Grenzen der Menschheit“:

Grenzen der Menschheit

Wenn der uralte,
Heilige Vater
Mit gelassener Hand
Aus rollenden Wolken
Segnende Blitze
Über die Erde sät,
Küss‘ ich den letzten
Saum seines Kleides,
Kindliche Schauer
Treu in der Brust. (…)

Deutlich ist die Figur des „uralten, Heiligen Vaters“ der antiken Mythologie entlehnt, das Attribut der „Blitze“ kennzeichnet ihn als Elementargewalt vergleichbar einem Zeus oder Jupiter. Das ganze Gedicht finden sie zum Nachlesen unter Natur-(Wesen-)Lyrik Mai 2015.

Und nicht nur Griechen, Römer und Germanen verehrten in vorchristlicher Zeit elementare Wesenheiten; über die ganze Welt und in allen Kulturkreisen finden sich Belege dafür, dass Menschen mit (im weitesten Sinn)  menschenähnlich geformten, feinstofflichen Naturkräften in Kontakt standen und ihnen in unterschiedlicher Form Verehrung entgegenbrachten.

Laut Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941) ist es ganz natürlich und entspricht dem normalen Entwicklungsprozess, dass der Weg der Gotteserkenntnis für den Menschen von der Wahrnehmung feinstofflicher Gedankenformen über den Verkehr mit elementaren Wesenheiten hin zur Erkenntnis des höher stehenden Geistigen und weiter über das Erahnen noch höherer Welten bis zuletzt zum Empfinden der Kraft des Göttlichen führt. So sind auch die unterschiedlichen Religionsausübungen auf der Erde gegenwärtig und ihre Entstehung im Verlauf der Zeit nachvollziehbar.

Nur ist hier der Umstand in Betracht zu ziehen, dass die normal aufstrebende Entwicklung durch einseitige Hinwendung der Menschen zur irdischen Erkenntnis untergraben wurde, weil die Wahrnehmung höherer Welten dadurch nicht weiter voranschreiten konnte. In der Bibel wird dieser „Sündenfall“ des Menschen bildhaft als Naschen vom Baum der Erkenntnis dargestellt. Rein sachlich handelt es sich darum, dass laut Abd-ru-shin der Mensch an einem bestimmten – vermutlich noch sehr frühen – Punkt seiner irdischen Entwicklung die Ausbildung des Verstandes auf Kosten seines ethischen bzw. moralischen Bewusstseins einseitig vorantrieb, was auch eine einseitige Gehirnentwicklung zur Folge hatte.

Aus diesem Grund konnte die Menschheit bis heute zu keiner wirklichen Gotterkenntnis gelangen, weil unter diesen Umständen ein Erleben höherer Welten über die Ebene der elementaren Kräfte hinaus nicht möglich war. Alle Erkenntnisse über diese elementare Ebene hinaus konnten der Menschheit von besonders Berufenen nur am Offenbarungsweg vermittelt werden. Es handelt sich dabei aber nicht um Wissen, das der Menschheit aus eigenem innerem Erleben zugereift wäre! Darum nennt man die monotheistischen Religionen ja auch ganz zurecht Offenbarungsreligionen. Es ist darin sozusagen eine Notmaßnahme zu sehen, um einer in ihrer religiösen Entwicklung stecken gebliebenen Menschheit über die dadurch entstandene Kluft notdürftig hinüberzuhelfen, um ihr auf diese Weise Erkenntnisse zu vermitteln, die sie dazu animieren sollten, den gemachten Fehler nachträglich zu korrigieren! Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Alles Gute kommt von oben!“ vom Jänner 2015.

Dass aus den unschätzbaren, höchsten Offenbarungen, die der Menschheit von weit höher vermittelt wurden, als es ihrer tatsächlichen geistigen Reife entsprach, von nachfolgenden Anhängern dieser berufenen Religionsgründer später im Unverständnis leider hauptsächlich dogmatische Lehrgebäude errichtet wurden, ist speziell bei den monotheistischen Offenbarungsreligionen ja kaum zu übersehen. Auch darin zeigt sich der unheilvolle Einfluss und die Macht, die der Verstand sogar in allen religiösen Bestrebungen bereits über die Menschheit hat. In unserem Artikel „Märchen, Mythen, Göttersagen“ vom April 2013 haben wir versucht darzustellen, auf welche Weise die neuen Glaubenslehren dann von Missionaren Naturvölkern aufgezwungen wurden, wobei deren aus tatsächlichem Erleben stammendes Wissen von den elementaren Wesenheiten kurzerhand für falsch erklärt und unterdrückt wurde.

Auch Abd-ru-shins Ziel ist es, mit seinem Werk „Im Lichte der Wahrheit“ zur Erkenntnis Gottes hinzuführen. Zur Erreichung dieses Zieles kommt nach seinen Aussagen der Erkenntnis der Elementarwesen eine besondere Rolle zu:

„Wer das Wirken der Wesenhaften überspringen will, von denen die alten Völker genau wußten, der kann niemals zur wahren Gotterkenntnis kommen. Dieses genaue Wissen ist eine unvermeidliche Stufe zur Erkenntnis, weil der Menschengeist sich von unten nach oben durchzuringen hat. Er kann das über seinem Begriffsvermögen liegende Urgeistige und das Göttliche niemals erahnen lernen, wenn er nicht die zu ihm gehörenden unteren Schöpfungsstufen vorher als Grundlage dazu genau kennt. Es ist dies unvermeidbar notwendig als Vorbereitung zu der höheren Erkenntnismöglichkeit.

Wie ich schon sagte, wurde Kenntnis gegeben von Gott auch immer erst solchen Völkern, die im Wissen von dem Wirken der Wesenhaften standen, niemals anders. Denn vorher ist eine Vorstellungsmöglichkeit dazu gar nicht gegeben. Sorgfältig wurde darin das ganze Menschengeschlecht vom Lichte aus geführt.

Ein Mensch, der in Reinheit nur im Wesenhaften wissend steht und lebt, ist in der Schöpfung höher einzuschätzen als einer, der in nur angelerntem Christenglauben steht und über das Wesenhafte lächelt als Märchen oder Sagen, der also unwissend darüber ist und dadurch niemals wahren Halt bekommt, während der andere noch seine vollen Aufstiegsmöglichkeiten hat in starker, ungetrübter und nicht untergrabener Aufstiegssehnsucht.

Er kann bei gutem Wollen innerhalb weniger Tage lebendig hineinwachsen in die geistigen Erkenntnisse und das geistige Erleben, weil er unter sich den festen Boden nicht verlor.

Leitet deshalb künftig auch bei allen Missionsarbeiten, bei allen Schulunterrichten das Wissen von Gott über das Wissen von den geformten wesenhaften Kräften und deren Wirken, daraus erst kann sich dann die höhere Erkenntnis für das Geistige und für das Urgeistige, zuletzt auch für das Göttliche und Gott entwickeln.“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. Aus dem Vortrag: Das Gotterkennen)

Der Elfenfreund-Alvin                                                                   im Mai 2015

Schönheit und Licht

For English visitors

„Verweile doch, du bist so schön!“ – möchte ich „Elfenfreund-Faust“ im Frühling täglich, ja stündlich ausrufen, wenn ich sehe, wie atemberaubend schnell sich alles verändert und wie aus scheinbar noch in Winterstarre verharrenden, vorfrühlingshaft-kahlen Zweigen vom einen Tag zum anderen die Blütenpracht hervorbricht … und leider auch bald wieder vergeht.

Es ist wie ein Feuerwerk, nur lieblicher: zu allererst das zarte Weiß des Kriecherlbaums, dann der einen Hauch ins Lachsfarbene spielende Marillenflaum. Es folgen die Sternennebel der Birne, des purpurfarbenen Pfirsich (etwas früher der fast unmerklich hellere Weinbergpfirsich, dann die kräftigeren Sterne der Edelsorten) und der Kirsche, kurz darauf der Zwetschke. Nun machen sich die Apfelbäume  und der Flieder schon bereit… Man möchte den Atem anhalten, die Zeit stillstehen lassen, wenn man das nur vermöchte, um alles in Ruhe bewundern und genießen zu können, während die Natur aber unaufhaltsam vorandrängt und ein Blütenfest auf das andere folgt.

Wenn man doch nur da sitzen bleiben könnte und zuschauen, wie sich das tränende Herz scheinbar innerhalb von Stunden entfaltet, wie die Pfingstrosenstängel und -Blätter sich unaufhaltsam aus der Erde rollen und wie das Laub der Buchen sich aus seinen Hüllen herausfaltet… es ist ein Gefühl, das mich an die bekannten Spiele  denken lässt, welche Kinder seit je auf Pausenhöfen so gern spielen: Kaum sieht man weg, gerät alles ringsum in Bewegung, man hört das Scharren, Trappeln, Schnaufen und Kichern der sich heimlich vorwärtsschiebenden Spielgefährten … doch blickt man auf, um sie dabei zu ertappen, ist alles wie erstarrt, jedes tut ganz unbeteiligt und setzt eine unbewegte Miene auf, als ob nichts wäre.

So geht es mir im Frühling: Man spürt überall die regste Tätigkeit, alles ist in Bewegung, überall wird von unsichtbaren Kräften geschafft, die Natur verändert sich förmlich mit jeder Stunde – doch sieht man genau hin, ist plötzlich alles wie verstummt.

Nur atmet in der Natur jede Bewegung und jede vorandrängende Veränderung, jedes noch so bescheidene Entfalten, eine Schönheit, die mich naturschwärmerisch veranlagten Elfenfreund seit jeher förmlich auf die Knie zwingt. Man möchte sich schier zu Boden werfen neben das erste beste unschuldige Blümlein, nur um zu SCHAUEN, die Farben zu trinken, den Duft einzusaugen voll Ehrfurcht vor dieser zarten Schlichtheit der Formen, der leuchtenden Farben und der Frische, die alles atmet und eine Reinheit ausstrahlt, als wäre sie nicht von dieser Welt. Das klare Licht, die frischen Farben, die unverbrauchten Formen, das allgegenwärtig neu Entstehende, das uns auf die Zukunft, auf die „Ewigkeit“ verweist, auch die Abwesenheit lästiger „Plagegeister“, die sich erst in größerer Schwüle entwickeln werden, um dann mit Sirren, Krabbeln, Beißen, Stechen und Saugen den selbstvergessenen Schwärmer daran zu erinnern, wo er sich befindet … wollte man dieses Erleben in eine Worthülle kleiden, so fällt mir nur eine ein, die das alles als Bild zusammenfassen kann: Paradies.

Dora van Gelder schreibt in ihrem Buch „Im Reich der Naturgeister“ allgemein über die Elfen:

In ihrer Welt gibt es (…) nur Vollkommenheit und Schönheit. Darum ist jede einzelne von ihnen um Schönheit und Vollkommenheit bemüht, und jede ihrer Handlungen ist einzig und allein darauf ausgerichtet. Doch das Streben nach Schönheit bedeutet weder Kampf noch Mühe für sie, es stellt vielmehr einen beständigen Antrieb dar und bereitet ihnen große Freude. Ich glaube, die strahlende Freude der Elfen lässt sich teilweise auf ihr ständiges inneres Sehnen nach Schönheit und Vollkommenheit zurückführen.

(Dora van Gelder, Im Reich der Naturgeister. 3. Auflage, Aquamarin Verlag, 1995, S. 53)

Über die Schönheit in der Natur haben wir schon im Artikel „Von Elfen und Riesen“ vom September 2013 sinniert und ich bleibe dabei: Für mich ist die Schönheit, die in der Natur überall zu finden ist, wo immer sie sich ungestört entfalten kann, der klarste und sprechendste Beweis dafür, dass gutwollende, lichte Wesen sich darin betätigen, die diese Formen ersonnen haben und sie pflegen. Oder soll man sagen: die diese Formen aus Sehnsucht dem Paradies im Geistigen abgeguckt und sie den weiten Weg bis auf die plumpe Erde gebracht und aus dieser letztlich in Jahrmillionen dauernder allmählicher Entwicklung hervorgebracht haben? Warum sonst sollte so viel Schönheit darin sein? Welchen „Sinn“ hat Schönheit überhaupt? Wäre sie nicht völlig unnötig in einer „zufällig“ entstandenen Welt, in der es – wie manche Wissenschafter uns weißmachen wollen – lediglich darum geht, dass der „Stärkere überlebt“ und seine „Gene weitergibt“?

Sind diese eingeschränkten Verstandes-Forscher, die meinen, die ganze Welt rein materialistisch erklären zu können, denn nicht ganz offensichtlich mit Blindheit geschlagen?

„Und GOTT sprach: Es werde Licht.“ (Gen. 1,3) – Jahrtausende lang genügte dieses Bibelwort den Menschen als Begründung für das Sein des Universums. –

Da aber Gott mit dem Verstand nicht zu begreifen ist, genügte es den Menschen umso weniger, je größer die Rolle wurde, die der Verstand im Leben der Menschen zu spielen begann.

Heute kann Menschenverstand die Masse der Kernteilchen ebenso berechnen wie die Kräfte, die zwischen Galaxien wirken und ist dabei gezwungen, in seinen Berechnungen dem Umstand Rechnung zu tragen, dass auch Strahlungen ein Gewicht haben und umgekehrt Masse aus Energie besteht. Dieses Wissen ist heute sowohl in der Weltraumforschung wie auch in der Nanotechnologie unumstritten und wird routinemäßig in alle derartigen Berechnungen miteinbezogen, da nur so korrekte Ergebnisse zu erzielen sind. Etwas vereinfacht ausgedrückt bedeutet das also in anderen Worten:

Das Universum besteht  tatsächlich aus „Licht“!

Wird die Menschheit auf der Grundlage dieses Wissens nun beginnen, auch die Existenz Gottes und geistiger Welten in ihre Lebensgestaltungen und Konzepte mit einzubeziehen? Es wäre schön, aber, realistisch betrachtet: Es sieht derzeit nicht danach aus. Anstatt weltanschaulich höher zu streben und die Fragen nach dem Woher und dem Wohin des Menschen ernsthaft im Licht des neuen Wissens zu beleuchten, beschränkt man sich eher auf den praktischen Nutzen, den die umwälzenden Erkenntnisse in der Physik seit mehr als 100 Jahren in Wissenschaft und Forschung ermöglichen. Was natürlich damit zusammenhängt, dass der Verstand als irdisches Werkzeug der stofflichen Hülle des Menschen genau das zu leisten vermag: die irdisch-technische Verwertung, während er allen Fragen nach Gott und dem Woher und Wohin des geistigen Menschen von Natur aus hilflos gegenübersteht.

Und dabei lässt sich immer wieder beobachten, dass alles, was machbar ist, auch gemacht wird, sofern sich damit Geld verdienen lässt, oft ungeachtet mancher Risiken, die der Umgang mit stärksten Energien mit sich bringt. Und auch ungeachtet dessen, dass die menschlichen Aktivitäten die Welt, die wir alle von der Natur erhalten haben, insgesamt nicht unbedingt schöner und harmonischer machen, sondern im Gegenteil die „Abfallprodukte“ unserer Wirtschaftsweise die ursprünglich naturgegebene Harmonie und Schönheit zerstören, was von uns allen zwar nicht gewollt, aber doch in Kauf genommen wird.

Ist das der Grund dafür, warum Gott nach dem biblischen Schöpfungsmythos eine Todeswarnung  mit dem Essen der Frucht vom Baume der Erkenntnis verband: „Eßt nicht davon, rührt’s auch nicht an, daß ihr nicht sterbt“ (Gen. 3,3)? Eine Menschheit mit dem Anspruch, sein zu wollen „wie Gott und zu wissen, was gut und böse ist“ (Gen. 3,5), die sich aber durch einseitige Hinwendung zum Verstand von den lebendigen Kräften in (oder „hinter“) der sichtbaren Natur zunehmend entfremdet hat, bedroht sich mit der Selbstvernichtung, was nicht ohne Grund von zahlreichen Mahnern bereits beschworen worden ist. Am 26. April jährt sich beispielsweise der Atomunfall von Tschernobyl zum 29. Mal. Und es gibt ja leider nicht nur die „friedliche“ Nutzung dieser Technologie, sondern – im 21. Jahrhundert immer noch! – auch ein wahrhaft irrwitziges Arsenal der allerverheerendsten Kernwaffen, ganz abgesehen davon, dass weltweit bis heute nicht einmal ein sicheres Endlager für den sich täglich vermehrenden, noch Jahrtausende lang für alles irdische Leben gefährlichen Atommüll existiert und vermutlich auch niemals existieren wird! –

Der geniale Kopf, der der Wissenschaft bereits 1905 den Weg zu der Erkenntnis der Identität von Materie und Energie mit seiner vielzitierten „Relativitätstheorie“ ebnete, war  Albert Einstein (1879 – 1955). Am 18. April dieses Jahres jährte sich sein Todestag zum 60. Mal.

Zum Gedenken an seine bahnbrechenden Leistungen im Bereich der Physik wurde aus diesem Anlass das Jahr 2015 von den Vereinten Nationen zum „Jahr des Lichts“ erklärt.

Möge die mediale Aufmerksamkeit, die den Erkenntnissen des großen Physikers durch diese Maßnahme zuteil wird, dazu beitragen, dass immer mehr Menschen begreifen: Die Welt besteht aus Licht! Der Materialismus ist (theoretisch) überwunden! Materie, in dem Sinn, wie der begrenzte Verstand es uns erleben lässt, existiert gar nicht, ist eine Täuschung! Das Einzige, was wirklich existiert, ist Geist! Möge in diesem Sinne – das sei anlässlich des Aprils 2015 sozusagen mein nachösterlicher Wunsch – das Jahr das Lichtes die Auferstehung des Geistes einläuten!

Auf dem Kalenderblatt des Arche Kinderkalenders 2015 zur 3. Aprilwoche fand ich ein berührendes Gedicht der bekannten neuseeländischen Schriftstellerin Margaret Mahy (1936 – 2012), das mich nicht zuletzt auch zu diesem Artikel inspiriert hat:

Magic

Is there no magic in the world?
Is sun just sunshine, raindrops rain?
Are they not fairy gold and pearls?
Is not the wind a fairy train?

Is the world of magic gone?
Are there no roadways through the grass,
Which mice draw matchbox coaches on,
Along with fairy workmen pass?

Is all the world of magic gone?
Are not the roses fairy homes?
Is not the earth beneath our feet
Alive with goblins, elves and gnomes?

If all the world of magic’s gone,
And witches do not sail the sea
In egg-shells halved, with broom-stick oars –
This world is not the place for me.

Margaret Mahy; eine Übersetzung finden Sie unter „Natur-(Wesen-)Lyrik April 2015

Das Gedicht drückt etwas aus, was wahrscheinlich viele Besucherinnen und Besucher dieser Seite ebenso empfinden: dass die Welt und die Wirklichkeit mehr sind als nur das, was wir Menschen durch unsere begrenzten Sinne wahrzunehmen vermögen. Dass etwa in jedem Menschen etwas Geistiges lebt, das den irdischen Tod überdauert; dass in der Natur Wesen wirken, die die Formen bilden und erhalten; dass himmlische Kräfte, u.a. auch Engel genannt, über uns sind, die uns beistehen, wenn wir uns für ihr Wirken öffnen. Ich denke, der als exzentrisch beschriebenen „Granddame der neuseeländischen Kinderliteratur“, als die sie bisweilen bezeichnet wird, hätte ein Weblog wie das unsere gefallen.

Aber wo ist nun eigentlich diese geistige Welt, die wir mit dem irdischen Verstand vergeblich suchen und die deshalb diejenigen, die nur das irdisch-Materielle gelten lassen, als nichtbestehend ablehnen? Eine Antwort auf diese Frage ist Erdbewohnern wohl nur halb metaphorisch möglich: Im Licht! Ebenso, wie die irdische Welt aus Energie, also im weitesten Sinn aus Licht besteht, so formt das Licht auch höhere Ebenen und Welten, die neben, in und über allem Irdischen gleichzeitig existieren.

Wer eingehendere Erklärungen auf diese Fragen sucht, findet sehr umfassende Darstellungen in dem Buch „Im Lichte der Wahrheit“ von Abd-ru-shin (Oskar Ernst Bernhardt, 1875 – 1941), wie auch eine Erklärung der geistigen Gesetzmäßigkeiten, nach denen die höheren Welten geformt wurden und die deren Entwicklung wie auch die Entwicklung unserer Welt bestimmen. Dass wir im Rahmen unseres Naturwesen-Weblogs immer wieder aus diesem Werk zitieren, liegt daran, dass Abd-ru-shin, so wenig bekannt er heutzutage auch sein mag, unserer Ansicht nach unter anderem als DER große Wegbereiter des Naturwesen-Gedankens in unserem Kulturkreis angesehen werden muss. 

Mit dem „Licht der Wahrheit“, auf das schon der Titel seines Werkes sich bezieht, ist das „Form gewordene“ Gotteslicht gemeint, aus dem alles entstand, was ist, und das die gesamte Schöpfung  durchströmt und erhält. Unter „Form geworden“ kann man sich Myriaden von lebendigen, schaffenden und wirkenden Wesen vorstellen, die auf allen Ebenen formend und erhaltend tätig sind:

„Es fallen darunter alle die Wesen, welche sich mit dem befassen, was die Menschen in sehr oberflächlicher Weise die Natur nennen, zu der also Meere, Berge, Flüsse, Wälder, Wiesen und Felder zählen, Erde, Steine, Pflanzen gehören, während die Seele des Tieres wieder etwas anderes ist, aber auch aus dieser Region des (…) Wesenhaften kommt.

Das alles ist ganz richtig bezeichnet mit dem Ausdrucke »Wesen«. Elfen, Nixen, Gnomen, Salamander sind also Wesen, die sich lediglich mit der Stofflichkeit befassen in ihrem Wirken. Darin finden wir nun auch die eigentliche Einteilungsmöglichkeit.

Nun gibt es aber auch noch Wesen, die sich im Geistigen betätigen, Wesen, die im Urgeistigen wirken, und Wesen, die selbst im Göttlichen tätig sind. (…)

Zwischen den Kreaturen Geist und Wesen ist an sich in der Schöpfung kein Wertunterschied. Ein Unterschied besteht nur in der verschiedenen Art und der dadurch gegebenen andersartigen Notwendigkeit ihres Wirkens! Der Geist (…) kann Wege seiner eigenen Wahl gehen und entsprechend in der Schöpfung wirken. Das Wesen aber steht unmittelbar im Drang des Gotteswillens, hat also keine eigene Entschlußmöglichkeit oder, wie es der Mensch ausdrückt, nicht seinen eigenen, freien Willen.

Die Wesenhaften sind die Erbauer und Verwalter des Hauses Gottes, also der Schöpfung. Die Geister sind die Gäste darin.“

(Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit. Gralsbotschaft. Aus dem Vortrag: Das Wesenhafte. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart)

Mit diesen wenigen Sätzen soll hier skizziert sein, auf welche Weise Abd-ru-shin als einzigem mir bekanntem Autor das Kunststück gelingt, Wesen und Menschen zueinander in Beziehung zu setzen und doch deutlich voneinander abzugrenzen. So weit ich darüber orientiert bin, ist diese Art der Darstellung in der Weltliteratur einzigartig. Wenn Sie dazu mehr wissen wollen, lesen Sie nach in unseren Artikeln „Wesen und Mensch“ vom September 2014 sowie „Wesen und Geist“ vom Juli 2014. 

Das Pseudonym, das der Autor für die Publikation seines Hauptwerkes „Im Lichte der Wahrheit“ wählte, wird übrigens übersetzt mit „Sohn des Lichts“ oder auch „Diener des Lichts“.

2015 jährte sich – sehr passender Weise ebenfalls am 18. April – der Geburtstag Abd-ru-shins zum 140. Mal.

Die Ausrufung des Jahres 2015 zum „Jahr des Lichtes“ durch die Vereinten Nationen ist somit nicht nur in physikalischer, sondern auch in geistig-weltanschaulicher Hinsicht gerechtfertigt! –

Zum Thema unseres diesmaligen Artikels: Schönheit und Licht schreibt Abd-ru-shin in seinem Werk:

„Als Richtschnur eines gottgewollten Lebens hier auf Erden wurde Euch der Schönheitssinn geschenkt, der aus reinster Empfindung kommt. Diese Empfindung trägt Erinnerung in sich an lichte Höhen, wo Schönheit zur Selbstverständlichkeit gehört! Denn Licht und Schönheit läßt sich gar nicht trennen. Sie sind eins! Wenn Ihr nun Licht auf diese Erde tragen wollt, so müßt Ihr Schönheit bringen. Schönheit in allem, was Ihr tut!“

(Abd-ru-shin, aus dem Vortrag: Laßt Ostern in Euch werden!)

Die vielen Wesen in der Natur erfüllen – wie wir eingangs zu zeigen versucht haben – dieses Gebot, der Mensch ist davon aber in seinen Werken noch weit entfernt. Lasst uns die Natur und die darin wirkenden Wesen zum Vorbild nehmen und überall danach streben, so viel als möglich Schönheit zu verwirklichen – damit das Licht aus der geistigen Welt immer mehr bis zur groben Stofflichkeit, die wir Erdenbürger bewohnen, hindurchstrahlen kann!

Der Elfenfreund-Alvin                                                                         im April 2015

 

 

 

Riesen-Rätsel

Stonehenge ist wieder in aller Munde…

Grund dafür ist ein neues Forschungsprojekt, welches unter Beteiligung des Ludwig-Boltzmann-Institutes (Wien) unter der Leitung von W. Neubauer unter dem Arbeitststitel „hidden landscape“ weitgespannte Untersuchungen der gesamten Umgebung von Stonehenge durchführte. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden im September 2014 präsentiert. Außerdem erstellte die BBC eine zweiteilige TV-Dokumentation, die dieser Tage auf der Schiene „Universum History“ ausgestrahlt wurde.

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Der Steinkreis von Stonehenge bei Sonnenaufgang. Foto: Wikipedia

Der berühmte Steinkreis, der auf der ganzen Welt in seiner Art und Bauweise einzigartig ist, wird darin als „Weltwunder der Jungsteinzeit“ bezeichnet. Errichtet wurde das Bauwerk nach heutigem Forschungsstand in mehreren Phasen, und zwar aller Wahrscheinlichkeit nach als astronomische Beobachtungsstätte und Kultplatz, als „Tempel des Lichts“ oder „Sonnentempel“, wie in der Dokumentation mehrmals wiederholt wird. Demnach stammen die heute noch markant sichtbaren Sarsensteine aus der Bauphase 3 II (ca. 2500 v. Chr.). Mit Hilfe der Steine soll es nicht nur möglich gewesen sein, die Tage der Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen zu bestimmen, sondern sogar Mondfinsternisse zu berechnen und vorauszusagen.

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Eine moderne Rekonstruktion des Steinkreises. Abbildung: Wikipedia

Dass zur Frage, wie Steinzeitmenschen eine derartige Leistung vollbringen konnten, verschiedenste Spekulationen existieren, ist nachvollziehbar: Allein die erforderliche Zeit für die Bearbeitung der Steine für Stonehenge 3 wird auf 20 Millionen Arbeitsstunden geschätzt!

Im Rahmen unseres Weblogs kann daher nicht unerwähnt bleiben, dass bereits Abbildungen aus dem Mittelalter Riesen als Helfer am Bau und zur Unterstützung der menschlichen Bauherren zeigen! BLEgerton3028Fol30rStonehengeCropped

Ein Riese hilft Merlin, Stonehenge zu errichten. Älteste bekannte Abbildung von Stonehenge, aus einem Manuskript von Waces „Roman de Brut“ (Anm: eine Geschichte Britanniens in Versen in normannischer Sprache), British Library (Egerton 3028). Quelle: Wikipedia

Für Neulinge auf unserer Seite sei zur Vermeidung von Missverständnissen an dieser Stelle eine Begriffserklärung eingeflochten: Unser „Elfenwirken“-Blog befasst sich mit Hinweisen auf die Existenz von Naturwesen, auch Elementarwesen genannt, also mit elementaren Kräften, Naturkräften, die von Anbeginn an in der Materie tätig sind und deren Tätigkeit uns Menschen unter anderem als die Wirkung der Naturgesetze begreifbar wird. Diese Kräfte wurden und werden aber von hellsichtigen Personen, die in der Lage sind, sie wahrzunehmen, vielfach als persönlich-bewusst erlebt und beschrieben und in vielfältiger Gestaltung wahrgenommen.

Unter dem Begriff „Riesen“ wären also laut dieser Definition dem Element Erde verbundene, wesenhafte Kräfte zu verstehen, die aus Bereichen „jenseits“ der groben Erdenstofflichkeit schöpferisch und formend auf die Materie einwirken und sich unter anderem mit Gesteinsbildung sowie der Formung und Entwicklung von Gebirgen beschäftigen. Da diese Wesen in ihrer feinerstofflichen Gestalt unseren körperlichen Sinnesorganen verborgen bleiben, wäre es grundfalsch, bei dem Begriff an Monster wie King Kong, den Bigfoot, Grawp aus „Harry Potter“ oder ähnliche phantastische Fabelwesen zu denken, die laut manchen abenteuerlichen oder märchenhaften Erzählungen dem Menschen auf grobstofflicher Ebene physisch gegenübertreten – deren irdische Nichtexistenz soll durch unser Weblog in keinster Weise angezweifelt werden! Nähere Informationen entnehmen Sie bitte vorangegangenen Artikeln, wie z.B. dem Artikel „Wesen und Mensch“ vom September 2014, oder auch unserem Artikel „Von Elfen und Riesen“ vom September 2013. –

20 Millionen Arbeitsstunden allein für die Bearbeitung der Steine, dann noch einmal 1,75 Millionen für Transport und Aufrichtung der bis zu 50 Tonnen schweren Sandsteinblöcke – man fragt sich unwillkürlich, was Menschen dazu motiviert haben mag, so große Mühen auf sich zu nehmen, wenn etwa mit Holzpfählen der gleiche Zweck der Markierung bestimmter Himmelsregionen mit ungleich geringerem Aufwand hätte erreicht werden können…1280px-Stonehenge_back_wide

Die Überreste des Steinkreises von Stonehenge, wie sie sich heute dem Besucher darbieten. Foto: Wikipedia

Es gibt aber auch Hinweise, dass bereits Jahrhunderte vor Stonehenge 3 ein wesentlich größerer Steinkreis am selben Ort existiert haben könnte, der aber spätestens 3000 v. Chr. aus unbekanntem Grund wieder abgebaut wurde. In diesem Fall wäre Stonehenge sogar älter als die Pyramiden.

Auch die Pyramiden gelten bekanntlich als Weltwunder, man zählte sie zu den 7 Weltwundern der Antike. Einen besonderen Platz unter diesen Riesen-Bauwerken nimmt die sogenannte Cheops-Pyramide ein, die die größte und vollkommenste unter allen Pyramiden ist. Auch und speziell zur Cheops-Pyramide gibt es zahlreiche Spekulationen, und da sie vermutlich niemals als Grab gedient hat und auch nicht als solches konstruiert worden ist, ist ihre eigentliche Funktion bis heute ungeklärt.1280px-Kheops-coupe

Querschnitt durch die Cheops-Pyramide: 1. ursprünglicher Eingang 2. Al-Maʾmun-Tunnel (heutiger Zugang) 3. Verbindung zwischen ab- und aufsteigendem Korridor 4. absteigender Korridor 5. Felsenkammer 6. aufsteigender Korridor 7. Königinnenkammer mit „Luftschächten“ 8. horizontaler Gang 9. Große Galerie 10. Königskammer mit „Luftschächten“ 11. Korridor zur Sarkophagkammer und Blockiersteinkammer 12. Luft- oder Fluchtschacht mit „Grotte“ – Quelle: Wikipedia

Auch zur Cheops-Pyramide können Sie den einen oder anderen interessanten Gedanken im Zusammenhang mit der Naturwesen-Thematik unseres Weblogs nachlesen in unserem oben bereits erwähnten Artikel „Von Elfen und Riesen“ vom September 2013.

Vom Propheten Jesaja sind im Alten Testament der Bibel u.a. folgende prophetische Zeilen überliefert:

„Zu der Zeit (Anm.: des Gerichtes) wird für den HERRN ein Altar mitten in Ägyptenland sein und ein Steinmal für den HERRN an seiner Grenze;

das wird ein Zeichen und Zeugnis sein für den HERRN Zebaoth in Ägyptenland. Wenn sie zum HERRN schreien vor den Bedrängern, so wird der ihnen einen Retter senden; der wird ihre Sache führen und sie erretten.“

(Jes. 19, 19 u. 20)

Auf diese Zeilen bezieht sich die österreichisch-brasilianische Autorin Roselis von Sass in ihrem Buch „Die große Pyramide enthüllt ihr Geheimnis“ (Ordem do Graal na terra, 1994), in dem sie die ihren Angaben nach wahre Geschichte von der Entstehung der sogenannten „Cheops-Pyramide“ schildert, wie sie sie aus übersinnlichen Quellen erschaut haben will.

Demnach wäre die „Große Pyramide“, wie sie auch genannt wird, als „Tempel Gottes“ errichtet worden und als „Steinerne Offenbarung“ für die Nachwelt zur Zeit des in der Bibel verheißenen „Jüngsten Gerichts“.

Und zwar wurde sie – nach dieser Quelle – keineswegs von Pharao Cheops errichtet, der fälschlich im Nachhinein sich selbst als Urheber des Riesen-Bauwerks vor späteren Generationen darstellen wollte und nach dem sie heute auch benannt ist, sondern bereits viel früher, 4500 v Chr., von chaldäischen Weisen als Bauherren, die bei ihrer uneigennützigen Mission im Auftrag Gottes von Riesen unterstützt worden seien.

In diesem Buch findet sich die einzige mir bekannte anschauliche Schilderung, wie man sich die Mithilfe von Riesen bei der Errichtung von Megalithbauten, von der in der einschlägigen Literatur ja öfter die Rede ist, konkret vorstellen kann. Im oben erwähnten Artikel dürfen wir diese zentrale Stelle für unsere Leserschaft zitieren.

Pyramon, so der Name des Pyramiden-Baumeisters im Buch, erlebt sich darin kurzfristig der gröbsten Stofflichkeit entrückt und auf eine astrale Ebene versetzt, sodass er die Tätigkeit der Riesen aus deren eigener Perspektive erfahren kann:

„Als Pyramon zum Bauplatz kam, blickte er überrascht auf das riesenhafte Quadrat aus Steinblöcken. (…) Er ging näher, um zu sehen, wie die Blöcke nebeneinander gereiht waren, denn die Mauer sah aus, als bestünde sie nur aus einem einzigen Stein. Nur bei ganz genauer Betrachtung konnte er feststellen, wo die Steine aneinandergefügt waren. Und auch das war nur möglich, weil er die genauen Maße der Blöcke kannte.

(…) Diese Blöcke waren für ihn ein Rätsel. Sie sahen aus, als wären sie mit einem Messer und nicht mit einem Steinhauerwerkzeug zerteilt worden. Wie war das möglich? Während er noch darüber nachsann, kam einer der Riesen, es war Enak, und hieb von einem nächstliegenden Steinblock ein Stück ab. Das Werkzeug, das er dazu benutzte, sah tatsächlich wie ein langes, feingeschliffenes Messer aus.

Der Riese legte das abgeschnittene Stück Stein beiseite und forderte Pyramon auf, die Schnittstelle zu befühlen. Pyramon tat das auch, doch gleich darauf zog er verblüfft seine Hand zurück. Die Schnittstelle fühlte sich glatt und ölig an. Das Verblüffende war jedoch, daß der Stein nicht die sonst übliche Härte besaß. Er schien weicher und nachgiebiger. Und Pyramon dachte, daß so eine Steinmasse natürlich mit exakter Genauigkeit zugeschnitten werden konnte. Das Rätsel war gelöst.

Er wollte jedoch ganz sicher sein, daß er sich nicht irrte, deshalb schlug er mit beiden Fäusten fest gegen den Steinblock. Triumphierend sah er Enak an, während er ihm seine unverletzten Fäuste entgegenhielt. Der Stein mußte von anderer Beschaffenheit sein, sonst hätte er sich verletzt…“

(Aus: Roselis von Sass, Die große Pyramide enthüllt ihr Geheimnis. Ordem do Graal na terra, 1994. Die ganze Stelle finden Sie unter Literaturempfehlung 2, September 2013.)

Während die Riesen das Gestein in diesem „astralen“ Zustand, der ihrer eigenen Beschaffenheit nahekommt, bearbeiten und auch bewegen, vermögen sie (laut Roselis von Sass) aber auch, dessen Beschaffenheit zu verändern und das astral Bearbeitete sodann in einen grob-materiellen Zustand zu überführen. Ob ich Elfenfreund diesen Vorgang gedanklich mitvollziehen kann, bin ich mir selbst nicht ganz sicher, und ich möchte es daher jedem Leser und jeder Leserin selbst überlassen, sich darüber ein Urteil zu bilden.

Man kann die Schilderungen vom Bau der Cheops-Pyramide im genannten Buch natürlich einfach als phantastische Hirngespinste abtun, zumal die historischen Zuordnungen durch Roselis von Sass teilweise im Widerspruch stehen zu Erkenntnissen der Archäologie.

Andererseits müssen wir eingestehen, dass auch die moderne Archäologie keinesfalls in der Lage ist, genau zu erklären, auf welche Weise manche der Megalithbauten früher Hochkulturen mit deren vergleichsweise primitiven Möglichkeiten realisiert worden sind.

Um diesen Umstand deutlich zu machen, begeben wir uns nun noch an einen dritten Schauplatz und besuchen nach Europa und Afrika zum Abschluss Südamerika.

Auch der Südamerikanische Kontinent besitzt seine Bewunderung erweckenden Megalithbauten. Weltberühmt sind etwa die Mauern aus tonnenschweren Blöcken, welche die alten Inkas mit unvergleichlicher Präzision – vielleicht schon vor Jahrtausenden – zusammenfügten.

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Inka-Mauern in Cuzco. Foto: Wikipedia

Charakteristisch für diese Art von Inka-Mauern ist – abgesehen von der schier unglaublichen Passgenauigkeit – der verzahnte Baustil, der die Mauern besonders widerstandsfähig macht gegen Erdbeben, die in den Anden ja häufig vorkommen.

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Die Festungsmauer von Sachsaihuaman oberhalb von Cusco. Foto: www.pacal.de/inka.html

Die Monolithen im unteren Bereich der abgebildeten Mauer sind wahrscheinlich wesentlich älter als die weiter oben aufgesetzten. Sie sind bis zu 9 Meter hoch und 300 Tonnen schwer. Sie zu transportieren, erscheint schon schwierig genug, – aber wie hat man sie nur so passgenau bearbeitet und zusammengefügt?

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Inka-Monolithen in Ollantaitambo. Foto: Wikipedia

Deutlich unterscheidet sich die alte, stabile Bauweise von der neueren, die nach Erdbeben immer wieder erneuert werden muss, während die Fundamente aus Inka-Monolithen alle Erdstöße überdauert haben.

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Inkamauer in Cusco. Foto: Wikipedia

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Gesteinsformation bei Sachsaihuaman. Quelle: www.pacal.de/inka.html

Wie hat man diese präzisen Einschnitte in das harte Gestein ausgeführt? Sie sehen aus, als wären sie mit einem Messer herausgeschnitten…

Und hier noch zum Abschluss ein besonders interessantes Detail aus der Ruinenstadt Macchu Picchu (für dieses sowie auch die beiden anderen kleinerformatigen Fotos weiter oben danke ich besonders den Betreibern der Webseite www.pacal.de/inka.html für die Genehmigung zur Veröffentlichung):

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Lücke zwischen zwei Steinen, die vermutlich durch ein Erdbeben entstanden ist. Foto: www.pacal.de/inka.html

Infolge eines Erdbebens ist offensichtlich zwischen diesen Steinen eine Spalte entstanden, sodass man dazwischen hineinsehen kann. Die glatten Seitenflächen der Steine sind in sich verformt, aber passen völlig nahtlos ineinander. Wie hat man die parallele Drehung der beiden Steinblöcke realisiert, und warum? Selbst im heutigen Computerzeitalter wäre es für einen Bauingenieur ein schwieriges Unterfangen, zwei exakt parallel in sich verdrehte Flächen zu berechnen und dann aus Stein zu herauszuarbeiten. –

Sieht es nicht vielmehr so aus, als wären die beiden Steine weich gewesen, als man sie zusammenfügte, und hätten sich darum so aneinander angepasst?

Zu diesem Schluss kommt auch der renommierte Archäologe und Südamerika-Spezialist Professor Edwin Barnart. In seinem Hörbuch „Lost Worlds of Southern America“ sagt er mit Bezug auf die Inka-Mauern:

„…Wenn man diese Mauern und die Lücke zwischen den Steinen ganz genau betrachtet, dann sehen sie, zumindest für mich, miteinander verschmolzen aus. Manche (und ich habe in ganz Cuzco Nahaufnahmen von diesen Spalten gemacht, um zu verstehen, wie diese Steine zusammengefügt wurden), manche haben kristalline Einschlüsse. Wenn man die Naht zwischen den Steinen ansieht, kann man tatsächlich sehen, wie diese Kristalle zwischen den Steinen verschränkt sind. Ich denke, sie sind verschmolzen. Ich persönlich glaube, dass sie (die Inka) diese Steine auf irgendeine Weise geschmolzen haben, vielleicht mit einer Säure, aber das kann ich nicht beweisen. Während meiner letzten Reise nach Cuzco habe ich den Palast von Inka Roca im Hinblick auf diese Theorie noch einmal gründlich untersucht. An einer Stelle, wo die Steine durch ein Erdbeben leicht von einander entfernt waren, habe ich ein interessantes Beweisstück gefunden: ein Vorsprung, eine Vorwölbung an einem Stein, die aussah, als hätte der obere Steinblock in den unteren Block gepresst, wie ein Schuh, der einen Abdruck in Schlamm hinterlässt. Es sah aus, als wäre der obere Block in den unteren hineingepresst worden.

Mein Vater ist Chemieingenieur. Ich habe diese Theorie mit ihm schon oft diskutiert, aber er sagt, das ist nicht machbar. Stein, der so hart ist wie Andesit, kann man nicht schmelzen…“

(Edwin Barnhart, The Great Courses: Lost Worlds of Southern America, Ausschnitt aus Kapitel 18: Cuzco und das Reich von Tawantinsuyu. The Teaching Company LCC)

Nein, in der Tat, bei aller technischen Rafinesse können wir Menschen Steine heute nicht dazu bringen, weich und formbar zu werden … aber vielleicht können das diejenigen Naturkräfte, die sich von Anbeginn an mit der Entstehung der Gesteine und der Formung der Gebirge beschäftigten?

Was Professor Barnart wohl sagen würde zu der These, dass bei der Errichtung der Megalithbauten Riesen, also Elementarkräfte, mitgewirkt haben könnten? Wahrscheinlich würde er eine solche Möglichkeit nicht ernsthaft in Erwägung ziehen wollen und lieber weiterhin über chemische Methoden nachgrüblen, so unwahrscheinlich sie auch sein mögen. Aber, wer weiß?

Ich Elfenfreund kann mir jedenfalls nicht helfen, ich musste bei Professor Barnarts Ausführungen sofort an Enak, den Riesen denken:

„Der Riese legte das abgeschnittene Stück Stein beiseite und forderte Pyramon auf, die Schnittstelle zu befühlen. Pyramon tat das auch, doch gleich darauf zog er verblüfft seine Hand zurück. Die Schnittstelle fühlte sich glatt und ölig an. Das Verblüffende war jedoch, daß der Stein nicht die sonst übliche Härte besaß. Er schien weicher und nachgiebiger. Und Pyramon dachte, daß so eine Steinmasse natürlich mit exakter Genauigkeit zugeschnitten werden konnte. Das Rätsel war gelöst.“

(Aus: Roselis von Sass, Die große Pyramide enthüllt ihr Geheimnis. Ordem do Graal na terra, 1994, s.o.)

Nun, heute ist das alles noch Spekulation, aber einmal wird das Rätsel tatsächlich gelüftet werden und dann wird man wissen, wie frühere Kulturen ihre erstaunlichen Riesen-Bauwerke bewerkstelligen konnten.

Wenn es beispielsweise heute schon eine englische Übersetzung gäbe vom „Elfenwirken“, wie eine Leserin jüngst einmal angeregt hat, oder wenigstens von einzelnen Artikeln daraus, dann könnte man Professor Barnart und anderen aufgeschlossenen Damen und Herren der Wissenschaft, die ja meist englisch kommunizieren, diesen Denkanstoß übermitteln… Aber wer wäre bereit, sich ehrenamtlich eine solche Arbeit anzutun? Und allein schaffe ich Elfenfreund das leider nicht.

Somit bleibt das Feld vorderhand Privatangelegenheit einzelner (Hobby-)Forscher und (Hobby-)Archäologen – die dunkle Jahreszeit ist schließlich wie geschaffen dafür, über ferne Länder und Kulturen zu lernen und von alten Zeiten zu träumen…

Aber bitte, liebe Leserin, lieber Leser: Zergrübeln Sie sich dabei nicht die Köpfe! Freuen wir uns lieber der Natur, die uns zu jeder Jahreszeit so viel Schönes und Lebendiges bietet –  und früher oder später wird die Wahrheit bestimmt ans Licht kommen…!

Der Elfenfreund                                                                            im Spätherbst 2014